MICHAEL JACKSON
Die ultimative Biografie

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Amerikanische Originalausgabe:
Birch Lane Press
Carol Publishing Group
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Copyright © 1991, 2003, 2004, 2009 by J. Randy Taraborrelli Published by arrangement with Rose Books Inc.
„Dieses Werk wurde vermittelt durch die Literarische Agentur Thomas Schlück GmbH, 30827 Garbsen“
Copyright der deutschen, komplett überarbeiteten Neuausgabe:
© 2009 by HEEL Verlag GmbH, Königswinter
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Deutsche Übersetzung: Corinna Siebert, Köln
Redaktion: Juliane Wimmer, Sabine Elbers
Lektorat: Petra Hundacker, Christine Birnbaum
Satz: Grafikbüro Schumacher, Königswinter
Titelfoto: © Jonathan Exley/Contour by Getty Images
– Alle Rechte vorbehalten –
Print ISBN: 978-3-86852-224-2
Epub ISBN: 978-3-86852-595-3
Dieses Buch ist all jenen Lesern gewidmet, die mir über
die Jahre die Treue gehalten haben. Ich danke Ihnen.
JRT
„Warum erzählst du den Leuten nicht einfach, dass ich ein Außerirdischer vom Mars bin. Sag ihnen, dass ich lebende Hühner esse und um Mitternacht einen Voodootanz veranstalte. Sie werden dir alles glauben, was du sagst, weil du Journalist bist. Aber wenn ich, Michael Jackson, sagen würde: ‚Ich bin ein Alien vom Mars und ich esse lebende Hühner und ich tanze einen Voodootanz um Mitternacht‘, würden die Leute sagen: ‚Oh Mann, dieser Michael Jackson ist irre. Er ist durchgedreht. Man kann kein verflixtes Wort glauben, das aus seinem Mund kommt.‘“
Michael Jackson zu J. Randy Taraborrelli, September 1995
Ich begegnete Michael zum ersten Mal, als wir beide noch Kinder waren. Die Jackson 5 waren gerade im Philadelphia Convention Center aufgetreten. Es war Samstagabend, der 2. Mai 1970, ihr erstes Konzert, nachdem sie bei Motown Records unterschrieben hatten. Es war eine aufregende Zeit für die Jungs; Michael war gerade erst elf Jahre alt und versuchte, mit all dem zurechtzukommen. Ich erinnere mich, dass er damals glücklich war, so voller Leben. Doch etwas geschah in der Zwischenzeit ... wir wurden beide erwachsen, aber auf sehr verschiedene Weisen.
Als ich mit 18 nach Los Angeles zog, um eine Karriere als Autor zu beginnen, interviewte ich Michael regelmäßig für Zeitschriftenbeiträge. Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem ich schrieb „Michael Jackson wird 21“. Dann kamen „Michael Jackson wird 25“, „Michael Jackson wird 30“ und so viele andere Artikel über ihn, in denen die Meilensteine in seinem Leben und in dem seiner talentierten Familienmitglieder gefeiert wurden. Als er älter wurde, sah ich mit zunehmender Besorgnis und Verwirrung, wie Michael sich von einem niedlichen kleinen schwarzen Jungen in ... nun, was er wurde, verwandelte. Als Journalist und häufiger Chronist von Michaels Leben musste ich mir irgendwie zusammenreimen, was vor sich ging, die Puzzleteile zusammensetzen und sehen, wie sie zu dem Michael passten, den ich von damals kannte. Dank der vielen Begegnungen mit ihm ist es mir möglich, seine privaten Reaktionen auf so vieles, was in seinem Leben und in seiner Karriere stattfand, aus erster Hand zu erzählen.
Als ich 1977 das Haus der Jacksons in Encino, Kalifornien, aufsuchte, um die Familie zu interviewen, kam Michael mit Verbänden im Gesicht herein. Damals war er 19. Ich weiß noch, dass ich darüber bestürzt war. Ich dachte damals, dass die Gerüchte, sein Vater Joseph würde ihn schlagen, womöglich stimmten, und das beschäftigte mich noch viele Jahre.
Wie ich später herausfand, hatte er tatsächlich nur eben die zweite von vielen plastischen Operationen hinter sich.
1978, nachdem Michael aus New York zurückgekehrt war, wo er im Musical The Wiz – Das zauberhafte Land mitgewirkt hatte, erzählte er mir in einem Interview, er hätte gewisse Geheimnisse, die er nicht offenbaren wollte. Und er fügte hinzu: „Jeder von uns hat tiefe, dunkle Geheimnisse.“ Ich habe diese Worte nie vergessen, vor allem als die Jahre vergingen und er immer befremdlicher und sein Verhalten für viele Menschen immer undurchsichtiger und unnahbarer wurde.
Warum sind wir nur nach all der langen Zeit noch immer so fasziniert von Michael Jackson? Ist es sein beeindruckendes Talent? Sicher, zum Teil. Seine Stimme ist sofort wiedererkennbar und die Tanzbewegungen sind eigens von ihm kreiert. Und so, wie ihn Wegbereiter wie Jackie Wilson und James Brown beeinflusst haben, so beeinflusste auch er eine ganze Generation von Künstlern. Sehen Sie sich Justin Timberlakes Performance an – erinnert Sie das an irgendjemanden?
Für viele von uns ist Michael außerdem ein wichtiger persönlicher Prüfstein. Da er seit über 30 Jahren berühmt ist, bringen einige von uns bestimmte Momente in ihrem Leben mit seinen Erfolgen in Zusammenhang. Viele von uns sind alt genug, um sich daran zu erinnern, wie unglaublich liebenswert und wunderbar er als Leadsänger der Jackson 5 war, und wir wissen noch, wo wir waren, als die Brüder ihren Durchbruch hatten. Wir erinnern uns womöglich daran, wie wir ihn das erste Mal über eine Bühne oder einen Fernsehbildschirm gleiten sahen, während er seinen magischen „Moonwalk“ tanzte. Wir denken an den Tag, an dem wir zum ersten Mal das Video von „We are the World“ sahen, in dem er für das erste wohltätige Projekt dieser Art in den USA eine Starbesetzung anführte. Wir erinnern seine fantastischen Konzertauftritte und seine bahnbrechenden Videos.
Ohne Frage war Michaels Karriere wahnsinnig erfolgreich. Doch so rekordbrechend und historisch seine Kunst auch war, so war es doch vor allem sein Privatleben, das viele von uns brennend interessierte.
Wir erinnern uns vermutlich auch an die Gelegenheiten, wenn wir seinen körperlichen „Look“ jeweils erneuert sahen und uns fragten, was in aller Welt dieser Junge bloß mit seinem Gesicht anstellte.
Haben Sie sich je gefragt, ob er heterosexuell ist? Oder schwul? Oder asexuell? Was haben Sie gedacht, als Sie zum ersten Mal von den Anschuldigungen hörten, er wäre pädophil?
Erinnern Sie sich an die emotionale Rede auf Neverland, als er erzählte, wie die Polizei „meinen Körper einschließlich meinem Penis, meinem Po, meinem Unterkörper, meiner inneren Schenkelpartie und jeden anderen Bereich, den sie wollten“ fotografierte?
