DIESES BUCH

SCHENKT SÜDBLICK

GIBT GELASSENHEIT

VEREINT WELTEN

VERKAUFT HERAUSRAGEND

LEHRT BESTMÖGLICH

LIEFERT GEHEIMNISSE

SCHAFFT RAUM

GEWINNT GEMEINSAM

IST INTERAKTIV

ISBN 978-3-9451-1236-6

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

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© PROFILER’S PUBLISHING Bielefeld 2015 | Druck: BoD, Norderstedt | www.profilerspublishing.com

VORWORT

HERAUSGEBERIN DANIELA A. BEN SAID

Liebe Leser,

in mehreren Büchern durfte ich bereits mein Wissen weitergeben, was eine wundervolle Erfahrung ist.

In diesem besonderen Buch erfahren Sie, wie ich all das weitergebe: Mein Wissen, meine Erfahrungen und das wunderbare Gefühl Autor zu werden. Dies alles gebe ich gern – ganz besonders meinen Mentees. Allesamt erfrischend und inspirierend, wie Sie es auch von mir kennen, eben einfach kundenverblüffend.

Auf den folgenden Seiten hole ich Ihnen zehn neue Speaker – Rohdiamanten gleich – auf die Bühne des Buches. Sie alle sind fantastische Entertainer und haben eines gemeinsam: innovative Themen, Visionen, Einsatzfreude und Kompetenz.

Ihre Inhalte entwickelten sie aus den eigenen Biografien. Authentisch leben sie ihre Lösungen. Vielfältiger könnten sie kaum sein und verkörpern etwas, für das ich selbst stehe: „Anders ist Standard!“

Umso mehr freue ich mich, für diese kommenden Top-Speaker etwas sein zu dürfen, das ich mir zu Beginn meiner Karriere oft gewünscht habe: Eine engagierte Mentorin, die dabei hilft, herausragende Persönlichkeiten ins rechte Licht zu rücken.

Vorhang auf also für multikulturelles Herz und Hirn. Lernen Sie von Loredana Meduri und Alessandro Spanu Dolce Vita in Ihre Deutsche Vita zu bringen. Um dann von der quirligsten Person, die ich kenne, Gelassenheit zu lernen: Nina Herrmann. Harriet Delani beweist Ihnen, wie wenig Herkunft und Hautfarbe mit Erfolg zu tun haben. Worauf sich Thore Friedrichs sehr konkret mit Tipps gegen widrigste Bedingungen anschließt. Nora Bickmann erläutert, warum und wie, er und Sie, in sich selbst die besten Lehrer finden, um wirkungsvoll zu werden. Welche Erfolgsgeheimnisse es noch braucht, liefert Norbert Kox. Und Gaby Jansen zeigt Ihnen, welchen Raum Ihr Wachstum braucht. Und dann – erst dann – wird das WIR gewinnen, was Gordon Bell eindrücklich schildert. Und da wir schon lange nicht mehr allein auf diesem Planeten sind, wird es zu guter Letzt INDERaktiv mit Biyon Kattilathu.

Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß beim Kennenlernen der, davon bin ich überzeugt, künftigen Stars der Redner-Szene. Sie zeigen menschlich, fachlich – und auch optisch, wie bunt Erfolg sein kann.

Ihre Daniela A. Ben Said

INHALT

LEBEN MIT SÜDBLICK

LOREDANA MEDURI & ALESSANDRO SPANU

Was bedeutet ’Leben mit Südblick’?

Was verbinden wir damit?

Das entspannte und schöne Gefühl, dass die meisten in ihrem Urlaub erleben und somit die schönsten Wochen des Jahres sind. In diesen zwei bis vier Wochen des Jahres lassen wir uns verwöhnen, wir genießen das Leben in vollen Zügen und lassen es uns an Nichts fehlen. Wir schenken uns das Gefühl von Gelassenheit, Leichtigkeit, Entspannung und guter Laune, was uns zudem eine unglaubliche souveräne Ausstrahlung verleiht.

Bestimmt kennen Sie das: Sie sind im Urlaub und trinken einen Wein, der Ihnen sehr gut schmeckt und entscheiden, davon einen Karton zu kaufen. Dann sind Sie zu Hause, machen den Wein auf, trinken ihn und irgendwie schmeckt er einfach anders als im Urlaub. Komisch, es ist der gleiche Wein und doch schmeckt er anders. Sie denken, das kann doch nicht sein! – Wissen Sie was sich verändert hat?

Ihre Wahrnehmung hat sich verändert. Im Urlaub haben Sie den gleichen Wein getrunken, doch mit einem anderen Lebensgefühl und deswegen schmeckte der Wein einfach besser. Und genau um dieses Lebensgefühl geht es uns in den nächsten Seiten.

Erinnern Sie sich jetzt bitte an Ihre italienische Urlaubszeit. Wie haben Sie sich dabei gefühlt?

Ach wie schön wäre es, wenn wir dieses Dolce-Vita-Gefühl auch in unseren Alltag übertragen könnten. Stellen Sie sich vor, wie souverän wir in allen Lebenslagen wären. Nicht auszumalen, welchen Erfolg dieses Gefühl mit sich bringen würde. Stellen Sie sich vor, wie Sie in einem Zustand von Gelassenheit – und ohne Stress – die richtigen Entscheidungen treffen könnten oder, wie Sie sich über jede Begegnung mit Menschen freuen, statt diese als Belastung empfinden würden. Wie würde es sich anfühlen, wenn ein Problem auftaucht und Sie gleich eine kreative Eingebung für eine Lösung hätten?

