Markus Balser / Uwe Ritzer

Lobbykratie

Wie die Wirtschaft sich Einfluss, Mehrheiten, Gesetze kauft

Knaur e-books

Inhaltsübersicht

Über Markus Balser / Uwe Ritzer

Markus Balser und Uwe Ritzer packen als investigative Journalisten für die Süddeutsche Zeitung heiße Themen im Bereich Wirtschaft an. Für die Aufdeckung des Siemens-Skandals wurden beide mit dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet. Für seine Recherchen im Fall Mollath und zum ADAC-Skandal erhielt Uwe Ritzer zwei Mal den Wächterpreis der Tagespresse.

Impressum

© 2016 der eBook-Ausgabe Droemer eBook

© 2016 Droemer Verlag

Ein Imprint der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit

Genehmigung des Verlags wiedergegeben werden.

Redaktion: Nadine Lipp

Covergestaltung: Büro Jorge Schmid, München

Coverabbildung: Tim Ridley / The Image Bank / Getty Images

ISBN 978-3-426-42873-3

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Endnoten

Steffen Dobbert: Russland-Buch – Gabriels fragwürdiger Freundschaftsdienst, Die Zeit, 18.03.2015.

Mathias Brüggmann: Sigmar Gabriel – Der Russlandversteher, Handelsblatt, 19.03.2015.

Naomi Oreskes, Erik M. Conway: Die Machiavellis der Wissenschaft – Das Netzwerk des Leugnens. Weinheim 2014, S. XXII ff.

Markus Balser, Christopher Schrader: »Wissenschaft wird als Nebelwand missbraucht«, Interview mit Naomi Oreskes, Süddeutsche Zeitung, 3.11.2014.

http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/lobbyismus.html

www.lobby-studie.de/marktordnung-fuer-lobbyisten/marktordnung-fuer-lobbyisten.html; hier finden sich die Studie und das zitierte Arbeitsheft (Anm. d. Verf.)

Vgl. Ulrich von Alemann, Florian Eckert: Lobbyismus als Schattenpolitik, Aus Politik und Zeitgeschichte, APUZ 15-16/2006.

Zit. nach Marco Bülow: »Die Lobby-Republik«, Schriftenreihe Denkanstöße des Instituts für Solidarische Moderne, 2010, S. 18.

Lobbying – Grey eminences. How companies try to influence governments, The Economist, Feb 22nd 2014.

Ebd.

www.marco-buelow.de/demokratie-transparenz/lobbyismus/einfuehrung-in-die-lobbyismus-debatte.html

Netzwerk Recherche, nr-Werkstatt Nr. 12, S. 16.

Marco Bülow: »Die Lobby-Republik«, 2010, S. 4.

»In der Lobby brennt noch Licht. Lobbyismus als Schatten-Management in Politik und Medien«, Netzwerk Recherche Werkstatt 12, S. 166.

Vgl. »Die Steine des Sisyphos«, der Vortrag von Günter Grass im Wortlaut, in: Süddeutsche Zeitung, 04.07.2011.

Definition des Begriffes »Public Affairs« durch die Deutsche Public Relations Gesellschaft: www.dprg.de/profile/public-affairs/4

www.bertelsmann.de/unternehmen/aktionaere/index.jsp

Vgl. Thomas Schuler: Bertelsmannrepublik Deutschland. Eine Stiftung macht Politik. Hamburg 2010.

Sascha Adamek, Kim Otto: Der gekaufte Staat. Wie Konzernvertreter in deutschen Ministerien sich ihre Gesetze selbst schreiben. Köln 2008.

www.bundesrechnungshof.de/de/veroeffentlichungen/beratungsberichte/langfassungen/langfassungen-2013/2013-bericht-einsatz-externer-personen-in-der-bundesverwaltung

Bernd J. Hartmann: Inklusive Verwaltung. Der vorübergehende Seitenwechsel aus der Privatwirtschaft in den Staatsdienst. Paderborn 2014.

Ebd.

www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/spionage-verdacht-im-gesundheitsministerium-gegen-apotheker-lobby-a-872371.html

Dieter Schulze van Loon: Lobbying im Spannungsfeld zwischen Kommunikation und Politik, zitiert nach »Marktordnung für Lobbyisten«, Studie der Otto-Brenner-Stiftung, 2011, S. 10.

www.pr-wiki.de/index.php/Main/GrassrootsLobbyingInstrumentalisierungDerMasse

Marco Althaus: Grassroots Lobbying: Die nächste Disziplin der Wirtschaftskommunikation. In: Marco Althaus (Hrsg.): Kampagne! 3: Neue Strategien im Grassroots Lobbying für Unternehmen und Verbände. Berlin 2007. Und Marco Althaus: Jedermann als Lobbyist: Grassroots-Modelle in den USA und Europa. In: Ebd.

Vgl. John McNutt/Katherine Boland: Astroturf. Technology and the Future of Community Mobilization: Implications for Nonprofit Theory, in: Journal of Sociology & Social Welfare, 34 (2007) 3, S. 165ff.

Vgl. Kathrin Voss: Grassrootscampaigning und Chancen durch neue Medien. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, APUZ, 19/2010.

www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data_lobby/03_Online_Teile/AH_70_Lobby_End.pdf, S. 1.

»For the first time, 4 out of 5 largest EU emitters are German lignite power stations«, Sandbag, Pressemitteilung vom 1. April 2015.

Vgl. Melanie Amann, Sven Becker, Frank Dohmen, Gerald Traufetter: Im War Room der Demokratie, Der Spiegel 49/2013, S. 30.

Vgl. Sven Becker, Gerald Traufetter: Der Kumpel, Der Spiegel, 26/2014.

»Auffällige Wahlkampfspenden«, Märkische Oderzeitung, 23.6.2014.

Marco Bülow: Die Lobby-Republik, Schriftenreihe Denkanstöße, Institut für solidarische Moderne, 2010.

Ebd.

Ebd.

Ebd.

Vgl. www.atmos-chem-phys.net/15/1539/2015/

doi:10.5194/acp-15-1539-2015

www.abgeordnetenwatch.de/nebeneinkuenfte2015

Ebd.

www.spiegel.de/politik/deutschland/nebenverdiener-im-bundestag-gauweiler-an-der-millionen-euro-grenze-a-983089.html#ref=plista

www.joachim-pfeiffer.info

https://netzwerkrecherche.org/stipendien-preise/verschlossene-auster/verschlossene-auster-2011-fuer-rwe-enbw-vattenfall-und-eon/laudatio-von-prof-dr-heribert-prantl/

www.lobbyplag.eu

Übersicht der unkritischen Verwendung wirtschaftsfreundlicher Passagen bei: Europe-v-facebook.org

Felix Zimmermann: Energiekonzern in Erklärungsnot, taz, 22.09.2011.

Interview mit Altkanzler Schröder, Bild, 19.05.2015.

