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Vorwort

Wer kennt es nicht: ein Zwicken, ein Stechen oder vielfältige andere kleine Beschwerden, die den Sportler häufig daran hindern, sein optimales Potenzial auszuschöpfen. Aber auch die schwerwiegenden Verletzungen ohne Einwirkung von außen – bis hin zu Bandrupturen in Knie-, Schulter- oder Sprunggelenk haben in den letzten Jahren in allen Sportarten dramatische Ausmaße angenommen. Neueste Befragungen bei Läufern im Rahmen eines Marathons in Bonn zeigen, dass ca. 50% aller Sportler schmerzlindernde Medikamente vor dem Lauf eingenommen haben. Dies ist nur die Spitze des Eisbergs.

Der Traum vom Gewinn der Meisterschaft, die Sucht nach Erfolg als Anerkennung der persönlichen Stärke, die finanziell lukrativen Angebote haben dazu geführt, dass immer häufiger Sportler zu unerlaubten Substanzen greifen, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, und dies sowohl im Freizeit- als auch im Leistungssport. Die Dopingproblematik erfasst alle Sportarten. Ein ehemaliger Leistungssportler behauptet, dass ohne diese Mittel oder auch schmerzlindernde Medikamente heute keine Siege mehr möglich seien. Welch absurde Fehleinschätzung!

Dabei liegt der Schlüssel für wirksame Verletzungsprophylaxe und mögliche Leistungsexplosionen in einfachen, optimierten Präventionsmaßnahmen. Ohne Benzin läuft der Motor nicht, und genauso verhält es sich in der Leistungsentwicklung und Verletzungsprophylaxe bei Sportlern. Ohne Mikrovitalstoffe können Sportler ihr Leistungspotenzial nicht ausschöpfen.

Es lassen sich eindeutige Zusammenhänge zwischen der zellulären Mikronährstoffkonzentration (Aminosäuren, Vitamine, Mineralien usw.) und degenerativen Veränderungen von bradytrophen Gewebestrukturen (Bänder, Sehnen, Knorpel) erkennen. Ebenfalls bestätigen dies unsere Voruntersuchungen mit speziellen Parametern.

Diese Zusammenhänge werden bis zum heutigen Zeitpunkt allerdings von der Wissenschaft dementiert. Es existiert nach Aussagen internationaler Wissenschaftler „geringes Wissen“ über die positiven Effekte einer gezielten Mikronährstoffzufuhr bei Sportlern. All dies steckt noch in den Kinderschuhen.

Unser Institut SALUTO mit seinen Kooperationspartnern hat in den letzten 10 Jahren 9.150 Spitzensportler (u. a. Europameister, Weltmeister) und 6.434 Freizeitsportler aus allen Sportarten untersucht und durch ein in Europa einmaliges Präventionskonzept mit Nachwuchstalenten (Jugend- und Juniorennationalspieler des DHB) neue, hochinteressante Erkenntnisse in der Mikronährstofftherapie gewinnen können. Auffällig sind bei Topathleten und bei den vielen Freizeitsportlern die dramatischen Defizite im zellulären Vitalstoffhaushalt. Ambitionierte Sportler leben im wahrsten Sinne des Wortes gefährlich ohne optimalen „Treibstoff“ (Mikronährstoffversorgung). Die Ergebnisse unserer Datenbank zeigen eine ausreichende Funktionserhaltung der vielfältigen Bindegewebsstrukturen bei >20% oberhalb des jeweiligen Medianwertes der Mikronährstoffkonzentrationen.

Unsere bisherigen Untersuchungsergebnisse dokumentieren, dass ein gutes Ernährungsverhalten und eine optimale, individualisierte Mikrovitalstoffkonzentration eindeutig das Verletzungsrisiko reduzieren, die Leistungsfähigkeit der Sportler verbessern und zu einer Leistungskonstanz führen kann – im Gegensatz zu bisher interdisziplinär gewonnenen Erkenntnissen aus der Sportmedizin, Sport- und Ernährungswissenschaft.

Lassen Sie uns gemeinsam in die faszinierende Welt der Mikrovitalstofftherapie bei Sportlern eintauchen. Ziel ist eine deutliche Leistungssteigerung durch Ausschöpfen des vorhandenen Potenzials mit natürlichen Mitteln. Verlassen Sie sich nicht auf die Ernährungsmethoden von gestern und wenden Sie Ihr eigenes Anti-Doping-Konzept gezielt an. Viele der hier vorgestellten Erkenntnisse, Hintergrundinformationen und praktischen Tipps finden Sie in zusammenfassender Form im Anhang bzw. als PDF-Datei zum Download (mit entsprechender Codenummer vom Verlag erhältlich).

Sauberer, verletzungsfreier und erfolgreicher Sport ist kein Mythos oder Märchen, sondern kann Realität werden!