Wer wünscht sich das nicht, einfach mit Freude und Gelassenheit den beruflichen und privaten Alltag zu meistern und sich dabei energetisch und erfolgreich zu fühlen? Was wären Sie bereit zu tun, um nach einem Arbeitstag nach Hause zu kommen und das Gefühl zu haben, zufrieden zu sein und den Abend rundum genießen zu können?

Nun, wie sieht denn der Alltag tatsächlich aus? Täglich haben wir viele Herausforderungen und Aufgaben mit wachsender Komplexität zu bewältigen. Geschäftliche und private Termine nehmen kein Ende – statt weniger Termine werden es immer mehr Termine. Jeder möchte etwas von uns und wir fühlen uns oft einfach ferngesteuert. Wie oft fühlen wir uns unter Zeitdruck und gestresst? Wie oft fühlen wir uns angespannt und sind uns nicht mehr der schönen Dingen des Lebens bewusst? Können diese auch gar nicht mehr genießen? Wer hat noch Energie und Zeit für die schönen Dinge?

Wir fühlen uns nach einem harten Arbeitstag energielos und ausgebrannt. Wie gut würde da ein bisschen Dolce Vita, diese italienische Leichtigkeit und Gelassenheit, tun?

Es geht nicht darum, dass Sie Ihr Leben von jetzt auf gleich auf den Kopf stellen und mit dem Kopf durch die Alpen gehen. Es geht lediglich darum, die Dinge mit anderen Augen zu sehen. Ja, es geht darum, die Dinge im Leben mit einem Südblick zu betrachten und sich bewusst zu werden, wie man mit ’kleinen Dingen’ doch Vieles im Leben positiv beeinflussen kann.

Wir, die Autoren – Loredana Meduri und Alessandro Spanu – sind Coaches. Wir sind in Deutschland geboren und haben italienische Wurzeln. Wer uns kennt bezeichnet uns als Lebens-Artisten. Warum? – Weil wir uns die Fähigkeit angeeignet haben, das Leben mit Freude, Gelassenheit und Leidenschaft zu leben. Wir sind seit vielen Jahren in der Wirtschaft tätig und erleben den gleichen Alltag, wie die meisten Menschen. Was uns unterscheidet ist, dass wir gelernt haben, die positiven Dinge im Leben wahrzunehmen und uns an den kleinen Dingen des Alltags zu erfreuen. Als Coaches wissen wir, dass wir im Leben nicht alles ändern können. Es gibt Situationen, die kann man nicht ändern. Dennoch wissen wir, dass die Betrachtung des Lebens mit Südblick, Ihren Alltag sehr wohl positiv beeinflussen kann. In unseren Dolce-Vita-Seminaren vermitteln wir unseren Kunden mit einfachen Tipps, wie jeder sein Leben mit einem Südblick, mit dem Dolce-Vita-Prinzip, lebenswerter machen kann.

Sie können sich bestimmt vorstellen, wie oft wir gefragt werden, wie es die Italiener schaffen, bei allem so gelassen, entspannt und optimistisch zu sein. Wir möchten Ihnen in den nächsten Seiten verraten, wie Sie, unabhängig davon, wo Sie leben, welcher Nationalität Sie angehören, Ihr Leben mit dem Dolce-Vita-Prinzip bereichern können.

Kennen Sie die Redewendung „andere Länder, andere Sitten“? Auf Italienisch heißt die gleiche Redewendung „paesi che vai – usanze che trovi“. Wir sind der Überzeugung, dass jeder von anderen Ländern und Lebensgewohnheiten lernen kann.

Die Italiener schätzen die deutsche Pünktlichkeit, Genauigkeit und Disziplin – gerne hätten die Italiener ein bisschen von der Deutschen Vita. Die Deutschen bewundern nicht nur das italienische Essen, die leckere Pasta, den duftenden Espresso und die lebendigen Weine, die mittlerweile schon integraler Bestandteil des Alltags geworden sind, sondern bewundern auch das italienische Lebensgefühl. Wer würde nicht gerne diese gewisse Gelassenheit, Leichtigkeit und Leidenschaft – ja, dieses Gefühl der ’Dolce Vita’ – in das eigene Leben integrieren?

DEUTSCHE VITA VERSUS DOLCE VITA

Wir haben einen normalen Tagesablauf in Frankfurt mit einem normalen Tagesablauf in Rom verglichen und waren selbst überrascht, wie unterschiedlich sich ein Tag gestalten kann. Kurz gesagt haben wir die Deutsche Vita und die Dolce Vita anhand typischer Episoden eines Tages beschrieben. Wir haben bewusst das eine oder andere Klischee verwendet, um damit das Verständnis für kulturelle Unterschiede zu verdeutlichen. Die Verwendung von Klischees hilft Sachverhalte schnell und verständlich auf den Punkt zu bringen und regt zum Nachdenken an. Der Migrationshintergrund und die Tatsache, dass wir in Deutschland mit italienischen Klischees und in Italien mit deutschen Klischees konfrontiert wurden, qualifiziert uns als ’Botschafter’ die entdecken durften, dass Vorurteile durchaus mal als Vor(ur)teile dienen können.

Mit der Beschreibung eines typischen Arbeitsalltags, in Rom und in Frankfurt, möchten wir verdeutlichen, wie ein ähnlicher Tag ganz anders wahrgenommen und erlebt wird. Nach jeder Episode finden Sie passendende Redewendungen. Diese heben bewusst hervor, wie oft sich Redewendungen in unserer Einstellung und Lebenskultur einprägen. Zum Abschluss blicken wir gemeinsam nochmal auf die wesentlichen Erkenntnisse der Episoden und geben Ihnen wertvolle Tipps, mit denen Sie lernen können, den Südblick und damit das Dolce-Vita Gefühl in Ihr Leben zu integrieren.

