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Eindrucksvolles Grottensystem mit bizarren Stalagmiten und Stalaktiten |
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Die charmante kleine Stadt gilt als die schönste an der slowenischen Adria |
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Wehrmauern und Stadttor stammen noch aus der Blütezeit von Hum, das durch Kriege und Pest zur kleinsten Stadt der Welt geschrumpft ist |
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Die Kirche in Poreč mit ihren prachtvollen byzantinischen Mosaiken gehört zum Weltkulturerbe |
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Kroatiens Künstler haben in dem vom Verfall bedrohten Ort eine neue Heimat gefunden |
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Der monumentale antike Prachtbau überstrahlt die Stadt |
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Die Altstadt ist auf einen kegelförmigen Hügel gebaut – eine malerische Kulisse |
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War die Uskokenfestung auf dem höchsten Hügel der Stadt Senj eine Trutzburg edelmütiger Helden oder verwegener Raubritter und Piraten? |
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Einer der ältesten Fremdenverkehrsorte Kroatiens – im alten Kurbad auf den Spuren von Kaisern und Königen wandeln |
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Burg, Wallfahrtskirche und die um sie mäandrierenden Gassen hoch über Rijeka locken mit Fernblick, Andacht und gemütlichen Kneipen |
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Bewaldete Berghänge, grüne Talauen und Dörfer, in denen die Dächer der Häuser mit Holzschindeln gedeckt sind: verträumtes Hinterland der Kvarner-Bucht |
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378 m steil über dem Meer liegt der abgelegene, von kargem Felsgeröll umgebene Ort auf Cres |
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Die Klosterinsel vor Punat auf Krk ist ein Ort der stillen Einkehr |
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Nach Sonnenuntergang sind die Plätze vor den Tavernen rund um das winzige Hafen-becken des Fischerorts umlagert |
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Die Harmonie zwischen mediterraner Baukunst und quirligem Leben macht das autofreie Inselstädtchen so attraktiv |
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Mittelalterliche Fresken erzählen in der kleinen Wehrkirche bei Hrastovlje mit naiver Fröhlichkeit, was der Tod verspricht: Alle Menschen, vom Bischof bis zum Bäuerlein, sind vor ihm gleich |
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Ein künstlerischer Nachlass des ehemaligen Jugoslawiens sind die modernen Skulpturen der Forma Viva auf der Halbinsel Seča bei Portorož |
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Seit bald tausend Jahren wird hier Salz abgebaut, seit einigen Jahrzehnten sind in den Salinen von Sečovlje die Natur und die reiche Vogelwelt geschützt |
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Ein kleiner Fluss, ein Wasserfall, eine alte Mühle und eine rustikale konoba – Kotli im hintersten Winkel Istriens scheint aus der Zeit gefallen |
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Pulas Zeit als größter Hafen der k. u. k. Marine, gespiegelt in den Grabsteinen der Gefallenen |
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Im Stadthotel Villa Tuttorotto sind Betten, Türen und Schränke nach historischen Vorbildern aus istrischer Produktion – ein charmantes Juwel im Herzen Rovinjs |
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Es heißt, die Pest sei verantwortlich, dass die Zwillingsstadt Dvigrad im 17. Jh. verlassen wurde. Die mit Buschwerk und Efeu überwucherten Ruinen sind ein wohlig-schauriger Ort, nur wenige Kilometer entfernt von der Küste |
