Wiesengrün Martin

Mein UFO-Erlebnis auf Rügen

Es gibt doch außerirdisches Leben!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

Titel

1.Über den Autor

2.Baldereck

3.Der Kontakt

4.Einstieg ins kleine UFO/Raumchiff

5.Daglo stellt die Forschergruppe vor

6.Menschen zur Dinosaurier-Zeit

7.Meine erste Nacht im Zubringer

8.Einblick in Zusammenarbeit von Körper und Seele

9.Demonstration über Außerirdische Technik

10.Das Muttschiff der Arianer

11.Kurzgeschichte der Schriftsprache

12.Die zweite Nacht im Zubringer

13.Die lange Reise der Chetenen

14.Zwischenaufenthalt auf dem Planet Aron

15.Auf dem Weg zur Erde

16.Genmanipulation an Erdenmenschen

17.Die letzten Stunden im Zubringerschiff

18.Wieder Zuhause

19.Einladung zur Internationalen UFO-Konferenz in Nevada USA

Impressum neobooks

1.Über den Autor

Im Jahr 2000 habe ich unter gleichnamigen Titel im VENTLA-VERLAG Gütersloh mein Erlebnis erfolgreich veröffentlichten können. Leider gelang es mir lediglich einige wenige Exemplare drucken zu lassen, da ich sehr knapp bei Kasse war. Inzwischen ist diese bescheidene Auflage fast vergriffen. In Absprache mit dem Verlag habe ich mich schlussendlich entschlossen, mein Erlebnis in überarbeiteter Form über diesen Weg nochmalig zu veröffentlichen. Das Cover habe ich deshalb ebenfalls übernommen. Dieses Buch schildert eine Begebenheit aus meiner Jugend in der ehemaligen DDR. Ich hatte später keine Erlebnisse dieser Art mehr. Ich konnte lange nicht darüber reden; ich hätte meine Existenz riskiert. Selbst heute ziehe ich es vor, nur mit wenigen darüber zu reden. Ich wähle daher ein Pseudonym als Autorennamen. Der Vorname, mit dem ich in der Erzählung angeredet werde, ist aber richtig. Ich bitte Sie, schlussfolgern Sie nicht vorschnell, in dem Sie ergründen wollen, ob dies nun alles wahr ist. Sind Sie bitte unvoreingenommen und denken Sie daran, wie viel Science-Fiction- und Abenteuerliteratur mit Genuss gelesen wird. Tun Sie das Gleiche. Lassen Sie sich für einige Stunden entführen in eine ganz andere Welt, denn die unsere ist oft trist genug. Was Sie hier lesen werden, hatte nur ich zu jener Zeit erlebt. Erst viel später – nach der Wende - erfuhr ich, dass ich bei weitem nicht die einzige Person war, die solch ein Erlebnis hatte, ich bin lediglich einer unter vielen.

Als es die DDR nicht mehr gab, kam ich an eine Reihe von Büchern heran, die mir zeigten, dass es auch anderen Menschen so ähnlich wie mir ergangen ist. Auch sie hatten Kontakte mit Außerirdischen. Was diese Wesen mich über die Entwicklung der menschlichen Rasse lehrten ist bei weitem nicht vollständig. Ich war ja auch nur drei Tage bei ihnen zu Gast. Ich behaupte nicht, dass ich alles verstanden habe, was man mich lehrte. Doch fand ich mein Erlebnis faszinierend.

Ich lade Sie nun ein, sich in die Welt eines verträumten 15 jährigen Bauernjungen auf der Insel Rügen im Jahr 1957 hineinzuversetzen.