Ihr
Prof. Dr. Elmar Wienecke
Sportwissenschaftler

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Inhalt

Vorwort

1 Einleitung

1.1 Das Anti-Doping-Konzept – die individualisierte Mikronährstoffrezeptur

1.2 Das Besondere des Anti-Doping-Konzepts

1.3 Märchen und Mythen in der Mikrovitalstofftherapie bei Sportlern

1.4 Verletzungsrisiken und Leistungsschwankungen durch zelluläre Mängel an Mikrovitalstoffen – Beispiele für unterschiedliche Sportarten

2 Man ist, was man isst – ernährungsphysiologische Aspekte

2.1 Über eine notwendige Mikrovitalstoffzufuhr bei Sportlern

2.2 Kleiner Exkurs zu Bestandteilen des Blutes

2.3 Ursachen für zunehmende Mikronährstoffdefizite bei Sportlern trotz ausgewogener Ernährung

2.4 Gesunde Ernährung ist für viele Sportler ein nie erreichtes Optimum

2.5 Sportliche Belastungen erhöhen den Mikronährstoffbedarf

3 Aufbau der für sportliche Leistung entscheidenden Körpergewebe

3.1 Starke Gewebsstrukturen schützen vor Verletzungen und sichern sportlichen Erfolg

3.2 Knorpel

3.3 Muskelgewebe

3.4 Sehnen und Bänder

3.5 Gelenke

3.6 Wirbel

4 Die Rolle von Mikrovitalstoffen für Körpergewebe und -funktionen

4.1 Schutz vor degenerativen Erkrankungen (z. B. Arthrosen u. Ä.)

4.2 Der Stoffwechsel (Metabolismus)

4.3 Revolutionierende Erkenntnisse aus der Energiebereitstellung und dem Mikronährstoffhaushalt bei Sportlern

4.4 Aminosäuren – Bausteine des Lebens

4.5 Pilotprojekt – Zusammenhänge zwischen einer ausreichenden Aminosäurenkonzentration, einem zellulären Mikrovitalstoffhaushalt und dem Verletzungsrisiko

4.6 Weitere Untersuchungen – neueste Laborparameter

5 Interview von Prof. Dr. Elmar Wienecke mit Mark Warnecke (dreifacher Schwimmweltmeister, zehnfacher Deutscher Meister, ältester Schwimmweltmeister aller Zeiten mit 35 Jahren, heute tätig als Mediziner in einer Privatpraxis)

6 Sport und das Immunsystem – ein Balanceakt für Leistungssportler

6.1 Allgemeine Aspekte

6.2 Bestandteile des Immunsystems

6.3 Die gezielte Gabe von Mikronährstoffen und ihr Einfluss auf das Immunsystem

7 Wichtige Aufgaben einzelner Mikronährstoffe

7.1 Optimale Eisenversorgung – der Garant für Leistungsfähigkeit

7.2 Magnesium – das Multitalent unter den Mineralstoffen

7.3 Jod und Selen steuern die Funktion der Schilddrüse und somit des gesamten Energiehaushalts

7.4 Kalium

7.5 Chrom

7.6 Vitamin C

7.7 Omega-3-Fettsäuren

7.8 L-Carnitin

7.9 Kreatin – wir verzichten auf zusätzliche Gaben

7.10 Inhalte und Bedeutung weiterer Mikronährstoffe bei der individuellen Mikronährstoffrezeptur

8 Das Anti-Doping-Konzept in der Praxis

8.1 Kurzcharakteristika der individuellen Mikronährstoffrezeptur

8.2 Allgemeine Kriterien beim Einsatz von Mikronährstoffen

8.3 Wichtige Elemente beim gezielten Einsatz von Mikronährstoffen im Leistungssport

8.4 Beispiele für die Mikronährstofftherapie bei Leistungssportlern auf der Basis einer ausgewogenen Ernährung

9 Optimale Ernährung und leistungserhaltende Wellness – Hinweise und Tipps

9.1 Der Flüssigkeitshaushalt bei Sportlern – optimal, intelligent und effektiv

9.2 Optimales Basen-Säuren-Verhältnis als Garant für eine gute Mikronährstoffaufnahme

9.3 Optimale Kohlenhydratstrategie – Supercarboloading

9.4 Günstige Nahrungsmittelkombinationen im Eiweißbereich

9.5 Optimale Nährstoffe für Bindegewebsstrukturen sind kieselsäurehaltige Lebensmittel

9.6 Guter Schlaf als Garant für Leistungsfähigkeit

9.7 Zur Spitzenleistung durch richtiges BISA-Vibrationstraining (biomechanische Stoffwechselaktivierung)

Anhang

Tab. 29-32: Dosierungsempfehlungen von Mikronährstoffen bei Freizeit- und Leistungssportlern im Sinne der individuellen Mikronährstoffrezeptur, basierend auf den Ergebnissen unserer intrazellulären Blutanalysen, Ernährungsanalysen und weiteren Protokollbogen bei 9.150 Leistungssportlern, z. T. im Vergleich zu den bisherigen Richtlinien der DGE

Tab. 33: Die allgemeine Ernährungsbedeutung der einzelnen Aminosäuren

Kopiervorlage Trinkplan

Zur Information und Weitergabe

Literaturverzeichnis

Danksagung

Über Saluto

Bildnachweis

Diverse Dokumente und Materialien aus diesem Buch können Sie auch von der Internetseite des Verlages unter www.dersportverlag.de/extras/leistungsexplosion als pdf-Vorlagen und -Arbeitsblätter herunterladen. Den Code zum Herunterladen finden Sie an den entsprechenden Stellen im Buch.

