Paul S. Kemp
DIE SITH-LORDS
Roman
Deutsch von Tobias Toneguzzo
und Andreas Kasprzak
Paul S. Kemp
DIE SITH-LORDS
Roman
Deutsch von Tobias Toneguzzo
und Andreas Kasprzak
Die amerikanische Originalausgabe erschien unter dem Titel
»Star Wars™ Lords of the Sith«
bei Del Rey/The Ballantine Publishing Group, Inc., New York.
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1. Auflage
Copyright der Originalausgabe
© 2015 by Lucasfilm Ltd. & TM where indicated.
»Orientation« copyright © 2015 by Lucasfilm Ltd. & TM where indicated.
All rights reserved.
Copyright der deutschsprachigen Ausgabe © 2016 by
Blanvalet in der Verlagsgruppe Random House GmbH,
Neumarkter Str. 28, 81673 München
Redaktion: Rainer Michael Rahn
Umschlaggestaltung: Isabelle Hirtz, Inkcraft, nach einer Originalvorlage
Cover Art Copyright: © 2015 by Lucasfilm Ltd.
Jacket Design: Scott Biel
Jacket Art: Aaron McBride
JvN · Herstellung: kw
Satz: omnisatz GmbH, Berlin
ISBN 978-3-641-19074-3
V001
www.blanvalet.de
Für Jen, Riordan, Roarke, Lady D und Sloane.
Ich liebe euch alle.
Es war einmal vor langer Zeit
in einer weit, weit entfernten Galaxis …
1. Kapitel
Vader beendete seine Meditation und öffnete die Augen. Sein blasses, flammenvernarbtes Gesicht starrte ihn vom schwarzen, polierten Transparistahl seiner Meditationskammer entgegen. Ohne die neurale Verbindung mit seiner Rüstung konnte er seine Beinstümpfe spüren, seine verstümmelten Arme, den ewigen Schmerz in seinem Fleisch. Doch er hieß ihn willkommen, denn der Schmerz nährte seinen Hass, und der Hass schenkte ihm Kraft. Als Jedi hatte er einst meditiert, um Frieden zu finden; jetzt meditierte er, um die Klinge seines Zorns zu schärfen.
Geraume Zeit betrachtete er sein Spiegelbild. Die Verletzungen hatten seinen Körper deformiert und gebrochen, aber seinen Geist hatten sie perfektioniert, seine Verbindung mit der Macht gestärkt. Sein Leid hatte ihm zu wahrer Erkenntnis verholfen.
Ein mechanischer Metallarm hielt den Helm seiner Rüstung über seinem Kopf – wie ein Unheil, das sich bald über ihn senken würde. Die Augen der Gesichtsmaske erfüllten viele mit Furcht, aber sie waren nichts verglichen mit den Augen darunter. Sein Blick war ein Lodern kontrollierter Wut in einem Meer aus Narben. Das sekundäre Atemgerät, das noch immer mit seinem Gesicht verbunden war – das immer mit seinem Gesicht verbunden war –, verbarg die Überreste seines Mundes, und das Geräusch seiner Atemzüge hallte von den Wänden der Kammer wider.
Mithilfe der Macht aktivierte er den Arm, und der Helm umschloss seinen Kopf mit Metall und Plastahl. Dies war die Hülle, in der er nun existierte. Er genoss das schmerzhafte Stechen, als die neuralen Nadeln des Helms in seinen Schädel und seine Nackenwirbel stachen und sein Körper, sein Geist und seine Rüstung zu einem vernetzten Bewusstsein verschmolzen.
Als Mensch und Maschine eins geworden waren, fühlte er nicht länger das Fehlen seiner Beine oder Arme, die Pein seines Fleisches, aber der Hass blieb, und der Zorn brannte noch immer hell. Dies waren seine ständigen Begleiter, und die Momente, in denen seine Wut am heißesten loderte, waren auch die Momente, in denen er sich am engsten mit der Macht verbunden fühlte.
Mit einer kleinen Willensanstrengung befahl er dem Computer der Rüstung, das primäre und das sekundäre Atemgerät zu verbinden und den Helm am Nacken zu versiegeln. Nun war er völlig eingeschlossen. Nun war er zu Hause.
Einst hatte er die Rüstung gehasst, sie als kalt und fremdartig empfunden, aber inzwischen wusste er es besser. Es war schon immer sein Schicksal gewesen, sie zu tragen, wie es schon immer das Schicksal der Jedi gewesen war, ihre Prinzipien zu verraten. Es war ihm vorausbestimmt gewesen, auf Mustafar gegen Obi-Wan zu kämpfen und zu versagen – denn nur durch dieses Versagen hatte er gelernt.
