
Günther Rühle
Theater in Deutschland
Seine Ereignisse – seine Menschen
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Günther Rühle, einer der angesehensten deutschen Theaterkritiker und Theaterschriftsteller, wurde 1924 in Gießen geboren. Er war von 1960–1985 Redakteur im Feuilleton der ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹, seit 1974 auch dessen Leiter. 1985–1990 übernahm er die Intendanz des Frankfurter Schauspiels, war danach Feuilletonchef des ›Tagesspiegel‹ in Berlin. Er editierte u.a. die Werke von Marieluise Fleißer und von Alfred Kerr, entdeckte dessen ›Berliner Briefe‹. Seine großen Dokumentationen ›Theater für die Republik. 1917–1933‹ und ›Zeit und Theater 1913-1945‹, dann seine zusammenfassende Darstellung ›Theater in Deutschland. 1887–1945‹ wurden grundlegend für Erforschung und Nacherleben des Theaters jener Zeit.
Günther Rühle ist Ehrenpräsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und Präsident der Alfred Kerr-Stiftung. Er wurde ausgezeichnet mit dem Theodor-Wolff-Preis (1963), dem Johann-Heinrich-Merck-Preis (2007), dem Hermann-Sinsheimer-Preis (2009), dem Binding-Kulturpreis (2010) und der Rahel-Varnhagen-von Ense-Medaille (2013).
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Erschienen bei FISCHER E-Books
© S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2014
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ISBN 978-3-10-403160-6
Siehe dazu Rühle, Theater 1887–1945, S. 925ff.
Wilhelm Pieck, Mitbegründer der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und 1949 bis 1960 Präsident der DDR.
Über Richard Vallentins Inszenierung von ›Nachtasyl‹ und seine Bedeutung für Max Reinhardt siehe Rühle, Theater 1887–1945, S. 96ff. Richard Vallentin starb schon 1908, nachdem er bei Eugen Robert im Hebbel-Theater die Oberspielleitung angenommen hatte.
Siehe dazu Rühle, Theater 1887–1945, S. 130ff.
1936 fuhr Erwin Piscator nach Paris, er kehrte von dort nicht mehr nach Moskau zurück; siehe dazu Rühle, Theater 1887–1945, S. 1031.
»In der Zeit der großen Prozesse erhielt ich die ernsteste Lehre meines Lebens. Ich erlebte zu meinem Entsetzen, wie schwach meine Wachsamkeit entwickelt war. Ich lernte den schweren Kampf der Sowjetunion und der Partei der Bolschewiki gegen die verbrecherischen Feinde kennen (…). Ich litt unter den vielen zum Teil gerade auf den ersten Augenblick unfassbar erscheinenden Verhaftungen bekannter und nahestehender Menschen, die bis zu dieser Stunde meine Genossen gewesen waren. Fast die gesamte ›Kolonne links‹ gehörte dazu, meine beiden Assistenten beim Dimitroff-Film, verschiedene Schauspieler usf. Ich befand mich in dieser Zeit in einer ungeheuren seelischen Erregung, und wurde mir zutiefst klar, wie verantwortlich jedes Wort, jeder Satz und jede Handlung eines Kommunisten ist. Parteilichkeit in allem, was ich denke und tue. Das war für mich die ernste Lehre aus jener Zeit.« (Zit. nach Wangenheims ›Lebenslauf‹, in: Weigel, Theater, S. 218)
Vallentin, Vermächtnis, S. 10 und 31.
In Vallentins Polemik gegen die deutschen Entwicklungen im Theater der 1920er Jahre heißt es: »Nachdem sie sich vom Realismus hinreichend entfernt hatten, wollten diese Schriftsteller zunächst praktisch, dann aber auch theoretisch das Drama umbringen. Dabei kamen sie auf den gerissenen ›Einfall‹, das Epos zu Hilfe zu rufen. Aber das Epos wusste, was es selber von ihnen zu erwarten hatte, und half ihnen nicht. Aristoteles hätte seine helle Freude gehabt ob der wahrhaft aristotelischen Lehre, die die Musen ihren Beleidigern erteilten.« (›Die Mission des Moskauer Gorki-Künstlertheaters‹, Neudruck Weimar 1946, S. 36)
Maxim Vallentin, ›Besprechung bei Gen. Pieck 25.9.44. Einleitende Bemerkungen zur Ausarbeitung von Richtlinien (Theater)‹, gedr. in: Stuber, Spielräume, S. 257ff.
