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Genießen Sie abgrundtiefe Blicke auf den Taubenfelsen Es Colomer und den Sonnenuntergang vom Talaia d’Albercutx |
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Eine Bergwelt, die schön ist wie aus dem Bilderbuch, und Mallorcas Orangerie |
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Der zweitgrößte Canyon Europas ist mit dem Auto oder Boot bequem, zu Fuß auf schön anstrengende Art zu erreichen |
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Zwei hübsche Bergdörfer blicken auf das Tal von Sóller |
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Undergroundshow in der größten zugänglichen Tropfsteinhöhle in der Nähe von Portocristo |
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Karibik am Mittelmeer – Es Trenc ist der Star unter den Inselstränden |
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Zuschauen, wie Fischkutter am idyllischen Hafen anlegen und Fische und Meeresfrüchte entladen |
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Der heilige Berg in der Inselmitte mit drei Klöstern in drei Etagen und kulinarischen Genüssen im Dorfhotel |
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Eindrucksvoller Gutsbesuch in 400 Jahre alten Räumen und Höfen |
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Zeitgenössische Kunst und Architektur im mittelalterlichen Korsett in Palma |
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Jugendstil innen mit einer ständigen Ausstellung des katalanischen Malers Anglada Camarasa, Jugendstil außen mit üppig dekorierter Fassade an Palmas Plaça Weyler |
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Farbspiel am Vormittag im prächtigsten Kunstwerk der Insel |
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Treppauf, treppab geht es durch die beiden romantischen Terrassendörfer im Westen |
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Mondäner Yachthafen mit Edelboutiquen und Nobelrestaurants: Mallorcas Marbella für „Sehleute“ mit Hang zum Luxus für Leib und Magen |
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Mit dem „Regentropfen-Prélude“ von Frédéric Chopin im Kopf und George Sands Reisebericht „Ein Winter auf Mallorca“ in der Hand lässt es sich angenehm durch die blumengeschmückten Gassen schlendern |
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Sensationelles Feuerwerk zu Ehren der Virgen del Carmen in Can Picafort |
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In 20 Minuten 3700 Jahre rückwärts bei einer Strandwanderung von Can Picafort zur Totenstadt Son Real |
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Aus einem mittelalterlichen Kloster wurde das moderne Luxushotel Son Brull |
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Das Bergmassiv des Cavall Bernat in Cala Sant Vicenç färbt sich mit jeder Jahreszeit und je nach Sonnenstand wie ein Chamäleon. Im Februar/März nimmt der Schatten auf der Bergwand am Nachmittag die Form eines Pferds mit Reiter an: Motiv für unzählige Maler und Fotografen |
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Auf dem Weg zum Strand von es Trenc können Sie direkt bei den Salines de Llevant nicht nur die neuesten Kreationen aromatisierten Speisesalzes kaufen, sondern auch einen Picknickkorb mit gesunden Köstlichkeiten für den Strandtag; und auf dem Rückweg ein Bioeis |
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Von Rosmarinduft und Zikadengeschrei begleitet führt ein 20-minütiger Fußweg von der abgeschiedenen Urbanisation Cala s’Amunia zum versteckten weißen Naturstrand Sa Comuna am tiefblauen Meer: kein Hotel, keine Strandbude, meist auch kein Mensch weit und breit |
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Große Auswahl an den übervollen Fischtheken der Grilllokale Can Jordi und Casa Fernando in Ciutat Jardí |
