Lust & Last der
späten Jahre
Lebenskunst im Angesicht
des Alters
Im Auftrag der Kirchenleitung der
Vereinigten Evangelisch-Lutherischen
Kirche Deutschlands (VELKD)
herausgegeben von Susanne Breit-Keßler,
Kerstin Lammer und Georg Raatz
Unter Mitarbeit von Sebastian Borck,
Detlef Klahr, Anne-Kristin Kupke, Klaus Pönnighaus,
Theresa Rinecker und Jörg Willenbockel
VELKD
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1. Auflage
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Umschlagmotiv: www.pixabay.com – Alexis (165701)
ISBN 978-3-641-18933-4
V003
www.gtvh.de
Inhalt
Geleitwort
NEUE ZUKUNFT
I. So verschieden!
II. Herausforderungen
GESPÜR
SCHUBLADEN
FALLSTRICKE
ROLLENWECHSEL
UNABGESCHLOSSENES
ZERREISSPROBEN
DEMENZ
MÜDIGKEIT
UNAUSGESPROCHENES
SCHULDGEFÜHLE
III. Lebenskunst
GESEGNET
SELBSTGEWISS
EINFALLSREICH
VERSÖHNT
VORBEREITET
WEITERGEBEN
GELASSEN
HEITER
HUMORVOLL
LEIDENSCHAFTLICH
HERBSTLICH
Zuflucht in der Vergänglichkeit
VERZEICHNIS DER AUTORINNEN,
AUTOREN UND MITGLIEDER DES SEELSORGEAUSSCHUSSES
QUELLENNACHWEIS
© absolut – Fotolia.com
Geleitwort
Der Umgang mit dem Älterwerden und dem Alter beschäftigt den Menschen schon immer. Jede Kultur und jede Zeit haben ihre Bilder vom Altern und Altsein gehabt und über deren schöne und auch weniger schöne Seite nachgedacht. Dies ist heute nicht grundlegend anders.
Und doch machen die Sozialwissenschaften im Blick auf westliche, eher reiche Gesellschaften seit einigen Jahren aus verschiedensten Perspektiven deutlich: die aktuellen Chancen und Herausforderungen durch den demographischen Wandel, der rasante medizinische Fortschritt, die wirtschaftlichen Folgen, die Finanzierbarkeit von Renten – zu all dem stellen sich heute Fragen dringlicher als je zuvor. Dabei treten manchmal die positiven Seiten in den Hintergrund, etwa, dass die jungen-alten Menschen sich in unserer Gesellschaft und den Kirchen überdurchschnittlich stark sozial und ehrenamtlich engagieren und dass es sehr erfreulich und für eine Gesellschaft bereichernd ist, wenn Menschen immer älter werden. Es ist eben nicht nur Last, sondern auch Lust – wie der Titel andeutet.
Auch die christlichen Kirchen nehmen Teil an diesen Debatten und bringen sich und ihre religiösen Traditionen und Bilder vom Altern und Alter ein. Nicht zuletzt wissen wir uns als Evangelisch-Lutherische Kirchen für die älteren Generationen auch seelsorgerlich verantwortlich. »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht« – so sagt Jesus in der Versuchungsgeschichte (Matthäus 4,4). Es gilt, der Versuchung zu widerstehen, die Probleme des Alters im Materiellen aufgehen zu lassen. Es braucht des Zuspruchs, es bedarf aber auch der Öffnung des eigenen Blicks für die Vielfalt und die Möglichkeiten, die das Alter ganz neu bereithält.
Diese Handreichung will eine Einladung dazu sein, die verschiedenen Facetten des Alters wahrzunehmen und zu entdecken. Lassen Sie sich anregen, vertraute Wahrnehmungs- und Handlungsmuster noch einmal aus anderen Perspektiven zu betrachten. Manches wird vielleicht leichter, da es ja herausfordert, mit Widersprüchen umzugehen und mit Fragen, die das Alter einem zumutet. Manches wird gewiss auch erst in seiner Tiefe deutlich, etwa, dass es gut und wichtig ist, Konflikten nicht auszuweichen, das Schwere auszuhalten. Dies ist gemeint, wenn die Autorinnen und Autoren von ›Lebenskunst im Angesicht des Alters‹ sprechen.
