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Was war das?«
»Keine Ahnung. Wahrscheinlich Fotografen.«
»Du machst Witze.«
Marc schüttelt den Kopf. »Nein. Mir war völlig klar, dass sie heute Morgen hier auftauchen würden.«
»Aber woher wussten sie, dass du hier bist?«
Marc lacht. »Tun sie nicht. Sie sind deinetwegen hier.«
»Meinetwegen?«
»Sophia, wenn du ernsthaft mit mir zusammen sein willst, muss dir klar sein, dass dein Leben von jetzt an so ablaufen wird. Die Fotografen kampieren vor dem Grundstück und warten nur darauf, eine Aufnahme von dir zu machen. So schrecklich das sein mag, doch das ist der Preis, den du bezahlen musst. Aber noch kannst du deine Meinung ändern.«
»Nein.« Ich schüttle den Kopf. »Mein Entschluss steht fest.«
Die Stimmen werden lauter. Ein flaues Gefühl breitet sich in meiner Magengegend aus. »Trotzdem habe ich Angst. Passiert dir das nie? Zumindest in der Anfangszeit?«
Marc umarmt mich fest. Wieder spüre ich, wie er sich in mir bewegt.
»Oh!«
Er presst seine Nase an meinen Hals und atmet tief ein. »Gott, du riechst so gut. Früher hatte ich nie Angst, aber jetzt schon.«
Ich richte mich auf und sehe ihn an. »Tatsächlich?«
»Natürlich. Immerhin habe ich jetzt etwas zu verlieren.« Er greift nach einer Haarsträhne und lässt sie zwischen seinen Fingern hindurchgleiten. »Ich habe Angst, dich zu verlieren.«
Ich runzle die Stirn. »Mich zu verlieren?«
Marc lässt die Strähne fallen und streicht über meine Hüften. »Meine Welt ist nicht die reale Welt, Sophia. Und wenn du das erst einmal gemerkt hast, willst du vielleicht dein altes Leben zurückhaben. Ich könnte es dir nicht verdenken. Ganz zu schweigen von mir selbst. Wenn du mich einmal besser kennengelernt hast, nimmst du womöglich die Beine in die Hand und läufst davon.«
»Bestimmt nicht. Gestern Abend war erst der Anfang. Der wahre Anfang zwischen uns. Und jetzt, da ich dich habe, lasse ich dich nicht mehr los.«
Grinsend rollt Marc mich auf den Rücken, sodass er auf mir liegt. »Du lässt mich nicht mehr los?« Ein angenehmes Ziehen breitet sich in meinem Unterleib aus, als ich ihn erneut umschlinge.
»Nicht mal wenn ich es wollte, könnte ich es. Du bist wie eine Sucht. Eine schlechte Angewohnheit.«
»Eine schlechte Angewohnheit?«
Inzwischen lächeln wir beide.
»Eine sehr schlechte sogar.«
»Aber du kannst nicht behaupten, ich hätte dich nicht gewarnt«, sagt er und verstärkt den Griff um meine Hinterbacken. »Allerdings ist Flucht zwecklos. Ich habe dich nämlich genau dort, wo ich dich haben wollte.«
»Ich würde nirgendwo anders sein wollen.«
Ein Anflug von Traurigkeit flackert in seinen Augen auf. »Gib acht, was du dir wünschst.«
»Heißt?«
»Heißt, dass ich Seiten haben könnte, die dir gar nicht gefallen.«
»Die eine oder andere durfte ich ja bereits erleben.«
»Nein«, widerspricht er. »Da ist noch mehr.«
»Noch mehr?«, wiederhole ich leichthin, um zu verhindern, dass die düsteren Gedanken die Oberhand gewinnen. »Marc, jeder von uns hat Eigenschaften, von denen wir nicht wollen, dass andere etwas davon mitbekommen. Aber Intimität, eine richtige Beziehung bedeutet, dass man alles miteinander teilt. Licht und Schatten. Auch ich habe meine dunklen Seiten.«
Ich muss an meine gelegentlichen Eifersuchtsanfälle denken. Und an meine Verunsicherung über Marcs Motive, mit mir zusammen zu sein.
»Ihre dunkle Seite habe ich durchaus gesehen, Miss Rose.« Erleichtert stelle ich fest, dass sein Lächeln zurückgekehrt ist.
»Tatsächlich? Und was genau haben Sie gesehen, Mr Blackwell?«
»Du bist viel zu vertrauensselig.«
»Das kann man wohl kaum als dunkle Seite bezeichnen.«
Er beginnt sich zu bewegen, langsam, aber mit einer Entschlossenheit, die mir den Atem raubt.
»Oh«, murmle ich, als seine Bewegungen schneller werden.
Er schlingt meine Beine um seine Taille, während sein Rhythmus noch ein wenig schneller wird.
Nach der vergangenen Nacht fühlt sich unser Zusammensein irgendwie anders an. Heiß, keine Frage. Und sexy … aber näher, so als würde sein Körper mit meinem verschmelzen. Zu einer untrennbaren Einheit.
Ich lege die Hände um sein Gesicht und blicke in seine strahlend blauen Augen.
»Willst du noch einmal kommen?«, flüstere ich und spüre, wie die Lust sich in mir aufbaut. »O Gott, Marc … willst du es?«
»Noch nicht«, raunt er mit geschlossenen Augen. »Erst wenn du gekommen bist.«
Er stößt den Atem aus und verstärkt seinen Griff um meine Hüften, ehe er mich tiefer und tiefer zieht.
Die Lust ist so intensiv, dass sie beinahe schmerzt. Ich winde mich, doch er lässt nicht zu, dass ich mich bewege, mich meiner Lust entziehe. Gleich hat er mich an dem Punkt, an dem er mich haben will, und er weiß es genau. Noch ein paar Stöße und ich gehöre ganz ihm. Aber ich will es nicht allein erleben. Ich will, dass er bei mir ist, ganz bis zum Ende. So wie heute Nacht.
»Warte«, japse ich. »Ich will nicht. Noch nicht. Nicht ohne dich.«
Ohne mich loszulassen, rollt er sich auf den Rücken.
»Ich will dich ansehen«, wispert er und drückt mich ein Stück nach hinten.
»O Gott, Marc.« Rhythmisch bewege ich mich vor und zurück. Ich kann nicht aufhören, kann nicht klar denken, sondern muss mich immer weiter bewegen. »Marc. O Marc.« Wogen der Hitze strömen meine Beine entlang nach oben, treffen alle zugleich in meinem Unterleib zusammen, bis ich nach vorn sacke.
Marcs Hände lassen mir keine Chance, mich meiner Lust zu entziehen, während die Hitze meinen gesamten Körper durchströmt.
»Oh«, stöhne ich, doch ein Anflug von Traurigkeit mischt sich unter meine Erlösung. Er ist nicht gekommen. Habe ich ihn bereits wieder verloren?
»Marc …«
Er bringt mich mit einem Kuss zum Schweigen, packt mich und bewegt mich neuerlich hin und her. Einmal, zweimal, dreimal, dann …
Stöhnend kneift er die Augen zusammen und beißt die Zähne aufeinander. Dann entspannt sich sein Körper, und er fällt mit halb geschlossenen Lidern in die Kissen zurück.
»Bist du …?«
Er nickt kaum merklich.
Ich vergrabe das Gesicht an seiner Brust, spüre die Narben und sein Brusthaar an meiner Wange, während er die Arme um mich legt und mich an sich drückt.
»Ich liebe dich«, flüstert er. »Und? Bereit, der Welt entgegenzutreten?«