Thomas Sigmund: Gesetzgebung – Millionenhonorare für Berater, Handelsblatt, 8.02.2013.

www.lothar-binding.de/Nichtraucherschutz.173.0.html

Lothar Binding: Kalter Rauch. Freiburg 2008, S. 25.

Vgl. »Im Schatten des Gesetzes«, Die Zeit, 19.12.2012.

www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2015/07/PD15_261_799.html

www.zigarettenverband.de/de/20/Themen/Zahlen_%26_Fakten/Kennzahlen

www.drogenbeauftragte.de/drogen-und-sucht/tabak/situation-in-deutschland.html

www.corporateeurope.org/lobbycracy/2012/11/mapping-tobacco-lobby-brussels-smoky-business

Vgl. »Wo Rauch ist«, Süddeutsche Zeitung, 17.05.2014.

Gespräch mit den Autoren am 18.08.2015.

Vgl. »Im Schatten des Gesetzes«, Die Zeit, 19.12.2012.

Vgl. »Tabak-Richtlinie durch Lobbying verwässert«, Die Presse, 21.08.2014.

Vgl. www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lobbyisten-in-der-tabakindustrie-rot-wie-risiko-1.1788444-2

Vgl. »Rauchverbot und Tabaklobby. Erfahrungsbericht eines Abgeordneten«, in der Broschüre: »In der Lobby brennt noch Licht – Lobbyismus als Schatten-Management in Politik und Medien«, Netzwerk Recherche, nr-Werkstatt Nr. 12, S. 144f.

Vgl. www.sueddeutsche.de/wirtschaft/lobbyisten-in-der-tabakindustrie-rot-wie-risiko-1.1788444

Vgl. ebd.

Vgl. »Rauchverbot und Tabaklobby«, in: Netzwerk Recherche, nr-Werkstatt Nr. 12, S. 145.

Vgl. »Märchen aus 1001 Nacht. Wie die Tabaklobby Abgeordnete zu beeinflussen versucht«, dapd, 24.09.2010.

Vgl. »Propaganda-Rauch«, FAS, 23.12.2012.

Vgl. »Strippenzieher in Brüssel«, Die Welt, 30.09.2014.

Vgl. »Im Schatten des Gesetzes«, Die Zeit, 19.12.2012.

Vgl. ebd.

www.zigarettenverband.de/de/3/Ueber_den_DZV

www.zigarettenverband.de/de/25/Ueber_den_DZV/Mitgliedsunternehmen

Vgl. »Rauchverbot und Tabaklobby«, Netzwerk Recherche, nr-Werkstatt Nr. 12, S. 151.

Vgl. »Propaganda-Rauch«, siehe: www.faz.net/aktuell/politik/inland/tabakindustrie-propaganda-rauch-12002890.html

Vgl. »Rauchverbot und Tabaklobby«, Netzwerk Recherche, nr-Werkstatt Nr. 12, S. 149.

. Der bayerische Agrarbericht erscheint alle zwei Jahre, die zitierte Ausgabe ist abzurufen unter: www.stmelf.bayern.de/mam/cms01/agrarpolitik/dateien/agrarbericht2014.pdf

www.fr-online.de/politik/nebeneinkuenfte-und-was-verdienen-sie-so-nebenbei-,1472596,20834526.html

»Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung«, Gutachten, März 2015, S. 35. Siehe: www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ministerium/Beiraete/Agrarpolitik/GutachtenNutztierhaltung-Kurzfassung.pdf?__blob=publicationFile

www.topagrar.com/dl/4/2/6/3/6/0/Studie_Bauern_und_Bonzen.pdf

www.topagrar.com/dl/4/2/6/3/6/0/Studie_Bauern_und_Bonzen.pdf, S. 26.

www.fnl.de

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/eu-absage-an-lebensmittel-ampel-gruen-gelb-stopp-a-701085.html

www.euractiv.de/wahlen-und-macht/artikel/lobby-schlacht-um-lebensmittelampel-003262. Das Interview im Original:

Judith Pfannenmüller: Die Lobby-Macht mit dem Nette-Jungs-Image, W&V-Magazin, 21.07.2014.

Josh Halliday: Washington Post scrutinises Amazon lobbying after Jeff Bezos takeover, The Guardian, 6.08.2013.

Corporate European Observatory: The Power of Lobbies, Beitrag vom 18.06.2013.

Deutscher Hochschulverband: Resolution zur Unparteilichkeit von Wissenschaft, 20.03.2012.

Bernd Kramer: Wahrheiten wie bestellt. Wie Universitäten der Wirtschaft dienen, DUZ-Magazin 06/2014.

Andreas Kurz: »Der Arbeitgeber ist dem Richter ausgeliefert«. Interview mit Volker Rieble, Impulse, 1.02.2012.

Bernd Kramer: Wahrheiten wie bestellt, DUZ-Magazin 06/2014.

Yassin Musharbasch, Kerstin Kohlenberg: Die gekaufte Wissenschaft, Die Zeit, 1.08.2013.

Andreas Böhme: Wissenschaftsministerin verordnet Hochschulen mehr Transparenz, Südwest Presse, 5.02.2014.

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, 3.02.2014.

Naomi Oreskes, Erik M. Conway: Die Machiavellis der Wissenschaft. Weinheim 2014.

Lecacy Tobaco Documents Library: http://legacy.library.ucsf.edu

Naomi Oreskes, Erik M. Conway: Die Machiavellis der Wissenschaft. Weinheim 2014.

Ebd.

Ebd.

Colin Stokes: RJR’s Support of Biomedical Research, BN: 504480518, Legacy Tobacco Documents Library.

Markus Balser, Christopher Schrader: »Wissenschaft wird als Nebelwand missbraucht«, Interview mit Naomi Oreskes, Süddeutsche Zeitung, 4.11.2014.

Anfrage der Autoren per Mail und telefonisch am 17.07.2015.

Vgl . Eltern Express, Schulzeitung des Gymnasiums Sulingen, Ausgabe Nr. 118, Juli 2007, S. 1.

Interview mit den Autoren am 22.09.2015.

Ebd.

Vgl. »Pflichtfach Wirtschaft«, Süddeutsche Zeitung, 6.11.2015.

www.verbraucherbildung.de/meldung/arbeitgeberverband-stoppt-vertrieb-von-kritischem-schulbuch

Ebd.

Reinhold Hedtke: Mein Wohl als Gemeinwohl. Lobbyismus in der ökonomischen Bildung. In: W. Spieker. (Hg.): Zukunft der ökonomischen Bildung. Tutzinger Schriften zur politischen Bildung. Schwalbach/Ts. 2015.

