
Marc Halupczok
BENEDICT
CUMBERBATCH
Die Biografie
1. Auflage Oktober 2013
©opyright 2012/2013 by U-Line & Marc Halupczok
Lektorat: Franziska Köhler
E-Book-Konvertierung: nimatypografik
ISBN: 978-3-944154-07-7
Titelbild: Getty Images und Rob Kim, bearbeitet von Agnieszka Szuba
Bilder: ddpimages / CAMERA PRESS und Tristan Gregory (Seite 4, 55),
ROTA (Seite 8), James Veysey (Seite 16, 73, 74), Eric Charbon (Seite 29),
Nigel Norrington (Seite 38, 51, 60, 99, 100), Evan Agostin (Seite 45),
David Long (Seite 46), TrungT (Seite 63), Jon Furniss (Seite 67, 120),
R. Stonehouse (Seite 68), Boaz Teitelbaum (Seite 79) und Theodore Wood (Seite 94).
Alle Rechte vorbehalten. Ein Nachdruck oder
eine andere Verwertung ist nur mit schriftlicher
Genehmigung des Verlags gestattet.
Hat Dir das Buch gefallen? Schreib uns
Deine Meinung unter: gelesen@ubooks.de
Möchtest Du über Neuheiten bei Ubooks informiert bleiben?
Einfach eine Email mit der Postadresse an:
katalog@ubooks.de
Ubooks-Verlag
U-line UG (haftungsbeschränkt)
Neudorf 6
64756 Mossautal
www.u-line-verlag.de

Vorwort
Auffällig mandelförmige Augen. Eine aristokratische, fast schon arrogant wirkende Aura. Eine tiefe, sanfte Bariton-Stimme. Eine hohe Allgemeinbildung und viel Abenteuerlust. Das sind einige der Merkmale des britischen Schauspielers Benedict Cumberbatch, geboren am 19. Juli 1976 in London. Als einziger Sohn zweier Darsteller wird ihm das Talent in die Wiege gelegt.
Aufgewachsen in behüteten Verhältnissen im Norden der englischen Hauptstadt besucht Benedict seit seinem achten Lebensjahr Internatsschulen. Zuerst Brambletye School, dann die renommierte Harrow School und lernt neben den Söhnen von Scheichs, Lords und Wirtschaftsgrößen. Ein Umfeld, in dem er sich nicht richtig wohlfühlt, das ihn eingeengt. Nach ersten Bühnenerfahrungen im Schultheater entscheidet er sich nach einigem Zögern für den Beruf seiner Eltern, die mit der Entscheidung nicht einverstanden sind. Sie sähen ihn viel lieber in einem ordentlichen Beruf, als Anwalt oder Architekt.
Doch Cumberbatchs Talent ist einfach zu offensichtlich, als dass es verschenkt werden dürfte. Nach dem Studium an der University of Manchester erhält er seine ersten Engagements an verschiedenen Theatern in London. Er verdient sich damit sowohl den Respekt seiner Eltern und Kollegen als auch die ersten Narben als professioneller Schauspieler. Über kleine Rollen in TV-Serien, die außerhalb von Großbritannien kaum jemand kennt, tastet er sich schließlich an große Welt des internationalen Kinofilms heran.
Die Begegnung mit dem britischen Astrophysiker Stephen Hawking und die Chance, ihn in einem autobiografisch angelegten Film verkörpern zu dürfen, wird sein Leben verändern. Hawking (2004) ist Cumberbatchs erste bedeutende Hauptrolle, sie öffnet ihm die Türen zu einer Karriere, die heute, im Juni 2013, noch lange nicht an ihrem Höhepunkt angekommen ist. Cumberbatch gehört zu den wenigen Darstellern, die zwischen Popcorn-Kino und anspruchsvollen Rollen wechseln können, ohne dabei einen Imageschaden zu erleiden. In erster Linie sind es allerdings die (zumeist geschichtlich) bedeutenden Stoffe, die ihn reizen. Sei es Amazing Grace (Thema Sklavenhandel), Die Schwester der Königin (Henry VIII. und sein Umfeld) oder Gefährten (Erster Weltkrieg). Diese Liste ließe sich endlos weiterführen, wobei es eine Fernsehrolle ist, die ihn schließlich noch eine Stufe weiter nach oben auf der Karriereleiter hievt:
Die BBC-Neuverfilmung von Sherlock (ab 2010), die in 180 Länder verkauft wird und solch prominente Fans wie Steven Spielberg oder David Bowie hat, macht den Briten endgültig zu einem der gefragtesten Schauspieler seiner Generation. Und der kommt spätestens 2012 mit der Verfilmung des Hobbits und der Rolle des Antagonisten in Star Trek Into Darkness endgültig in Hollywood an.
Privat ist der Charakterdarsteller ein Adrenalinjunkie. Auf körperlich anspruchsvolle Rollen bereitet er sich ebenso akribisch vor wie für intellektuelle. Legendär seine Diät für Sherlock. Sein Standardprogramm beinhaltet Schwimmen (in den Hampstead Ponds), Meditation und Joggen. Im Rahmen seiner Dreharbeiten, die ihn mittlerweile von Los Angeles über Südafrika und Neuseeland bis nach Japan geführt haben, nutzt er jede freie Minute, um neue Sportarten auszuprobieren. Er ist ein begeisterter Taucher, schwimmt mit Walen und Haien, liebt das Kitesurfen und überhaupt alles, was ihm das Gefühl von Freiheit vermittelt. Vorschriften und feste Rituale sind ihm ein Graus. Ein Grund, warum Cumberbatch als Kind nie in einen Verein eingetreten ist. Nicht mal in einen der zahlreichen Fußballklubs Londons, obwohl er auch diesen Sport liebt.
Selbst als bekannter Schauspieler ist er mit seinen alten Kumpels noch viele Jahre auf den vielen eingezäunten Kleinfeldern im Norden der Stadt zu finden, bis seine steigende Popularität ein unbekümmertes Auftreten in der Öffentlichkeit unmöglich macht.
Wer die Interviews der letzten Jahre aufmerksam liest, wird feststellen, dass dies wohl einer der ganz wenigen Punkte ist, die Benedict Cumberbatch an seinem Leben stören. Vielleicht neben der Tatsache, dass es nach dem Ende der Beziehung mit seiner Jugendliebe Olivia Poulet auch in Liebesdingen nicht unbedingt einfacher geworden ist. Kaum nickt er einer attraktiven Dame auf einer Veranstaltung zu, macht die britische Boulevard-Presse eine Staatsaffäre daraus. Aber Benedict Cumberbatch hat es sich selbst ausgesucht und wird lernen müssen, damit umzugehen. Denn es ist nicht davon auszugehen, dass sein Stern in absehbarer Zeit sinken wird.
