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Jan Düker lernte Laos 1998 kennen und reist seitdem fast jedes Jahr an den Mekong. Seit 2001 arbeitet der gelernte Journalist für die Loose-Reihe, unter anderem als Koautor des Loose Südostasien.

Annette Monreal hat schon in Nigeria, Bahrain, der Schweiz, England und zuletzt in Laos gelebt. Erst im Ökotourismus tätig, leitete sie später in Vientiane die Laos-Aktivitäten eines großen Reiseveranstalters.
Zu Laos ist bislang nur wenig auf Deutsch erschienen. Die meisten Bücher sind in Englisch oder Französisch. Die Titel der größeren englischen Verlage lassen sich leicht über das Internet bestellen. Spezielle Monografien kauft man am besten in Laos oder in Thailand.
Another Quiet American: Stories of Life in Laos (Dakin, Brett, 2003). Lustiger Bericht eines jungen Amerikaners über seine Zeit als Berater in der Tourismusbehörde in Vientiane.
Bamboo Palace. Discovering the Lost Dynasty of Laos (Kremmer, Christopher; 2005). Nach dem Erfolg seines ersten Buches Stalking the Elephant Kings (2003) verrät Kremmer noch mehr Ergebnisse seiner Suche nach dem Verbleib des letzten laotischen Königs Savang Vatthana und dessen Familie – vieles in beiden Büchern ist aber deckungsgleich.
Fliegen ohne Flügel (Terzani, Tiziano; 1998). Obwohl Laos nur 20 Seiten gewidmet sind, lesen sie sich wie eine Liebeserklärung an das Land. Der Autor, ein Spiegel-Korrespondent, bereiste Südostasien ein Jahr lang ausschließlich per Bus, Bahn und Schiff, weil ihm ein chinesischer Weissager prophezeit hatte, er würde bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen. Die ideale Lektüre auf einem Asien-Trip.
Kajak-Abenteuer Mekong: Vom tibetischen Hochland bis ins südchinesische Meer (O’Shea, Mick; 2008). Der Australier Mick O’Shea befuhr den Mekong im Jahr 2004 als erster in einem Kajak von der Quelle bis zur Mündung. Hier ist sein Bericht.
Lost over Laos: A True Story of Tragedy, Mystery and Friendship (Pyle, Richard; Faas, Horst; 2003). 27 Jahre nach dem Tod ihrer vier Kollegen bei einem Hubschrauberabsturz in Laos begeben sich der deutsche Fotojournalist Horst Faas und der AP-Journalist Richard Pyle auf Spurensuche.
Reise durch Laos (Weigt, Mario; Krüger, Hans H.; 2009). Neuer Band der „Reise durch …“-Reihe, mit fantastischen Fotos und vier Specials zu Luang Prabang, dem Mekong, den vielen laotischen Ethnien und dem Vat-Phou-Fest.
Sixteen Years in the Land of Death: Revolution and Reeducation in Laos (Bouphanouvong, Nakhonkham; Bangkok 2003). Bericht eines ranghohen Polizisten der königlichen Regierung, der nach der Machtübernahme der Pathet Lao 16 Jahre in Umerziehungslagern gefangen gehalten wurde.
Tragedy in Paradise. A Country Doctor at War in Laos (Weldon, Charles; Bangkok 1999). Bewegende Geschichte des kürzlich verstorbenen Mediziners über seine Zeit als Kriegsarzt in Laos.
Travels in Cambodia and Parts of Laos und Further Travels in Laos and in Yunnan (Garnier, Francis; 1996). Detaillierter Bericht der französischen Mekong Exploration Commission, die sich von 1866–68 aufmachte, den Mekong bis nach China hinaufzufahren.
Travels in Siam, Cambodia and Laos 1858–1860 (Mouhot, Henri; 1992). Henri Mouhot, der „Entdecker“ Angkor Wats, besuchte Laos auf seiner vierten Reise durch Südostasien im Jahr 1861. Er verbrachte mehrere Monate damit, die Umgebung Luang Prabangs zu erkunden, bis er schließlich an Malaria erkrankte und dort starb. Sein Tagebuch wurde posthum veröffentlicht.
Vier Drachen am Mekong. Asien im Umbruch (Scharlau, Winfried; 1989). Spannend zu lesender Bericht des deutschen Journalisten über die Zeit des Zweiten Indochinakrieges. Laos, einem der vier Drachen (neben Kambodscha, Thailand und Vietnam), sind etwa 50 Seiten gewidmet.
War in Shangri-La. A Memoir of Civil War in Laos (Brown, Mervyn; 2001). Herrlich geschriebene Erinnerungen des britischen Diplomaten an seine Zeit in Laos in den frühen 60er-Jahren. Massive Kritik an der amerikanischen Indochinapolitik.
Zeit für den Mekong. Laos und Kambodscha: 31 Traumziele an einem mystischen Fluss (Voigt, Jochen; 2009). Reisebildband, der nicht nur den Strom, sondern auch die Menschen an seinen Ufern im Fokus hat.
A History of Laos (Stuart-Fox, Martin; 1997). Detaillierte und gut recherchierte Geschichte des Landes von der Gründung Lane Xangs bis in die 90er-Jahre.
A Short History of Laos. The Land in Between (Evans, Grant; Crows Nest 2002). Aktuellste historische Überblickdarstellung mit Schwerpunkt auf dem 20. Jh. Unterhaltsam geschrieben; klasse als Einstieg.
Buddhist Kingdom, Marxist State: The Making of Modern Laos (Stuart-Fox, Martin; 1996). Lesenswerte Essaysammlung des bekannten Laos-Experten.
Creating Laos: The Making of a Lao Space Between Indochina and Siam, 1860–1945 (Ivarsson, Sören; 2008). Ausführliche historische Analyse der Entstehung einer laotischen nationalen Identität zwischen den konkurrierenden politischen Räumen Thailand und Französisch-Indochina.
Die Geschichte von Laos (Schultze, Michael; Hamburg 1995). Einzige Nationalgeschichte von Laos in deutscher Sprache, sehr detailliert und informativ, deckt allerdings nur die Zeit bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion ab.
Early Cultures of Mainland Southeast Asia (Higham, Charles; 2002). Hervorragende, schön bebilderte archäologische Studie über die frühen Kulturen in Südostasien, darunter Funan, Champa, Zhenla, Dvaravati und Angkor.
Geschichte, Nationsbildung und Legitimationspolitik in Laos (Tappe, Oliver; 2008). Detailreiche Dissertationsschrift zu aktuellen Tendenzen der offiziellen laotischen Geschichts- und Erinnerungspolitik, akademischer Stoff für Historiker und Ethnologen.
Historical Dictionary of Laos (Stuart-Fox, Martin; 2007). Ereignisse, Personen und Daten, alphabetisch geordnet, mit zahlreichen Statistiken und einer ausführlichen Bibliografie. Gutes Referenzmaterial, aber sehr teuer.
History of Aid to Laos: Motivations and Impacts (Phraxayavong, Viliam; 2009). Interessant für angehende Entwicklungshelfer, wenn auch kritisiert dafür, dass es mehr beschreibt, als analysiert.
Laos … an indicative fact-book (Cooper, Robert; 2009). Super Landeskunde für Laos-Einsteiger, bisher nur im Land selbst erhältlich. Der Autor betreibt den kleinen Verlag Lao-Insight Books und das Book-Café in Vientiane.
Laos – Aufbruch am Mekong (Kotte, Heinz; Siebert, Rüdiger; 2002). Analyse der historischen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge bis zur Jahrtausendwende.