Die Rüstung trennte ihn vom Rest der Galaxis, von allem. Sie befreite ihn von den Bedürfnissen des Fleisches, den Sorgen des Körpers, die ihn einst geplagt hatten, und sie erlaubte ihm, sich voll und ganz auf seine Verbindung mit der Macht zu konzentrieren.
Er wusste, dass sie andere erschreckte, und das gefiel ihm. Ihr Schrecken war ein Instrument, das er einsetzen konnte, um seine Ziele zu erreichen. Yoda hatte ihm einst erklärt, dass Furcht zu Hass führte, und Hass zu Leid. Doch Yoda hatte sich geirrt. Furcht war das Werkzeug, mit dem die Starken die Schwachen im Zaum hielten. Hass war das Tor zu wahrer Stärke. Und wenn die Starken über die Schwachen herrschten, brachte das nicht Leid hervor, sondern Ordnung. Durch ihre bloße Existenz förderte die Macht die Herrschaft der Starken; sie verlangte nach Ordnung. Die Jedi hatten das nie akzeptieren wollen – sie hatten die Macht missverstanden, und folglich waren sie vernichtet worden. Doch Vaders Meister sah die Wahrheit. Vader sah die Wahrheit. Darum waren sie stark. Darum herrschten sie.
Er erhob sich, während sein Atem in seinen Ohren und auch in der Meditationskammer laut widerhallte und sein Abbild vor ihm auf dem Transparistahl prangte.
Ein Wink seiner behandschuhten Linken ließ die schwarzen Wände durchsichtig werden. Die Kammer stand in der Mitte seiner privaten Kabine an Bord der Bedrohung, sodass er nun durch das große Aussichtsfenster zu den zahllosen Welten und Sternen der Galaxis hinausblicken konnte.
Es war seine Pflicht, sie alle zu beherrschen, das hatte er inzwischen erkannt. Die Macht wollte es so. Existenz ohne Regeln war chaotisch, unzureichend. Die Macht, diese unsichtbare, allumfassende Energie, verlangte nach Ordnung. Sie war das Werkzeug, mit dem sich Ordnung herstellen lassen konnte, lassen sollte, lassen musste, und zwar nicht durch Harmonie, nicht durch friedliche Koexistenz. Das war die Philosophie der Jedi gewesen, ein törichter, zum Scheitern verdammter Ansatz, der nur noch mehr Chaos hervorbrachte. Vader und sein Meister sorgten durch Eroberung, durch Zwang, durch völlige Unterwerfung für Ordnung, indem sie die Schwachen vor dem Willen der Starken auf die Knie zwangen.
Die Geschichte der Jedi war eine Geschichte voller Chaos gewesen, geprägt durch sporadische Kriege, die dieses Chaos erzeugten. Die Geschichte des Imperiums hingegen würde eine des erzwungenen Friedens und der eisern durchgesetzten Ordnung sein.
Eine eingehende Übertragung ließ das Interkomm summen. Vader aktivierte es, und das Hologramm von Captain Luitt, dem adlergesichtigen, grauhaarigen Kommandanten der Bedrohung erschien vor ihm in der Luft.
»Lord Vader, es gab einen Zwischenfall bei den Yaga-Minor-Schiffswerften.«
»Was für eine Art Zwischenfall, Captain?«
Die Lichter der Brückencomputer blinkten in dem Takt, den der Puls des Schiffes und die Aktivitäten der Mannschaft diktierten – jenes zusammengewürfelten Haufens von Widerstandskämpfern, die über die Konsolen gebeugt saßen. Cham stand hinter der Steuerfrau und blickte abwechselnd auf den Hauptschirm und die Scanner, während er in Gedanken die Worte aufsagte, die er vor langer, langer Zeit ins Grundgestein seines Bewusstseins gemeißelt hatte, um sie wann immer nötig hervorzukramen und sich ins Gedächtnis zu rufen:
Ich bin kein Terrorist, sondern ein Freiheitskämpfer. Kein Terrorist, sondern ein Freiheitskämpfer.
Seit beinahe zehn Standardjahren kämpfte er nun schon für sein Volk und für Ryloth – zuerst gegen die Republik, als sie versucht hatte, den Planeten zu annektieren, und nun gegen das Imperium, das versuchte, ihn auszubeuten.
Freiheit für Ryloth.
Das war der Gedanke, der Kampfschrei, das Banner, dem er sein Leben gewidmet hatte.
Denn Ryloth war nicht frei.
Es war so gekommen, wie Cham es schon während der Klonkriege befürchtet hatte: Auf einen wohlmeinenden Besatzer war der nächste, weniger wohlwollende gefolgt, und die Republik hatte sich durch die Alchemie des Ehrgeizes in das Imperium verwandelt.
Heute nannten sie Ryloth ein imperiales Protektorat; auf imperialen Sternkarten war der Planet zwar als »frei und unabhängig« aufgeführt, aber diesen Worten wohnte eine tiefe Ironie inne, denn nichts hätte weiter von der Wahrheit entfernt sein können.
