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Baseline Co. Ltd

Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam

 

© Confidential Concepts, worldwide, USA

© Parkstone Press International, New York, USA

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Weltweit alle Rechte vorbehalten.

Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

 

ISBN: 978-1-78525-065-1

 

 

 

 

 

„Jedes Kunstwerk ist Kind seiner Zeit, oft ist es Mutter unserer Gefühle. So bringt jede Kulturperiode eine eigene Kunst zustande, die nicht mehr wiederholt werden kann.“

 

 

— Wassily Kandinsky

Inhalt

 

 

Inhalt

Liste der Abbildungen

Biography

Konzentration

Das Wunder von Murnau

Zwischen Ost und West

Rückkehr

,Der ‚Blaue Reiter‘: Rückkehr

Liste der Abbildungen

 

 

A

Abschied (Große Fassung)

Achtyrka – Rote Kirche

Akzent in Rosa

Allerheiligen I

Allerheiligen II

Die Amazone in den Bergen

Amazone mit Löwen

An die unbekannte Stimme

Ankunft der Kaufleute

Ansicht von Murnau

Auf hellem Grund

Auf Weiß I

Ausgeglichenheit

 

B

Berg

Bergsee

Bild mit Kreis (Das erste ungegenständliche)

Bild mit weißem Rand

Der blaue Berg

Der blaue Bogen (Kamm)

Blauer Himmel

Blauer Kreis

Blaues Segment

Bootsfahrt

 

Bunte Aktionen

Das bunte Leben

 

D/E

Dame in Krinolien

Dämmerung

Delikate Spannungen

Dominante Kurve

Durchgehender Strich

Einige Kreise

Einsam

Eisenbahn bei Murnau

Endgültiger Entwurf für den Umschlag des „Almanachs ,Der Blaue Reiter’”

Entscheidendes Rosa

Entwurf für „Achtyrka – Herbst”

Entwurf für „Bild mit weißem Rand”

Entwurf für den Umschlag des „Almanachs ,Der Blaue Reiter’”    1

Entwurf für den Umschlag des „Almanachs ,Der Blaue Reiter’”    2

Entwurf für den Umschlag des „Almanachs ,Der Blaue Reiter’”    3

Etagen

Exotische Vögel

 

F/G/H

Fluss im Herbst

Fluss im Sommer

Gelb-Rot-Blau

Gemälde mit Spitzen

Hafen

Der Hafen von Odessa

 

Heiliger Wladimir

Herbst

 

I

Im Grau

Impression III (Konzert)

Improvisation 7

Improvisation 11

Improvisation mit kalten Formen

Improvisation Nr. 4

Improvisation Nr. 20

Im schwarzen Quadrat

 

K

Kandinsky in Berlin, Januar 1922.

Kapriziöse Formen

Kleine Freuden

Kleine Welten I

Kleine Welten IV

Kleine Welten V

Kochel (Der See und das Hotel Grauer Bär)

Komposition    1

Komposition    2

Komposition ‚Graues Oval’

Komposition. Rot und Schwarz

Komposition IV

Komposition VII

Komposition 8

Komposition IX

 

Komposition X

Kreis und Quadrat

Kreise auf Schwarz

Kriechen

Kuppeln

 

L/M

Landschaft

Landsitz in Achtyrka

Leier

Lied (Wolga-Lied)

Lyrisches

Lyrisches (folio 9) aus Klänge

Moskau. Der Rote Platz

Moskau. Subowski-Platz

München. Schwabing

Murnau, Sommerlandschaft

Murnau – Grüngasse

Murnau – Johannisstraße von einem Fenster der Griesbräu aus

Murnau – Schlosshof I

Musikalische Ouvertüre. Violetter Keil (Studie)

 

O/P/R

Ohne Titel    1

Ohne Titel    2

Pastorale

Picknick – Bagatelle Nr. 4

Reiter in Rosa

Romantische Landschaft

 

Roter Fleck II

Rotes Oval (Krasny oval)

Rückblick

 

S

Schwarze Linien

Schwarzer Fleck

Schwarzer Fleck I

Schwarzer Raster

Skizze für „Komposition II”

Sommerlandschaft

Straße im Sonnenlicht

Studie für „Grüner Rand”

Studie für „Im Grau“

Studie für „Kirche in Murnau”

Studie für „Komposition VII”

Studie für „Komposition VII” (Entwurf 3)

Südliches

 

T/VW/Z

Trübe

Verschiedene Teile

Vier Figuren

Weißes Oval

Winterlandschaft

Wintertag. Smolensker Boulevard

Zwei Ovale (Komposition Nr. 218)

Kandinsky in Berlin, Januar 1922.

Fotografie.

Musée national d’Art moderne, Centre Georges-Pompidou, Paris.

