Crashkurs Pharmakologie
3., überarbeitete Auflage
URBAN & FISCHER
Front Matter
C. Dellas
Repetitorium mit Einarbeitung
der wichtigsten Prüfungsfakten
3., überarbeitete Auflage
URBAN & FISCHER München
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Zuschriften und Kritik an:
Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag, Hackerbrticke 6, 80 335 Mtinchen, E-Mail:
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Die Erkenntnisse in der Medizin unterliegen laufendem Wandel durch Forschung und klinische Erfahrungen. Heraus-geber und Auto ren dieses Werkes haben grofie Sorgfalt darauf verwendet, dass die in diesem Werk gemachten thera-peutischen Angaben (insbesondere hinsichtlich Indikation, Dosierung und unerwtinschten Wirkungen) dem derzeiti-gen Wissensstand entsprechen. Das entbindet den Nutzer dieses Werkes aber nicht von der Verpflichtung, anhand der Beipackzettel zu verschreibender Praparate zu tiberprtifen, ob die dort gemachten Angaben von denen in diesem Buch abweichen und seine Verordnung in eigener Verantwortung zu treffen.
Wie allgemein tiblich wurden Warenzeichen bzw. Namen (z. B. bei Pharmapraparaten) nicht besonders gekennzeichnet.
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3. Auflage 2011
© Elsevier GmbH, München
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Um den Textfluss nicht zu stören, wurde bei Patienten und Berufsbezeichnungen die grammatikalisch maskuline Form gewahlt. Selbstverstandlich sind in diesen Fällen immer Frauen und Männer gemeint.
Planung: lulia Baier
Lektorat: Alexander Gattnarzik
Herstellung: Peter Sutterlitte
Satz: abavo GmbH, Buchloe
Druck und Bindung: L.E.G.O. S.p.A., Lavis (TN)
Umschlaggestaltung: SpieszDesign, Neu-Ulm
Printed in Italy
ISBN 978-3-437-43 182-1
Aktuelle Informationen finden Sie im Internet unter und .
Vorwort zur 3. Auflage
Der Crashkurs Pharmakologie ist zum beliebten Kurzlehrbuch geworden, das mit seinem strengen didak-tischen Konzept einer einheitlichen Gliederung und ubersichtlichen Darstellung besticht. Ursprilnglich war er in seiner ersten Auflage als Repetitorium fur das zweite Staatsexamen gedacht. Daruber hinaus be-stand der Bedarf an einem semesterbegleitenden ubersichtlichen Kurzlehrbuch. Und so wurden in der zweiten Auflage die Kapitel thematisch besser abgegrenzt und inhaltlich verbessert, sodass mit dem Crashkurs auch bereits wahrend des Semesters die allgemeine und spater die spezielle Pharmakologie ge-lernt werden kann. Es entstand ein knappes, pragnantes und dennoch moglichst vollstandiges Kurzlehrbuch, das viele Studenten ilber mehrere Jahre begleitet. Und der Erfolg der zweiten Auflage gibt uns Recht. Denn auch mit Anderung der Approbationsordnung und Einfuhrung des Hammerexamens bleibt der Bedarf nach einem solchen Buch bestehen. Und darauf soil auch in Zukunft keiner verzichten mils-sen. Deshalb wurde der Crashkurs komplett uberarbeitet und um neue Substanzklassen der Arzneimittel-therapie aktualisiert. Das bewahrte Konzept haben wir selbstverstandlich aufrechterhalten. Damit ist die dritte Auflage des Crashkurs fur Studenten/-innen geeignet, die begleitend zur Vorlesung, zum Seminar oder zum Tutorial ein kurzes Lehrbuch der allgemeinen und/oder speziellen Pharmakologie benotigen. Wer dieses Buch dann bereits intensiv durchgearbeitet hat, kann es selbstverstandlich auch fur die Vorbe-reitung auf das Hammerexamen nutzen. Fur die schnelle Wiederholung der wichtigsten IMPP-relevanten Pharmakologieaspekte am Ende des Studiums ist aus gleicher Feder das Repetitorium last minute Pharmakologie entstanden, das gezielt auf das Hammerexamen vorbereitet. Fur die Realisierung der Crash-fcwrs-Neuauflage danke ich den Mitarbeitern vom Urban & Fischer-Verlag der Elsevier-GmbH, insbeson-dere Herrn Gattnarzik.