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Fisch- und Meeresfrüchtetapas in der Bar d’es Peix im Mercat de L’Olivar in Palma |
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Zu Fuß das Judenviertel, den Jugendstil, Klöster, Handelszentren oder monumentale Bauten entdecken – zweistündige Themenwanderungen in deutscher Sprache unter sachkundiger Führung |
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Er liegt abseits des Touristenstroms, der Carrer Fábrica in Palma. Kaum ein Tourist verirrt sich hierher, dafür umso mehr Einheimische. Hier und in den Seitenstraßen macht ein abendlicher Lokalbummel Spaß – aber nicht vor 21 Uhr, sonst sind Sie mit sich allein |
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Sieben Mal Inselkäse zum Probieren |
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Einen ganzen Tag von 8 bis 20 Uhr können Sie im gepflegten Oasis-Spa und Wellnessbereich des Hotels Son Caliú verbringen – auch als Nicht-Hotelgast. Die Schokomassage kostet allerdings extra |
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… können Sie auf Mallorca werden, wenn Sie sich – gut vorbereitet, gut ausgerüstet und sachkundig geführt – im nackten Fels bewähren. Mallorca alpin können Sie zum Beispiel erleben mit dem Veranstalter Escull Aventura |
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Tauchen Sie ein in die Welt bunter Meerestiere bei der Insel Sa Dragonera an der Westküste von Mallorca |
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8000 Meeresbewohner unter einem Dach können Sie im Palma Aquarium sehen |
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Wenn Sie das Eintrittsgeld für die Besichtigung der Kathedrale in Palma sparen und stattdessen eine Messe besuchen möchten, sollten Sie sehr pünktlich zum Gottesdienst sein und ganz vorne rechts Platz nehmen: Von dort können Sie Gaudis schwungvollen Leuchter und Barcelós grandiose Keramik ausgiebig genießen
Auf den vielen fires, den Herbstmessen, gibt es an den Ständen Gratis-Kostproben mallorquinischer Köstlichkeiten: z. B. sobrasada, jamón serrano, Wein, Oliven, Pilze, Schnecken, Feigen, Honig ...
Wechselnde Kunstausstellungen in den schönen Gewölben und Konzerte auf der Experimentierbühne des stimmungsvollen Innenhofs: Direkt unterhalb der Kathedrale, in Palmas alter Stadtmauer, versteckt sich ein echtes Kleinod, das Museu de Mallorca
Lassen Sie sich verzaubern von der Patina der Gebäude und Gartenanlagen des riesigen Anwesens Raixa. Was Kardinal Antonio Despuig im 18./19. Jh. für viel Geld schuf, können Sie heute, weil mittlerweise in Regierungsbesitz, am Wochenende kostenlos genießen
Ein ganz außergewöhnliches Stück Mallorca: Im Naturpark S’Albufera erleben Sie ein nahezu intaktes, bereits seit 1988 streng geschütztes Feuchtgebiet. Beobachten Sie Vögel und andere Tiere von Hochständen aus
Der Autotunnel nach Sóller ist teuer (9,10 Euro hin und zurück). Kostenlos und vor allem landschaftlich viel erlebnisreicher ist die Strecke Santa Maria – Valldemossa – Deià – Sóller und zurück über den Stausee Gorg Blau Richtung Lluc und dann über Selva nach Inca

Millionenfache weiß-rosa Blütenpracht über Mallorcas charakteristisch roter Erde: Zur Mandelblütenzeit von Ende Januar bis Anfang März können Sie ein einmaliges Naturerlebnis genießen, zum Beispiel bei Valldemossa
So nennt sich, übersetzt, das typische Vesperbrot der Mallorquiner. Es ist das erweiterte pa amb oli. Außer dem Mus der remallet-Tomate gehören luftgetrockneter Schinken oder/und Inselkäse, eingelegter Meerfenchel, Oliven und Kapern dazu: sehr gut im Hostal d’Algaida
Jeder Ort hat seine ermita, sein monasteri oder santuari, zumeist auf dem Gipfel eines nahe gelegenen Bergs, teils umfunktioniert zu Herbergen mit Picknickplätzen. Im abgelegenen Dorf Orient können Sie versuchen, die Spiritualität der Einsamkeit nachzuempfinden: im ehemaligen Kloster L’Hermitage, heute Landhotel mit feinem Restaurant