Ebd.

www.bayern.de/wp-content/uploads/2014/09/Bericht-der-Kommission-f%C3%BCr-Zukunftsfragen-der-Freistaaten-Bayern-und-Sachsen-Teil-3.pdf

www.3male.de/web/cms/de/1459958/home/?et_cid=2&et_lid=2&set=45128;Essen

www1.wdr.de/themen/aktuell/rwe-lobbyismus-schulen-100.html

Tim Engartner, Balasundaram Krisanthan: »Einfallstor Schule. Wie Unternehmen und Stiftungen mit Unterrichtsmaterialien werben.« WestEnd Neue Zeitschrift für Sozialforschung 02/2014, Frankfurt, S. 141ff.

Vgl. »Lobbyismus an Schulen«, April 2013: https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Lobbyismus_an_Schulen.pdf

Gespräch mit den Autoren, Juli 2015.

www.bne-portal.de/un-dekade/un-dekade-deutschland/

http://schulbank.bankenverband.de/schule-und-finanzen/emw/

https://bankenverband.de/newsroom/meinungsumfragen/jugendstudie-2015-wirtschaftsverständnis-finanzkultur-und-digitalisierung/

www.myfinancecoach.org/ueber-uns#ContentModule-122

www.myfinancecoach.org/assets/Downloads/MFCAJahresbericht2015PDFWeb210x280.pdf?PHPSESSID=kd98ufv7e05ek0h88ogcvm59t4

www.verbraucherbildung.de/materialkompass

Gespräch mit den Autoren 22.09.2015.

Ebd.

Gespräche mit den Autoren, August 2015.

www.insm.de/insm/ueber-die-insm/FAQ.html

Ebd.

Seit dem Jahr 2000 lässt die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, alle drei Jahre die schulischen Fähigkeiten 15-Jähriger überprüfen. Die Abkürzung Pisa steht dabei für Programme For International Student Assessment. Dabei werden in den teilnehmenden Ländern nach einheitlichen Kriterien die mathematischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten sowie die Lesekompetenz überprüft. Die deutschen Schüler schnitten beim ersten Pisa-Test 2000 unterdurchschnittlich ab. Seither haben sich die Ergebnisse zwar verbessert; die deutschen Schüler gehören aber nach wie vor nicht zu den Besten, sondern rangieren im vorderen Mittelfeld. Regelmäßig brachte die Pisa-Studie zutage, dass in Deutschland keine Bildungsgerechtigkeit herrscht, weil Jugendliche aus sozial schwachen Familien deutliche Nachteile haben, die das Schulsystem nicht ausgleicht.

www.wirtschaftundschule.de/fileadmin/user_upload/unterrichtsmaterialien/staat_und_wirtschaftspolitik/Arbeitsblatt_Anspruch_und_Wirklichkeit_der_Sozialen_Marktwirtschaft.pdf

www.spreadblue.de

www.cobrayouth.de/profil

www.dsa-youngstar.de

Zit. nach: Tim Engartner, Balasundaram Krisanthan: Einfallstor Schule, West-End Neue Zeitschrift für Sozialforschung 02/2014, Frankfurt, S.141ff.

www.kbundb.de

www.swr.de/report/zielgruppe-schueler/-/id=233454/did=7855918/nid=233454/1mwgppk/index.html

Der Spiegel, Ausgabe 42/2015, S. 66.

www.fr-online.de/flughafen-frankfurt/flughafen-frankfurt-und-burson-marsteller--ja-zu-fra-beauftragt-umstrittene-pr-agentur,2641 734,11676876.html

www.taz.de/!5052016

Vgl. prmagazin 02/2014, S. 47.

www.hm-kom.de/leistungen

https://netzwerkrecherche.org/files/nr-werkstatt-12-lobbyismus-als-schatten-management-in-politik-und-medien.pdf, S. 171.

https://lobbypedia.de/wiki/Deutsche_Bahn

Ebd.

www.otto-brenner-stiftung.de/otto-brenner-stiftung/aktuelles/wir-sind-das-publikum-autoritaetsverlust-der-medien-und-zwang-zum-dialog.html

Ebd.

https://netzwerkrecherche.org/files/nr-werkstatt-12-lobbyismus-als-schatten-management-in-politik-und-medien.pdf, S. 64.

Gespräch mit dem Autor, 2.12.2015.

www.wmp-ag.de

www.verbaende.com/verbaendereport/fachartikel/lesen.php/Zur-Machtbalance-zwischen-PR-und-Journalismus?id=174

www.zeit.de/wirtschaft/2015-09/fluechtlinge-wohnungen-wohnraum-grossstadt-ueberfuellung/komplettansicht

www.berliner-zeitung.de/archiv/eine-kontroverse-debatte-ueber-den-schleichenden-einfluss-der-pr-auf-den-journalismus-meinung-durch-die-hintertuer,10810590,10376204.html

https://netzwerkrecherche.org/files/nr-werkstatt-12-lobbyismus-als-schatten-management-in-politik-und-medien.pdf, S. 55.

www.sueddeutsche.de/medien/recherchescoutde-betreutes-recherchieren-1.2667050

www.journalist.de/ratgeber/handwerk-beruf/redaktionswerkstatt/5-recherche-dienstleister-im-test.html

https://curved.de/redaktion

https://www.otto-brenner-shop.de/uploads/tx_mplightshop/AH86_Contentmarketing.pdf

www.spiegel.de/politik/ausland/gazastreifen-twitter-krieg-zwischen-israel-und-der-hamas-a-981310.html#

www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/alles-luege-oder-was/116.html

Definition der Tobin-Steuer im Gabler-Wirtschaftslexikon: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/569806/tobin-steuer-v3.html

www.cdu.de/sites/default/files/media/dokumente/koalitionsvertrag.pdf, S. 8, 46.

Schulmeister, Stephan: The Struggle over the Financial Transactions Tax – a Politico economic Farce. Wifo Working Papers 474/2014.

Morgan Stanley, European Rates/Banks: FTT – Alternative scenarios, Paper by Morgan Stanley Research Europe, June 5, 2013.

Alexander Mühlauer: Kampf um die Börsensteuer – Deutschland will offenbar Finanzabgabe aufweichen, Süddeutsche Zeitung, 25.09.2015.

Ebd.

Corporate Europe Observatory: The Fire Power of the Financial Lobby – A Survey of the Size of the Financial Lobby at the EU level.

Baptiste Aboulian: MEP bites back at hedge fund lobby, Financial Times, 22.4.2012.

Sven Prange: Thierry Philpponnat: Einer gegen den Rest der Welt, Handelsblatt, 18.02.2014.

Sven Böll, Anne Seith: Altersvorsorge – die Einflüsterer, Der Spiegel 06/2013, S. 72f.

Finanzausschuss des Bundestags, Wortprotokoll 106. Sitzung.

www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/121205-sonstige-beschluesse.pdf?file=1, S. 9.

