Inhaltsverzeichnis
Buch
»Die Welt ist in größeren Schwierigkeiten als je zuvor«, konstatiert Neale Donald Walsch. »Neue Offenbarungen« geht jedoch über eine Bestandsaufnahme unserer globalen Krise weit hinaus. In seinen Gesprächen mit Gott beleuchtet Walsch die Hintergründe dafür, warum sich unser Planet Erde in zunehmend kritischem Zustand befindet. Die Ursache dafür erkennt er in ebenso alten wie falschen Überzeugungen, die letztendlich für Terror und Krieg, für Angst und Armut verantwortlich sind. Insbesondere die Idee des Getrenntseins und die Überzeugung, kämpfen zu müssen, um zu überleben, betrachtet er als Quelle vieler Übel. Wenn wir diese Illusionen loslassen können, wird sich alles verändern. Ein schlüssiger und aktueller Walsch in der »Gespräche-mit-Gott«-Tradition.
Autor
Neale Donald Walsch arbeitete als Journalist und Verleger, war Programmdirektor eines Rundfunksenders, Pressesprecher und gründete eine erfolgreiche Werbe- und Marketingfirma. In einer schweren Krise richtete er seine Stimme an Gott. Dadurch erfuhr sein Leben eine entscheidende Wendung. Was er als Ende seines Lebens empfunden hatte, erwies sich als spiritueller Neuanfang. Anschauliches Zeugnis dieser geistigen Öffnung sind die »Gespräche mit Gott«. Heute widmet sich Walsch ganz der Aufgabe, die Botschaften seiner Bücher durch Publikationen, Vorträge und Retreats für spirituelle Erneuerung zu verbreiten. Walsch lebt in Ashland, Oregon.
Die Seele ist es, die die Wahrheit wahrnimmt und offenbart.
Wir erkennen die Wahrheit, wenn wir sie sehen, lasst doch die Spötter und Skeptiker sagen, was sie wollen. Hast du etwas gesagt, das sie nicht hören wollen, fragen dumme Leute dich: »Woher weißt du denn, dass es die Wahrheit ist und kein Irrtum von dir?« Wir können die Wahrheit, wenn wir sie sehen, von einer Meinung unterscheiden, so wie wir auch, wenn wir wach sind, wissen, dass wir wach sind …
Wir charakterisieren die Verkündigungen der Seele, ihre Manifestationen ihrer Eigennatur, mit dem Begriff Offenbarung. Diese werden immer vom Gefühl des Sublimen begleitet. Denn diese Mitteilungen sind ein Einfließen des göttlichen Geistes in den unseren. Es ist ein Zurückweichen des individuellen Rinnsals vor den aufbrandenden Fluten des Ozeans des Lebens.
RALPH WALDO EMERSON
Emersons Essays
Vorbemerkung des Autors
Wie bei allen Gesprächen werden auch hier Dinge wiederholt, die schon einmal gesagt wurden. Ich möchte Sie wissen lassen, dass ich mir dieser Tatsache bewusst bin. Ich machte keinen Versuch, Material »herauszuredigieren«, das (zuweilen mit denselben Worten) einen Punkt anspricht, der schon in einem meiner früheren Bücher dargelegt wurde. Ich gehe davon aus, dass diese Dinge nicht wieder zur Sprache gebracht worden wären, wenn sie nicht im Zusammenhang mit dem jeweils diskutierten Thema wichtig wären. Daher habe ich alle Redundanz verziehen und lade Sie ein, es ebenso zu machen.
Speziell die in diesem Buch aufgeführte Reihe von Irrtümern über Gott und das Leben scheint den in Gemeinschaft mit Gott besprochenen Zehn Illusionen der Menschen überaus ähnlich zu sein. Diese Irrtümer basieren schlicht auf diesen Zehn Illusionen und werden hier in einem neuen Kontext umformuliert. Doch nicht jeder, der sich mit diesem Dialog befasst, hat jenes vorangegangene Buch gelesen, und das hier vorliegende Material war eindeutig dazu bestimmt, auch für sich stehen zu können.
Einleitung
Die Welt steckt in Schwierigkeiten. In größeren Schwierigkeiten als je zuvor.
Dieses Buch liefert uns für die Krise, mit der wir konfrontiert sind, nicht nur eine Erklärung, sondern wir erfahren auch, wie wir sie lösen können.
Es vermittelt uns außergewöhnliche Einsichten in das, was uns derzeit auf diesem Planeten wirklich widerfährt, wo wir auf Abwege geraten sind und wie wir wieder zum Weg zurückfinden können, den wir unserer Aussage nach gehen möchten.
Wir können den Blick nur so lange vom Geschehen – dem plötzlichen und gewaltsamen Zerfall des Lebens, wie wir es kennen – abwenden, bis sich uns die Tatsache, dass wir wirklich in großen Schwierigkeiten stecken, auf eine Weise präsentiert, die wir nicht länger ignorieren können. Und genau das geschieht jetzt. Wir sehen uns mit Ereignissen und Umständen konfrontiert, über die wir nicht länger hinwegsehen können.
Das bedeutet nicht, dass nunmehr Verzweiflung angesagt ist. Tatsächlich ist sie das Letzte, was angesagt ist. Verzweiflung hat ja das Problem geschaffen. Noch mehr Verzweiflung wird es ganz gewiss nicht lösen.
Nein, nicht Verzweiflung ist angesagt, sondern dass wir jetzt den Schaden wieder gutmachen und die Dinge in Ordnung bringen.
Und während wir bestrebt sind, den Schaden, den wir anrichten, wieder gutzumachen, sind wir auch aufgefordert zu erkunden, warum wir ihn anrichten. Was hat uns zu einer so tiefen Verzweiflung gebracht, die uns dazu führt, uns allmählich selbst zu zerstören? Das ist die Schlüsselfrage, der sich dieses Buch widmet. Eine Frage, die viele Menschen nicht stellen wollen. Die Antworten sind für unsere ganze Lebensweise zu bedrohlich – und offensichtlich würden viele Menschen ihre Lebensweise lieber zerstören, als sie ändern. Sie würden lieber das Ende ihres Lebens mit ansehen, als erleben, wie sich ihr Leben verändert.
Dies ist ein Buch, das das Leben verändert. Es enthält eine Neue Offenbarung. Es liefert die Werkzeuge, mit deren Hilfe wir uns aus der Verzweiflung herausziehen und die ganze Menschheit zu einer neuen Erfahrungsebene, zu einem neuen Eigenverständnis, zu einem neuen Ausdruck ihrer großartigsten Vision erheben können.
Dieses Buch wurde uns gegeben, genau in diesem Augenblick geschickt, um uns zu helfen. Seine Offenbarung wird uns in Form eines Gesprächs mit Gott präsentiert. Sie brauchen, um Nutzen daraus ziehen zu können, nicht zu glauben, dass ein solches Gespräch wirklich stattfand. Sie müssen lediglich bereit sein, dem Gespräch zu folgen, über seinen Inhalt nachzudenken, die Möglichkeit seiner Anwendung in Ihrem Leben zu erkunden und die Ergebnisse zu beobachten.