Ich hatte später keine Erlebnisse jener Art mehr, aber das Erlebnis von damals, verfolgt mich bis heute, jedoch nicht immer im Guten Sinne. Ich konnte lange nicht darüber reden; ich hätte meine Existenz riskiert. Selbst heute ziehe ich es vor, nur mit wenigen darüber zu reden. Ich wähle daher ein Pseudonym als Autorennamen. Der Vorname, mit dem ich in der Erzählung angeredet werde, ist aber richtig. Ich bitte Sie, schlussfolgern Sie nicht vorschnell, in dem Sie ergründen wollen, ob dies nun alles wahr ist. Sind Sie bitte unvoreingenommen und denken Sie daran, wie viel Science-Fiktion- und Abenteuerliteratur mit Genuss gelesen wird. Tun Sie das Gleiche! Lassen Sie sich für einige Stunden entführen in eine ganz andere Welt, denn die unsere ist oft trist genug. Nur ich habe dies in jener Zeit erlebt. Erst viel später – nach der Wende - erfuhr ich, dass ich bei weitem nicht die einzige Person war, die solch ein Erlebnis hatte. Ich bin lediglich einer von vielen! Als es die DDR nicht mehr gab, kam ich an eine Reihe von Büchern heran, die mir zeigten, dass es auch anderen Menschen so ähnlich wie mir ergangen ist. Auch sie hatten Kontakte mit Außerirdischen. Was diese Wesen mich über die Entwicklung der menschlichen Rasse lehrten, ist bei weitem nicht vollständig. Ich war ja auch nur drei Tage bei ihnen zu Gast. Ich behaupte nicht, dass ich alles verstanden habe, was man mich lehrte. Doch fand ich mein Erlebnis faszinierend.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde eine Reihe von archäologischen Funden gemacht, die auf das Vorhandensein von Menschen bereits vor Millionen Jahren hinwiesen. Darwins Lehre von der Abstammung des Menschen galt noch nicht, und so sortierte man nicht genehme Fakten noch nicht aus. Die Autoren Cremo und Thomson sind diesen alten Quellen nachgegangen. In Macoupin County, Illinois, USA, war im Jahr 1862 sogar ein menschliches Skelett in einem etwa 300 Millionen Jahre alten Kohleflöz entdeckt worden. An anderen Stellen fand man Kratzspuren von Faustkeilen auf viele Millionen Jahre alten Knochen großer Urzeittiere oder es steckten noch Pfeilspitzen der Jäger in ihnen.

Ich lade Sie nun ein, sich in die Welt eines verträumten 15 jährigen Bauernjungen auf der Insel Rügen im Jahr 1957 hineinzuversetzen. Im Jahr 2000 habe ich unter gleichnamigen Titel im VENTLA-VERLAG Gütersloh mein Erlebnis erfolgreich veröffentlichten können.

Leider gelang es mir lediglich wenige Exemplare drucken zu lassen, da ich sehr knapp bei Kasse war. Inzwischen ist diese bescheidene Auflage fast vergriffen. In Absprache mit dem Verlag habe ich mich schlussendlich entschlossen, mein Erlebnis in überarbeiteter Form – an Hand eines E-Books - nochmalig zu veröffentlichen. Demzufolge übernahm ich auch das Cover.

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Ich wurde zum 13. Internationalen UFO-Kongress in Laughlin/NEVADA USA eingeladen und hielt am 08.02.2004 einen Vortrag über mein UFO-Erlebnis auf der Insel Rügen in Deutschland. Während meines Vortrages zeichnete ein UFO-Spezialist das von mir geschilderte UFO. Am nächsten Tag dieses Kongresses schenke er mir diese Zeichnung. Ich war darüber sehr erfreut!

Damals war ich 15 Jahre alt, doch nun befinde ich mich bereits im 74. Lebensjahr. Sehr interessante und bewegende Erlebnisse liegen hinter mir. An eines erinnere ich mich ganz besonders: 1957, im Juli geschah es. Während ich meinen Lieblingsplatz an der Küste der Insel Rügen - in Kohsdorf - in der Nähe von Baldereck bei Glowe, aufgesucht hatte und dort einige Stunden verweilte, begegnete ich außerirdischen Wesen (menschenähnlich). So kam es, dass sie mich eines Tages mitnahmen, um mir ihr Zubringerraumschiff vorzustellen. Sie wollten mir zeigen, was ein Erdenmensch schon lange nicht mehr so gesehen hat.

Nachdem ich wieder zu Hause angekommen war, schilderte ich diesen Vorfall zuerst meiner Mutter, später meinem Vater. Natürlich glaubten sie mir nicht und traten mir sehr skeptisch und auch bösartig entgegen. Mein Vater war Direktor eines großen landwirtschaftlichen Betriebes und hatte ein gutes Ansehen. Ein triftiger Grund, mich mit allen ihm zu Verfügung stehenden Mitteln davon abzuhalten mein Erlebnis anderen mitzuteilen, auch nicht meinen Geschwistern!

So hatte er mich grün und blau geprügelt und mich obendrein mit der Einweisung in eine Nervenanstalt gedroht, falls ich mich nicht an seine Warnung halte. Solch ein Erlebnis, wie ich es hatte, kann man nicht heraus prügeln oder mit anderen Mitteln verhindern. Ich habe mich auf meine Weise gewehrt und mich vom Elternhaus allmählich zurückgezogen.