Vgl. Balser, Markus, Bauchmüller, Michael: »Kollektive Demenz«. Süddeutsche Zeitung vom 21.01.2017

Vgl. Ebenda

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/128/1812880.pdf

Süddeutsche Zeitung vom 15.09.2017, Seite 3

Vgl.: Balser, Markus, Mühlauer, Alexander: Schmutzige Geheimnisse. Süddeutsche Zeitung 2.11.2017

Prolog

Uran, Atommüll, nukleare Abrüstung, Gasfelder, Abwehrsysteme gegen nuklearen Terror – Andrej Bykow ist müde an diesem Spätsommerabend. Unten auf der Moskauer Ausfallstraße Dmitrovskoe Schosse tost der Verkehr. Weit oben im unscheinbaren, siebenstöckigen Bürogebäude serviert eine Angestellte Tee. Bykow, ein kleiner und gedrungener Mann Anfang 50 mit stets messerscharfem Seitenscheitel, legt erschöpft die Beine auf die Couch im kleinen Konferenzraum seiner Firma.

Ihm tut der Rücken weh, die langen Reisen zehren und gehen an die Substanz. Und er ist pausenlos unterwegs. Erst am Vormittag hat ihn sein Chauffeur im gepanzerten schwarzen SUV aus dem Süden Russlands zurück nach Moskau gebracht. Andrej Bykow hat reichlich zu tun.

Immer mehr westliche Konzerne heuern den Mann mit den hervorragenden Kontakten in den Kreml für ihre Geschäfte in und mit Ländern der früheren Sowjetunion an. Der zuvorkommende Russe, der sehr gut Deutsch spricht, sehr fromm und ein erklärter Fan des heiligen Nikolaus ist, ist in den vergangenen Jahren eine heimliche Allzweckwaffe der westlichen Wirtschaft im ehemaligen Sowjet-Reich geworden. Und nicht nur dort. Draußen wird es schon dunkel, als Andrej Bykow auf seiner Bürocouch beginnt, aus einer Schattenwelt zu erzählen. Aus seiner Welt.

Mal arbeitet er in Deutschland und Thailand, mal in Südafrika und der Schweiz – Andrej Bykow als umtriebig zu beschreiben griffe viel zu kurz. Er berät seine Kunden und ist ihr Kuppler. Einer, der Kontakte einfädelt und pflegt. Einer, der Türen öffnet und russische Entscheidungsträger im Sinne seiner Auftraggeber überzeugt – wie und womit auch immer. Am Ende steht meistens reicher Ertrag, für Bykows Kunden und für ihn persönlich.

Immer geht es um viel Geld, um Macht und um Einfluss. Mal soll Bykow deutschen Atommüll heimlich nach Russland schaffen oder nuklearen Brennstoff aus Beständen der Roten Armee für deutsche Kernkraftwerke besorgen. Ein anderes Mal muss er Interessenten Kontakte zum Ausbeuten von Gasfeldern verschaffen. Er sollte für deutsche Auftraggeber über Umwege im Ausland gar verhindern, dass der deutsche Atomausstieg so schnell, wie von der Politik geplant, vollzogen werden kann.

Der fromme Familienvater sinniert auf seiner Moskauer Bürocouch über gottgefälliges Leben, die russisch-orthodoxe Kirche, russische Geschichte und das Ende des Kommunismus. Er kann auch sonst viel erzählen. Wenn er will. Denn sein Tun ist in der Regel Geheimsache. Meist wissen selbst bei seinen Auftraggebern in den westlichen Konzernen nur kleine Zirkel davon, dass es ihn überhaupt gibt und in welcher Mission er unterwegs ist. Andrej Bykow muss laut lachen, wenn das Gespräch auf die Verschwiegenheit seiner Klienten kommt. Sie treibt manchmal kuriose Blüten, diese Diskretion. Ein Manager des Energieriesen Eon dankte dem Russen in einem überschwänglichen Brief für »18 Jahre Zusammenarbeit«. Als wir nachfragen und wissen wollen, was Bykow denn für Eon alles getan habe, reagiert der Konzern einsilbig. Es habe sich um einen rein persönlichen Kontakt zwischen dem Manager und Bykow gehandelt, so die wenig überzeugende Antwort. »Geschäfte mit Herrn Bykow gab und gibt es nicht.«

Viele andere Geschäftspartner mögen sich urplötzlich sogar überhaupt nicht mehr an den Namen des Russen erinnern, obwohl mancher Konzern mit ihm gerne und eifrig kommunizierte. Andrej Bykow hingegen hat ein ziemlich gutes Gedächtnis. EnBW, der Eon-Konkurrent und drittgrößte Energiekonzern hierzulande, hat ihn beispielsweise mit Aufträgen und mehreren Hundert Millionen Euro in seine Heimat Russland geschickt. Transparenz? Fehlanzeige. Die Geschäfte wurden über Umwege und die Schweiz abgewickelt. Auch das Geld floss selbstredend über lange als besonders geheim geltende Schweizer Konten. Fast die Hälfte der Zahlungen aus dem konservativen Konzern in Karlsruhe gingen an eine Stiftung Bykows mit dem schönen Namen »Heiliger Nikolaus der Wundertäter« – Satiriker und Karikaturisten hätten es sich nicht hübscher ausdenken können. Warum und wofür EnBW so viel Geld bezahlte, ist umstritten. Auch Staatsanwälte und Richter fragen sich das schon seit geraumer Zeit, ohne allerdings der Antwort bislang wirklich nahe zu kommen.

Andrej Bykow selbst sagt an jenem Abend in Moskau nur, was er sagen will und darf. Selbstkontrolle gehört zum Geschäftsprinzip. Dabei ist er ein eloquenter Mensch, schlagfertig und gewitzt, gedanklich blitzschnell, gerissen und hochintelligent. Ein Mann mit einem schier untrüglichen Gespür für sein Gegenüber. Und vor allem dafür, wie er dieses Gegenüber um den Finger wickeln und ihm das Gefühl geben kann, nur dessen Bestes zu wollen. Andrej Bykow ist Lobbyist.

Lobbyisten, das sind beileibe nicht nur die Pofallas und Niebels, die Wissmanns, Fischers und anderen ranghohen Politiker, die nach ihrer Karriere und ausgestattet mit dem entsprechenden Insiderwissen große Kasse machen als Interessenvertreter zahlungskräftiger Verkehrs-, Rüstungs-, Pharma-, Tabak- oder Automobilkonzerne oder Verbände. Solche Seitenwechsler fallen der breiten Öffentlichkeit auf. Nicht aber Leute wie Andrej Bykow. Lobby-Söldner, die deswegen niemand kennt, weil sie im Verborgenen, im Schatten von Wirtschaft und Politik arbeiten. Und die gerade deshalb sehr erfolgreich sind.