Nicht einmal auf den Nachbarinseln ist die ensaimada, die mit Puderzucker bestreute Hefeteig-Schmalzschnecke, so geschmackvoll und zart wie auf Mallorca. In der mehr als 100 Jahre alten Bäckerei Ca na Juanita in Alaró können Sie sich davon überzeugen
Palmas Kathedrale La Seu ist der Insel größter Schatz und Wahrzeichen. Besonders vormittags, wenn die bunte Rosette über dem Altar farbige Lichtflecken auf die hohen Säulen und das Gestühl wirft, ist dies wahrhaft ein Ort zum Frommwerden
Sie sind ockerfarben, rustikal und rau, die Bruchsteine, aus denen Mallorcas Landhäuser gemacht sind. Ihr Baustil lebt in Tausenden, über die Insel verstreuten Fincas weiter, Hunderte possesiós, wie die großen Gutshäuser auf dem Land oder die Stadtpaläste in Palma genannt werden, haben die Zeiten überlebt. Im Hotel Born in Palma können Sie im Ambiente eines Stadtpalastes aus dem 16. Jh. wohnen

Aristokratisches Leben nach Gutsherrenart erfahren Sie beim Rundgang durch Els Calderés im Inselinnern. Kaum ein Raum wirkt museal
Didaktisch gut gemacht, zeigt das Palma Aquarium das Leben aller Weltmeere, auch die durch Klimaveränderung bedingte Gefährdung
Nicht nur unter Wasser, auch unter der Erde verstecken sich Inselreize: in Tausenden von Höhlen, von denen fünf öffentlich zugänglich sind. Klein, aber fein sind die Coves de Campanet. Die manchmal spaghettidünnen Tropfsteingebilde sind so eindrucksvoll, dass sie ganz ohne Spektakel auskommen
Gordiola bei Algaida ist die älteste der drei Glasbläsereien auf der Insel. Machen Sie es Spaniens Königsfamilie nach, schauen Sie den Handwerkern zu und bestaunen Sie im angeschlossenen Museum zerbrechliche Schönheiten von einst und jetzt
Die Bodega Jaume Mesquida in Porreres bietet Führungen durch ihr Weingut an, verbunden mit einer Verkostung verschiedener Tropfen, das Angebot reicht von einer einfachen Weinprobe bis zum mehrstündigen entspannten Mittag- oder Abendessen
Auch wenn es Ihnen im Hochsommer absurd erscheinen mag – aber die neapolitanische Weihnachtskrippe im Palau March Museu in Palma ist zu jeder Jahreszeit sehenswert! Sie füllt einen ganzen Raum im Palast

Wer sich beim Palmabesuch die Füße wund gelaufen hat, verbindet den Besuch der Banys Arabs in der Altstadt mit einer Verschnaufpause auf einer der Bänke im hübsch angelegten Garten: Atem holen im lauschigen Grün, Rückschau halten auf das Gesehene
Während der Küchenprofi für Sie und Ihre Gäste ein Menü zaubert, genießen Sie einen Aperitif am Pool. Jens F. Kruse kommt in die Ferienfinca und bereitet ein Essen Ihrer Wahl nach vorheriger Absprache zu (zu vernünftigen Preisen); und er verlässt die Küche, wie er sie vorgefunden hat
Eine Stunde lang Seeluft schnuppern bei einer Hafenrundfahrt der Cruceros Marco Polo: Lassen Sie sich Palma vom Meer aus servieren, bequemer geht es nicht
Sie möchten gern Weinbodegas besuchen und haben Sorge wegen der Promillegrenze? Kein Problem: Ein Fahrer von Vip Car Mallorca holt Sie ab und chauffiert Sie. Sie genießen die Landschaft, köstliche Tropfen und ein bisschen Weinlatein – in deutscher Sprache
Sie müssen beileibe nicht nächtigen im luxuriösen Schlosshotel Son Vida. Lassen Sie sich einen Café bringen und genießen Sie den fürstlichen Service und den einmaligen Blick
Wenn die Sonne hinter den Bergketten der Tramuntana versinkt und die Lichter von Port de Pollença funkeln, ist hoch oben am Fuß des Turms von Albercutx der atemberaubendste Augenblick gekommen. Erleben Sie ihn als krönenden Tagesabschluss einer Fahrt zur Halbinsel Formentor
Bild: Küste bei Deià |
Wildes Zikadengeschrei im Ohr und Pinienduft in der Nase, die heiße Sonne im Nacken – und von unten schimmert durch das Grün der Baumkronen die türkisblaue Bucht mit ihrem weißen Sandsaum: Die Cala Mondragó ist nur eine von Hunderten kleiner Sandbuchten rund um die Insel.
