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Symbole und Preiskategorien
Symbole und Preiskategorien
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Klassizistische Stadtresidenz der britischen Monarchen

1275 tagte in Westminster das erste Parlament; seit über 150 Jahren schlägt die Big-Ben-Glocke „Westminster Time“

Krönungs- und Grabkirche von allem, was Rang und Namen hatte: ein Who’s Who vergangener Jahrhunderte

Schätze der Weltkulturen im weltberühmten Museuml

Eine der wichtigsten Kunstsammlungen der Welt mit 2000 Meisterwerken westeuropäischer Maltradition

Symbol der Wiederauferstehung Londons aus der Asche der Brandkatastrophe von 1666

Durch die mächtigen Mauern des Tower wabern 900 Jahre Geschichte

Aus den Kapseln des höchsten Riesenrads Europas haben Sie einen unschlagbaren Blick

Kathedrale der modernen Kunst in einem riesigen, umgebauten Kraftwerk an der Themse

Zwischen den viktoriani-schen Doppeltürmen die Themse überqueren

Grandiose englische Barockanlage an der Themse, eingebettet in den schönsten Park der Stadt

Zwischen viktorianischen Gewächshäusern und Zier-gärten wird klar, wie die Engländer zu ihren grünen Daumen kommen

Das Schloss der Queen und die Eliteschule der Nation – ein Ausflug zu den Bastionen des Klassensystems vor den Toren der Stadt

Halb Kaufhaus, halb Touristenattraktion – hier finden Sie alles, wovon Sie bislang noch gar nicht wussten, dass Sie es überhaupt brauchen

Karibischer Karneval im Trendviertel: exotische Kostüme, Musik, Finger Food und gute Stimmung

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Insider  
Insider-Tipp

Im Orangery-Parkcafé in Kensington Gardens können Sie nach dem Spaziergang Tee trinken, der tatsächlich in England angebaut wurde

Insider-Tipp

Bewundern Sie in der Queen’s Gallery ganzjährig die Michelangelos, Holbeins, Rembrandts und Canalettos von Elizabeth II.

Insider-Tipp

Die Briten nennen es glamping (Glamour-Camping): im Lee ValleyCamping & Caravan Park kann man für wenig Geld in beheizten Cocoon-Kabinen mit Feldbetten und elektrischem Licht nächtigen

Insider-Tipp

Jeden Morgen um 10.15 Uhr führt die London Bicycle Tour Company eine Radtour auf Deutsch durch; so müssen Sie nicht ständig die Ohren spitzen

Insider-Tipp

Lernen Sie den angesagten Balboa-Swingstep, und finden Sie neue Freunde in London. Kein Partner nötig!

Insider-Tipp

Bei der Lachsräucherei sitzen Sie in der ersten Reihe für Olympia 2012, aber Forman’s ist zu jeder Zeit eine Lunch-Option für den Spaziergang übers Olympiagelände

Insider-Tipp

Zu Lunchzeiten kann man sich auch mit schmalem Budget den fusionsund molekulargastronomischen Trip ins michelinsterngekrönte Viajante leisten

Insider-Tipp

Notes, Music & Coffee: Ein Koffein-stoß der höchsten Klasse, dazu ausgesuchte DVDs und CDs zum Sich- Inspirierenlassen, aufmerksame Bedienung, lange Öffnungszeiten

Insider-Tipp

Ersparen Sie sich die Shopper-Horden der Oxford Street! Auf der ruhigen Marylebone High Street finden Sie trendige Designer-, Kosmetik- und Kochzubehör-Läden, die schönste Buchhandlung Londons, leckere Patisserien und vieles mehr

Insider-Tipp

Bis vor Kurzem konnte man die Houses of Parliament nur im Sommer erkunden; jetzt ist das jeden Samstag auch zu anderen Jahreszeiten möglich! Eine Führung durch das Zentrum der parlamentarischen Demokratie

Insider-Tipp

Jagen Sie die günstigen Schnäppchenpreise des coolen Hoxton-Hotels. Die legendären Ein-Pfund-Zimmer sind zwar etwas unrealistisch, aber wer sich auf die Mailing-Liste setzen lässt, hat beim 29-Pfund-Angebot durchaus eine Chance