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Das Kempinski Hotel Adriatic, dramatisch über dem Kap Savudrija gelegen, ist typisch für das neue Bauen in historischem Umfeld und ein exklusives Hotel |
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Für die einen ein anspruchsvolles Kletterziel, für die anderen eine wild-bizarre Erosion: die Felsnadeln der Vela Draga |
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So nah am Meer führen Wanderwege im Risnjak-Nationalpark in eine ganz andere, alpine Welt mit Braunbären, Füchsen und einer türkisblau schimmernden Karstquelle |
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In der Konoba Bonifačić in Osor konkurriert köstliche Küche mit dem Blick auf den üppig-bunten Blumengarten |
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Umweltschonend, sportlich und ganz still können Sie die buchtenreiche Küste um Malinska auf Krk mit dem Sea-Kayak selbst entdecken |
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Dass der Ursprung vieler Bergstädtchen illyrische Wehrsiedlungen waren, ist auf der Nebenroute ab Buje sichtbar. Sovinjak, Prodani, Draguć – wie Adlerhorste kleben sie auf ihren Hügeln, wehrhaft und mit weitem Ausblick |
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Wo früher die Habsburger Schmalspurbahn von Triest nach Poreč schnaufte, lässt sich’s heute wunderbar am Meer entlang- und durchs istrische Hinterland radeln |
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Anfang Juli tanzen der Bär und viele andere Masken durch die Gassen von Novi Vinodolski – es ist Sommerkarneval! Dass man in der Sommerhitze viel ausgelassener feiern kann als im Winter, stellen die Narren lebhaft unter Beweis |
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In Vrsar verbrachte der kroatische Bildhauer Dušan Džamonja seine letzten Jahre und hinterließ seiner Wahlheimat einen Skulpturenpark mit eindrucksvollen Stahlplastiken – nur einen Katzensprung von den Stränden entfernt und gratis zu besichtigen
Wer mit dem Auto ins Naturschutzgebiet auf der Halbinsel Kamenjak fährt, zahlt Eintritt. Mit dem Rad oder Rucksack und Wanderstiefeln öffnet sich Ihnen dagegen ein kostenloses, weit verzweigtes Netz von Pfaden, schöne Buchten und der Weg zur kultigen Safari Bar
Mit der Villa Angiolina in Opatija begann die Karriere der k. u. k. Riviera – Kaiser, Könige und Adel waren hier zu Gast und flanierten im prachtvollen Park. Heute können Sie in dem klassizistischen Prunkstück die noblen Anfänge noch einmal nacherleben
Eintritt kostet nur das Museum der Euphrasius-Basilika von Poreč. Die goldglänzenden Mosaiken im Chor des Unesco-Weltkulturerbes dürfen Sie in ihrer magischen Strahlkraft gratis bewundern
Mal schnell ins Wasser gleiten und das kühle Nass genießen, ohne gleich den obligatorischen Eintritt fürs Strandbad bezahlen zu müssen? An der Uferpromenade von Piran kommen Sie bequem und kostenlos über die dort installierten Leitern zu Ihrer Abkühlung ()
Beim Schnorcheln in der Bucht Simonov zaliv westlich der Altstadt von Izola können Sie auf eine archäologische Entdeckungsreise gehen: Die untergegangenen Hafenanlagen der römischen Villa Maritima sind wunderbar erhalten und frei zugänglich – mitnehmen dürfen Sie natürlich nichts

Ein unterirdischer Wildfluss, seltsame Tropfstein-skulpturen, der Lufthauch von Fledermaus-flügeln: Das urtümliche Höhlensystem von Škocjan, das sie zu Fuß entdecken können, ist Abenteuer pur!
Familie Radićanin im Kaštel Pineta bei Labin macht fast alles selbst: räuchert Würste, backt Brot, kocht Marmelade und legt Pilze ein – köstlich!