Betrachten Sie unsere Tipps als Zutaten für Ihr persönliches Erfolgsrezept. Sie können das Rezept jederzeit mit neuen Zutaten anreichern und die Dosierung Ihren Bedürfnissen anpassen, bis es Ihr Lieblingsgericht wird.

Und schon geht es los: So sieht ein Tag in Rom und in Frankfurt aus.

ROM, 8 UHR

Der Tag beginnt mit der ’colazione al bar’, dem Frühstück in der Bar. Vor der Bar stehen viele Autos, es ist kein Parkplatz in Sicht. Also wird das Auto in zweiter Reihe geparkt und die Warnblinkanlage angemacht. Ab in die Bar. „Buongiorno Dottore, un cornetto alla crema ed un cappuccio“ schallt es zwischen dem Klimpern der Kaffeetassen. Die gute Laune von Tommaso, dem Barista ist ansteckend. „Complimenti il cappuccino é eccezzionale!“ also “Kompliment der Capuccino ist ausgezeichnet!” Über Komplimente für den Cappuccino freut sich Tommaso am meisten. Cappuccino ist schließlich nicht gleich Cappuccino.

Das im Hintergrund laufende Radio berichtet mal wieder über die Krise – „la crisi“. Die nötige Aufmerksamkeit bekommt diese Nachricht nicht wirklich. Schließlich ist es für ein krisengebeuteltes Land nichts Neues. Viel spannender ist es, dass Rom das heutige Etappenziel der Mille Miglia ist. „Grande festa“ – großes Fest. Weiter geht's... die Arbeit ruft, kurze Verabschiedung: „buongiorno Tommaso, buongiorno Dottore“, in Italien wünscht man sich einen Guten Morgen, auch wenn man sich verabschiedet.

Auf den Straßen - ein Verkehrschaos. Alle Autos stehen im Stau und es geht nur zäh voran. Die perfekte Gelegenheit, um ein nettes Telefonat mit der Mamma und mit dem „amico del cuore“ – dem besten Freund zu führen. Es geht weiter, der Stau löst sich. Kein Wunder, im Handumdrehen wurde aus einer 2-spurigen Straße eine 4-spurige gemacht. Wer zuerst kommt, malt zuerst. So lautet die Vorfahrtsregel in Italien. In Italien sind Verkehrsregeln schließlich nur wohlgemeinte Ratschläge. Endlich im Büro angekommen – zwei erfreuliche Telefonate waren die perfekte Ablenkung von Stau und Verkehrschaos. Die Fahrt im Aufzug bietet eine günstige Gelegenheit, um sich kurz auszutauschen. Die Kollegin fragt, ob man heute Nachmittag 5 Minuten Zeit für sie hätte. „Certamente, passa dopo“ – natürlich, komme später einfach vorbei. Einmal am Arbeitsplatz angekommen, legt man die Jacke ab und dann beginnt die tägliche Begrüßungsrunde. Einfach mal den Kopf in die Büros der Kollegen reinstecken. „Buon giorno – vi va di prendere un café? Guten Morgen, wer hat Lust auf einen Espresso?“ Zurück am Arbeitsplatz und mit neuer Energie, wird noch kurz die Zeitung durchgeblättert und der Computer hochgefahren. Der Tag kann starten!

IL BUONGIORNO SI VEDE DAL MATTINO!

EINEN GUTEN TAG ERKENNT MAN BEREITS AM MORGEN!

FRANKFURT, 8 UHR

Der Tag beginnt mit der Vorbereitung eines Frühstücks. Kaffee, Brot mit Aufschnitt oder Müsli. Bevor es zur Arbeit geht, wird noch schnell die Zeitung durchgeblättert und das Wichtigste gelesen. Auf dem Smartphone noch schnell den Kalender mit den anstehenden Terminen überprüfen und ganz wichtig noch das Postfach nach wichtigen E-Mails kontrollieren. Jetzt heißt es, sich schnell auf den Weg machen.

Der erste Termin ist schon auf 9.00 Uhr angesetzt. Ab ins Auto, losfahren. „Oh je, die Straßen sind voll. Es sind aber auch wieder wie immer nur Idioten unterwegs, da kann man nur ausrasten. Von wegen lass ich Dich rein, warte gefälligst. Der heutige Tag kann ja nichts werden!"

Endlich im Büro angekommen. „Die Autofahrt hat mal wieder eine Ewigkeit gedauert, schon wieder mal so viel Zeit verschwendet.“ Im Aufzug herrscht Ruhe, ist ja klar, das Verkehrschaos drückt noch auf die Stimmung. Die Blicke sind auf den Boden gerichtet. Wer hat schon Lust, sich am frühen Morgen im Aufzug zu unterhalten? Schnell raus aus dem Aufzug, der erste Termin beginnt schon in 10 Minuten. Schnell noch ein Kaffee am Automaten und die Unterlagen ausdrucken. Und der Termin kann starten.

DER FRÜHE VOGEL FÄNGT DEN WURM!

ERKENNTNIS

Gelassenheit lässt uns mit allen Sinnen mehr und intensiver wahrnehmen und macht uns mutig und fröhlich. Es gibt viele Gründe, um aus der Haut zu fahren: Arbeit, Familie, Partner, Freunde, Straßenverkehr und vieles mehr. Wir schimpfen täglich über Dinge, die wir nicht beeinflussen können und lassen es zu, dass diese einen negativen Einfluss auf unseren Gemütszustand haben.