Laos: Politics, Economy and Society (Stuart-Fox, Martin; 1986). Die beste Überblicksdarstellung der ersten zehn Jahre nach der Revolution in Laos.
Post-war Laos: The Politics of Culture, History and Identity (Pholsena, Vatthana; 2006). Lesenswerter Band zu Themen wie nationale Identität und Kulturpolitik der multiethnischen Nation.
Shooting at the Moon. The Story of America’s Clandestine War in Laos (Warner, Roger; 1997). Amerikas Rolle im secret war und der Guerillakrieg der Hmong gegen die laotisch-vietnamesichen Verbände.
Socialism in a Subsistence Economy. The Laotian Way (Luther, Hans U., 1983). Vom selben Autor sind außerdem auf Englisch/Laotisch erschienen: Learning from the Asian Crisis, Vientiane 2003, Niche Markets, Vientiane 2000, Markets and Development, Vientiane 2002 und Niche Products, Vientiane 2003. Der Entwicklungssoziologe und Ökonom Hans U. Luther war zehn Jahre lang als Senior Economic Advisor an der National School of Administration in Vientiane tätig.
Südostasien vor der Kolonialzeit (Villiers, John; 2001; Erstauflage 1965). Der 18. Band der Fischer Weltgeschichte behandelt die Entwicklung der Region von der Frühzeit bis zur Errichtung der europäischen Kolonialherschaft.
The Kingdoms of Laos (Simms, Peter und Sanda; 1999). Geschichte der laotischen Königreiche bis zur französischen Kolonialzeit; populär geschrieben, mit Fotos und Karten.
The Last Century of Lao Royalty: A Documentary History (Evans, Grant; 2009). Reich bebildertes Buch mit kritischen Texten zur Geschichte des laotischen Königshauses vom Ende des 19. Jh. bis 1975. Von einem der führenden Laos-Experten.
The Mekong. Turbulent past, uncertain future (Osborne, Milton; 2000). Monografie über den längsten Fluss Südostasiens, von den frühen Reichen bis zu den Staudamm-Projekten unserer Zeit. Lesenswert als Einstieg in die Region.
The Politics of Ritual and Remembrance: Laos since 1975 (Evans, Grant; 1998). Ob Kult um Kaysone oder Mandala Memories: Der Autor geht dem Wandel der politischen Rituale und Symbole auf den Grund. Auch ein Jahrzehnt nach Erscheinen noch eine interessante Lektüre.
The Ravens. The Men who flew in America’s Secret War in Laos (Robbins, Christopher; 1987). Detailliert recherchiertes Buch über die amerikanischen Piloten im „other theatre“ des Zweiten Indochinakrieges; unkritisch gegenüber der US-Intervention und mit etwas zu viel Heldentum gewürzt.
Ant Egg Soup: Adventures of a Food Tourist in Laos (Natacha DuPont De Bie; 2004). Die Autorin entdeckt auf ihrer Reise durch Laos nicht nur Land und Leute, sondern auch zahlreiche exotische Rezepte.
Art et Archéologie du Laos (Giteau, Madeleine; 2001). Die Kambodscha-Spezialistin zog es in den Jahren 1964–88 mehrmals nach Laos, wo sie sich besonders mit den Schätzen des Ho Phra Keo und den Tempeln von Luang Prabang beschäftigte. Für Laos-begeisterte Kunsthistoriker unerlässlich.
Culture Shock! Laos (Mansfield, Stephen; Singapore 2000). Amüsant geschriebener Band mit vielen guten Hinweisen für Expats und angehende Auswanderer nach Laos.
Lao Hill Tribes. Traditions and Patterns of Existence (Mansfield Stephen; New York/Kuala Lumpur 2000). Kleines, informatives Buch, das einen guten Überblick über die Völkervielfalt in Laos vermittelt.
Lao Mien Embroidery. Migration and Change (Goldman, Ann Yarwood; 1995). Das großformatige Buch enthält eine fundierte und ansprechende Darstellung der kunstvollen Stickereien der Mien (= Yao). Die Autorin arbeitet auch mit in den USA lebenden Mien-Frauen zusammen.
Lao Textiles and Traditions (Connors, Mary F.; 1996). Das Buch beschreibt die charakteristischen Merkmale der Textilien verschiedener Volksgruppen, listet Fakten zu ihrer Herstellung und streut zahlreiche weitere interessante Informationen ein.
Laos: Culture and Society (Evans, Grant (Hg.); 1999). Der Band versammelt elf Beiträge zu verschiedenen Aspekten laotischer Identität und Kultur; sehr interessant, aber auch sehr akademisch.
Legends in the Weaving (Kanlagna, Dara et al.; 2001). Eine detaillierte und spezialisierte Darstellung der in Laos angewandten Web- und Färbetechniken, regional und nach Ethnien geordnet und vor allem an alten Stücken verdeutlicht. Traditionelle Motive werden mithilfe zahlreicher Illustrationen erläutert. Laotisch/Englisch.
Luang Prabang. Capital of Legends (Engelmann, Francis; Renaut, Thomas; 1997). Viele Fotos und interessante Texte zu allen Aspekten der Stadt. Ausführungen zu Geschichte, Architektur, zur Arbeit der Unesco und Details zu Religion und Bräuchen.
Old Luang Prabang (Gosling, Betty; 1996). Alles Wissenswerte zu Geschichte und Architektur der „Perle am Mekong“, in handlichem Format und obendrein mit einer sehr guten Bebilderung.
Peoples of Laos. Rural and Ethnic Diversities (Chazée, Laurent; 2002). Großformatiges Werk, empfehlenswert für diejenigen, die sich umfassend über die in Laos lebenden Ethnien informieren möchten. Am Beispiel eines Volkes aus jeder Sprachfamilie werden die wichtigsten Lebensbereiche dargestellt. Ein Klassiker zu diesem Thema.
Symbol of the Nation. The That Luang of Vientiane (Engelmann, Francis (Hg.); 1998). Geschichte des laotischen Nationalheiligtums mit zahlreichen Illustrationen und Exkursen, unter anderem zum That Luang Festival.
Traditional Recipies of Laos. Übersetzung der Rezeptsammlung Phia Sings, königlicher Hofkoch (Davidson, Alan und Jennifer; repro. 2006). Die vom Hof Luang Prabangs stammenden Rezeptmanuskripte wurden durch Zufall entdeckt, nachdem der Autor den Kronprinzen zu laotischen Fischen befragte und dabei auf Phia Sings Kochkünste zu sprechen kam.
Treasures of Luang Prabang (Edition Route de la Soie; 2000). Laotisch-Englisch oder Laotisch-Französisch. Eine faszinierende Sammlung historischer Fotografien und Grafiken, die das alte Luang Prabang, seine Architektur und Traditionen eindrucksvoll dokumentieren.
Lao Buddha. The Image and its History (Lopetcharat, Somkiart; 2000). Hochwertiger Bildband mit detaillierten Texten zur Geschichte der laotischen Kunst. Exkurse zum Phra Bang und Phra Keo; leider sehr teuer.
Der Buddhismus (Bechert, Heinz; Gombrich, Richard (Hrsg.); 1995). Thema dieses Buches ist der Buddhismus in all seinen Ausformungen von Indien bis Japan. Mehrere Autoren geben Einblick in die verschiedenen Schulen, darunter-Theravada. Ein fundierter Überblick.
Die Fährte der Wahrheit (Bodhesako, Samanera; 2001). In drei philosophisch anspruchsvollen Essays werden buddhistische Inhalte unter Einbeziehung westlichen Denkens erläutert. Bemerkenswerte Aufsätze, die einer kritischen Vertie-fung des Theravada dienen.