Ryloth war nicht frei.
Orn Free Taa, der übergewichtige Vertreter des Planeten im imperialen Senat – jener nunmehr bedeutungslosen Ansammlung von Speichelleckern –, verriet sein Volk, indem er die lächerlichen Ansprüche des Imperiums zu rechtfertigen versuchte. Doch leider gab es viele wie ihn; Leute, die bereitwillig mit den Imperialen zusammenarbeiteten oder vor den Sturmtruppen das Knie beugten.
Und darum … war Ryloth nicht frei.
Doch eines Tages würde sich das ändern, dafür würde Cham sorgen. Im Lauf der Jahre hatte er Hunderte von Gleichgesinnten um sich geschart und ausgebildet, die meisten von ihnen – aber nicht alle – Twi’leks; er hatte ein Netz freundlich gesonnener Kontaktpersonen und Informanten im gesamten System aufgebaut; er hatte geheime Basen eingerichtet und Ausrüstung gehortet; und er hatte zahlreiche Überfälle auf die Imperialen geplant und durchgeführt – vorsichtige Überfälle, zugegeben, aber nichtsdestotrotz effektiv. Dutzende toter Sturmtruppler waren der Beweis für die zunehmende Schlagkraft seiner Bewegung »Freiheit für Ryloth«.
Kein Terrorist, sondern ein Freiheitskämpfer.
Er legte der Steuerfrau aufmunternd die Hand auf die Schulter und spürte, dass ihre Muskeln verspannt waren. Wie die meisten anderen war sie eine Twi’lek, und Cham bezweifelte, dass sie je etwas Größeres geflogen hatte als einen Schluchtenhüpfer; nichts, was sich mit einem gepanzerten Frachter wie diesem vergleichen ließ.
»Halt sie einfach nur ruhig«, sagte er. »Heute sind keine außergewöhnlichen Manöver nötig.«
»Hoffen wir’s«, murmelte Isval hinter ihm.
Die Steuerfrau atmete laut aus und nickte. Ihre Lekku, die Tentakel, die von ihrem Hinterkopf auf ihre Schultern hinabhingen, entspannten sich unmerklich. »Aye, Sir. Nichts Außergwöhnliches.«
Isval trat neben Cham und blickte auf den Hauptschirm.
»Wo sind sie bloß?«, brummte sie. Das dunkle Blau ihrer Haut und das nervöse Zucken ihrer Lekku verriet ihre Unruhe. »Wir haben seit Tagen nichts gehört.«
Wenn Isval sprach, war es eigentlich immer ein Brummen. Sie wirkte stets rastlos, wie ein Wanderer, gefangen in einem Käfig, den nur sie sehen konnte, indem sie auf und ab ging und sich gegen die Gitterstäbe stemmte. In dieser Hinsicht erinnerte sie Cham an seine Tochter, Hera, die er jedes Mal schrecklich vermisste, wenn er sich Gedanken an sie gestattete. Er schätzte Isvals unermüdlichen Tatendrang, weil er selbst das genaue Gegenteil davon darstellte und die Bewegung beides brauchte: seine Besonnenheit, ihre Spontanität; seine Diszipliniertheit, ihre Flexibilität.
»Bleib ruhig«, sagte er leise. Er wusste nicht, wie oft er diese Worte schon an sie gerichtet hatte.
Seine Hände, die er hinter dem Rücken verschränkt hatte, waren trotz seines ruhigen Tonfalls nass vor Schweiß. Er blickte zum Datendisplay der Brücke. Gleich war es so weit. »Noch sind sie nicht zu spät. Und falls sie gescheitert wären, hätten wir davon gehört.«
Ihre Entgegnung ließ nicht lange auf sich warten. »Hätten sie Erfolg gehabt, hätten wir auch davon hören sollen, oder etwa nicht?«
Er schüttelte den Kopf, und seine Lekku wiegten sich hin und her. »Nicht unbedingt. Pok ist schlau; er würde jeglichen Kommverkehr vermeiden, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Außerdem könnte es sein, dass sie erst noch Verfolger abschütteln und irgendwo ihre Energiezellen aufladen mussten. Es ist ein weiter Weg hierher.«
»Ich glaube, er hätte sich gemeldet«, beharrte Isval. »Vielleicht wurde das Schiff während des Überfalls in die Luft gesprengt. Vielleicht sind sie alle tot.«
Diese Worte sprach sie laut aus, und mehrere Köpfe auf der Brücke wandten sich von ihren Stationen ab und blickten besorgt zu ihnen hinüber.