Die Menschheit ist in einer Zeit angelangt, in der sie wählen muss. Unsere Optionen werden uns vom Strom der Ereignisse vorgeführt – und von jenen, die sie erschaffen. Wir können uns entweder nach vorne bewegen und endlich gemeinsam eine Welt des Friedens und der Harmonie aufbauen, die sich auf neue Glaubensvorstellungen über Gott und das Leben gründet; oder wir können den Rückwärtsgang einlegen und getrennt voneinander immer wieder die alte, auf alte Glaubensvorstellungen über Gott und das Leben gegründete Welt des Konflikts und der Zwietracht errichten.
Wie lange wir es noch machen werden, wenn wir uns weiterhin für die Alten Wege entscheiden, darüber darf spekuliert werden. Aber letztlich wird unsere Zivilisation – vorausgesetzt, dass keine dramatische Veränderung in unserem gegenwärtigen Muster eintritt – ganz einfach in sich zusammenbrechen. Und alles, was ich sehe, sagt mir, dass wir nur noch Jahre – keine Jahrhunderte, keine Jahrzehnte, sondern Jahre – davon entfernt sind.
Was jene angeht, die bereit sind, neue Glaubensvorstellungen zu akzeptieren (oder sie sich wenigstens anzusehen), so stellt sich ihnen die Frage: Was ist ihr Inhalt? Und was können sie bewirken?
Ich glaube, dass uns diese neuen Offenbarungen gegeben wurden, um uns einige mögliche und machtvolle Antworten auf diese Fragen unserer Zeit anzubieten.
Dieses Gespräch mit Gott begann als einfache Bitte, die ein einfacher Mensch an den Gott seines Verständnisses richtete. Ich bat Gott, uns jetzt zu enthüllen, was wir wissen müssen, wenn wir dazu beitragen wollen, dass sich etwas an der selbstzerstörerischen Richtung ändert, in die sich die Menschheit bewegt.
Nun mag der Gott meines Verständnisses dem Anschein nach nicht der Gott sein, an den Sie glauben. Dennoch ist er derselbe Gott, davon bin ich überzeugt. Und ich glaube, wenn sich irgendeine Person in Lauterkeit, Aufrichtigkeit und von einem tiefen Wunsch beseelt an diesen selben Gott wendet, wird Gott ihr antworten.
Dieses Buch ist Gottes Antwort.
Ich glaube, dass sie die Welt retten kann.
1
Gott, bitte sei da. Wir brauchen Hilfe.
ICH BIN DA.
Wir brauchen Hilfe.
ICH WEISS.
Jetzt.
ICH VERSTEHE.
Die Welt steht am Rand der Katastrophe. Und ich rede nicht von Naturkatastrophen; ich rede von einem von Menschen bewirkten Desaster.
ICH WEISS. UND du hast Recht.
Ich meine, die Menschen hatten auch schon früher Meinungsverschiedenheiten, und sehr schwer wiegende, aber jetzt können unsere Spaltungen und Streitereien nicht nur einfach zu Kriegen führen – was schon schlimm genug ist -, sondern auch zum Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen.
DAS IST RICHTIG. Du hast die Situation richtig eingeschätzt.
Ihr begreift, wie ernst und gravierend das Problem ist, ihr versteht nur nicht die Natur des Problems. Ihr wisst nicht, wodurch es bewirkt wird. Also versucht ihr es auf jeder Ebene zu lösen, nur nicht auf jener, auf der es existiert.
Und die wäre?
DIE EBENE DES Glaubens.
Das Problem, vor das sich die Welt heute gestellt sieht, ist ein spirituelles Problem.
Eure Vorstellungen über die Spiritualität bringen euch um.
Ihr versucht das Problem der Welt so zu lösen, als sei es ein politisches oder ökonomisches oder auch militärisches Problem, doch es ist nichts von alledem. Es ist ein spirituelles Problem. Und das ist das eine Problem, von dem die Menschen nicht zu wissen scheinen, wie sie es lösen sollen.
Dann hilf uns.
TU ICH.
Wie?
AUF VIELERLEI ART.
Nenn mir eine.
DIESES BUCH.
Dieses Buch wird uns helfen?
DAS KANN ES.
Was müssen wir tun?
ES LESEN.
Und dann was?
ES BEHERZIGEN.
Das sagen sie alle. »Es steht alles in Dem Buch«, sagen sie. »Lies es und beherzige es. Mehr brauchst du nicht zu tun.« Das Problem ist nur, dass jeder ein anderes Buch hochhält.
ICH WEISS.
Und jedes Buch sagt etwas anderes.
ICH WEISS.
Jetzt sollten wir also dieses Buch »lesen und beherzigen«?
ES GEHT HIER nicht um die Frage, was ihr tun solltet. Es geht um die Frage, was ihr tun könntet, wenn ihr euch dazu entschließt. Es ist eine Einladung, kein unabdingbares Erfordernis.
Warum sollte ich dieses Buch lesen wollen, wenn ich schon von den Wahren Gläubigen darüber informiert worden bin, dass all die Antworten in den anderen Büchern stehen – in jenen Büchern, die sie mich anweisen zu beherzigen?
WEIL IHR SIE nicht beherzigt habt.
Haben wir wohl. Wir glauben, dass wir sie beherzigt haben.
DESHALB BRAUCHT IHR jetzt auch Hilfe. Ihr glaubt, dass ihr sie beherzigt habt, aber ihr habt es nicht.
Ihr sagt dauernd, dass euch euer Heiliges Buch (jede eurer Kulturen hat ein anderes) dazu bevollmächtigt, einander so zu behandeln, wie ihr euch behandelt, und zu tun, was ihr tut.
Das könnt ihr nur sagen, weil ihr nicht wirklich auf die tiefere Botschaft dieser Bücher gehört habt. Ihr habt sie gelesen, habt ihnen aber nicht wirklich zugehört.
Aber das haben wir. Wir tun, was sie sagen, dass wir tun sollen!
NEIN. IHR TUT, was IHR sagt, dass sie sagen, dass ihr tun sollt.
Was soll das heißen?
DAS SOLL HEISSEN, dass die Grundbotschaft all dieser heiligen Schriften dieselbe ist. Der Unterschied liegt nur darin, wie die Menschen sie interpretiert haben.
Daran, dass ihr unterschiedliche Interpretationen habt, ist nichts »falsch«. Doch wenn ihr euch wegen dieser Unterschiede voneinander trennt, euch gegenseitig wegen dieser Unterschiede ins Unrecht setzt und euch in Folge der Auseinandersetzungen über diese Unterschiede gegenseitig umbringt, ist das nicht gut für euch.
Und genau das tut ihr jetzt.
Das habt ihr jetzt schon eine ganze Weile getan.
Ihr könnt euch nicht einmal innerhalb eurer eigenen Gruppe, geschweige denn zwischen verschiedenen Gruppen darüber einig werden, was ein bestimmtes Buch sagt und meint. Und ihr benützt diese Meinungsverschiedenheiten als Rechtfertigung, euch gegenseitig abzuschlachten.
Ihr streitet euch untereinander darüber, was der Koran sagt und was seine Worte bedeuten. Ihr streitet euch untereinander darüber, was die Bibel sagt und was ihre Worte bedeuten. Ihr streitet euch untereinander darüber, was die Veden sagen, was die Bhagavad Gita sagt, was das Lun-yü sagt, was der Pali Kanon sagt, was das Tao-te Ching sagt, was der Talmud sagt, was die Hadithe sagen, was das Buch Mormon sagt …
Und was die Upanishaden sagen, und was das I Ging, das Adi Granth, der Mahabharata, die Yoga-Sutras, das Mesnevi, das Kojiki …
Okay, wir verstehen, was du meinst.