Het Bun Dai Bun. Luang Prabang – Rituale einer glücklichen Stadt (Berger, Hans Georg; München 2000). Einmalig schöner Schwarzweiß-Fotoband, der im Rahmen eines mehrjährigen deutsch-laotischen Projekts zur Wiederbelebung der Glaubenstraditionen und Rituale in der alten Königsstadt entstanden ist. Einblicke, die so schnell niemand erhält.
Der historische Buddha (Schuhmann, Hans-Wolfgang; 1999). Frei von religiöser Interpretation steht die Person Siddhattha Gotama und sein Wirken in seiner Zeit im Mittelpunkt. Dieses lesenswerte Buch stützt sich vor allem auf Quellen des Theravada.
Spirits of the Place: Buddhism and Lao Religious Culture (Holt, John Clifford; 2009). Neueste Studie zum laotischen Buddhismus, der auch die besondere Rolle der animistischen Elemente beleuchtet.
Der Theravada-Buddhismus (Gombrich, Richard; 1997). Sehr lesenswerte und ausführliche Sozialgeschichte des Theravada von den Anfängen bis heute. Zentraler Betrachtungsgegenstand ist die Insel Sri Lanka, die sich in der Religion nicht von Laos unterscheidet.
Was der Buddha lehrte (Rahula, Walpola; 1990). Die Lehre des Buddha von einem singhalesischen Mönch erklärt. Das Buch ist mittlerweile ein Klassiker, der zudem Erläuterungen zur Meditation im Theravada enthält.
Der Weg zur Erlösung: In den Worten der buddhistischen Urschriften (Nyanatiloka; 1998). Der deutsche Mönch Nyantiloka gehört zu den Pionieren des abendländischen Theravada-Verständnisses. Anhand von Übersetzungen aus dem Pali-Kanon werden die prägnantesten Lehren des Buddha zusammengefasst. Eine Einführung mit Anspruch.
Dr. Siri und seine Toten (Cotterill, Colin; 2008). Laos als Krimischauplatz? Wie gut das funktioniert, zeigt Colin Cotterill in seinen witzigen Geschichten um Dr. Siri Paiboun. In Dr. Siri und seine Toten spürt der einzige Leichenbeschauer von Laos dem mysteriösen Tod der Gattin eines Parteibonzen nach. In Dr. Siri sieht Gespenster (2009) ist er einer rätselhaften Mordserie in Vientiane auf der Spur und in Totentanz für Dr. Siri (2010) klärt er einen schaurigen Leichenfund in der Provinz Houaphan auf. Die Siri-Krimis The Merry Misogynist (2009), Curse of the Pogo Stick (2009) und Anarchy and Old Dogs (2008) gibt es bislang nur auf Englisch.
Geister der gelben Blätter (Schoeneberg, M. G.; 2007). Lebendiger Roman über die Forschungsreise eines jungen Berliners nach Laos und Thailand.
Mother’s Beloved. Stories from Laos (Bounyavong, Outhine; 1999). Kurzgeschichten in englischer und laotischer Sprache, die überwiegend soziale Themen aufgreifen; schlicht und herzergreifend erzählt; mit einer ausführlichen Geschichte der laotischen Literatur.
Treasures of Lao Literature (Mixay, Somsanouk; 2000). Sieben der bekanntesten Legenden der laotischen Literatur, darunter Sinxay und Sithon und Manola, gekürzt und illustriert.
Villa Incognito (Robbins, Tom; 2005). Eine turbulente Geschichte über amerikanische Aussteiger, Opiumschmuggel und ein Paradies in den Baumkronen des laotischen Dschungels. Wenn man das bemühte erste Kapitel hinter sich hat, macht dieses Buch richtig Spaß.
Xieng Mieng: Schelmengeschichten aus Laos (Khamphasith, Martina Sylvia; 2008). Geschichtensammlung über den laotischen Till Eulenspiegel, eine der populärsten Figuren der laotischen Folklore. Von derselben Autorin ist auch Warum Krokodile keine Affenherzen fressen: Fabeln und andere Tiergeschichten aus Laos, erhältlich.
Laotisch ist die offizielle Landessprache der Demokratischen Volksrepublik Laos. Es ist die Sprache der Lao, die etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. Unter den Ethnien anderer Sprachfamilien wird Laotisch häufig als Zweitsprache oder als Lingua Franca gesprochen.
Wie das Thai gehört Laotisch zur Tai-Sprachfamilie. Die beiden Sprachen sind so eng miteinander verwandt, dass Laoten und Thais sich in ihrer eigenen Sprache miteinander verständigen können. Im Laotischen gibt es mindestens drei Töne. Sie schreiben eine bestimmte Tonhöhe vor, die entweder gleichbleibend, ansteigend oder abfallend intoniert wird. Je nach Ton kann eine bestimmte Silbe bis zu sechs verschiedene Bedeutungen haben.
Das Tonsystem wird im Wörterbuch nicht berücksichtigt, denn jeder, der sich die Mühe macht, ein paar Ausdrücke und Sätze Laotisch zu lernen, wird mit seinen Sprachbrocken Bewunderung ernten und aus dem Kontext verstanden werden.
Die Vokabeln und Sätze sollten langsam, Silbe für Silbe, mit einer möglichst gleichbleibenden Betonung ausgesprochen werden. Pausen zwischen den Silben/Wörtern verbessern die Verständlichkeit und sind im Laotischen üblich.
