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Inhalt
Der Inhalt des AusspracheTrainers (AT) ist separat erhältlich

Vorwort / Einleitung Track 1

Karte von Portugal

Hinweise zur Benutzung

Begleitendes Tonmaterial

Aussprache & Betonung

Wörter, die weiterhelfen

Verwandte Sprachen

Grammatik

Hauptwörter, Artikel, Mehrzahl

Eigenschaftswörter

Steigern

Persönliche Fürwörter

Verben

Hilfsverben

Die Zeiten

Satzbildung

Dieses & Jenes

Hier & Dort

Besitzanzeigende Fürwörter

Rückbezügliche Fürwörter

Zahlen & Zählen

Maße & Mengen

Geld

Uhrzeit & Zeitbegriffe

Fragen

Bejahen, Verneinen & Zweifeln

Konversation

Die Portugiesen

Ansprechen & Begrüßen Track 4

Bitten, Wünschen & Verlangen Track 5

Kleine Unterhaltung Track 6

Unterwegs Track 7

Schwimmen & Wandern Track 8

Übernachten Track 9

Essen & Trinken Track 10

Toilette & Co. Track 11

Einkaufen Track 12

Bei der Polizei Track 13

Auf der Post Track 14

In der Bank Track 15

Internet

Krank sein Track 16

Sich verabreden, Eingeladen sein Track 17

Beschimpfungen Track 18

Anhang

Brasilianisch – Portugiesisch

Wörterliste Deutsch – Portugiesisch

Wörterliste Portugiesisch – Deutsch

Der Autor

Impressum

 

Das Wichtigste im Überblick:

Nichts verstanden? – Weiterlernen! Track 2

Die wichtigsten Fragewörter

Die wichtigsten Fragen

Die wichtigsten Richtungsangaben

Die wichtigsten Zeitangaben

Die wichtigsten Floskeln und Redewendungen

Zahlen Track 3

Portugesisches Alphabet

Aussprache

Vorwort

Falas português? – Sprichst du Portugiesisch? Schon mit wenigen Worten Portugiesisch findet man Zugang zu einer Welt, die sonst abwartend und gesichtslos, immer freundlich, aber verschlossen auf Eindringlinge reagiert. Mit einem einfachen bom dia (guten Tag) weckt man Interesse, man wird für einen winzig kleinen Moment als Mensch fass-bar und ist nicht nur ein Vorbeiziehender, der für Einkommen sorgt oder bloß Verwirrung stiftet.

Vor vielen Jahren begann ich, mich mit der portugiesischen Sprache zu befassen. Die Brasilianisch sprechende Lehrerin des Sprachkurses vermittelte erste wichtige Anfänge wie bom dia (guten Tag), muito prazer (sehr erfreut), como se chama? (Wie heißen Sie?), nebst vielen anderen wichtigen Wörtern und Sätzen. In Portugal erlebte ich die große Enttäuschung: Ich verstand die Menschen im Norden des Landes nicht oder nur sehr schlecht. Jetzt begann der zweite Teil des Lernens. Ich beobachtete die Portugiesen auf der Straße, in Kaffeehäusern, begann Radio zu hören und schaute in Restaurants im Fernsehen Kindersendungen und andere einfache Geschichten an. So gewöhnten sich meine Ohren an den Klang der portugiesischen Sprache, und gleichzeitig verbesserte sich meine eigene Ausdrucksfähigkeit.

Die meisten Lehrbücher sind leider vollgestopft mit Grammatik und einer Sprache, die nur in gebildeten Kreisen in den großen Städten gesprochen wird. So lernte ich menor (kleiner) und wurde von Portugiesen korrigiert: das hieße mais pequeno (mehr klein). So musste ich mühsam die neue Grammatik für Alltagsgespräche erlernen. Dieses Büchlein vermittelt genau das an Grammatik, was nötig ist, um sich in die portugiesische Sprache einzuarbeiten.

Bereits vom fünften Schuljahr an lernen die Kinder der portugiesischen Schulen ein oder zwei Fremdsprachen. Das Fernsehen strahlt viele englische Filme und Serien im Original mit portugiesischen Untertiteln aus. So verwundert es nicht, dass ein Tourist auf den beliebtesten Routen auch ohne Portugiesisch auskommt. Will man aber auf eigene Faust Land und Leute kennen lernen und erleben, sind portugiesische Sprachkenntnisse unbedingt notwendig.

