Tipps.jpg
Symbole und Preiskategorien
Symbole und Preiskategorien
Highlights.jpg  

Raffaels „Sixtinische Madonna” ist der Höhepunkt einer der bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt

Im Residenzschloss neu präsentiert: Augusts Preziosen

Vom Herrschersitz der Wettiner zum Museum und Zeugnis sächsischer Geschichte

Berühmtes Opernhaus mit erstklassigem Ensemble und Orchester mit 500-jähriger Tradition

Barocke Festarchitektur in höchster Vollkommenheit, das Meisterstück Matthäus Daniel Pöppelmanns

Ganz besonders romantisch: ein Spaziergang bei Sonnenuntergang über den „Balkon Europas”

Altes neues Wahrzeichen der Stadt – auferstanden aus Ruinen

Grüne Lunge und Spielwiese der Dresdner – mit Barockpalais, Eisenbahn, Carolateich, Freilichtbühnen, Biergärten und Zoo (siehe auch | )

Herrschaftliche Sommerresidenz am Stadtrand: exotische Palais mit angrenzendem Park samt berühmter Kamelie im Glashaus

Der Ausflug in die Kleinstadt lohnt: Zu besichtigen sind der Dom, die Albrechtsburg und natürlich die berühmte Porzellan-Manufaktur

Barockes Jagd- und Lustschloss inmitten einer künstlich angelegten Teichlandschaft

Die Neustadt von der besten Seite: originell gestaltete Höfe, flippige Läden, gemütliche Restaurants

Sächsische Militärgeschichte und ein herrlicher Panoramablick über die Sächsische Schweiz

Zwischen Blauem Wunder und Pillnitz findet das stimmungsvollste aller Dresdner Feste statt

Dresdner Stollen und sächsisches Kunsthandwerk auf traditionsreichem Weihnachtsmarkt

Highlights.jpg
Insider  
Insider-Tipp

Im Studiensaal des zu Anfang des 18. Jhs. gegründeten Kupferstich-Kabinetts bekommen Sie auf Wunsch kostbare Zeichnungen und Grafiken aus den Beständen der ehemaligen kurfürstlichen Kunstkammer zur Ansicht vorgelegt

Insider-Tipp

Angenehme, freundliche Pension mit geschmackvoll-schlichten Zimmern in der herrschaftlichen Therese-Malten-Villa, die einst einer Dresdner Kammersängerin gehörte, nahe der Elbe und gegenüber vom Schloss Pillnitz

Insider-Tipp

Die Festung Dresden mit ihren unterirdischen Kasematten, den Kanonenhöfen und dem 400 Jahre alten Ziegeltor unter der Brühlschen Terrasse ist ein Zeugnis des vorbarocken Dresdens

Insider-Tipp

Von Februar bis April trägt die gut 200 Jahre alte Pillnitzer Kamelie, geschützt von einem Glashaus, ihr beeindruckendes Blütenkleid

Insider-Tipp

Auch wenn Sie die Maya-Handschriften vielleicht nicht lesen können, das Betrachten in der Schatzkammer des Buchmuseums ist schon spannend genug

Insider-Tipp

Reservieren Sie sonntags im Luisenhof einen Tisch am Fenster und genießen Sie das wunderbare Panorama und den hervorragenden Kuchen

Insider-Tipp

Ein interessantes Mühlenmuseum, und dazu gibt’s leckere, deftige Kost – die Zschoner Mühle im Zschonergrund ist ein beliebtes Ausflugsziel

Insider-Tipp

Kunstvolles Zierporzellan kommt nicht nur aus Meissen, sondern auch aus der Sächsischen Porzellan-Manufaktur Dresden in Freital

Insider-Tipp

Märchenerzähler verzaubern mit ihren ausdrucksvollen Lesungen unter der stimmungsvollen gläsernen Kuppel der „Tabakmoschee” Yenidze nicht nur Kinder

Insider-Tipp

Vielleicht etwas abseits gelegen, aber im Beatpol trifft sich die internationale Independent-Rockszene