Gottingen, April 2011
Vorwort zur 1. Auflage
Es bleibt nicht mehr viel Zeit, die Pharmakologieprufung naht. Der Stress schlagt bereits auf den Magen, der Schlaf ist auch nicht mehr der Beste. Statt Sauresekretionshemmer und Schlaftabletten zu nehmen -mit dem Crashkurs Pharmakologie ist das richtige Mittel zur Hand, um die Beschwerden zu lindern. Ein didaktisch ausgefeiltes Prinzip hilft, sich effizient auf die Pruning vorzubereiten.
Das Buch aus der Crashkurs-Reihe von Urban & Fischer ist fur Studenten gedacht, die kurz vor ihrer mundlichen Pharmakologieprufung zum 2. Staatsexamen stehen, Kurse ilber die allgemeine und spezielle Pharmakologie bereits an der Uni hinter sich gebracht haben und nun noch einmal alles wiederholen mochten. Jetzt kommt es darauf an, strukturiert vorzugehen, den Uberblick zu bewahren und Fakten zu lernen, mit denen man jeden Priifer uberzeugt.
Auch wenn dieser Crashkurs zur Vorbereitung auf die Pruning der speziellen Pharmakologie dient, sind im Lehrbuch komplett die allgemeinen Grundlagen verankert, denn das Grundwissen ist die Basis fur ein erfolgreiches Abschneiden im 2. Staatsexamen. Abgesehen von der Vorbereitung auf die mundliche Pruning ist dieses Buch auch zum Lernen fur das schriftliche Examen geeignet, da das Buch den gesamten GK abhandelt.
Das didaktische Konzept basiert auf einer strengen Gliederung, die sich durch das gesamte Lehrbuch zieht:
Ich hoffe, mit diesem Buch wird die Pharmakologie interessanter und vertrauter, die Angst vor der Pruning kleiner. Es lohnt sich, die Seiten durchzuarbeiten, denn die Pharmakologie begleitet uns auch nach dem Studium. Selbst wenn man kein Pharmakologe wird, die Patienten werden es danken, wenn man als Arzt etwas von den Medikamenten versteht, die man auf das Rezept schreibt. Deshalb sind zum Lernen gute Biicher wichtig und ich möchte an dieser Stelle all jenen danken, die an der Verwirklichung des Crash-kurses beteiligt waren, insbesondere Frau Wintermayr und Frau Feyl aus dem Verlag Urban & Fischer.
Außerdem gilt meinen Eltern und meiner Schwester mein ganzer Dank, da sie mich iiber das gesamte Studium tatkraftig unterstutzt haben und mir eine wunderbare Studienzeit ermoglichten. Ihnen möchte ich dieses Buch genauso widmen wie meinem Freund, der mir bei meinen schreibenden Kunsten liebevoll zur Seite stand.
Ich wunsche eine erfolgreiche Pruning!
Gottingen, November 2002
Benutzerhinweise
Die Crashkurs-Reihe ermöglicht eine knappe, prägnante Wiederholung des gesamten Prüfungswissens des Faches in verständlicher und strukturierter Form. Durch die strenge Gliederung wird das Wissen aktiviert und systematisiert. Der Stoff kann in kurzer Zeit aufgearbeitet werden und so sind Prüfungsangst und Zeitdruck kein Thema mehr.