o |
offenes „o“, wie in Orgel |
oo |
langes, geschlossenes „o“, wie in Mode |
ü |
Laut zwischen ü und u, jedoch gepresster |
ö |
offenes „ö“, wie der englische Laut in learn, burn |
öe |
langes „ö“, ähnlich dem Laut, der während des Sprechens häufig als unbewusste Denkpause eingestreut wird |
ii |
langes „i“ |
j |
„j“ wie in Jäger |
ä |
„ä“ wie in träge |
aa |
langes offenes „a“ |
ai |
wie „ei“ gedehnt |
ao |
wie „au“ gedehnt |
oi |
wie „eu“ gedehnt |
kh |
das „k“ wird aspiriert und ganz leicht, ähnlich zu „ch“ in Buch, im Rachen ausge sprochen |
k, g, p, b |
werden insbesondere am Wortende sehr weich gesprochen |
ph |
aspiriertes „p“ |
s |
„s“ wird etwas schärfer und länger ausgesprochen als im Deutschen |
th |
aspiriertes „t“ |
dh |
dentaler Laut zwischen dem englischen „th“ und „d“ |
ng |
„n“ und „g“ aneinandergereiht, wie in Zange, am Wortanfang sind die Laute deutlicher voneinander zu unterscheiden als am Wort ende |
nj |
wie im Englischen news |
Hallo/Guten Tag! |
sabai dii |
Guten Morgen! |
sabai dii ton sao |
Guten Abend! |
sabai dii ton läng |
Tschüss |
laakon |
Auf Wiedersehen |
phob kan mai |
Wie geht es dir/Ihnen? |
tschao/thaan sabai dii bo? |
Danke, mir geht es gut. |
khoptschai, khoi sabai dii. |
Und dir/Ihnen? |
lä tschao/thaan dä? |
Vielen Dank! |
khoptschai lailai! |
Viel Glück (von Herzen)! |
sook dii (döe)! |
Bitte |
karuna |
Entschuldigung |
kho thoot |
Das macht nichts! |
bo pen njang! |
wo ist …? |
… ju sai? |
was ist das hier/dort? |
annii/annan män njang? |
wie viel kostet das? |
(annii) lakha dhao dai? |
ja |
tschao |
nein; nicht (als Präfix vor Verb oder Adjektiv) |
bo |
gut |
dii |
sehr gut |
dii lai |
nicht gut |
bo dii |
Es gibt … |
mii … |
Es gibt nicht … |
bo mii … |
Gibt es … |
mii … bo? |
Wie heißen Sie? |
tschao sü njang? |
Ich heiße … |
khoi sü … |
Wie alt sind Sie? |
tschao anju dhao dai? |
Woher kommen Sie? |
tschao ma tä sai? |
aus Deutschland, |
ma tschak jaraman, |
Österreich, der Schweiz |
ostria, swiss |
Sprechen Sie Englisch? |
tschao wao phasa angkit dai bo? |
Bitte sprechen Sie langsam. |
karuna, wao sasa. |
möchten/wollen |
thong kaan/jaak |
Darf ich fotografieren? |
khoi kho anunjat thaihub dai bo? |
Ich verstehe nicht. |
khoi bo khaotschai. |
Ich lerne Laotisch. |
khoi hian phasa lao. |
möchten/wollen |
thong kaan/jaak |
Ich mag sehr/schätze … |
khoi mak … lai |
Ich mag nicht … |
khoi bo mak … |
Ich möchte/will … |
khoi jaak … |
Ich möchte/will nicht … |
khoi bo jaak …. |
Ich bin … |
khoi män … |
Angestellter |
panak ngaan |
Reisbauer |
sao na |
Bauer mit Vieh |
kasikon |
Anbau-/Feldfrüchte |
phon palit |
Religion |
satsana |
Buddhismus |
satsana put |
Wie viele Kinder haben sie? |
thaan mii luk tschak khon |
Sind Sie verheiratet? |
tschao tängaan läo bo? |
älterer Bruder (Anrede) |
ai |
jüngerer Bruder |
nong |
ältere Schwester |
üai |
jüngere Schwester |
nong sao |
Herr … |
tao … |
Herr … (sehr förmlich) |
thaan … |
Frau … (sehr förmlich) |
thaan nang |
Frau … (verheiratet) |
nang … |
Frau … (unverheiratet) |
sao … |
Vater |
pho |
Mutter |
mä |
Junge |
phu bao |
Mädchen |
phu sao |
Freund, guter Freund |
mu, phüan |
Kind |
däk |
Ausländer, westlicher |
tangdao, sao tawentok |
ich |
khoi |
du/Sie (höflich) |
tschao |
er/sie/es |
lao |
wir (mit der angesprochenen Person) |
phuak hao |
ihr |
phuak tschao |
sie |
phuak khao |
schön, hübsch |
ngaam |
sauber – schmutzig |
sa-aat – püan |
alt – jung |
thao – num |
alt – neu |
kao – mai |
lang – kurz |
njao – san |
hoch – niedrig |
sung – tam |
groß – klein |
njai – noi |
oben – unten |
thöng – lum |
vorne – hinten |
thang na – hang lang |
hungrig |
hiu khao |
durstig |
jaak naam |
müde |
müai |
toll |
khak lai |
fröhlich |
muan sün |
glücklich |
sook dii |
freundlich |
pen miit |
unhöflich |
bo suphab |
wütend, verärgert |
moo hoo, na tschaihai |
ärgerlich |
tschaihai |
Wie spät ist es? |
tschak mung läo? |
Um wieviel Uhr? |
wäla tschak mung? |
Es ist … Uhr. |
man män … mung. |
Minute |
nathii |
Stunde |
sua mung |
jetzt |
diaonii |
gleich, etwas später |
tschak noi |
früh |
sao |
spät |
suai |
heute |
mü nii |
morgen |
mü ün |
gestern |
mü wannii |
am Morgen |
ton sao |
am Mittag |
ton thieng |
am Nachmittag |
ton suai |
am Abend |
ton läng |
Tag |
mü |
jeden Tag |
tuktuk mü |
den ganzen Tag |
mot mü |
Nacht |
kang khün |
Monat |
düan |
Jahr |
pii |
Wochenende |
thai athit |
Woche |
athit |
Montag |
wan tschan |
Dienstag |
wan khaan |
Mittwoch |
wan phut |
Donnerstag |
wan phahat |
Freitag |
wan suk |
Samstag |
wan sao |
Sonntag |
wan thit |
0 |
suun |
1 |
nüng |
2 |
song |
3 |
saam |
4 |
sii |
5 |
haa |
6 |
hok |
7 |
tschät |
8 |
pät |
9 |
kao |
10 |
sip |
11 |
sip ät |
12 etc. |
sip song |
20 |
sao |
21 etc. |
sao ät |
30 |
saam sip |
31 etc. |
saam sip ät |
100 |
nüng loi |
200 |
song loi |
500 |
haa loi |
1000 |
nüng phan |
2000 |
song phan |
2003 |
song phan saam |
2004 |
song phan sii |
5000 |
haa phan |
10 000 |
sip phan/nüng mün |
100 000 |
nüng sän |
1 Million |
nüng lan |
geradeaus |
pai sü |
(nach) links |
büang sai |
(nach) rechts |
büang khua |
nach … |
pai thang … |
Norden |
nüa |
Süden |
tai |
Osten |
tawenok |
Westen |
tawentok |
Stopp! |
jut! |
Motorrad |
lot tschak |
Fahrrad |
lot thiip |
Taxi |
taksi |
Tuk Tuk |
tuktuk |
Auto |
lot käng |
Benzin (Essenz) |
naam man ätsang |
Diesel (Benzin, Öl) |
naam man kasuan |
Pick-up |
lot kaba |
Lastwagen |
lot khonsong, |
Bus |
lot mä |
Minibus |
lot mä noi |
Busstation |
sathanii lot mä |
Haltestelle |
pai tschot lot |
Fahrkarte |
pii lot |
Ticketschalter |
bon khai pii |
Ticketverkäufer im Bus |
khon kai pii lot |
Sitzplatz |
bon nang |
Platzreservierung |
tschong pii nang |
Gepäck |
khapao |
|
|
Bitte hier anhalten! |
karuna, tschotnii |
Ich möchte nach … |
khoi jaak pai … |
Welcher Bus fährt nach …? |
lot mä khan dai pai …? |
Wann fährt er ab? |
wäla dai lot ok? |
Wann kommen wir in …. an? |
wäla dai pai hot …? |
Straße |
hon thang |
Brücke |
khua |
Grenze |
khätsaidän |
Boot |
höea |
Hafen |
thaa höea |
Flugplatz |
dönbin/sanambin |
Flugzeug |
njon/hüabin |
Bank |
thanakhan |
Geld |
ngön |
Währung |
ngöntaa |
Geldschein |
bai ngön (thana bat) |
Reisescheck |
travelers’ check/check läg ngön |
Wechselkurs |
atta-läkpian |
Post |
paisanii |
Brief |
tschotmai |
Briefmarke |
stäm |
telefonieren |
thorasap |
Telefonnummer |
bü thorasap |
Notfall! |
kolani suksön |
|
Hilfe! |
suai-dä! |
|
Ich habe meinen Reisepass verloren. |
khoi hät passport khoi sia. |
|
Ich bin bestohlen worden. |
khao lak khüang khoi |
|
Gepäck |
khapao dönthang |
|
Handtasche, Portemonnaie |
khapao ngön |
|
Geld |
ngön |
|
Papiere |
äkasan |
|
Polizei, Polizist |
tamluat |
|
Botschaft |
sathanthut |
|
Visum |
wisa |
|
Name |
sü |
|
Nachname |
namsakun |
|
Geburtsdatum |
wan-düan-pii-köt |
|
Unterschrift |
laisen |
Hotel |
hong-häm |
Gästehaus |
höean phak |
Wo gibt es ein Gästehaus? |
mii ban habkhäk ju sai? |
Zimmer |
hong |
Einzelzimmer |
hong tiang diao |
Zimmer für 2 Personen |
hong samlab song khon |
Haben Sie ein Zimmer? |
mii hong wang bo? |
Was kostet ein Zimmer? |
kha sao hong nüng lakha dhao dai? |
Ich möchte ein billiges Zimmer. |
hoi tongkaan hongakha thük |
Toilette, Bad |
hong naam |
Wo ist hier eine Toilette? |
hong naam ju sai? |
heißes Wasser |
naam hon |
Fan, Ventilator |
phatlom |
Klimaanlage |
äjien |
Schlüssel |
gatschä |
Moskitonetz |
mung |
Moskito-Coils |
jaa ut njung |
Toilettenpapier |
tschija hong naam |
Wäscheservice |
haan sak khüang |
Näheres im Kapitel „Essen und Trinken“ s. S. .
