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Mittelpunkt der zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt ist der mittelalterlich anmutende Marktplatz |
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Das Doberaner Münster, Kleinod norddeutscher Backsteingotik, birgt bedeutende Kunstschätze |
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Warnemündes Flaniermeile mit Geschäften und Restaurants in ehemaligen Fischerhäusern neben Yachten und Kuttern |
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Faszinierende Einblicke in die Werkstatt der Natur im Nationalparkzentrum in Wieck |
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Nur zu Fuß, mit dem Rad oder der Pferdekutsche erreichbar: Darßer Ort, die nördlichste Spitze der Halbinsel Fischland, Darß, Zingst |
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Drei Türme gewähren auf Deutschlands Nordkap einen weiten Blick über Land und Meer |
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Von Sassnitz führt der Hochuferweg entlang der Kreideküste vorbei am berühmten Königsstuhl |
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„Perlen der Backsteingotik” machen Stralsunds Altstadt zum Weltkulturerbe |
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Tausende von Fischen tummeln sich im Stralsunder Aquarium der Superlative in rund 6 Mio. Litern Meerwasser, die Dachterrasse wird von Pinguinen bewohnt |
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Nicht nur wegen der Bilder von Caspar David Friedrich ist der Besuch des Museums in Greifswald ein Muss |
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Traditionsreiches Seebad mit prachtvollen Villen, eleganten Hotels aus der Kaiserzeit und der längsten bewirtschafteten Seebrücke Europas |
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Mit 45 km/h zuckelt die Schmalspurbahn zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn |
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Inselerkundung per Dampfeisenbahn |
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Deutschlands drittgrößtes Musikfestival ist bekannt für erstklassigen Kunstgenuss an außergewöhnlichen Orten |
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Maritimes Fest mit Traditionsseglern und mehr als 1 Mio. Besuchern |
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Werfen Sie unbedingt einen Blick in die kleine, frühgotische Pfarrkirche St. Johannes in Rerik. Sie werden begeistert sein von der reichen barocken Ausstattung und der wunderschönen Ausmalung | |
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Ein Kindheitstraum wird auf dem „Rasenden Roland” auf Rügen wahr: Auf dem Führerstand der Dampflok mitfahren und Lokführer und Heizer bei der Arbeit zusehen | |
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Zu Lesungen, Konzerten, Kabarett- und Theaterabenden sowie Veranstaltungen für Kinder lädt das Darßer Sommertheater in Born, das nur Platz für knapp 60 Gäste bietet. Unbedingt reservieren! | |
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Komfortabel und sanft schaukelnd wohnen Sie in schwimmenden Ferienhäusern auf dem Boddengewässer bei Lauterbach | |
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Datenschutz ist nicht zu beachten, und so darf die Kamera ganz offiziell in die Höhle einer Steinkauzfamilie schauen. Die Bilder werden live in die Naturschatzkammer nach Neuheide übertragen | |
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Die dickbäuchigen, ehemaligen Fischerboote mit dem braunen Segel starten am Althagener Hafen von Ahrenshoop zu Ausflugsfahrten () | |
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In Mecklenburg-Vorpommern darf geangelt werden, ohne die sonst übliche Prüfung abzulegen. Nur in diesem Bundesland gibt es den – zeitlich befristeten – Touristenfischereischein () | |