NEIN, DAS TUT ihr eben nicht. Und das ist der springende Punkt. Der Punkt ist, dass es viele heilige Bücher und geheiligte Schriften gibt, aber ihr tut so, als gäbe es nur eines. Eure heilige Schrift ist es, die wirklich heilig ist. Der ganze Rest ist bestenfalls armseliger Ersatz und schlimmstenfalls Gotteslästerung.
Und es gibt nicht nur eine Heilige Schrift, es gibt auch nur eine einzige Art, sie zu interpretieren: die eure.
Diese spirituelle Arroganz hat für eure Spezies das größte Leid verursacht. Ihr habt wegen eurer Ideen und Vorstellungen über Gott mehr gelitten – und andere Menschen mehr leiden lassen – als wegen irgendwelcher anderer Ideen und Vorstellungen in Bezug auf irgendetwas im Rahmen eurer menschlichen Erfahrung.
Ihr habt aus der Quelle der größten Freude die Quelle eures größten Schmerzes gemacht.
Das ist ja verrückt. Warum ist das so? Warum haben wir das getan?
WEIL ES EINES gibt, für das die Menschen anscheinend bereit sind, alles aufzugeben.
Für dieses eine geben sie die Liebe auf, den Frieden, die Gesundheit, die Harmonie und das Glück. Dafür geben sie die Sicherheit, die Geborgenheit, ja sogar ihre geistige Gesundheit auf.
Wofür?
DAFÜR, RECHT ZU haben.
Ihr seid bereit, alles aufzugeben, wofür ihr je gearbeitet habt, alles aufzugeben, was ihr je wolltet, alles aufzugeben, was ihr je erschaffen habt, nur um »Recht« zu haben.
Ja, ihr seid sogar bereit, das Leben dafür aufzugeben.
Aber sollte es denn nicht auch so sein? Ich meine, man muss doch für etwas im Leben eintreten. Und das Wort Gottes IST das, was recht und richtig ist!
WELCHER GOTT?
Welcher Gott?
JA, WELCHER GOTT?
Adonai? Allah? Elohim? Gott? Hari? Jehovah? Krishna? Herrgott? Rama? Vishnu? Jahwe?
Der Gott, dessen Worte uns ganz klar durch den Meister und die Propheten überbracht worden sind.
WELCHER MEISTER? WELCHE Propheten?
Welcher Meister? Welche Propheten?
JA.
ADAM? NOAH? Abraham? Moses? Konfuzius? Siddharta Gautama? Jesus? Patanjali? Mohammed? Baha’u’llah? Jalal al-Din Rumi? Martin Luther? Joseph Smith? Paramahansa Yogananda?
Du wirst die doch nicht alle einander gleichsetzen, oder?
WARUM NICHT? IST denn der eine größer als der andere?
Gewiss doch!
WER DENN?
Der eine, an den ich glaube!
GENAU. JETZT HAST du kapiert.
Was willst du also von mir? Dass ich meine Glaubensvorstellungen aufgebe?
ICH »WILL« GAR nichts von dir. Die Frage ist, was du tun willst.
Ich möchte einen Weg finden, über all diese vermischten Glaubensvorstellungen und Überzeugungen, die wir Menschen haben, hinauszugelangen.
ES GIBT EINEN Weg.
Und der wäre?
TRANSZENDIERE SIE.
Was soll das heißen?
TRANSZENDIEREN MEINT, DARÜBER hinausgehen, es hinter dir lassen. Es bedeutet nicht, etwas völlig abzulehnen oder total zu zerstören. Ihr müsst nicht etwas zerstören, um darüber hinausgelangen zu können.
Ihr würdet euer altes Glaubenssystem ohnehin nicht zerstören wollen, weil es zu viel beinhaltet, das ihr euch bewahren möchtet.
»Transzendieren« bedeutet nicht unbedingt »anders als« zu sein, doch es bedeutet immer »größer als« zu sein. Euer neues Glaubenssystem wird zweifellos einiges vom alten in sich enthalten – jenen Teil des alten Glaubenssystems, den ihr nach wie vor als euch dienlich erlebt -, und somit wird es eine Kombination aus Neuem und Altem sein und keine komplette Ablehnung des Alten.
Siehst du den Unterschied?
Ich denke doch.
GUT. DANN KANNST du deinen Widerstand aufgeben.
Die Menschen halten deshalb so zäh an ihren alten Glaubensvorstellungen fest, weil sie sie nicht entehren wollen, indem sie sie plötzlich in Bausch und Bogen ablehnen. Sie meinen, nur das sei ihre Alternative: Das Alte total abzulehnen oder total zu akzeptieren. Aber das ist nicht die einzige Wahl, die ihr habt. Ihr könnt euch das Alte ansehen und prüfen, welche Teile davon nicht länger funktionieren. Ihr könnt es erweitern, damit einige seiner Teile besser funktionieren. Ihr könnt dem Alten etwas hinzufügen, um einige Teile eures Glaubenssystems zu etwas Neuem zu machen.
Eine komplette Zurückweisung eurer gegenwärtigen Glaubensvorstellungen würde bedeuten, dass ihr sehr viel von dem, was gelehrt, sehr viel von dem, was erkannt und verstanden, sehr viel von dem, was getan wurde, entwertet – und auch sehr viel von dem, was gut war.
Es würde euch das Gefühl vermitteln, dass an der Welt allzu viel »falsch« ist. Es würde die Ahnen ins »Unrecht« setzen, es würde ganze Schriften zu einem »Irrtum« machen, es würde heutiges Leben zu etwas »Verkehrtem« machen. Die Menschen müssten zugeben, dass alle spirituellen Aspekte menschlicher Erfahrung ein Fehler, ein Missverständnis waren.
Das ist mehr, als die meisten Menschen einräumen können. Es ist mehr, als sie einräumen sollten, denn es stimmt nicht.
Ihr müsst gar nicht erklären, dass ihr wegen irgendetwas »falsch« gelegen habt und im »Irrtum« wart, denn so war es nicht. Ihr besaßt einfach nicht die vollständige Einsicht. Ihr brauchtet mehr Information.
Ein Transzendieren eurer gegenwärtigen Glaubensvorstellungen bedeutet nicht, dass ihr sie nun in Bausch und Bogen ablehnt; es bedeutet, dass ihr ihnen etwas »hinzufügt«. Jetzt, da ihr mehr Informationen habt, die ihr euren gegenwärtigen Glaubensinhalten hinzufügen könnt, könnt ihr eure Glaubensvorstellungen erweitern – ihr braucht sie nicht völlig abzulehnen, sondern könnt sie erweitern – und könnt auf neue Art und Weise mit eurem Leben fortfahren.
Auf eine Art und Weise, die funktioniert.
Aber ich habe nicht mehr Informationen.
DOCH, HAST DU.
Tatsächlich?
DU HAST DIESES Buch.
2
Lass mich sehen, ob ich das verstehe. Du sagst, dass dieses Buch der Thora, der Bibel, der Bhagavad Gita ebenbürtig ist?
DAS HABE ICH nicht gesagt. Aber um der Diskussion willen – wurden denn nicht all diese Bücher von Sterblichen verfasst, die durch eine göttliche Offenbarung geleitet wurden?
