ÜBER DEN AUTOR

Emanuel Koch wagte direkt nach seinem Informatikstudium den Schritt in die Selbstständigkeit. Bis heute hat er mehrere Unternehmen gegründet, ist passionierter Musiker und steht als Business Speaker auf Bühnen in ganz Deutschland. Er weiß, wie schwer es ist, seinen eigenen Weg zu gehen und Vorhaben umzusetzen, die zunächst unmöglich erscheinen. Er plädiert in einer hauptsächlich logischen Welt für einen akzeptierenden Umgang mit Emotionen. www.emanuelkoch.de

Prolog: Walking on the Moon


Giant steps are what you take
Walkin’ on the
moon …

Jedes Mal, wenn ich ihn höre, erinnert mich der Hit von The Police an die Mondlandung. An die gigantischen Schritte von Neil Armstrong, als er am 21. Juli 1969 den Mond betreten hat.

Was für eine verrückte Idee, beim damaligen Stand der Technik einen Menschen auf den Mond fliegen zu lassen! Anfang der 60er-Jahre gab es keine Mikrochips, ja, es gab nicht einmal richtige Computer! Vermutlich hat heute ein ganz normales Telefon mehr Schaltkreise als all die damaligen Geräte zusammen. Selbst die berühmten Apollo-Kapseln sind aus heutiger Sicht nichts anderes als aufgepeppte Kühlschränke.

Und mit diesen Maschinen verpflichtet sich Kennedy 1961 vor dem ganzen amerikanischen Volk, noch im selben Jahrzehnt einen Menschen zum Mond zu schicken. Wahnsinn!

Das war wirklich ein Giant Step!

Wenn ich mir die historischen Fakten vor Augen halte und dabei Stings Lied lausche, verstehe ich sehr wohl, warum er singt:

I hope my legs don’t break

Walkin’ on the moon

Das Vorhaben war nicht groß. Es war größenwahnsinnig. Und die Gefahr zu scheitern war nach damaligem Erfahrungsstand deutlich größer als die Chance des Gelingens. Aber der Erfolg kam. Er folgte auf diese großartige Vision, mit der sich jeder Amerikaner identifizierte.

Apropos Erfolg: Die Geschichte, wie Sting Popstar geworden ist, ist ungefähr genauso verrückt wie die der Mondlandung. Vor seiner Karriere als Musiker hieß Sting Gordon Matthew ­Thomas Sumner. Und er war kein Künstler, sondern der Sohn eines Milchmanns aus Wallsend, der seine Brötchen als Bauarbeiter verdiente, bevor er sich schließlich zum Englischlehrer ausbilden ließ.

Bauarbeiter. Englischlehrer. Ein einfacher junger Mann aus einer abgelegenen Kleinstadt an der Tyne entscheidet sich eines Tages, seinen mit viel Einsatz erarbeiteten und sicheren Job zu schmeißen, um was zu tun? Seinem Hobby zu frönen und Gigs mit seinen Kumpels zu geben. Ohne zu wissen, ob er damit jemals seinen Lebensunterhalt finanzieren kann oder ob er sich für immer in den Ruin stürzt. Sicherlich hatte er auch Zweifel bei der Verwirk­lichung seines Lebenstraums, vielleicht hatte er sogar schlotternde Knie. Bekannt ist nur das Ergebnis: Nachdem er 1977 mit Stewart Copeland und Andy Summers die Rock-Pop-Band The Police bildete, verging nur ein Jahr, und die Band war direkt mehrmals an der Spitze der Hitparade. Einige weitere Jahre später gewann The Police sechs Grammys. Und heute weiß jeder, wer Sting ist.

So verrückt wie das Unterfangen der Amerikaner, in den 60er-Jahren auf den Mond zu fliegen, so verrückt war auch Stings Schritt vom Lehrer zum weltweit gefeierten Popmusiker. Giant steps eben!

Beide Geschichten haben aber noch etwas gemeinsam: Im Vorfeld erschien das Vorhaben wie eine unlösbare Aufgabe. Wie etwas Unmögliches. Etwas, für das man viel Mut und Durchhaltevermögen benötigt und bei dem man mit seinen Ängsten konfrontiert wird. Im Rückblick ist es aber erstaunlich, wie wenig es für den Erfolg wirklich gebraucht hat. Mit rudimentärer Technik sind die Amerikaner auf dem Mond ­gelandet und haben Weltgeschichte ­geschrieben. Und mit nichts außer dem Wunsch zu singen, ist ­Gordon Matthew Thomas Sumner der weltberühmte Popstar Sting geworden.

Wie so etwas geht, wie Sie das scheinbar Unmögliche erreichen und aus Ihrem Lebenstraum Realität machen, darüber habe ich ein Buch geschrieben. Sie halten es in Ihren Händen.

Ich wünsche Ihnen bei Ihrem gigantischen Schritt viel Erfolg. Und wenn Sie noch so die Hosen voll haben …

Ihr Emanuel Koch

Inhalt

Prolog: Walking on the Moon


Kapitel 1: Frau Kerner und die Spreewaldgurken

Wenn Sie aufwachen – und es ist gestern

Kapitel 2: Chancenfänger

Wer für den Stillstand verantwortlich ist

Kapitel 3: Im Tresor

Was nicht spruchreif ist, wird es auch nie werden

Kapitel 4: Verschossener Elfmeter

Was hinter dem Zögern steckt

Kapitel 5: Zementfüße

Wenn die letzte Chance auf Besserung verschwindet

Kapitel 6: Das Mädchen auf dem 5-Meter-Turm

Warum Ihre größte Angst auch Ihre größte Chance ist

Kapitel 7: Umkleide

Wie die Angst hilft, Ihre Absprungstelle zu finden

Kapitel 8: Parabelflug

So fassen Sie Mut und nehmen Anlauf

Kapitel 9: Countdown

So geben Sie sich den letzten Kick

Kapitel 10: Felix

Das Unmögliche erreichen

Epilog: Heb ja nicht ab!

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Emanuel Koch

Und täglich grüßt dein Lebenstraum

Mutig handeln und das Unmögliche schaffen

Patmos Verlag