Prof. Dr. Elmar Wienecke

Leistungsexplosion im Sport –

Ein Anti-Doping-Konzept

Neue revolutionäre Erkenntnisse
im Bereich der Mikrovitalstofftherapie

Verletzungsfreies Training
garantiert
Trainingsoptimierung
Trainingskontinuität

Meyer & Meyer Verlag

Leistungsexplosion im Sport – Ein Anti-Doping-Konzept

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Details sind im Internet über

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© 2011 by Meyer & Meyer Verlag, Aachen

Auckland, Beirut, Cairo, Cape Town, Dubai, Graz, Indianapolis, Maidenhead, Melbourne, Olten, Singapore, Tehran, Toronto

Member of the World

Image MissingSport Publishers’ Association (WSPA)

ISBN: 9783840329876

www.dersportverlag.de

E-Mail: verlag@m-m-sports.com

1 Einleitung

1.1 Das Anti-Doping-Konzept – die individualisierte Mikronährstoffrezeptur

Sportler leben gefährlich. Je höher die Intensität und die Trainingsumfänge der Leistungssportler, desto größer ist die Gefahr von Trainingsunterbrechungen durch häufige Infekte und Verletzungen der Bindegewebsstrukturen (Bänder, Sehnen und Knorpelbestandteile). Bei den 9.150 von SALUTO untersuchten Leistungssportlern und 6.434 Freizeitsportler sind 72% aller Verletzungen ohne Fremdeinwirkung entstanden. Hierbei handelte es sich um Verletzungen vielfältiger Bindegewebsstrukturen des Sehnen-Band-Apparats und der Muskulatur.

Es lassen sich eindeutige Zusammenhänge zwischen der zellulären Mikrovitalkonzentration (Aminosäuren, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente), der Degeneration von bradytrophen Gewebsstrukturen (Bänder, Sehnen, unterschiedliche Knorpelsubstanzen), der Verletzungsanfälligkeit (s. Hier, Hier, Hier), eines schlechten Immunsystemstatus und der Leistungsstabilität bei Leistungssportlern erkennen.

Mithilfe spezieller Laborparameter, wie COMP (Cartilage Oligometric Matrix Protein) und der Pyridinium-Crosslinks, lassen sich erste deutliche Zusammenhänge zwischen optimaler Mikronährstoffrezeptur und der Hemmung von entzündlichen und degenerativen Veränderungen bei Leistungssportlern aufzeigen. Die Leistungssportler mit der individuellen Mikronährstoffrezepturgabe weisen nach vier Monaten deutlich geringere COMP-Werte auf als die Gruppe der Leistungssportler, die Mikronährstoffdosierungen nach den Richtlinien der DGE eingenommen hat. Die Ergebnisse der Pyridinium-Crosslinks im Urin zeigten eine ähnlichen Wirkung (s. Hier).

Strukturelle Veränderungen des Sehnen-Band-Apparats und der vielfältigen Knorpelstrukturen lassen sich nach unseren Erfahrungen erst nach einigen Jahren mithilfe von MRT-Aufnahmen aufzeigen (nicht, wie zunächst angenommen, schon nach 4-8 Monaten). Zukünftige Langzeituntersuchungen mithilfe von MRT-Aufnahmen und den aufgeführten speziellen Blutparametern bei Sportlern werden diese Zusammenhänge dann bestätigen müssen.

1.2 Das Besondere des Anti-Doping-Konzepts . . .

. . . ist die Anwendung modernster diagnostischer Methoden zur Feststellung von Mängeln bzw. des Bedarfs an Mikronährstoffen auch auf zellulärer Ebene sowie der (dadurch erst mögliche) individuelle Zuschnitt der Mikronährstoffergänzung auf den einzelnen Sportler bzw. dessen aktuelle Situation. Es existieren vielfältige Märchen und Mythen zur Notwendigkeit der gezielten Mikronährstoffzufuhr bei Leistungssportlern. Detailliert können Sie diese auf den Seiten Hier nachlesen.

Eine im Jahre 2004 durchgeführte wissenschaftliche Analyse von Athleten bei den Olympischen Spielen in Athen kommt zu dem Ergebnis, dass bei den vorliegenden Ergebnissen ein allgemeiner Substitutionsbedarf bei Hochleistungssportlern nicht bestehe. Die festgestellten Defizite seien nach Aussagen der Autoren kein sportartspezifisches Problem. Diese Aussage ist nach unserem heutigen Kenntnisstand (durchgeführte Projekte und klinische Studien s. Hier) unverständlich. Die dort durchgeführten Blutuntersuchungen sind nur im Serum und nicht zellulär durchgeführt worden. Außerdem berücksichtigen diese Ernährungsanalysen nicht die nachweislichen Reduzierungen der Mikronährstoffkonzentrationen durch den Treibhauseffekt (s. Hier).