Was ist aus unserer Sicht eigentlich Gelassenheit? Gelassenheit ist ein Zustand von Souveränität. Die Fähigkeit, Situationen einfach zu akzeptieren, die man selbst nicht ändern kann und die Fähigkeit, angemessen damit umgehen zu können. Studien zeigen, dass gelassene Menschen gesünder sind. Um genauer zu sein, haben Menschen die gelassen sind weniger Kopfschmerzen, Herzprobleme und weniger Verspannungen. Sie grübeln seltener, sind zufriedener und leben glücklicher.

Also stellt sich die Frage:

Nutzen Sie stattdessen diese wertvolle Zeit, um sie mit angenehmen Dingen zu füllen, beispielsweise mit einem Telefonat mit einem Menschen, der Ihnen nahe steht.

Diese Informationen werden schließlich den ganzen Tag in allen Nachrichtensender zu jeder Stunde wiederholt – also Sie verpassen nichts. Verbinden Sie das Frühstücken und die Autofahrt lieber mit schönen Gesprächen mit der Familie oder Freunden.

UNSER DOLCE- VITA- TIPP

Beginnen Sie den Tag mit Gelassenheit. Wenn Sie das nächste Mal in einer Situation sind, bei der Sie typischerweise aus der Haut fahren, dann machen Sie Folgendes: Bleiben Sie einfach ruhig – ja, schimpfen Sie nicht. Fragen Sie sich: Was genau passiert gerade? Ist es wirklich so schlimm? Kann ich die Situation ändern, wenn ich mich aufrege? Seien Sie sich bewusst, dass Sie alleine darüber entscheiden, ob sie gelassen bleiben oder ob Sie aus der Haut fahren. Nutzen Sie jede Gelegenheit, beispielsweise beim Frühstück, während der Aufzugsfahrt oder im Stau, um sich mit Mitmenschen freundlich auszutauschen.

Achten Sie dabei bewusst darauf, dass Sie positive Gesprächsthemen wählen.

ROM, 10 UHR

Der erste Termin an diesem Tag.

Alle Teilnehmer erfreuen sich guter Laune und begrüßen sich herzlich. „Buongiorno – bello rivederti, ti trovo benissimo – Guten Morgen schön dich zu sehen, du siehst blendend aus“. Eine genaue Agenda gibt es nicht – jeder kennt das Thema und jedem ist klar, um was es geht. So langsam füllt sich der Raum, wer fehlt ist der Projektverantwortliche, der den aktiven Part im Meeting hat. Dafür kommt gerade sein Mitarbeiter rein und verkündet eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte Nachricht: Der Projektverantwortliche kann nicht teilnehmen. Die gute Nachricht: Er springt spontan für ihn ein. Auch ohne große Vorbereitung gibt er ein umfassendes Bild über den Projektstatus. Die Stimmung ist locker, der Termin wird zum Brainstorming. Alle sind begeistert und freuen sich, Ihren Beitrag geleistet zu haben. Die Vertretung wird mit Komplimenten überhäuft. Spontan und kompetent hat er seinen Chef vertreten.

Die Mittagspause rückt näher. Und schon murmelt es: „Kantine oder Trattoria?“ alle sind sich einig. Nach so einem erfolgreichen Termin, darf man sich was gönnen – ja wir haben uns ein gutes Essen in der Trattoria verdient.

TUTTI SONO UTILE E NESSUN INDISPENSABILE!

ALLE SIND NÜTZLICH NIEMAND IST UNERSETZLICH!

FRANKFURT, 10 UHR

Bereits der zweite Termin am diesem Tag.

Alle sind pünktlich im Meetingraum und nehmen Platz. Keiner hat Lust auf dieses Meeting, da bereits am Vortag der kaufmännische Leiter per E-Mail alle Teilnehmer informiert hat, dass er nicht am Meeting teilnehmen kann und ihn dafür sein Mitarbeiter vertreten wird.

Die Agenda ist klar strukturiert, die aktuelle Lage wird besprochen und wie so oft hat die Vertretung keine Entscheidungsbefugnis. Was sich später durch das erfolgreiche Abwehren neuer Ideen und Vorschläge der Vertretung bestätigt. Die Stimmung ist entsprechend angespannt. Das PowerPoint-Karaoke kann beginnen. Der Frustrationsgrad steigt. Die Teilnehmer wagen einen Vorstoß mit neuen Ideen. Für ein Brainstorming ist keine Zeit, wie auch – ist schließlich nicht Bestandteil der Agenda.

Das Meeting endet pünktlich um 12 Uhr. Die Teilnehmer werden informiert, dass sie spätestens morgen früh das Protokoll erhalten werden. Die Frage einer gemeinsamen Mittagspause stellt sich nicht, da die Mittagsessenstermine für die nächsten Wochen bereits verplant sind. Nun heißt es: Schnell in die Kantine, bevor der große Ansturm kommt.

ORDNUNG IST DAS HALBE LEBEN!

ERKENNTNIS

Vielen Menschen fällt es schwer, Aufgaben oder Verantwortlichkeiten zu delegieren, weil Sie einfach nicht loslassen können. Gründe dafür sind: Übertriebener Ehrgeiz, Kontrollsucht, Angst vor Konkurrenz und die Überzeugung, dass keiner in der Lage ist, dass zu leisten, was man selbst leistet.