Insider-Tipp

@work in Pimlico macht’s möglich: Stellen Sie bei einem Tageskurs beim Schmuckdesigner-Profi Ihrenneuen Silberring doch einfach selbst her

Insider-Tipp

Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie man Cocktails richtig mischt: In der Rotunda-Bar werden Sie im Crash-Kurs zum „Mixologen“ ausgebildet

Insider-Tipp

Bei der Konditor & Cook-Filiale in Norman Fosters futuristischem Glasgebäude The Gherkin schnabulieren Sie hervorragenden Kuchen

Insider-Tipp

Eine Kajaktour vor der Residenz Heinrichs VIII., Hampton Court – ein außergewöhnliches Erlebnis und eine neue Perspektive auf den Fluss!

  Insider

(siehe auch | | )

Es muss ja kein Liegestuhl für zwei Pfund sein: Auf den Londoner Grünflächen – vom Bunhill Fields-Friedhofsgelände über Greenwich oder Hyde Park bis Hampstead Heath – ruhen Sie beim sparfreudigen Picknick direkt auf dem Rasen

Die erste halbe Stunde auf den blauen Rädern des Londoner Leihrad-Netzwerks ist free! Vorschlag: Sparen Sie sich die 6 £ für die TravelCard, radeln Sie ins Museum und laufen zurück

Bei den Wachablösungen vor Buckingham Palace oder Horse Guards Parade dabei zu sein, kostet nichts. Viel Bärenpelz, Uniform und Gepränge für lau. Für „Logenplätze“ früh da sein

In der Mediathek des British Film Institute sehen Sie gratis Klassiker, Filmperlen und TV-Kultserien aus dem Nationalarchiv

Der Eintritt in die Westminster Abbey, die Krönungskirche der Könige, ist mit £ 16 tatsächlich fürstlich. Kommen Sie werktags zum Abendgottesdienst – dann zahlen Sie keinen Penny und können den prachtvollen Bau auf sich wirken lassen

Statt Mittagessen: Genießen Sie eines der Gratis-Lunchtime-Konzerte in der Kirche St-Martin-in-the-Fields. Oder Sie lauschen den ebenfalls kostenlosen Nachmittagsproben für die Abendkonzerte

(siehe auch | )

London hat eine generöse Museumspolitik: Weder das British Museum noch das tolle Victoria & Albert Museum oder die Westminster Cathedral nehmen Eintritt!

Tea at the Ritz ist das Original und immer noch der beste der klassischen Afternoon Teas in Hotels. Hier stimmt einfach alles: die Stimmung, der Service, die scones

Nur von oben erschließt sich die Stadt in ihrer ganzen Glorie. Eine Möglichkeit für den Überblick bietet das London Eye, größtes Riesenrad Europas, eine weitere, seit 2011, der 30. Stock im ehemaligen Members Club Paramount

Sie interessieren sich speziell für London? Seit jetzt wieder alle Galerien des Museum of London geöffnet sind, können Sie die 2000-jährige Stadtgeschichte lückenlos nachvollziehen

Ob im Arbeiter-caff oder in der trendigen Hanbury Street, die panierten Kabeljau-, Schellfisch- oder Schollenhappen mit essigbesprenkelten Pommes sind seit Mitte des 19. Jhs. ein Londoner Klassiker

Alle lieben Londons Märkte : Gourmets den Borough Market, Familien mit Kindern Camden Market und die East End-Trendjäger Broadway Market – stürzen Sie sich mit ins Gewühl: stöbern, schauen, probieren, kaufen

Auch wenn viele Pubs schließen mussten, bietet die Stadt noch immer eine breite Palette: viktorianische Ginpaläste, Jugendstil zwischen Bronzereliefs, im Windschatten von Big Ben oder am Fluss. Real Ale probieren im Black Friar oder im The Dove

Londons rote Doppeldeckerbusse wurden zwar im Design angepasst, im Kern bleiben sie (außerhalb der Rush Hour) ein günstiges, authentisches Transportmittel für alle, die gern mitten im Leben unterwegs sind. Den Charme vergangener Routemaster-Tage schnuppert man noch auf den Heritage Routes

Probieren Sie sich im kleinen, aber feinen Postcard Teas durch eine authentische Teekarte. Samstags zwischen 10 und 11 Uhr können Sie (nach Voranmeldung) hier auf die Teeschule gehen

Skurril und herrlich britisch-verschroben ist das Sammelsurium des Sir John Soane’s Museum. Der Architekt der Bank of England lebte hier und trug zusammen, was ihm gefiel. Wer sich am ersten Dienstag des Monats abends anstellt, erlebt das Ganze bei Kerzenschein

Statt mit Bier in Kegelclub-Atmosphäre wird im US-Fifties-Ambiente der All Star Lanes beim „Boutique Bowling“ mit Cocktails oder Champagner angestoßen. Trendy London verpflichtet!