Am 1. September 1960 meldete ich mich zur NVA, der damaligen DDR, um endlich nicht mehr den Attacken meines Vaters ausgesetzt zu sein. Noch während ich Soldat war, schmiedete ich Pläne, mich nach dem Militärdienst weiter zu bilden. So besuchte ich die Volkshochschule, um mich für ein organisiertes Studium an der Hochschule für „Staats- und Rechtswissenschaften Edwin-Hoernle in Weimar vorzubereiten. Dieses Studium habe ich erfolgreich absolviert und mir den Titel "Staatswissenschaftler" erworben. Anschließend begann ich eine Tätigkeit im Verwaltungsbereich und habe mich bis zum stellvertretenden Abteilungsleiter qualifizieren können. 1993 erwarb ich an der gleichen Hochschule den Titel Diplom-Verwaltungswirt.

Nach der Wende 1990 versuchte ich mein Erlebnis über eine eigene Webseite bekannt zu machen. Was ich in meinem Gästebuch für beleidigende Einträge lesen musste, war bemerkenswert: Äußerst dumme und unkultivierte Einträge. Es wurde immer schlimmer, und ich war deshalb gezwungen, diese Seite wieder zu schließen. Das war auch ein wichtiger Grund ein Pseudonym zu wählen, um in Zukunft meine Familie zu schützen.

Mein Aliasname ist hierbei Martin Wiesengrün

15 Jahre

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2.Baldereck

1953 im April kamen wir in Baldereck auf Rügen an. Man bot uns dieses über 100 Jahre alte Bauernhaus zum wohnen an.

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Damals war es bereits schon arg strapaziert. Natürlich wurde es zum wohnen hergerichtet, so gut es ging. Dennoch, es blieb ein altes heruntergekommenes Bauernhaus. Aber was wollten wir machen, anderen Wohnraum gab es nicht, so waren wir gezwungen darin zu leben.

Als ich mit meiner Familie in Glowe auf Rügen 1985 unseren Urlaub erlebte, machte ich dieses Foto. Da war das Haus noch vorhanden aber unbewohnt und stand zum Abriss bereit, so wie es auf diesem Foto zu sehen ist. Im Mai 2002 hatte ich ein Interview mit dem Fernsehsender NDR – Norddeutscher Rundfunk Hamburg – die über mein UFO-Erlebnis berichteten. Nach der Fernsehaufzeichnung besuchte ich noch einmal diesen Ort unserer damaligen Bleibe. Leider fand ich lediglich nur noch das Fundament vor. Im Oktober 2013 machte ich abermals einen 6tägigen Kurzurlaub in Glowe auf Rügen. Ich hatte den Wunsch noch einmal die Stelle zu besuchen, wo wir einst ein paar Jahre lebten. Ich habe gestaunt, die Natur hatte sich zurück geholt, was ihr gehörte. Es war alles üppig bewachsen.

Baldereck ist heute noch ein sehr kleiner, verschlafener Ort in der Nähe von Glowe, auf der Insel Rügen.

Von hohen Laubbäumen umringt stand das Haus, in dem wir wohnten, auf einer Anhöhe in einem kleinen Tal. Der Dachgiebel, in dem ich mein Zimmer hatte, ragte über dieses Tal hinaus. Vom Fenster meines Zimmers hatte ich einen herrlichen Ausblick. Manchmal in klaren Nächten - wenn die Sterne am Himmel wie Diamanten funkelten - saß ich dort lange und beobachtete die Sterne am Firmament, bis mir meine Augen schmerzten.

Was mag da draußen in der Tiefe des unendlichen Kosmos wohl vor sich gehen? dachte ich. Ich hätte alles dafür gegeben mehr darüber zu erfahren und zu wissen. Am Donnerstag, dem 18. Juli 1957, wanderte ich gegen elf Uhr vormittags meinem geheimen Versteck an der Steilküste entgegen. Hin und wieder trieb der Wind hellgraue Wolken vor sich her. Solche Tage liebte ich, sie zogen mich immer an die Steilküste. Um mein Versteck aufzusuchen, musste ich von unserem Haus aus gesehen, circa zwei Kilometer in nordöstlicher Richtung laufen. Bevor ich den Feldweg erreichte, der nach Kohsdorf führte – eine alte Fischerkate die schon längst abgerissen wurde. Ich legte in Sichtweite dieser Kate eine kleine Verschnaufpause ein und setzte mich auf einen seit langem dort liegenden Findling. Bis zur Steilküste hatte ich ungefähr noch einen Kilometer zurückzulegen. Ich schaute in diese Richtung - über ein großes Kartoffelfeld hinweg. Plötzlich bemerkte ich, dass aus dieser Richtung ein schwacher Schatten auf mich zukam. Ein ungefähr fünf Meter breiter, an den Rändern ausgefranster, ovaler Schatten glitt über mich. „Ach, wieder einmal eingekreist“, dachte ich und ging weiter. Dies war mir bereits mehrmals passiert. Ich hatte nur nicht so darauf geachtet, weil nichts Besonderes mit mir geschehen war. Ich fand es nur seltsam, dass mich dabei eigenartige Gefühle und später schöne Träume überkamen. Ich fand es lustig, wenn mich solch ein Schatten begleitete. Darüber machte ich mir jedoch noch keine großen Gedanken.