Und was war mit Lisa Marie Presley und Debbie Rowe, seinen mysteriösen Exfrauen? Haben Sie je über die wahre Natur ihrer Beziehungen mit ihm spekuliert?
Dann bekam er Kinder und ließ sie in der Öffentlichkeit Masken tragen.
„How does it feel when you’re alone, and you’re cold inside?“ („Wie fühlt es sich an, wenn du allein und innerlich kalt bist?“), fragte Michael in seinem Song „Stranger in Moscow“. Und wir fragen uns: Wie in aller Welt konnte er sich so entwickeln?
Sicherlich, Ruhm verändert alles. Es ist ein seltsames Phänomen, das wohl nur die Berühmten wirklich verstehen können. Aber fragen Sie sich doch einmal selbst: Wenn sich Ihr gesamtes Leben unter strenger und unnachgiebiger Beobachtung abgespielt hätte, Sie sogar noch durch einen aggressiven Vater gequält worden wären, was wäre aus Ihnen geworden? Was, wenn Sie von einem bewundernden Publikum immer als das Kind angesehen worden wären, weil sie von diesen Fans immer als talentierter Jugendlicher gefeiert wurden? Denken Sie nicht, Sie hätten sich mit der Zeit dazu gezwungen gefühlt, sich selbst zu verkindlichen? Aus Frust und Verzweiflung würden Sie vielleicht aufbegehren und nur noch das tun, was Sie wollen, ohne über die Logik Ihrer Entscheidungen, die Vernunft Ihrer Wahl oder über die Korrektheit Ihres Verhaltens nachzudenken?
Was, wenn Sie außerdem eine übermäßig große Menge Geld hätten, die Ihnen die Macht gäbe, Ihre tiefsten Unsicherheiten zu beseitigen und alles zu ermöglichen, was auch immer Sie sich wünschen, egal wie extrem es sein mag und ohne dass es jemals jemand wagen würde, Sie infrage zu stellen? Sie mögen Ihre Hautfarbe nicht? Lassen Sie sie verschwinden. Sie hatten nie eine richtige Kindheit? Hallo Neverland. Sie wollen mit Jungs in einem Bett schlafen? Kein Problem, bitte schön. Sie mögen es nicht, wie Sie aussehen? Verändern Sie Ihr Gesicht. Sie mögen es noch immer nicht? Lassen Sie sich ein neues machen und noch ein neues und noch ein neues. „Warum konnte er nicht sehen, was mit ihm geschah?“, fragen wir uns. Warum hat er nicht begriffen? Wie sah er sich wohl selbst? Als den King of Pop, ein bahnbrechendes, missverstandenes musikalisches Genie, dessen Karriere ein ganzes Menschenalter umfasste? Oder als unsicheren, im Grunde unglücklichen Erwachsenen, der genug Geld und Macht hatte, um zu tun, was er wollte, und damit auch durchzukommen? Eines ist jedenfalls sicher: Wenn Sie eine Kombination aus beidem wären, ist es gut möglich, dass Sie wären wie ... Michael Jackson.
Die idyllische Kleinstadt Los Olivos im Santa Barbara County ist kaum älter als hundert Jahre. Wenn der Besucher ein Gefühl für die lokale Geschichte bekommen möchte, ist Mattei’s Tavern, die 1886 gebaut wurde, der richtige Ort dafür. Sie ist eines von vielen Baudenkmälern einer vergangenen Ära und war früher ein Postkutschen-Halt, in dem Gäste während ihrer Reisen übernachteten, als die Pferdekutsche noch das einzige Transportmittel war. Sie wurde außerdem zu einer Station für die Schmalspurbahn Pacific Coast Railway, die in den 1880er-Jahren konstruiert wurde, als das Reisen über Land entlang der Küste noch schwierig bis unmöglich war. In ihrer Blütezeit erstreckte sie sich über 120 Kilometer von ehemals Harford Wharf an der San Luis Bay bis in den Süden von Los Olivos. Die Passagiere verbrachten die Nacht in Mattei’s Tavern, bevor sie am nächsten Tag die Kutsche nach Santa Barbara nahmen. Heute steht an dieser Stelle das Carriage Museum, das die Geschichte der Region in bildlichen Darstellungen zeigt. Die ursprüngliche Tränke ist heute ein charmantes Lokal namens Brothers Restaurant in Mattei’s Tavern.
Eines Tages, vor nicht allzu langer Zeit, lief ein befremdlich aussehender Mann mit einem Jungen, einem Mädchen und einem Säugling durch das Museum. Er wurde von zwei Frauen begleitet, Seniorinnen, die sich um die Kinder kümmerten, vielleicht Kindermädchen, von denen eines das Baby in einer Decke wiegte. Außerdem war noch ein männlicher Begleiter dabei, der in den frühen 20ern zu sein schien. Seine Augen schwirrten umher, als wäre er in höchster Alarmbereitschaft, und nahmen wachsam seine Umgebung und das, was die anderen in seiner Gegenwart taten, wahr.
Der ältere Mann, der eine tiefviolette, seidene Mundschutzmaske, einen Filzhut über pechschwarzem Haar und eine übergroße Sonnenbrille trug, stand vor einem der fotografischen Darstellungen. „Prince! Paris!“, rief er. „Kommt her. Seht euch das an.“ Die Kinder rannten zu ihm. Mit einem kreideweißen, dürren Finger – um dessen Kuppe ein Pflaster gewickelt war – zeigte er auf das Bild und las die begleitende Beschreibung vor, wobei seine hohe Stimme belehrend klang. Als er las, hielt er mittendrin inne und ermahnte den Jungen, aufmerksamer zuzuhören, indem er betonte: „Das ist wichtig.“ Die Gruppe ging von einem Bild zum nächsten, wobei der maskierte Mann jede Geschichte vorlas und die Kinder ersuchte, aufmerksam zuzuhören.
Nach der Lektion des Tages nahm die Gruppe einen kleinen Imbiss im Restaurant. Dabei lachten sie sich an, machten Witze und schienen von ihrer Umgebung losgelöst zu sein und niemanden wahrzunehmen, der sich außerhalb ihrer kleinen Welt befand. Der maskierte Mann aß, indem er seine Maske nur ein kleines bisschen anhob, anstatt sie abzunehmen. Die Einheimischen versuchten, das skurrile Aufgebot zu ignorieren. Es war jedoch schwierig, sie nicht anzustarren, insbesondere da die Kinder ebenfalls Masken trugen – keine chirurgischen, sondern ... eben Halloween-Masken. Beim Essen nahmen sie sie ab und legten sie danach wieder an, um ihre Gesichter zu verbergen.
Anfang 1900 wurde eine große neue Eisenbahnstrecke 50 Kilometer näher an der pazifischen Küste gebaut. Da sie nicht durch Los Olivos führte, schrumpfte die Population der einst so gedeihenden Stadt. Inzwischen ist der Ort jedoch wiederentdeckt worden, dank eines Zustroms von Touristen in den letzten 20 Jahren. Heute befinden sich dort ein Indianerreservat und ein Spielkasino sowie etliche Kurbäder und moderne Heilzentren. Kleine Kunstgalerien, Antiquitätengeschäfte, Geschenkartikelläden, Boutiquen und Weinkellereien florieren in den im Wildwest-Stil restaurierten Gebäuden.
