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Sie ist das Wahrzeichen der Landeshauptstadt: erhabene Gotik, nach dem Krieg aufwendig und geschmackvoll renoviert |
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Im Residenzmuseum mit Europas wertvollster Hofkunstsammlung sind Pracht und Reichtum der Wittelsbacher kompakt versammelt |
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Die New Yorker haben ihren Central Park und die Münchner ihren Englischen Garten. Er ist das grüne Herz der Stadt, das mit dem Eisbach den weltweit einzigen City-Surf-Spot zu bieten hat |
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Münchens jüngster, spektakulärer Kunsttempel ist ein architektonisches Meisterwerk – und mit seiner Ausstellung ein Muss für Fans der Klassischen Moderne |
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Malerei, Grafik, Design und Architektur: In der Pinakothek der Moderne sind Werke aus dem 20. Jh. und zeitgenössische Kunst ausgestellt |
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Eines der größten technisch-naturwissenschaftlichen Museen der Welt. Kinder wie Eltern vergessen hier ganz schnell die Zeit |
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Glanz und Gloria des bayerischen Hofes |
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Das Stadion leuchtet mal rot, mal blau – je nachdem, ob der FC Bayern oder der TSV 1860 darin spielt |
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Für Autoliebhaber und Nostalgiefans: Erlebniszentrum und Fahrzeugsammlung der Bayerischen Motorenwerke |
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Ein Pflichttermin bei schönem Wetter. Man sieht, warum München ein „Millionendorf“ ist |
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Asiatische Küche in bester bayerischer Biergartentradition |
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Das Wirtshaus serviert zur Hausmannskost ein Kulturprogramm |
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Kulinarisches Herz der Stadt, auf dem die viel beschworene Münchner Gemütlichkeit zu spüren ist |
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Etabliertes Theater in prachtvollem Rokokobau |
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Deutschlands bekanntestes Volksfest |
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Im Münchner Lustspielhaus herrscht die ganze Woche Kabarettalarm, doch auch Münchner Originale wie Isarindianer Willy Michl rocken hier ab |
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Den Olympiapark kennt jeder, doch nur wenige erklimmen den knapp 55 Meter hohen Olympiaberg und genießen die Aussicht oder rasten auf der kleinen Bergalm |
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Ferdinand Schuster ist ein japanophiles bayerisches Original und serviert in seinem Wirtshaus No Mi Ya am Stammtisch zum Unertl-Weißbier Sushi, Udonsuppe und Yakitori |
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Romantische Atmosphäre, gedämmtes Licht und Plüschnischen für zwei – im kleinen Hotel Lux genießen (nicht nur) Verliebte ein unvergessliches Dinner |
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Nachttöpfe, alte Lederhosen, Sammlerstücke und Gemüsehobel – auf der Auer Dult findet man zuweilen wahre Schätze. Dreimal im Jahr verwandelt sich der Mariahilfplatz in einen bunten Jahrmarkt mit magischer Anziehungskraft |
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Nippon im Englischen Garten: Im Japanischen Teehaus können Sie einer traditionellen japanischen Teezeremonie beiwohnen |
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Wo früher Fleisch zerwirkt wurde, etablierte sich mit dem Daylesford Organic nun eine kulinarische Oase, in der Bio ganz groß geschrieben wird |
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Liebenswürdig-skurril geht’s bei Gerti in der Fraunhofer Schoppenstube zu. Bier, Schweinsbraten und lustige Gesangseinlagen vertreiben den Frühmorgenblues |