Die große Kunst ist es, Vertrauen in Mitmenschen zu haben und auch Anderen zuzutrauen, dass Sie durchaus in der Lage sind, Gleiches oder Besseres zu leisten. Mitarbeitern, denen man Vertrauen schenkt, fühlen sich wertgeschätzt und dadurch motiviert. Führungskräfte, die ihren Mitarbeitern mit Vertrauen begegnen, fördern nicht nur die Entwicklung Ihrer Mitarbeiter, sondern werden als guter Chef wahrgenommen. Zudem gewinnt der Manager mehr Zeit für das Wesentliche und für die Interaktion mit den Mitarbeitern, Kollegen und Mitmenschen. Der Stresslevel reduziert sich erheblich, wenn Sie lernen loszulassen und Ihren Mitmenschen zu vertrauen.

UNSER DOLCE- VITA- TIPP

Bitte belassen Sie es bei den strukturierten Meetings und bei der Pünktlichkeit. Lassen Sie dabei jedoch ausreichend Spielraum für neue Ideen, indem Sie in Zukunft beispielsweise 20 Minuten Puffer dafür einplanen.

Lassen Sie auch mal los und vertrauen Sie Mitarbeitern und Kollegen, indem Sie wichtige Aufgaben und Entscheidungen delegieren. Gehen Sie großzügig mit Lob um. Dies schafft Vertrauen und motiviert Ihre Mitmenschen. Ganz nebenbei werden Sie zu einer beliebten und sympathischen Persönlichkeit.

Halten Sie sich in der Woche mindestens zwei Mittagsessentermine frei, um spontan bleiben zu können und sich vielleicht das ein oder andere Mal ein Mittagessen bei Ihrem Lieblingsitaliener zu gönnen.

ROM: MITTAGSPAUSE

„Ciao ragazzi!“ empfängt uns Franco, der Inhaber der Trattoria, bereits aus der Ferne. Wie viel Personen seid ihr? Wir sind 8 Personen. Franco sagt: Das ist ein schöner Tisch für Euch. „Ragazzi nehmt Platz, heute habe ich etwas ganz Leckeres für Euch da.“ „Was gibt es heute Leckeres?“ Franco sagt: „Lasst Euch überraschen!“

Der Appetit ist groß und die Spekulationen, über das was Franco bringen wird, überschlagen sich. Es wird gelacht und wild gestikuliert. Zwischenzeitlich füllt sich der Tisch mit leckeren Antipasti: Bruschetta, gegrillte Zucchini, Büffelmozzarella, Grissini mit hauchdünnem Parmaschinken und Oliven. Ein Gläschen Wein dazu? Perché no? - Warum nicht? Das Gesprächsthema ist wie üblich: Essen, Fußball, Familie und das heutige Etappenziel der Mille Miglia in Roma. „Ah che buono“ – wie lecker! Es gibt Spaghetti im Parmesanleib mit Trüffelsplitter für alle. „Una favola – ein Traum“. Das Vertrauen in Franco hat sich, wie immer, ausgezahlt! Zum Abschluss gibt es noch einen hausgemachten Tiramisu und natürlich einen Espresso. Der geht aufs Haus. Was für ein schönes Mittagessen. Die richtige Stärkung für den anstehenden Nachmittag.

NELLA BUONA COMPAGNIA NON CI STA LA MALINCONIA!

IN GUTER BEGLEITUNG GIBT ES KEINE SCHWERMUT!

FRANKFURT: MITTAGESSEN

Die Kantine ist überfüllt.

Zwei freie Plätze zu finden wird schwierig. Heute gibt es Schinkennudeln, Currywurst mit Pommes oder die übliche Salattheke. Sofern noch etwas übrig ist. Wäre nicht das erste Mal, dass das Salatbuffet schon leer ist. Tatsächlich, nur noch Reste in der Salattheke. Also doch lieber Currywurst. Die Hektik in der Kantine erinnert an den Verkehr von heute Morgen. Tatsächlich finden sich zwei Plätze.

Der Geräuschpegel macht die Unterhaltung wirklich schwierig. Das Gesprächsthema basiert auf geschäftlichen Themen. Es wird über den steigenden Druck bei der Arbeit, die Europakrise und die anstehenden Projekte gesprochen. Die Zeit verfliegt. Jetzt noch schnell einen Kaffee im Kantinenbistro trinken. Leider nicht möglich - die Schlange an der Kaffeebar ist unendlich und das dauert wieder viel zu lang. Lieber zurück an den Arbeitsplatz, es müssen noch dringend ein paar E-Mails raus, bevor das nächste Meeting ansteht.

ERST DIE ARBEIT, DANN DAS VERGNÜGEN!

ERKENNTNIS

Empathie ist im Umgang mit Kunden und Kollegen extrem wichtig. Denken Sie an den Gastwirt. Wie schafft er es seinen Gästen ein gutes Gefühl zu geben? Es ist die herzliche Begrüßung, die außerordentliche Gastfreundlichkeit und die Feinfühligkeit beim Zusammenstellen des Essens. Und natürlich ist es auch die Aufmerksamkeit, die er zeigt, indem er regelmäßig nachgeschenkt und immer wieder für frisches Brot sorgt. Der Gastwirt weiß genau, wo seine Kunden sitzen wollen und was ihre Vorlieben sind. Es gelingt ihm immer, seinen Gästen ein gutes Gefühl zu geben. Die Kombination dieser Eigenschaften macht ihn zu einem sympathischen Menschen und qualifiziert ihn als absoluten Empathie-Spezialisten.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten diese Empathie im Umgang mit Ihren Mitarbeitern, Kollegen, Kunden und Mitmenschen. Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Wünsche Ihrer Mitmenschen und Kunden von den Lippen ablesen. Sie kennen deren Bedürfnisse und haben die Fähigkeit Ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln. Sind wir uns einig, dass dies ein absoluter Erfolgsgarant ist?