Eines Nachmittags besuchte der maskierte Mann eine der Kunstgalerien. „Nun, dieses hier wäre doch perfekt im Schlafzimmer, nicht wahr?“, sagte er zu seinem jungen Assistenten. Er hielt ein kleines Ölgemälde hoch, auf dem zwei Engel über einem schlafenden Kind schwebten. Der Assistent nickte. „Ju-hu“, rief der maskierte Mann aus. „Wie viel kostet das?“ Er beriet sich mit dem Kurator unter vier Augen. Dann ging der Mann mit der Verhüllung zu seinem Assistenten und flüsterte ihm etwas ins Ohr. „Okay, sehr gut“, sagte er schließlich zu dem Galeriebesitzer. „Ich nehme es.“
Der Ladeninhaber kritzelte etwas auf ein Stück Papier und reichte es dem jüngeren Mann, der daraufhin ein Bündel Scheine aus seiner Brieftasche zog. Er zählte sie ab und bezahlte den Kauf.
„Nein, warte! Das ist zu viel“, sagte der maskierte Mann, der aufmerksam zugesehen hatte. „Ich dachte, Sie hätten gesagt, es kostet hundert Dollar. Nicht hundertsechs Dollar und ein paar Cents.“ Es folgte eine schnelle, hektische Besprechung. „Was? Steuern? Wirklich? Auf das?“ Er tat so, als würde er schwer nachdenken. „Nun, okay dann“, entschied er. „Danke trotzdem.“ Er stellte das Bild ab.
Weitere Verhandlungen.
„Wirklich? Okay, gut, also. Einhundert Dollar kostet es.“
Der vermummte Mann betrachtete noch einmal das Bild. „Mein Gott, es ist so wunderschön, nicht wahr?“, bemerkte er, während er es aufhob. „Die Art, wie diese Kinder so ... beschützt sind. Wie süß.“ Als er und sein Assistent aus der Galerie gingen, drehte er sich noch einmal um und rief dem Eigentümer zu: „Ich wollte nur noch sagen, dass ich finde, dass Sie ein wundervoller Mensch sind, und ich wünsche Ihnen alles Glück der Welt mit Ihrem Geschäft! Ich komme bald wieder.“
Los Olivos ist die Heimat von ungefähr 500 Pferderanches, viktorianischen Häusern und ca. zwei Dutzend Geschäften. 1000 Menschen, vielleicht auch weniger, nennen diesen abgeschiedenen und verschlafenen Ort ihr Zuhause (weniger als ein Dutzend von ihnen ist schwarz), einschließlich eines ungewöhnlichen Einwohners, dem einzigen Mann in der Stadt, der eine Maske trägt: Michael Joseph Jackson.
Die Figueroa Mountain Road windet sich aufwärts durch das saftige Santa Ynez Valley von Los Olivos. Am Straßenrand verkauft ein Mann Äpfel unter einem üppigen, alten, schattigen Baum. Er macht das schon seit Jahren. Jeden Tag sitzt er da und tut nichts anderes, als sein Obst zu verkaufen, den Tag zu genießen und in der Sonne zu braten. So ein Ort ist das.
Eine halbe Meile von der Straße entfernt liegt hinter einem mächtigen Eichentor ein Farmhaus im dänischen Stil; die Ziegelmauern sind mit einem Kreuzmuster aus hölzernen Balken verziert. Hier liegt das Grundstück, auf dem Michael Jackson lebte.
Ursprünglich war das 2700 Morgen große Anwesen ein Farmbetrieb mit dem Namen Sycamore Ranch, wo einfacher Hafer angebaut wurde und Rinder weideten. Es stand für 35 Millionen Dollar zum Verkauf; Michael erwarb es im Mai 1988 für 17 Millionen Dollar. Er änderte den Namen in Neverland Valley Ranch – kurz Neverland – um, eine Hommage an Peter Pans Nimmerland. Michaels erste Maßnahme bestand darin, seinen eigenen Vergnügungspark zu bauen, mit Karussell, Riesenrutsche, Schienenweg mit eigenem Zug und sogar einem Riesenrad. Mit seinem Vermögen konnte er so ziemlich alles tun, was er wollte ..., und das tat er auf Neverland.
Michaels kleine Welt blüht und grünt, so weit das Auge reicht. Alte Windmühlen schmücken die Landschaft. Eine elegante Geschmeidigkeit liegt in dieser Pracht; Tausende von Bäumen beschatten sanft das herrlich gestaltete Grundstück mit einem künstlich angelegten, fünf Morgen großen eisblauen See mit einem ruhigen, fünf Fuß hohen Wasserfall und einer anmutigen, einladenden Steinbrücke. Hier, inmitten dieser grenzenlosen Ruhe der unbewirtschafteten, flachen und sanften Landschaft, hat Michael Jackson sich seine eigene Welt geschaffen, einen sicheren Hafen vor der ewig drängenden, ewig komplizierten Realität.
2000 Meilen weiter östlich steht in der schmutzigen Industriestadt Gary im Bundesstaat Indiana auf einem Eckgrundstück ein kleines Haus aus Ziegelsteinen mit aluminiumverkleideten Seiten. Es hat nur zwei Schlafzimmer und ein Bad. Das Grundstück in der 2300 Jackson Street misst etwa 30 mal 15 Meter. Eine Garage hat es nicht, auch keinen Garten und keinen Rasen. Dicke Rauchschwaden steigen von den nahegelegenen Fabriken auf und verschmutzen die Atmosphäre, sodass sich jeder, der diese Luft einatmet, ein wenig ... krank fühlt. Michaels Eltern, Joseph und Katherine Jackson, kauften das Haus 1950 für 8500 Dollar mit einer Abzahlungsrate in Höhe von 500 Dollar.
An diesem Ort, in einer überwiegend schwarzen Nachbarschaft, lebte Michael zunächst als Kind zusammen mit seinen Eltern und seinen Geschwistern Maureen, Jackie, Tito, Jermaine, LaToya, Marlon, Janet und Randy. Wie die meisten Eltern wünschten sich Joseph und Katherine das bestmögliche Leben für ihre Kinder. In den frühen 1950er-Jahren war das Beste, was sie erreichen konnten, zwei Schlafzimmer und ein Badezimmer für elf Personen; Kleidung und Schuhe wurden in Second-Hand-Läden gekauft. Sie hofften, dass die Kinder nach dem Schulabschluss eine geregelte Arbeit finden würden, vielleicht in den Fabriken ..., sofern sie nichts Besseres bekommen konnten.
Als Joseph und Katherine bemerkten, dass einige ihrer Kinder musikalisches Talent hatten, wuchsen ihre Träume: Die Jungs mit ihren überraschenden musikalischen und tänzerischen Fähigkeiten würden Wettbewerbe gewinnen, entschieden sie, und sie würden „entdeckt“ werden.