Die Texte möchten in diesem Sinne Denkanstöße geben, einige praktische Vorschläge machen und ermutigen, genauer hinzusehen. Also Befürchtungen und Ängste, aber auch Kraftquellen und Hoffnungszeichen des Glaubens wahrzunehmen. Dabei können wir in der Gewissheit alt werden und Altern begleiten, dass jedes Leben ein uns von Gott anvertrautes Gut ist und dass Leben immer Leben in Beziehung ist, zu sich selbst, zu anderen Menschen und zu einem Grund, auf dem alles steht und der alles trägt. Es gehört zu Sinn, Versöhnung und Erfüllung von Leben mehr als das, was wir selbst tun und machen können. Die Grenzen des Lebens müssen kein Einwand gegen seine unbedingte Würde sein. Im Gegenteil!
Für die Erarbeitung danke ich im Namen der Kirchenleitung der VELKD den Mitgliedern des Seelsorgeausschusses. In bewährter Form haben sie aus ihren unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen und Erfahrungshorizonten Aspekte eingebracht, die der Vielgestaltigkeit des Alters heute sensibel nachspüren und ihr eine Sprache geben.
Mein Dank gilt auch dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD für die freundliche Unterstützung bei der Erarbeitung des statistischen Materials, dem Kirchenamt der VELKD und den Herausgeberinnen, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, Frau Professorin Dr. Kerstin Lammer und Oberkirchenrat Dr. Georg Raatz.
Ich wünsche allen, die diese Handreichung für sich entdecken, dass für sie wahr wird die biblische Verheißung des helfenden Gottes: »Ja, bis in euer Alter bin ich derselbe; und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet.« (Jesaja 46,4)
Schwerin, Ostern 2015
Landesbischof Gerhard Ulrich
Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-
Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD)
NEUE ZUKUNFT
Noch nie wurden so viele Menschen in unserer Gesellschaft so biblisch alt wie heute. Noch nie gehörten so viele mehr Menschen zur alten als zur jungen Generation. Noch nie waren so viele Menschen pflegebedürftig. Noch nie waren so viele Menschen, die selbst schon im Ruhestand sind oder darauf zugehen, zugleich mit dem eigenen Altern und mit pflegebedürftigen alten Eltern konfrontiert. Aber es waren auch noch nie so viele Menschen in fortgeschrittenem Alter so gesund, so aktiv und so wohlhabend wie heute.
In den letzten 150 Jahren hat sich in Deutschland die durchschnittliche Lebenserwartung mehr als verdoppelt. Es gibt keine Vorbilder oder geprägte Verhaltensmuster, damit umzugehen. Es ist eine Pioniersituation, die individuelle und gesellschaftliche Herausforderungen mit sich bringt. Die Zunahme an Lebenserwartung ist sowohl mit Gewinn als auch mit Lasten verbunden: mehr geschenkte Zukunft, mehr Lebensmöglichkeiten, mehr Hoffnung, dass Leben, das im Arbeitsalltag ungelebt blieb, im Ruhestand noch gelebt werden kann. Und zugleich: mehr Leben mit altersbedingten Krankheiten und Einschränkungen, mehr Pflegenotstand, mehr Schieflagen im Generationenvertrag, mehr Probleme, die Interessen der Generationen ins Lot zu bringen, mehr Verantwortung für die Alten, mehr Ängste vor Abhängigkeit und Bedürftigkeit im Alter.
Dieses Buch will kein Ratgeber, sondern ein Lesebuch sein. Denn die Autorinnen und Autoren haben in ihrer eigenen Auseinandersetzung mit dem Thema gemerkt:
Jede und jeder ist selbst Teil des Experiments Alter. Erproben wir, was uns durchs Altern zugemutet und ermöglicht wird!
© aboikis – Fotolia.com
I. So verschieden!
Soviel Aufbruch im Alter gab es noch nie. Von »Ruhestand« keine Rede, auch wenn natürlich die früheren Arbeitszeiten und Verpflichtungen weggefallen sind. Stattdessen geht es um einen offenen Gestaltungsraum. Heute ist das Alter bunt und so verschieden. Für viele tun sich Möglichkeiten auf, das Leben zu genießen und sich sinnvoll zu engagieren: Reisen, Familienaufgaben, freiwillige Dienste, Kultur und Bildung. Wo früher der Rückzug auf das Altenteil war, geht es heute hinaus in neues Leben: frei und selbstbestimmt leben, sich etwas Gutes tun, zu neuen Ufern aufbrechen, sich familiären und freundschaftlichen Beziehungen zuwenden, nachholen, was zu kurz gekommen ist, sich engagieren, verschüttete Talente ans Licht holen, noch mal was Neues ausprobieren, wieder etwas lernen, der Partnerschaft eine neue Wende geben oder sich neu verlieben, das Wohnen verändern, mit Kräften und Grenzen eine eigene Balance finden, für die Enkelkinder da sein, es aber nur auf Zeit müssen.