Nun ja, aber du setzt doch gewiss nicht die Worte hier mit denen des Konfuzius gleich, mit den Lehren des Buddha, den Offenbarungen Mohammeds …
ICH WIEDERHOLE … SIE waren bloße Menschen, oder?
Ich würde sie nicht als »bloße« Menschen bezeichnen. Sie waren sehr besondere Menschen. Menschen, die gewaltige Wahrheiten verstanden. Menschen, die zutiefst inspiriert waren.
AUCH DU KANNST gewaltige Wahrheiten verstehen. Auch du kannst zutiefst inspiriert sein. Glaubst du, dass diese Erfahrungen nur ganz wenigen vorbehalten sind?
Ich sage dir, sie sind für ganz viele gedacht.
Göttliche Inspiration ist das Geburtsrecht eines jeden menschlichen Wesens.
Ihr seid alle sehr besonders. Ihr wisst es nur nicht. Ihr glaubt es nicht.
Warum nicht?
WEIL EUCH EURE Religionen gesagt haben, dass ihr es nicht seid. Sie haben euch erzählt, dass ihr Sünder seid und unwürdig, dass nur sehr wenige unter euch eine Ebene des Würdigseins erreicht haben, auf der sie unmittelbar von Gott Inspiration erhielten – und dass alle diese Leute tot sind.
Sie haben euch davon überzeugt, dass es keinem heute Lebenden möglich ist, eine solche Ebene des Würdigseins zu erlangen, und deshalb kann ein heute geschriebenes Buch unmöglich heilige Wahrheiten oder das Wort Gottes enthalten.
Warum haben sie das getan? Warum haben sie uns das erzählt?
WENN SIE EUCH etwas anderes erzählten, ließe dies die Möglichkeit offen, dass ein anderer Meister, ein anderer Prophet, ein anderer Bote Gottes daherkommt, euch neue Offenbarungen bringt und euch neue Erkenntnisse erschließt – und das können etablierte institutionalisierte Religionen nun mal gar nicht ausstehen.
Die Religionen in eurer Welt mögen sich nicht einig werden können, welches Buch die höchste Wahrheit und tiefste Weisheit und das einzig Wahre Wort Gottes enthält, aber auf eines können sie sich einigen.
Und das ist?
WELCHES BUCH ES auch sein mag, es ist jedenfalls ein altes Buch.
Definitiv.
Es ist ein altes Buch.
Es kann kein neues Buch sein. Es kann kein heute verfasstes Buch sein.
Gottes unmittelbare Offenbarungen hatten vor langer Zeit ein Ende, darin sind sich eure Religionen einig. Nur alte heilige Bücher können göttliche Offenbarungen enthalten. Die meisten von euch können akzeptieren, dass Gottes große Wahrheiten den Menschen durch Menschen zukamen. Sie können nur nicht akzeptieren, dass so etwas auch auf heute lebende Menschen zutreffen könnte.
So denkt ihr. So habt ihr euch das aufgebaut.
Wenn es alt ist, ist es ehrwürdig; wenn es neu ist, ist es unwürdig.
Wenn es alt ist, ist es wahr; wenn es neu ist, ist es unwahr.
Wenn es alt ist, ist es richtig; wenn es neu ist, ist es falsch.
Wenn es alt ist, ist es gut; wenn es neu ist, ist es schlecht. Diese merkwürdige Denkart macht den Fortschritt auf eurem Planeten so schwierig und die Evolution so zeitraubend.
All das wird noch komplizierter, weil ihr es so eingerichtet habt, dass sich diese Denkart nur auf Dinge – das heißt, auf leblose Objekte – und auf Ideen bezieht. Ironischerweise funktioniert diese Denkweise da, wo es um Leute geht, umgekehrt.
Wenn es neu ist, ist es beachtenswert; wenn es alt ist, ist es nicht der Beachtung wert.
Und so tut eure Gesellschaft einige der brillantesten neuen Ideen und einige der weisesten alten Menschen mit einem Fingerschnippen ab.
Frag Hermann Kümmell.
Hermann Kümmell?
EIN HAMBURGER ARZT Ende des neunzehnten Jahrhunderts, der schreckliche Mühe hatte, andere Ärzte davon zu überzeugen, dass es eine gute Idee sei, sich vor der Durchführung einer Operation die Hände zu waschen.
Die Idee, »sich die Hände zu schrubben«, wurde von »denen, die es besser wussten«, rundweg abgelehnt. Kümmell wurde zur Witzfigur gemacht und nur wegen seines Hinweises darauf, dass eine solche Praxis Leben retten könne, praktisch aus seinem geliebten Beruf vertrieben.
Diese hartnäckige Tendenz der Menschen, sich an ihre Vergangenheit zu klammern, sich Innovationen oder einem neuen Denken so lange zu verweigern, bis sie schließlich durch eine geradezu peinliche Beweislast zur Akzeptanz gezwungen werden, hat seit Jahrtausenden euren evolutionären Prozess verlangsamt.
Doch nun scheinen wir es uns nicht mehr leisten zu können, dass sich dieser Prozess hinschleppt. Es fühlt sich so an, als sei jetzt der Faktor Zeit von entscheidender Bedeutung. Wir sind an einem Kreuzweg angelangt.
JA. IHR SEHT euch jetzt einer neuen und alarmierenden Gefahr gegenüber, einer Gefahr, die eure ganze Spezies betrifft. Einer Bedrohung eures Überlebens, die sich aus der Kombination von einer Spaltung in der Ideologie und einem Fortschritt in der Technologie ergibt. Eine Kombination, die euch den Versuch ermöglicht, eure Meinungsverschiedenheiten mit Hilfe eines Instrumentariums an menschlicher Zerstörungskraft beizulegen, wie ihr es bisher vielleicht nicht einmal in euren schlimmsten Alpträumen für möglich gehalten habt.
Mein Gott, was können wir tun?
ES GIBT FÜNF Dinge, die ihr wählen könnt, wenn ihr eine Veränderung eurer Welt anstrebt und einen Wechsel der selbstzerstörerischen Richtung, in die sie sich bewegt.
1. Ihr könnt die Wahl treffen, euch einzugestehen, dass einige eurer alten Glaubensvorstellungen über Gott und das Leben nicht länger funktionieren.
2. Ihr könnt die Wahl treffen, euch einzugestehen, dass es etwas gibt, das ihr in Bezug auf Gott und das Leben nicht versteht, und das, wenn ihr es verstündet, alles verändern würde.
3. Ihr könnt die Wahl treffen, dafür bereit zu sein, dass jetzt ein neues Verständnis von Gott und dem Leben hervorgebracht wird, ein Verständnis, das eine neue Lebensweise auf eurem Planeten herbeiführen könnte.
4. Ihr könnt die Wahl treffen, so mutig zu sein, dieses neue Verständnis zu erkunden und zu überprüfen, und sollte es mit eurer inneren Wahrheit und eurem inneren Wissen in Einklang stehen, euer Glaubenssystem so erweitern, dass es darin Eingang findet.
5. Ihr könnt die Wahl treffen, euer Leben zu einer Demonstration eurer höchsten und großartigsten Überzeugungen zu machen, statt zu einer Demonstration ihrer Verleugnung.
Das sind die Fünf Schritte zum Frieden, und wenn ihr sie tut, könnt ihr auf eurem Planeten alles ändern.