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Das römisch-dekadent anmutende Liegerestaurant Nektar hat Zuwachs in einem der anderen Gewölbekeller nebenan bekommen: Im Nektar Grill brutzeln die Meister am Rost alles von Rinderfilet bis Thunfisch |
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Die neu gestaltete Edel-Disko P1 im Haus der Kunst bietet als Late-Night-Menü Leckeres aus der Fernostküche |
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Im Genesis gibt es Feinkost aus klösterlichen Betrieben: von Essig und Ölen über Nerventee bis zu himmlisch-guten „Schweinsöhrl“-Keksen |
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Wenn die Sommersonne untergegangen ist, erwacht der Innenhof des Gasteigs: Das Filmfest München lädt zu kostenfreien Open-Air-Kino-Nächten |
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In Mauro’s Negroni Club gibt’s nicht nur himmlisch gute Cocktails, schmackhafte Italoküche und klassisches Barinterieur. Einmal im Monat (meist der 2. Dienstag) sorgen auch talentierte Jazzcombos für Stimmung |
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Der Hinterhofladen Vier Werkstätten vertreibt überwiegend Produkte von jungen Kunsthandwerkern und Designern aus der Münchner Region. Ein Ort zum Stöbern und Entdecken des kreativen „Spirit Of Munich“ |
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Der Hofgarten wird nicht nur wegen seiner Rasenflächen, auf denen Sonnenbaden und Herumtollen erlaubt ist, gern frequentiert, sondern auch wegen seiner breiten Kieswege: Hier können Boulespieler bis spätabends die Kugeln rollen lassen |
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Das impark Sommerfestival beschert im Juli und August Gratiskonzerte mitten im Olympiapark. Der Seeblick und das Bergpanorama sind zusätzliche Zuckerl
Flitzen Sie montags gemeinsam mit mehreren Tausend Menschen auf Inlineskates über die Straßen der Stadt. Blades und Protektoren können Sie sich gratis gegen Pfand ausleihen
In einem Amphitheater im Nordteil des Englischen Gartens führt das Münchner Sommertheater klassische Stücke auf – kostenlos und mit geselliger Picknickatmosphäre
Bei schönem Sommerwetter wird jeden Freitagabend im Hofgarten Tango getanzt. Mitmachen ist jederzeit möglich und auch erwünscht!
Die Sparfüchse unter den Musikliebhabern treffen sich bei Konzertabenden im Olympiastadion am Olympiaberg bzw. auf den Wiesen rund ums Stadion zum akustischen Livegenuss
Bei professionell geleiteten, kostenlosen Yogakursen können Sie von Mai bis September bei gutem Wetter jeden Sonntagmorgen im Westpark Körper und Seele in Einklang bringen. Ein Spaziergang rundet das Gratis-Wellnessprogramm ab
Zwar ist es für Touristen nahezu unmöglich, Tickets für ein Bayernspiel in der Allianz-Arena zu bekommen, doch Schweinsteiger und Co. lassen sich auch beim Training auf die Füße schauen

New York hat seine Lady Liberty, München seine Bavaria, die Schutzpatronin Bayerns. Sie wacht über die Theresienwiese samt Oktoberfestrummel. Steigen Sie hinauf in ihren Kopf, und genießen Sie die Aussicht aus 18,52 m Höhe
Ein echt münchnerisches Frühstück gehört zu einem Aufenthalt in der Landeshauptstadt dazu. Die Einheimischen lassen sich für Weißwürste mit Brezn, süßem Hausmacher Senf und Weißbier gern in der Gaststätte Großmarkthalle nieder
Ihrem Ruf als Bewohner der „nördlichsten Stadt Italiens“ machen die Münchner alle Ehre und bevölkern an lauen Sommerabenden die zentralen Plätze ihrer Wohnviertel zum Flanieren, Plauschen und Relaxen. Südländisch-lebhaft geht’s vor allem auf und um den Gärtnerplatz zu
Wenn sich das Wetter freundlich zeigt, finden sich die Münchner schon zur Mittagspause im schattigen Biergarten ein. Ebenso bekannt wie beliebt: der Biergarten am Chinesischen Turm
Sowohl das Olympiastadion als auch die Allianz-Arena sind bauliche Meisterwerke, in denen Fußballgeschichte geschrieben wurde, die bei einer Führung mit StadionTours wieder lebendig wird