»Sie sind nicht tot.« Cham legte ihr die Hand auf die Schulter. »Ruhig, Isval. Ruhig.«
Sie schnitt eine Grimasse und schluckte heftig, als würde sie versuchen, einen üblen Nachgeschmack loszuwerden, dann trat sie zurück und begann wieder auf und ab zu gehen. »Ruhe? So etwas gibt es nur bei Toten.«
Er lächelte. »Dann lass uns noch ein Weilchen mit dem Krieg vorliebnehmen, ja?«
Seine Worte ließen sie innehalten und entlockten ihr ein kurzes, halbherziges Schmunzeln – näher kam sie einem echten Lächeln eigentlich nie. Cham wusste nicht, was man ihr während ihrer Zeit als Sklavin angetan hatte, aber es musste schrecklich gewesen sein. Ein Blinder konnte sehen, dass sie einiges durchgemacht hatte.
»Zurück an die Arbeit, Leute«, befahl er. »Bleibt wachsam.«
Einmal mehr breitete sich Schweigen auf der Brücke aus, und Hoffnung hing in der stillen Luft, so zerbrechlich, dass ein falsches Wort ausreichen würde, sie zerbrechen zu lassen. Das erbarmungslose Gravitationsfeld des Wartens zog die Blicke der Anwesenden immer wieder zur Zeitanzeige auf dem Datendisplay.
Der Frachter versteckte sich in den Ringen um einen der Gasriesen des Systems. Das Metallerz in den Gesteinsbrocken, die diese Ringe formten, schirmte sie vor jeglichen Scannern ab.
»Navigator, wir steigen über die Ebene der Ringe«, sagte Cham.
Sie mochten sich in einem abgelegenen System befinden, dennoch war es riskant, ihre Deckung zu verlassen. Die gefälschten Transponderdaten würden einer genaueren Überprüfung nicht standhalten, und die Sonden und Drohnen des Imperiums waren überall, um Palpatines absolute Kontrolle über die Galaxis zu sichern und mögliche Unruheherde aufzuspüren. Falls man sie entdeckte, würde ihnen nichts anderes übrigbleiben, als zu fliehen.
»Vergrößert den Bildausschnitt, sobald wir klares Sichtfeld haben.«
Selbst bei maximaler Vergrößerung würde ihnen der Schirm weniger zeigen als die Langstreckensensoren, aber Cham wollte sich mit eigenen Augen ein Bild von der Lage machen, nicht nur auf Datenzeilen starren.
Isval ging weiter auf und ab.
Das Schiff driftete nach oben, aus dem Meer von Eis und Fels hinaus, und die Darstellung auf dem Hauptschirm zoomte das äußere System heran. Ein einsamer, lebloser Planetoid kreiste dort vor dem Zwinkern zahlloser Sterne rings um die trübe Sonne, und im Hintergrund unterbrach ein Lichtjahre entfernter, blutfarbener Sternnebel die Schwärze des Alls.
Cham starrte den Schirm an, als könnte er seine Kameraden allein durch seine Willenskraft herbeirufen. Vorausgesetzt, dass sie noch lebten. Die Operation war äußerst riskant gewesen, aber auch notwendig, um weitere schwere Waffen in ihren Besitz zu bringen, vielleicht sogar dafür zu sorgen, dass das Imperium einen Teil seiner Truppen von Ryloth abzog. Doch Cham musste zugeben, dass es ihm auch darum gegangen war, eine unmissverständliche Nachricht zu senden, zu zeigen, dass nicht alle Twi’leks auf Ryloth die imperiale Herrschaft schweigend akzeptierten. Er hatte den Funken entzünden wollen, der ein Lauffeuer in der gesamten Galaxis auslösen sollte.
»Komm schon, Pok«, flüsterte er, und das unfreiwillige Zucken seiner Lekku verriet seine Anspannung. Er kannte Pok seit Jahren und zählte ihn zu seinen Freunden.
Isval murmelte ebenfalls, ein kaum verständlicher Strom von Twi’lek-Verwünschungen.
Der vereinbarte Zeitpunkt kam und verging, und mit ihm verschwand auch die Hoffnung der Mannschaft. Leises Seufzen und angelegte Lekku an allen Stationen.
»Geduld, Leute«, munterte Cham sie auf. »Wir warten weiter. Bis wir Gewissheit haben.«
»Wir warten«, stimmte Isval mit einem Nicken zu. Sie setzte ihr Hin und Her fort, starrte dabei auf den Hauptschirm, als wollte sie ihn herausfordern, ihr endlich irgendetwas zu zeigen.
Die Sekunden zogen sich in die Länge. Die Mannschaft rutschte auf ihren Sesseln hin und her, wechselte wiederholt enttäuschte Blicke. Cham musste sich beherrschen, um nicht mit den Zähnen zu knirschen.
Schließlich brach die Technikerin an der Scannerstation den Bann.
»Ich hab was!«, rief sie.