Warum diese ganze Betonung von Gott und unseren Glaubensvorstellungen? Warum sagst du nicht, dass wir weltweit unsere politischen und ökonomischen Systeme verändern sollen? Warum sagst du nicht, dass wir unsere Gesetze ändern, mit unserer Gewalttätigkeit aufhören, unsere Ressourcen miteinander teilen, unsere Diskriminierungen beenden, unserer Unterdrückung ein Ende machen, unsere Fülle umverteilen, mit unseren Kriegen Schluss machen und in Frieden leben sollen?
WEIL DAS ALLES Veränderungen im Verhalten sind.
Ist denn unser Verhalten nicht genau das, was wir jetzt ändern müssen?
JA. WENN IHR beschließt, dass ihr euch eine in Frieden und Harmonie lebende Welt wünscht, dann lautet die Antwort ja.
Okay, jetzt hast du mich. Ich verstehe das nicht. Warum sprichst du von Glaubensvorstellungen, wenn wir doch unser Verhalten verändern müssen?
WEIL GLAUBENSVORSTELLUNGEN VERHALTENSWEISEN erschaffen.
3
Alle Verhaltensweisen werden von Glaubensvorstellungen erschaffen?
ALLE.
Gibt es denn nicht so etwas wie »automatische Reaktionen«?
AUCH DIESE REAKTIONEN gründen sich auf das, was deinem Glauben, deiner Überzeugung nach geschieht, gleich geschehen wird oder geschehen könnte.
Alles Verhalten speist sich aus Überzeugungen.
Du kannst keine langfristige Veränderung im Verhalten vornehmen, ohne auf die ihm zu Grunde liegenden Überzeugungen einzugehen.
Ich werde das wiederholen, weil die Kürze dieser Aussage über ihre wesentliche Bedeutung hinwegtäuscht. Ich sagte: Du kannst keine langfristige Veränderung im Verhalten vornehmen, ohne auf die ihm zu Grunde liegenden Überzeugungen einzugehen.
Unsere Gesellschaft muss sich also auf ihre Überzeugungen und Glaubensvorstellungen konzentrieren.
GENAU. UND GENAU darauf haben sich die meisten eurer Gesellschaften nicht konzentriert – außer jenen, die jetzt am meisten Aufruhr verursachen und das auch im Verlauf eurer historischen Vergangenheit taten.
Aber wenn wir -
HÖR MIR ZU. Ich sage dir hier etwas sehr Wichtiges.
Ich sagte gerade … die Gesellschaften, die jetzt am meisten Aufruhr in eurer Welt verursachen und das auch im Verlauf eurer historischen Vergangenheit taten, sind jene Gesellschaften, die die Glaubensvorstellungen in ihren Mittelpunkt rückten.
Die meisten Menschen versuchen die Dinge dadurch zu verändern, dass sie sich auf das Verhalten konzentrieren. Sie denken weiterhin, dass sie die Dinge dadurch verbessern können, dass sie etwas tun. Also sausen alle herum und versuchen herauszufinden, was sie tun können. Sie richten ihre Konzentration darauf, etwas zu tun, statt darauf, etwas zu glauben.
Aber die radikalen Kräfte in euren Gesellschaften waren immer bestrebt, die Dinge durch den Einsatz der Gedanken- kraft, nicht durch Handeln zu verändern, denn sie wissen, dass das Denken Handeln bewirkt. Bring einen Menschen dazu, auf eine bestimmte Weise zu denken, und du kriegst ihn dazu, auf eine bestimmte Weise zu handeln. Anders herum lässt sich das nicht so leicht bewirken.
Nimm zum Beispiel das Töten. Du kannst nur in den seltensten Fällen einen Menschen dazu kriegen, einen anderen Menschen umzubringen, indem du ihm einfach sagst, dass er es tun soll. Du musst ihm einen Grund dafür liefern. Und »Gründe« existieren nur im Denken. Und das Denken gründet sich immer auf Glaubensvorstellungen. Wenn du also einen Menschen dazu bringen willst, einen anderen zu töten, tust du das am schnellsten, wenn du ihm eine Überzeugung, eine Glaubensvorstellung gibst, die dieses Tun unterstützen und speisen kann.
Wie zum Beispiel?
EINE SOLCHE GLAUBENSVORSTELLUNG oder Überzeugung könnte zum Beispiel sein, dass Gott möchte, dass es Gottes Wille ist, dass man einen bestimmten anderen Menschen tötet, und dass man für diese Tat im Himmel belohnt wird.
Das kann eine sehr machtvolle Glaubensvorstellung, ein sehr machtvoller Anreiz sein.
Während also der Großteil der Welt bestrebt ist, eine Veränderung dadurch herbeizuführen, dass man den Menschen sagt, was sie TUN sollen, führen jene, die wirklich wissen, wie man Menschen motiviert, eine Veränderung herbei, indem sie den Menschen sagen, was sie GLAUBEN sollen.
Verstehst du?
Wow. Ja.
EURE WELT STEHT im Augenblick vor gewaltigen Problemen, und ihr müsst diese Probleme auf der Glaubensebene lösen. Auf der Verhaltensebene könnt ihr sie nicht lösen.
Trachtet danach, Glaubensvorstellungen und Überzeugungen zu ändern, nicht Verhaltensweisen.
Wenn ihr eine Überzeugung ändert, ändert sich das Verhalten von allein.
Aber wir sind eine sehr am Handeln und Tun orientierte Gesellschaft. Vor allem die westliche Welt hat ihre Lösungen immer im Agieren gefunden, nicht in stiller Kontemplation oder in der Philosophie.
DU KANNST UNTERNEHMEN, was immer du möchtest, um zu versuchen, das Verhalten eines anderen zu ändern oder zu stoppen. Solange du nicht die Überzeugungen veränderst, die ein solches Verhalten bewirkt haben, wirst du nichts ändern und nichts stoppen. Du kannst eine Glaubensvorstellung auf zweierlei Weise verändern. Dadurch, dass du sie erweiterst, oder dadurch, dass du sie komplett veränderst. Aber das eine oder andere musst du tun, oder du wirst am Verhaltensmuster nichts ändern.
Du wirst es nur unterbrechen.
Mit anderen Worten, es kommt zurück, es stellt sich wieder ein.
STEHT DAS IRGENDWIE in Frage? Siehst du nicht, wie sich eure Geschichte ständig wiederholt?
Doch, ich sehe es. Und es ist frustrierend.
EURE SPEZIES MACHT immer und immer wieder dasselbe, weil sie seit Jahrtausenden ihre Grundüberzeugungen – in Bezug auf Gott und in Bezug auf das Leben – nicht verändert hat.
In fast jeder Kultur und praktisch in jeder Schule auf eurem Planeten werden in der einen oder anderen Form Glaubensvorstellungen gelehrt. Oft gebt ihr sie als »Fakten« aus, aber sie sind trotzdem Glaubensvorstellungen.
Das wäre ja an sich nicht so schlimm und würde nicht zu derartig schrecklichen Resultaten führen, wenn das, was ihr glaubt, wenn das, was ihr lehrt, wäre, was so ist. Aber es ist nicht, was so ist. Ihr lehrt eure Kinder, was nicht so ist, und sagt ihnen, »das ist es, was so ist«.
Meist tut ihr das nicht absichtlich. Ihr wisst nicht, dass es Unwahrheiten sind. Schließlich sind es die Dinge, die ihr gelehrt wurdet. Und somit geht ihr davon aus, dass sie wahr sind. Auf diese Weise überkommen »die Sünden des Vaters auf den Sohn bis ins siebte Glied«.