Von Interessenverbänden, Dienstleistungsagenturen oder Anwaltskanzleien aus, nicht selten aber auch als Einmann-Unternehmen, nehmen sie in Berlin und Brüssel, Paris und London, Moskau und Washington im Auftrag der Wirtschaft Einfluss auf Politik und Gesellschaft. Mal geht es um Atomdeals, mal um Plastiktüten. Mal um Milliardengeschäfte, mal um Details in Gesetzesvorhaben, mal um beides. Sie suchen diskrete Nähe zu den Mächtigen, organisieren in Parlamenten Mehrheiten im Sinne ihrer Auftraggeber. Ihr Ziel allerdings sind nicht mehr allein Mandatsträger und der Beamtenapparat. Immer häufiger ist es die Gesellschaft als Ganzes. Ins Visier geraten Meinungen und Wählerstimmen.

So kämpfen Lobbyisten in Klassenzimmern um die Vormacht in den Köpfen von Schülern. Sie sorgen dafür, dass Rauchen eine legale Sucht bleiben darf und nicht zu sehr sanktioniert wird. Sie beeinflussen, was auf Lebensmittelverpackungen stehen darf und was nicht. Sie torpedieren die Energiewende oder versuchen, sie in die Richtung ihrer zahlenden Kundschaft zu treiben. Sie mischen in Bürgerinitiativen mit und dirigieren dort als heimliche Handlanger im Sinne ihrer mächtigen Auftraggeber. Sie manipulieren den öffentlichen Willen, indem sie die Medien beeinflussen. Sie unterwandern Wissenschaft und Forschung, damit deren Ergebnisse so ausfallen, dass sie den Interessen ihrer Kundschaft dienen.

 

Lobbyismus – dem Ursprung nach ist das eigentlich eine transparente Angelegenheit. In der Lobby eines Parlamentssaales, dessen Vorraum also, bringen Bürger und Interessenvertreter ihre Anliegen bei den Abgeordneten vor, die dann alleine in den Saal gehen, dort alle Argumente diskutieren, abwägen und entscheiden. So sieht das Ideal aus, das mit der Wirklichkeit allerdings längst nichts mehr zu tun hat. Heute steht der Begriff Lobbyismus viel zu oft für eine Schattenwelt jenseits demokratischer Kontrolle.

Wer sich auf die Suche nach gut verstecktem Einfluss macht, erfährt von den Untiefen eines höchst diskreten Wirtschaftszweigs, der immer professioneller vorgeht – natürlich am liebsten hinter verschlossenen Türen und dicken Mauern. Und er stößt auf erstaunliche Netzwerke zwischen Lobbyisten und führenden deutschen Politikern. Man muss aber genau hinschauen und hinhören. Wie an einem festlichen Abend im Frühjahr 2015.

Die Kulisse bildet ein klassizistischer Prachtbau, Unter den Linden in Berlin. Geraffte bodentiefe Vorhänge, edle Hölzer an der Wand, prächtige Kronleuchter an der Decke – im prunkvollen Saal der russischen Botschaft bittet Heino Wiese seine Gäste Platz zu nehmen, als die Kolonne des deutschen Wirtschaftsministers und Vizekanzlers vorfährt. Vorbei an russischen Managern und eskortiert von Russlands Botschafter Wladimir Michailowitsch Grinin, betritt der Stargast des Abends das Podium. Die Rede zur Vorstellung eines neuen Russland-Buchs, in dem vier junge Autoren und Fotografen ein Land im Wandel wohlwollend porträtieren, hält der damalige SPD-Vorsitzende und Wirtschaftsminster Sigmar Gabriel persönlich – ein guter, alter Freund von Heino Wiese.

Kaum jemand in der breiten Öffentlichkeit kennt Heino Wiese, diesen unauffälligen Mann Mitte 60, der so oft an der Seite Gabriels und häufig auch an der von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder auftaucht. In der Schaltzentrale der politischen Macht in Berlin ist Wiese jedoch bestens verdrahtet. Er, Schröder und Gabriel kennen sich aus ihrer Heimat Niedersachsen und aus der Partei. Wiese war auch mal SPD-Politiker. Er schmiedete Wahlkampfpläne für Gerhard Schröder – und beriet Gabriel, als er noch Ministerpräsident war.

Dann wechselte Wiese in die Wirtschaft. Zuerst baute er für eine Modefirma das Russland-Geschäft auf. Dann machte er sich mit einer eigenen Beratungsfirma »Wiese Consult« selbstständig. Seine neuen Büros liegen in der Nähe des Brandenburger Tors. Die Agentur arbeitet nach eigenen Angaben »an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Politik, insbesondere in den Bereichen ›Internationale Geschäftsbeziehungen und Investments‹«.

Auf der Liste der Referenzen steht unter anderem der russische Stahlkonzern Severstal. Aber selbstverständlich geht es an diesem Abend in der russischen Botschaft nur um ein Buch. Denn Wiese ist manchmal auch Herausgeber. »Russland« steht in Großbuchstaben auf seinem jüngsten Werk, der Untertitel lautet: »Menschen und Orte in einem fast unbekannten Land«.

Nach den Reden von Gabriel und Grinin zu den deutsch-russischen Beziehungen dürfen auch die Autoren ein paar Sätze sagen. Der zur selben Zeit grassierende Konflikt um die Krim kommt an diesem Abend nicht vor. Die Wochenzeitung Die Zeit kritisiert den russlandfreundlichen Abend in Zeiten der Krise später als »fragwürdigen Freundschaftsdienst« Gabriels.[1] Das Handelsblatt mokiert sich über Sigmar Gabriel – den Russlandversteher.[2]

Man kennt sich und man tut sich nicht weh. Jedenfalls nicht an diesem Abend. Noch weiß niemand, dass wenige Monate später ein Millionengeschäft über die Bühne gehen wird, bei dem auch Gazprom eine Rolle spielt, das Gabriel zumindest nicht verhindert – und bei dem auch Heino Wiese nach Angaben von Insidern beteiligt gewesen sein soll. Enge Kontakte zum Wirtschafts- und späteren Außenminister und Spezi Gabriel sind in der Sache sicher nicht schädlich. Ausgerechnet zu jenem Minister, der an anderer Stelle über Sanktionen gegen Russland in der Ukrainekrise mitentscheidet. Und dem Wiese angeblich beim Füllen der Wahlkampfkasse helfen sollte.

Dass auch noch Altkanzler Gerhard Schröder mit dem Berater Wiese verbandelt ist zeigt, wie eng Lobby- und Politnetzwerke in Berlin längst verwoben sind. Es zeigt möglicherweise auch, wie Altgranden in Millionendeals eingebunden werden. Und wie Russland versteht, selbst in einer kritischen Phase sein eigenes, enges Netzwerk in Deutschland zu knüpfen und zu pflegen.

 

Einige Wochen später. Ein Gespräch in einem Hotelzimmer. Wieder steht die gleiche Frage im Raum: Wie sichert sich die Wirtschaft Einfluss auf die Gesellschaft? Die Antwort fällt diesmal allerdings ganz anders aus.