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Hinweise zur Benutzung

Der Kauderwelsch-Band Portugiesisch ist in die Abschnitte Grammatik, Konversation und Wörterliste gegliedert:

Die Grammatik beschränkt sich auf das Wesentliche und ist so einfach gehalten wie möglich. Deshalb sind auch nicht sämtliche Ausnahmen und Unregelmäßigkeiten der Sprache erklärt.

In der Konversation finden Sie Sätze aus dem Alltagsgespräch, die Ihnen einen ersten Eindruck davon vermitteln sollen, wie Portugiesisch „funktioniert“, und die Sie auf das vorbereiten sollen, was Sie später in Portugal hören werden.

Jede Sprache hat ein typisches Satzbaumu-ster. Um die sich vom Deutschen unterscheidende Wortfolge portugiesischer Sätze zu verstehen, ist die Wort-für-Wort-Übersetzung in kursiver Schrift gedacht. Jedem portugiesischen Wort entspricht ein Wort in der Wort-für-Wort-Übersetzung.

Wird ein portugiesisches Wort im Deutschen durch zwei Wörter übersetzt, werden diese zwei Wörter in der Wort-für-Wort-Übersetzung mit einem Bindestrich verbunden, zum Beispiel:

O senhor podia ajudar-me?
der Herr (er-)konnte helfen-mir
Könnten Sie mir helfen?

Das persönliche Fürwort ist der Deutlichkeit halber meist in Klammern ergänzt. Werden in einem Satz mehrere Wörter angegeben, die man untereinander austauschen kann, steht ein Schrägstrich:

A camioneta/o comboio está atrasada/o.
die Bus / der Zug ist verspätet
Der (Überland-)Bus / der Zug ist verspätet.

Achtung: Die Endung des Eigenschaftswortes richtet sich immer nach dem dazugehörigen Hauptwort.

Abkürzungen

m / w männlich / weiblich
Ez / Mz Einzahl / Mehrzahl

Mit Hilfe der Wort-für-Wort-Übersetzung können Sie bald eigene Sätze bilden. Sie können die Beispielsätze als Fundus von Satzschablonen und -mustern benutzen, die Sie Ihren eigenen Bedürfnissen anpassen. Um Ihnen das zu erleichtern, ist ein Teil der Beispielsätze nach allgemeinen Kriterien geordnet.

Die Wörterlisten am Ende des Buches enthalten einen Grundwortschatz von je ca. 1000 Wörtern Deutsch–Portugiesisch und Portugiesisch–Deutsch, mit denen man schon eine ganze Menge anfangen kann.

Die Rubrik Das Wichtigste im Überblick hilft, die wichtigsten Sätze und Formulierungen stets parat zu haben.

Begleitendes Tonmaterial

Zu diesem Buch ist zusätzlich ein AusspracheTrainer als MP3-Download erhältlich unter
https://www.reise-know-how.de/produkte/kauderwelsch-aussprachetrainer-und-audio/aussprachetrainer-portugiesisch-mp3-1321

Auch erhältlich auf Audio-CD unter
https://www.reise-know-how.de/produkte/kauderwelsch-aussprachetrainer-und-audio/aussprachetrainer-portugiesisch-audio-cd-87

Der AusspracheTrainer enthält alle Sätze und Redewendungen, die in diesem Buch mit einem image markiert sind.

Hörproben: In ausgewählten Kapiteln im Konversationsteil dieses Buches können Sie sich unter den dort angegebenen Links Ausschnitte aus dem AusspracheTrainer anhören.

Aussprache & Betonung

Zwei Schwellen sind zu überwinden:

Man muss verstanden werden ... Das Wort „Thermometer“ lässt sich vom Deutschen ins Portugiesische übertragen: termómetro. Wenn man hier aber wie im Deutschen betont, wird man vielleicht nicht verstanden. Der Schlüssel zur richtigen Betonung liegt über dem o: das Akzentzeichen . Daran erkennt man, welche Silbe betont werden muss. Akzente stehen aber leider nur auf Wörtern, die nicht den allgemeinen Betonungsregeln (s. u.) folgen.

Man muss verstehen lernen ... Der Kellner sagt beim Kassieren z. B. die Zahlen 66 und 76 so schnell, dass es oft schwer ist herauszuhören, was gemeint ist: sessenta e seis (66) bzw. setenta e seis (76).

Am besten ist es, die Leute beim Sprechen zu beobachten, sich Fernsehsendungen anzuschauen, die Leute zu bitten, langsam zu sprechen (Por favor, fale mais devagar. – Sprechen Sie bitte langsamer!) und die Zahlen zu wiederholen, wenn z. B. der Kellner im Café den Preis nennt.