Nach den ersten Schallplatten ihrer Söhne wurden die Träume der Eltern noch größer: eine Villa in Kalifornien, Bedienstete, die auf Abruf bereitstehen, teure Luxusautos für jeden von ihnen; dreiteilige Anzüge, Diamantringe und viel Macht für Joseph; Nerzmantel, Juwelen und ein besseres gesellschaftliches Leben für Katherine. Sie träumten davon, den Fernseher einzuschalten und ihre gefeierten Kinder vor einem dankbaren Publikum Nummer-eins-Hits singen zu sehen. Wenn die Jungen berühmt wären, so stellten sie sich vor, wäre die ganze Familie anerkannt und gefragt, sie müssten für Fotos posieren und Autogramme unterschreiben. Sie wären alle Stars. Was wäre das für eine wunderbare Welt, für jeden von ihnen. Ihre Sorgen wären durch den Reichtum mit einem Mal verschwunden.
War das zu viel verlangt? Es war sicherlich eine schöne Vorstellung zu der Zeit. Aber nicht umsonst heißt es in einem Sprichwort: Sei vorsichtig mit deinen Wünschen – sie könnten in Erfüllung gehen.

Joseph Walter Jackson wurde am 26. Juli 1929 als Sohn von Samuel und Chrystal Jackson in Fountain Hill, Arkansas, geboren. Er ist das älteste von fünf Kindern; seine Schwester Verna starb, als sie sieben Jahre alt war. Samuel war Lehrer und ein strenger, unnachgiebiger Mann, der seine Kinder mit harter Hand erzog. Sie durften sich nicht außerhalb der Wohnung mit Freunden treffen. „In der Bibel steht, schlechter Umgang verdirbt die jugendlichen Sitten“, erklärte ihnen Josephs Mutter einmal.
„Samuel Jackson liebte seine Familie, aber er war distanziert und ziemlich unnahbar“, erinnerte sich ein Verwandter. „Er war kein warmherziger Mensch. Seiner Familie gegenüber zeigte er selten eine Gefühlsregung, deswegen wurde er missverstanden. Die Leute dachten, er sei gefühlskalt, doch das war er nicht. Er war durchaus empfindsam, wusste aber nicht, wie er mit seinen Gefühlen umgehen sollte. In vielerlei Beziehung sollte Joseph nach seinem Vater geraten.“
Samuel und Chrystal ließen sich scheiden, als Joseph noch ein Teenager war. Sam zog nach Oakland und nahm Joseph mit sich, während Chrystal mit Josephs Bruder und seinen Schwestern nach Chicago ging. Als sein Vater dann zum dritten Mal heiratete, beschloss Joseph, zu seiner Mutter und seinen Verwandten nach Indiana zu ziehen. Als er in der elften Klasse war, verließ er die Schule und wurde Boxer bei den Golden Gloves. Bald darauf traf er bei einem Nachbarschaftsfest Katherine Esther Scruse. Katherine war klein und zierlich und Joseph fühlte sich von ihrem freundlichen Wesen und ihrem warmen Lächeln sofort angezogen.
Katherine wurde am 4. Mai 1930 geboren und nach einer Tante väterlicherseits auf den Namen Kattie B. Scruse getauft. (Als Kind wurde sie Kate oder Katie gerufen, und enge Freunde nennen sie heute noch so.) Sie kam in Barbour County zur Welt, einige Meilen von Russell County, Alabama, entfernt, einer ländlichen Gegend, in der die Familie seit Generationen ansässig war. Ihre Eltern waren gerade ein Jahr verheiratet. 1931 kam ihre Schwester Hattie zur Welt.
Prince Scruse arbeitete bei der Seminole Railroad und außerdem als Baumwollfarmer auf Pachtland, so wie es Katherines Großvater und Urgroßvater Kendall Brown bereits getan hatten. Kendall Brown, der sonntags in einer Kirche in Russell County sang und wegen seiner schönen Stimme bekannt war, war früher Sklave gewesen bei einer Familie in Alabama mit Namen Scruse, den er schließlich als eigenen Namen annahm.
„Die Leute erzählten mir, dass man bei geöffneten Kirchenfenstern die Stimme meines Urgroßvaters im ganzen Tal hören konnte“, erinnerte sich Katherine einmal. „Sie übertönte alle anderen Stimmen. Als ich das hörte, dachte ich mir, das liegt vielleicht in der Familie.“
Mit eineinhalb Jahren erkrankte Katherine an Polio, die seinerzeit meist Kinderlähmung genannt wurde, weil so viele Kinder betroffen waren. Damals gab es noch keine Schutzimpfung, und viele Kinder – so wie Josephs Schwester Verna – starben daran oder erlitten bleibende Schäden.
Auf der Suche nach einer festen Arbeit zog Prince Scruse mit seiner Familie 1934 nach East Chicago, Indiana. Zunächst hatte er einen Job im Stahlwalzwerk, bevor er als Schlafwagenschaffner bei der Illinois Central Railroad angestellt wurde. Nach nicht einmal einem Jahr ließen sich Prince und Martha scheiden. Martha blieb mit ihren Töchtern in East Chicago.
Die Kinderlähmung hatte Katherine zu einem scheuen, introvertierten Kind gemacht, das von den Schulkameraden gehänselt wurde. Immer wieder musste sie ins Krankenhaus. Weil sie den Schulabschluss nicht schaffte, belegte sie als Erwachsene Kurse und erhielt auf diese Weise ihren Abschluss. Bis zum Alter von 16 Jahren trug sie ein Stützkorsett oder benutzte Krücken. Auch heute noch hinkt sie etwas beim Gehen.
Ihre schönen Kindheitserinnerungen haben mit Musik zu tun. Katherine und ihre Schwester Hattie hörten von Kindheit an Radioprogramme mit Country- und Western-Musik; ihre angehimmelten Stars waren Sänger wie Hank Williams und Ernest Tubbs. Die Schwestern waren Mitglieder des Schulorchesters, der Jugendmusikgruppe ihrer Kirche und des Schulchors. Katherine sang auch in der örtlichen Baptistenkirche, und sie träumte von einer Karriere im Showbusiness; zunächst wollte sie Schauspielerin werden, dann Sängerin.
Als Katherine Joseph zum ersten Mal sah, hatte er es ihr sofort angetan. Er heiratete zwar zunächst eine andere, aber diese Ehe dauerte nur ein Jahr. Nach seiner Scheidung gingen Joseph und Katherine öfter aus; bald verlobten sie sich. Sie war von ihm hingerissen, ergriffen von seinem Charisma, verführt durch seinen Charme, sein Aussehen, seine Kraft. Er war ein dominanter Mann, der gern die Kontrolle übernahm, und sie dachte, sie würde sich an seiner Seite immer sicher fühlen. Sie genoss seine Geschichten und lachte über seine Scherze. Seine Augen waren groß, standen weit auseinander und waren haselnussbraun, wie sie es noch nie gesehen hatte, beinahe smaragdfarben. Immer wenn sie in seine Augen sah, so erzählte sie, wusste sie, es war um sie geschehen, und das war es, was sie wollte. Oder wie sie es formulierte: „Ich war wahnsinnig verliebt.“
Sie waren in vielerlei Hinsicht gegensätzlich. Sie war weich. Joseph war hart. Sie war vernünftig. Joseph war explosiv. Sie war romantisch. Joseph war pragmatisch. Doch die Chemie zwischen ihnen stimmte.