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Mit dem 12-Uhr-Schlag beginnt wochentags in der Rostocker Marienkirche der Vorbeimarsch der Apostel | |
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Versteckt liegende Moore, Seeadlerhorste, Sagen und Geschichten – die Ranger des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft kennen sich aus. Wanderungen mit ihnen sind Natur- und Geschichtserlebnisse ganz besonderer Art | |
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Alles, was Gräten hat, bietet der Warnemünder Fischmarkt auf der Mittelmole an. Vom Räucherfisch bis zu fangfrischen Schuppentieren, die direkt von den eingelaufenen Fischerbooten verkauft werden | |
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Besucher sind im Marine Science Center in Warnemünde nicht nur bei den Experimenten der Wissenschaftler mit den Seehunden Malte, Filou und Co. dabei, sie dürfen die Tiere auch streicheln und sogar mit ihnen schwimmen und tauchen | |
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Seit mehr als 100 Jahren rudert auf Rügen ein Fährmann seine Passagiere über die 50 m breite Baaber Beek | |
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Alles vollwertig, alles aus ökologisch angebauten Zutaten: Brot, Brötchen und Kuchen, Obst und Gemüse im Café und Laden Biofrieda in Rostock | |
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Mit Landrover, Mountainbikes und Schlauchboot geht es einen Tag lang abseits der Touristenwege über die Insel Usedom – Tierbeobachtungen inklusive | |
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Lesungen, Gesprächsrunden und Ausstellungen bereichern den Veranstaltungskalender des GalerieCafés in Barth. Für das leibliche Wohlergehen sorgen Suppen, hausgebackene Kuchen, Käseteller und Wein |
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Nach Nordoststürmen wird der Darßer Weststrand zur Fundgrube für Bernstein (), Donnerkeile und Hühnergötter. Ein bisschen Zeit müssen Sie bei der Suche zwar investieren, aber mit etwas Glück fahren Sie mit schönen Gratissouvenirs nach Hause
Rund 500 Künstler in ganz Mecklenburg-Vorpommern öffnen jedes Jahr zu Pfingsten ihre Werkstätten. Sie können Grafiker, Bildhauer, Töpfer, Schmuck-, Glas-, Holz- und Metallgestalter bei der Arbeit besuchen, Fragen stellen oder einfach nur plaudern
Chorauftritte oder Orgelvorträge; sogar Jazz wird bei den Konzerten in der St. Johanneskirche in Rerik gespielt. Die sommerlichen Musikhöhepunkte in dem schönen Backsteinbau von 1250 sind kostenlos, ebenso wie die Führungen durch die Kirche
Wer die Küste von oben sehen möchte, muss in den meisten Fällen Geld bezahlen. Der Blick vom Kirchturm des Ostseebades Wustrow dagegen ist kostenlos – und bietet eine schöne Aussicht auf das Fischland, die Ostsee und den Bodden
Die Vielfalt der Natur auf der Insel Usedom zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden: Das können Sie mit kundiger Hilfe vom Frühjahr bis in den Herbst bei Touren, die von der Naturparkverwaltung organisiert werden
Wenn Sie einen Blick vom Königsstuhl auf die Ostsee werfen wollen, dann müssen Sie Eintritt zahlen. Die Aussicht von der Plattform der nahen Viktoriasicht dagegen ist gratis – und schöner: Schließlich präsentiert sich Ihnen nicht nur das Meer, sondern auch der kalkweiße Königsstuhl selbst

Park, Kloster, Gutshof oder Scheune – die unkonventionellen Veranstaltungsorte machen, neben dem hochkarätigen Programm, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zum Höhepunkt für Klassikfans
Atemberaubende Bauwerke, ganz in Rot: Wer vor dem Rathaus von Stralsund oder der Nikolaikirche in Wismar steht, bewundert zwei Paradebeispiele der Backsteingotik
Der Kontrast der Farben könnte nicht schöner sein: blaues Meer und weißer Sand. Dass die breiten, schier endlosen Sandstrände zu Recht Puderzuckerstrände genannt werden, davon können Sie sich zum Beispiel gleich auf 42 km Länge auf der Insel Usedom überzeugen