Cham und Isval eilten zu ihr hinüber, und sämtliche Blicke folgten ihnen.
»Es ist ein Schiff!«, sagte die Technikerin.
Ein erleichtertes, zufriedenes Gemurmel wurde unter den Mannschaftsmitgliedern laut, und Cham konnte fast hören, wie sie grinsten. Er beugte sich über den Schirm.
»Das ist ein imperialer Transporter«, stellte er fest.
»Unser imperialer Transporter«, fügte Isval an.
Ein paar der anderen jubelten leise.
»Bleibt wachsam, Leute«, ermahnte Cham sie, aber nicht einmal er konnte sich ein Lächeln verkneifen.
»Sie kontaktieren uns«, meldete die Technikerin. »Sie sind es, Sir. Sie sind es!«
»Auf die Lautsprecher«, befahl er. »Und gebt den Jungs an der Luftschleuse Bescheid. Wir müssen diese Waffen an Bord schaffen und dann schnellstmöglich dieses Schiff zerstören …«
Statisches Rauschen erklang, gefolgt von Poks Stimme. »Verschwindet von hier! Sofort!«
»Pok?« Chams Freude schlug in Sorge um. »Was ist los?«
»Es ist Vader, Cham. Verschwindet! Wir dachten, wir hätten ihn abgehängt. Wir sind von einem System ins nächste gesprungen, um sie loszuwerden. Ich dachte wirklich, wir hätten es geschafft, aber sie sind noch immer hinter uns her! Ihr müsst abhauen!«
Die Technikerin blickte zu Cham hoch, und ihre lavendelfarbene Haut färbte sich um die Wangen zu einem tiefen Dunkelblau. »Weitere Schiffe tauchen aus dem Hyperraum auf, Sir. Mehr als ein Dutzend, alle sehr klein.« Ihre Stimme klang angespannt. »Vermutlich V-Flügler. Vielleicht Abfangjäger.«
Isval war nicht die Einzige, die daraufhin laut fluchte.
»Auf eure Stationen, Leute!«, rief Cham.
Vaders modifizierter Eta-Abfangjäger führte die Sternjägerstaffel an, als sie aus dem wirbelnden Tunnel des Hyperraums in den schwarzen Normalraum zurückstürzte. Ein kurzer Scan verriet ihm die Position des gestohlenen Waffentransporters, den sie seit dem Beginn dieser Jagd durch mehrere Sternsysteme verfolgt hatten. Die Staffel schaltete die Hyperraum-Ringe ab – diesmal würde ihre Beute nicht entkommen.
Hinter dem aufgequollenen Mittelteil mit den Frachträumen wies der Transporter in der Nähe seiner drei Triebwerke deutliche Blasterschäden auf.
»Angriffsformation«, sagte Vader, und die anderen Piloten kamen dem Befehl mit einer knappen Bestätigung nach.
Um sicherzugehen, dass die Schiffsentführer sie nicht in einen Hinterhalt locken wollten, führte der dunkle Lord zusätzlich einen Scan des Systems durch. Die Sensoren des Abfangjägers zeigten ihm nur ein Paar riesiger, von Ringen umschlossener Gasriesen, jeder mit mehreren Monden, einen Asteroidengürtel zwischen den Planeten, die weit entfernte Sonne und eine Handvoll Planetoiden am äußeren Rand. Davon abgesehen war dieses System ein lebensfeindliches Niemandsland.
»Scans zeigen keine anderen Schiffe im System«, erklärte er.
»Bestätige«, erwiderte der Staffelführer.
Die Stimme eines anderen Piloten drang aus dem Komm: »Sie fahren die Triebwerke für einen weiteren Sprung hoch, Lord Vader.«
»Folgen Sie mir«, befahl der dunkle Lord und beschleunigte auf Angriffsgeschwindigkeit. »Wir dürfen nicht zulassen, dass sie das System verlassen.«
Die V-Flügler und sein Eta waren deutlich schneller und manövrierfähiger als der Transporter, und so kamen sie rasch näher. Vader würdigte die Instrumente keines Blickes, während die Distanz zu ihrem Ziel dahinschmolz. Er verließ sich ganz auf die Macht, flog nach Gefühl, so wie immer.
Noch bevor sie bis auf Waffenreichweite herankamen, leckte eine blaue Flammenzunge aus dem Heck des Frachters; eines der Triebwerke hatte den Geist aufgegeben. Die Entführer hatten dem Schiff während ihrer Flucht einfach zu viel abverlangt.
»Neutralisieren Sie die Schilde und die beiden übrigen Triebwerke«, sagte Vader. Dann konnte ihr Feind nicht mehr in den Hyperraum springen. »Das Schiff selbst darf nicht zerstört werden.«
Die Waffensysteme des Transporters hatten eine größere Reichweite als die Blaster der Sternjäger, und sie eröffneten das Feuer, noch bevor die Imperialen ihren Angriff beginnen konnten.