Und sie entspricht so ganz dem Traumbild von Sonne, Sand und Mittelmeer. Dass sie zudem auch noch kaum bebaut ist und zum streng geschützten Naturpark erklärt wurde, signalisiert ökologische Einsicht, die andernorts im Mittelmeerraum eher selten anzutreffen ist. Mallorca ist ein Magnet, die größte Insel der Balearen zieht sie alle an: Könige, Künstler, Popstars, Aus- und Umsteiger – und vor allem Touristen. Kein Mittelmeerziel ist vielseitiger und wandlungsfähiger. Die in ihren touristischen Gründerjahren als Massenurlaubsziel verschriene Insel hat sich zu einem multikulturellen Mikrokosmos mit hervorragender Infrastruktur und hochwertiger Gastronomie entwickelt, ohne dabei ihr höchstes Gut zu verschandeln: die überwältigend schöne Natur. Wer sie erleben will, muss bereit sein, das Hotel, den Swimmingpool und den Strand davor zu verlassen und sich aufmachen: zu Fuß, mit dem Fahr- oder Motorrad, mit dem Linienbus, der Bahn oder dem Leihwagen. Das Straßennetz auf Mallorca ist vorbildlich, die Preise für ein Mietfahrzeug sind nicht höher als anderswo, die Entfernungen von Osten nach Westen, von Norden nach Süden betragen nicht mehr als 90 km.
Mallorcas Tourismusgeschichte verlief stürmisch und eindrucksvoll, wurde zum Wirtschaftswunder für die Mallorquiner mit dem von Franco in den 1960er-Jahren staatlich verordneten Expansionsprogramm, mit dem er die Küsten Spaniens und vor allem Mallorcas massiv bebauen ließ. Aus Bauern und Fischern wurden Dienstleistende, Rezeptionisten, Kellner, Köche, Wirte, Hoteldirektoren, Busfahrer, Reisebürokaufleute, Reiseleiter. Heute erwirtschaftet der Fremdenverkehr einschließlich der damit zusammenhängenden Wirtschaftszweige etwa 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
300 000 Gästebetten in Herbergen aller Kategorien stehen zur Verfügung, vom Dorfgasthaus über das Strandhotel mit All-inclusive-Angeboten bis zum Luxus-Spa-Resort. Dazu kommen ungezählte Privatvermietungen in Apartments, Villen und Fincas – für etwa 7 Mio. Touristen, die die größte der Baleareninseln jährlich besuchen.
Was die Gäste auf 3640 km2 zu sehen bekommen, ist weit mehr, als in einen zweiwöchigen Urlaub hineinpasst: im Norden die große Doppelbucht Pollença-Alcúdia mit ihren beiden sie umklammernden Fingern, den Halbinseln Formentor und Isla de la Victoria, dem Feuchtgebiet S’Albufera und den schön restaurierten und geschichtsträchtigen Städtchen Pollença, Alcúdia und Artà. Im Osten die lieblichen Hügel der Serra de Llevant mit zig Stichstraßen zu ebenso vielen fjordähnlichen Bilderbuchbuchten, Stränden und Häfen. Der heiße und flache Süden mit seinen naturbelassenen Dünenstränden, Kiefernhainen und den Salzseen erinnert an die noch südlicher gelegene Nachbarinsel Ibiza. Und schließlich das Nonplusultra der Insel: der wilde Westen mit seinem gewaltigen Hochgebirge der Serra de Tramuntana, mit mehr als 40 Tausendern, mit abgrundtiefen Schluchten und himmelhohen Steilwänden und mit einer der aufregendsten und schönsten Traumstraßen Europas. Nicht zu vergessen die Mitte Mallorcas, es Pla, eine Hochebene mit zum Teil noch recht verschlafenen Dörfern, der Kornkammer und dem Gemüsegarten der Insel. Und dann ist da noch die Hauptstadt Palma, eine der schönsten Städte am Mittelmeer, die meisterhaft Altes bewahrt und Neues kreiert, die sich rund um die Uhr immer wieder neu inszeniert – mit Musealem aus 3000 Jahre alter Inselgeschichte und Trendigem wie Yoga- und Spa-Center, New-Fashion-Shops oder Kakaoboutiquen.