Beide waren musikalisch: Er stand auf Blues und spielte Gitarre, sie war Country- und Western-Fan und spielte Klarinette und Klavier. Als sie zusammen gingen, kuschelten sie sich an kalten Winterabenden aneinander und sangen Weihnachtslieder. Manchmal passte das sogar zusammen, und dank Katherines schönem Sopran ergab es eine gute Mischung. Michael Jackson glaubt, dass er seine Sangesbegabung von seiner Mutter geerbt hat. In seinen frühesten Erinnerungen an Katherine hält sie ihn in den Armen und singt Lieder wie „You Are My Sunshine“ und „Cotton Fields“.
Joseph Jackson, 20, und Katherine Scruse, 19, wurden nach sechsmonatiger Verlobungszeit am 5. November 1949 von einem Friedensrichter in Crown Point, Indiana getraut. Katherine sagte einmal, dass sie so sehr von der Scheidung ihrer eigenen Eltern und dem Umstand, in einer zerrütteten Familie aufgewachsen zu sein, betroffen war, dass sie schwor, sie würde unter allen Umständen mit ihrem Ehemann zusammenbleiben, sollte sie einen finden. Es schien allerdings so, als müsste sie sich mit Joseph darüber keine Sorgen machen. Er behandelte sie mit Respekt und zeigte sich ihr gegenüber sehr rücksichtsvoll. Sie genoss seine Gesellschaft; er brachte sie zum Lachen, wie es vorher noch nie jemand getan hatte. Wesentlich war auch die starke sexuelle Verbindung zwischen ihnen. Joseph war ein leidenschaftlicher Mann und Katherine eine nicht weniger leidenschaftliche Frau. Wie auch immer, sie waren verliebt; sie passten zusammen, und sie schafften es, dass es klappte.
Die Frischvermählten ließen sich in Gary, Indiana, nieder. Am 29. Mai 1950 kam ihr erstes Kind, Maureen, Spitzname Rebbie (ausgesprochen Riebie), zur Welt. Die anderen Kinder folgten rasch aufeinander. Am 4. Mai 1951, Katherines 21. Geburtstag, gebar sie Sigmund Esco, Spitzname Jackie. Zwei Jahre später, am 15. Oktober 1953, wurde Tariano Adaryl geboren; er wurde Tito genannt. Jermaine LaJuane folgte am 11. Dezember 1954; LaToya Yvonne am 29. Mai 1956; Marlon David am 12. März 1957 (einer von zwei zu früh geborenen Zwillingen; der andere, Brandon, starb 24 Stunden nach der Geburt); Michael Joseph am 29. August 1958 („mit einem lustigen Kopf, großen braunen Augen und langen Händen“, wie seine Mutter erzählte); Steven Randall am 29. Oktober 1961 und schließlich Janet Dameta am 16. Mai 1966.

Lassen Sie uns über beengte Behausungen sprechen ... Es war einmal in einer längst vergangenen Zeit, da haben alle elf Mitglieder der Familie Jackson in der 2300 Jackson Street gelebt. „Fünf Schritte hinter der Eingangstür stand man schon wieder im Hof“, beschrieb Michael das Haus. „Es war wirklich nicht größer als eine Garage.“ Katherine und Joseph schliefen in einem der Schlafzimmer in einem Doppelbett. Die Jungen teilten sich das andere; sie schliefen in einem dreistöckigen Bett: Tito und Jermaine ganz oben, Marlon und Michael in der Mitte und Jackie alleine im unteren Bett. Die drei Mädchen schliefen auf einem Liegesofa im Wohnzimmer. Randy (Steven Randall) schlief auf einer zweiten Couch. In den bitterkalten Wintermonaten drängte sich die ganze Familie in der Küche vor dem offenen Herd zusammen.
„Wir hatten alle unsere Pflichten im Haushalt“, erinnerte sich Jermaine. „Es gab immer etwas zu tun: Fußboden schrubben, Fenster putzen oder das bisschen Gartenarbeit“, sagte er mit einem Lächeln. „Tito spülte nach dem Essen das Geschirr, ich trocknete ab. Die vier ältesten – Rebbie, Jackie, Tito und ich – erledigten das Bügeln, und wir durften nicht aus dem Haus, bevor wir fertig waren. Meine Eltern glaubten an den sittlichen Wert der Arbeit. Wir lernten früh, den Lohn der Mühen zu schätzen.“
Joseph arbeitete als Kranführer bei Inland Steel in East Chicago; seine Schicht dauerte von vier Uhr bis um Mitternacht. In Michaels frühesten Erinnerungen an seinen Vater kommt Joseph nach der Arbeit nach Hause, in der Hand eine große Tüte mit glasierten Donuts für alle. „Die Arbeit war hart, aber geregelt, ich konnte mich also nicht beklagen“, sagte Joseph. Es war nie genug Geld im Haus.
In den frühen Sechzigern verdiente Joseph selten mehr als 65 Dollar in der Woche, auch wenn er oft genug noch zusätzlich als Schweißer arbeitete. So lernte die Familie, mit wenig Geld auszukommen. Katherine nähte die Kleider ihrer Kinder selbst oder kaufte sie im Laden der Heilsarmee.
Ihre Mahlzeiten waren einfach: Schinken und Eier zum Frühstück; zum Mittag Sandwiches mit Eiern und Wurst und manchmal Tomatensuppe; Fisch und Reis zum Abendessen. Zum Nachtisch backte Katherine gerne Peach Cobbler (warmer Pfirsichauflauf) und Apfelkuchen.
Es gibt nur wenige Fotos mit den Jackson-Kindern als Schüler – sie konnten es sich nicht leisten, von den offiziellen Schulfotos Abzüge zu kaufen. In den ersten fünf Jahren in der Jackson Street hatte die Familie kein Telefon. Als Jermaine im Alter von vier Jahren an einer Nierenentzündung erkrankte und für drei Wochen ins Krankenhaus musste, traf das die Familie hart, sowohl emotional als auch finanziell.
Wenn Joseph wieder einmal arbeitslos war, nahm er einen Job bei der Kartoffelernte an, und das hieß für die Familie: Kartoffeln – gekocht, frittiert oder gebacken –, bis sie ihnen zur Nase herauskamen.
„Ich war wirklich unzufrieden“, sagte Joseph. „Irgendetwas in mir sagte, dass das doch nicht das ganze Leben sein könne. Mehr als alles andere wollte ich irgendwie ins Musikgeschäft kommen.“
Joseph, sein Bruder Luther und drei andere Männer fanden sich zu einer Rhythm-and-Blues-Band zusammen, die sie The Falcons nannten. Das verschaffte der Familie ein kleines Extraeinkommen. Die Band trat in kleinen Clubs und Bars auf. Die drei ältesten Söhne Jackie, Tito und Jermaine waren begeistert von der Musik, die ihr Vater machte, waren bei den Proben zu Hause immer dabei. (Michael hat jedoch keine Erinnerungen mehr an die Falcons.)