Die hohe Verletzungsgefahr bei Leistungssportlern steht im direkten Zusammenhang mit der optimalen Mikronährstoffversorgung. Ambitionierte Sportler leben im wahrsten Sinne des Wortes gefährlich ohne „optimales Benzin“. Insbesondere die langfristigen negativen Folgen durch intensive sportliche Belastungen und die hieraus erhöhte Anfälligkeit der beschriebenen vielfältigen Bindegewebsstrukturen zeigt die dringende Notwendigkeit einer individuellen Mikronährstoffrezeptur. Die Dosierungsempfehlungen unterscheiden sich deutlich von den bisher von DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) und DGSP (Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention) postulierten Richtlinien (s. Hier, Tab. 29-32). Zahlreiche Leistungssportler im Tennis, viele Profisportler in unterschiedlichen Sportarten, aber auch Mannschaftssportler, wie die Jugend- und Juniorennationalspieler des DHB, nutzen seit vier Jahren diese gezielten individuellen Mikronährstoffrezepturen (s. Hier) mit nachweislich positiven Effekten.

Für die Zusammenstellung der Rezepturen sind intrazelluläre und weitere Blut- und Ernährungsanalysen notwendig. Die Erstellung der individuellen Mikronährstoffrezeptur erfolgt primär aus präventiven Gesichtspunkten und basiert auf einer weltweit einmaligen Datenbank. Neben der quantitativen Bestimmung der einzelnen Parameter erfolgen auch funktionelle Analysen innerhalb bestimmter Parameter der komplexen Stoffwechselprozesse (Atmungskette, Zitronensäure).

1.3 Märchen und Mythen in der Mikrovitalstofftherapie bei Sportlern

1. Wissenschaftler (u. a. Ernährungs- und Sportmediziner) behaupten: Es sind keine zusätzlichen Vitalstoffe für Sportler notwendig, diese Behauptung sei nur Geldmacherei der Vitalstoffindustrie – optimale Ernährung reiche aus!

Diese Aussage trifft so nicht zu. Nach der Durchführung von eigenen klinischen Studien und Projekten (s. Hier) zeigte sich, dass der Bedarf an Vitalstoffen selbst bei Sportlern mit einem nur dreistündigen Ausdauertraining pro Woche trotz ausgewogenem Ernährungsverhalten nicht gedeckt ist. Allerdings sind hier auch die richtigen Messinstrumente erforderlich. Routinemäßige Serumblutuntersuchungen können keinen Aufschluss über die jeweilige Mikronährstoffkonzentration erbringen (s. Hier).

Wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre und persönliche Recherchen mit amerikanischen Biologen (s. Hier) zeigen, dass primär der Treibhauseffekt einen enormen Anstieg von C02 und hieraus resultierende elementare Verluste an Nährstoffen in unseren Pflanzen hervorgerufen hat. Wir müssen die bisherige Auffassung vieler Ernährungswissenschaftler korrigieren, die seit Jahren massive Kritik am gezielten Einsatz von Mikronährstoffen bei Sportlern äußern.

Richtig ist aber auch, dass es vielfältige kommerzielle Interessen der Vitalstoffindustrie gibt, ihre Produkte über ausgeklügelte Marketingstrategien in den Markt zu bringen. Hier ist vor allem auf die Qualität und Dosierung der Produkte zu achten. Entscheidend ist vor allem der individuelle Bedarf des einzelnen Sportlers und nicht die pauschale Zufuhr der von der Vitalstoffindustrie propagierten Dosierungsempfehlungen. Außerdem müssen die erforderlichen Mikronährstoffe den Vorgaben der Anti-Doping-Kommission entsprechen.

2. Eine im Jahre 2004 durchgeführte wissenschaftliche Analyse mit Athleten bei den Olympischen Spielen in Athen (siehe Faude et al., 2005) kam zu dem Ergebnis, dass ein allgemeiner Substitutionsbedarf bei Hochleistungssportlern nicht bestehe. Die festgestellten Defizite seien nach Aussagen der Autoren kein sportartspezifisches Problem.

Diese Aussage ist nach unserem heutigen Kenntnisstand (durchgeführte klinische Studie s. Hier) nicht nachvollziehbar. Die damaligen Untersuchungen sind nur im Serum und nicht zellulär durchgeführt worden. Außerdem berücksichtigen diese Ernährungsanalysen nicht die nachweislichen Reduzierungen der Mikronährstoffkonzentrationen durch den Treibhauseffekt.