Gotische Türmchen, römische Säulen, barocke Putten, Rokokoranken – der Stilmix der Bäderarchitektur prägt Urlaubsorte voller Flair wie Binz auf Rügen () oder Heringsdorf auf Usedom
Was morgens von den Fischern angelandet wird, liegt schon abends auf Ihrem Teller, z. B. im Poeler Forellenhof oder im Räucherhaus Schönthier in Althagen
Mit lauten Guruh-guruh-Rufen fliegen abends Tausende von Kranichen im Osten der Halbinsel Fischland, Darß, Zingst zu ihren Schlafplätzen. Wer dieses Spektakel einmal im Frühjahr oder im Herbst erlebt hat, wird es nie wieder vergessen. Von Beobachtunsgplattformen aus können Sie den Flugverkehr verfolgen
Wie wär’s mit Schiffe gucken? Als eines der traditionsreichen Seebäder lockt Warnemünde nicht nur mit Stränden, pittoresken Häuschen und vorzüglichen Restaurants, sondern auch mit den größten Kreuzfahrtschiffen der Welt, die hier rund 100-mal im Jahr anlegen

Wenn Ihnen der Ostseesturm den Regen ins Gesicht peitscht, machen Sie einen Abstecher in die Tropen. Im Schmetterlingsgarten in Klütz flattert es kunterbunt zwischen Bambus, Kaffeesträuchern und Bananenstauden
Regnerische Tage können auch schön sein. Denn dann wird in Rostocks Innenstadt geshoppt und gebummelt, in modernen Passagen oder kleinen Läden, Boutiquen und Galerien
In Karls Erlebnisdorf, Deutschlands größtem Bauernmarkt, können Sie alle alle möglichen Mecklenburger Leckereien probieren und kaufen, selber Kaffee rösten oder schöne Dinge für den Garten zu Hause finden
365 Tage im Jahr herrscht im Hansedom in Stralsund Sommer. Von der Whirlpool-Landschaft im Südseedschungel ins subtropische Wellenbad – und dazwischen Action auf den fünf Erlebnisrutschen
An der Selliner Seebrücke geht es hinab in Neptuns Reich. Trockenen Fußes tauchen Sie zum Meeresgrund, an dieser Stelle etwa 4 m. Was Sie durch die 7 cm dicken Scheiben vielleicht nicht sehen können, zeigt Ihnen ein spannender 3-D-Film ()
Lässt sich ein Trabi mit einem Arm hochheben? Die Antwort auf diese und viele andere Fragen finden Sie in der Phänomenta in Peenemünde. Manche Versuche sind verblüffend einfach, andere einfach nur verblüffend!

In acht verschiedenen Saunen entspannen Sie im Sport- und Erlebnisbad Wonnemar in Wismar. Die Panoramasauna macht ihrem Namen alle Ehre: Schwitzen mit Blick auf die Altstadt!
Gleich mehrere Orchester scheint die Stellwagen-Orgel von 1659 in der Marienkirche in Stralsund zu vereinen. Schließen Sie die Augen und geben Sie sich der Musik hin
In der Teeschale in einem alten, rohrgedeckten Prerower Schifferhaus duftet es nach Tee und frischem Kuchen. Im Sommer genießen Sie beides zwischen Blumen und Sträuchern im Garten
Sanfte Massagen, angenehme Düfte und heilende Kräuter gehören zu den Streicheleinheiten im Aquadrom in Graal-Müritz
Die Aussicht vom alten Hansespeicher im Rostocker Stadthafen ist atemberaubend. Beobachten Sie am Abend bei einem kühlen Drink vom Silo 4 durch das Panoramafenster die heimkehrenden Schiffe und das Farbenspiel des Sonnenuntergangs
Auf sage und schreibe 30 km/h bringt es die Dampflok des „Molli”, wenn der Heizer reichlich Kohlen nachlegt. 43 Minuten von Kühlungsborn West bis Bad Doberan und das retour – bequemer können Sie diesen Küstenabschnitt nicht kennenlernen
In Loddin ein Ruderboot mieten, den Picknickkorb packen, ein Kissen dazulegen und sich dann auf dem Achterwasser () treiben lassen: Das bedeutet einen Tag lang so richtig faulenzen
Blaues Meer, kilometerlange weiße Sandstrände, traditionsreiche Seebäder mit aufwendig renovierten Villen und Seebrücken, die zum Promenieren über den Wellen einladen – das ist die eine Seite der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern, kurz MeckPomm genannt, die jährlich Hunderttausende Urlauber anzieht, Tendenz steigend. Zuwächse bei den Besucherzahlen verzeichnen auch die alten Hansestädte, deren von rotem Backstein geprägtes Stadtbild noch immer – bzw. nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten wieder – von einstigen Blütezeiten zeugt .