Insider-Tipp

Das kleine Kino Thalia hat einen großen cineastischen Anspruch und ein schönes Café – mit Garten –, in dem man über das gerade Gesehene nächtelang diskutieren kann

Insider-Tipp

Spannende Abenteuer können kleine Dresden-Besucher im Kindermuseum des Deutschen Hygiene-Museums erleben; im MIttelpunkt stehen die fünf Sinne

Insider-Tipp

Nach der Restaurierung wieder wie neu: das prächtige Federzimmer im Schloss Moritzburg mit Wandteppichen und dem Bett Augusts des Starken

Insider-Tipp

Stimmungsvoll ist der historische Weihnachtsmarkt, der an den Adventswochenenden auf der Festung Königstein abgehalten wird

Insider-Tipp

Einen toller Blick haben Sie vom linken Flussufer auf die drei Elbschlösser: Schloss Albrechtsberg, Schloss Eckberg, Lingnerschloss

  Insider

Der Dresdner Zwinger gilt als eines der prächtigsten barocken Baudenkmäler Europas und beherbergt Kunstschätze von Weltrang. Im tagsüber frei zugänglichen Zwingerhof kann man die einzigartigen, durch Galerien verbundenen, Pavillons bewundern

Ein wenig versteckt neben der Gläsernen Manufaktur in der Nordwestecke des Großen Gartens liegt der Botanische Garten der TU Dresden. Ab dem Frühjahr wird er zum farbenfrohen duftenden Paradies. Der Eintritt kostet nichts, eine Spende ist aber willkommen

Am Neumarkt steht die zwischen 1993 und 2005 wiedererrichtete Frauenkirche, die dunklen Steine in der Fassade wurden aus dem Trümmerberg geborgen. Barock gestaltet sich das Innere. Authentischer können Sie Geschichte zum Nulltarif nicht erleben

Auf Anregung von Karl Schmidt entstand mit Hellerau am nördlichen Stadtrand Dresdens ab 1908 die erste Gartenstadt Deutschlands. Bei einem Bummel durch die Straßen kann man das bis heute nahezu unverändert erhaltene Architekturensemble erleben

Bevor die Kunstwerke der Skulpturensammlung in einigen Jahren ihren Platz im Semperbau am Zwinger finden, sind einige Stücke in einem Schaudepot des Albertinums im Eingangsbereich am Georg-Treu-Platz zu sehen. Und der ist frei zugänglich

()

Jedes Jahr im Juni wird die Bunte Republik Neustadt gefeiert. Es gibt jede Menge (kostenlose) Konzerte, Theateraufführungen und Kunstaktionen. Nur für Bratwurst, Bier und Wein sollten sie etwas Geld einstecken

Die Brühlsche Terrasse liegt 500 m lang und 10 m hoch über der Elbe wie ein Balkon vor der Altstadt. Hier schlendern Sie vorbei an Albertinum und Kunstakademie und genießen die Aussicht auf den Fluss, das Neustädter Elbufer und – landeinwärts – die Münzgasse mit der dahinter aufragenden Frauenkirche

Eine Fahrt mit einem der historischen Schaufelraddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt gehört zu den einprägsamsten Erlebnissen eines Dresden-Besuchs. Vor allem elbaufwärts passieren die Schiffe allerlei Sehenswürdigkeiten

Die Elbwiesen auf fast 30 km beiderseits des Flusses gehören zu Dresdens größten Schätzen und tragen viel zur Lebensqualität bei. Hier trifft man sich zu Lagerfeuern und Picknick, geht spazieren, fährt Rad oder liegt im Gras und schaut in die Wolken

Wenn sich die sächsischen Kurfürsten und Könige vom anstrengenden Herrschen erholen wollten, fuhren sie hinaus zum Schloss Pillnitz. Heute gehört die in chinoisen Formen erbaute Sommerresidenz samt Park längst zum Dresdner Stadtgebiet