Regeln zur Betonung

Wörter, die auf einen Selbstlaut (Vokal) enden und kein Akzentzeichen tragen, werden auf der vorletzten Silbe betont: abelha (Biene). Die Akzentzeichen ´ und ^ zeigen eine von diesen allgemeinen Regeln abweichende Betonungsstelle an, außerdem aber noch die offene (´) bzw. geschlossene (^) Aussprache des betreffenden Selbstlautes.

Wörter, die auf einen Mitlaut (Konsonanten) enden, werden auf der letzten Silbe betont: hotel (Hotel). Wörter mit den Endungen -am, -em, -as, -es, -os werden aber auf der vorletzten Silbe betont: abelhas (Bienen, Mz). Wörter, deren Endsilbe einen nasalen Vokal enthält, werden auf eben dieser letzten Silbe betont: região (Region, Gegend).

Ausspracheregeln Selbstlaute

a betont: etwa wie im Deutschen;
a unbetont: ein etwas dumpferes „a“: cara kara (Gesicht)
e betont: offen (dt. „Bett“):
festa feschta (Fest), café kafe,
in Wörtern mit Akzentzeichen é geschrieben
e betont: geschlossen (dt. „Beet“):
medo meedu (Angst), você wossee (Sie),
in Wörtern mit Akzentzeichen ê geschrieben
e unbetont: meistens ein Murmel-„e“ ähnlich wie in „Liebe“,
vor allem am Wortende und vor s vielfach bloß gehaucht:
vale wale (Tal), estar ischtar (sein)
i wie im Deutschen;
kein Unterschied zwischen betont und unbetont
o betont offen (dt. „Bock“):
moda moda (Mode), avó awo (Großmutter),
in Wörtern mit Akzentzeichen ó geschrieben
o betont: geschlossen (dt. „Boot“):
ovo oowu, avô awoo (Großvater);
in Wörtern mit Akzentzeichen ô geschrieben
o unbetont: wie „u“, aber oft bloß gehaucht und kaum hörbar:
português purtugeesch oder purtugeesch (portugiesisch)
u wie im Deutschen;
kein Unterschied zwischen betont und unbetont
ã durch die Nase gesprochenes „a“,
(ebenso am, an vor Mitlauten bzw. am am Wortende):
(Wolle), campo kãmpu (Feld)
õ durch die Nase gesprochenes „o“
(ebenso om, on vor Mitlauten bzw. om am Wortende):
a(c)ções assõisch (Aktionen, Taten), bom (gut),
conta kõnta (Rechnung, Konto)
ou wird zum langen geschlossenen „o“:
pouco pooku (wenig)

Außerdem werden auch em, en; im, in; um, un durch die Nase gesprochen. Achtung: Anders als im Französischen spricht man dabei genau den jeweils geschriebenen Selbstlaut nasal aus; seine Klangfarbe ändert sich dabei also nicht: lençol lẽssol (Bettlaken), sim ssĩ (ja), um ũ (eins).

Bei Doppelselbstlauten (z. B. ai, au, ei, eu) behalten die Bestandteile ihre Aussprache: maio maju (Mai), meio meeju (halb), eu ee-u (keinesfalls wie „oi“, aber auch ohne Knacklaut zwischen dem e und dem u) (ich). Bei ão und õe werden jeweils beide Bestandteile nasal gesprochen: cão kãũ (Hund).