Im winzigen, wie ein Adlerhorst über dem Meer thronenden Lubenice erwartet Sie eine Traumaussicht – und eine Reise in die Vergangenheit, als in den typischen Anwesen mit ihren Steintoren und zwischen Marktplatz, Glockenturm und Kirche noch mehr als 15 Menschen lebten
Auch wenn Ihnen der romantische Hafen von Veli Lošinj winzig vorkommen mag: Die Lošinjer Kapitäne segelten bis nach Amerika. Dass die Stadt eine große Seefahrertradition besitzt, sehen Sie an den repräsentativen Villen und der reichen Kirchenausstattung
In Rijekas Markthallen türmen sich silbrig glitzernde Sardinen, Goldbrassen, Thunfische, Scampis und Muscheln. In dem Jugendstil-Gebäude erwartet Sie eine einzigartige Atmosphäre
Ob Sie über die Brücke nach Krk fahren oder mit der Fähre nach Rab tuckern – die Inseln begrüßen Sie mit nacktem Fels. Doch nur ein paar Kurven weiter zeigen sie ihre üppige Schönheit: grüne Hochebenen und Täler, von Pinien gesäumte Buchten
Kein Zufall, dass Rovinj häufig aus der Luft fotografiert wird: Die tropfenförmige Halbinsel mit dem Kirchturm am höchsten Punkt wirkt wie gemalt. Nirgends spüren Sie das venezianische Erbe so deutlich wie in den schmalen Altstadtgassen ()

Schlechtes Wetter und kein Badespaß? Nicht in der Laguna Bernardin. Die Indoorpools mit Meerwasser, die Rutschen, Whirlpools und Saunen des Familienfreizeitbads sorgen dafür, dass der Regen nicht zum Spielverderber wird
Im Archäologischen Museum in Pula erleben Sie römische Geschichte hautnah: Mosaike, Sarkophage, Skulpturen und Teile von Baudenkmälern zeigen, wie wichtig das römische Pola war
Flora und Fauna des Mittelmeers, aber auch exotische Tiere hautnah erleben – das können Sie im Aquarium von Pula, das zudem im spektakulären Fort Verudela residiert
Die Tropfsteinhöhle Špilja Biserujka nahe Soline auf Krk schützt nicht nur vor Regen, Sie macht Ihnen auch das Leben bei Hitze leichter. Schließlich liegen die Temperaturen in der verzaubernd-schönen Unterwelt konstant bei 14 °C
Im Roman „Mathias Sandorf” lässt Jules Vernes seinen Helden im Kastell von Pazin einkerkern. Kein Wunder, die Burg hat viel Flair, und das Volkskundemuseum in ihren Mauern erzählt spanndend von istrischer Geschichte – und der geheimnisvollen Höhle unter der Burg
In den Filmen, Fotos und Dokumenten des Infocenters von Blue World in Veli Lošinj erfahren Sie viel über die Tümmler in den Gewässern des Kvarner und was die Umweltschützer tun, um die Delphine zu retten. Sie können mithelfen: Debby, Sonja und Meta suchen Paten

Asiatisch geht es zu im Wellnesscenter von Lifeclass in Portorož, und zwar authentisch: Seit einigen Jahren sind hier indische und thailändische Masseure beschäftigt. Teil des Schönheitsprogramm sind aber auch Bäder mit Solewasser aus den Salinen von Sečovlje
Es wird zwar mittlerweile vielfach kopiert, aber das Original bleibt einsame Spitze: Valentino in Rovinj, die Bar mit Kissen, Kerzen und Fackeln auf den Uferfelsen, mit dezenter Lounge-Musik und kühlen Drinks – jeden Abend ein Erlebnis für alle Sinne ()
Die prallbunte, in der Hitze flirrende Urlaubswelt bleibt vor den Toren des Klosters Sv. Franje in Cres einfach zurück. In den Kreuzgängen umfangen Sie Kühle, Stille und die Duftkaskaden von Oleander. Genießen Sie diese Momente der Besinnung
Die dichten Kronen von Aleppo- und Schwarzkiefern, Zypressen, Lorbeer und Zedern in Rabs prächtigem Park Komrčar bilden ein vor Lärm und Hitze schützendes Dach – der ideale Ort für interessante Lektüre, Tai-Chi oder Meditation
Das Wellnesscenter des Hotels Miramar in Opatija erinnert sich der alten Heilkräfte des Kvarner: ätherische Öle von Kamelien, Rosmarin oder Bergamotte entspannen, Salz und Olivenöl reinigen und pflegen die Haut
Internationale Größen des Jazz geben sich in der Jazzbar Lapidarijum die Ehre – blue notes unterm Sternenhimmel, zwischen römischen Stelen im Innenhof des Heimat-museums von Poreč ,dazu ein Glas Weißwein – und die Entspannung ist perfekt!