Die Dresdner Neustadt war schon zu DDR-Zeiten ein Ort künstlerischer Kreativität und ist es nach der Wiedervereinigung geblieben. Im Zusammenwirken verschiedener Künstler entstand ab 1997 aus mehreren verbundenen Hinterhöfen die Kunsthofpassage, eine urbane Oase mit Läden und Kneipen

Das Elbhangfest findet auf einer Strecke von 7 km zwischen Loschwitz und Pillnitz statt. Mit Theateraufführungen und Lesungen, Konzerten und Ausstellungen, Weindörfern und Trödelmärkten und nicht zuletzt einem großen Festumzug zelebrieren die Dresdner jedes letzte Juniwochenende ihr Dolce Vita

Im Residenzschloss können Sie sich einen ganzen Tag aufhalten. Während die Regentropfen auf das transparente Dach des Foyers im Kleinen Schlosshof trommeln, bestaunen Sie die Schätze im Historischen und Neuen Grünen Gewölbeund in der Türckischen Cammer (Foto)

()

Der Einkaufsbummel unter Dach wird immer beliebter. In der Dresdner Innenstadt haben seit der Jahrtausendwende zwei Einkaufszentren mit insgesamt über 300 Boutiquen und Restaurants eröffnet: Die Altmarkt- und die Centrum-Galerie

In dem zum Panometer umfunktionierten Gasometer hat Yadegar Asisi seine 360-Grad-Vision vom barocken Dresden installiert. Mit Licht und Geräuschen werden die 24 Stunden eines Tages simuliert

In der Gläsernen Manufaktur von VW erleben Sie, wie Phaeton und Touareg entstehen. Das Kugelhaus birgt einen interaktiven Erlebnisbereich, in der VW-Lounge kann man in den Karossen Probe sitzen

Ein Besuch des Zoos lohnt auch bei schlechtem Wetter: Afrikahaus mit Elefanten und Mandrills, Giraffenhaus und Prof.-Brandes-Haus mit Primaten und Max, dem 4,50 m langen Krokodil. Zu den Publikumslieblingen gehören die Orang-Utans im Menschenaffenhaus

Im legendären Rundkino mit einem der größten Kinosäle Deutschlands kann man vom Vormittag bis in die Nacht in fremde Welten (mit besserem Wetter …) entfliehen

Bei einem Spaziergang oder einer gemütlichen Fahrt mit der Parkeisenbahn im Großen Garten können Sie die Seele baumeln lassen. Und am Carolasee gibt’s einen Bootsverleih

Wer sich in der Neustadt müde gelaufen hat, sollte sich eine Auszeit im Nordbad gönnen. Die 1895 eröffnete Badeanstalt wurde restauriert und bietet heute auch eine Liegewiese und eine Saunalandschaft

Die Werbezeile ist (topografisch) leicht irreführend, liegt das DaySpa doch nicht am Altmarkt, sondern am nahen Dr.-Külz-Ring. Suchen Sie sich aus dem Angebot an Wellness- und Beauty-Behandlungen etwas aus, und machen Sie ein paar Stunden Urlaub vom Urlaub

()

Die Talstationen der Bergbahnen liegen beide am Körnerplatz. Die Bergstation der Schwebebahn ist auch Aussichtsturm. Die Standseilbahn führt zum Weißen Hirsch, und weil die Fahrt kurz ist, kehren Sie oben in den Luisenhof ein und genießen die Aussicht

Die zwei Becken im Schwebebad Dresden sind mit einer körperwarmen gesättigten Meersalzlösung gefüllt: Hier können Sie im Wasser „schweben”. Wenn Licht und Musik abgeschaltet werden, scheint die Grenze von Haut zu Wasser und Luft zu verschwinden

(siehe auch | )

Ein Stadturlaub schlaucht – glücklich, wer ein Hotel mit Pool zum Relaxen hat. Viele Nobelherbergen öffnen ihre Wellness- und Fitnessbereiche auch für Nicht-Hotel-Gäste: z. B. das Hilton seinen Living Well Health Club, The Westin Bellevue sein Bell’Acqua Spa oder das Romantikhotel Pattis seinen Vitalgarten