Das berühmteste Inselgebäude: die Kathedrale La Seu in Palma |
Für die meisten Sommergäste reduziert sich der Hauptstadtbesuch auf einen Tag, sie sind in der Regel auf Sonne, Sand und Meer fixiert. Mehr als 150 Sandstrände, deren Gesamtlänge ungefähr 50 km beträgt, werden diesem Wunsch gerecht, zumal das Wasser rund um die Balearen als das sauberste im Mittelmeerraum gilt. Kaum ein Strand, an dem nicht die Blaue Flagge weht, so gut wie kein Küstenabschnitt mehr, an dem Abwässer ins Meer rinnen. Überhaupt ist die Insel ein Vorreiter im Mittelmeerraum für aktiven Umweltschutz, auch wenn er den Ultragrünen noch immer nicht intensiv genug ist. Mit dem massiven Druck, den die Umweltschutzorganisation GOB in den 1980er-Jahren wegen der immensen Bebauung auf die Inselregierung ausübte, fing ein Umdenken auch in der Bevölkerung an. Weg von noch mehr Zersiedelung durch immer mehr Hotelbauten und andere touristischen Einrichtungen – hin zu einem umwelterhaltenden, sanften Tourismus. Weg von einer immer stärker werdenden Überfremdung von außen – hin zum Erhalt eigener kultureller Werte. Inzwischen kämpft der GOB schon längst nicht mehr allein, immer mehr private und auch öffentliche Initiativen setzen sich für eine nachhaltige Entwicklung Mallorcas ein. Bereits an private Käufer und Investoren freigegebene Landsitze, ja ganze Buchten, Strände und Inseln wurden in den letzten Jahrzehnten von der Inselregierung zurück gekauft, besonders bedrohte Biotope wie das Feuchtgebiet S’Albufera oder die Cala Mondragó zu Naturschutzgebieten erklärt. Und schließlich darf in der gesamten Tramuntana, die immerhin ein Drittel Mallorcas einnimmt, nur noch mit ganz strengen Maßnahmen gebaut werden. In dieses Konzept passt der Antrag des Inselrats, den Gebirgszug in die Welterbeliste der Unesco aufnehmen zu lassen. Ganze Dörfer wie Biniaraix stehen unter Denkmalschutz, in Palma wurde 2010 der erste streng ökologische Wochenmarkt eröffnet.
Das Wasser rund um die Balearen gilt als das sauberste im Mittelmeer |
Auf Mallorca gibt es außer Skilaufen und Rodeln eigentlich nichts, was es nicht gibt. Da sind über 40 Yachthäfen und eine Vielzahl an Segel-, Surf- und Tauchbasen für Wassersportler. Wer nicht sein eigener Kapitän ist, bucht eine Bootstour, vom Halbstundentrip mit dem simplen Tretboot über die gemütliche Sightseeingtour mit dem Ausflugsdampfer bis zur einwöchigen Inselumrundung auf einer Yacht. Ein Urlaub reicht nicht, um alle 23 Golfplätze auszuprobieren. Buntbehoste Radfahrer und Motorradfahrer jubeln über die vielen kurvenreichen Bergstraßen, und Wanderer können sich nicht satt sehen an dem faszinierenden Zusammenspiel von Bergen und Meer.