Die Kerze wurde gerade erst ausgeblasen, der Suppenlöffel liegt noch im Teller – sind die Seelen einer der Seidenweberfamilien, die sich vor Jahrhunderten in Spitalfields ansiedelten, im Dennis Severs House noch anzutreffen?

An den „Horchposten” des Rough Trade-Plattenladens im East End hören Sie sich in Ruhe durch eine gepflegte Charts-Auswahl. Und wenn der Regen aufhört, steht Ihnen die ganze Brick Lane offen

Geben Sie’s zu, Shoppen steht oben auf Ihrer Liste! Westfield – mit fast 300 Läden und Gastronomie – zieht die Londoner magisch an, der Besuch artet aber dank eines cleveren Konzepts nicht in Gedränge aus, sodass man auch zum people-watching kommt

„Shop till you drop” sollte man nicht zu wörtlich nehmen. Im 4. Stock von Selfridges können Sie ihre Tüten abladen und sich in einem bequemen Sessel eine Schultermassage gönnen

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Bei gutem Wetter machen Sie es wie die Londoner und mieten sich einen Liegestuhl im St James’s , Green, Regent’s oder Hyde Park – besser kann man zwei Pfund nicht anlegen!

Sinken Sie im Planetarium von Greenwich in die gekippten Sessel, am besten für die The Sky Tonight-Live-Himmelsshow: Herrlich beruhigend und entspannend! Nur nicht zu müde hingehen, sonst ...

Orientalisch relaxen können Sie auf der Edgware Road in West-London im Hamam. Der Casa Spa Salon verwöhnt Sie mit Dampfbad, Peelings und Packungen

Zurücklehnen, Geschichten lauschen und die Stadt ganz entspannt an sich vorbeiziehen lassen: Drei Stunden dauert die schöne Sightseeingtour von City Cruises auf der Themse

Wer im Fielding Hotel absteigt, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Er wohnt zentral im West End – und hat freien Zugang zum nur wenige Meter entfernt gelegenen Spa, dem Covent Garden Fitness and Well Being Centre

In der Costa-Coffee-Konzession im ersten Stock der gut sortierten Waterstones-Buchhandlung am Trafalgar Square darf man Bücher ganz relaxt mit einem latte inspizieren und sich festlesen – ohne Kaufzwang

Bild: Tower Bridge

Dreißig Millionen Besucher pro Jahr können nicht irren. Rote Doppeldeckerbusse, der goldene Turm von Big Ben, die mächtige Kuppel von St Paul’s Cathedral, die Zuckerbäckergotik der Tower Bridge: London ist eine Stadt, die jeder einmal gesehen haben sollte – und an der man bei jedem Besuch neue Seiten entdeckt.

London ist immer in Bewegung und hält zugleich seine 2000-jährige Geschichte lebendig. Es ist dieser Kontrast zwischen Tradition und Moderne, zwischen den Bärenfellmützen der königlichen Wachablösung und den neuesten Modetrends auf der Straße, zwischen Afternoon Tea im Ritz und bengalischen Currys der Brick Lane, der den Reiz der englischen Hauptstadt ausmacht. In London leben 7,5 Mio. Menschen, hier ist das Zentrum der britischen Politik, der Finanz- und Medienwelt, der Kultur – mit Museen und Theatern von Weltrang und einer lebendigen Restaurantszene. Hier werden internationale Musik- und Modetrends gemacht. Seit dem Jahrtausendwechsel präsentiert sich London in frischem Gewand, mit neuer Skyline, neu gestylten Museen und der ambitioniertesten Architektur Europas.