Bild: Zwinger

Es liegt ein Zauber über dieser Stadt. Wenn die Morgensonne das Wasser der Elbe glitzern und die berühmte Altstadtsilhouette aufleuchten lässt, dann geraten sogar die Dresdner selbst ins Schwärmen. Und heute mehr denn je, da die mächtige Kuppel der Frauenkirche das Stadtbild wieder komplettiert. Zu deren Füßen herrscht babylonisches Sprachengewirr: Englisch, Japanisch, Bayerisch – die historische Altstadt ist fest in der Hand der Touristen. Rund 10 Mio. Besucher zählt Dresden jedes Jahr, Tendenz steigend. Die meisten sind auf der Suche nach einem Mythos, nach der barocken Stadt Canalettos, nach dem „deutschen Florenz”, wie Johann Gottfried Herder die sächsische Residenz einst nannte.

Auferstanden aus Ruinen – zurück zum alten Glanz

Dresden gehört zu den begehrtesten Reisezielen in Deutschland und beeindruckt mit Baudenkmälern, mit Kunst und Kultur. Doch es ist die Elbe, die das Lebensgefühl bestimmt. In weiten Bögen windet sie sich durch die Stadt, vorbei an Weinbergen, herrschaftlichen Schlössern und lauschigen Biergärten, gesäumt von breiten Wiesen, wie man sie so heute in keiner anderen europäischen Großstadt mehr findet. 2004 nahm die Unesco das Dresdner Elbtal dieser Kulturlandschaft wegen in die Welterbeliste auf – aufgrund des heftig umstrittenen Baus der Waldschlösschenbrücke über die Elbe verlor die Stadt den Titel aber fünf Jahre später schon wieder. Die Dresdner lieben ihre Elbe, in guten wie in schlechten Zeiten. Eine Dampferfahrt oder eine Tour auf dem Elberadweg sind ganz besondere Erlebnisse. An den Flussufern trifft man sich zu Picknick und Lagerfeuer, zu Elbhangfest und Open-Air-Kino. Nicht zuletzt dienten die Elbwiesen beim Rekordhochwasser im August 2002 als natürlicher Überflutungsraum und bewahrten die Stadt vor noch Schlimmerem. Dank steigender Wasserqualität sind nicht nur Elbebiber, Fischotter und Elblachs zurückgekehrt, sondern auch Menschen wagen sich immer häufiger ins kühle Nass.

Die größte Katastrophe seiner Geschichte erlebte Dresden, als britische und amerikanische Bomber in der Nacht des 13. und am darauffolgenden 14. Februar ihre todbringende Last über der Stadt ausklinkten. In einem gewaltigen Feuersturm wurde nahezu die gesamte Innenstadt ausgelöscht, 25 000 Menschen starben. Keiner hätte damals geglaubt, dass aus dem Trümmerfeld jemals wieder ein Ort erstehen könnte, der den Namen Elbflorenz verdient. Doch die Dresdner gaben ihre Stadt nicht auf. Schon am 10. Juli 1945 öffnete das Interimstheater Dresdner Bühnen in der Glacisstraße seine Pforten, mit Erich Ponto als „Nathan der Weise”. Nur einen Monat später begann der Wiederaufbau des Zwingers. Die ebenfalls schwer getroffene und ausgebrannte Semperoper erlebte nach einer Jahre andauernden Rekonstrunktion am 13. Februar 1985 – auf den Tag genau genau vier Jahrzehnte nach ihrer Zerstörung – ihre feierliche Neueinweihung.