»Ausweichen«, rief der Staffelführer, als die automatischen Geschütze ein Netz aus grünen Linien in den Raum zwischen den Schiffen woben. Die Jagdmaschinen tauchten, sich drehend und wirbelnd, unter dem Beschuss hinweg.
Vader nahm die Schüsse des Transporters nicht nur mit seinen Augen wahr, sondern auch mit der Macht. Er zog den Eta nach links und um ein paar Grad nach unten, wobei er sich dem Feind aber weiter näherte. Einer der V-Flügler links von ihm wurde getroffen; sein Flügel löste sich in seine Bestandteile auf, und die Maschine trudelte sich überschlagend und Flammen speiend in die Weite des Systems davon.
Nun schwenkten auch die großen, bemannten Geschützkuppeln auf beiden Seiten des Frachters herum und schickten den Imperialen eine Salve breiter Plasmastrahlen entgegen.
»Weiter auseinanderrücken«, befahl der Staffelführer über das Komm.
Ein roter Lichtblitz durchbohrte einen V-Flügler und verwandelte ihn in Sternenstaub.
»Konzentrieren Sie Ihr Feuer auf die hinteren Schilde«, ordnete Vader an, während sein Abfangjäger in einer Fassrolle zwischen den roten und grünen Energiestrahlen hindurchraste – und dann war er in Reichweite. Er feuerte, und Zwillingsblitze aus Plasma brannten sich in die Schilde des Transporters. Der Sith neigte seine Maschine zur Seite, um den Einschlagswinkel abzuflachen; er wollte nicht das Schiff beschädigen, wenn die Schilde plötzlich nachgaben.
Der Rest der Staffel folgte seinem Beispiel und beharkte ihr Ziel von mehreren Seiten. Der Frachter bäumte sich unter dem Beschuss auf, und seine Schilde flackerten angesichts der gewaltigen Energiemengen, die sie absorbieren mussten – mit jedem Treffer wurden sie sichtbar schwächer. Die Jagdmaschinen zogen an ihrer Beute vorbei, verfolgt von den grünen und roten Leuchtfingern der Geschütze.
»Wir wenden für einen zweiten Angriff«, meldete sich wieder der Staffelführer. »Behalten Sie diese Distanz zueinander bei. Diesmal nähern wir uns von unten.«
Eine Hälfte der Staffel beschrieb eine Linkskehre, die andere wendete in einem Bogen nach rechts, dann kamen sie auf ihrem neuen Abfangkurs wieder zusammen. Vader bremste ein wenig ab und ließ sich hinter die anderen Maschinen zurückfallen.
»Neutralisieren Sie die Schilde bei diesem Anflug«, sagte er. »Ich habe da eine Idee.«
Pok hatte den Kanal offen gelassen, damit Cham und seine Leute die hektische Aktivität auf der Brücke des gestohlenen Frachters hören konnten – Poks gebellte Befehle, die Rufe der anderen, das Trommeln der Blastertreffer gegen die Schilde.
»Pok!«, sagte Cham. »Wir können euch helfen!«
»Nein! Wir haben nur noch ein Triebwerk, und irgendwo hinter diesen V-Flüglern ist ein Sternzerstörer. Ihr könnt nichts für uns tun.« Anschließend rief Pok, an seine eigene Mannschaft gerichtet: »Fahrt das HyperTriebwerk wieder hoch!«
Eine Explosion jagte einen Schwall statischen Knisterns und das Jaulen einer Rückkopplung durch die Lautsprecher.
»Schilde bei zehn Prozent«, meldete jemand auf Poks Brücke.
»HyperTriebwerk noch immer nicht einsatzbereit«, verkündete eine andere Stimme.
Isval packte Cham am Arm, so fest, dass es wehtat, dann sagte sie in leisem, barschem Tonfall: »Wir müssen ihnen helfen.«
Doch was konnten sie tun? Falls sie den Schutz der Ringe verließen, würden die V-Flügler oder Abfangjäger – oder was immer diese Maschinen da draußen waren – sie mit ihren Sensoren erfassen, und Cham wusste, dass das für ihr Schiff das Todesurteil wäre.
»Nein«, wandte er sich an seine Mannschaft. »Wir bleiben hier.«
Vader beobachtete, wie der Transporter hart nach Backbord kippte, sodass er die näher kommenden Sternjäger mit beiden Geschützkuppeln unter Beschuss nehmen konnte. Im selben Moment, als die imperialen Maschinen in Reichweite kamen, entfesselten die automatischen Kanonen und bemannten Geschütze ein Inferno aus supererhitztem Plasma. Die V-Flügler drehten und wanden sich im Spiralflug durch dieses Netz aus grüner und roter Energie.