Ich kürzte den Weg ab, indem ich den Kartoffelacker in nordöstlicher Richtung überquerte. Während ich das tat, fühlte ich mich dennoch irgendwie beobachtet. doch weit und breit war keine Menschenseele zu sehen. Nur ein paar Kühe weideten sorglos im Kleefeld in meiner Nahe. Je länger ich über mein seltsames Gefühl nachdachte, umso mehr erinnerte ich mich an acht oder neun frühere Begegnungen mit dem seltsamen Schatten der mich wiedermal vereinnahmte. So intensiv wie gegenwärtig war mein Gefühl aber noch nie gewesen.

In Gedanken versunken, stolperte ich über einen kleinen Feldstein. Erst jetzt merkte ich, dass ich mich bereits auf der anderen Seite des Feldweges befand, am Rande eines riesigen Kleefeldes.

Bild 4Lageplan vom Wohnhaus und Umgebung

1. In Baldereck, in einem kleinen Tal, stand unser Haus.

2. Hier ging ich am 18. Juli querfeldein.

3. Diesen Feldweg kreuzte ich auf dem Weg zum Versteck.

4. Mein geheimes Versteck an der Steilküste.

5. Mein Fluchtweg vom Versteck zur Kate am 18. Juli 1957.

6. Der westliche Eingang zur alten Bauernkate Kohsdorf. Hier stand ich am 23. Juli 1957, am sehr frühen Morgen, als ich die fremden Wesen zum ersten Mal sah.

7. Kohsdorf, die alte Bauernkate. Es gab dort aber nur noch Bäume und Sträucher.

8. Östlich der Kate stand am 23. Juli 1957 das Flugobjekt.

9. Etwa einhundert Meter entfernt wurde ich 2 ½Tage später, am 25. Juli 1957 gegen 19 Uhr, wieder abgesetzt.

Ich blickte in Richtung Küste. Nichts, keine Menschenseele. Nur die Lerchen trillerten ihre Melodie. Als ich weiterging schoss verschreckt eine Lerche mit lautem Getriller in die Höhe. Ich schaute ihr nach und entdeckte plötzlich zwei große, weiß-gelblich leuchtende, an den Rändern ausgefranste Flecken. Sie schwebten vor meinen Augen hin und her, stoben auseinander, kreuzten sich und flogen dann in nordöstlicher Richtung davon. Als ich meinen Weg fortsetzte, begann das Geflimmer von neuem. Diesmal aus südöstlicher Richtung. Ganz schnell machte ich die Augen auf und zu. Ich wollte ergründen ob dieser Effekt durch mich verursacht wurde. Tatsächlich, es flimmerte nicht mehr. Ich nahm an, meine Augen waren überanstrengt. Rasch lief ich meinem geheimen Ausguckplatz entgegen.

Im Bereich des Wulfes - so nannte man einen Abschnitt der dortigen Küste – wuchs oberhalb der Küste dichtes Gebüsch aus Haselnusssträuchern, Weißdorn, Schlehen, Hainbuchen und anderen Sträuchern. Dazwischen standen Wind verkrüppelte Kiefern. An einer Stelle befand sich ein ungefähr zwanzig Quadratmeter großer, mit Gras bewachsener, zwei Meter tiefer gelegener Vorsprung. Vom Vorsprung bis hinunter zum steinigen Strand fiel die kalkweiße Küste fast fünfzehn Meter steil nach unten ab. Damit ich mein Versteck besser erreichen konnte, hatte ich mir ein paar Stufen gebaut. Nur ich allein kannte diese Stelle. Hier bot sich mir die herrlichste Sicht.