Ab 1951 erschienen die Schriften Stanislawskis in der DDR, beginnend mit ›Mein Leben in der Kunst‹, übers. von Klaus Roose, im Verlag Bruno Henschel, Berlin.
In seinem Geleitwort zu ›Das deutsche Stanislawski-Buch‹ von Ottofritz Gaillard. Aufbau Verlag, Berlin 1946, S. 11.
Fritz Erpenbeck (1897–1975), in der Weimarer Republik Schauspieler, Schriftsteller, Journalist, gründete nach Rückkehr in Ost-Berlin 1946 die einflussstarke Zeitschrift ›Theater der Zeit‹, in der er sich für den Realismus (später den »Sozialistischen Realismus«) engagierte und zuerst gegen die westlich-amerikanische Dramatik, dann auch gegen das Theater Brechts hartnäckig Stellung bezog.
Der neu gebildete Magistrat beschloss am 19.6.1945, alle spielfertig zu machenden Theater in die Verwaltung der Stadt zu übernehmen, »wenn sie künstlerisch besonders wertvoll und kulturpolitisch notwendig sind. Dadurch besteht die Gewähr, dass der gute Ruf der Stadttheater und Opernhäuser gesichert werden kann.« (TR 20.6.1945)
Jeßner starb am 13.12.1945 in Hollywood, Kerr am 12.10.1948 in Hamburg. Carl Zuckmayer kam nach Deutschland am 10.11.1946.
Die in Berlin ausgegebene Deklaration ist ein Dokument völliger Unterwerfung und der Preisgabe aller staatlicher Gewalt und Verfügungsrechte an die Siegermächte, die Übernahme der Macht und Verantwortung für das besetzte Land, dessen provisorische Regierung (Großadmiral Karl Dönitz, Lutz Graf Schwerin von Krosigk) seit dem 23.5.1945 verhaftet und abgesetzt war.
Die Potsdamer Konferenz – anwesend: Josef Stalin, Winston Churchill (ab 28.7. Clement Attlee) und Harry Truman – dauerte vom 17.7. bis 2.8.1945.
Die Russen überließen schon Ende 1945 dem im August gegründeten Aufbau Verlag folgende übersetzte Stücke zum Vertrieb: ›Jegor Bolytschow und die Anderen‹ von Maxim Gorki, ›Der Einsiedler von Down‹ und ›Stürmischer Lebensabend‹ von Leonid Rachmanow, ›Der Chirurg Platon Kretschet‹ von Alexander Kornejtschuk und das Jugendstück ›Lachen und Tränen‹ von Sergei Michalkow; dem Henschelverlag: › Die Leinwandtasche‹ von Michail Soschtschenko, ›Irgendwo in Moskau‹ von Wladimir Mass und Michail Tscherwinski, ›Die Bresche‹ von Boris Lawrenjow, ›Maschenka‹ von Afinogenow, ›Die Schneekönigin‹ von Jewgeni Schwarz und die Komödie ›Das Flugzeug kam um einen Tag zu spät‹ von Nathan Rybek und Igor Sawtschenko. – In der TR vom 7.4.1946 wurden schon Aufführungen für den ›Stürmischen Lebensabend‹ in Berlin und Dresden angekündigt.
Die 1948 von Helmuth Gmelin in Hamburg gegründete ›Zimmerbühne‹ – Musterstück der Gattung – bestand, später als ›Theater im Zimmer‹, unter der Leitung seiner Tochter Gerda Gmelin bis 1999.
In Zittau begann das Theater am 31.5.1945, in Görlitz am 10.6.1945, in Annaberg am 16.6.1945, in Pirna am 1.7.1945. Siehe dazu Schneider, Theater, S. 79.
