Der US-amerikanische Romanautor und Novellist war ein großer Bewunderer seiner Landsmänner Hemingway (1899-1961) und Fitzgerald (1896-1940) und begann bereits im Alter von 15 Jahren, zu schreiben. 1940 veröffentlichte er seine erste Novelle im Story Magazine und in den folgenden Jahren schrieb er Artikel für den New Yorker, durch die er berühmt wurde.
Da er mit dem schlagartigen medialen Interesse nur schwer umgehen konnte, lebte Salinger sehr zurückgezogen. Seit 1965 veröffentlichte er nichts mehr, lebte in einem kleinen Dorf in New Hampshire und gab keine Interviews mehr. Durch seine Verschwiegenheit weckte er die Neugier seiner Leser allerdings erst recht. Im Januar 2010 starb er in seinem Haus in New Hampshire.
Der international anerkannte Roman Der Fänger im Roggen, der unter dem Originaltitel The Catcher in the Rye erschienen ist, handelt vom Erwachsenwerden und dem Gefühl von Einsamkeit. Das Jugendbuch wurde zu einem schlagartigen Erfolg, begeisterte eine ganze Generation von Schriftstellern und Künstlern und besitzt auch heute noch Kultstatus.
Der Protagonist ist der 16-jährige Holden Caufield, der kurz vor Weihnachten wegen nicht bestandener Prüfungen von seiner Schule Pencey Prep verwiesen wird und daraufhin von zuhause wegläuft. Drei Tage lang irrt er deprimiert und desillusioniert durch die Straßen New Yorks, da er es nicht wagt, zurück nach Hause zu kehren und erzählt in umgangssprachlichem Stil von seinen Erlebnissen.
Der Fänger im Roggen erzählt von der Suche eines Jugendlichen nach sich selbst. Die unterschiedlichen Abenteuer, die er auf seiner dreitägigen Flucht erlebt, bringen ihn dazu, sich auf humorvolle und gleichzeitig melancholische Weise mit sich selbst, den Menschen in seinem Umfeld und der Gesellschaft, zu der er trotz allem gehört, auseinanderzusetzen.