Sonnenscheingarantie bei wolkenlosem Himmel, glasklares Wasser, lauschige Badebuchten, von üppigem Grün und intakter Natur gesäumt – Idealvorstellungen vom Ferienparadies, gekrönt von pittoresken alten Städtchen voller Kunstschätze, idyllischen Dörfern und gastfreundlichen Menschen: All das hat Istrien und Kvarner mit den vorgelagerten Inseln zum beliebten Ferien- und Erholungszentrum an der Ostküste der Adria gemacht. Eine Region, die bis Anfang des 20. Jhs. allein der adligen Hautevolee aus ganz Europa vorbehalten war. Später, in der Ära des sozialistischen Vielvölkerstaats Jugoslawien, wurde die Exklusivität gegen Massentourismus eingetauscht: Die kroatische Küste, vor allem Istrien und Kvarner, machten Karriere als preiswertes Reiseziel mit einfachen Hotels und billigem Essen.
Inzwischen jedoch hat man viel Geld in den Ausbau der Hotellerie gesteckt, die mit zahlreichen Luxushäusern, mit Design- und Boutiquehotels eine kaufkräftigere Klientel anspricht. Auch Angebot wie Preise in den Restaurants haben sich geändert: Die Slow-Food-Bewegung hat engagierte Anhänger gefunden, Spitzenköche besinnen sich auf Qualität und Wert traditioneller Zutaten und Gerichte. Von dem legendären Umager Restaurant Damir & Ornella verbreitete sich der Trend des „kroatischen Sushi” – des wie in der japanischen Küche roh marinierten und servierten Adria-Fischs – gar in der gesamten nördlichen Adria. Alle Urlauber erwartet nun also ein teureres, aber zugleich auch vielfältiges und anspruchsvolles Ferienangebot.
Preiswert reisen lässt sich’s trotzdem, denn nach wie vor vermieten Slowenen wie Kroaten Zimmer und Apartments zu günstigen Preisen. Wer privat wohnt, bekommt häufig den Kontakt zum Gastgeber als unbezahlbare und dabei kostenlose Dreingabe, denn der Tradition der Gastfreundschaft fühlen sich alle in der Familie verpflichtet. So lernen Sie auch die Freude der Slowenen und Kroaten am Genuss und am Feiern kennen. Zwischen Frühjahr und Herbst folgt ein Fest aufs andere: Man sammelt und kocht Wilden Spargel, bäckt ein riesiges Trüffelomelett, schenkt jungen Wein aus oder röstet Kastanien, fast immer geht’s um Essen und Trinken. Oft werden Fremde spontan zu Festen dazugebeten – intensiver können Sie Gastfreundschaft und Familiensinn nicht erleben. Und Sie werden wohl nirgends köstlicheres Essen bekommen!
Wie hier bei Jablanac eröffnet die Küste Istriens schönste Ausblicke auf das türkisfarbene Meer |
Traditionen werden hochgehalten, doch der moderne Lebensstil hat auch in Slowenien und Kroatien den Trend zur Kleinfamilie verstärkt; die Berufstätigkeit meist beider Ehepartner lässt nicht mehr viel Freizeit, die immer noch relativ niedrigen Gehälter müssen viele mit Zweitjobs oder Landwirtschaft im Nebenerwerb aufstocken. Und dennoch: Die Großfamilie hat höchste Priorität. Es wäre undenkbar, sich nicht um die Großeltern zu kümmern, dem Onkel nicht bei der Weinlese zu helfen, den studierenden Neffen nicht zu unterstützen. Auch wenn nicht mehr alle Generationen unter einem Dach leben, ist der Zusammenhalt groß. Den hat die Gesellschaft auch nötig, denn viele Menschen sind arbeitslos. Umbau und Privatisierung der Wirtschaft haben zum Verlust von Arbeitsplätzen geführt. Die Küstenbewohner sind davon nicht so stark betroffen, denn ihnen bringt der Tourismus zumindest einige Monate im Jahr zusätzliche Verdienstmöglichkeiten.