Naomi Oreskes muss ausholen. Die energische amerikanische Professorin und Wirtschaftshistorikerin aus Harvard kennt die Verflechtungen zwischen der Industrie und der internationalen Spitzenforschung wie keine Zweite. Vor allem weiß die Historikerin und scharfe Analytikerin um jene professionellen Skeptiker, die bei den ganz großen politischen Themen regelmäßig von sich reden machen.

In den USA tut sich eine Handvoll der immer gleichen Forscher damit hervor, wissenschaftliche Tatsachen wie den Klimawandel in Zweifel zu ziehen. Ihre Aktivitäten hat Naomi Oreskes minutiös rekonstruiert und so ein skandalöses System enttarnt: das der Zweifelssäer. Wissenschaftler nämlich, die sich von der Wirtschaft als Lobbyisten dafür bezahlen lassen, Kritik am Vorgehen von Forscher-Kollegen zu äußern und deren Methoden in Frage zu stellen. Es geht um Zweifel daran, dass Zigarettenrauch wirklich schädlich ist und Krebs erregt. Um Zweifel daran, dass es einen Klimawandel, das Ozonloch oder den sauren Regen überhaupt gibt – und vor allem, dass wir Menschen beides verursachen. Wohlgemerkt: Es sind in all diesen Fällen immer dieselben Wissenschaftler am Werk. Sie sind nicht etwa Experten in Sachen Medizin, Biologie oder Klimaforschung. Sie sind vielmehr versierte Spezialisten darin, der breiten Öffentlichkeit die Gründe zu liefern, unbequeme Wahrheiten zu ignorieren. Mit erstaunlichem Erfolg: Unter US-Präsident Donald Trump vollziehen die USA in der Klimapolitik eine Wende. Trump hat damit begonnen, Kernstücke der Politik seines Vorgängers Barack Obama zu zerschlagen.

Dass der Klimawandel menschengemacht ist und von der Industrie mit ihren Emissionen ausgelöst wird, gilt seit Langem als erwiesen. Großen Teilen der Industrie sind solche unumstößlichen Fakten jedoch ein Dorn im Auge. Für Energie- oder Autokonzerne etwa steht viel auf dem Spiel. Es drohen ihnen teure Konsequenzen. Für manchen Manager ist klar: Der sicherste Weg, das alles zu verhindern – oder wenigstens möglichst lange hinauszuzögern –, ist es, nicht erst die Politik und ihre Entscheidungen zu beeinflussen. Noch besser wäre es, ganz zu verhindern, dass die Politik überhaupt entscheidet. Am besten also man bekämpft bereits eine unliebsame Forschung. Denn wo die Ursachen des Problems umstritten sind, ist auch noch keine politische Entscheidung möglich, die das Problem löst.

Ausgerechnet eines der größten ungelösten Probleme der internationalen Staatengemeinschaft, der Klimawandel, liefert so ein Lehrstück über die Macht der Strippenzieher. Denn viel zu lange gelang es den Zweiflern, die Politik der US-Regierung zu beeinflussen. Naomi Oreskes war selbst erstaunt, wie erschreckend einfach es möglich ist, mit unlauteren Absichten selbst seriöse Medien wie die New York Times, Newsweek oder die Washington Post zu instrumentalisieren – und mit nachweislich falschen Angaben zu füttern.[3]

Wenn Oreskes über die Machenschaften internationaler Kanzleien und Lobbyfirmen spricht, dechiffriert sie die vertraulichen Pläne der Industrie wie einen geheimen Code. Die Industrie wolle es den Bürgern und Politikern schwermachen, die Einwände als Profitgier abzutun. Organisationen zu gründen und zu finanzieren, die nach außen nichts mit der Industrie zu tun haben – sogenannte Thinktanks –, sollte dies ermöglichen. Wissenschaft mit Wissenschaft zu bekämpfen – dieser Strategie folgten Unternehmen sehr erfolgreich seit vielen Jahren, warnt Oreskes.[4] Für die Forscherin ist klar: Die Bemühungen der Industrie werden immer größer, die Chancen, ihnen zu entkommen, immer kleiner. »Wir erleben die größte Konzentration von Wohlstand in den USA seit Ende des 19. Jahrhunderts«, sagt Oreskes und verbindet damit eine bedrohliche Vorstellung. »Noch nie waren die Reichen so mächtig.« Und noch nie, glaubt Oreskes, fiel es einem kleinen Teil der Bürger mit Lobby-Investitionen so leicht, die eigenen Interessen durchzusetzen und demokratische Prozesse auszuhebeln.

 

Alles weit weg? Mitnichten. Die Methode, Einfluss zu nehmen und die eigenen Fingerabdrücke beim Lobbying zu verwischen, ist auch in Deutschland angekommen. Hiesige Konzerne haben sogar Kontakte in die USA geknüpft, um die Methode zu lernen. Die ersten Versuche laufen bereits. Direkt vor unserer Haustür.

Man kann sie etwa in Winden im Schwarzwald finden, einem idyllischen Ort mit typischen Schwarzwaldhäusern. Seit einiger Zeit schon setzt sich hier, nicht weit entfernt von Freiburg, die »Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung« (GSV) für die Bürger ein. Seit Jahren schon, weiß man bei der GSV, wünschten sich die Windener äußerst dringend den Baubeginn einer nagelneuen Umgehungsstraße. Und wenn man schon dabei ist, auch gleich noch den zugehörigen Tunnel – logisch bei knapp 3000 Einwohnern. Die Kosten für den Steuerzahler sind zugegebenermaßen nicht ganz klein: mindestens 68 Millionen Euro. Macht umgerechnet auf jeden Windener eine Steuerzahlung im Wert eines Mittelklasseautos.

Bei einem Ortstermin kam die GSV dennoch sehr direkt zur Sache. Ihr Landesbeauftragter redete nicht nur der SPD-Bundestagsabgeordneten Annette Sawade ins Gewissen; praktischerweise ist sie Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages. Mit einem flankierenden Schreiben an die Staatssekretäre im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (CSU) und Enak Ferlemann (CDU), warb die Initiative zudem um persönliche Unterstützung für weitere fünf »ebenfalls dringliche Projekte«: die B 30 Bad Waldsee, die B 31 Friedrichshafen, die B 31 West bei Freiburg, die B 29 Mögglingen und die B 463 Pforzheim – nur dem Bürger zuliebe.

Die GSV ist interessanterweise nicht nur in Winden aktiv. Man kennt sie auch in anderen Gegenden Deutschlands. Sie hat nicht nur eine schicke Internetpräsenz. Sie hat sich auch in bereits mehr als 100 größere Planungsprojekte eingeschaltet, berät und unterstützt lokale Bürgerinitiativen. Allerdings nicht, wie der Name vermuten lassen könnte, im Kampf gegen unsinnige und teure Verkehrsprojekte. Ganz im Gegenteil. Die Initiative kämpft, wo immer es möglich ist, für den Bau neuer Straßen. Mit viel Pathos und erklärtermaßen »im Namen aller von fehlenden Baumaßnahmen betroffenen Bürger«, wie es in einem Papier der Organisation heißt.