Wo heute die Finanzbroker in der City zur Arbeit eilen, begann vor gut 2000 Jahren die Stadtgeschichte Londons als römischer Handelsplatz Londinium. Es folgten als Besatzer Angelsachsen und Wikinger. Der Sieg der Normannen bei der Schlacht von Hastings 1066 um die Krönungsnachfolge des letzten angelsächsischen Königs Edward the Confessor, des Begründers von Westminster Abbey, sollte dann das letzte Mal sein, dass die Stadt eingenommen wurde. Im weiteren Verlauf des Mittelalters wuchs London zum Zentrum für Parlament, Königshaus und Handel aus den zwei Zentren City und Westminster am nördlichen Themseufer heran. Wirklich geplant wurde die Stadt nie. Nachdem die Flammen des Great Fire of London 1666 gut vier Fünftel der Holzhäuser verschlungen hatten, wurden immer wieder Gelegenheiten zu einer organisierten Stadtplanung verpasst, was der Metropole einen sympathisch zusammengewürfelten Anstrich verleiht.

Ein kosmopolitisches Mosaik

London ist aus Teilen zusammengewachsen: dem exklusiven Mayfair mit bürgerlichen Stadthäusern, St James’s, dem Viertel der gediegenen Clubs, dem „Lasterviertel“ Soho mit seinen Stripclubs, Bloomsbury, dem Intellektuellenviertel des 20. Jhs., Greenwich mit seinem maritimen Flair, dem grünen Hampstead – ein homogenes Ganzes ist nie entstanden. Traditionell verstanden sich die Cockneys (der Ursprung des Wortes ist unklar), geboren in Hörweite der Kirchenglocken von St-Mary-le-Bow im East End, als die wahren Londoner. Doch den „typischen“ Londoner gibt es schon lange nicht mehr. Spätestens mit dem 17. Jh., als sich hugenottische Seidenweber aus Frankreich im East End niederließen, wurde London eine kosmopolitische Stadt. Im 19. Jh. kamen die Iren auf der Suche nach Arbeit; in den 1950er-Jahren folgte ein Schwung Einwanderer aus den karibischen Commonwealth-Staaten. Sie alle bauten eigene soziale Netze auf und bewahrten Teile ihrer Traditionen. Andere kamen und gingen: der Philosoph der französischen Aufklärung Voltaire suchte 1726 das Exil im toleranten London, Mahatma Gandhi ließ sich während seines Jurastudiums Ende des 19. Jhs. von englischen Sozialisten und dem Dramatiker George Bernard Shaw inspirieren, und Hampstead sollte der letzte Wohnort des vor den Nazis fliehenden Sigmund Freud sein.

Heute braucht man sich für einen Querschnitt durch die Londoner Bevölkerung nur in der U-Bahn umzusehen: ein Citymanager in Nadelstreifen neben einem afrokaribischen Teenager mit Dreadlocks, eine alte chinesische Dame, ein junger Skater in Sportdesigner-Labels neben der Bengalin im Sari. Die Bombenanschläge von 2005 haben die Weltoffenheit und multikulturelle Lebensart der Stadt nicht wirklich in Frage stellen können.

Hier prallen Architekturwelten aufeinander: Tower Bridge und City Hall

Multikulti und doch very British ...

London ist nicht gleich England, aber bestimmte englische Charakterzüge – eine gewisse Reserviertheit, Höflichkeit, ein toleranter Individualismus, Traditionsbewusstsein, Understatement, gepaart mit Selbstironie – bildet das Fundament der Koexistenz in der Großstadt. Denn dreißig Kulturen teilen sich diese multikulturelle Stadt; über ein Drittel der Londoner gehören einer ethnischen Minderheit an. Nur 40 Minuten vom Trafalgar Square entfernt kann man sich im westlichen Vorort Southall zwischen indischer Radiomusik, Geschäften für Tunika-Hosenensembles und Curryaromen wie im Punjab fühlen. 300 Sprachen werden heute in der Mutterstadt der englischsprachigen Welt gesprochen, Erbe des britischen Empire, das sich zur Regierungszeit Queen Victorias (1837–1901) über ein Viertel des Globus erstreckte. Das heißt nicht, dass es nicht auch Misstöne gäbe: Auf den ersten Seiten der Boulevardblätter ist die Zuwanderung immer wieder Thema.