Über 6000 Restaurants, Cafés und Bars bieten eine breite Palette an kulinarischen Genüssen für jeden Geschmack und Geldbeutel: Gourmets können in einem halben Dutzend Edelrestaurants sündhaft gut (und teuer) schlemmen, Sparsame finden in jedem Badeort genug Cafeterías mit preiswerten Tagesmenüs oder einer großen Auswahl an Tapas. Andere lassen die Korken knallen in coolen Beach-Clubs oder bescheiden sich mit der Happy Hour am Ballermann & Co. Was die Mallorquiner dazu sagen? Wenig. Manchmal fahren sie dorthin, Spektakel gucken. Im Lauf der Jahrhunderte hat Mallorca mit Römern, Vandalen und Arabern, mit Byzantinern, auch mit Festlandspaniern immer wieder Besatzungen und Fremdes erlebt. Duldung und Integration lagen den Insulanern wesentlich mehr als Widerstand oder gar Hass. Fremdes wurde aufgenommen und gemächlich in Eigenes verwandelt. Was Kritiker als Phlegma der mallorquinischen Mentalität bemängeln, verstehen andere als Toleranz. Und tatsächlich zeichnet die Inselbewohner eine Art freundlicher Zurückhaltung aus, Einmischung und Indiskretion sind verpönt. Das schafft eine für Fremde freundliche Atmosphäre – und zugleich eine angenehme Form der Distanz.
Wer Mallorca zum ersten Mal bereist, kommt gewiss mit Vorurteilen; zu viel und oft auch zu klischeehaft wurde und wird über die Insel berichtet. Wenn prominente Inselgäste und ganz normale Häuslebauer schon nach zwei, drei Aufenthalten von ihrer Insel reden, mag das ihrer persönlichen Empfindung entsprechen. Mallorca in seiner Eigenart und Vielfalt werden sie jedoch schwerlich kennengelernt haben. Denn der wahre Charme der Insel und ihrer Bewohner erschließt sich nicht im Handumdrehen; er will poc a poc, gemächlich, wie es die Mallorquiner selber lieben, entdeckt werden.
Um 4000 v. Chr.
Auf Mallorca leben erste Höhlenbewohner
123 v. Chr.
Römer besetzen Mallorca und gründen Pollentia und Palma; erste Blütezeit der Insel
Ab 455
Vandaleneinfälle beenden die römische Herrschaft
Ab 903
Mallorca wird von arabischen Mauren erobert und erlebt seine zweite Blütezeit
1229
Am 31. Dezember zieht Jaume I., König von Aragonien, siegreich in Medina Mayurka (Palma) ein; in der Folge zerstört er alles Islamische
1276
Jaume II. ruft die Balearen zum Königreich Mallorca aus; unter seinen Nachfolgern floriert der Mittelmeerhandel, erhebt Ramón Llull das Katalanische zur Literatursprache
Bis 1561
Überfälle durch türkische Piraten
1814
Nach dem Ende von Spaniens Unabhängigkeitskrieg gegen Frankreich erhält Mallorca eine eigene freiheitliche Verfassung
1905
Das Fomento de Turismo, das mallorquinische Fremdenverkehrsamt, wird gegründet
Ab 1960
Nach dem Bau des ersten Flughafens von Palma beginnt unter General Franco der Massentourismus
1983
Die Inselgruppe der Balearen wird zu einer der 17 autonomen Regionen des demokratischen Spanien; das Katalanentum, unter dem Francoregime niedergehalten, erlebt eine Renaissance
2000
Erstmals stagnieren Mallorcas Besucherzahlen
2009
Mallorcas Tourismus bekommt nach Jahren des Booms die Weltwirtschaftskrise zu spüren

Nostalgisch Das Ambiente muss stimmen. Den morgendlichen Kaffee nimmt man in Palma vor der Jugendstilfassade oder auf der Terrasse des Café 1916 ein (Plaça Espanya 4). Zwischen Säulen an den Marmortischen des Café Lírico genießen nicht nur Dichter und Denker Cortado con hielo, einen Espresso auf Eis (Avinguda d’Antoni Maura 6). Das detailreich dekorierte Café Atlántico ist das Lokal für die späten Stunden. Hier schmecken sowohl Cocktails als auch kühles Bier (Carrer de Sant Feliu 12).