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Abb. 1

3. Mikronährstoffe können ein unausgewogenes (schlechtes) Ernährungsverhalten ersetzen!

Diese Aussage ist definitiv falsch. Ein ausgewogenes Ernährungsverhalten nach den Richtlinien der internationalen Ernährungsgesellschaft ist Grundvoraussetzung dafür, dass die individuellen Mikronährstoffrezepturen vom Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden. Wenn der Sportler glaubt, sein schlechtes Gewissen damit zu beruhigen, dass er gezielt Vitalstoffe zuführt, dann werden diese nur zu einem geringen Prozentsatz in den Blutkreislauf gelangen.

4. Kein Thema wird in der Wissenschaft kontroverser diskutiert als der gezielte Einsatz von Vitalstoffen im Sport. Die derzeitigen Mikronährstoffempfehlungen bei Sportlern, aber auch bei Patienten stecken noch in den Kinderschuhen. Es existiert ein geringes Wissen über simultane Effekte multipler Mikronährstoffkonzentrationen!

Folgende Behauptung internationaler Wissenschaftler ist richtig: Wenn die Medizin zukünftig kostengünstigere und effektive Prophylaxe- und Therapiestrategien entwickeln will, kommt sie nicht an den Mitochondrien vorbei. In einem Konsenspapier zur Genstabilität durch Mikronährstoffe (Fenech & Ferguson, 2001) stellten internationale Wissenschaftler zusammenfassend fest:

 

Damals sind die internationalen Wissenschaftler schon der Auffassung gewesen, dass z. B. bei Leistungssportlern oder auch bei chronischen Erkrankungen höher dosierte, individuell zusammengestellte Mikronährstoffrezepturen der Aufrechterhaltung vielfältiger Bindegewebsstrukturen (Sehnen-Band-Apparat, Stabilität von unterschiedlichen Knorpelstrukturen) dienen können.

5. Höher dosierte Mikronährstoffrezepturen sind unnötig und abzulehnen!

Diese Behauptung ist falsch! Richtig ist: Es fehlen bis heute sportmedizinisch-leistungsphysiologische Daten zur praktischen Überprüfung der klinischen Relevanz der bisherigen Dosierungsempfehlungen. Die bisher empfohlene Zufuhr leitet sich nur aus grundsätzlichen Überlegungen zur Beziehung zwischen Energieverbrauch und erhöhtem Nährstoffbedarf ab (nach: Dickhut et al., 2007, 496). Dies heißt aber nicht, dass der gezielte Einsatz individueller, höherer Dosierungsempfehlungen für Sportler abzulehnen ist. Nach unseren Erkenntnissen ist der Mikronährstoffbedarf für die Energiebereitstellung gerade auch bei intensiven Trainings- und Wettkampfphasen deutlich höher, als bisher angenommen. Die nachweislichen Reduzierungen der Mikronährstoffkonzentrationen in den Pflanzen durch den Treibhauseffekt und das erheblich reduzierte Verletzungsrisiko durch die gezielten individuellen Mikronährstoffrezepturen bei Leistungssportlern zeigen den zunehmenden Bedarf an.

6. Mikrovitalstoffe haben keinen nachweislichen Einfluss auf das Verletzungs- und Infektrisiko bei Sportlern!

Diese Behauptung ist falsch! Unsere Erfahrungen bei der Betreuung von Freizeit- und Leistungssportlern zeigen die Notwendigkeit und Effizienz des gezielten Einsatzes höher dosierter Mikrovitalstoffrezepturen für das Immunsystem der Sportler und eine eindeutige Reduzierung des Verletzungsrisikos. Jene Sportler, die gezielte, individuelle Mikronährstoffrezepturen erhalten haben, konnten nachweislich ihr Trainingsprogramm überwiegend verletzungs- und infektfrei durchführen. Die Trainingskontinuität der Sportler, die individuell erstellte Mikronährstoffrezepturen erhalten haben, war eindeutig erkennbar im Vergleich zu der Gruppe von Sportlern, die keine Mikronährstoffrezepturen erhalten haben; dies über einen Zeitraum von zwei Jahren (s. Hier). Die begleitende Analyse des Ernährungsverhaltens der Sportler in beiden Gruppen entsprach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, aber auch denen des internationalen Standards.

Der neu entwickelte Laborparameter COMP (Cartilage Oligometric Matrix Protein) und die Pyridinium-Crosslinks im Urin lassen erste Zusammenhänge von optimaler Mikronährstoffrezeptur und entzündlichen (degenerativen) Veränderungen bei Leistungssportlern erkennen. Erste eigene Untersuchungsbefunde bei Leistungssportlern mithilfe sehr kostenintensiver bildgebender MRT-Aufnahmen lassen mögliche Zusammenhänge von langfristigen Mikronährstoffdefiziten und der Beanspruchung vielfältiger Bindegewebsstrukturen (degenerative Veränderungen des Sehnen-Band-Apparats und der Knorpelstruktur) erst nach Ablauf eines geplanten, zukunftsweisenden Pilotprojekts mit Leistungssportlern nach ca. drei Jahren erkennen.