Abkürzungsverzeichnis
5-HT 5-Hydroxytryptamin (Serotonin)
ACh Acetylcholin
ACS akutes Koronarsyndrom (acute coronary syndrome)
AP Aktionspotential
ASS Acetylsalicylsaure
AT Angiotensin
AZ Allgemeinzustand
BB Blutbild
BtmV Betaubungsmittelverordnung
BV Bioverfugbarkeit
BZ Blutzucker
COMT Katecholamin-O-Methyltransferase
EDV enddiastolischesVolumen
EPM extrapyramidal-motorisch
GABA Gammaaminobuttersaure
GFR glomerulare Filtrationsrate
GI-Trakt Gastrointestinaltrakt
GTN Glyceroltrinitrat
HF Herzfrequenz
HHL Hypophysenhinterlappen
HIT heparininduzierte Thrombozytopenie
HVL Hypophysenvorderlappen
HZV Herzzeitvolumen
IE Internationale Einheiten
i.m. intramuskular
Ind Indikation
ISDN Isosorbiddinitrat
ISMN Isosorbidmononitrat
i.v. intravenos
KG Körpergewicht
KI Kontraindikation
LE Lungenembolie
MAO Monoaminooxidase
MG Molekulargewicht
NMH niedermolekulares Heparin
NNR Nebennierenrinde
NSTEMI non-ST-elevation myocardial infarction
oBV orale Bioverfugbarkeit
PEB Plasmaeiweifibindung
PK Pharmakokinetik
p.o. per os
PPI Protonenpumpeninhibitor
RA rheumatoide Arthritis
RAAS Renin-Angiotensin-Aldosteron-System
ret. retardiert
s.c. subcutan
SR sarkoplasmatisches Retikulum
SSRI selektive Serotonin-Re-uptake-Hemmer (Antidepressiva)
STEMI ST-elevation myocardial infarction
SV Schlagvolumen
Tabl. Tablette
ti/2 Halbwertszeit
TVT tiefe Venenthrombose
UE Untereinheit
UFH unfraktioniertes Heparin
UW unerwunschte Wirkung
V. a. Verdacht auf
Wi Wirkung
Wm Wirkungsmechanismus
WW Wechselwirkung
Z.n. Zustand nach
Table of Contents
1 Pharmakokinetik
Die Pharmakologie beschäftigt sich mit der Pharmakokinetik (
) und der Pharmakodynamik (
. Dieser Zusammenhang lässt sich folgendermaßen darstellen:
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Die Pharmakokinetik beschreibt Resorption, Verteilung und Elimination eines Pharmakons: „Was macht der Organismus mit dem Pharmakon?”
Resorption
einfache Diffusion · carriervermittelter Transport · aktiver Transport · vesikulärer Transport
Diffusion
= passiver Transport einer Substanz entlang des Konzentrationsgradienten (vom Ort höherer Konzentration zum Ort geringerer Konzentration) durch die Zellmembran, besitzt die größte Bedeutung für den Transport; ist u. a. abhängig von:
Abb. 1.1 Ionisationsgrad und Grad der Diffusion einer Base und einer Säure in Abhängigkeit vom pH-Wert
Man unterteilt die Diffusion in:
aktiver Transport
vesikulärer Transport
= aktiver Transport, bei dem die Substanz durch Vesikelbildung in die Zelle aufgenommen wird. Dieser Prozess kann spezifisch über bestimmte Rezeptoren vermittelt werden (rezeptorvermittelte Endozytose).
Verteilung
Verteilungsräume · Verteilungsparameter
Nach der Aufnahme des Pharmakons in die Blutbahn verteilt es sich in Abhängigkeit von den Verteilungsparametern in den verschiedenen Stoffwechselräumen (Kompartments) des Körpers.
Verteilungsräume
Verteilungsparameter
Die Verteilung einer Substanz im Körper ist abhängig von:
Elimination
Metabolismus (Biotransformation) · Ausscheidung
Ziel der Elimination ist es, Substanzen in weniger toxische Stoffwechselprodukte zu überführen (Metabolismus) und ihre Ausscheidung zu verbessern.