Gustaf Gründgens, ›Das deutsche Theater der Gegenwart‹. Referat auf der Gründungsversammlung des Deutschen Bühnenvereins am 16.4.1948 in Stuttgart; zuerst in: ›Das deutsche Theater der Gegenwart‹, Festgabe der Stadt Stuttgart an den Deutschen Bühnenverein. Dokumentation der Reden, Stuttgart 1948. – Unter dem Titel ›Auf der Suche nach dem Gesicht des Theaters‹ auch in: Gründgens, Wirklichkeit, S. 181.
TR, 29.5.1945.
Victor de Kowa war 1945–1950 Intendant der Tribüne in West-Berlin. Spielplan: heiteres Theater mit literarischem Anspruch (Goetz, Molnár, Wilde, Cocteau, Priestley).
Siehe Rühle, Theater 1887–1945, S. 937.
Alexander Dymschitz stellte sich im Blatt der russischen Administration, der ›Täglichen Rundschau‹ (TR), am 26.4.1946 vor mit dem Aufsatz: ›Die Traditionen Max Reinhardts‹.
Erich Otto leitete das Referat Theater und Musik beim neuen Berliner Magistrat.
Siehe Rühle, Theater 1887–1945, S. 984f.
Bericht in BZ, 25.9.1945.
Oder wurde er verunglückt? – Siehe dazu Werner Maser, ›Heinrich George‹. edition Q, Berlin 1998, S. 355; er zitiert eine russische Veröffentlichung von A.M. Iwanow, ›Logika koschmare‹, Moskau 1993.
›Wege der Umerziehung‹, in: TR, 30.3.1946.
Wolfgang Langhoff, ›Ein Brief aus Deutschland‹, in: ›Tages-Anzeiger‹, Zürich, 23.1.1946, zit. nach Neubert-Herwig, Langhoff, S. 42.
Grohmanns Aufbauplan im Archiv der Stadt Dresden Dezernat OB 1057. Der 1933 mit Berufsverbot belegte Kunstkritiker Will Grohmann war 1945 im Dresdner Kulturamt tätig und schlug vor, für den Wiederaufbau der Theater bedeutende Regisseure und Dirigenten zu verpflichten. Siehe dazu auch Schneider, Theater.
Gründgens, Schauspieler, S. 54ff.
›Der grüne Kakadu‹ von Arthur Schnitzler und ›Der Kammersänger‹ von Frank Wedekind: Renaissance-Theater West-Berlin 7.7.1945, R Karl Heinz Martin.
Erst im Dezember 1946 öffnete das Renaissance-Theater in West-Berlin wieder. Ernst Schröder inszenierte ›Fräulein Julie‹ von August Strindberg mit Walter Franck und Ruth Hausmeister. Dazu ›Boubouroche‹ von Georges Courteline. Jetzt waren die Verhältnisse klar: Das Renaissance-Theater wurde wieder Privattheater, sein neuer Intendant hieß Kurt Raeck.
Gründgens hatte sich den Text damals (noch vor Kriegsbeginn) beschafft, darum war er zur Hand. Die deutschsprachige Erstaufführung war am 9.3.1939 im Schauspielhaus Zürich.
Siehe dazu in diesem Band S. 118.
Gustav von Wangenheim, ›Theater im Sinne Lessings‹, in: TR, 13.7.1945.
Paul Rilla (1896–1954) hatte im »Dritten Reich« Schreibverbot. Er übernahm 1945 die Feuilletonredaktion der ›Berliner Zeitung‹ (BZ), fiel gleich auf durch Argumentation und Entschiedenheit in seinen Literatur- und Theaterkritiken. Geprägt von Gotthold Ephraim Lessing; edierte später die zehnbändige Ausgabe und ›Lessing und sein Zeitalter‹ im Aufbau Verlag (Berlin 1960).
Gustav von Wangenheim, ›Ein Aufruf‹, in: ›Aufbau‹, New York, Jg. 11, Nr. 38, S. 8. – Wolfgang Langhoffs Antwort im Brief vom 2.9.1945. Im Wangenheim-Archiv in der Akademie der Künste, Berlin, zit. nach Neubert-Herwig, Langhoff, S. 10.
›Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands‹, proklamiert am 4.7.1945 in einer Kundgebung im Großen Sendesaal des Berliner Rundfunkhauses; es sprachen Bernhard Kellermann, Paul Wegener, Johannes R. Becher, Wolfgang Harich (Bericht in BZ, 6.7.1945). Nach Zustimmung der sowjetischen Administration vom 31.7.1945 gegründet von Johannes R. Becher am 8.8.1945 in Berlin, zunächst überparteilicher Sammlungsversuch für Künstler und Intellektuelle in ganz Deutschland. Später Funktion in der SED-Kulturpolitik.
Aufruf des Kulturbunds zur demokratischen Erneuerung Deutschlands: ›Deutschland braucht Euch!‹, in: BZ, 17.11.1945.
Erwin Piscator, ›Erinnerungen‹, geschrieben 1953, wohl Teilstücke eines geplanten Buches. Piscator-Archiv Berlin.
Reinhardt, Erinnerungen, S. 394 und 399. – Gottfried Reinhardt kam später zu Besuch nach Deutschland und inszenierte 1961 und 1962 den ›Jedermann‹ in Salzburg.
Brief zit. in BZ, 15.2.1946. Georg Kaiser starb am 4.6.1945 in Ascona. Letzte Worte: »Ich habe die Schlacht gewonnen.«
Gustav Hartung (geb. am 30.1.1887) war während des Exils in der Schweiz Oberspielleiter am Stadttheater Basel. Er traf auf der Suche nach neuer Betätigung in Deutschland im Herbst 1945 in Heidelberg auf Karl Heinz Stroux, der die ›Heidelberger Kammerspiele‹ im Sommer 1945 zusammen mit Dr. G.Hartlaub gegründet hatte. Als Stroux schon im Oktober Heidelberg verließ und nach Darmstadt ging, übernahm Hartung dessen Funktion als Spielleiter. Die Heidelberger Kammerspiele hatten ihre Bühne im Bandhaussaal des Heidelberger Schlosses. Hartung starb am 14.2.1946 in Heidelberg.
Wolfgang Langhoff, Schauspieler in Zürich, beschwor schon im Februar 1945 die Bürger der Schweiz, das ganze deutsche Volk »nicht untergehen, nicht ertrinken zu lassen in der großen Welle des allgemeinen Hasses«, sondern denen die helfende Hand zu reichen, »die sich anschicken, das besudelte deutsche Antlitz von der Schmach reinzuwaschen und ein Deutschland aufzubauen, dessen Geist und Sprache Euern Zielen und Idealen verwandt sind«. (›Thurgauer Arbeiterzeitung‹, 13.2.1945, zit. nach Neubert-Herwig, Langhoff, S. 23f.)
Friedrich Wolf, ›Theater des Übergangs‹, zit. nach: Wolf, Bilder, S. 258.
Ebd.
Die Uraufführung von Friedrich Wolfs ›Dr. Lilli Wanner‹ in Chemnitz am 2.12.1945 war die erste Premiere eines Wolf-Stücks im Nachkriegsdeutschland, R Karl Görs (in Leipzig: 6.2.1946, R Peter Lühr). Dann folgten die deutsche Erstaufführung von ›Professor Mamlock‹ im Hebbel-Theater (West-Berlin) 9.1.1946 und die Uraufführung von ›Beaumarchais‹ am Deutschen Theater in Ost-Berlin 9.3.1946.
Brief an seine Frau vom 12.10.1945.
Noch 1961 schrieb Friedrich Luft nach Walter Henns Inszenierung von Ibsens ›Totentanz‹: »Der Abend, wenn er etwas brachte, bewies, dass dies nicht mehr spielbar ist. Aber geht man deshalb ins Theater?« (›Die Welt‹, 6.1.1961)
Max Frisch im Gespräch mit Dieter E. Zimmer; ›Noch einmal anfangen können‹, in: ›Die Zeit‹, 22.12.1967.