Für diesen Gewinn an Lebenszeit und Lebensqualität gibt es mehrere Gründe:
»Unglaublich!«, denkt Karin O., 55 Jahre, als sie das alte Klassenfoto in den Händen hält. Wie uralt ihre Lehrerin aussieht. Der Dutt, der brave Rock. Dabei war sie damals so alt wie sie jetzt, 55. J. Karin ist froh, wie es ist: Als Fachsekretärin für den Großhandel hat sie nicht ihr Traumziel erreicht, doch sie hat eine gesicherte Arbeit. Sie muss nicht mehr um Posten kämpfen. Auch wenn sie mehr Zeit zur Entspannung braucht – sie fühlt ihre Vitalität. In VHS-Kursen bereitet sie sich auf ihre nächsten Reisen vor. Mit Blick auf ihre Lehrerin und auf ihre Eltern fühlt sie: Im Vergleich hat sie selbst viel mehr Freiheiten und Möglichkeiten. Diese genießt sie. Nur die eigentlich grauen Haare und erste Altersflecken auf der Hand lassen eine für sie noch ferne Zukunft aufblitzen. Wie auch die Fragen, wie es sein wird und wer für sie da ist, wenn sie nicht mehr so mobil sein wird wie jetzt. Dann sind die eigenen Freunde auch älter geworden. Kinder hat sie keine. Kürzlich kam ihr die Frage in den Sinn: »Habe ich eigentlich jüngere Freunde in der Nähe?«
Gestiegene Lebenserwartung
Seit 1950 ist die Lebenserwartung in Deutschland um über 10 Jahre gestiegen. Wer heute an der Ruhestandsgrenze steht, hat in der Regel ein Viertel seines Lebens noch vor sich, ist abgesicherter, gesünder, gebildeter und mobiler als jede Generation zuvor.
Die Altersforscherin Ursula Staudinger fasst die Situation so zusammen: »Die Demografie zeigt, dass eine Person, wenn sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts erst mal das Alter von 60 erreicht hatte, noch etwa 14 Jahre zu leben hatte und davon mehr als die Hälfte in Krankheit – heute sind es durchschnittlich noch 25 Jahre, davon weniger als ein Drittel in Krankheit.«1
Ein Lebensjahrzehnt mehr – das ist eine historisch nie dagewesene Situation. Das Alter insgesamt ist damit ein viel längerer und vor allem vielfältigerer Teil des Lebens geworden – nicht nur für die Älterwerdenden selbst, sondern auch für die, die zu ihnen gehören und die sie auf diesem Weg begleiten.
| Durchschnittliche Lebenserwartung Neugeborener in Deutschland (in Jahren): | ||||
| 1875 | 1950 | 1980 | 2010 | |
| Männer | 36,0 | 64,0 | 69,6 | 77,7 |
| Frauen | 38,5 | 68,0 | 76,2 | 82,7 |
| Fernere Lebenserwartung (in Jahren), nach dem 65. Lebensjahr (bis zum Alter von 82,5 bzw. 85,7 Jahren): | ||
| 1875 | 2010 | |
| Männer | +9,5 | +17,5 |
| Frauen | +9,7 | +27,7 |
Ihren 60. Geburtstag feiern heute 89,6 % der Männer und 94,3 % der Frauen. 80 Jahre werden heute etwas mehr als die Hälfte (52,5 %) der Männer und 70 % der Frauen.2
Der Anstieg der Lebenserwartung ist vor allem eine Folge der sinkenden Kindersterblichkeit, inzwischen spielt aber auch die abnehmende Alterssterblichkeit eine wichtige Rolle.
Der Anteil alter Menschen an der deutschen Bevölkerung der mindestens 65-Jährigen betrug 2010 23 % (das ist fast ein Viertel der Wahlberechtigten). Bis 2060 wird dieser Anteil voraussichtlich auf 32,6 % steigen.
1960 waren 28,4 % der Bevölkerung unter 20 und 11,6 % über 65 Jahre alt.