Geografisch beginnt Istrien – mit rund 3160 km2 die größte Halbinsel der Adria – im Norden an dem Flüsschen Osapska reka, das beim italienischen Fischerort Muggia in die Adria mündet. Doch weder der schmale italienische Landstreifen noch der mit mehr als 40 km Küstenlänge schon etwas größere slowenische Anteil wird Istrien genannt. Wenn die Kroaten von Istra, also Istrien, sprechen, meinen sie ihren Teil der großen Halbinsel von Umag im Nordwesten bis Rabac im Südosten, der samt Inselchen und Buchten an die 480 km Uferzone besitzt.
Landschaftlich teilt sich Istrien nach den unterschiedlichen Böden in eine weiße, graue und rote Region auf. Im Bereich des Berggürtels im Norden und Osten erhebt sich das karge „Weiße Istrien” mit hellem, felsigem Kalkgestein. Obwohl hier die meisten Niederschläge fallen, herrscht ständig Mangel an Wasser, da es augenblicklich im porösen Karst versickert. Die Mitte Istriens birgt das „Graue Istrien” mit Böden aus tonigem Sedimentgestein. Zwischen Äckern und Rebhängen dehnen sich dichte Wälder aus, auf den Kuppen der Hügel thronen uralte, mauerbewehrte Städtchen. Nach Westen zu ist der Kalkboden von roter Erde überzogen – ein Hochland, das sanft zur Küste abfällt: das „Rote Istrien”. An der buchtenreichen Küste gedeihen im milden Meeresklima Pinien und Zypressen, Edelkastanien, Ölbäume und vor allem Weinreben. In den auf Halbinseln erbauten Siedlungen drängen sich die Häuserzeilen eng aneinander. Es ist die am dichtesten besiedelte Region, vor allem dank des Tourismus.
Den Küstenstreifen ab Opatija rechnet man schon zur Kvarner-Bucht. Ursprünglich bezeichnet Kvarner nur den Meeresteil der Adria zwischen Istrien und Cres. Im weiteren Sinne steht sein Name für die gesamte Bucht mit ihren Inseln Cres, Lovinj, Krk und Rab sowie für das angrenzende Festland mit dem dünn besiedelten Gorski Kotar im Hinterland. In dieser waldreichen Mittelgebirgslandschaft leben noch Braunbären, Luchse und Dachse in freier Natur.
Die Istrische Halbinsel ist eine Schnittstelle zwischen Süd-, Südost- und Mitteleuropa – ein ethnischer Schmelztiegel mit einer faszinierenden Vielfalt historischer Denkmäler: Das römische Amphitheater in Pula, die byzantinische Euphrasius-Basilika in Poreč, der von Österreichern gebaute Leuchtturm in Savudrija oder der venezianische Prätorenpalast in Koper sind nur ein paar Beispiele. Slawen und Römer, Venezianer und Habsburger haben auch die Sprache und Kultur dieser Region geprägt. Italienisch beherrschen viele Istrier wie ihre Muttersprache, und auch in der Küche ist das romanische Erbe ebenso deutlich zu spüren wie das der k. u. k. Monarchie.