Essen, Mahlzeit |
ahaan |
Es schmeckt lecker. |
man sääb lai döe. |
Ohne Fleisch, bitte. |
karuna bo sai siin. |
Mit …, bitte. |
karuna sai … haidä. |
Ich hätte gern …, bitte. |
karuna kho … dä. |
Ich esse gern … |
khoi mak kin … |
Frühstück |
ahaan khaosao |
Mittagessen |
ahaan thiiang |
lockerer Reis |
khao tijao |
Klebreis |
khao niau |
Rattankorb für Klebreis |
tipkhao |
Nudelsuppe |
föe |
Eier |
khai |
Omelett |
khaitschün pän |
Spiegelei |
khaidao |
Brot, Baguette |
khaotschii |
Kuchen |
khanom |
Fleisch |
siin |
Wasserbüffel |
khuai |
Ente |
pät |
Fisch |
paa |
Hähnchen |
kai |
Rind |
siin-ngua |
Schwein |
mu |
Gemüse |
phak |
Aubergine |
mak-khüa |
Chili |
mak-phät |
Wasserspinat |
phak-khadna, phakbong |
Kartoffel |
maanfalang |
Knoblauch |
kathijam |
Kräuter |
phak-hom |
Salat |
phak-salat |
|
|
Obst |
mak-mai |
Apfel |
mak-pom |
Ananas |
mak-nat |
Banane |
mak-kuai |
Limette |
mak-nao |
Mandarine |
mak-kieng-noi |
Pomelo |
mak-kieng |
Pomelo (Luang Prabang) |
mak-som-oo |
Mango |
mak-muang |
Papaya |
mak-hung |
Wassermelone |
mak-moo |
Getränke |
khüang döem |
Trinken |
döem |
Wasser |
naam |
Kaffee |
kafe |
ohne alles |
kafe dam |
mit Milch |
sai nom |
mit Zucker |
sai naamtaan |
Eiskaffee |
kafe olieng |
Eiskaffee mit Milch |
kafe nom-jen |
Tee |
naam-sa |
Eistee |
sa-naamkon/sa-jen |
heiß |
hon |
kalt |
jen |
Eis |
naamkon |
Fruchtsaft |
naam makmai |
Trink-Kokosnuss |
döem naam mak-phao |
kaufen |
söe |
Markt |
talat |
Morgenmarkt |
talatsao |
Abendmarkt |
talatläng |
Wieviel kostet das? |
anii lakha dhao dai? |
Wieviel Kip? |
tschak kiip? |
Geld |
ngön |
Bezahlen |
tschai-ngön |
Ich möchte in Baht zahlen. |
khoi jaak tschai pän ngön badh. |
im Preis heruntergehen |
lut-lakha |
billig |
thük |
teuer |
phääng |
sehr teuer |
phääng-lai |
viel |
lai |
Kerze |
thian |
Streichhölzer |
kabfai |
Toilettenpapier |
tschija hong naam |
Seife |
sabu |
Shampoo |
samphu, jaa-sa-phom |
Binden |
kotäk |
Batterie |
thaan-faisai |
Mückenspray |
jaa-siid-njung |
Tasche |
thoong |
Stoff |
phaphä |
Baumwolle |
faai |
Seide |
maii |
Natur |
thaamasaat |
Stadt |
müang |
Wald |
pa-mai |
See |
büng |
Teich, kleiner See |
nong |
Quelle (heiß) |
bo-naam (hon) |
Baum |
ton-mai |
Blume, Blüte |
dok-mai, dok |
Holz |
mai |
Stein |
hiin |
Vogel |
nok |
Sonne |
tawen |
Mond |
düan |
Stern |
dao |
Regen |
fon-tok |
Wind |
lom |
Gesundheit |
sukhaphaab |
Apotheke |
haankhai-jaa |
Medizin |
kaan-phät |
… schmerzt |
tschäp … |
Ich muss ins Krankenhaus. |
khoi tong pai hongmo. |
Arzt |
phät/mo |
Zahnarzt |
phät-puakäo |
Ich bin krank. |
khoi bo sabai. |
Ich habe … |
khoi … |
Durchfall |
tokthong |
Wunde |
baat-phä |
Entzündung |
püai aksaabe |
Erbrechen |
haak |
Übelkeit |
puat-haak |
Fieber |
khai-khing-hon |
Kopfweh |
tschäp-hua |
Magenschmerzen |
tschäp-kapho |
Malaria |
maläria |
Rückenschmerzen |
tschäp-lang |
Zahnschmerzen |
tschäp-käo |
Viele Begriffe stammen aus den altindischen Sprachen Pali oder Sanskrit. Bei der phonetischen Umschrift wurde auf die diakritischen Zeichen verzichtet.
Airavata dreiköpfiger Elefant; Reittier von Indra
Apsara himmlische Tänzerin in der buddhistischen Tradition; auch bekannt in der hinduistischen Mythologie
Asana Körperhaltung in der buddhistischen Ikonografie
ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) politischer und wirtschaftlicher Verband südostasiatischer Staaten
Baray (Khmer) Wasserreservoir, Stausee, künstliches Becken
Bodhi-Baum Ficus religiosa, heiliger Baum, unter dem Buddha zur Erleuchtung gelangte
Boun Fest; im Buddhismus auch „Verdienst“
Brahma Schöpfergott, eine der drei zentralen Gottheiten des Hinduismus
Brahmane Angehöriger der höchsten Kaste des Hinduismus, hinduistischer Priester
Buddha „Der Erwachte“; einer, der zur vollkommenen Erleuchtung gelangt ist
Chao fa Herrscherbezeichnung der Lue, Shan und Khuen
Chedi von Sanskrit caitya = Heiligtum; in Myanmar und Thailand Synonym für Stupa
Dag bat frühmorgendlicher Almosengang der buddhistischen Mönche
Dhamma Pali-Bezeichnung für die buddhistischen Lehren; entspricht dem Sanskrit-Wort dharma
Dvarapala Wächterfigur
Dvaravati Kunststil der Mon, die ab dem 6. Jh. in Thailand und Burma siedelten
Frangipani Plumeria rubra; auch: Tempel- oder Pagodenbaum, laot. dok champa
Garuda mythisches Wesen, halb Mensch, halb Vogel; das Tragtier von Vishnu
Gopura Eingangspavillon (in Khmertempeln)
Hang lin Wasserrinne in Klöstern, die der rituellen Waschung von Buddhafiguren dient
Ho chek Unterrichts- und Versammlungsraum eines Klosters
Ho tai Klosterbibliothek, in der die Palmblattmanuskripte und die Tipitaka aufbewahrt wurden
Indochina Kambodscha, Laos und Vietnam
Jataka ein Kanon von 550 Erzählungen aus den früheren Leben und Existenzen des Buddha; häufig im Innern von Tempeln bildlich dargestellt
Kala Gott der Zeit und somit des Todes und Verfalls, meist mit vorstehenden Augen und Klauen sowie ohne Unterkiefer dargestellt
Kamma Pali-Bezeichnung für das Verhältnis von Ursache und Wirkung; entspricht dem Sanskrit-Wort karma
Kinnari Mythisches, im Himmel lebendes Wesen; in Laos wird es als halb Frau, halb Vogel oder Löwe, in Indien auch als Mensch mit Pferdekopf dargestellt
Krishna achte Inkarnation des Hindugottes Vishnu, seine menschliche Form
Kuti Mönchsunterkunft
Lak Muang Stadtsäule
Laterit rotbraunes Gestein, das in der Sonne härtet und zu widerstandsfähigem Baumaterial wird
Lau hai Reiswein
Lau lao Reisschnaps
Lingam phallisch geformte Steinsäule; Symbol für den Hindugott Shiva
Lokesvara Avalokitesvara; Bodhisattva des Mitgefühls und Erbarmens
Luang Ehrentitel „verehrt, erhaben“ für bedeutende Personen, eine Stadt oder einen Ort
Mae Si „weiße Mutter“, buddhistische Nonne
Mucalinda Siebenköpfiger Naga-König, der sich über Buddha wölbt und ihn so vor einem Gewitterregen schützt.