Bevor wir uns in die Lage von jemand versetzen können, müssen wir uns mit der Person beschäftigen. Ein guter Gastwirt macht das hervorragend, denn er versetzt sich in die Lage seines Gastes und agiert entsprechend. Jede Kundenbindungsstrategie, egal wie ausgefeilt sie ist, scheitert, wenn sie nicht auf Empathie und Freundlichkeit basiert.

Menschen werden sich Ihnen lieber zuwenden, weil Sie Ihre positive Einstellung spüren und sich über die angenehmen Gesprächsthemen freuen. Nutzen Sie diese Gelegenheit auch in Ihrer Mittagspause. Pausen sind nicht gleich Pausen. Angenehme Gesprächsthemen im Arbeitsalltag machen den Kopf frei und geben wieder Kraft und Motivation für die bevorstehenden Herausforderungen.

UNSER DOLCE- VITA- TIPP

Beschäftigen Sie sich ausgiebig mit Ihren Mitmenschen. Zeigen Sie aufrichtiges Interesse. Das macht sympathisch und weckt Vertrauen. Geben Sie Ihren Mitmenschen ein positives Gefühl, und sie werden immer wieder gerne zu Ihnen kommen. Wählen Sie Ihre Gesprächsthemen sorgfältig aus. Beim Essen die Probleme vom Vormittag durchzugehen, trägt nicht dazu bei, Ihr Stresslevel zu senken. Interessieren Sie sich für Ihr Gegenüber und seien Sie ein guter Zuhörer. Sprechen Sie über Interessen, Vorlieben und Hobbys. So üben Sie sich in Empathie und in Freundlichkeit. Auf diese Art und Weise verstärken Sie Ihre eigenen positiven Emotionen und werden im Kontakt mit anderen Menschen offener. Andere Menschen werden sich Ihnen verstärkt zuwenden, weil Sie Ihre positive Einstellung spüren und sich bei Ihnen wohl fühlen.

Gehen Sie auch mal in der Mittagspause zu Ihrem Lieblingsitaliener, Sie werden sich wundern, wie sehr er sich über Ihren Mittagsbesuch freuen wird und wie sehr Sie dabei abschalten und sich erholen können. Denken Sie daran, Erholung fördert Ihre Kreativität, Aufmerksamkeit und Genauigkeit.

ROM, 15 UHR

Die Vorbereitungen auf den anstehenden Kundentermin laufen. Beim Überfliegen der Unterlagen hat sich herausgestellt, dass sich ein Fehler bei der Preisliste eingeschlichen hat. Kein Problem, nichts was man nicht lösen könnte. Ein Anruf genügt. „Ciao Francesca, ich hatte dir doch heute morgen im Aufzug kurz von meinem Kundentermin erzählt. Ich brauche bitte deine Hilfe. Hast du kurz Zeit für mich?“ Francesca sagt: „Klar, ich habe dir gesagt, dass ich mir für Dich immer Zeit nehme. Ich bin in 5 Minuten bei dir“.

UNA MANO LAVA L´ALTRA!

EINE HAND WÄSCHT DIE ANDERE!

FRANKFURT, 15 UHR

Alles ist perfekt für den anstehenden Kundentermin vorbereitet. Schließlich haben alle schon seit Wochen daran gearbeitet. Diverse Szenarien sind im Back-up der Präsentation. Alle möglichen Fragen wurden analysiert und die passenden Antworten wurden schon auf Folien dargestellt. Trotz mehrmaliger Prüfung stellt sich heraus, dass die Produktliste nicht vollständig ist. Die Anspannung und Hektik ist nicht zu übersehen. „So ein Mist, die Produktliste ist nicht vollständig.“Eine Kollegin möchte unterstützen und fragt: „Soll ich die aktuelle Liste für dich suchen?“ Man antwortet: „Nein, ich bin mir sicher, dass ich die aktuelle Preisliste habe und irgendwo hier sein muss.“ Was für ein Stress, gerade noch rechtzeitig geschafft.

OHNE FLEIß KEIN PREIS!

ERKENNTNIS

Nichts geht über eine gute Planung und Vorbereitung, besonders wenn es um Kunden und wichtige Termine geht. Wer jedoch zu akribisch plant und organisiert und damit in Perfektionismus ausartet, setzt sich selber und Druck, was wiederum zu Stress führt. Gestresst und angespannt in einen Kundentermin zu gehen, ist nicht förderlich und zielführend. Diese Anspannung verhindert eine angenehme Gesprächsatmosphäre.

Der Erfahrungsaustausch und Dialog mit Ihren Kollegen ist bereichernd und grundsätzlich profitiert man von den Erfahrungen der Mitmenschen. Die Kollegen auch mal um Hilfe zu bitten oder deren Hilfe anzunehmen, ist ein Zeichen von Größe.

UNSER DOLCE- VITA- TIPP

Behalten Sie das Pflichtbewusstsein und die gute Planung und Vorbereitung für wichtige Termine bei. Machen Sie sich dabei bewusst, dass es Perfektion nicht gibt. Seien Sie also gnädig mit sich selbst. Keiner ist perfekt. Bleiben Sie entspannt und fragen Sie sich in einer gestressten Situation: Was ist das Schlimmste, was passieren könnte?

Wie der Schweizer Journalist, Walter Luding, sagte: „Wer alles perfekt haben und stets perfekt sein will, wird perfekt unglücklich!“ Ein Italiener würde sagen: „Perfektionismus ist wie Salz, zu viel davon macht die Suppe ungenießbar!“

Nehmen Sie Hilfe an oder fragen Sie auch mal Ihre Mitmenschen nach Unterstützung, wenn es mal nicht so läuft, wie Sie es sich vorgestellt haben. Die wahre Bereicherung ist, mit Menschen zusammen zu arbeiten, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Das macht sogar Spaß!