Die Armee nutzte das Haus dann doch nicht. So wurde der Komiker Rudolf Platte der erste Intendant am Schiffbauerdamm in Ost-Berlin; er eröffnete das Haus am 3.8.1945 mit Franz Arnolds und Ernst Bachs Schwank ›Die spanische Fliege‹.
Gustav von Wangenheim sagte später: »sehr armselige Trümmer, diese Ensembles«. So in Wangenheims ›Lebenslauf, Bericht über meine Tätigkeit 1945/46‹. Manuskripte im Gustav von Wangenheim Archiv in der Akademie der Künste, Berlin.
Siehe dazu Rühle, Theater 1887–1945, S. 957.
Herbert Jhering, ›Berliner Dramaturgie‹. Die Aufsatzfolge wurde am 23.1.1946 in der BZ begonnen und 1947 im Aufbau Verlag veröffentlicht.
›Gespräch mit Karl Heinz Martin‹, in: ›Das Volk‹, Berlin, 10.8.1945, zit. nach Suche Nägel, biete gutes Theater, S. 20.
Günther Weisenborn in seiner Rede für K.H. Martin am 18.1.1948 im Hebbel-Theater (West-Berlin). Typoskript im Stadtmuseum Berlin, zit. nach Suche Nägel, biete gutes Theater, S. 21.
Siehe dazu Rühle, Theater 1887–1945, S. 215f.
Auf der Bühne noch einmal gestapelt die diskriminierten Bücher von damals, Goebbels’ Stimme, die Feuerbilder von 1933, danach nahmen Schauspieler die Bücher zur Hand und begannen zu lesen. Johannes R. Becher sprach sein Gedicht ›Heimkehr‹. Der Abend endete mit der ›Feuerkantate‹ Ernst Tollers.
Friedrich Luft in ›Allgemeine Zeitung‹, Berlin, 27.4.1946.
Hebbel-Theater (West-Berlin): ›Die Dreigroschenoper‹ 15.6.1945, R Karl Heinz Martin – ›Der fröhliche Weinberg‹ 22.8.1945, R Ernst Stahl-Nachbaur – ›Macbeth‹ 2.10.1945, R K.H. Martin – ›Leuchtfeuer‹ 6.11.1945, RK.H. Martin – ›Pariser Leben‹ 6.12.1945, R Walter Felsenstein – ›Liliom‹ 25.4.1946, R K.H. Martin.
Walther Karsch, ›Leuchtfeuer der Schauspielkunst‹, in: Tagesspiegel, 8.11.1945.
Friedrich Luft, ›Leuchtfeuer‹, in: ›Allgemeine Zeitung‹, Berlin, 7.11.1945.
Paul Rilla in BZ, 8.11.1945.
Fritz Erpenbeck in Volkszeitung, 8.11.1945. In der TR hieß es in der Rezension von Ilse Jung am 17.8.1945: »Der Beifall des Publikums war ein Bekenntnis zum wiedererstandenen freien Theater.«
Fritz Erpenbeck in Volkszeitung, 8.11.1945.
Willi Schmidt, ›Rückkehr zu Nathan dem Weisen‹, in: Wisten, Leben, S. 110.
Paul Wiegler in ›Nathan im Reinhardt-Haus‹, in: ›Allgemeine Zeitung‹, Berlin, 9.9.1945.
Willi Schmidt, ›Rückkehr zu Nathan dem Weisen‹, in: Wisten, Leben, S. 106ff.
Siehe dazu Rühle, Theater 1887–1945, S. 895ff.
Paul Wiegler in ›Der Morgen‹, 9.9.1945 und Fritz Erpenbeck in Volkszeitung, 9.9.1945.
›Der ewige Jude‹: antisemitischer Propaganda-und Hetzfilm im »Dritten Reich«, 1940.
Paul Rilla, ›Das Hohelied der Humanität. Nathan der Weise im Deutschen Theater‹, in: BZ, 9.9.1945.
Gustav von Wangenheim in TR, 9.9.1945.
Ernst Legal, ›Staatstheater im Dienste der Humanität‹, in: TR, 9.5.1945.
Walther Karsch, ›Wir Suchenden‹, in: Tagesspiegel, 27.10.1945.