Mak beng Opfergabe; aus Bananenblatt geflochtene, mit Tagetes geschmückte Pyramide
Meru goldener Berg als Heimat der Götter, Zentrum des Universums in der hinduistisch-buddhistischen Kosmologie
Muang frühe soziopolitische Organisationsform; heute Distrikt, Bezirk oder deren Verwaltungszentrum
Mudra Hand- und Fingerhaltung in der buddhistischen Ikonografie
Mukhalingam Lingam mit ein oder mehreren Gesichtern
Naga mythische, oft vielköpfige Schlange, ein Schutz gewährendes Symbol
Nandi (Sanskrit) Tragtier Shivas, ein Stier
NGO (Non-governmental Organization) Nichtregierungsorganisation
Ngot so fa (auch dok so fa = „Himmelsblumen“), mittlerer Dachaufbau auf dem First eines sim, symbolisiert den Berg Meru und zeigt je nach der Anzahl der Spitzen die Bedeutung des Klosters an
Nibbana Pali-Bezeichnung für das oberste Ziel im Buddhismus, Zustand der Loslösung von Begierden und Befreiung aus der Abfolge der Wiedergeburten; entspricht dem Sanskrit-Wort nirvana
Nop traditionelle Begrüßung mit vor dem Oberkörper gefalteten Händen
Pali Sprache, in der die buddhistischen Texte niedergeschrieben wurden; sozusagen „das Latein“ des Theravada-Buddhismus
Pancasila die fünf buddhistischen Laienregeln
Pathet Lao wörtlich „Land Laos“; seit den 50er-Jahren Sammelbegriff für die kommunistischen Kräfte in Laos
Phra Sanskrit brah = heilig; wird als Ehrentitel von wichtigen Buddhastatuen, Tempeln und Personen verwendet
Phra Lak Phra Lam laotische Version des indischen Ramayana-Epos
Pa daek fermentierte Fischsoße; Würze für jegliches laotisches Gericht
Phi Geist
Prasat Sanskrit prasada; indischer Tempelturm oder Turmheiligtum der Khmer
Rahu Dämonisches Ungeheuer mit Monsterkopf ohne Leib, das Sonne und Mond verschlingt
Ramayana eines der beiden bedeutendsten altindischen Epen (das zweite: Mahabharata), das etwa um 300 v. Chr. verfasst wurde. Es erzählt die Geschichte von König Rama, einer Inkarnation des Gottes Vishnu, und seiner Gemahlin Sita
Sala Versammlungs- und Übernachtungshalle in einem Kloster
Sanskrit alte indische Literatursprache
Sangha der theravada-buddhistische Mönchsorden
Say Phou Gebirgskette
Shiva gleichzeitig Zerstörer und Erneuerer; eine der drei zentralen Gottheiten des Hinduismus
Sim Pali sima = Ordinationshalle; in Laos das wichtigste Gebäude eines buddhistischen Klosters mit Heiligtum, in dem die Mönche auch ordiniert werden
Sin traditioneller, knöchellanger Rock für Frauen; aus Baumwolle oder Seide
Stele senkrecht stehender Stein mit Inschrift
Stupa (Sanskrit) ursprünglich Grabhügel. Monument zur Aufbewahrung von hoch verehrten buddhistischen Reliquien; ist auch Symbol für Buddha selbst; Synonym für That
Talat Markt; Talat sao = Morgenmarkt, Talat leng = bis abends geöffnet
That von Sanskrit dhatu = Element oder Reliquie; hoch verehrtes Reliquienmonument, das in Laos sehr unterschiedliche Formen haben kann; Synonym für Stupa
That kaduk „Knochenstupa“; Grabstupa, enthält die Asche von Mönchen oder angesehenen Persönlichkeiten
Tipitaka (Pali) „drei Körbe“; die klassischen buddhistischen Schriften über vinaya (Ordensregeln), sutta (Lehrreden Buddhas) und abhidhamma (philosophische Erweiterung der Lehrreden).
Trimurti hinduistische Göttertrinität: Shiva, Vishnu und Brahma
UXO Unexploded Ordnance: nicht-detonierte Sprengkörper
Vat theravada-buddhistisches Kloster
Vishnu der Welterhalter; eine der drei zentralen Gottheiten des Hinduismus
Vihara (Pali und Sanskrit) wichtiger Sakralbau neben dem sim
Vipassana Einsichtsmeditation; Geist und Körper im gegenwärtigen Zeitpunkt klar sehen
Yoni (Sanskrit) Symbol für die Vulva und Basis des Lingam
Bilharziose ist eine Wurmerkrankung, die man sich im Uferbereich von stehendem oder langsam fließendem Süßwasser zuziehen kann, vor allem im Mekong um Si Phan Don. Der erste Wirt des Parasiten ist eine Wasserschnecke. In ihr entwickeln sich die Eier zu kleinen Larven, den so genannten Zerkarien, die anschließend ins Wasser abgegeben werden. Dort machen sie sich auf die Suche nach ihrem zweiten Wirt.
Zerkarien gelangen in den menschlichen Organismus, indem sie sich durch die Haut, bevorzugt an den Fußsohlen, bohren. Von dort bahnen sie sich den Weg in den Darm oder die Blase, wo sie heranwachsen und neue Eier produzieren.
Manchmal tritt um die Stelle, an der die Larven in den Körper eingedrungen sind, eine leichte Rötung auf. Deutlichere Symptome machen sich jedoch in der Regel erst nach sechs bis zehn Wochen bemerkbar. Dann kann es zu Fieber, Durchfall und einem allgemeinen Krankheitsgefühl kommen. Im schlimmsten Fall treten nach einigen Monaten Unterleibsschmerzen und Blut im Stuhl oder Urin auf.
Die Cholera wird vom Bakterium Vibrio cholerae verursacht und durch direkten Kontakt mit infizierten Personen, deren Ausscheidungen oder durch verunreinigte Nahrungsmittel übertragen. Die Symptome – wässrige Durchfälle und Erbrechen – treten nach ein bis fünf Tagen auf und können schnell zur Dehydrierung führen. Wer erkrankt, muss sofort zum Arzt und die verlorene Flüssigkeit ersetzen.