Vader, der sich weiter zurückhielt, lenkte seinen Eta über den anderen durch das feindliche Feuer. Unter ihm wurde ein dritter Sternjäger getroffen, und als er explodierte, prasselten die Trümmer gegen Vaders Cockpit.
Kurz darauf waren die V-Flügler in Reichweite und eröffneten ihrerseits das Feuer. Die Schilde des Frachters brachen fast augenblicklich zusammen.
»Schilde sind unten, Lord Vader«, meldete der Staffelführer.
»Ich kümmere mich um die Triebwerke«, erklärte der dunkle Lord. »Zerstören Sie die Laserbatterien und die Backbord- und Steuerbord-Geschützkuppeln.«
Die Piloten seiner Staffel waren aufgrund ihrer ausgezeichneten Fähigkeiten und ihrer Abschussquote ausgewählt worden, und sie kamen seinem Befehl ohne Zögern nach. Explosionen loderten von der Hülle des Transporters hoch, als die Kanonen in kleinen Feuerbällen vergingen. Das Schiff zitterte unter den Erschütterungen, während die Jäger davonbrausten, wendeten und zu einem weiteren Angriff ansetzten.
Vader zog seine Maschine derweil nach links unten, visierte die Triebwerke an und tippte zweimal auf den Feuerknopf. Feuer schlug aus dem Heck des Frachters, und Trümmer wirbelten ins All davon. Eine Reihe schwächerer Explosionen rüttelte das Schiff durch, aber davon abgesehen blieb es intakt. Der Sith bremste noch weiter ab, um hinter seiner Beute zu bleiben.
»Sie wird jetzt nur noch vom Trägheitsmoment angetrieben«, sagte der Staffelführer. »Wenn die Bedrohung eintrifft, kann sie den Transporter mit dem Traktorstrahl an Bord ziehen.«
»Ich habe nicht vor, diesen Kriminellen so viel Zeit zu geben«, erwiderte Vader. Er wusste, dass die Entführer versuchen würden, den Frachter in die Luft zu sprengen, und bei all den Waffen in den Frachträumen würde ihnen das auch ohne größere Schwierigkeiten gelingen. »Ich gehe an Bord.«
»Sir, die Andockklammern sind zu stark beschädigt, und der Transporter hat keinen Hangar«, begann der Staffelführer.
»Dessen bin ich mir bewusst, Commander.«
Inzwischen war nur noch eine Geschützkuppel übrig, und der Entführer, der sie bemannte, nahm Vaders Jäger unter Beschuss. Von der Macht geleitet, zog der Sith den Eta zur Seite, nach oben, nach unten, immer knapp außerhalb der zerstörerischen Lichtblitze, und beschleunigte dabei. Er konnte den Schützen in der transparenten Kuppel sehen, aber mehr noch, er spürte seine unbedeutende, kleine Präsenz im Netz der Macht.
»Sir …«, begann der Commander, als die V-Flügler-Staffel wieder auf den Transporter zukam, aber Vader würdigte ihn keiner Antwort.
Stattdessen drückte er einen Knopf und saugte die Atmosphäre aus dem Cockpit. Nun schützte ihn nur noch seine Rüstung vor dem Vakuum, während er, weiterhin im Zickzack dem feindlichen Beschuss ausweichend, auf den Transporter zuhielt. Er wählte einen Punkt oberhalb des Kanoniers, konzentrierte erst seine Sinne und dann die Macht auf diesen Fleck.
Der Abfangjäger raste geradewegs auf die Geschützkuppel zu. Zufrieden mit der Flugbahn, löste Vader die Sicherheitsgurte, dann setzte er die Sicherheitssysteme des Eta außer Kraft, sprengte die Cockpitluke ab und katapultierte sich nach draußen ins All.
Einen Moment später wirbelte er durch die Schwerelosigkeit, und das Schiff und die Sterne tanzten rasend schnell um ihn herum. Doch er hielt seine Sinne weiter auf die Einstiegsluke neben der Geschützkuppel konzentriert, und seine Rüstung, versiegelt und druckgeschützt, hielt die Kälte des Alls von ihm fern. Das Ächzen des Atemgeräts dröhnte laut in seinen Ohren.
Sein Sternjäger bohrte sich in die Kuppel, und im Vakuum spielte sich der Zusammenstoß in unheimlicher Stille ab. Einen Moment lang loderten Flammen auf, aber wirklich nur einen Moment, dann verblasste die Explosion, und übrig blieben nur die Trümmer, die in alle Richtungen davonflogen. Der Transporter neigte sich auf die Seite.
Ein lautes Donnern hallte aus dem Komm, dann heulten Alarmsirenen los, und auf Poks Brücke entstand eine Kakophonie schriller, einander übertönender Stimmen.