ROM, 16 UHR

Der Geschäftstermin mit Kunden aus Frankreich steht an. „Bonjour Madame, Bonjour Monsieur.“ Die Kunden werden mit einer kurzen Begrüßung auf Französisch überrascht. Die katastrophale französische Aussprache findet der Italiener selber witzig und entsprechend lachen alle Teilnehmer. Die Franzosen schätzen die Mühe sehr, dass Sie in ihrer Sprache begrüßt werden. Diese nette Geste und das Gelächter sorgen gleich für eine gute und lockere Stimmung. Der Small Talk entsteht von selbst. Die Franzosen wundern sich über die vielen Oldtimer in der Stadt und fragen danach. Man erklärt ihnen mit Leidenschaft, dass die Mille-Miglia-Etappe heute in Rom stattfindet und deswegen so viel Oldtimer in der Stadt sind. Die Mille Miglia ist die Mutter aller Oldtimer-Rennen. Sie startet jedes Jahr in Norditalien, genauer gesagt in Brescia und hat mehrere Etappenziele. Das ganze Rennen ist eine traumhaft schöne Panoramafahrt. Es wird auf Landstraßen gefahren und dabei auf den schönsten Flecken Italiens jedes Etappenziel gefeiert. Die Kunden sind begeistert. Fantastico - fantastisch!

Dieses Thema ist die perfekte Einleitung für die anstehende Verhandlung. Die Kunden werden mit leckeren Cantuccini – Mandelgebäck und Espresso verwöhnt. Die Verhandlungen beginnen, das Gespräch ist offen und die Atmosphäre ist angenehm. Die Kunden fühlen sich wohl. Eine wunderbare Basis für einen Kundentermin.

LA GENTILEZZA E LA PASSIONE APRONO TUTTE LE PORTE!

HÖFLICHKEIT UND LEIDENSCHAFT ÖFFNEN ALLE TÜREN!

FRANKFURT, 16 UHR

Der Geschäftstermin mit Kunden aus Spanien steht an. „Good Morning, Ladies and Gentlemen“. Die Spanier wirken sehr ruhig.

Es wird kurz darüber gesprochen, wie die Reise verlaufen ist und gleich geht es weiter mit der Vorstellungsrunde aller Anwesenden. Nun wird die Agenda vorgestellt und der Konsens der spanischen Kunden eingefordert. Alle sind mit der Vorgehensweise und Agenda einverstanden. Perfekt. Pünktlich und durchgetaktet gehen sie Punkt für Punkt der Agenda durch. Alles liegt genau in der Zeit und läuft nach Plan – wunderbar! Eine optimale Basis, um den Kunden von der eigenen Effizienz, zu überzeugen.

ORDNUNG MUSS SEIN!

ERKENNTNIS

Die Gäste, in ihrer Sprache zu begrüßen und sich dabei nicht zu ernst zu nehmen, bricht die Barriere und schafft Nähe, Verbundenheit und macht ganz einfach sympathisch. Wer sich selber nicht zu ernst nimmt, kann viel leichter mit schwierigen Situationen umgehen. Selbstironie ist die Wunderwaffe der Kommunikation. Mit ihrer Hilfe gelingt es, Missgeschicke zu meistern und eine lockere und angenehme Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Eine lockere und angenehme Gesprächsatmosphäre ist eine hervorragende Basis für erfolgreiche Geschäftstermine. Gastfreundschaft bedeutet, den Gast in einen Wohlfühlzustand zu bringen, ihn über das Land und Traditionen zu informieren und daran teilhaben zu lassen. Menschen werden sich nicht erinnern, was Sie gesagt haben. Die Menschen werden sich nicht daran erinnern, was Sie gemacht haben. Die Menschen werden sich daran erinnern, wie Sie sie haben fühlen lassen.

UNSER DOLCE- VITA- TIPP

Seien Sie öfter mal selbstironisch. Wenn das nächste Mal ein Missgeschick passiert oder Sie etwas nicht perfekt aussprechen, dann lachen Sie selbst darüber und machen einen Witz daraus. Machen Sie folgende Übung:

Notieren Sie sich Missgeschicke aus der Vergangenheit und überlegen Sie sich, wie Sie mit Ironie darauf hätten reagieren können und welcher Spruch passend gewesen wäre, um darüber zu lachen.

Seien Sie ein guter Gastgeber. Befassen Sie sich ausgiebig mit Ihren Gästen und lassen Sie sie an Ihren Traditionen und Ihrer Esskultur teilhaben. Seien Sie aufmerksam und sorgen Sie dafür, dass Ihre Gäste sich wohl fühlen und sich mit Freude an die Begegnung erinnern.

BONUS TIPP: DAS MILLE-MIGLIA-PRINZIP

Nehmen Sie sich für Ihren Erfolg die Mille Miglia als Beispiel.

Bei der Mille Miglia nehmen Liebhaber und Sammler aus unterschiedlichsten Ländern und mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen teil. Die Leidenschaft, die Freude und das Wechselbad der Gefühle machen es zum schönsten Autorennen der Welt. Hier behält man den Gesamterfolg im Fokus und feiert die Zwischenerfolge ausgiebig. Die Leidenschaft – la pura passione - und die Freude – la felicitá –, sind wesentliche Erfolgsfaktoren.