Ein Hauch Venedig zeigt sich in Pirans Altstadt auch in den reich verzierten Palastfassaden |
Was erwartet Sie in Istrien und am Kvarner-Golf? Eine vielseitige, kulturell wie landschaftlich begeisternde Ferienlandschaft, für einen reinen Badeurlaub viel zu schade! Ein Paradies für Sportbegeisterte, die an schroffen Klippen klettern, über mäandernde Landstraßen hügelauf- und -abwärts Rad fahren, auf ehemaligen Hirtenpfaden wandern oder an bunten Riffen tauchen können. Eine Schatztruhe römischer, byzantinischer und venezianischer Kunst und ein buntes Kaleidoskop zeitgenössischen Kunstschaffens. Sie können morgens in Porečs’ Plava Laguna in der glasklaren Adria schnorcheln, mittags die mittelalterlichen Fresken der Kirche von Beram bewundern, nachmittags auf dem kaiserlich-königlichen Lungomare von Opatija bummeln und abends einem klassischen Konzert in Osor auf der Insel Cres lauschen. Die Entfernungen sind klein und die Straßen gut ausgebaut.
Zum Abschluss ein Tipp: Im späten Frühjahr sind Istrien und Kvarner am schönsten. Üppig grün, übersät von bunten Blumen, das noch nicht aufgeheizte Meer von einem atemberaubenden Türkis bereitet sich die Region auf die Ende Juni beginnende Saison vor. Es ist noch ruhig auf den Corsos und Piazzen, am Meer findet jeder seine eigene Privatbucht, und die Temperaturen – warm genug zum (Sonnen-)Baden, aber noch nicht drückend heiß – machen Lust auf eine Radtour, eine Wanderung oder einen Stadtbummel. Probieren Sie’s aus!
Um 1200 v. Chr. bis zur Zeitenwende
Einwanderung illyrischer, später keltischer Völker wie der Histrer; ab 229 v. Chr. wächst der Einfluss Roms
1.–12. Jh.n. Chr.
Blütezeit der istrischen Städte im Römischen Reich, ab 500 wandern Slawen und Awaren ein
13.–17. Jh.
Venedig erobert die gesamte Küstenregion Istriens bis zum 14. Jh.; das Binnenland ist ab dem 14. Jh. in Habsburger Besitz; im 16. Jh. Türkeneinfälle
1797
Ende der venezianischen Herrschaft; Istrien fällt an Österreich
Ab 1918
Istrien, Cres und Lošinj fallen an Italien; Serben, Kroaten und Slowenen gründen das Königreich Jugoslawien
Zweiter Weltkrieg
Mussolini und Hitler unterstützen das nationalfaschistisch regierte Kroatien; nach Italiens Kapitulation 1943 besetzen deutsche Truppen Istrien
1945
Gründung der „Föderativen Volksrepublik Jugoslawien” unter Führung Titos und der Kommunistischen Partei
Ab 1980
Nach Titos Tod verschärfen sich Wirtschaftskrise und nationalistische Strömungen in den Teilrepubliken
Ab 1991
Kroaten und Slowenen verkünden ihre staatliche Souveränität; Jugoslawiens Zerfall ist nicht aufzuhalten
1995
Kroatien erobert seine an Restjugoslawien verlorenen Gebiete zurück
2007
Kroatien kooperiert mit dem UN-Kriegsverbrechertribunal
2010
2010 Ex-Präsident Ivo Sanader wird wegen Korruptionsverdacht verhaftet.
2011
Kroatien unternimmt große Anstrengungen, um alle Voraussetzungen für den EU-Beitritt zu erfüllen


Gelbgoldener Tourismus In Istrien wird nicht einfach Olivenöl hergestellt, die Produktion der wohlschmeckenden Flüssigkeit aus verschiedenen Olivensorten ist eine Wissenschaft für sich. Auszeichnungen machen das Öl Istriens weltweit bekannt, die Hersteller bieten Besuche an, oder Urlauber legen sogar selbst Hand an die Pressen. Sandi Chiavalons Öl Ex Albis base wurde unter die 15 besten Olivenöle der Welt gewählt. In einem ultramodernen Verkostungsraum können Sie die Spezialität probieren (Vladimira Nazora 16, Vodnjan). Bekannt für sein Öl ist auch Punat auf der Insel Krk. Bei den Oliventagen im Oktober kann man bei der Ernte helfen und das frische Öl kosten (). Wer auf den Spuren der Ölfrucht reisen will, macht sich bei (Foto) schlau, wo Olivenölwege mit spannenden Stationen in der Region beschrieben werden.