Wenn’s ein echt bayerisches Gwand oder zumindest Accessoire als Souvenir sein soll, empfiehlt sich der Erwerb bei kompetenter Beratung im Fachgeschäft, z. B. bei Ludwig Beck oder Halfs
In wohl keiner anderen Stadt wird der Sonnenanbeterkult so betrieben wie in der Bayernmetropole. Egal zu welcher Jahreszeit, bei den ersten Sonnenstrahlen treibt es die Leute auf die Terrassen der Straßencafés, z. B. des angesagten Tambosi

Ganz bestimmt sonnig wird die Welt an einem verregneten Tag in den Bavaria-Filmstudios: Dann, wenn die Besucher in die Welten von Fuchur dem Glücksdrachen aus der „Unendlichen Geschichte“ oder Bullys Apachenland tauchen
Über 850 Jahre München, da sammelt sich natürlich einiges an Geschichten, Artefakten und Skurrilem an. Die Ausstellung „Typisch München“ des Stadtmuseums hilft nicht nur, die Münchner Seele etwas zu verstehen, sondern ist auch ein sehr gelungener multimedialer Rundgang durch die Jahrhunderte
Max Mara, Massimo Dutti, Dolce & Gabbana, Patrizia Pepe, Emporio Armani, dazu hochwertige Gastronomie und gleich daneben Kultur – anspruchsvolle Besucher finden in den Fünf Höfen das Besondere. Auch architektonisch top
Im größten naturwissenschaftlich-technischen Museum der Welt können Sie unzählige (Regen-)Tage verbringen, so viel gibt’s zwischen Bergwerk, Physikabteilung und Sternwarte zu sehen und auszuprobieren
Spielt das Wetter nicht so ganz mit, bietet sich eine Stadtdurchquerung per Trambahn an, in der Sie trocken und gemütlich von einer Sehenswürdigkeit zur anderen zuckeln. Ideal: die Ost-West-Tangente mit der Trambahnline 18 (von Gondrellplatz bis Effnerplatz und umgekehrt) ab Hauptbahnhof oder eine Fahrt von der Amalienburgstraße bis zum Effnerplatz mit der Tram 17

Münchens ältestes Museum, die Glyptothek, stillt nicht nur den Hunger nach Kultur, sondern sorgt auch für Entspannung. Im Café im ruhigen idyllischen Innenhof sitzend, vergessen Sie ganz schnell, dass um Sie herum das hektische Großstadtleben tobt
Schwitzen in der Sauna und dem römisch-irischem Dampfbad, in den Ruheräumen entspannen, gemächlich ein paar Bahnen ziehen und all das in einem faszinierenden Jugendstilambiente: Ein Besuch im über 110 Jahre alten Müllerschen Volksbad ist Wellness- und Architekturgenuss in einem
Mittlerweile gehören sie in auch in München zum Stadtbild, die Doppeldeckerbusse. Also machen Sie es sich bequem, und lauschen Sie vom Sonnendeck aus den Erzählungen des Stadtführers. Wer eine individuellere Stadtrundfahrt bevorzugt, für den stehen am Marienplatz Rikschas bereit
Unweit der Tierparkbrücke liegt der berühmt-berüchtigte Flaucher, an dessen Isarstränden die Münchner besonders gern relaxen. Nach Sonnenuntergang sorgen Hunderte Feuer für eine romantische Abendstimmung
Ein ausgiebiges Sonnenbad frei von allen Bekleidungszwängen lässt sich im Englischen Garten genießen, dem traditionellen FKK-Hotspot der Stadt
Ob begleitet von Vogelgezwitscher, einer Farblicht-Klang-Simulation oder einfach „pur“ – bei einer Massage im Olympiabad erholen sich müde Touristenmuskeln ganz schnell von anstrengenden Sightseeingtouren – sehr zu empfehlen
Bild: Marienplatz mit neuem Rathaus |
Drüben am Marienplatz, im Herzen Münchens, wuseln geschäftige Innenstadtkäufer durch die großen Warenhäuser der Fußgängerzone. Am Viktualienmarkt, nur 200 m entfernt, ist um 18 Uhr dagegen schon Feierabend: Unter den schattenspendenden Kastanienbäumen im Biergarten sitzt ein Pärchen am Holztisch. Die beiden nehmen einen großzügigen Schluck von ihrer frisch gezapften Maß Bier, blinzeln schweigend in die Abendsonne, lauschen dem Plätschern des Brunnens und dem sonoren Gebrumme ihrer Biertischnachbarn, schauen den Marktstandbesitzern beim Aufräumen zu, atmen zufrieden den Bratwurstduft ein und breiten ihre mitgebrachten Radieschen und Brezn vor sich aus. Das muss es sein, das Münchner Dolce Vita mit einer Gelassenheit, die man sonst eher den Südeuropäern zuschreibt.