Doch es gibt noch eine andere, oftmals unbeachtete Seite dieses Küstenstrichs, die es zu entdecken lohnt: das Hinterland der Halbinseln und Inseln mit ihren Boddenlandschaften. Hier schlendern Sie entlang von Rapsfeldern, erfreuen sich später im Jahr an Mohn- und Kornblumen, an Heckenrosen und Ginster und lauschen dem Summen und Gezwitscher in den Schilfgürteln. Stundenlang können Sie hier zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein – vor allem im Frühjahr und Herbst –, ohne einer Menschenseele zu begegnen.
Die Insel Ummanz, Lebbin und Reddevitzer Höft auf Rügen sowie der Lieper Winkel auf Usedom sind solche abgeschiedenen, verträumten Ecken. Oder der Darß, den Wind und Wellen immer weiter ausfransen und von dem sie unaufhörlich Land abnagen, um es an der Nordspitze wieder anzulanden. Am Darßer Ort wird Deutschland jedes Jahr um acht bis zehn Meter größer. Fisch- und Seeadler haben sich diese Regionen als ihr Zuhause gewählt, Hinweisschilder am Straßenrand machen auf den Fischotter aufmerksam, Zehntausende von Kranichen kommen jeden Herbst in die flachen Gewässer zwischen Zingst und Rügen geflogen. Die untergehende Sonne verdunkelt sich, wenn sie in den Abendstunden der Spätsommer- und Herbsttagen von ihren Futterplätzen mit trompetenhaften Rufen in die Nachtquartiere einschweben, bevor es weitergeht auf die weite Reise in den Süden. Ebenso beeindruckend, wenn auch nicht so unberührt und alles andere als unbekannt sind die kreideweißen Felsen auf Rügen, die aus den dunklen Buchenwäldern leuchten. Sie gehören wie der Darß zu den rund 20 Prozent der Landesfläche, die unter besonderem Schutz steht: An der Küste gibt es zwei Nationalparks, einen Naturpark und ein Biosphärenreservat, um das größte Potenzial des Landstrichs, die Naturschönheiten, zu bewahren.
Den Kontrast dazu liefern die trubeligen Seebäder mit ihrem Architekturmix, Bäderarchitektur genannt: Hotels und Villen schmücken sich mit verschnörkelten Türmchen, verzierten Loggien, putzigen Dachaufbauten und korinthischen Säulen. Was anderswo spätestens in den 1970er-Jahren der Abrissbirne zum Opfer fiel und durch Glas und Beton ersetzt wurde, konnte sich hier über die DDR-Zeit retten. Zwar marode, aber die architektonischen Kostbarkeiten blieben erhalten. Nach der Einheit wurden sie liebevoll saniert, und heute geben sie den Seebädern von Boltenhagen im Westen bis Ahlbeck im Osten ein unverwechselbares Gesicht. Wenn Sie durch Kühlungsborn, Binz oder Heringsdorf bummeln, glauben Sie, ein Architekturmuseum zu besuchen. Schlösser und Herrenhäuser, von denen es in Mecklenburg-Vorpommern fast hinter jeder Ecke eins gibt, verwandelten sich, aufwendig restauriert, in Hotels. Die Einheimischen wissen um ihre Schätze und haben rasch mitbekommen, was Touristen mögen. Nach der Einheit bauten sie Seebrücken zum Promenieren über den Ostseewellen, Marinas, Golfplätze, Freizeitbäder und Wellnesstempel.