Metabolismus
zwei Phasen, wobei die Einführung funktioneller Gruppen (Phase-I-Reaktion) häufig die Voraussetzung für die nachfolgende Konjugation (Phase-II-Reaktion) ist:
Ausscheidung
pharmakokinetische Parameter
orale Bioverfügbarkeit · First-pass-Effekt · Verteilungsvolumen · Clearance · Sättigungsdosis · Erhaltungsdosis · Halbwertszeit · Kinetik 1. und 0. Ordnung · Drug Monitoring
orale Bioverfügbarkeit (oBV)
First-pass-Effekt
Verteilungsvolumen
VD = reales Verteilungsvolumen
Tab. 1.1 Verteilungsräume (KG = Körpergewicht)
| Gesamtkörpermasse | Verteilung des Gesamtkörperwassers | |
|---|---|---|
| Gesamtkörperwasser ⅔ des KG (Männer 65 % Frauen 55 %) | extrazellulär ca. 20 % des KG (⅓ des Gesamtwassers) | transzellulär: 1 % des KG |
| Plasma: 5 % des KG | ||
| Interstitium: 15 % des KG | ||
| intrazellulär ca. 40 % des KG ⅔ des Gesamtwassers) | ||
| Trockenmasse ⅓ des KG | ||
VD (l/kg) = M/c je kg KG
VDa = apparentes (scheinbares) Verteilungsvolumen
Clearance
Plasmavolumen, das pro Zeiteinheit von einer Substanz befreit wird (in ml/min)
Sättigungsdosis
Erhaltungsdosis
Halbwertszeit
Kinetik 1. Ordnung
Abb. 1.2 Schematische Darstellung der Eliminationskinetik 1. und 0. Ordnung
Kinetik 0. Ordnung
Drug monitoring
2 Pharmakodynamik
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Die Pharmakodynamik beschreibt den Wirkungsmechanismus, die Wirkqualität und die Wirkstärke eines Arzneimittels: „Was macht das Pharmakon mit dem Organismus?”
pharmakodynamische Parameter
ED50 · LD50 · therapeutische Breite · Potenz · intrinsische Aktivität · Affinität · Agonist · Antagonist · Toleranz · Tachyphylaxie · Rebound-Phänomen
ED50
= Effektdosis50 = EC50 (effective concentration) = Dosis, bei der 50 % der Individuen eine bestimmte Wirkung zeigen
LD50
= Letaldosis50 = Dosis, bei der 50 % der Versuchstiere sterben
therapeutische Breite
Abb. 2.1 Die therapeutische Breite eines Pharmakons Zusammenhang zwischen der erwünschten (therapeutischen) Wirkung und der letalen Wirkung
Potenz
Abb. 2.2 Vergleich verschiedener Pharmaka bezüglich ihrer Potenz und intrinsischen Aktivität
intrinsische Aktivität
Affinität
Die Affinität eines Pharmakons zum Rezeptor wird durch die Dissoziationskonstante KD beschrieben. Je kleiner der KD-Wert, umso höher die Affinität.