Alltagsleben in der Metropole

Wie leben sie eigentlich, die Londoner? Londoner verdienen knapp 700 Euro die Woche; etwa neun Prozent haben allerdings keine Arbeit. Mit Kensington & Chelsea und Tower Hamlets vereint London sowohl den ärmsten als auch den reichsten Bezirk des Landes auf sich. Londoner recyclen wenig, aber immer mehr radeln zur Arbeit und engagieren sich ehrenamtlich: vielleicht bei Aufforstungsarbeiten beim „Green Gym“ im Park oder als Mentor gegen die Gang-Ideologie der schnell gezückten Messer und liegengebliebenen Schulbücher. Soziales Engagement wird um so wichtiger, als zentrale Dienstleistungen einschneidenden Haushaltskürzungen zum Opfer gefallen sind; ein Protestmarsch 2011 brachte Zehntausende auf die Straße. Londoner sind politisch und kulturell interessierter als der Landesschnitt. Dass sie jetzt vermehrt an iPod und eBook-Reader hängen, fällt einem vor allem auf, wenn man nach dem Weg fragen möchte und alle eingestöpselt sind ... Die neuen elektronischen Medien helfen, das lange Pendeln zu versüßen, denn eine Stunde im Schnitt brauchen die Londoner, um zur Arbeit zu kommen.

Der alte Spitzname für London, „The Big Smoke“ (die „Große Rauchglocke“), ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als Industriesmog noch Leben forderte. Tatsächlich hat London mehr Grünflächen als jede andere Stadt vergleichbarer Größe. Schöne Spaziergänge führen durch Hyde Park, Green Park oder Regent’s Park, wo in der kurzen Mittagspause die Büroangestellten ihre Sandwiches auspacken. Die königlichen Parks sind nur ein Beispiel dafür, wie das Königshaus im Londoner Leben im Hintergrund mitläuft; die Royals mögen viele Touristen in die Stadt bringen, doch für den Alltag der Londoner hat die Queen weit weniger Bedeutung als der Trainer des Fußballclubs Arsenal oder die neueste Entwicklung in der Seifenoper „Eastenders“. Allerdings ist seit 2011 mit der bürgerlichen Kate Middleton ein neues Element im royalen Mix, das die Aufmerksamkeit wieder geweckt hat. Nicht zuletzt Kates Interesse an Mode garantiert ihr Titelseiten im „Evening Standard“.

Für ihre direkten Belange zählen die Londoner auf Bürgermeister Boris Johnson. Dessen schwierigste Aufgabe bleibt, die Londoner von A nach B zu bringen. Das älteste und weitläufigste U-Bahnnetz der Welt transportiert pro Jahr eine Milliarde Passagiere und kämpft mit technischen Problemen. Die U-Bahnstationen der Jubilee Line wie Norman Fosters Canary Wharf mögen strahlenden Kathedralen ähneln, der Stadt mit dem teuersten öffentlichen Nahverkehr Europas droht der Verkehrsinfarkt – trotz Citymaut. Das zweitliebste Thema bei Dinnerpartys ist die Wohnsituation. Trotz der sinkenden Immobilienpreise im Zuge der credit crunch ist es den meisten jungen Londonern praktisch unmöglich, eine bezahlbare, halbwegs zentrale Unterkunft zu finden. Die Suche nach billigem Wohnraum stand auch hinter dem Hoxton/Shoreditch-Phänomen der letzten Jahre, als Künstler und andere alternative Existenzen in diese abbröckelnden Viertel nahe der City auswichen und sie zu Trendvierteln machten. Heute ist Dalston an der Reihe. „Trend“ ist hier nicht im Sinne von vollsaniertem Notting Hill gemeint. Wer zwischen den türkischen Schnellimbissen, Pound-Shops, posterübersäten Hauswänden und verwehten Plastiktüten wandelt, bekommt eher ein High-Noon-Gefühl. Diese unverputzten Gegenden Ostlondons voller junger Leute, vielleicht die nächsten großen Designer, Musiker und Künstler, pflegen ihren eigenen Snobismus. In einer sich schnell wandelnden Szene wissen sie, hinter welcher der gammeligen Fassaden die Stufen hinunter in den derzeit angesagten Club führen.