»Pok, was ist passiert?«, fragte Cham. »Seid ihr noch flugtauglich?«
»Es gab eine Kollision! Scheint nicht weiter schlimm gewesen zu sein. Ich brauche eine Schadensmeldung«, wandte Pok sich an einen seiner Leute. »Und schickt jemanden rüber zur Kuppel.«
»Sir! Sir!«, drang die panische Stimme des Staffelführers aus Vaders Helmkomm. »Lord Vader! Was ist passiert, Sir?«
Er antwortete in ruhigem Tonfall. »Ich habe an den Transporter angedockt, Commander.«
Er stieß sich von dem Griff der Einstiegsluke ab und ließ seinen Körper von der Macht auf das gezackte, rauchende Loch zutragen, wo sich einmal die Geschützkuppel befunden hatte. Gerissene Leitungen und Kabel hingen von den Rändern der Öffnung, entließen Gase und Funken ins All. Ein Teil des Sternjägers hatte die Explosion überlebt und war in der Bordwand des Transporters verkeilt; der Rest war beim Aufprall zerstört worden.
Vader arbeitete sich durch die Verwüstung, bis er die Überreste eines Korridors erreichte. Metall- und Instrumententeile trieben in der Schwerelosigkeit, und die Wände qualmten noch immer von der Hitze der Explosion. Als er über die Schulter blickte, konnte er die V-Flügler sehen, die jenseits des gezackten Loches an dem Frachter vorbeiflogen.
»Sir?«, fragte der Staffelführer.
»Alles unter Kontrolle, Commander.«
Mehrere Piloten wisperten beeindruckt in ihre Komms.
»Kommdisziplin wahren«, schnappte ihr Kommandant, aber auch in seiner Stimme konnte Vader ungläubiges Staunen hören. »Mein Lord … Es sind Dutzende Kriminelle an Bord dieses Schiffes.«
»Nicht mehr lange, Commander«, entgegnete der Sith. »Ihre Aufgabe ab jetzt ist es, diesen Transporter zu eskortieren. Falls sich daran etwas ändern sollte, werde ich es Ihnen mitteilen.«
Eine Pause, dann: »Jawohl, Sir.«
Die Notfallsysteme hatten den Korridor abgeriegelt, aber Vader kannte die Codes, um die Sicherheitsprotokolle zu überlisten. Die schwere Schutztür öffnete sich, und aus dem dahinterliegenden Gang entwich zischend Luft in das Vakuum. Der dunkle Lord trat durch die Öffnung, dann schloss er die Tür wieder hinter sich. Ein paar Tastendrücke auf der Kontrolltafel an der Wand, und die Atmosphäre im Korridor war wiederhergestellt. Das schrille Heulen des Alarms plärrte aus den Wandlautsprechern.
Am anderen Ende des Ganges öffnete sich eine Luke, und ein purpurhäutiger Twi’lek in einer behelfsmäßigen Kampfrüstung stolperte hindurch. Als er Vader erblickte, zuckten seine Lekku. Mit geweiteten Augen griff er nach dem Blaster an seinem Gürtel, riss ihn hoch und drückte den Abzug. Doch da hatte der Sith bereits sein Lichtschwert gezückt und aktiviert. Er lenkte den Schuss in die Wand ab, hob die freie Hand und krümmte Daumen und Zeigefinger, während er die Macht benutzte, um die Luftröhre des Twi’lek zusammenzuquetschen.
Der Rebell griff panisch nach seinem Hals, als Vader ihn vom Boden hochhob, aber zumindest ließ er seine Waffe nicht los. Würgend und sterbend schaffte er es sogar, noch einen weiteren Schuss abzugeben. Doch der dunkle Lord hielt ihn weiter in seinem unsichtbaren Würgegriff gefangen und wehrte den Blasterstrahl unbeeindruckt mit dem Lichtschwert ab. Um nicht noch mehr Zeit mit dem Twi’lek zu vergeuden, bewegte Vader seine rechte Hand nach links und rechts und rammte den Schiffsentführer mithilfe der Macht gegen die Wände des Korridors, so brutal, dass seine Knochen splitterten. Gerade als er den zerschmetterten Körper zu Boden fallen ließ, drang eine Stimme aus dem Kommlink am Gürtel des Toten.
»Tymo! Tymo! Was ist da hinten los? Hörst du mich? Kannst du mich hören?«
Vader deaktivierte sein Lichtschwert, hob das Komm auf und öffnete den Kanal, sodass das Keuchen seiner Atemmaske durch den Kanal hallte.
»Wer ist da?«
Der Sith-Lord antwortete nur mit seinem Atem.
»Tymo, bist du das? Bist du verletzt?«
»Ich komme euch jetzt holen«, sagte Vader.
Anschließend zerquetschte er den Kommunikator in seiner Faust, zündete erneut sein Lichtschwert und stieg über den toten Twi’lek hinweg.