2060 werden nur noch 15,7 % der Bevölkerung unter 20 und schon 32,6 % über 65 sein.3
Teilhabe und Wirtschaftskraft
Gesellschaftliche Teilhabe hört an der Ruhestandsgrenze nicht auf. Das kann man z.B. daran erkennen, wer außerhäusliche Bildungsangebote nutzt oder sich ehrenamtlich engagiert: Im Jahr 2012 waren es von den 40- bis 54-Jährigen 65 %, von den 55- bis 69-Jährigen noch ca. 54 % und von den 70- bis 85-Jährigen immer noch ca. 32 %.4 Alter ist heute kein Hindernis mehr, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, aber in vielen Bereichen sind Teilhabechancen vom Einkommen abhängig. Lag im Jahr 2012 das Haushaltsnettoeinkommen (inklusive Vermögenserträge) aller bundesdeutschen Haushalte bei durchschnittlich 3.069 Euro, so verfügen Haushalte mit 65- bis über 80-jährigen Haupteinkommenspersonen noch durchschnittlich über Einkünfte zwischen 2.582 und 2.041 Euro. Durch Renten und Pensionen verfügten Haushalte mit 65- bis über 80-jährigen Haupteinkommenspersonen über monatliche Beträge zwischen 1.779 und 1.694 Euro.5
© FPWing – Fotolia.com
| Haushaltsnettoeinkommen über 65-Jähriger (inklusive Vermögenserträge) monatlich im Jahr 20126: | |||
| Alle Haushalte | Haupteinkommens-person 65 bis 70 Jahre | Haupteinkommens-person 70 bis 80 Jahre | Haupteinkommens-person älter als 80 Jahre: |
| 3.069 € | 2.582 € | 2.419 € | 2.041 € |
98,7 % Männer und 92,7 % Frauen über 65 Jahre bezogen 2012 Einkommen aus Renten- bzw. Pensionszahlungen.7
| Durchschnittliche monatliche Bruttogeldleistung aus Renten der Gesetzlichen Rentenversicherung, Pensionszahlungen und Renten der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes 20128: | |||
| Haupteinkommensperson 65 bis 70 Jahre: | Haupteinkommensperson 70 bis 80 Jahre: | Haupteinkommensperson älter als 80 Jahre: | |
| 1.779 € | 1.861 € | 1.694 € | |
Daneben können Rentner und Pensionäre auf sehr unterschiedlich hohe Vermögen zurückgreifen, wobei die recht hohen Mittelwerte nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, dass durchaus nicht alle Ruheständler vermögend sind. Im Durchschnitt verfügten Rentenbezieher im Jahr 2012 über Rücklagen von 185.910 Euro, Pensionäre sogar über 419.820 Euro. In Paarhaushalten, in denen mindestens einer der beiden Partner älter als 65 Jahre war, gaben im Jahr 2012 44,6 % der Befragten an, mit ihrem Haushaltseinkommen gut oder sehr gut zurechtzukommen, weiteren 44,0 % gelang dies nach Selbsteinschätzung relativ gut, 8,1 % relativ schlecht und 3,3 % schlecht oder sehr schlecht.9
Heute sind alte Menschen weniger als der Bevölkerungsdurchschnitt von Armut bedroht. Dennoch leiden auch im Alter viele Menschen, besonders Frauen, unter wirtschaftlichen Nöten.
Altersarmut:
Ihr monatliches Einkommen lag im Durchschnitt um 393 Euro unter ihrem Bruttobedarf.11
Wofür geben Senioren und Seniorinnen ihr Geld aus?12 Diese Frage interessiert nicht nur die Wirtschaft. Die Antworten zeigen auch, was im Alter wichtiger wird oder an Bedeutung verliert: Die Ausgaben für Nahrung, Freizeit, Unterhaltung und Kultur bleiben im Alter gleich, die für Mobilität sinken, die für Wohnen und Energie, Gesundheitspflege und finanzielle Unterstützung der Kinder und Enkel steigen.
Ausgaben von Senioren und Seniorinnen:
Während die Ausgaben für Nahrung vom Alter unabhängig sind, steigen die Ausgabenanteile für Wohnen und Energie (alle Haushalte: 34,5 %, bei über 80-Jährigen: 43,3 %). Der Kostenanteil für Gesundheitspflege liegt mit 6,1 % bis 7,6 % bei 65- bis über 80-Jährigen 30 bis 80 % über dem Durchschnitt. Während die Ausgaben für Mobilität im hohen Alter im Durchschnitt statt 14,2 % nur noch ca. 7 % betragen, geben Senioren für Freizeit, Unterhaltung und Kultur nicht viel weniger als der bundesdeutsche Durchschnitt der Bevölkerung aus.
Ca. 40 % der 65- bis 85-jährigen Eltern unterstützen ihre Kinder und Enkel regelmäßig finanziell mit im Durchschnitt 157 Euro im Monat.13 5 % der 65- bis 85-Jährigen werden von ihren Kindern und Enkeln beim Auftreten finanzieller Schwierigkeiten unterstützt.