Tatsächlich liegt der Brenner nur zwei Stunden Autofahrt entfernt, und die Münchner mögen es, wenn man ihre Heimat als „nördlichste Stadt Italiens“ bezeichnet. Die Italiener wiederum sind gern gesehene Gäste in der Stadt und stömen in Scharen in die bayerische Landeshauptstadt, vor allem während des Oktoberfests und Christkindlmarkts. Auch wenn Sie die Liebe der Italiener zu München teilen, sollten Sie es ihnen in diesem Punkt nicht gleichtun: Außerhalb dieser beiden Hoch-Zeiten haben Sie viel bessere Chancen, die Stadt in ihrer Vielfalt kennenzulernen.
Vorausgesetzt, Sie steuern nicht nur die touristischen Hotspots an, sondern machen sich auf Entdeckungsreise durch die einzelnen Stadtviertel, von denen jedes einen ganz eigenen, sich manchmal deutlich von den benachbarten Vierteln unterscheidenden Charme besitzt. Angefangen mit der Altstadt, wo rund um den Marienplatz und den Alten Peter das Herz der Bayernmetropole schlägt. Von dort ist es ein Katzensprung in Münchens umtriebigstes Viertel rund um den Gärtnerplatz, das sich vom Kleinbürgerviertel zum modernen Quartier für solvente Künstler, Familien und die schwule Community entwickelt hat. In der Maxvorstadt und in Schwabing mischen sich dagegen Studenten, Kunstinteressierte und Bohemiens mit Shoppingtouristen. Den größten Wandel erfuhr in den vergangenen Jahren jedoch das Westend rund um die Schwanthaler Höhe oberhalb der Theresienwiese: Hier siedelten sich immer mehr Künstler und Kleingastronomen, die dem ehemaligen Arbeiterviertel an, dessen Migrantenanteil bei über 35 Prozent liegt, ein internationales und kreatives Flair verleihen. Eine typische Entwicklung für München, das schon immer vieles gleichzeitig war und ist: traditionell und modern, schwarz und rot, FC Bayern und 1860 München, familiär und single, Großstadt und Provinz, Hightechbastion und Trachtenwerkstatt, Villenvorort und Glasscherbenviertel, beständig und wandelbar.
Der schönste Treffpunkt im Englischen Garten: Trommler am Monopteros-Tempel |
Zwar wird weiterhin das Klischee vom bärtigen Stammtischbruder und der Schickeriagesellschaft liebevoll gepflegt, aber zunehmend gesellt sich zu diesem Bild auch das einer jungen, zukunftsorientierten Stadt, deren Jugend alte Traditionen wiederentdeckt – und neu für sich interpretiert. Ein gutes Beispiel ist der Wandel der Tracht: Viele junge Münchner gehen – vor einigen Jahren noch unvorstellbar – heute in Dirndl und Lederhosen zur Wiesn. Darunter auch viele Neubürger aus der Medienbranche, auf die München derzeit eine hohe Anziehungskraft ausübt. Diese versuchen ihr Glück u. a. in einem der über 250 Verlage: München ist nach New York die Stadt mit der höchsten Verlagsdichte der Welt. Für Münchens Ruf als Medien- und Wissenschaftsstandort sind auch die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität verantwortlich. Beide Unis gehören mit insgesamt rund 88 000 Studenten zu den führenden Hochschulen Europas, was auch für die Münchner Filmhochschule gilt, die bereits mehrere Oscar-Nominierte und -Gewinner wie Caroline Link und Florian Henckel von Donnersmarck hervorbrachte und München im internationalen Filmgeschäft schon öfter mitspielen ließ.
Bei aller Internationalität und Weltoffenheit aber trägt die Stadt ihren Beinamen „Millionendorf“ nicht ganz zu Unrecht: Wenn Sie bei Ihren Spaziergängen die Hauptstraßen verlassen, werden Sie nicht wenige Straßenzüge entdecken, die einen geradezu dörflichen Charakter haben. Falls das Wetter mitspielt, werden Sie zudem feststellen, wie viele Münchner es nach draußen zieht – an die Ufer der renaturierten Isar, in die vielen grünen Stadtgärten oder auch nur für eine kurze Rast zur nächsten Parkbank. Setzen Sie sich ruhig dazu und spüren Sie selbst, was das Lebensgefühl in dieser Stadt ausmacht.