Erinnerung an Kaisers Zeiten: die Bäderarchitektur mit ihren filigran-verspielten Elementen |
Dabei knüpfen sie an eine alte Tradition an – schließlich wurde der Badeurlaub an der Ostsee in Mecklenburg „erfunden”. Großherzog Friedrich Franz I. bekam von seinem Leibarzt den Rat, im Meer zu baden. Königliche Hoheit sah sich um, der Heilige Damm gefiel ihm, und so entstand hier 1793 Deutschlands erstes Seebad und Doberan wurde die Sommerresidenz des Herzoghauses Mecklenburg-Schwerin. Badekuren und Strandurlaub kamen rasch in Mode, zumindest bei jenen, die das Geld dafür hatten. Gottverlassene Fischerdörfer mauserten sich zu eleganten Seebädern. Heutzutage boomt der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Tausende von Strandkörben hievt man jeden Sommer ans Meer, ersonnen hat den „aufrecht stehenden Wäschekorb”, wie seinerzeit spöttisch bemerkt, ein Mecklenburger.
Doch die Zeiten, in denen die Urlauber sich von früh bis abends in der Sonne aalten, sind vorbei. Zum Entspannen und Erholen gehört heute mehr, und so kommen die Gäste das ganze Jahr über, um sich mit Thalasso, Rügener Schlämmkreide oder einer Thaimassage verwöhnen zu lassen. Wellnessurlaub liegt im Trend, Mecklenburg-Vorpommern gilt als Gesundheitsland Nummer eins in Deutschland. Aktivurlauber wollen ihre Grenzen ausloten und schwingen sich wie Tarzan in Hochsellgärten von einem Baum zum anderen oder reiten mit bis zu 45 km/h über die Wellen. Die Mecklenburger Bucht und die Gewässer um Rügen gehören zu den beliebtesten Surfrevieren. Radler entdecken im Hinterland stille Dörfer mit rohrgedeckten Häusern und uralten, backsteinernen Dorfkirchen. Dorthin führen nicht immer asphaltierte Wege, oft sind es Alleen, auf deren holprigem Kopfsteinpflaster vermutlich schon Soldaten im Dreißigjährigen Krieg geritten sind.
Noch älter sind die Wolkenkratzer des Mittelalters, die hoch aufragenden Türme der Backsteinkathedralen in den alten Hansestädten, in deren Schatten sich die Bürgerhäuser mit ihren hanseatischen Giebeln ducken. Wer vor den Kirchen Wismars und Stralsunds steht, versteht, warum die Zentren der beiden Städte Weltkulturerbe geworden sind. Wie Rostock und Greifswald schmücken sie sich mit besonders vielen Perlen der Backsteingotik, den stummen Zeugen einstiger Macht. Möchten Sie sich dagegen wie ein Badegast zu Kaisers Zeiten fühlen, dann steigen Sie in eine der beiden Schmalspurbahnen. In den „Molli”, der zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan dampft und zischt, oder in den „Rasenden Roland”, der auf Rügen pfeifend und qualmend durch die Landschaft zuckelt.
Die vielen Erlebnisse machen müde, und das ist gut so. Abfeiern bis zum frühen Morgen ist hier weniger angesagt, die Kneipen, in denen man noch nach Mitternacht klönt oder lauter Disko-Musik frönt, lassen sich an zwei Händen abzählen. Stylishe Restaurants? Fehlanzeige – auch wenn Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile die meisten Sterneköche aller neuen Bundesländer hat. Doch damit kein falscher Eindruck entsteht: Bei aller Bedächtigkeit und Zurückhaltung sind die Mecklenburger und Vorpommern gastfreundlich und immer am Überlegen, was Sie für die Gäste noch tun könnten. So laden Sie z. B. zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Deutschlands drittgrößtem Musikfestival, oder zur Hanse-Sail in Rostock, wo sich jährlich imposante Windjammer und Traditionssegler ein Stelldichein geben, und für Schwimmer ist das Sundschwimmen von Altefähr auf Rügen nach Stralsund ein fester Termin im Kalender.