Bei klarem Wetter schien Kap Arkona sehr nahe zu sein. Bizarr ragte die hohe schroffe Küste des Kaps, mit seinem Leuchtturm für die Schiffe weit sichtbar. Wenn die Schwedenfähre im weiten Bogen vorbei fuhr oder Fischerboote hinaus tuckerten, gefolgt von Möwen, die im Wind segelten, konnte es keine schönere Kulisse geben. Diesen kleinen Flecken Erde liebte ich über alles. Dort angekommen aß ich einen Happen und begann gleich mit meiner Lieblingsbeschäftigung: Beobachten, nichts als beobachten und die schöne Welt in mich hineinsaugen. Jedes Mal berauschte mich die Natur von neuem. Nach einiger Zeit aber machte mich das Beobachten müde. Ich ordnete den Liegeplatz, setzte meine Sonnenbrille auf und legte mich auf den Rücken. Dösend schaute ich in den Himmel. Unaufhörlich schob der Wind die Wolken vor sich her. Mal eine kleine, mal eine größere oder ein ganzes Wolkenband. Es sah aus, als hüpfe die Sonne von einer Wolke zur anderen. Bald überfiel mich Müdigkeit und ich schlief fest ein. Nach ungefähr zwei Stunden geruhsamen Schlafes weckte mich die herauf kriechende Kühle der See. Der Wind blies jetzt etwas heftiger. Als ich meine Augen öffnete, sah ich wieder dieses Flimmern über mir. Ich setzte mich hin, ließ mich wieder nach hinten fallen und machte die Augen mehrmals auf und zu. Hellgelb, weißgelb, hellgelb, weißgelb, dunkelrot, flimmerte es mir entgegen. Mir fuhr der Schreck in die Glieder. Stimmte etwas nicht mit meinen Augen? Abermals setzte ich mich und schaute auf die Ostsee.

Es flimmerte nicht mehr. Froh darüber, dass ich mich getäuscht hatte, legte ich mich wiederholt auf den Rücken und schaute in den leicht bewölkten Himmel. Es flimmerte doch noch. Neugierde packte mich! Dank meiner Sonnenbrille konnte ich mich auf die flimmernde Stelle konzentrieren. Obwohl die Sonne gelegentlich zu stark schien, konnte ich einigermaßen ins Gegenlicht sehen. Nach und nach erkannte ich einen runden und einen dreieckigen Umriss. Darunter flimmerte es, als würde jemand ständig eine mehrfarbige Lampe ein- und ausschalten, nur viel schneller. Mein Herz fing an zu rasen und klopfte wie ein Hammer auf einen Amboss. Bumm! Bumm! Bumm!

Was mag das wohl sein, wodurch flimmert es so stark? schwirrte es in meinem Kopf herum. Ungeduldig wartete ich. Bald schob der Wind wieder eine Wolke vor die Sonne. Nun sah ich, woher es flimmerte. Es waren zwei riesige Scheiben; die eine war oval, die andere schien dreieckig zu sein. In einer Höhe von etwa 150 bis 200 Meter standen sie über mir. Unter ihnen war ein starkes, kontinuierlich pulsierendes Licht. Plötzlich fingen diese Scheiben an zu wackeln. Sie schwebten hoch und runter und schaukelten nach links und rechts. Kurze Zeit später standen sie still, als ob sie jemand als Lampe aufgehängt hatte. Ich geriet in Panik. Wie ein Stock lag ich momentan bewegungslos auf der mitgebrachten Decke. Ich atmete ganz langsam und sah dabei ängstlich nach oben. Es klopfte immer heftiger in meinem Schädel, fast wurde mir dadurch schwindlig. Trotz meiner Aufregung behielt ich die Scheiben argwöhnisch im Auge. Nach ein paar Sekunden stoben sie auseinander, flogen einen großen Kreis und kehrten an die alte Stelle über mir zurück. Die ovale Scheibe löste sich langsam aus der Formation. Sie wurde immer schneller, vollführte dann ein Looping und verschwand mit rasender Geschwindigkeit in Richtung Osten. Die mehr oder weniger dreieckige Scheibe stand noch bewegungslos am Himmel. Gespannt wartete ich, was passieren würde. Unerwartet taumelte sie und fiel wie ein Stein auf mich zu. Augenblicklich krampfte sich mein Körper zusammen. Mein Herz wummerte immer stärker in mir. Ich hatte das Gefühl als wolle mich jemand in Stücke reißen. In Panik sprang ich aus meinem Versteck und rannte, was meine Beine hergaben, zur ehemaligen Bauernkate Kohsdorf von meinem Versteck aus in südlicher Richtung. Dort standen schon längst keine Häuser mehr. Es gab nur noch die großen alten Bäume, umgeben mit dichtem Gestrüpp. Die alte Kate war von meinem Versteck ungefähr einhundert fünfzig bis zweihundert Meter entfernt. Im üppigen Gebüsch der alten Kate suchte ich Schutz und sprang außer Atem dort hinein, wie eine gejagte Katze. Völlig ausgepumpt setzte ich mich auf einen halb verfaulten Baumstumpf. Ich war der Ohnmacht nahe. Nachdem ich mich ein wenig beruhigen konnte, schaute ich durchs Geäst in die Richtung aus der ich gekommen war. Ich entdeckte nichts Besonderes. Nur der Wind ließ die Blätter rauschen. Ich schaute auf meine Taschenuhr. Es war 3 Minuten nach 19 Uhr. Es war Zeit, ich musste nach Hause! Ich verließ meinen Unterschlupf in entgegengesetzter Richtung. Auf der verwilderten Wiese schaute ich mich noch einmal um. Plötzlich entdeckte ich das Dreieck über der Kate. Es hing scheinbar starr in der Luft. Wie vom Schlag getroffen, zuckte ich zusammen. Wumm, wumm, wumm, donnerte es wieder in meinen Schläfen. Mein Blut raste durch die Adern und ich hatte das Gefühl, sie würden gleich zerfetzt werden. Ich begriff, dass das seltsame Ding mich verfolgt hatte. Ich konnte mich gar nicht verstecken. Ich fühlte mich wie gelähmt, auch schreien konnte ich nicht. Ich konnte keinen vernünftigen Gedanken fassen. Ich hatte das Gefühl, als krame jemand in meinem Gehirn herum. Mir wurde speiübel und ich sackte zusammen; meine Sinne schwanden. Nach ungefähr 3 bis fünf Minuten erwachte ich wieder. Regungslos lag ich auf dem Boden. Vorsichtig wagte ich noch einen Blick in Richtung Kate. Nichts entdeckte ich, überhaupt nichts! Furchtsam erhob ich mich, doch bald wurde mir ganz anders. Ich fühlte plötzlich innere Ruhe und Ausgeglichenheit, ja schließlich sogar große Freude. Tollkühn hopste ich auf der Wiese umher. Allmählich legten sich diese eigenartigen Emotionen. Natürlich machte ich mir auf dem Nachhauseweg Gedanken, was wohl geschehen war. Ich merkte dabei gar nicht, dass ich an unserem Haus vorbeilief. Ich betrat gerade die Hauptstraße, die nach Lohme führte. Augenblicklich wurde mir bewusst, dass ich überhaupt nicht zur Straße wollte. So kehrte ich um und lief die paar Schritte zurück zu unserem Haus. Kaum kam ich dort an, lief ich ausgerechnet meiner Mutter in die Arme. Ich wollte schnellstens an ihr vorbeihuschen, aber sie hielt mich am Arm fest.