Trendsport Padel, eine Mischung aus Tennis und Squash, erobert die Insel. Gepadelt wird mit Schlägern auf einem 10 x 20 m großen Platz, der an allen vier Seiten von Mauern umgeben ist. Zum Ausprobieren gehts ins Mega Sport Center. Nach dem Match können Sie sich im hauseigenen Pool mit olympischen Ausmaßen abkühlen (Carrer Dels Fertilizants 8, Polígono Son Valentí, Foto). Wer den rasanten Trendsport mit einem Lehrer kennenlernen will, macht einen Kurs bei Palma Pádel (Carrer Castella La Manxa 6, Palma, ).

Sing Katalan Ins Herz der Mallorquiner treffen die heimischen Bands mit ihrer Landessprache, Katalan. Vorne mit dabei sind Katau, die einen loungigen Mix aus Jazz und Pop spielen (), sowie die vierköpfige Rock’n’Roll-Band Anegats (. Livemusik in der Landessprache gibt es im Pub Es Colomer in Santa Margalida (Carrer Miquel Ordinas, ). Für Locals ist das Gramola in Palma (Paseo Maritimo) der Place-to-be.

Dinner at Home Hier finden Sie auch ohne Tischreservierungen sicher einen Platz: im eigenen Ferienhaus, der Finca oder auf der Yacht. Die Promiköche der Insel kommen zu Ihnen. So auch Marcus Kaspari, der früher im Villa Hermosa am Herd stand () oder Jörg Klausmann vom Mirador de Cabrera. Der Fachmann fürs Kulinarische hat auch schon für Stars wie Boris Becker gekocht (, Foto). Die Privatköche von TravelFeeling bringen unter dem Namen Genusswelten ebenfalls Leckerbissen bis an die Haustür oder nutzen die vorhandene Küche. Mit gewöhnlichem Lieferservice hat die internationale Feinschmeckerküche wahrlich nichts zu tun ()!

After-Work-Clubbing Gegessen wird gegen 21 Uhr, das Nachtleben beginnt weit nach Mitternacht. Wer in Palma ausgehen will, braucht Durchhaltevermögen. Doch auch die Mallorquiner entdecken das After-Work-Clubbing. Das kühl-modern gehaltene Marchica startet schon um 16 Uhr mit kleinen Speisen in die Nacht. Wer Kondition hat, kann dort bis 3 Uhr früh durchfeiern (Torre de Peraires 1). Im El Garito Café ist seit den 1970er-Jahren die Musik- und Kunstszene zu Hause, DJs und Livebands fühlen sich wohl – und das schon ab 19 Uhr (Dàrsena de Can Baberà). Nicht nur Fans von Electro-Beats feiern heutzutage früher, auch Jazz-Aficionados haben die Jam-Sessions nach vorne verlegt. Im intimen Jazz Voyeur Club kann, aber muss man sich so nicht die Nacht um die Ohren schlagen (Carrer Apuntadores).
Bild: Talaia de Ses Animes bei Banyalbufar |
Kaum ein anderer prominenter Inselgast wurde und wird so verehrt wie Ludwig Salvator von Habsburg, Lothringen und Bourbon, Erzherzog (Arxiduc) von Österreich. 1867 ankerte er zum ersten Mal mit seiner Yacht „Nixe“ vor der bizarren Halbinsel Sa Foradada, unterhalb seines späteren Altersruhesitzes Son Marroig. Er verliebte sich nicht nur in die Schönheit der Insel, sondern auch in so manche Inselschönheit. In 40 Jahren schrieb er über 70 Bücher, vor allem das Kolossalwerk „Die Balearen in Wort und Bild“, das er auch selbst illustrierte. Er erwarb ein Stück Land nach dem anderen zwischen Deià und Valldemossa, um die uralten Ölbäume vor den Äxten der Bauern zu schützen, restaurierte Herrensitze und ließ Pfade in den Bergen anlegen, die heute als Wanderwege dienen. Er war der erste Naturschützer der Insel.