Wo die wahren Trends entstehen

Der beste Ort, den Puls von London zu spüren, ist an der Themse. Die Londoner haben die einstige Hauptverkehrsader wiederentdeckt: als Flaniermeile. Das trübe Gewässer täuscht: „Father Thames“ ist so sauber wie seit 50 Jahren nicht mehr, und modernisierte (Hungerford Bridge) bzw. neue Brücken (Millennium Bridge) geben der Stadt einen neuen Zusammenhalt. Der Fluss markierte gleichzeitig immer schon die Trennlinie zwischen Nord- und Süd-London. South London, eher bekannt für anonyme Sozialbauten, jugendliche Handyräuber und mangelnde Infrastruktur, holt auf und inspiriert neue Trends und urbane Sounds. Vorzeigeviertel: Southwark, ab 2012 mit Europas höchstem Gebäude, Renzo Pianos Bürohaus The Shard. Währenddessen dehnt sich die Stadt nach Osten aus: themseabwärts, im ehemaligen Hafengebiet der Docklands, wachsen Wolkenkratzer in die Höhe. Im Osten entstanden auch die neuen Sportanlagen für den Lea Valley Olympia Park 2012. Es ist diese Dynamik, die London zu einer der spannendsten Städte der Welt macht.

Beliebter Pausenplatz und Treffpunkt: der Brunnen auf dem Trafalgar Square

Blühen soll London

Green City  Wenig Platz für Natur? Das stört Organisationen wie die Guerilla Gardening-Gruppe Londons wenig. Nachts begrünen sie ihre Stadt mit Sonnenblumen und Co. (, ). Green London versorgt die Einwohner im Natural History Museum mit dem Know-how rund um das Thema Natur. Tipp: die grüne Jobbörse (). Sportlich geht’s bei Trees for Cities zu: Bei Laufveranstaltungen wie dem Tree-Athlon wird Geld gesammelt, mit dem Pflanzungen und der Schutz alter Bäume finanziert werden ().

Stadtgestaltung

Beauty in the City  Im wahrsten Sinne ein Highlight Londons wird der Arcelor Mittal Orbit (). Nach seiner Fertigstellung wird der 115 m hohe Turm im Osten der Stadt einen phantastischen Rundumblick bieten. Eines bleibt Ihnen dabei aber doch verborgen: Europas größte Neon-Installation von Künstlerin Pea White. Die befindet sich nämlich im Untergrund, in der U-Bahnstation Gloucester Road. Überirdisch ist dafür das neue Bus-Design der weltbekannten roten Doppeldecker. Ein Hingucker und ein ideales Sightseeing-Vehikel!

Geheim Tafeln

Wohnzimmeratmosphäre  Geheime Supper Clubs wie das Fernandez & Leluu sprießen aus dem Boden. Wer eine Einladung ergattert, erfährt, an welcher Location serviert wird (). Ein weiterer Insidertipp: die Hidden Dining Ventures von Shacklewell Nights (, ). Genießen Sie einen Abend mit ungewöhnlicher Atmosphäre an geheimer Location!

Abendgestaltung

Lieber ungewöhnlich  Lounges, Nightclubs und Bars bekommen in London starke Konkurrenz. Denn hier erwartet man mehr vom Nachtleben. Statt in den Club geht es z.B. zum typisch mexikanischen Wrestling. Jeden Dienstag heißt es für Anfänger „Ring frei!“ in der Resistance Gallery (265 Poyser Street, ). Ruhiger geht es hingegen bei den fünf Ladies von Stitch London zu. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, der jungen Generation das Stricken näherzubringen – durch ungewöhnliche Aktionen. So strickten sie bei einem ihrer Meetings einen Schal für einen Trafalgar-SquareLöwen (Treffpunkt unter). Freunde von 8-Bit sind in der Nintendisco richtig. Der Club hat sich ganz und gar dem Old School Nintendo Style verschrieben: der Musik, dem Design und natürlich den Spielen (93 Feet East, 150 Brick Lane, , ).

Stadtsport

Über Stock und Stein  Die Gruppe Urban Freeflow besteht aus Profis für Parkour und Freerunning. Die sogenannten Traceure verwandeln die Stadt in einen Abenteuerspielplatz und arrangieren Performances, Workshops und Unterricht im Moberly Sports & Education Center (Kilburn Lane, , ). Ihr Können zeigen Parkour Generations in Musikvideos und bei offenen Trainings für alle Könnerstufen (). Bei den jährlichen World Freerun Championships bekommen Sie waghalsige Saltos und Flips zu sehen (). Sonst trifft sich die Szene an Londons South Bank.

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