Halt, mein Großer, wo kommst du jetzt her?“

Na von der Küste.“

Wieso, welche Küste, du erscheinst mir blass. Hast wohl Dummheiten gemacht?“

Iwo, nee, nee, aber was Aufregendes erlebt.“

Was hast du schon Aufregendes erlebt, mein Junge“, bemerkte sie abwertend.

Das kann ich dir nicht erzählen, das glaubst du sowieso nicht.“

Sie ließ mich los und schob mich sanft ins Haus.

Los, rein mit dir, Abendessen“, forderte sie mich auf. Froh, ohne weitere bohrende Fragen davongekommen zu sein, verzog ich mich in meine Kammer. Müde fiel ich aufs Bett und allerlei wirres Zeug ging mir durch den Kopf. Mit lautem Krach schlug das Zimmerfenster zu. Das riss mich aus meinen Gedanken. Während ich mich wusch, bemerkte ich, dass meine Haut schwach rötliche Verfärbung zeigte, doch ich spürte keine Schmerzen. Obwohl ich müde war, konnte ich nicht gleich einschlafen. Unentwegt plagte mich mein Erlebnis. Doch allmählich säuselte mich das Rauschen der Bäume hinter unserem Haus in den Schlaf.

Ich hatte einen merkwürdigen Traum. Am Anfang sah ich einen Wald aus knorrigen Bäumen und einen Nebel, aus dem zwei Wesen auftauchten. Langsam verzog sich der Nebel. Zwei behelmte Wesen, in silbern funkelnden Anzügen, standen vor hohen Laubbäumen. Sie gaben mir Handzeichen und nickten mit den Köpfen. Ich begriff, dass sie mich einluden, näher zu ihnen zu kommen. Das kleinere Wesen rief mich mit meinen Vornamen in meiner Sprache. Eine rätselhafte Kraft zog mich in seine Nähe. Es fragte mich:

Hast du den Mut mit uns zu kommen. Es geschieht dir nichts Böses. Du musst auch keine Angst haben. Wir wollen dir etwas zeigen, was kein Erdenmensch seit langem so gesehen hat.“

Ich werde kommen“, sagte ich ihnen, aber es geht erst in fünf Tagen.“ Damit waren sie einverstanden, doch wünschten sie sich mein Erscheinen am frühen Morgen, Allmählich verschwamm mein Traumbild. Ein riesiges Feld, mit den schönsten Blumen, die ich je gesehen hatte, löste es ab.