Agonist
Antagonist
Tab. 2.1 Vergleich zwischen kompetitiven und nicht-kompetitiven Antagonisten
| kompetitiver Antagonist | nicht-kompetitiver Antagonist |
|---|---|
| verdrängt den Agonisten vom Rezeptor (Konkurrenz) | wirkt allosterisch am Rezeptor, z.B. kann durch eine Konformationsänderung des Re-zeptors der Agonist nicht mehr wirksam werden (kein Konkurrenzprinzip) |
| bewirkt eine Parallelverschiebung der Do-sis-Wirkungs-Kurve des Agonisten nach rechts ( |
bewirkt eine Abflachung der Dosis-Wir-kungs-Kurve des Agonisten ( |
| hat keinen Einfluss auf die maximale Wir-kung des Agonisten (Emax bleibt gleich, |
bewirkt eine Verminderung der maximalen Wirkung des Agonisten (Emax ↓, |
| erhöht die EC50 des Agonisten ( |
die EC50 des Agonisten bleibt gleich ( |
| Wirkung des Antagonisten lässt sich durch eine höhere Dosis des Agonisten wieder aufheben | Agonist kann nicht die Wirkung des Antago-nisten aufheben |
Abb. 2.3 Wirkung eines kompetitiven Antagonisten auf die Dosis-Wirkungs-Kurve des Agonisten
Abb. 2.4 Wirkung eines nicht-kompetitiven Antagonisten auf die Dosis-Wirkungs-Kurve des Agonisten
Toleranz
Tachyphylaxie
Schnellgewöhnung: Abnahme der Empfindlichkeit innerhalb von Minuten bis Stunden (z. B. durch rasche Entleerung der Noradrenalinvesikel bei indirekten Sympathomimetika,
)
Rebound-Effekt
Entzugssymptomatik nach plötzlichem Absetzen eines Pharmakons (z. B. durch Upregulation der Rezeptoren während der Therapie mit β-Blockern,
)
3 Neuzulassung von Arzneimitteln
In Deutschland müssen alle Arzneimittel vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) oder von der europäischen Zulassungsbehörde EMEA (European Medicines Agency) zugelassen werden. Impfstoffe und Sera erhalten die Zulassung vom Paul-Ehrlich-Institut. Pro Jahr kommen ca. 50 neue Substanzen auf den Markt:
Bevor ein Arzneimittel zugelassen wird, müssen vom Hersteller Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nachgewiesen werden.
Phasen der Arzneimittelentwicklung
präklinische Phase · klinische Phase
präklinische Phase
klinische Phase
Tab. 3.1 Klinische Phasen der Arzneimittelprüfung
| Phase | Anwendung | Ziel der Anwendung |
|---|---|---|
| I | erste Anwendung an wenigen ge-sunden Probanden (10–50), Aus-nahme: keine Prüfung von gefähr-lichen Arzneimitteln wie Zytostatika an Gesunden | Informationen über Verträglichkeit, Dosis-Wirkungs-Kurve, Pharmakokinetik etc. |
| II | erste Anwendung an kleiner ho-mogener Patientengruppe (bis 300) | Nachweis der therapeutischen Wirkung, Ungefährlichkeit, Bestimmung der thera-peutischen Dosis |
| III | Anwendung an großer Patienten-gruppe (> 1000) | Bestimmung der Wirksamkeit und Sicher-heit meist in multizentrischen Studien während längerer Behandlungsdauer, Er-fassung von UW |
| Zulassung zunächst für 5 Jahre, Verschreibungspflicht für die Substanz | ||
| IV | Nachbeobachtungsphase bei allen Patienten, die das Medika-ment einnehmen | wissenschaftliche Langzeitbetreuung, breite Erfassung UW, Einfluss auf Lebens-dauer, Prüfung zusätzlicher Indikationen |
klinische Phasen der Arzneimittelprüfung
Sonderfälle
Generika · Homöopathika
Generika
sind Substanzen mit gleichem Wirkungsprofil wie die Originalsubstanz. Sie müssen nicht die Phasen der Arzneimittelprüfung durchlaufen, sondern werden im Bioäquivalenztest geprüft.
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Bioäquivalenztest = Test zum Nachweis, dass eine Dosis des Generikums die gleiche Wirkung wie eine Dosis der Originalsubstanz am gesunden Probanden besitzt und damit die gleichen UW aufweist
Homöopathika
sind nach der Theorie von Samuel Hahnemann Substanzen, die beim Gesunden einen bestimmten Symptomenkomplex hervorrufen. Beim Kranken sollen sie den entsprechenden Symptomkomplex nach starker Verdünnung durch Verschüttelung oder Verreibung (= Potenzieren) behandeln (similia similibus curentur). Sie benötigen keine Zulassung, da für sie eine bestimmte Wirksamkeit wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden kann. Sie werden registriert.