Im Herbst 1989 wagten Dresdner Bürger einen ganz anderen Neubeginn, als sie mit friedlichem Protest am 8. Oktober den DDR-weit ersten Dialog mit der Staatsmacht ertrotzten, der schließlich das Ende eines ganzen Systems einläutete. Die politische Wende ermöglichte auch die Wiedergeburt eines weiteren Dresdner Wahrzeichens – der Frauenkirche. Ihre Ruine war als Mahnmal gegen den Krieg zu einem Symbol der Friedensbewegung geworden, weshalb bei weitem nicht alle Dresdner den Wiederaufbau begrüßten. Während der Jahre ihres für alle sichtbaren Wachsens geriet die Frauenkirche jedoch nicht nur zum Sinnbild ostdeutschen Aufbauwillens und Dresdner Bürgerstolzes, sondern durch das Zusammenwirken von Menschen aus der ganzen Welt auch zu einem eindrucksvollen Zeichen der Versöhnung. Im Oktober 2005 erfolgte die Weihe des in neuem alten Glanz wiedererstandenen Gotteshauses.

1748 schuf der venezianische Maler Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, mit seinem Panoramabild „Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke” eine der berühmtesten Dresden-Ansichten überhaupt. In natura gibt es den „Canalettoblick” von den Elbwiesen unterhalb des Hotels The Westin Bellevue, in Öl auf Leinwand in der Gemäldegalerie Alte Meister. Deren Bilder, wie auch die meisten anderen Schätze der Dresdner Museen, überstanden die Kriegswirren durch Auslagerung und kehrten nach der Beschlagnahme durch die Rote Armee und den Abtransport in die Sowjetunion ab Mitte der 1950er-Jahre an die Elbe zurück. Dass die zwölf Museen der Staatlichen Kunstsammmlungen Dresden heute zu den bedeutendsten der Welt zählen, ist zuallererst dem Kunstsinn und der Repräsentationssucht der einstigen sächsischen Herrscher zu verdanken. Den nachhaltigsten Eindruck hinterließ Friedrich August I., Kurfürst von Sachsen und als August II. zudem König von Polen, besser bekannt als „August der Starke”. Man sagt ihm nach, dass er mit bloßen Händen Hufeisen verbiegen konnte und auch sonst ganz gut bei Kräften war. Neben seinem einzigen legitimen Sohn und Nachfolger, Schöngeist und Kunstsammler wie sein Vater, soll er zahlreiche weitere Kinder gezeugt haben – die Zahlen schwanken zwischen 9 und 365! Der Kurfürst galt als ausschweifend und machtbesessen, aber er machte aus Dresden auch eine Residenz von europäischem Format und begründete ihren Ruf als Kunst- und Kulturstadt.

Der Fürstenzug an der Fassade des Stallhofs ist 102 m lang

Das reiche Erbe Augusts des Starken

Die musikalische Tradition Dresdens hat ihre Ursprünge lange vor Augusts Zeit. Der Kreuzchor existiert bereits seit dem 13. Jh., die Staatskapelle seit 1548. In der Dresdner Operngeschichte finden sich Namen wie Carl Maria von Weber, Richard Wagner und Richard Strauss. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jhs. entwickelte sich Dresden unter der Ägide von Mary Wigman und Gret Palucca zu einem Zentrum des avantgardistischen Tanztheaters. Viele Touristen erleben noch immer ein Dresden zwischen „Sixtinischer Madonna” und „Rosenkavalier”. Wer sich über das Kulturquartier zwischen Zwinger, Semperoper und Frauenkirche hinauswagt, ist nicht selten erstaunt über das „andere” Dresden, seine Vielfalt und Lebendigkeit. In der rechtselbischen Inneren Neustadt etwa trifft man auf liebevoll sanierte barocke Bürgerhäuser, charmante Einkaufspassagen – und noch mehr Museen. Ein Stück weiter nördlich beginnt jenseits von Albertplatz und Bautzner Straße die Äußere Neustadt. In dem von Kriegszerstörungen weitgehend verschonten Gründerzeitviertel war schon zu DDR-Zeiten eine aufmüpfige Alternativkultur gewachsen, bis heute ist der Stadtteil beliebte Wohnadresse von Studenten, Künstlern und Lebenskünstlern. Unablässig entstehen neue Läden, Kneipen und Cafés. Galerien präsentieren zeitgenössische Kunst und die Cineasten-Kinos Schauburg und Thalia halten die Filmkunst am Leben, Clubs und Bars sind bis in den frühen Morgen geöffnet. Zuguterletzt wird hier seit 1990 jeden Sommer für drei Tage die „Bunte Republik Neustadt” ausgerufen.