In Zahlen betrachtet ist München aber dann doch nicht so klein, wie es manchmal wirkt: Die drittgrößte Stadt der Bundesrepublik zählt mehr als 1,364 Mio. Einwohner, Tendenz: steigend. Zukunftsforscher prognostizieren für 2030 den Sprung über die 1,5-Mio.-Marke, wofür vor allem die hohe Lebensqualität und die vielen Freizeitmöglichkeiten verantwortlich sind, die immer mehr Gutverdiener aus Wirtschaft, Politik und Forschung anziehen. Viele Zugezogene nennen die südöstliche Lage der Stadt und ihre Nähe zu Bergen, Seen und ländlichem Gebiet als Grund ihres Wohnortwechsels. Die Stadt sorgt in Anbetracht dieses Zuwachses schon mal vor und realisiert ein Bauvorhaben nach dem anderen: Wohntürme an der Theresienwiese, Wohnraum in ehemaligen Kasernen, Erweiterung der Bebauung in Riem und am Ackermannbogen, um nur einige Beispiele zu nennen. Dazu kommen die architektonischen Neuerungen in Zentrumsnähe, die auch Touristen nicht verborgen bleiben: Mitten in der Fußgängerzone wurde kräftig abgerissen und neu gebaut.
Erneuert hat sich München auch als Ausgehstadt. War in den Neunzigern das Nachtleben noch eher auf ausgelagerte Partykomplexe am Stadtrand verteilt, ziehen heute immer mehr Clubs mitten ins Zentrum. So kommt es durchaus vor, dass schon mal ein ausgedientes Warenhaus für subkulturelle Zwecke zwischengenutzt wird – bis gut vor einem Jahrzehnt war das noch undenkbar. Entlang der Sonnenstraße flanieren nun Nachtschwärmer bis in die frühen Morgenstunden vorbei an Bars, Cafés, Clubs und Konzertlocations, wo ausgiebig gefeiert wird. Ebenso groß wie das Party- ist das kulturelle Angebot in der Landeshauptstadt: Oper, Theater, Ballett und Literatur genießen nach wie vor einen hohen Stellenwert, besonders die Festivals – wie z. B. die Opernfestspiele, Open-Air-Festivals, Open-Air-Kino oder das Tollwood-Festival – sind feste Größen im Veranstaltungskalender und locken seit Jahren Tausende Besucher an.
Und auch kulturhistorisch interessierte Gäste kommen in München mit seinen steinernen Zeugen aus über 800 Jahren Stadtgeschichte auf ihre Kosten. Einige relevante Eckdaten: München wird 1158 das erste Mal urkundlich erwähnt, nachdem Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, die damalige Zollbrücke bei Freising zerstören und eine neue Brücke isaraufwärts in „Munichen“ errichten ließ. Markt und Münze kommen hinzu, München ist damit gegründet. 1255 wird die Stadt zur Residenz der Wittelsbacher, deren Einfluss bis heute spürbar ist. 1632 besetzt Gustav Adolf von Schweden die Stadt im Zuge des Dreißigjährigen Kriegs. Während des Spanischen Erbfolgekriegs haben die Österreicher hier kurzzeitig das Sagen, und 100 Jahre später, im Jahr 1800, nimmt Napoleon München ein. Sechs Jahre darauf wird Bayern Königreich und München Sitz der Verwaltung. Nicht nur Luftschlösser baut schließlich König Ludwig II., der Märchenkönig, der heute noch von vielen Bayern verehrt wird. In der ersten Hälfte des 20. Jhs. spielt München keine rühmliche Rolle: Zwar startet Kurt Eisner hier 1918 die Novemberrevolution, doch wenig später wird München zur Hauptstadt der braunen Bewegung; als Ort der Gründungssitzung der NSDAP wählt Hitler das Münchner Hofbräuhaus. Während des Zweiten Weltkriegs wird die halbe Stadt zerbombt, aus den Trümmern entsteht nach und nach wieder Neues: Der Olympiaberg beispielsweise ist das Ergebnis einer jahrelangen Schuttanhäufung. Noch heute ist dort ein großes Freizeitareal zu finden, wo 1972 die Olympischen Sommerspiele stattfanden, die aufgrund eines terroristischen Attentats in die Schlagzeilen gerieten.