Bullerndes Motorengeräusch von draußen weckte mich. Trotzdem fühlte ich mich gut erholt. Auch die Rötung meiner Haut war schwächer geworden. Ich hatte aber keine Lust schon so früh aufzustehen. Das tat ich erst gegen acht Uhr morgens und frühstückte ausgiebig. Anschließend erledigte ich die mir übertragenen Arbeiten. Während der Arbeit erschienen immer wieder die Traumbilder. Ich konnte machen was ich wollte, die Traumbilder ließen sich nicht verdrängen. Je näher der Tag heranrückte, an dem ich den Wesen begegnen sollte, umso angespannter waren meine Nerven.



































3.Der Kontakt

Überrachender weise war ich am Vorabend der Begegnung nicht mehr aufgeregt. Ich hatte bereits Vorkehrungen für mein Fortgehen von Zuhause getroffen. Am 23. Juli weckte mich eine innere Uhr bereits sehr früh, was prinzipiell selten bei mir vorkam. Beim Anziehen überkamen mich dennoch große Zweifel, ob ich das auch tatsächlich alles so erleben würde. Wie es in meinem Traum abgelaufen war. Konnte es nicht sein, dass mir meine Nerven ein Streich spielten, weil ich so lange im Freien gelegen Hatte, oder Plagten mich möglicherweise Halluzinationen? Andererseits drängte es mich herauszufinden, ob mein seltsamer Traum tatsächlich der Wahrheit entsprach. Der Wunsch, der Sache auf den Grund zu gehen, setzte sich zwar in mir durch, aber ein mulmiges Gefühl in der Magengegend blieb bestehen. Ich schaute noch einmal aus dem Fenster und sog die herrliche saubere Morgenluft in mich hinein. Nicht mehr so windig wie gestern, stellte ich fest. Hier und da rissen die Wolken auf. Es wurde allmählich hell. So ging ich kurz nach 3 Uhr am frühen Morgen meinem Abendteuer entgegen.

Nachdem ich den Feldweg erreicht hatte, der nördlich an unserem Hof vorbei führte und am Kleeschlag endete, musste ich ungefähr einen halben Kilometer laufen, bevor ich den vier Meter breiten Eingang der alten Kate einsehen konnte. Etwa 100 Meter hatte ich noch zu überwinden.

Während ich aufmerksam den Eingang beobachtete und ich diesen Meter für Meter entgegen kam, spürte ich wie mir allmählich das Blut in den Adern erhitzte. Es war seltsam, je näher ich diesen ominösen Eingang kam, kehrten meine Zweifel, ob das erträumte auch wahr ist – zurück. Gegen 3.40Uhr betrat ich vorsichtig den alten Hofplatz der Kate. Mir wurde es unheimlich zu Mute. Nicht mehr als zwei Schritte wagte ich mich vor. Argwöhnisch behielt ich mein Umfeld im Auge. Plötzlich vernahm ich durchs Gebüsch ein schwaches rötliches Blinken. Mir stockte der Atem. Angstschweiß lief über meinen Körper. Ich erinnerte mich nun an meinen Traum, in dem zwei behelmte Wesen am Waldrand standen.

Genau wie im Traum, traten nun zwei große behelmte Wesen in den alten Hofplatz ein und blieben vorm



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Gebüsch stehen. Im Verhältnis zu ihrer Größe von etwa 2,20 Meter bis 2,30 Metern war ich nur ein Zwerg. Das kleinere Wesen machte einen Schritt nach vorn und nahm seinen Helm ab. Kaffeebraune Haut kam zum Vorschein und blondes langes Haar fiel auf seine Schultern. Es muss wohl gemerkt haben, in welchem Zustand ich mich befand, denn es schaute mir starr in die Augen. Allmählich verschwanden meine ängstlichen Gefühle und ich konnte mich wieder konzentrieren. Erst jetzt sah ich die fremden Wesen richtig. Beide trugen einen silbern glänzenden, eng anliegenden Raumanzug. Ihre Helme glänzten wie Chrom. An den Helmen waren verstellbare Visiere aus getöntem Glas befestigt, die ein wenig hervortraten. Oben auf dem Raumanzug befand sich ein elastischer doppelter Ring zur Befestigung des Helms. Von den Handgelenken bis oberhalb der Schulter, auch längs beider Arme, waren wenige Zentimeter dicke, geriffelte Schläuche angebracht. Sie endeten in einem mindestens 20 mal 60 Zentimeter großen Behälter auf dem Rücken. Vom Behälter wiederum führte ein kleinerer Schlauch unter die Achselhöhle und von dort, seitlich am Körper entlang, bis zu den Waden. Von den Schultergelenken bis zu den Oberschenkeln hielten scheinbar Reißverschlüsse die Teile des Raumanzuges zusammen. Am Handgelenk befand sich bei jedem der Wesen ein Zigarettenschachtel großes Gerät. Das kleinere Wesen hatte einen schlanken Körper und schlanke Hände mit vier schönen langen Fingern. Sein schmales Gesicht besaß große rötliche Augen mit schmalen Augenbrauen. Durch sein langes Haar erschien sein Gesicht etwas länglich. Eine kleine Stupsnase, unter der sich wohlgeformte, aber ein wenig wulstige Lippen befanden, ließ mir dieses Geschöpf wie ein Märchenwesen erscheinen. Dagegen glich das größere, hellhäutigere Wesen mit seinem Furcht einflößendem wuchtigem Körper einem Riesen. Es hatte keine Hände, sondern Pranken, an denen fünf dicke, gleich lange Finger waren. Sein rundliches Gesicht mit dunklen, leuchtenden Schlitzaugen, starken Augenbrauen, einer großen Adlernase und normal großen Lippen passte nicht ganz zu seinem Körper.