Wer auf eine saubere Umgebung und hygienische Nahrungsmittel achtet und nicht geschwächt ist, wird kaum gefährdet sein. Bei Aufenthalten über vier Wochen ist eine neuartige orale Impfung möglich (Dukoral) und sollte mit dem Reisearzt abgesprochen werden.
Dengue-Saison ist in Laos von Juni bis September, aber auch zu anderen Zeiten ist eine Infektion möglich. Das Risiko hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.
Der Virus wird durch die tagaktive Aedes aegypti-Mücke übertragen, die an ihren schwarzweiß gebänderten Beinen zu erkennen ist. Nach der Inkubationszeit von bis zu einer Woche kommt es zu plötzlichen Fieberanfällen, Kopf- und Muskelschmerzen. Nach drei bis fünf Tagen kann ein Hautausschlag am ganzen Körper auftreten. Bei dieser Erstinfektion klingen die Krankheitssymptome in der Regel nach ein bis zwei Wochen ab. Gefährlich wird die Krankheit bei einer Zweitinfektion. Dann kann es zu inneren und äußeren Blutungen kommen.
Wie bei der Malaria ist der Schutz vor Mückenstichen die beste Vorsorge. Es gibt keine Impfung oder spezielle Behandlung. Schmerztabletten, fiebersenkende Mittel und kalte Wadenwickel lindern die Symptome. Keinesfalls sollten ASS, Aspirin oder andere acetylsalicylsäurehaltige Medikamente genommen werden, da diese einen lebensgefährlichen hämorrhagischen Verlauf nehmen können.
Das Hauptübel, mit dem sich Laosreisende herumplagen, ist Durchfall (Diarrhöe). Verdorbene Lebensmittel, nicht kontinuierlich gekühlter Fisch, zu kurz gegartes Fleisch, ungeschältes, schon länger liegendes, aufgeschnittenes Obst (zum Beispiel Wassermelonen), Salate, kalte Getränke oder schlecht gekühlte Eiscreme sind häufig die Verursacher.
Eine Elektrolyt-Lösung (Elotrans, für Kinder Oralpädon), die die verlorene Flüssigkeit und Salze ersetzt, reicht bei harmlosen Durchfällen völlig aus. Wer selbst eine Lösung herstellen möchte, nimmt 4 Teelöffel Zucker oder Honig, 1/2 Teelöffel Salz und 1 l Orangensaft oder abgekochtes Wasser. Zur Not, etwa vor langen Fahrten, kann auf Imodium zurückgegriffen werden. Außerdem hilft eine Bananen- oder Reis- und-Tee-Diät und Cola in Maßen. Bei längeren Erkrankungen einen Arzt aufsuchen – es könnte sich auch um eine Ruhr oder eine Cholera handeln.
Verstopfungen können durch eine große Portion geschälter Früchte, darunter Ananas oder Papaya (mit Kernen essen), verhindert werden.
Gonorrhoe und die gefährlichere Syphilis sind in Asien weit verbreitete Infektionskrankheiten, vor allem bei Prostituierten. Bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung (Ausfluss/Geschwüre) unbedingt ein Krankenhaus aufsuchen.
Bereits vom Schwitzen kann man sich Hautpilze holen. Für andere Erkrankungen sind häufig Kopf-, Kleider-, Filzläuse, Flöhe, Milben oder Wanzen verantwortlich. Nicht selten treten an Stellen, an denen die Kleidung eng aufliegt, Hitzepickel auf, die man mit Prickly Heat Powder behandeln kann. Gegen Kopfläuse hilft Organoderm, oder, zurück in Deutschland, Goldgeist forte.
Hepatitis ist eine Infektion der Leber, die von verschiedenen Virus-Typen verursacht wird (inzwischen sind die Typen A–G bekannt). Für Reisende spielen nur die ersten beiden eine Rolle:
Hepatitis A, auch Reisegelbsucht genannt, wird oral durch infiziertes Wasser und Lebensmittel übertragen. Die Symptome ähneln am Anfang denen einer Grippe: Übelkeit, Erbrechen, gelegentliche Durchfälle und allgemeine Abgeschlagenheit. Später kommt es zu einer Gelbfärbung der Haut, der Stuhl wird heller und der Urin dunkler. Einen guten Schutz bieten die Impfstoffe Havrix und Vaqta. Reisemediziner raten in der Regel dazu, sich vor einer Laosreise gegen Hepatitis A oder kombiniert gegen Hepatitis A und Typhus (ViATIM oder Hepatyrix) impfen zu lassen.
Hepatitis B wird genau wie HIV vor allem durch Intimkontakte oder Blut übertragen (unsaubere Injektionsnadeln, Transfusionen etc.). Die Symptome ähneln denen einer Hepatitis A, jedoch kann eine Hepatitis B chronisch werden. Im schlimmsten Fall führt sie nach einigen Jahren zu einer Leberzirrhose und zum Tod. Eine Impfung, etwa mit Gen H-B-Vax, Engerix oder Twinrix (Kombi-Impfung gegen Hepatitis A und B), ist bei langen Aufenthalten zu erwägen.
Die Übertragungswege von HIV (Human Immunodeficiency Virus) sind inzwischen jedem bekannt: ungeschützter Geschlechtsverkehr, verschmutzte Injektionsnadeln, Bluttransfusionen – kurz gesagt alle Wege, auf denen infiziertes Blut oder andere Körperflüssigkeiten in den eigenen Blutkreislauf gelangen können.
Wegen der langjährigen Isolation ist Laos noch nicht in den Strudel der Aids-Epidemien geraten, der in den vergangenen Jahren die Nachbarländer erfasst hat. Schätzungen von Unaids/WHO zufolge liegt die Infizierungsrate bei erwachsenen Männern und Frauen zwischen 15 und 49 Jahren derzeit bei 0,1 % (zum Vergleich: Thailand 1,4 %, Kambodscha 0,9 %, Vietnam 0,5 % und Myanmar 1,5 %). Experten schätzen, dass beide Geschlechter gleichermaßen betroffen sind. Mehr als 95 % der Infizierten sind heterosexuell.
Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass Blutkonserven in Laos nach europäischen Standards auf HIV/Aids überprüft werden, sollte man sich, sofern das möglich ist, für Transfusionen nach Thailand ausfliegen lassen. Einige Reisende nehmen zur Sicherheit Injektionsnadeln mit.
Diese Virusinfektion, die zu einer schweren Hirnentzündung führt, wird durch nachtaktive Moskitos übertragen und kann in ländlichen Regionen, vor allem während der Regenzeit, vorkommen. Die Symptome entwickeln sich nach vier bis zehn Tagen und umfassen Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteife und Erbrechen. Die Vermeidung von Mückenstichen ist die beste Vorbeugung.
In Deutschland gibt es jetzt einen zugelassenen Impfstoff gegen die Japanische Enzephalitis. Der Impfstoff Ixiaro ist ab einem Lebensalter von 16 Jahren zugelassen und wird zweimal im Abstand von vier Wochen gespritzt. Eine Impfung ist für Reisende zu erwägen, die einen langen Aufenthalt in gefährdeten Regionen oder Endemie-Gebieten planen.
In Laos besteht das ganze Jahr über ein hohes Malariarisiko, vor allem während und kurz nach der Regenzeit (Mai–Okt). Besonders hoch ist es entlang der Grenzen zu Kambodscha und China, wo es Resistenzen gegen verschiedene Anti-Malariawirkstoffe gibt. Nur Vientiane gilt als malariafrei.