Das Ergebnis davon ist, dass in manchen Schulen – vor allem in manchen Konfessionsschulen, wo die Kinder schon in allerfrühester Zeit dazu ermuntert werden, das Leben durch die Brille einer bestimmten religiösen Doktrin und kultureller Vorurteile zu sehen – ein unglaublich negatives Verhalten herangezüchtet wird, in dem sich außergewöhnlich irrige Glaubensvorstellungen widerspiegeln.
Ihr lehrt eure Kinder, an einen intoleranten Gott zu glauben, und gebt ihnen so eine Rechtfertigung für ihr eigenes intolerantes Verhalten.
Ihr lehrt eure Kinder, an einen zornigen Gott zu glauben, und gebt ihnen so eine Rechtfertigung für ihr eigenes von Zorn erfülltes Verhalten.
Ihr lehrt eure Kinder, an einen rachsüchtigen Gott zu glauben, und gebt ihnen so eine Rechtfertigung für ihr eigenes rachsüchtiges Verhalten.
Dann schickt ihr diese eure Kinder in den Kampf mit den Dämonen, die ihr selbst erschaffen habt. Es ist kein Zufall, dass in jeder radikalen Bewegung die jungen Leute bei weitem die höchste Anzahl der »Krieger« stellen.
Was sollen die Jüngsten unter euch denken, wenn ihr sie direkt nach ihrem Abschluss der Konfessionsschule oder Militärakademie in eure Kampftruppen steckt und ihnen versprecht, dass sie dort für »eine höhere Sache« oder ein »größeres Ziel« kämpfen oder dass Gott auf ihrer Seite steht?
Sollen sie den Älteren in ihrer Gemeinschaft, ihren Lehrern, ihren Priestern, ihren Ulemas (islamische Religionsgelehrte) widersprechen?
Doch wenn ihr nicht aufpasst, werden euch eure eigenen Kinder zu Grunde richten.
Wir müssen also die Glaubensvorstellungen unserer jungen Menschen verändern?
JA. DOCH DAS kann nicht geschehen, solange ihr nicht die Glaubensvorstellungen jener verändert, die die jungen Menschen unterrichten. Das umfasst euch alle. Denn ihr belehrt eure jungen Menschen nicht nur in den Schulen, sondern in jedem Augenblick eures Lebens, da sie euch, ihre Rollenvorbilder, beobachten und eure Leben nachleben. Das ist ein Punkt, den ihr begreifen müsst: Euer ganzes Leben ist eine Belehrung. Alles, was ihr denkt, sagt und tut unterweist wiederum einen anderen.
Bildet ihr euch ein, dass andere nicht wüssten, was ihr denkt? Meint ihr, dass sie nicht auf das hören, was ihr sagt? Hofft ihr, dass sie euer Tun nicht beobachten?
Vor allem junge Leute sind erpicht darauf, etwas über das Leben zu lernen, und sie lernen am meisten über das Leben vom Leben selbst. Und das wissen sie intuitiv. Deshalb beobachten sie euch so genau. Jungen Menschen entgeht gar nichts. Ihr denkt, ihr könnt ihnen was vormachen? Denkt noch mal nach.
Sie sehen die Angst. Sie sehen die Wut und den Zorn. Sie sehen die Heuchelei. Sie sehen euch das eine sagen und das andere tun. Und ja, sie wissen sogar in weiten Teilen, was ihr denkt. Mehr als ihr glaubt, dass sie wissen.
Wir müssen also erst unsere Glaubensvorstellungen ändern, bevor wir erwarten können, dass sich etwas an den Glaubensvorstellungen unserer Nachkommenschaft ändert.
JA. UND WENN ihr das nicht macht, werdet ihr daneben stehen und zusehen, wie eure jungen Menschen unvorstellbar schreckliche Dinge tun – und euch dann fragen, woher sie überhaupt auf solche Gedanken kamen.
Wie die jungen Leute, die vor ein paar Jahren einen homosexuellen Collegestudenten namens Matthew Shepard zu einer einsamen Stelle an einer Landstraße außerhalb von Laramie, Wyoming, brachten, ihn an einen Weidezaun fesselten, brutal auf ihn einschlugen und ihn dann dort liegen und sterben ließen.
WIE DIESE JUNGEN Männer, ja.
Sie hatten das Gefühl, er hätte verdient, was sie ihm antaten.
JA.
Sie hatten nicht einmal das Gefühl, etwas Ungehöriges, etwas Unangemessenes zu tun.
NIEMAND TUT ANGESICHTS seiner Modellvorstellung von der Welt etwas Unangemessenes.
Das ist eine enorm wichtige Aussage.
DAS IST SIE. Wiederholen wir sie also. Ich sagte …
Niemand tut angesichts seiner Modellvorstellung von der Welt etwas Unangemessenes.
Wir müssen also unsere Modellvorstellung von der Welt ändern.
GENAU. DAS IST es, was ich hier sagte.
Und wir müssen die Glaubensvorstellungen und Überzeugungen der Menschen verändern, denn darauf gründet sich ihre Modellvorstellung von der Welt.
GENAU.
Unsere Nachkommen äffen uns nur nach. Wir Menschen ahmen alle einander nur nach. Wir machen nur das, was wir andere tun sehen.
WEISST DU, WAS ein Spiegel zum anderen sagte?
Nein.
»ES IST ALLES ›Menschenfechterei‹.«
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Okay, die Glaubensvorstellungen der Menschheit über Gott und das Leben sind unvollständig, und diese unvollständigen Einsichten und Erkenntnisse, die wir von Generation zu Generation an unsere Kinder weitergaben, ließen die politische, ökonomische, soziale und spirituelle Krise entstehen, mit der die Welt heute konfrontiert ist.
RICHTIG.
Und wenn wir es nur schaffen, diese Glaubensvorstellungen und Überzeugungen zu verändern, können wir all das verändern.
JA.
Wir können das Töten und das Leiden beenden.
DAS KÖNNT IHR.
Wir können der Armut und der Verzweiflung ein Ende machen.
DAS KÖNNT IHR.
Wir können mit der Unterdrückung, Aggression und Repression Schluss machen.
JA, DAS KÖNNT ihr.
Das hört sich hoffnungsvoll an. Es gibt mir das Gefühl, wir hätten eine Chance.
OH, IHR HABT mehr als eine Chance, mein Sohn. Du und alle Kinder Gottes, ihr habt ein glückliches Schicksal zu erfüllen. Und wenn ihr euch der Macht und des Wunders und der Herrlichkeit all der Gaben bedient, die ich euch gegeben habe, werdet ihr es erfüllen. Nur wenn ihr euch diese Macht und Kraft nicht zu Nutze macht, nur wenn ihr das Wunder dessen, wer ihr seid, missachtet und meine Gaben fortwerft, könnt ihr scheitern.
Das wäre aber sehr schwierig. Ich habe euch das Scheitern sehr schwer gemacht. Denn meine Gaben an euch sind so außergewöhnlich, dass sie ein Scheitern praktisch unmöglich machen.
Schaut euch nur an, was ihr bisher zuwege gebracht habt! Entgegen aller Wahrscheinlichkeit habt ihr euch ins Sein und eure Spezies zum Bewusstsein gebracht.
Entgegen aller Wahrscheinlichkeit habt ihr euch genügend Erkenntnisse in Bezug auf eure Umwelt angeeignet, um wirklich außergewöhnliche, physische Leistungen vollbringen zu können.
