Jiddu Krishnamurti
Einbruch
in die Freiheit
Herausgegeben von Mary Lutyens
Aus dem Englischen von
Erich Schmidt

Nichts Ursprüngliches ist am Menschen, der blind der Tradition folgt
Wir sind der konventionellen Ehrbarkeit verfallen
Jeder ist für den Krieg verantwortlich
Nur der Einzelne kann sich aus den Fesseln der Umwelt befreien
Nur der Furchtlose ist großer Liebe fähig
Jeder Tag muss sein wie der einzige Tag
Wir müssen unser eigener Lehrer und Schüler sein
Leben ist Beziehung
Wir lernen uns nur im gegenwärtigen Geschehen kennen
Selbstsicherheit verhindert Selbsterkenntnis
Voreingenommenheit beschränkt alles Tun
Jedes Gefühl der Störung zeugt von unserer Abhängigkeit
Unvoreingenommenes Sehen ist befreiende Handlung
Das Bewusstsein ist Speicherstätte aller Erfahrung
Sich uneingeschränkt zu sehen, offenbart die Wahrheit
Achtsamkeit ist ohne Furcht
Achtsamkeit ist geballte Energie
Im unmittelbaren Gewahrsein öffnet sich das Tor zu einer anderen Dimension
Sinnengenuss ist das Grundelement der Gesellschaft
Der Lust folgt das Leid
Achtsamkeit ist ohne Furcht
Erinnerung verkrüppelt den Geist
Es gibt keine Freiheit des Denkens
Nur unmittelbare Gegenwärtigkeit kennt ungetrübte Freude
Jeder ist nur an sich selbst interessiert
Wir fürchten uns davor, ein »Niemand« zu sein
Furcht ist ein Produkt der Gedanken
Wer gegenwärtig lebt, kennt keine Furcht
Ohne Gewalt zu sein, öffnet eine neue Lebenssphäre
Der Gewalt ungeschützt zu begegnen, heißt, sie aufzuheben
Ideale schaffen eine heuchlerische Welt
In der Fülle des Augenblicks zu leben, heißt, ohne Ideale zu sein
Das Leben ist ein Spiel der Beziehungen
Leitbilder verfälschen unsere Beziehungen
Nur innere Armut führt zur Wahrheit
Jeder Konflikt ist Energieverschwendung
Abhängigkeit zerstört die Lebenskraft
Vergleiche mit anderen verderben uns
Das Wunschdenken ist Ursache aller Widersprüche
Jede Revolte endet im Bürgerlichen
Freiheit ist ein Zustand innerer Abgeschiedenheit
Befreiung ist keine Frage des Zeitablaufs
Freiheit liegt jenseits des Bewusstseinsraumes
Die Zeit bringt uns keinen Frieden
Furcht erzeugt den Zeitablauf
Zeit ist Leid
Wir beginnen zu leben, wenn wir innerlich zu sterben wissen
Wer sterben kann, dem ist jeder Tag voll Zauber
Zu lieben, heißt zu sterben
Tod ist Erneuerung
Freiheit vom Ballast der Vergangenheit ist Tod und neues Leben
Die Suche nach Sicherheit zieht Unsicherheit herbei
Wer Gott anbetet, betet sich selbst an
Wer Sexualität verurteilt, verbannt die Schönheit
Unsere Tränen sind Ausdruck der Selbstbemitleidung
In der Liebe gibt es weder Achtung noch Missachtung
Liebe kennt keine Pflicht
Die Liebe löst alle Probleme
Liebe ist völlige Selbstpreisgabe
Gedanken und Worte verhindern unmittelbares Sehen
Nur in vollkommener Preisgabe sehen wir Schönheit
Die innere Stille ist Schönheit
Unsere Beziehungen werden durch Leitbilder bestimmt
Leitbilder sind Vorurteile
Der Beobachter ist ein Bündel aller vergangenen Erfahrungen
Das höhere Selbst ist eine Denkerfindung
Im unmittelbaren Schauen sind der Beobachter und das Beobachtete eines
Der von allen Bildern freie Geist sieht die Wirklichkeit
Gedanken sind angehäufte Erinnerungen
Denken ist Materie
Unser kleines Gehirn lebt von Konflikten
Denken kann das Lebensproblem nicht lösen
In vollkommener Achtsamkeit schwindet das Denken dahin, und das Schauen beginnt
Wir tragen die Last der Vergangenheit mit uns
Wir können nur wachsen, wenn weiter Raum in uns ist
Eines der größten Hindernisse ist unser Kampf um den Erfolg
Innerer Raum und Schweigen führen über die Grenzen des Bewusstseins hinaus
Verneinung aller traditionellen Werte ist ein positiver Akt
Keine Erfahrung ist ursprünglich
Unser Verlangen nach Wohlsein bestimmt die Erfahrung
Wer sich selbst kennt, sucht nicht mehr
Meditation heißt, seiner Gedanken und Gefühle gewahr zu sein
In der Meditation wird der Mensch seiner Vergangenheit ledig
Wir haben durch unser Tun den chaotischen Zustand der Welt verursacht
Der Einzelne muss beginnen
Der religiöse Mensch hat keinen Glauben
Alles Tun, alles Leben ist Energie
Reibungen verschwenden Energie
Unsere Voreingenommenheit aufzuheben, ist das einzige Problem
Ohne Leidenschaft finden wir nicht zur Wahrheit