Warum die GSV, eine Art Dachverband von Bürgerinitiativen, überhaupt bundesweit aktiv wird? Wer hinter der Pro-Straßen-Organisation steht? Man verfolge ausschließlich gemeinnützige Zwecke und arbeite unabhängig von Interessengruppen – so beschreibt die Gesellschaft selbst ihr Engagement, die nach eigenen Angaben ständig mehr als 100 Verkehrsinfrastrukturprojekte im ganzen Bundesgebiet betreut. Das erklärte Ziel: Sie sollen ein Gegengewicht zu den zahlreichen Bürgerinitiativen bilden, die sich gegen Straßenausbauten wehren. Im Fall B 294 mit Erfolg: Mitte 2015 wurden die Gelder für den Bau vom Bundesverkehrsministerium freigegeben. Bauunternehmen sollen nun möglichst schnell mit den Arbeiten beginnen können.

Wie sich die GSV finanziert? Die Gesellschaft beantwortet unsere Fragen nicht. Auf der Webseite finden sich keinerlei Hinweise darauf. Erst wer hinter die Kulissen und in die Bilanzen der Baubranche schaut, versteht, um was es hier wirklich geht. Denn unterstützt wird die Gesellschaft auch über eine Fördergemeinschaft aus der Bauindustrie. »Zusammen mit anderen Partnerverbänden aus dem Bau- und Baustoffumfeld unterstütze man seit 2013 die Arbeit des GSV-Landesbeauftragten für Baden-Württemberg, erklärt etwa der Industrieverband Steine und Erden unumwunden. »Astroturfing«, benannt nach einem in den USA bekannten Kunstrasen, nennen Kritiker diese Methode: das Plagiat einer Graswurzelbewegung.

 

Vier Orte, vier Fälle von getarntem Lobbyismus – und doch nur ein kleiner Ausschnitt all dessen, was möglich ist. Wer versucht, der Welt der Lobbyisten näher zu kommen, landet schnell in einem ganzen Labyrinth höchst vielseitiger und diskreter Aktivitäten. Über Wochen und Monate gehen für uns die Türen nur für einen Spalt auf. Mit jedem Gespräch aber, mit jeder Recherche fügen sich die Mosaiksteine dieser kleinteiligen Welt zu einem klareren Bild zusammen.

Die Recherchen für dieses Buch führen nach Berlin und Brüssel, in die Schweiz und nach Russland, in die USA und die niedersächsische Provinz. Sie führen zu Klimaskeptikern und Tabaklobbyisten, in die Schaltzentralen der Energiebranche oder der Lebensmittelindustrie. Sie führen in den Bundestag und das Europäische Parlament, aber auch in Kanzleien, an Lehrstühle von Universitäten, sogar in Klassenzimmer. Sie führen zu deutschen Ex-Politikern, die Diktatoren oder wenigstens fragwürdigen Regimes zu Diensten sind. Sie führen auf Empfänge von Scheichs, in die Repräsentanzen der Wirtschaft an den feinsten Berliner Adressen und zur konspirativen Übergabe geheimer Dokumente. Sie werden zeigen, wie Unternehmen, die beinahe jeder Deutsche kennt, versuchen, Einfluss zu nehmen – auf wiederum beinahe jeden Deutschen.

Dieses Buch soll auf einen gravierenden Missstand hinweisen. Interessenvertretung gegenüber der Politik hat in einer Demokratie ihre Berechtigung. Sie muss sogar sein. Allerdings muss sie transparent erfolgen, offen und nach klaren Spielregeln. Denn eine seriöse politische Interessenabwägung braucht Chancengleichheit für alle Seiten, für alle Argumente. Genau diese aber ist in Gefahr. Wir wollen in der Folge fragwürdige Strukturen und Methoden aufzeigen und darlegen, wie Lobbyisten die Gesellschaft unterwandern und die Menschen in ihrem Sinne steuern wollen. Und wie so eine demokratische Schieflage entsteht: ein Land, das den Starken gibt und den Armen nimmt.

Anders als in anderen Lobbyismus-Büchern geht es uns nicht in erster Linie um einen engen Zirkel von Ex-Politikern, der für die Wirtschaft aktiv wird. Wir erheben auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir wollen das System dahinter aus dem Dunkel holen. Es geht darum, die Strategien professioneller Lobbyisten aufzudecken und so Sensibilität zu schaffen für eine Gefahr, die uns alle angeht.

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Die Regenmacher

Politische Landschaftspflege und undemokratische Auswüchse

Wenn sich das Selbstverständnis eines ganzen Staates in seinen Parlaments- und Regierungsgebäuden spiegelt, dann strahlt die moderne Bundesrepublik am Platz der Republik 1 in Berlin vor allem eines aus: Stärke, Unabhängigkeit und Transparenz. Jeder Berlin-Besucher soll das spüren. So wollte es Stararchitekt Sir Norman Foster, als er Mitte der 90er-Jahre den deutschen Reichstag zum modernen Parlamentsgebäude umbauen ließ. Symbolisch kann sich das Volk seither Tag für Tag über seine Vertreter erheben und ihnen bei der Debattier- und Abstimmungsarbeit auf die Finger schauen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen dazu nur die begehbare, gläserne Kuppel direkt über dem Plenarsaal erklimmen.

Wer sich mit dem Lift hinauftragen lässt in die oberste Etage, anschließend die 230 Meter lange, geschwungene Rampe ganz nach oben unter das Kuppeldach läuft und von dort durch 3000 Quadratmeter Glas über die deutsche Hauptstadt blickt, bekommt das angenehme Gefühl von Kontrolle. Zwei Millionen Besucher gönnen sich dieses Gefühl jährlich. Man steht nicht nur über dem Reichs- respektive Bundestag, sondern quasi auch über dem Kanzleramt, den eleganten Bürogebäuden des Bundestags und seiner Abgeordneten entlang der Spreeschleife, den Wohn- und Geschäftshäusern von Berlin-Mitte. Die Kuppel gibt den Blick frei auf die mondänen Hochhäuser am Potsdamer Platz und hinüber zum Fernsehturm am Alexanderplatz. Zu Füßen liegt den Besuchern das Zentrum der politischen Macht in Deutschland und eines der wichtigsten Machtzentren Europas.

Ob in der Energie- oder Rüstungspolitik, im Finanz- oder Gesundheitssektor – auf diesen wenigen Quadratkilometern im Zentrum der Hauptstadt werden Entscheidungen vorbereitet und getroffen, bei denen es häufig nicht nur um politische Grundsatzfragen, sondern auch um Einfluss, Macht und viel Geld geht. Um sehr viel Geld. Abgaswerte, Atomausstieg, Finanztransaktionssteuer, Freihandelsabkommen TTIP, Fracking, Gentechnik, Glyphosat, Sanktionen: Unternehmen, Branchen oder gar ganzen Ländern kann auf Jahre hinaus schaden oder nutzen, was sich in Berlins Mitte zusammenbraut.