Zur jüngsten Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 brachte sich die Stadt erneut ins Gespräch. Wobei nicht alle Münchner Bürger hinter der Idee, das Spektakel hierzulande auszutragen, standen. Manche von ihnen stellten ihr Ökologiebewusstsein über den möglichen wirtschaftlichen Gewinn. Denn immerhin verhalten sich zunehmend mehr Münchner „grün“, wenn es um faires Einkaufen, Bioprodukte und Umweltdenken geht. In München fahren Elektroautos, ins Zentrum dürfen nur noch Autos mit der richtigen Plakette, und überhaupt, am liebsten fahren die Münchner mit dem Fahrrad: Geradelt wird hier, wann immer es geht. Das gut ausgebaute Radnetz – es ist mehr als 1200 Kilometer lang – erlaubt es vielen, ihren täglichen (Arbeits-)Weg per Drahtesel zurückzulegen. Und natürlich spielt dabei auch das überwiegend gute Wetter eine entscheidende Rolle. Nach Feierabend sich noch schnell aufs Fahrrad schwingen und in den Biergarten radeln? Das gehört zur Münchner Lebensart einfach dazu. Und zwar an jedem Tag, der sich dafür bietet. Und so wäre es tatsächlich ein Wunder, wenn nicht auch Sie sich von dem Dolce Vita in der Stadt hinreißen ließen. Wie sang die Spider Murphy Gang, eine der bekanntesten Münchner Mundartbands der Achtzigerjahre, die noch heute bei den Jungen so beliebt ist wie bei den Älteren, im Song „Sommer in der Stadt“? „I glaub mei Chef muass heit auf mi verzichten. Ja, i lieg vui lieber mit dir im Gras …“
Kühn und fast: das berühmte Zeltdach des Olympiastadions |

Social Tatorting Der sonntägliche Tatort ist Kult, allein auf dem Sofa bleiben muss dafür aber niemand. Im Klenze 17 (Klenzestr. 17, ) werden die Krimis gezeigt. Auch in der Niederlassung wird mitgerätselt, wenn Borowski, Lindholm und Schenk ermitteln (Buttermelcherstr. 6, , Foto). Live erleben Sie ein „Kopfloses Dinner“ im Zar Supper & Bar (Rosenheimer Str. 240, )

Fleischliche Genüsse Das Steakhouse meldet sich zurück. Während anderswo der Vegi-Trend anhält, entdeckt München das Gourmetsteak wieder. Im The Grill stimmt nicht nur das Fleisch, sondern auch das Ambiente: superstylish und dazu noch ein toller Ausblick (Lenbachplatz 8, , Foto). Das Tabacco ist nicht nur die beste American Bar der Stadt, sondern auch bekannt für seine Steaks (Hartmannstr. 8). Für Steakliebhaber mit Vegetarierbegleitung ist das Nero ideal. Neben knusperdünner Pizza kommt hier auch Bullenlende aus dem Holzofen (Rumfordstr. 34, ).

München gibt den Ton an In Sachen Elektromusik ist München Vorreiter. Neuer Spitzenclub der Stadt ist das Bob Beaman (Gabelsbergerstr. 4, , Foto). Hier legt unter anderem das Münchner DJ-/Plattenlabel-Gespann Permanent Vacation () auf. Auch nach seinem Umzug stürmt das kleine, aber feine Harry Klein immer noch die Bestenlisten der Elektroclubs (Sonnenstr. 8, ).

Stand-up Die Surfer auf Münchens Eisbach sind weltbekannt, wurden sogar auf der Kinoleinwand verewigt. Dabei sind die sportlichen Trendsetter längst umgestiegen – aufs Stand-up-Board. Stehend und mit einem Paddel in der Hand geht es die Isar runter, von Geretsried bis Wolfratshausen oder etwas gemütlicher über einen der vielen Seen im Stadtgebiet. Ein Brett leiht man sich bei Surftools am Starnberger See (Bahnhofsplatz 4, Starnberg, ) oder bei Surfers Spirit (Kolpingring 3, Oberhaching, ). Wo Kurse angeboten werden, verrät die SUP Academy (, Foto).