Ausspracheregeln Mitlaute

c vor a, o und u wie „k“:
cavalo kawalu (Pferd), curto kurtu (kurz);
vor e und i wie stimmloses „ß“ / „ss“:
cedo sseedu (früh), fácil fassil (einfach)
ç wie „ss“:
almoço almoossu (Mittagessen)
ch wie stimmloses „sch“ in „Schule“:
cheque scheke (Scheck)
g vor e und i stimmhaftes „sch“ wie zweites „g“ in „Garage“:
gelado scheladu (Speiseeis), girassol schirassol (Sonnenblume)
gu vor e und i wie normales „g“ (u bleibt stumm):
guerra gerra (Krieg)
h bleibt immer stumm:
hora ora (Stunde)
j stimmhaftes „sch“ wie „j“ in Journalist“
(oder zweites „g“ in „Garage“):
hoje oosche (heute)
l oft dunkles „l“ wie in dialektal „Kölsch“ oder engl. „well
lh wie „lj“:
espelho ischpeelju (Spiegel)
m am Wortende kein „m“ sprechen,
sondern vorausgehenden Selbstlaut nasal aussprechen:
homem omẽĩ (Mann, Mensch)
nh wie „nj“:
vinho winju (Wein)
qu vor e und i wie „k“ (sonst wie „kw“):
quente knte (warm), quilo kilu (Kilo)
r zwischen zwei Selbstlauten im Wort und am Wortende
als einfaches „r“ (Rachen oder Zungenspitze);
am Wortanfang wie rr, siehe unten
rr auffällig stark geriebenes Rachen-„r“
(wie im Französischen, aber stärker)
s am Wortanfang stimmloses „ss“ („ß“):
saber ssabeer (wissen);
im Wortinneren zwischen zwei Mitlauten stimmhaftes „s“:
casa kasa (Haus)
am Wort-/Silbenende (im Wort vor Mitlauten) wie „sch“:
dois doisch (zwei), castelo kaschtelu (Burg),
pescador pischkadoor (Fischer), nascido naschssidu (geboren)
v immer wie stimmhaftes „w“:
vaca waka (Kuh)
x meist wie stimmloses „sch“:
xadrez schadreesch (Schach);
manchmal wie „ss“ („ß“):
próximo prossimu (nächster);
selten wie deutsches „x“:
taxi taxi (= takssi) (Taxi)
z am Wortanfang und zwischen Vokalen wie stimmhaftes „s“:
zero seru (Null), dizer diseer (sagen);
am Wortende wie stimmloses „sch“:
voz wosch (Stimme)

Auch Portugal hat seine Rechtschreibreform! Mitlaute, die in bestimmten Mitlautkombinationen ohnehin stumm bleiben, sollen in Zukunft nicht mehr geschrieben werden. Das europäische Portugiesisch passt sich damit der Orthographie Brasiliens an. Ein Beispiel: alt actual – neu atual (aktuell). Diese Regelung wird z. Z. mit einer Übergangsfrist eingeführt. Im Buch wird die neue Rechtschreibung verwendet, aber auf alte Schreibweisen verwiesen.

Wörter, die weiterhelfen

Ohne Grammatikkenntnisse können Sie sich bereits mit Hilfe der folgenden Formulierungen verständigen.

Onde é ...? (Wo ist ...?)

Wenn man etwas sucht, beginnt man mit onde é und hängt daran an, was man sucht:

Onde é um hotel?
Wo ist ein Hotel?

Onde é uma farmácia?
Wo ist eine Apotheke?

Onde é o sanitário?
Wo ist die Toilette?

Há ...? (Gibt es ...?)

Wenn man unsicher ist, ob es ein Ding in einem Geschäft oder wo auch immer gibt, fragt man mit Há ...?

Há pão?
Gibt es Brot?

O que há para comer?
Was gibt es zum Essen?

Há chá?
Gibt es Tee?

Quero ... (Ich möchte ...)

Mit quero verlangt man etwas, was erhältlich ist und was man gerne haben möchte:

Quero uma cerveja.
Ich möchte ein Bier.

Quero um quarto.
Ich möchte ein Zimmer.

Quero um bilhete para Évora.
Ich möchte eine Fahrkarte nach Évora.

Quanto custa ...? (Wie viel kostet ...?)

Quanto custa isto?
Wie viel kostet das hier?

Quanto custa o quarto?
Wie viel kostet das Zimmer?

Quanto custa o quilo?
Wie viel kostet das Kilo?

Pois, pois!

Hat der Portugiese alles verstanden, so antwortet er mit: Pois, pois! Das heißt so viel wie „ja, ja“, „so, so“, „So ist es!“ Zur Abwechslung streut der Portugiese sim, senhor ein, unabhängig davon, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt, oder er sagt é é („ist ist“).

Verwandte Sprachen

Die folgenden drei Sprachen weisen große Ähnlichkeiten mit dem Portugiesischen auf.

Französisch
avion avião Flugzeug
apprendre aprender lernen
vinaigre vinagre Essig
     
Italienisch
vacca vaca Kuh
prezzo preço Preis
     
Spanisch
juego jogo Spiegel
jugar jogar spielen
playa praia Strand
azul azul blau

Hauptwörter, Artikel, Mehrzahl

Es gibt im Portugiesischen nur männliche und weibliche Hauptwörter.

a praia der Strand
as praias die Strände
uma praia ein Strand
umas praias einige Strände
o barco das Boot
os barcos die Boote
um barco ein Boot
uns barcos einige Boote