7. Viel hilft viel. Je höher dosiert die Mikronährstoffkonzentrationen sind, desto besser ist deren Wirksamkeit.

Die Behauptung ist falsch. Vitamine, Spurenelemente und Mineralien können bei höherer Dosierung gesundheitliche Schäden hervorrufen. Hohe Gaben von z. B. Niacin führen nachweislich zu allergischen Reaktionen der Haut. Selen, in einer höheren Konzentration eingenommen, z. B. mehr als 200 μg über längere Zeiträume, führt zu vielfältigen toxischen Reaktionen im Organismus. Je nach Ernährungsverhalten, der zellulären Mikronährstoffkonzentration, der Trainingsintensität und der Trainingsumfänge des einzelnen Sportlers lässt sich eine individuelle Mikronährstoffrezeptur zusammenstellen. Ein Zuviel an Magnesium kann z. B. die Aufnahmefähigkeit für Kalzium reduzieren.

8. Die pauschale Mikronährstoffzufuhr bei Leistungssportlern ist abzulehnen – bisher angewandte Dosierungsempfehlungen bei Sportlern sind häufig unzureichend.

Alle qualitativen Produktanbieter von Mikronährstoffkonzentrationen – seien es natürliche Säfte oder vielfältige Kombinationspräparate – verweisen auf eine hohe Bioverfügbarkeit ihrer Produkte. Je natürlicher, desto effektiver ist der Tenor der Werbeslogans. All diese Produkte können aber auf Grund der Dosierungsvorgaben nur den Grundbedarf der Leistungssportler decken.

Hier gilt es allerdings zu beachten, dass diese den Kriterien der Anti-Doping-Kommission entsprechen müssen und nicht mit anderen Substanzen verunreinigt sind. Vermeiden Sie diese Gefahr z. B. durch einen Produkt-Qualitäts-Standard aus den Apotheken, die ihre Mikronährstoffe als „Baukastenmodul“ mit einem patentierten Verfahren in eine Matrix einarbeiten können, wie dies bei den HCK®-Mikronährstoffrezepturen optimal der Fall ist. Außerdem ist nach unseren Erfahrungen der gezielte Einsatz qualitativ hochwertiger Eiweiße mit ihren vielfältigen Aminosäuren zur Stabilisierung der Bindegewebsstrukturen dringend notwendig. Hier werden zukunftsweisende, langfristig-begleitende Untersuchungen die bis heute noch von vielen Sport- und Ernährungswissenschaftlern propagierten Mikronährstoffempfehlungen reformieren. Eine spezielle zelluläre Analytik der Mikronährstoffe zur Erstellung dieser Rezepturen (insbesondere bei einer häufig festgestellten latenten Unterfunktion der Schilddrüse (s. Hier) ist angezeigt. Eine Zufuhr von Mikronährstoffen lässt sich natürlich auch über vielfältige Kombinationen von Monopräparaten in speziell angepasster Dosierung und zeitlich unterschiedlichem Einnahmemodus erzielen.

9. Richtige Diagnostik ist das A und O in der Mikronährstofftherapie bei Sportlern.

Die Erstellung von Mikronährstoffrezepturen setzt aber auch die optimale Diagnostik voraus. Es existieren sehr wenige Institute, die diese kostenaufwendigen zellulären Untersuchungen durchführen können und noch weniger Experten, die die gemessenen Ergebnisse für Sportler entsprechend interpretieren können. Unser Institut SALUTO verfügt über eine Datenbank, die mittlerweile auf 9.150 Spitzensportlern und 6.434 Freizeitsportlern aus allen Sportarten aufbaut. Elementbestimmungen im Serum lassen also keine zuverlässigen Rückschlüsse auf den Mineralstoff-, Vitamin- und Spurenelementhaushalt zu. Wichtige biochemische Wirkungsmechanismen der Elemente finden vor allem auf zellulärer Ebene statt. Die Bestimmung der Elementkonzentration aus dem Serum kann daher keinen Aufschluss über zelluläre Vorgänge geben (s. Hier).

Der Austausch zwischen Extra- und Intrazellulärraum wird durch komplexe körpereigene Mechanismen reguliert. Die Konzentration wichtiger Elemente im Serum wird so konstant wie möglich gehalten. Falls die Mikronährstoffzufuhr (Vitamine, Mineralstoffe etc.) hierfür nicht ausreicht, werden zur Aufrechterhaltung des Serumspiegels körpereigene Reserven mobilisiert. Daher sind Mängel im Serum meist nicht oder erst sehr spät zu erkennen.