Die Entdeckung des Kleinen Klares Wasser und eine vielfältige Unterwasserwelt machen Kroatien zum Taucherhotspot. Statt auf große Fische konzentrieren sich die Unterwasserentdecker auf das Verborgene: Mollusken, Schleimfische und Anemonen sind eine fast unbekannte Welt, die aus einem Science-Fiction-Roman stammen könnte. Die Meeresschule von Gerwin Gretschel hat sich auf diese kleinen Wunder spezialisiert. Meeresbecken, Mikroskope und professionell geführte Tauchgänge entführen in die Miniatur-Unterwasserwelt. Spezielle Fotokurse komplettieren das Angebot (Meeresschule Valsaline, Valsaline 31, Pula, , Foto). Mit dem Zeus Faber Diving Center entdecken Sie die Unterwasserwelt rund um Poreč (SC Valeta, Lanterna, ). Das Fun Diving Team weiß die besten Plätze rund um Krk (Brace Juras 3).

Wildes Nachtleben Statt an den Stränden der Balearen oder auf den griechischen Inseln feiert die In-Crowd jetzt an Kroatiens Küste. Wo tagsüber Kaffee getrunken und gebadet wird, kommen nachts die Platten auf die Teller. Coole DJs aus der ganzen Welt werden eingeflogen. Ganz neu in Istrien sind Springbreak--Partys. Das Spring Break Europe, nach dem Vorbild der Studentenpartys an den Stränden Floridas, sorgt im Städtchen Rovinj mit drei Tagen Party für mächtig Aufsehen (, Foto). Etwas ruhiger geht es in der angesagten Lounge Porto an der Hafenpromenade von Baška zu. Auch in der Hemingway Bar in Opatija wird nachts und unter freiem Himmel ausgelassen gefeiert (Zert 2a, ).

Frischer Wind in der Küche Die Haute Cuisine hat die Adria erreicht – und bekommt in Istrien den letzten Schliff: Fusion cooking, der Mix moderner Elemente mit traditionellen kroatischen Rezepten, ist der heißeste kulinarische Trend Istriens. Bislang hat sich die Region recht erfolgreich gegen Neuerungen gesperrt, damit ist jetzt Schluss. In der modernen Küche wird Wert auf die Kombination von scheinbar Gegensätzlichem gelegt: Das Le Mandrač, ein kühl gestylter Glaskasten im malerischen Hafenbecken von Volosko, ist eines der szenigsten Restaurants im Kvarner und bereichert kroatische Tradition mit internationaler Kreativität; die Meeresfrüchtekreationen machen Lust auf mehr (Obala F. Supila 10). Einen Schuss Japan an die Adria bringt das ungewöhnlich kleine, dafür umso coolere Restaurant Damir & Ornella in Novigrad (Zidine 5, Foto).
Rund um die stancija wellt sich perfekt manikürter Rasen; ein makelloser Pool liegt im Schatten knorriger Oliven, Holzkohle und Grillbesteck liegen bereit für die neuen Feriengäste. Wer hätte das vor 20 Jahren gedacht? Die alten istrischen Bauernhäuser aus grauem Bruchstein fielen in sich zusammen, denn ihre Bewohner waren längst in die nächst größere Stadt oder an die Küste gezogen. Olivenhaine verwahrlosten, Weinreben wucherten auf den Feldern. Dann kamen die ersten Vorreiter des Agro-turizam, der Ferien auf dem Lande, und plötzlich stiegen die Grundstückspreise. Natürlich besteht das Angebot nicht nur aus noblen Landgütern, die jedem Anwesen in der Toskana das Wasser reichen könnten.