Auch wer es beschaulich-romantisch liebt, kommt in Dresden und Umgebung auf seine Kosten. Dass wussten zu Beginn des 19. Jhs. schon die deutschen Romantiker, denen im Kügelgenhaus in der Hauptstraße ein kleines Museum gewidmet ist. Der Große Garten lädt zum Spazieren oder zu einer Bootstour auf dem Carolasee ein. In der Blasewitzer Goetheallee und auf dem Weißen Hirsch kann man mondäne Villen bestaunen, vom Luisenhof bei Kaffee und Kuchen die Aussicht genießen. Der Weg zum Schloss Pillnitz am Stadtrand führt vorbei an alten Dorfkernen und üppigen Gärten. Entlang der Elbe offerieren Restaurants und Biergärten regionale Spezialitäten: Kartoffelsuppe, Sauerbraten und Quarkkeulchen, Radeberger Pilsner und sächsischen Wein. Und dann ist da noch das Umland. Mit dem Elbsandsteingebirge samt dem Nationalpark Sächsische Schweiz liegt eine aufregende Landschaft direkt vor der Haustür – ein Eldorado für Kletterer und Wanderer. Im Umkreis von weniger als einer Autostunde findet man in Moritzburg, Weesenstein oder Großsedlitz einzigartige Schlösser und Parks. Und auch die Sächsische Weinstraße führt durch das Elbtal: von Dresden über Radebeul und Meissen bis nach Diesbar-Seußlitz.

Forscherdrang und Erfindergeist

Bei aller Gemütlichkeit ist Dresden aber auch eine Stadt, in der Zukunftsvisionen und Erfindungsreichum Tradition haben: Kaffeefilter, Büstenhalter und Reiseschreibmaschine, das europäische Porzellan, die erste deutsche Dampflokomotive und die Spiegelreflexkamera sind „made in Dresden”. Heute ist die Elbestadt ein dynamischer Wirtschaftsstandort und ein Hightech-Zentrum von Rang. Neben Betrieben aus traditionell hier beheimateten Wirtschaftszweigen wie Maschinen-, Anlagen- und Flugzeugbau oder der pharmazeutischen Industrie haben sich in den letzten 20 Jahren rund 1200 Firmen aus den Bereichen Mikroelektronik, Bio- und Nanotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnik und Photovoltaik hier angesiedelt und aus dem einstigen „Tal der Ahnungslosen” (im Elbtal gab es keinen West-Fernsehempfang) ein „Silicon Saxony” gemacht. Insgesamt 20 Institute – u. a. Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft, Leibnitz- und Helmholtzgemeinschaft – sowie mehrere Innovationszentren begründen Dresdens Stellung als führender Forschungsstandort in den neuen Bundesländern. Für Nachschub an qualifiziertem Personal sorgen u. a. die Technische Universität und die 1992 gegründete Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Die Arbeitslosenquote liegt in Dresden seit Jahren unter dem ostdeutschen Durchschnitt. Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die augenfällige Lebensqualität machen die Stadt für junge Menschen attraktiv.