Entgegen aller Wahrscheinlichkeit habt ihr euer Selbstgewahrsein bis zu einer Stufe ausgebildet, auf der ihr erkannt habt, dass noch etwas Größeres als die beschränkte Erfahrung von euch selbst existiert. Und ihr habt die Kunst und Kultur, die Philosophie und Spiritualität entwickelt, um eurer erweiterten Sicht von der Existenz Ausdruck zu geben.
Wenn ihr euch in eurem Universum umseht (und ihr werdet bald über die Technologie verfügen, um dies sehr viel effektiver tun zu können), werdet ihr erkennen, dass das keine geringen Leistungen sind.
Das hat von allen existierenden Lebensformen nur eine winzige Minderheit vollbracht.
Und schaut euch euer persönliches Leben an. Ihr habt euch zu dynamischen, Anteil nehmenden, mitfühlenden Wesen entwickelt, die sich für die Gefühle anderer interessieren, denen die Verbesserung der Lage aller ein tiefes Anliegen ist, und die absolut entschlossen sind, mutig die Randbezirke des Wissens zu erforschen, damit ihr ein noch strahlenderes Morgen erschaffen könnt.
Siehst du, wie großartig das alles ist? Das ist es, Wer Ihr Seid, und das ist erst der Anfang.
Ist das wahr? Meinst du das wirklich?
ICH SAGE DIR, ihr seid zu Leistungen und Erfahrungen fähig, die eure wildesten Träume übersteigen. Ihr steht sogar jetzt an der Schwelle eines Goldenen Zeitalters, am Anfang eines tausendjährigen Friedens, der euch zu einer grö ßeren Herrlichkeit für die menschliche Spezies führen könnte, als euer Herz gegenwärtig ermessen kann.
Das kann euer Geschenk an die Zukunft sein. Das kann euer Schicksal sein. Ihr müsst es nur wählen.
Du sprichst von einer Veränderung unserer gesamten Erfahrung vom Leben auf diesem Planeten. Denn bei all unseren Leistungen, all unseren Erkenntnissen vermochten wir nicht, zum Frieden zu gelangen. Wenn du von tausend Jahren Frieden sprichst, dann sprichst du von einer Veränderung in unserer ganzen Lebensweise.
JA, DAVON SPRECHEN wir. Darauf bezog sich doch deine Bitte um Hilfe, oder nicht?
So ist es, aber ich begreife nicht, wie es da ein Zaubermittel, eine Art »Wunderpille« geben soll, die all das dazu Nötige bewirken könnte.
DAS GIBT ES.
Unsere Glaubensvorstellungen.
EURE GLAUBENSVORSTELLUNGEN.
Speziell unsere Glaubensvorstellungen über Gott?
ÜBER GOTT UND über das Leben.
Was ist mit den Leuten, die nicht an Gott glauben?
OB DIE LEUTE an Gott glauben oder nicht, spielt keine Rolle. Alle Leute haben Glaubensvorstellungen über das Leben. Und du wirst feststellen, dass die kollektiven Glaubensvorstellungen der Menschen über das Leben so ziemlich die kollektiven Glaubensvorstellungen der Menschheit über Gott widerspiegeln. Das ist verständlich angesichts dessen, was ich dir jetzt erzählen werde – etwas, das manche Leute vielleicht nicht akzeptieren werden.
Und was ist das?
GOTT UND DAS Leben sind dasselbe.
Du magst diese Dinge unterschiedlich benennen, aber sie sind dasselbe. Gott ist, was das Leben ist, und das Leben ist, was Gott ist. Gott ist die Energie, die ihr Leben nennt, und Leben ist die Energie, die ihr Gott nennt. Es ist alles dasselbe. Das Leben ist Gott, in verkörperlichter Form.
Willst du damit sagen, wenn wir an das Leben glauben, glauben wir auch an Gott?
JA.
IHR KÖNNT Gott nicht vom Leben trennen, und ihr könnt das Leben nicht von Gott trennen. Ihr könnt sagen, dass ihr an das Leben, aber nicht an Gott glaubt. Doch das ist so, als würdet ihr sagen, dass ihr an das Gehirn, aber nicht an den Geist glaubt.
Das Gehirn könnt ihr sehen und berühren, also wisst ihr, dass es da ist. Den Geist könnt ihr weder sehen noch berühren, also seid ihr euch nicht so sicher, um was es sich da handelt oder ob es überhaupt vorhanden ist oder nicht. Das Gehirn ist Geist in verkörperlichter Form. Doch es ist euer Geist, der es euch ermöglicht, über euer Gehirn auch nur nachzudenken. Ohne euren Geist würdet ihr von der Existenz des Gehirns gar nichts wissen.
Und ebenso verhält es sich mit Gott und dem Leben.
Wir müssen also nicht »an Gott glauben«, um die Welt ändern zu können?
ÜBERHAUPT NICHT.
Aber die Menschen, die an Gott glauben, haben einen Vorsprung.
NICHT UNBEDINGT.
Was?
ICH SAGTE, NICHT unbedingt.
Du meinst, der Glaube an Gott ist hier kein Aktivposten? Kein Vorteil?
ER KÖNNTE SOGAR ein Nachteil sein.
Wie kannst du sagen, dass der Glaube an Gott ein Nachteil sein könnte, wenn wir die Welt verändern wollen?
ALL DIESE DINGE hängen nicht davon ab, ob du AN Gott glaubst, sondern davon, was du ÜBER Gott glaubst.
Ich habe dir bereits gesagt, dass du überhaupt nicht an Gott glauben musst, um durch den Einsatz von Glaubensvorstellungen die Welt zu verändern. Du brauchst nur an das Leben zu glauben. Und du glaubst an das Leben, weil du seine Erfahrung machst.
Doch wenn du zu denen gehörst, die an Gott glauben, kann sich das, was du über Gott glaubst, außergewöhnlich stark auf deine Glaubensvorstellungen über das Leben auswirken – sowie auf die Art und Weise, in der du dein Leben lebst und erfährst.
Somit bekommt das, was du über Gott glaubst, eine entscheidende Bedeutung.
Und um es noch einmal zu wiederholen: Die Welt findet sich heute auf Grund dessen, was sie über Gott glaubt, an dem Ort, an dem sie ist – an einem Ort der Krise, der Gewalt, des Tötens und des Kriegs?
DAS STIMMT.
Okay, dann lass uns hier anfangen. Was sind diese unsere Glaubensvorstellungen über Gott, die zu Krisen, zu Gewalt, zum Töten und zu Krieg führen?
1. IHR GLAUBT, DASS Gott etwas braucht.
2. Ihr glaubt, dass Gott darin versagen kann, zu bekommen, was er braucht.
3. Ihr glaubt, dass Gott euch von sich getrennt hat, weil ihr ihm nicht gegeben habt, was er braucht.
4. Ihr glaubt, dass Gott immer noch so dringend braucht, was er braucht, dass er nun von euch in eurer Position des Getrenntseins verlangt, es ihm zu geben.
5. Ihr glaubt, dass Gott euch vernichten wird, wenn ihr seine Bedürfnisse nicht erfüllt.
Diese Fünf Irrtümer in Bezug auf Gott haben mehr Schmerz und Zerstörung über euer Alltagsdasein gebracht, als alle eure anderen Glaubensvorstellungen über das Leben zusammengenommen.