Zit. nach Lindtberg, Reden, S. 177. Zuerst in: Leopold Lindtberg, ›Theater: Meinungen und Erfahrungen‹, Schriftenreihe Über die Grenzen Nr. 4. Aehren-Verlag, Affoltern a.A., S. 23ff.
Falk Harnack, ›Die Aufgaben des deutschen Theaters in der Gegenwart‹. Vortrag am 13.7.1946 zur Hochschulwoche in Garmisch-Partenkirchen. Freitag-Verlag, München 1946, S. 9.
Siehe dazu Rühle, Theater 1887–1945, S. 773f., 864f., 926f., 962ff.
Willi Schmidt, ›Rückkehr zu Nathan dem Weisen‹, in: Wisten, Leben, S. 112.
Mit ›Nathan der Weise‹ eröffneten auch die Theater in Potsdam (1.9.1945) und Stralsund (9.10.1945).
Siehe den Bericht von Prof. Dr. Horst Möller, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, in: FAZ, 9.6.2012.
Beispiele: Rolf Schneider, ›Prozess in Nürnberg‹; Peter Weiss, ›Die Ermittlung‹.
Friedrich Luft begann seine theaterkritische Arbeit im September 1945 für die ›Allgemeine Zeitung‹ Berlin mit der Kritik zu ›Gerichtstag‹ von Julius Hay am 19.9.1945.
Paul Rilla in BZ, 13.12.1945 – Eine Spielanalyse aufgrund des erhaltenen Rollenbuches gibt Karla-Ludwiga Vortisch in: ›Horst Caspar. Ein Schauspieler im Wandel einer Epoche‹, Colloquium Verlag, Berlin 1966, S. 121ff.
So Paul Rilla, ebd., auch Fritz Erpenbeck.
Über die langwierige Rezeption Tschechows im deutschen Theater siehe Rühle, Theater 1887–1945, S. 117ff.
Die russisch gelenkte ›Tägliche Rundschau‹ brachte schon am 14.7.1945 eine ganze Seite zu Tschechows 41. Todestag. Paul Wegeners Beitrag auf dieser Seite ›Tschechow auf deutschen Bühnen‹ falsch und ausflüchtig.
»Optimismus« war allgemein erwünscht. Karl Heinz Martin berichtet in einem Brief vom 23.2.1946 an Friedrich Wolf von der amerikanischen Kontrollkommission, »dass Stücke wie Mamlock unerwünscht sind – weil sie nicht optimistisch sind«. (Zit. nach Polatschek, Wolf, S. 402)
Gustav von Wangenheim, ›Der Dramatiker Tschechow‹, in: BZ, 29.12.1945.
Fritz Erpenbeck, ›Die Geburt des ›Beaumarchais‹‹, in: TR, 19.3.1946.
Ebd.
Siehe ihre Erinnerungen: Inge von Wangenheim, ›Auf weitem Feld – Erinnerungen einer jungen Frau‹. Henschelverlag, Berlin 1954.
Polatschek, Wolf, S. 444f. berichtet von korrigierenden Aufführungen des ›Beaumarchais‹ in der Provinz.
Interview mit Fred Denger in TR, 22.2.1946.
Fred Denger (geb. 12.6.1920 in Darmstadt, gest. 30.10.1983), zunächst Schauspieler, nach dem Krieg Schriftsteller. – ›Wir heißen euch hoffen‹ U Deutsches Theater Ost-Berlin 3.4.1946, R Gustav von Wangenheim.
Gerhart Hauptmann ›Kollege Crampton‹ 19.1.1946.
›Prof. Mamlock‹ Hebbel-Theater West-Berlin 9.1.1946, R Fritz Wisten.
BZ, 11.1.1946.
Brief von Friedrich Wolf an Fritz Wisten vom 28.3.1950. In: Wolf, Briefe, S. 139.
Friedrich Wolf, ›Warum schrieb ich den Professor Mamlock‹?‹, in: TR, 9.1.1946.
Noch wusste man nichts von den 200000 Zwangsprostituierten, die man aus den besetzten Ländern für die japanischen Soldaten zusammengetrieben hatte.