Leider blieb der Gruppe der Erfolg versagt. Als die Falcons sich auflösten, ließ Joseph seine Gitarre im Wandschrank verschwinden. Das Instrument war ein Symbol für seinen aufgeschobenen Traum, und er wollte nicht, dass eines der Kinder es in die Finger bekäme. Für Michael war dieser Schrank ein „heiliger Ort“. Oft nahm Katherine die Gitarre aus dem Schrank und spielte den Kindern etwas vor. Sie versammelten sich dann alle im Wohnzimmer und sangen gemeinsam Country-Songs wie „Wabash Cannonball“ und „The Great Speckled Bird“.
Nach dem Scheitern der Band wusste Joseph nicht, was er mit sich anfangen sollte.
Joseph, der bei Inland Steel in der Spätschicht und bei American Foundries in der Tagschicht arbeitete, wollte viel mehr für sich und seine Familie. Anfang der sechziger Jahre waren „alle, die wir kannten, in einer Band oder Gesangsgruppe“, erzählte Jackie. „Das war’s: zu einer Gruppe zu gehören. Es gab Gangs und es gab Bands. Ich wollte zu einer Gesangsgruppe gehören, aber wir durften ja nicht mit anderen Kindern zusammen sein. Deshalb begannen wir, zu Hause gemeinsam zu singen. Als der Fernseher seinen Geist aufgab, brachte uns unsere Mutter dazu, gemeinsam zu singen. Und dann passierte es: Vater ging zur Arbeit und wir schlichen ins Schlafzimmer und holten seine Gitarre heraus.“
„Und ich spielte darauf“, setzte Tito den Bericht fort. „Ich, Jackie und Jermaine. Wir sangen, lernten neue Lieder und ich spielte dazu. Eines Tages kam Mutter herein, und wir erstarrten und dachten, oh Mist, jetzt sind wir aufgeflogen. Aber sie sagte gar nichts, sondern ließ uns einfach spielen.“
„Ich wollte sie nicht stoppen, denn ich hörte, dass sie eine Menge Begabung hatten“, erklärte Katherine später einmal.
Das ging so ein paar Monate, bis eines Tages eine Saite auf der Gitarre riss. „Da wusste ich, dass ich in Schwierigkeiten steckte“, sagte Tito. „Wir alle steckten in Schwierigkeiten. Unser Vater war streng und wir hatten Angst vor ihm. Deshalb stellte ich die Gitarre zurück in den Schrank, und wir hofften, dass er nicht herausbekommen würde, was passiert war. Aber er kriegte es heraus und ich bezog Prügel. Obwohl meine Mutter log und behauptete, sie hätte uns erlaubt, auf der Gitarre zu spielen, zerriss er mich in Stücke.“ Während Tito diese Geschichte erzählte, überschlug sich seine Stimme und er konnte nicht weitersprechen. Nach so vielen Jahren ist die Angst noch immer spürbar. „Sie konnte einfach nicht mit ansehen, dass ich geschlagen wurde“, sagte er traurig. „Nicht schon wieder.“
„Als Vater sich dann wieder beruhigt hatte, kam er zu mir ins Zimmer. Ich lag immer noch auf dem Bett und heulte. Schluchzend behauptete ich: ‚Aber ich kann darauf spielen, wirklich.‘ Er schaute mich an und sagte: ‚Okay, zeig es mir, du Neunmalkluger.‘ Also spielte ich und Jermaine und Jackie sangen etwas. Joseph war erstaunt. Er hatte wirklich keine Ahnung gehabt, denn das große Geheimnis hatten wir vor ihm verborgen, weil er uns solche Angst machte.“
Später erzählte Joseph, dass er ganz aufgeregt war, als seine Söhne ihm ihr Talent offenbarten. „Ich beschloss, die Musik meinen Söhnen zu überlassen“, erzählte er mir viele Jahre später. „Ich hatte einen Traum. Ich stellte mir vor, dass diese Kinder ein Publikum glücklich machen würden, indem sie es an ihrer Begabung teilhaben ließen – eine Begabung, die sie möglicherweise von mir geerbt haben.“ Er wirkte gerührt von seinen eigenen Worten, als er so zurückblickte. „Ich wollte, dass sie etwas aus sich machten. Das war alles, was ich wollte“, fügte er hinzu.
Am nächsten Tag ging Joseph zur Arbeit, und als er am Abend zurückkam, hielt er hinter seinem Rücken etwas versteckt. Er rief Tito und gab ihm das Paket. Tito öffnete es: Es war eine rote E-Gitarre. „Jetzt lasst uns üben, Jungs“, sagte er. Er rief Jackie, neun Jahre alt, den siebenjährigen Tito und den sechsjährigen Jermaine zusammen, und sie begannen, zu proben. „Wir hatten einander noch nie so nah gefühlt“, erinnerte sich Tito. „Es war, als hätten wir endlich etwas Gemeinsames entdeckt. Marlon und Mike saßen in der Ecke und hörten zu. Unsere Mutter gab uns Tipps. Ich stellte fest, dass unsere Eltern glücklich waren. Wir waren alle glücklich. Wir hatten etwas entdeckt, etwas ganz Besonderes.“
In den 1960er-Jahren war Gary eine harte Stadt, und die Nachbarschaft erwies sich als ziemlich rau und oftmals gefährlich. Katherine und Joseph hatten dauernd Angst, dass einem der Kinder auf der Straße etwas passieren könnte. „Unsere Eltern passten immer auf uns auf“, erinnerte sich Jackie. „Wir durften niemals wie andere Kinder zum Spielen auf die Straße. Es gab eine strikte Ausgangssperre. Nur in der Schule konnten wir mit Kindern unseres Alters spielen. Deshalb mochten wir den sozialen Aspekt der Schule.“
Katherine Jackson, die einen starken Einfluss im Leben der Kinder hatte, gab auch ihren tiefen und ergebenen Respekt für bestimmte religiöse Überzeugungen an sie weiter. Sie war zunächst Baptistin gewesen, dann Lutheranerin. Beide Religionsgemeinschaften verließ sie aus demselben Grund: Sie hatte herausgefunden, dass die Priester außereheliche Affären hatten. Als Michael fünf Jahre alt war, wurde Katherine Mitglied der Zeugen Jehovas; sie war von einem Haustür-Werber „bekehrt“ worden. 1963 ließ sie sich im Swimmingpool der Roosevelt High School in Gary taufen. Von nun an erwartete sie, dass sich auch der Rest der Familie jeden Sonntag in Schale werfen und sie zum Königreich-Saal, wo die Gottesdienste stattfanden, begleiten würde. Joseph, als Lutheraner aufgewachsen, ging Katherine zuliebe einige Male mit, zog sich aber zurück, als die Kinder noch klein waren, „weil es so langweilig war“, wie Marlon sagte. Besonders Michael, LaToya und Rebbie nahmen Glaubensfragen ernst.