Spannende Gegensätze zwischen Tradition und Moderne

Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach der deutschen Wiedervereinigung ist das 800 Jahre alte Dresden eine Stadt der Baustellen. In dem von Kriegszerstörungen hart getroffenen Ring um die Altstadt wartet noch manche Brachfläche auf Erweckung. Dass es moderne Architektur hier nicht immer leicht hat, liegt an der hingebungsvollen Liebe der Einheimischen zum alten Dresden sowie an den schlechten Erfahrungen der letzten 60 Jahre: Dem sozialistischen Plattenbau-Einerlei folgte nach der Wende manch gesichtsloser Neubau. Und so ist auch das umfangreichste innerstädtische Bauvorhaben, die Gestaltung des Neumarkts, vom Richtungsstreit „Tradition gegen Moderne” bestimmt. Dresden lebt von und mit seinen Gegensätzen. Wer sich Zeit nimmt für diese Stadt, sich auf ihren Rhythmus einlässt, versteht, warum ihre Bewohner derart glühende Lokalpatrioten sind – die zudem nichts lieber tun, als die Vorzüge ihrer Heimatstadt zu preisen. Offenheit und Neugier vorausgesetzt, kommt man – egal ob in der Straßenbahn oder beim Wein – mit den Dresdnern schnell ins Gespräch. Und neben unbezahlbaren Experten-Tipps gibt’s dann bisweilen spannende Lebensgeschichten als Zugabe..

Früher Film

Guten Morgen Sonntagmorgens geht’s ins Kino. Ausgeschlafene treffen sich im Programmkino Ost zum Frühstyxkino mit Büfett (Schandauer Str. 73). Brunch gibt’s auch beim Frühstück bei Kiffany’s im Kif-Kino (Tharandter Str. 33, ). Beim Filmbrunch heißt es selbst anpacken. Hier bringt jeder was fürs Büfett mit – mit dabei sind Cineasten und Filmemacher, die nach dem „großen Fressen” ihre eigenen Filme zeigen ().

Brot & Spiele

Bar mit Brettspiel In Dresdens Lokalen grassiert das Spielefieber. Die erste Brettspielkneipe der Stadt heißt Triangel und wartet mit 600 verschiedenen Games auf (Arnoldstr. 16). Im Stilbruch heißt der Salat Kaninchenfutter und die Knoblauchsuppe Liebestöter. In den Regalen türmen sich Spiele von Abalone bis Wizard (Böhmische Str. 30). Im Barneby gibt es Brettspiele und zudem regelmäßige Pokerturniere im Biergarten (Görlitzer Str. 11).

Sexy Schwitzen

Hingucker-Sport Das Ergebnis kann sich ebenso sehen lassen wie das Workout selbst. Pole-Dance-Kurse sorgen mit sexy Tanzeinlagen und Akrobatik an der Stange für knallharte Bauchmuskeln (bei Jumpin’, Bürgerstr. 74). Bauchtanz bringt den Tänzern nicht nur Komplimente ein, sondern auch einen starken Rücken – ein sexy Workout mit Gesundheitseffekt. Tänzerin Katári bringt Ihnen den rechten Hüftschwung bei (, ). Dita von Teese ist die Meisterin des Burlesque, den sexy Tanzstil lernen Sie bei Sweet Chili Burlesque im Tanzzentrum Dresden (Schweriner Str. 56) oder bei der Burlesqueschule ().

Toller Hecht

24 Stunden, ein Viertel Im Bermudadreieck zwischen Stauffenbergallee, Königsbrücker Straße und Hansastraße ist schon so mancher verschütt gegangen. Das Hechtviertel ist der neue Trend-Stadtteil Dresdens. Den Tag beginnen Sie am besten mit einem Frühstück im Leonardo. Dort gibt es wechselnde Kunstausstellungen und jedes Wochenende auch Brunch (Rudolf-Leonhard-Str. 24). Der kurze Verdauungsspaziergang führt ins Invito. Dort können Sie in Dekoartikeln und Krimskrams stöbern (Rudolf-Leonhard-Str. 2 a). Bei Mycroft’s Coffee & Books gibt’s nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch Nahrung fürs Hirn. Tagsüber ein Lesecafé, verwandelt sich das Lokal zum Abend in eine coole Bar für Szenegänger (Rudolf-Leonhard-Str. 38, ). Der Tag endet in der Theaterruine St. Pauli. Romantischer könnte die Kulisse für Konzerte und Theater gar nicht sein (Königsbrücker Platz, ).