Die häufigste Form der Malaria in Laos ist die Malaria tropica, die unbehandelt zum Tod führen kann. Die weibliche Anopheles-Mücke, die den Erreger Plasmodium falciparum überträgt, sticht zwischen Beginn der Dämmerung und Sonnenaufgang. Die Frage, welche vorbeugenden Maßnahmen die richtigen sind, sollte mit Hilfe eines Reisemediziners auf Reiseart, -dauer und gesundheitliche Verfassung abgestimmt werden.
Die beste Vorbeugung ist, gar nicht erst gestochen zu werden (Expositionsprophylaxe): Am Abend schützen helle Kleidung, lange Hosen, langärmlige Hemden, engmaschige lange Socken und ein Mücken abweisendes Mittel auf der Basis von DEET, das auf die Haut aufgetragen wird und die Geschmacksnerven stechender Insekten lähmt. Bewährt hat sich der Wirkstoff Permethrin, mit dem Kleidung und Moskitonetz eingesprüht werden. Er geht eine Verbindung mit dem Gewebe ein und bleibt wochenlang wirksam. Als gutes Mückenmittel auf dem deutschen Markt gilt das österreichische No Bite. Einige Apotheken und Bioläden bieten sanftere Mittel an, die auf Zitronella- und Nelkenöl basieren. Wer über Bangkok einreist, kann dort das ziemlich giftige Sketolene kaufen.
Viele Hotelzimmer in Laos haben Mückengitter an Fenstern und Türen oder ein Moskitonetz über dem Bett. Wer ganz sicher gehen will, bringt ein eigenes Netz mit. Löcher verschließt man am besten mit Klebeband. In klimatisierten Räumen sind Mücken weniger aktiv, aber keineswegs ungefährlich.
Über die beste medikamentöse Prophylaxe ist immer wieder heftig debattiert worden. Allen Mitteln gemein ist, dass sie unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen können. Zu den am häufigsten verschriebenen Präparaten gehören Lariam (Wirkstoff Melfloquin) und Malarone (Wirkstoff Atovaquon/Proguanil).
Wer sich in einem Gebiet ohne ärztliche Versorgung infiziert hat, kann zur Überbrückung mit einer Standby-Therapie mit Lariam, Malarone oder Riamet beginnen (Wirkstoff Artemether/Lamefantrin).
Wer aus Laos zurückkehrt und an einer nicht geklärten fieberhaften Erkrankung leidet, auch wenn es sich nur um leichtes Fieber und Kopfschmerzen handelt und erst Monate nach der Rückkehr auftritt, sollte dem Arzt unbedingt vom Tropenaufenthalt berichten. Die ersten Symptome einer Malaria können denen eines banalen grippalen Infektes ähneln.
Frauen leiden im tropischen Klima häufiger unter Pilzinfektionen im Genitalbereich. Vor der Reise sollten sie sich entsprechende Medikamente verschreiben lassen. Eine Creme oder Kapseln sind besser als Zäpfchen, die bei der Hitze schmelzen. Unsaubere Saunen und Pools sind Brutstätten für Pilze aller Art.
Der Name ist irreführend, denn auch Erwachsene können an Kinderlähmung erkranken. Die Ansteckung mit dem Virus geschieht oral über infiziertes Essen und Wasser. Die Krankheit kann bleibende Lähmungen verursachen. Die Grund-immunisierung gehört in Deutschland zu den Standard-Impfempfehlungen für Kinder und sollte – auch unabhängig von einer Laosreise – alle zehn Jahre aufgefrischt werden.
In Laos leben einige giftige Schlagen, darunter Bambusotter und Kobra, aber die weit verbreitete Angst vor einem Biss steht in keinem Verhältnis zum Risiko. Gefährlich ist eventuell die Zeit nach Sonnenuntergang, vor allem bei Regen. Giftschlangen greifen nur an, wenn sie selbst attackiert werden. Da Schlangen im Gelände relativ leicht zu übersehen sind, sollten beim Wandern knöchelhohe Schuhe und lange Hosen getragen werden.
Oft ist nach einem Biss die schnelle Verabreichung des richtigen Gegenmittels wichtig. Das Krankenhaus, in das der Betroffene schnellstens gelangen sollte, muss sofort vorab informiert werden, damit ein Arzt und das Gegenmittel beim Eintreffen bereit stehen. Ideal ist, die getötete Schlange mitzubringen, allerdings sollte man sich keiner Gefahr aussetzen.
Skorpionstiche sind in dieser Region generell nicht tödlich. Kräutertabletten und Ruhigstellen des Körperteils lindern den Schmerz, Wasserkontakt meiden. Normalerweise lassen die anfangs starken Schmerzen nach ein bis zwei Tagen nach.
Verletzungen sind nie auszuschließen, und Wundstarrkrampf-Erreger finden sich überall auf der Erde. Die Grundimmunisierung erfolgt über zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen, die nach einem Jahr aufgefrischt werden müssen. Danach genügt eine Impfung alle zehn Jahre. Gut ist die Impfung mit dem Tetanus-Diphterie(Td-)Impfstoff (für Personen ab fünf Jahre). So erhält man gleichzeitig einen Schutz vor Diphtherie.
Durch das stundenlange Sitzen auf Langstreckenflügen verringert sich der Blutfluss, vor allem in den Beinen. Dadurch kann es zur Bildung von Blutgerinnseln kommen, die, wenn sie sich von der Gefäßwand lösen und durch den Körper wandern, eine akute Gefahr darstellen (Lungenembolie). Zur Risikogruppe gehören Ältere, Schwangere, starke Raucher, Menschen mit Venenleiden und Frauen, die die Pille nehmen.
Die beste Vorbeugung ist, sich während des Fluges viel zu bewegen (mind. 1x pro Std. aufstehen) und viel zu trinken (Kaffee, Tee und Alkohol zählen nicht). Wer ganz sicher gehen will, kann zudem medizinische Stützstrümpfe tragen, Risikopatienten sollten ihren Arzt zu Rate ziehen.
Theoretisch können alle Säugetiere mit dem Tollwutvirus infiziert sein. In Laos geht die Gefahr in der Regel von streunenden Hunden und Katzen aus. Das Virus wird meist durch einen Biss mit dem Speichel übertragen, aber auch Kratzen kann ausreichen. Wer von einem Hund oder einer Katze gekratzt oder gebissen wurde, muss sich sofort immunisieren lassen, da eine Infektion mit Tollwut tödlich endet. Eine vorbeugende Impfung ist nur bei längerem Aufenthalt in ländlichen Gegenden oder bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren sinnvoll.
Typhus ist nach Hepatitis A die häufigste Tropenkrankheit. Es wird vom Bakterium Salmonella typhi verursacht und oral übertragen. Typische Symptome sind ansteigendes Fieber einhergehend mit einem eher langsamen Puls und Benommenheit. Später folgen eventuell Haut-ausschlag, Verstopfung oder Durchfall und Bauchschmerzen. Empfehlenswert für Reisende ist die gut verträgliche Schluckimpfung mit Typhoral L. Drei Jahre lang schützt eine Injektion der neuen Typhus-Impfstoffe Typhim VI oder Typherix.
Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung, von der normalerweise nur Vögel, seltener auch Schweine betroffen sind. Das Virus kann sich aber durch engen Kontakt mit infiziertem Geflügel auch auf den Menschen übertragen. Nach zwei kleineren Ausbrüchen 2004 und 2005 kam es im Februar 2007 zu einer weiteren H5N1-Welle, bei der auch zwei Menschen starben. Beide hatten zuvor direkten Kontakt mit erkrankten Vögeln.