Betrachten Sie jeden Zwischenerfolg als Etappenziel und feiern Sie das mit Ihren Mitmenschen. Genießen Sie den Weg zum Ziel und zu Ihrem Erfolg. Bringen Sie Freude und Leidenschaft in Ihr Leben und in Ihren Alltag, indem Sie sich auf Ihre Stärken konzentrieren. Teilen Sie die Dinge, die Sie am Meisten begeistern und die Sie mit Freude füllen mit anderen Menschen.

ROM: FEIERABEND

Die abendlichen Sonnenstrahlen füllen das Büro. „Ragazzi, vi va di prendere un aperitivo? Leute, wer hat Lust auf ein Aperitif?“ Es finden sich gleich ein paar begeisterte Kollegen. Der richtige Impuls, um den Computer auszuschalten. Treffpunkt auf der Piazza Navona – al Bar del Fico. In einer kleinen Gasse befindet sich hier, neben einem Feigenbaum, eine kleine Bar, wo sich Kollegen und Freunde nach der Arbeit treffen, um einen Arbeitstag mit Aperol Spritz, Weißwein und Snacks ausklingen zu lassen. Der Aperitif ist in Italien eine schöne Art, um den Arbeitstag hinter sich zu lassen und in netter Gesellschaft, den richtigen Abstand zur Arbeit zu gewinnen.

CHI BEVE IN COMPAGNIA, VIVE IN ALLEGRIA!

WER IN GESELLSCHAFT TRINKT, LEBT MIT FREUDE!

FRANKFURT: FEIERABEND

Die Büroräume leeren sich. Eigentlich die perfekte Zeit, um die To-Do-Liste abzuarbeiten. Noch schnell ein paar E-Mails checken, die sich im Laufe des Tages angesammelt haben. Jetzt den Computer ausschalten und ab geht’s nach Hause. Das war vielleicht ein anstrengender Tag. Mist, schon wieder Stau – schlimmer als heute morgen.

WAS DU HEUTE KANNST BESORGEN, DAS VERSCHIEBE NICHT AUF MORGEN!

ERKENNTNIS

Der Arbeitsalltag ist heutzutage geprägt von Hektik, Druck und Stress. Umso wichtiger ist es, ein angenehmes Arbeitsklima zu haben. Machen Sie sich bewusst, wie viel Zeit Sie bei der Arbeit und mit Ihren Kollegen verbringen und wie sehr dies Ihre Lebensqualität beeinflusst. Ein gutes Betriebsklima ist die Grundvoraussetzung für Motivation, Zufriedenheit und Spaß bei der Arbeit.

Studien besagen, dass für einen Großteil der Berufstätigen ein gutes Verhältnis zu den Kollegen, der wichtigste Faktor für Zufriedenheit im Berufsleben ist. Sich gelegentlich nach der Arbeit mit Kollegen zum gemeinsamen Drink zu treffen und dabei in Gelassenheit und Geselligkeit den Abend zu genießen, fördert die Beziehung unter Kollegen. Der Unternehmenserfolg fängt bei dem alltäglichen kollegialen Miteinander an.

UNSER DOLCE- VITA- TIPP

Initiieren Sie gelegentlich spontan ein Treffen mit Ihren Kollegen direkt nach der Arbeit, um noch ein paar nette Stunden gemeinsam zu verbringen. Leben Sie nicht strikt nach der Devise: Arbeit ist Arbeit – privat ist privat. Gehen Sie beispielsweise gemeinsam in den Biergarten, in eine Bar oder treffen Sie sich zum Afterwork-Drink. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich über die Interessen und Vorlieben Ihrer Kollegen auszutauschen. Die Gespräche sollten sich nicht nur auf die geschäftlichen Themen konzentrieren. Reden Sie über Hobbys, Urlaubsziele, witzige Anekdoten aus Ihrem Leben und einfach über positive Themen. Damit Sie Ihren Kopf für den Feierabend frei haben, schreiben Sie eine Liste von den Dingen auf, die Sie am nächsten Tag erledigen wollen. Dies ist Ihr Abschluss-Ritual für Ihren Arbeitstag. Damit haben Sie gedanklich die geschäftlichen Dinge abgelegt und sind frei für einen entspannten Abend.

BONUS TIPP: IHR ERFOLGSBUCH

Legen Sie ein Erfolgsbuch an und notieren Sie sich täglich, kurz bevor Sie das Büro verlassen, Ihre Er- folge des Tages. Das kann beispielsweise ein Lob eines Kollegen oder Chefs sein, der erfolgreiche Abschluss eines Meetings, dass entspannte Mittagessen bei Ihrem Lieblingsitaliener oder das Erreichen eines Etappenziels. Und wenn Sie das noch etwas schmücken wollen: Dann notieren Sie sich dazu noch das Gefühl, das Sie dabei empfunden haben. Machen Sie daraus ein Feierabendritual.

WAS IST DIE QUINTESSENZ?

DIE DEUTSCHE VITA

Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Disziplin gehören zu den Hauptmerkmalen der Deutschen Vita. Das ’Made in Germany’ bedeutet Pünktlichkeit, Präzision und Qualität. Diese Deutsche-Vita-Merkmale tragen dazu bei, dass sehr viele Unternehmen erfolgreich sind und stetig wachsen. In der Deutschen Vita hat die Arbeit einen sehr hohen Stellenwert. Im Leben steht die Arbeit, das Streben nach Perfektion und Vollkommenheit im Mittelpunkt. Erfolgreich ist, wer viel im Beruf leistet und Karriere macht. Trotz der beruflichen Erfolge, sind viele Menschen nicht glücklich. Vielen fehlt die Fähigkeit, den Alltag zu genießen und einfach unbeschwert zu leben. Die Glücksinsel ist der Urlaub.

DIE DOLCE VITA