10. Ausreichende Vitamine, Mineralien, Spurenelemente machen keine Weltmeister.

Die erste These ist absolut richtig, eine ausreichende Basisversorgung macht es möglich, das Leistungspotenzial der Sportler optimal auszunutzen. Allerdings zeigen unsere Erfahrungen der letzten Jahre, dass eine optimale Basisversorgung mit elementaren Mikronährstoffen zu einer optimalen Trainingskontinuität (gekennzeichnet durch ein deutlich geringeres Infektrisiko) und zu einer verbesserten Funktionserhaltung vielfältiger Bindegewebsstrukturen (des Sehnen- und des Bandapparats) geführt hat (s. Hier, Hier). Nach drei Jahren des Einsatzes individueller Mikronährstoffrezepturen bei den Jugend- und Juniorennationalspielern des DHB im Rahmen des in Europa einmaligen Präventionskonzepts und der Entwicklung des ganzheitlichen Entwicklungspotenzials der Spieler (vom Zahnstatus bis hin zu persönlichkeitsbildenden Maßnahmen in Richtung vermehrter Eigenverantwortung) beschreiben die Spieler eine deutlich geringere Verletzungsquote, verbesserte Regenerationsfähigkeit nach intensiven Belastungen und somit eine langfristig verbesserte Leistungsfähigkeit. Diese vielfältigen Mosaiksteine führten zum Gewinn der A-Jugend-Europameisterschaft 2008 und zur Weltmeisterschaft der Junioren 2009. Der gezielte, langfristige Einsatz von individuellen Mikronährstoffrezepturen hat aber auch bei vielen anderen Leistungssportlern nachweislich das Verletzungsrisiko und somit die Leistungsfähigkeit verbessert. Leistungssportler leben gefährlich im wahrsten Sinne des Wortes.

1.4 Verletzungsrisiken und Leistungsschwankungen durch zelluläre Mängel an Mikrovitalstoffen – Beispiele für unterschiedliche Sportarten

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Dass Leistungssportler hohe gesundheitliche Risiken tragen, bezweifelt heute niemand mehr. So zog Sportbild im November 2009 das plakative Fazit: „Fußball-Bundesliga-Stars für 184,8 Millionen Euro kaputt – Soo schlimm war es noch nie! – trotz zahlreicher Individualtrainer und optimaler medizinischer Versorgung!“ Wie die Spitzenathletin Paula Radcliffe, die vor den Olympischen Spielen in Peking einen Ermüdungsbruch im linken Oberschenkel erlitt, sind auch Leistungssportler aller Disziplinen (Fußball, Handball u. a.) nicht selten von solchen Verletzungen ohne Fremdeinwirkung betroffen.

Provokante Thesen

Unsere Ergebnisse von 1994-2009 bei insgesamt 15.584 Freizeit- und Leistungssportlern zeigten ein hohes Verletzungsrisiko ohne Fremdeinwirkung von über 68 %. Mehr als die Hälfte der Sportler zieht sich bisher unerklärliche Verletzungen zu (muskuläre Verletzungen oder auch Rupturen, vielfältige Ermüdungsfrakturen, hohe Infektneigung bei Leistungssportlern u. a.).

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Abb. 2

Wie wir untersuchten

Von insgesamt 1.150 Sportlern haben 559 (N = 559) eine persönliche Mikrovitalstoffrezeptur erhalten; die andere Gruppe von Sportlern (N = 591) hat keine Vitalstoffe erhalten. Bei jedem dieser Sportler sind biomechanische Funktionsanalysen aller Muskelgruppen, spezielle zelluläre Blutanalysen (Teilbereiche des Immunsystems), neuromuskuläre Koordinationstests der Knie- und Sprunggelenke, Video- und Statikanalysen durchgeführt worden.

Jeder Sportler erhielt auf Grund der von uns durchgeführten biomechanischen Funktionsanalysen individuelle Trainingspläne zur Optimierung seiner persönlichen Leistungsfähigkeit, insbesondere bei vorliegenden muskulären Dysbalancen. Mithilfe von Video- und detaillierten Statikanalysen konnten anfängliche Fehlstellungen bzw. Belastungen behoben werden. Durch spezielle zahnärztliche Untersuchungen (insbesondere mikrobiologische Diagnostik) und Präventionsmaßnahmen sind weitere Risikofaktoren im Vorfeld minimiert worden.

Die Ergebnisse im Überblick

Die hohe Verletzungsquote im Sehnen-Band-Apparat und im muskulären Bereich, aber auch der Trainingsausfall durch Infekte zeigte bei 591 Leistungssportlern den Zusammenhang mit den eklatanten gemessenen Defiziten von zellulären Mikronährstoffen (Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen, Aminosäuren) über einen Zeitraum von drei Jahren.

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Abb. 3

Durch die gezielte Zufuhr individueller Mikronährstoffrezepturen und der gleichzeitigen Zufuhr individuell dosierter, hochwertiger Aminosäuren (AM-Formel-Mischung) zeigten diese 559 Sportler eine sehr geringe Infektrate und nur wenige Verletzungen des Sehnen-Band-Apparats und geringe degenerative Veränderungen der Knorpelstrukturen. Es ließ sich eine wesentlich höhere Trainingskontinuität im Vergleich zu den Leistungssportlern erkennen, die keine individuellen Mikronährstoffrezepturen erhalten haben.