›Professor Mamlock‹ DE 9.1.1946, R Fritz Wisten – ›Der Soldat Tanaka‹ DE 13.2.1946, R Willi Schmidt – ›Die Illegalen‹ U 21.3.1946, R Franz Reichert – ›Die Gewehre der Frau Carrar! Der Jasager‹ DE 16.5.1946, R Peter Elsholtz und Paul Schmidtmann – Friedrich Hebbel ›Judith‹ DE 5.4.1946, R Karl Heinz Martin.
Karl Heinz Martin in TR, 2.1.1946.
Maxim Gorki ›Nachtasyl‹ Eröffnung der Volksbühne des Hebbel-Theaters im Prater in der Kastanienallee Berlin 28.6.1946, R Karl Heinz Martin.
Siehe dazu Rühle, Theater 1887–1945, S. 207ff. und 467f.
Bericht in BZ, 29.8.1945, und von Friedrich Luft in ›Allgemeine Zeitung‹, 31.8.1945. Fehlings Schluss: »Möge das Theater, das ich hier im bescheidensten Rahmen, aber im Namen der unbescheidensten Geister, der ewigen Revolutionäre, der großen Dichter gründen will, uns in dieser seelischen Haltung bestärken und vereinen, deutschem Leben zu Nutz und unseren friedverlangenden Seelen zum Frommen.« Siehe dazu auch Fehling, Katalog, S. 194ff.
Fehling in ›Allgemeine Zeitung‹, 5.8.1945. Auch in: Fehling, Katalog, S. 196.
Paul Rilla in BZ, 9.10.1945.
Walther Karsch in Tagesspiegel, 9.10.1945. Die Zeitung ›Der Tagesspiegel‹ war am 27.9.1945 zum ersten Mal erschienen. Erste Rezension Karschs am 28.9: ›Theater aus Vorzeit, Zeit und Ewigkeit‹ über ›Dreigroschenoper‹, ›Gerichtstag‹ und ›Nathan der Weise‹.
BZ, 23.9.1945.
Eröffnung des Schlosspark-Theaters in West-Berlin mit ›Hokuspokus‹ am 3.11.1945, R Boleslaw Barlog.
Paul Rilla in BZ, 10.1.1947.
Ebd.
Beßler/Luft, Zehn Jahre Theater, ohne Seitenangaben.
Ernst Legal, ›Staatstheater im Dienste der Humanität‹, in: TR, 9.5.1945.
Pohl, Hauptmann, S. 63.
Ebd., S. 70.
Wortlaut nach BZ, 12.10.1945: »Deutsches Volk! Es gibt keinen Augenblick, in dem ich nicht Deutschlands gedenke, obgleich mein Teil leider nicht mehr die Kraft besitzt, so zu wirken, wie ich möchte. Jeder kleine Fortschritt bedeutet mir, Tag und Nacht, im Traum und im Wachen, Deutschland. Ich kenne keinen anderen Gedanken und alles ist nur der. Wenn etwas hinzukommt, so ist es der feste Glaube an Deutschlands Neugeburt, und davon lasse ich nicht einen Augenblick. Es gibt keinen Gedanken, der hier nicht freudig einstimmte. Ich weiß, dass alle guten Kräfte, ich möchte sagen, der Welt, von gleichem Willen bewegt sind, und so hoffe ich fest, noch an der allgemeinen Wiedergeburt voll teilnehmen zu können. Gerhart Hauptmann, Agnetendorf, 1. Oktober 1945.«
Siehe Rühle, Theater 1887–1945, S. 921.
Pohl, Hauptmann, S. 44.
Ebd. S. 77.
Gustav von Wangenheim, ›Gerhart Hauptmann und das deutsche Theater‹, in: BZ, 13.10.1945.
Gerhart Hauptmann, ›Neue Gedichte‹. Aufbau Verlag, Berlin 1946; siehe auch TR, 10.3.1946.
Zit. nach TR, 8.3.1946.
Paul Rilla in BZ, 26.1.1946.
2781945811194531219452312194524119461631946