Es ist ein selbstbewusstes Parlament, das sich hier im Reichstag versammelt. Zu den zentralen Aufgaben des Bundestages zählt die Gesetzgebung auf Bundesebene. Die Abgeordneten sollen die Regierung kontrollieren, sie wählen den Bundeskanzler oder die -kanzlerin. Die Parlamentarier sind die einzigen direkt gewählten Vertreter des Volkes auf Bundesebene, und sie entscheiden mit ihren Stimmen, wer regiert und nach welchen Regeln sich das gesellschaftliche Zusammenleben in Deutschland richtet. In den Sitzungswochen tummeln sich im Plenarsaal unter der Glaskuppel und im Angesicht des großen Adlers aktuell 709 Abgeordnete – so viele wie noch nie in der Geschichte des Parlaments.

Der Adler ist zum Symbol dafür geworden, wie eigenständig Abgeordnete sind und wie wenig sie sich aus großen Namen machen. Er wiegt zweieinhalb Tonnen, so viel wie ein Elefant. Er ist knapp sechzig Quadratmeter groß und hat damit mehr Fläche als manche Zweizimmerwohnung im Zentrum Berlins. Der Künstler Ludwig Gies hatte das Wappentier 1953 für den Bundestag gestaltet, als das Parlament noch in Bonn tagte. Star-Architekt Foster entwarf für Berlin eigentlich einen neuen, schlankeren Adler. Aber die Abgeordneten hatten sich an den alten gewöhnt. Sie wollten keinen neuen Vogel. Also ließen sie Foster abblitzen. Er durfte nur die Rückseite des vergrößerten Gies-Adlers gestalten.

Die Abgeordneten sind die Macht im Land schlechthin – unterworfen nur ihrem eigenen Gewissen. So steht es im Grundgesetz. Denn in Deutschland ist die Demokratie repräsentativ verfasst. Nach Artikel 20 Absatz 2 des Grundgesetzes geht die Staatsgewalt vom Volke aus, sie wird von ihm aber nur in Wahlen ausgeübt, ansonsten ist sie der Legislative, Exekutive und Jurisdiktion anvertraut. Dem Parlament kommt dabei als einzigem, unmittelbar vom Volk durch Wahlen legitimiertem Organ besonderes Gewicht zu. Es hat alle wesentlichen Entscheidungen für das Gemeinwesen selbstständig per Gesetz zu treffen. Das klingt nach großer politischer Kompetenz. Und das wäre es auch, wenn diese Macht wirklich immer selbstbewusst und vor allem selbstständig ausgeübt würde.

Doch längst fragen sich nicht nur Experten, sondern auch immer mehr Normalbürger besorgt, wie viel Macht inzwischen neben Legislative, Judikative und Exekutive eine ganz andere Gewalt im Staate hat. Denn es ist eine Parallelwelt des Politikbetriebs entstanden, die sich darauf spezialisiert hat, mit legalen, aber auch illegalen Mitteln genau hier zu versuchen, ihre Interessen durchzusetzen, obwohl sie keinerlei demokratisches Mandat dafür hat: die Welt der Lobbyisten.

»Regenmacher« nennen sie manche in der Hauptstadt ironisch, weil Lobbyisten dafür sorgen müssen, dass weiter öffentliche Gelder für ihre Auftraggeber vom Himmel regnen. Und dafür, dass nicht Gesetze und Verordnungen deren Geschäfte erschweren. Also muss möglichst frühzeitig und massiv Einfluss genommen werden, und das lässt sich die Wirtschaft einiges kosten. Es sind Investitionen, die sich für sie lohnen. Einige Millionen Euro an der richtigen Stelle können ein paar Milliarden zusätzlichen Gewinn bringen.

Lässt sich ein Gesetz nicht mehr verhindern, heißt die Devise oft: verzögern und verwässern. So geschehen etwa, als es um mehr Klimaschutz bei Autos ging. In letzter Minute sprang Kanzlerin Angela Merkel der Branche bei der EU in Brüssel zur Seite. Dass die BMW-Großaktionäre der Familie Quandt die CDU-Kasse just in der Zeit um 690 000 Euro bereicherten, als die Kanzlerin und CDU-Parteivorsitzende und ihr CDU-Umweltminister in Brüssel schärfere Abgasregeln für Neuwagen blockierten, war natürlich reiner Zufall. Die plötzliche Bremserrolle der vermeintlichen deutschen Umweltpioniere stieß in ganz Europa auf Erstaunen. Klar ist: Mit Gemeinwohl hatte die Entscheidung am Ende weit weniger zu tun, als die Politik der breiten Öffentlichkeit glauben machen will. Sie war ein Erfolg der Lobbyisten.

In der Vorhalle des Parlaments:
Was man unter Lobbyismus versteht

Lobbyist – der Begriff geht historisch betrachtet darauf zurück, dass sich in der Vorhalle von Parlamentssälen, ihrer Lobby also, Interessenvertreter tummelten, um vor politischen Entscheidungen ihre Anliegen und Argumente bei den Abgeordneten anzubringen. Gablers Wirtschaftslexikon definiert Lobbyismus als »Einflussnahme organisierter Interessengruppen (z.B. Verbände, Vereine, Nichtregierungsorganisationen) auf Exekutive und Legislative, beispielsweise in der Form von Anschreiben, Telefonaten, Anhörungen, Vorlagen, Berichten, Studien etc. Gegenleistungen der Interessengruppen an die Politiker können spezifische Informationen, Spenden etc. sein. Lobbyismus kann sich auch in der Androhung von politischem Druck (Streik, Lieferboykott, Abbau von Arbeitsplätzen) äußern.«[5]

Die Sozialwissenschaftler und Publizisten Andreas Kolbe, Herbert Hönigsberger und Sven Osterberg haben 2011 im Auftrag der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung eine umfangreiche und lesenswerte Studie zum Thema Lobbyismus in Deutschland vorgestellt. Dafür werteten sie zehn Jahre rückwirkend Presseberichte zum Thema aus, analysierten einschlägige Parlamentsdebatten und Regulierungsforderungen und interviewten 40 Lobbyisten, Politiker und Wissenschaftler. Für die drei Forscher ist Lobbyismus »ein apartes, spezifisches Element der Interessenvertretung, eine Spezialdisziplin, das taktische Vorgehen auf einem bestimmten Operationsfeld, eben unmittelbar gegenüber der Politik«.[6]

Kurzum: Es geht Lobbyisten zunächst einmal darum, politische Entscheidungen im eigenen Interesse oder dem der Auftraggeber zu beeinflussen, zu lenken und nicht selten auch zu manipulieren. Mit Folgen für die Allgemeinheit. Lobbyismus war schon immer ein Kampf, bei dem bisweilen die Interessen vieler denen einiger weniger zum Opfer fielen.