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Abb. 4

Status quo des Mikrovitalstoffhaushalts bei Sportlern

Doch sind keineswegs nur Hochleistungsathleten gefährdet, sondern quer durch alle Leistungsgruppen vom Freizeitsportler bis zum Olympioniken zeigen sich auffällige Mängel in der Mikronährstoffversorgung – und der nachgewiesene Nutzen einer individuell zugeschnittenen Ergänzung dieser Stoffe. Die Grafiken unten mit den Ergebnissen unserer Untersuchungen an verschiedenen Gruppen stellen dies dar.

Die Bewertung der Mikronährstoffanalyse erfolgt nach Abweichung vom jeweiligen Medianwert und nicht nach den einzelnen Elementkonzentrationen. Grundlage sind 9.150 Spitzensportler und 6.434 Freizeitsportler. Bewertungskriterien für die Abweichungen von den Medianwerten:

  • Bis zu – 10% des Medians:
leichtes Defizit
  • Bis zu – 20% des Medians:
deutliches Defizit
  • Bis zu – 30% des Medians:
eklatantes Defizit
  • Bis zu + 20% des Medians:
Optimierungsbedarf
  • > + 25% des Medians:
optimale Versorgung

Die Ergebnisse unserer Datenbank zeigen eine ausreichende Funktionserhaltung der vielfältigen Bindegewebsstrukturen bei >20% oberhalb des jeweiligen Medianwertes der Mikronährstoffkonzentrationen.

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Abb. 5

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Abb. 6

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Ergebnisse von insgesamt 2.170 Leistungssportlern mit gezielter individueller Mikronährstoffrezeptur:

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Abb. 7

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Abb. 8

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Ergebnisse von insgesamt 1.890 Leistungssportlern ohne Zufuhr von Mikronährstoffen:

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Abb. 9

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Abb. 10

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Ergebnisse von insgesamt 1.690 freizeitorientierten Leistungssportlern, die regelmäßig handelsübliche Vitalstoffe (Dosierung nach Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung) zugeführt haben:

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Abb. 11

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Abb. 12

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2 Man ist, was man isst – ernährungsphysiologische Aspekte

2.1 Über eine notwendige Mikrovitalstoffzufuhr bei Sportlern

Vital, fit und so lange wie möglich leistungsfähig zu bleiben, das wünschen sich Trainer und Spieler. Jeder weiß wohl, wie eng der Zusammenhang zwischen Ernährung, Immunsystem und Leistungsfähigkeit ist. Mancher mag sich wundern, weil er sich trotz ausgewogener Ernährung nicht gut fühlt bzw. nicht leistungsfähig ist. In diesem Kapitel zeigen wir teilweise überraschende Zusammenhänge auf und brechen eine Lanze für die notwendige und gezielte Zufuhr von Mikrovitalstoffen.

Ohne Benzin läuft der Motor nicht

Eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen ist zur Aufrechterhaltung vitaler Funktionen zwingend notwendig. Gerade Zink, Selen, Magnesium und die gesamten B-Vitamine (u. a. B1, B2, B6, B9, B12) sind an einer Vielzahl von physiologischen Vorgängen des Zellstoffwechsels, der Zellteilung, der Stabilität, des Energiestoffwechsels und der Immunantwort essenziell beteiligt. Neuere Erkenntnisse zeigen einen vermehrten Mikronährstoffbedarf von Aminosäuren, die zur Stabilisierung und zum Aufbau vielfältiger Bindegewebsstrukturen (Bänder, Sehnen, Knorpel) in intensiven Trainings- und Wettkampfphasen benötigt werden. Zukünftige, langfristig angelegte Untersuchungen mit MRT-Bildern (Magnetresonanztomografien) werden dies noch nachweisen.

Ein Mikronährstoffmangel kann nach unseren neuen Erkenntnissen langfristig zur frühzeitigen Degeneration von Bindegewebsstrukturen führen und das Verletzungsrisiko erhöhen. Sowohl Mangel als auch suboptimale Versorgung können z. B. gerade bei Freizeit-, Leistungs- und Hochleistungssportlern Einflüsse auf das Immunsystem haben, das für die Kontinuität des Trainings und Wettkampfs eine wesentliche Basis darstellt.

Unsere Erfahrungen bei der Betreuung von Freizeit- und Leistungssportlern zeigen, dass in der zellulären Versorgung mit Mikrovitalstoffen in fast allen Bereichen erhebliche Defizite herrschen, die zu vielfältigen Beschwerden bei den Sportlern geführt haben.

Eigene Studien (u. a. klinische Studien) und Projekte in den letzten Jahren beweisen, dass selbst bei einer ausgewogenen Ernährung (nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung) ein gravierender Mikronährstoffmangel in der Zelle festzustellen ist, der ohne eine gezielte Zufuhr von Mikronährstoffen nicht ausreichend zu beheben ist. Hier ist besonders auf die spezifische zelluläre Messung und Diagnostik dieser Mängel hinzuweisen. In Europa existieren nur sehr wenige Laborzentren, die zelluläre Analysen durchführen und über eine ausreichende Datenbank bei Sportlern verfügen.

Zelluläre Blutuntersuchungen legen Mängel offen