Vor den alten Fassaden am Rostocker Universitätsplatz sprudelt der Brunnen der Lebensfreude |
Feste und Events, Traumstrände, romantische Städte und eine urwüchsige Landschaft – nicht zuletzt ist es der Mix aus Kunst, Kultur und Natur, der die Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern wieder zu einer der beliebtesten Feriendestinationen in Deutschland gemacht hat – entdecken Sie sie!
Um 500
Die Germanen verlassen das Gebiet, das 100 Jahre später Slawen besiedeln
1167
Fürst Pribislaw begründet die Dynastie der mecklenburgischen Herrscherhäuser
1168
Dänen zerstören auf Arkona die Jaromarsburg. Beginn der Christianisierung
1293
Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Lübeck schließen ein Handelsbündnis, den Vorläufer der Hanse
1348
Die Fürsten Albrecht II. und Johann werden zu Herzögen von Mecklenburg
1793
Am Heiligen Damm bei Doberan wird Deutschlands erstes Seebad gegründet
1918/19
Beide mecklenburgischen Großherzogtümer werden demokratische Freistaaten
1945
Aus Mecklenburg, dem westlichen Teil Vorpommerns und dem rechtselbischen Amt Neuhaus entsteht das Land Mecklenburg-Vorpommern
1946
Der Großgrundbesitz über 100 ha sowie der Besitz von Nazigrößen wird entschädigungslos enteignet und in Neubauernwirtschaften aufgeteilt
1952
Mecklenburg wird in die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg gegliedert
1953
„Aktion Rose”: Unter fadenscheinigen Gründen werden Hotelbesitzer verhaftet und enteignet und ihre Häuser volkseigen oder Gewerkschaftserholungsheim
2002
Aufnahme der Altstädte von Wismar und Stralsund in die Unesco-Welterbeliste
2005
Die Kreidefelsformation Wissower Klinken, eines der Wahrzeichen von Rügen, stürzt in der Nacht vom 23. zum 24. Februar ab
2005
Die Ostseeküstenautobahn A 20 wird fertiggestellt
2007
Staats- und Regierungschefs der führenden Industrieländer treffen sich in Heiligendamm zum G-8-Gipfel. Polen wird in den Schengenbereich einbezogen, somit ist der Usedomer Strand wieder durchgehend begehbar
2008
In Stralsund eröffnet Bundeskanzlerin Merkel das Ozeaneum
2010
Mit zahlreichen Veranstaltungen wird an „20 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit” erinnert

Made in MV Mecklenburg-Vorpommerns Modedesigner machen mit ihren Kreationen auf sich aufmerksam. Der preisgekrönte Andrej Subarew aus Wismar steht für extravagante und zugleich tragbare Mode (). Urbane Fashiontrends shoppt man bei Hausmarke in Stralsund (Apollonienmarkt 1). Die Top-Adresse für trendy Schuhmode ist die Schuhboutique La Scarpa in Binz auf Rügen (Hauptstr. 5).

Kerbel & Co. Kräuter aus der Region stehen (wieder) hoch im Kurs: Aus der Küche sind sie kaum mehr wegzudenken. Besuchermagnet im Gutshof Bastorf ist der Biokräutergarten mit mehr als 50 Pflanzenarten zum Riechen, Fühlen und Schmecken (Kühlungsborner Str. 1, Bastorf). René Geyer nimmt Interessierte mit auf seine Heilkräuterwanderung durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen. Dabei erklärt er die Verwendung der Wildpflanzen (). Im Restaurant Kulm Eck zaubern die Köche u. a. weißen Tomaten-Kerbelblüten-Schaum mit Jakobsmuschel (Kulmstr. 17, Heringsdorf).