Gut, okay … ich nehme an, wir könnten über diese Glaubensvorstellungen eingehender und im Detail sprechen …
ES KÖNNTE DIR nützlich sein.
Und ich möchte dies auch tun, später. Doch im Moment kann ich nicht erkennen, wie diese Glaubensvorstellungen über Gott zu Krisen, zu Gewalt, zum Töten und zu Kriegen unter den Menschen führen.
DAS LÄSST SICH leicht erklären. Ihr haltet es für angemessen, auf die gleiche Weise miteinander umzugehen, wie ihr glaubt, dass Gott mit euch umgeht.
Ihr meint auch, wenn ihr Krisen, Gewalt, Töten und Kriege erschafft, tut ihr dies, um Gottes Forderungen zu entsprechen. Ihr meint, dass ihr Gott helft, seine Bedürfnisse zu erfüllen.
Viele von euch glauben, dass Gott die Krisen, die Gewalt, das Töten und den Krieg wünscht, wenn ihr damit seine Forderungen erfüllt. In diesem Zusammenhang glaubt ihr, dass mutwilliges Töten Gottes Wille sei.
Menschen glauben das? Ich kenne keine Menschen, die das glauben.
DU KENNST SIE vielleicht nicht persönlich, aber ich kann dir versichern, dass es sie auf eurem Planeten gibt, und das schon seit sehr langer Zeit.
Schon seit frühester Zeit habt ihr die schlimmsten menschlichen Erfahrungen und Katastrophen – auch die von Menschen begangenen Terrorakte – als »Wille Gottes« bezeichnet.
Tatsache ist, dass ihr überhaupt erst durch das Bemühen, die schlimmen Dinge, die euch widerfahren, zu verstehen, zum Glauben an die Existenz eines Gottes gelangt seid – und zum Glauben an einen Gott, der schlimme Dinge tut.
Bitte erkläre das.
IN EUREN PRIMITIVSTEN Zeiten, in der Phase, die ihr als die Ära der Höhlenmenschen und noch davor bezeichnen würdet, verstanden die Menschen nicht einmal die einfachsten Aspekte des Lebens. Sie wussten nur, dass es um sie herum Leben gab. Besser gesagt, dass da noch etwas anderes als sie selbst existierte.
Dieses andere, das da existierte, zeigte sich in allem, was sie umgab. Es zeigte sich als Wind und Regen, Sonne und Mond, Wolken, Pflanzen, Bäume, winzige Lebewesen, die ihr jetzt Insekten nennt, große Lebewesen, die ihr jetzt Tiere nennt, und spektakuläre Phänomene wie zum Beispiel Feuer, die plötzlich im Wald aufflammten, Donnergrollen und Blitze, die vom Himmel herabfuhren, riesige Wogen auf dem Ozean und manchmal ein Angst erregendes Beben der Erde, auf der man stand.
Nun, der Homo sapiens wusste nicht, was er von all diesen Dingen halten sollte. Er wusste nicht, warum die Lebewesen starben, warum Orkane und Wirbelstürme und Dürren kamen und alles zerstörten oder warum überhaupt irgendetwas passierte.
Und um sich nun auf all diese Dinge einen Reim zu machen, kam der frühe Mensch zur Schlussfolgerung, dass es irgendeine Macht geben musste, die größer war als seine eigene, und die diese Dinge geschehen ließ. Sie stellten sich »Geister« vor, die bewirkten, dass sich in ihrem Leben Gutes und Böses in vielerlei Art und Weise manifestierte. Und als sie zusahen, wie sich der Tag in die Nacht verwandelte und die Nacht in den Tag, wie das Gras wuchs und die Blumen erblühten, und wie die Bäume ihre Blätter verloren und dann wieder hervorbrachten, begannen sie die Natur zu vergöttlichen. Sie stellten sich »Regengötter« und »den Sonnengott« und viele andere Götter vor, die nach Lust und Laune Dinge taten. Und sie folgerten, dass man diese Stimmungen vielleicht irgendwie beeinflussen könnte und die Götter erfreuen müsste, damit sie dann tun würden, worum man sie bat.
Es wurden alle möglichen Rituale und Riten erschaffen, um den Geist der jeweils gerade benötigten oder erwünschten Götter »herbeizubeschwören«, um sie zu besänftigen oder zu ehren und dazu zu bringen, das zu tun, um was sie die Menschen ernsthaft baten. Da gab es Fruchtbarkeitsriten, Initiationsriten und Rituale jeglicher Art und für jede Absicht. Diese entwickelten sich im Verlauf der Jahrhunderte zu dem, was manche von euch heute heidnische Sitten nennen.
Es erwuchsen Mythen darüber, wie heilige Mächte das Leben auf Erden unmittelbar beeinflussen, und wie das Leben auf Erden auf heilige Mächte direkt einwirken kann. Diese Mythen wurden zu oft erzählten Geschichten, die sich in Glaubensvorstellungen verwandelten. Das heißt, sie wurden für die Menschen zur Wahrheit.
Wenn der Mythos zur Wahrheit wird, wird aus ihm institutionalisierte Religion.
Von den so genannten heidnischen Religionen bis zu den Mainstream-Religionen eurer Zeit war es kein sehr großer Sprung. Die meisten Menschen glauben weiterhin an eine Macht, die größer ist als sie selbst, und die meisten Menschen glauben auch weiterhin, dass sie etwas tun müssen, um die Quelle dieser Macht und Kraft zu besänftigen. Heute gibt es auf eurem Planeten Tausende von Religionen, und in einigen verehrt man eine Vielheit von Göttern, in anderen betet man nur einen Gott an.
Ja, aber es gibt nur eine wahre Religion.
SIND WIR WIEDER da angelangt. Das ist die Antwort auf deine Frage. So kommt es, dass Glaubensvorstellungen über Gott Krisen, Gewalt, Töten und Kriege unter den Menschen herbeiführen.
Aber es stimmt! Es gibt nur eine Religion, die das richtige Verständnis hat. Alle anderen mögen es vielleicht gut meinen, sehen die Dinge aber nicht richtig. Und wir müssen aufpassen, dass wir nicht in falsche Überzeugungen gelockt werden, die sich vielleicht gut anhören, aber nichts mit dem Gesetz Gottes zu tun haben. Denn wenn wir den einen wahren Gott und Gottes Gesetz verleugnen, werden wir nicht gerettet werden, sondern direkt in der Hölle landen.
WANN?
Wann?
JA. WANN PASSIERT das?
Wenn du stirbst, natürlich.
Und wenn wahre Gläubige das Gefühl haben, dass du es verdienst, in die Hölle zu kommen, weil du weder an den Einen Wahren Gott glaubst, noch Gottes Gesetz befolgst, ist es ihnen erlaubt, dich zu töten und sofort dahin zu expedieren. Ja, in manchen Fällen sind sie geradezu dazu verpflichtet. Wenn die Führer einer Religion einen Befehl dazu erteilen, müssen ihn alle wahren Gläubigen befolgen und töten, wen immer die Führer sie anweisen zu töten.
WER HAT DIR das erzählt?
Du.
ICH?
Ja. Du sagtest, wir können jede Person, jede Regierung oder Nation vernichten, die abtrünnig handelt. Dein Wort. Wir benutzen es als unsere Bevollmächtigung.
IHR BENUTZT MEIN Wort als eure Bevollmächtigung in diesen Dingen?