Wäre seine religiöse Erfahrung lediglich der Glauben der Zeugen Jehovas gewesen – Michael Jackson wäre vermutlich ein ganz anderer Erwachsener geworden. Die Zeugen Jehovas bewegen sich nämlich so weit ab vom allgemeinen Protestantismus, dass sie teilweise als Sekte betrachtet werden, insbesondere in den fünfziger und sechziger Jahren. Ganz gleich wo sie leben: Kein Zeuge Jehovas salutiert vor einer Flagge, weil dies für sie Götzendienst ist, und kein Zeuge Jehovas leistet Waffendienst in einer Armee, denn jedes Mitglied ist als geweihter Priester anerkannt und deshalb vom Wehrdienst befreit. Sie feiern weder Weihnachten noch Ostern noch Geburtstage. Und sie spenden kein Geld außer ihrer eigenen Kirche, weil sie überzeugt sind, dass nur die Verkündigung des Evangeliums gemeinnützig ist. Gelegentlich machen Zeugen Jehovas Schlagzeilen, weil sie sich weigern, Bluttransfusionen für sich oder ihre Kinder zu akzeptieren, egal wie krank der Patient auch ist.
In der strengsten Form ihrer Lehre bezeichnen sich die Zeugen Jehovas selbst als Schafherde; alle anderen sind Ziegen. Wenn Armageddon, die große finale Schlacht, geschlagen wird – die erst für 1972, dann für 1975 erwartet worden war –, werden alle Ziegen vernichtet, und die Schafherde wird errettet. Die Schafe werden dann zu einem Leben als Mitglieder des Königreichs Gottes auf Erden wiederauferstehen. Regiert werden sie von Christus und einer auserwählten Gruppe von 144.000 Zeugen, die im Himmel an der Seite Christi sitzen. Nach 1000 Jahren wird Satan die auf der Erde Verbliebenen in Versuchung führen. Diejenigen, die seinen Versuchungen erliegen, werden auf der Stelle vernichtet werden; die übrigen werden in Harmonie und Idylle leben. Doch wie es bei allen Anhängern eines Glaubens ist, befolgen einige Zeugen Jehovas die Lehren strenger als andere.
Schätzungen zufolge sind 20 bis 30 Prozent ihrer Mitglieder schwarz. Die Zeugen werden nur nach ihren guten Taten beurteilt – nach ihrer Zeugenschaft oder ihren Bekehrungsgesprächen an den Haustüren –, und nicht nach neuen Autos, prachtvollen Häusern, teurer Kleidung und anderen Statussymbolen. Aufgrund ihrer Hingabe an die Zeugen Jehovas war Katherine in Gary, Indiana, meistens zufrieden. Sie genoss ihr Leben und hatte wenig Probleme, außer ihrer Sorge, dass die Stadt für die Zukunft ihrer Kinder nicht viel zu bieten hatte: Fabrikarbeit für die Jungen und ein Leben als Hausfrau für die Mädchen. Wäre das denn so schlimm? Ja, sagte Joseph zu ihr, absolut, ja. Manchmal stimmte sie zu. Manchmal war sie nicht so sicher, was sie von alldem halten sollte.
Joseph hatte nur den einen Gedanken, nämlich seine Familie aus Gary herauszuholen. Und so probten die Jungen jeden Tag mindestens drei Stunden, ob sie wollten oder nicht.
„Als ich merkte, dass meine Söhne gerne Entertainer werden wollten, begann ich, richtig mit ihnen zu arbeiten“, sagte Joseph einmal in einem Interview mit dem Magazin Time. „Während andere Kinder auf der Straße spielten, waren meine Jungen im Haus und arbeiteten; sie versuchten zu lernen, wie man etwas aus seinem Leben macht.“
Das Musizieren brachte die Jacksons als Familie enger zusammen, aber entfremdete sie noch mehr von allen anderen. „Die Leute dachten ohnehin, wir seien etwas komisch“, meinte Jackie. „Aber jetzt waren sie ganz sicher. Sie sagten: ‚Guck dir diese Jacksons an. Die denken, sie sind was Besonderes.‘ Alle anderen Kinder hingen auf der Straße rum und sangen mit ihrer Band. Nur wir durften das nicht. Wir mussten zu Hause üben. Deshalb dachten die anderen Kinder, wir fänden uns zu gut, um auf der Straße zu singen.“ Es wurde weiterhin zweimal am Tag geprobt, vor und nach der Schule, auch wenn die Gleichaltrigen in ihrer Nachbarschaft dachten, die Jacksons würden ihre Zeit vergeuden. Während sie übten, drangen spottende Stimmen von draußen durch die geöffneten Fenster: „Ihr seid nichts, ihr Jacksons!“ Und es wurden auch mal Steine ins Wohnzimmer geworfen. Doch die Jacksons kümmerte das nicht. Sie ignorierten den Spott und konzentrierten sich auf ihre Proben.
Marlon kam 1962 als Fünfjähriger zu der Gruppe; er spielte Bongos und sang, meistens falsch. (Marlon konnte weder singen noch tanzen, aber er durfte trotzdem dabei sein, weil Katherine es so wollte.) Eines Tages, als Joseph bei der Arbeit war und die Jungen übten, beobachtete Katherine, wie der vierjährige Michael begann, Jermaine nachzumachen, der gerade einen James-Brown-Song sang. Sie war überrascht, dass der Knirps mit einer so kräftigen und klaren Stimme sang. Sie empfing Joseph gleich an der Tür mit der Neuigkeit: „Ich glaube, wir haben einen weiteren Leadsänger.“

Michael Jackson sprach häufig von den Misshandlungen, die er durch seinen Vater erleiden musste. In seinem kontroversen Interview mit Martin Bashir im Jahr 2003 stiegen ihm die Tränen in die Augen, als er davon erzählte, wie sein Vater ihn behandelt hat. „Es war schlimm“, sagte er über die Schläge. „Wirklich schlimm.“ Es war schmerzvoll, Michael dabei zu beobachten, wie er sich zurück in seine Kindheit in Gary versetzte. Offensichtlich war er nach all den Jahren noch immer durch diesen Teil seiner Kindheit traumatisiert.
Der kleine Michael war ein faszinierendes Kind. „Schon als er noch ganz klein war, schien er mir anders zu sein als die übrigen Kinder“, sagte Katherine. „Ich glaube zwar nicht an Wiedergeburt. Aber jeder weiß, wie unkoordiniert sich Babies bewegen. Bei Michael war das niemals so. Wenn er tanzte, war das, als sei er ein älterer Mensch.“
Michael war immer schon frühentwickelt. Seine Mutter konnte sich erinnern, dass er im Alter von eineinhalb Jahren, das Fläschchen in der Hand, zum Rhythmus der Waschmaschine tanzte. Und seine Großmutter Chrystal Johnson wusste noch, dass er bereits im Alter von ungefähr drei Jahren zu singen begann. „Und was für eine wunderschöne Stimme er hatte!“, begeisterte sie sich. „Schon damals war es eine Freude, ihm zuzuhören.“
Michael war ein zu sensibler Junge, um von seinem Vater diszipliniert zu werden. Er war außerdem sehr flink und entschlossen, den Auseinandersetzungen mit Joseph lieber aus dem Weg zu gehen. Tito erzählte: „Michael war so fix, dass er, wenn Mutter oder Vater nach ihm schlagen wollten, ihnen jedes Mal entwischte. Sie schlugen immer nur in die Luft.“
Joseph glaubte an den Nutzen und an die Wirkung von roher Gewalt als Instrument zur Disziplinierung. „Entweder du bist in diesem Leben ein Gewinner oder ein Verlierer“, sagte er gerne. „Und keines meiner Kinder wird ein Verlierer sein.“ Um sicherzugehen, gab er seinen Kindern schnell mal einen Klaps, um sie auf den rechten Weg des „Gewinners“ zu bringen. Es war nicht ungewöhnlich für ihn, sie auch mal gegen die Wand zu schubsen, insbesondere die Jungen. Michael allerdings war der einzige Junge in der Familie, der versuchte, sich zu wehren, wenn sein Vater ihn provozierte. Als Joseph dem Dreijährigen einmal einen Klaps gab, weil er etwas ausgefressen hatte, zog Michael einen Schuh aus und warf damit nach seinem Vater. Aber Joseph duckte sich und der Schuh verfehlte sein Ziel. „Bist du verrückt?“, brüllte Joseph. „Junge, du hast gerade dein eigenes Todesurteil unterschrieben. Komm sofort hierher.“ Erbost schnappte er sich Michael und hielt ihn – laut Marlon – verkehrt herum an einem Bein in die Höhe und prügelte mit der Hand auf ihn ein, indem er auf seinen Rücken und seinen Hintern einschlug. Michael schrie so laut, als wollte er die gesamte Nachbarschaft zu Hilfe holen.