Dieses Emblem befand sich ebenfalls an den Uniformen aller Wesen und auch außen auf dem kleinen Raumschiff. Scheinbar war es ein Namenszug/Schriftzug, aus welcher Region unserer Galaxis das Raumschiff kam.

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Sie, Dagolo, meine Fee und Betreuerin, kam mir einige wenige Schritte in der Bauernkate entgegen. Sie machte dennoch einen gütigen Eindruck auf mich. Sie besaß die Fähigkeit tief in fremde Hirne einzudringen und Gedanken zu beeinflussen. An ihren Händen befanden sich je vier Finger. Ihre Körpergröße schätzte ich auf ungefähr 2,20 Meter. Diese fremden Wesen lächelten mir freundlich zu. Auf mich wirkten sie seltsamer Weise beruhigend und meine Angst schwand langsam. Zwei bis drei Minuten standen wir uns so gegenüber. Überraschend hielt mir das kleinere Wesen seinen rechten Arm entgegen, an dem irgendein Gerät befestigt war. Das größere Wesen tat es ihm gleich und hielt dann das kleine Gerät vor seinen Mund und sprach ein paar Worte hinein. Es hörte sich an, wie eine gesungene asiatische Sprache. Seine Nasen- und Kehllaute, das Zungenschnalzen sowie einige bellende Laute hörten sich sehr sonderbar an. Danach sah es mich an, blieb aber an seinem Platz stehen. Das kleinere Wesen kam mir jedoch ein paar Schritte entgegen. Es schaute mir dabei unentwegt in die Augen. Mir gelang es nicht in eine andere Richtung zu sehen, denn ich hatte das Gefühl, ich müsse unbedingt in diese Augen sehen. Ungefähr fünf Meter vor mir blieb es stehen, sein Blick war jedoch auf mich gerichtet. Zusehends beruhigte ich mich; meine Angst verflog gänzlich. Alles um mich erschien nun wunderbar. Mein Geist war frei. Nach ein paar Sekunden sprach es mich in meiner Sprache an. Das überraschte mich sehr, denn woher kannte es meine Sprache? Ich begann ihnen zu vertrauen, aber an ihre eigenartige Aussprache musste ich mich erst gewöhnen.





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Das war der Riese, mit einer Körpergröße von etwa 2,30 Metern.

Dagolo und der Riese standen in der alten Bauernkate mir gegenüber. Der Kopf des Riesen war im Verhältnis zu der Größe seines Körpers viel zu klein. Obwohl seine massige Gestalt beim ersten Anblick Angst einflößend war, strahlte er Güte und Ruhe aus. Er hatte ein rundliches Gesicht mit starken Augenbrauen, dunkel leuchtende Schlitzaugen sowie eine bemerkenswert große Nase. Seine Hautfarbe war leicht bräunlich.

Du bist also gekommen, Menschensohn.“ begann das kleinere Wesen.

Ja.“

Ist es dir schwergefallen?“

Nein.“

Hast du Mut, willst du ein paar Stunden mit uns kommen?“

Ja, aber ich möchte wieder hierher zurück.“

Wir bringen dich wieder her, das Versprechen wir. Ohne deine Zustimmung nehmen wir dich auch nicht mit. Also, Erdenjüngling, traust du dir das zu?“

Ja, ich komme mit. Aber weshalb muss ich das sein?“

Du, wurdest ausgesucht. Wir wollen dir etwas zeigen, was ein Erdenmensch seit langem nicht gesehen hat.“