„Lass ihn runter, Joseph“, schrie Katherine. „Du bringst ihn noch um! Du bringst ihn noch um!“
Als Joseph den Jungen loslies, rannte der schluchzend in sein Zimmer: „Ich hasse dich.“ Dies war für Joseph eine Kampfansage. Er folgte Michael ins Schlafzimmer, schlug die Tür zu und gab ihm Saures.
„Joseph schloss Michael einmal stundenlang in einen Wandschrank ein“, erzählte ein Freund der Familie. „Das war traumatisierend, entsetzlich für ihn.“
Katherine wusste nicht, wie sie damit umgehen sollte, dass ihr Mann ihre Kinder so behandelte. Wie konnte ein Mann, der manchmal so sanft war, dass er in romantischen Momenten ihre Fingerspitzen küsste, sich dann umdrehen und ihre Kinder schlagen? Sein Verhalten kam in ihrem Verständnis als gottesfürchtige Frau nicht vor. Sie wusste einfach nicht, was sie tun sollte. So sehr sie ihn auch liebte, so fürchtete sie ihn auch. Manchmal wurde sie laut, aber nur ungern.
Tatsächlich wurde Katherine ebenfalls zum Angriffsziel von Josephs Wut. Als Rebbie noch ein Baby war, war Joseph wegen Schlafmangels und seiner harten Arbeitszeit gereizt. Eines Tages kam er nach Hause zu einem kreischenden Baby und fand Katherine, die draußen mit einer der Nachbarinnen plauderte. Er rannte hinaus. „Das Kind brüllt sich die Lunge aus dem Leib“, schrie er. Katherine ging sofort zu dem Baby. In ihrer Erinnerung sagte sie: „Es tut mir leid, Joseph. Ich habe nicht bemerkt, dass sie wach ist.“ Plötzlich drehte sich Joseph um und schlug seiner Frau ins Gesicht. „Meine Wange wurde taub“, erinnerte sie sich. Ihre Reaktion war direkte und unmittelbare Wut. Sie nahm ein Stövchen aus Keramik und schleuderte es mit aller Kraft. Es traf ihn am Unterarm und zersprang, wobei er tiefe Schnitte bekam. Blut strömte aus der Wunde, während sie sich weiterstritten. „Schlag mich nie wieder“, warnte Katherine ihn, „oder ich verlasse dich schneller, als du gucken kannst.“ Katherine erzählt, dass diese gewalttätige Szene das erste und das letzte Mal war, dass Joseph sie je angegriffen hätte – doch offenbar verlagerte er sein aggressives Temperament auf ihre Kinder.
Als der fünfjährige Michael einmal ins Zimmer kam, verschlug es ihm beinahe den Atem: Joseph hatte ihm ein Bein gestellt und er fiel blutend zu Boden. „Das ist für das, was du gestern angestellt hast“, sagte Joseph. „Und morgen krieg ich dich für das, was du heute anstellen wirst.“
Michael fing an zu weinen. „Aber ich habe doch noch gar nichts gemacht“, sagte er unter Tränen.
„Oh, aber das wirst du, Junge“, sagte Joseph. „Das wirst du.“
Von nun an sah der kleine Michael immer nach links und rechts, wenn er einen Raum betrat, als würde er eine Straße überqueren. So hoffte er seinem Vater zu entkommen. Wie geht ein kleiner Junge mit so einer Angst um? „Ich hatte auf einmal solche Angst vor diesem Mann“, erinnerte sich Michael später. „Wirklich, ich denke, man kann sagen, dass ich ihn hasste.“
Michael erzählte überdies aber auch: „Mein Vater war immer ein Geheimnis für mich – und er weiß das auch. Am meisten bedauere ich, dass ich nie eine Gelegenheit hatte, eine wirkliche Nähe zu ihm zu entwickeln.“ Keinem der Kinder gelang das. Joseph war niemals besonders liebevoll. Manchmal nahm er an Wochenenden die Jungen mit zum Zelten oder zum Angeln oder er brachte ihnen Boxen als Selbstverteidigung bei. Die Mädchen beachtete er nie besonders. (Als kleines Mädchen kroch Janet gerne zu ihren Eltern ins Bett, aber sie musste damit warten, bis Joseph eingeschlafen war.)
Josephs Erziehungsmethoden waren teilweise, gelinde gesagt, unkonventionell. Wenn die Jungen nachts ihr Schlafzimmerfenster offen ließen, kletterte er von außen in ihr Zimmer und schrie dann aus vollem Hals ... mit einer furchterregenden Maske über dem Gesicht. Die Kleinen fingen an zu weinen und zu hyperventilieren und erschreckten sich fast zu Tode. Warum sollte ein Vater seinen Kindern so einen seelischen Schock antun? Joseph erklärte, dass er ihnen nur demonstrieren wollte, warum sie nachts nicht die Fenster offen lassen sollten. Denn was wäre, wenn ein Einbrecher ins Haus wollte? Michael und Marlon litten noch jahrelang an lebhaften Albträumen, in denen sie aus dem Schutz ihrer Schlafzimmer entführt wurden.
Als er älter wurde, entzog sich Michael Joseph so weit wie möglich, als würde sein Leben davon abhängen (und vielleicht tat es das auch), und wendete sich seiner Mutter zu, die er bewunderte. „Auch wenn sie neun Kinder hatte, behandelte sie jeden von uns wie das einzige Kind“, erinnerte er sich. „Weil Katherine so freundlich, warmherzig und aufmerksam war, kann ich mir nicht vorstellen, wie es ist, ohne die Liebe einer Mutter aufzuwachsen. [Was für eine paradoxe Aussage, wenn man bedenkt, dass seine beiden Kinder nun ohne ihre Mutter Debbie Rowe aufwachsen.] Was sie uns beibrachte, war unschätzbar. Freundlichkeit, Liebe und Aufmerksamkeit gegenüber anderen Menschen – das waren ihre herausragenden Eigenschaften.“