Biography

 

 

16. Dezember 1866: Geburt Wassily Kandinskys in Moskau als Sohn von Lydia Ticheewa und Wassily Silvestrowitsch Kandinsky.

1871: Die Familie zieht nach Odessa, wo Kandinsky das humanistische Gymnasium besucht. Dort erhält er seinen ersten Zeichen- und Musikunterricht.

1886: Er nimmt ein Jura- und Volkswirtschaftsstudium an der Moskauer Universität auf.

1892: Er absolviert das juristische Staatsexamen und unterrichtet an der Fakultät der Rechtswissenschaften. Er heiratet seine Cousine Anna Tschimjakina und wendet sich mehr und mehr der Kunst zu.

1896: Siedelt nach München über, in der damaligen Zeit eines der künstlerischen Zentren Europas, und widmet sich ganz der Kunst.

1897-1899: Lernt bei Anton Ažbe in München.

1900: Nimmt ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München auf. Sein Lehrer ist Franz von Stuck, der seinerzeit als bester Zeichner des Landes gilt.

1901: Kandinsky und einige Kollegen gründen die Künstlervereinigung Phalanx, die bald ihre eigene Zeichenschule eröffnet. Kandinsky wird kurz darauf zum Präsidenten der Vereinigung ernannt und organisiert in den folgenden vier Jahren allerlei Ausstellungen.

1902: Er lernt die junge Künstlerin Gabriele Münter kennen, für die er sich 1904 von seiner Frau trennen wird. Im selben Jahr stellt er erstmals in der Berliner Secession aus.

1903: Erste Einzelausstellung in Moskau.

1903-1908: Er und Münter unternehmen einige Reisen: Holland, Tunesien (Kairouan), Frankreich (Paris), Italien (Rapallo) und Deutschland (Dresden, Berlin).

1904: Zwei Einzelausstellungen in Polen. Seine Werke werden im Salon d’Automne in Paris gezeigt.

1909-1910: Kandinsky gründet die Neue Künstlervereinigung München (NKVM).

Kandinsky verbringt Herbst und Winter 1909 in Russland, wo er im Internationalen Salon in Odessa zweiundfünfzig Werke ausstellt und an einer Ausstellung der Künstlervereinigung Karo-Bube teilnimmt.

 

 

 

 

 

1911: Kandinsky gründet mit Franz Marc den Blauen Reiter.

Der R. Piper Verlag veröffentlicht Kandinskys erste wichtige Schrift Über das Geistige in der Kunst, die theoretische Grundlage der abstrakten Kunst.

1914: Bald nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges trennt sich Kandinsky von Münter und kehrt über die Schweiz, Italien und den Balkan nach Russland zurück. Mit dem letzten Treffen der beiden in Stockholm im Winter 1915-1916 endet ihre Beziehung.

1917: Kandinsky heiratet die erst siebzehnjährige Nina Andreewskaja. Sein politisches Umfeld speist sich aus der Russischen Revolution. Die Sowjets empfangen zu jener Zeit russische Avantgardekünstler mit offenen Armen.

Nach der Oktoberrevolution übernimmt Kandinsky zahlreiche Funktionen in den neu geschaffenen kulturellen Institutionen. Er ist Mitbegründer des Instituts für künstlerische Kultur (INKHUK) und leitet dessen Atelier für Monumentalmalerei.

1918: Er wird Professor an der Russischen Kunstakademie und schreibt seine Autobiografie, die ins Russische übersetzt wird.

1920: Er erhält eine Professorenstelle an der Moskauer Universität. Die Sowjets streben dem Realsozialismus entgegen.

1921: Er und seine Frau verlassen Moskau in Richtung Berlin. Kandinsky folgt dem Ruf Walter Gropius‘ an die neu gegründete Kunsthochschule Bauhaus in Weimar.

1923: Kandinskys erste New Yorker Einzelausstellung. Mit den Bauhaus-Kollegen Klee, Feininger und Jawlensky gründet Kandinsky im folgenden Jahr die Gruppe Die Blaue Vier, deren Vorträge und Ausstellungen auch die USA erreichen.

1925: Das Bauhaus wird nach Dessau verlegt, wo Kandinsky Wandmalerei lehrt.

1926: Sein zweites Buch Punkt und Linie zu Fläche erscheint.

1928: Kandinsky realisiert die Ausstattung für Mussorgskis Bühnenstück Bilder einer Ausstellung im Dessauer Friedrich-Theater.

1933: Unter dem Druck der Nazis schließt das Bauhaus. Kandinsky flieht nach Paris.

1937: Einige seiner in Deutschland zurückgelassen Bilder werden von den Nazis für die Ausstellung Entartete Kunst ausgewählt. Sie konfiszieren siebenundfünfzig seiner Werke.

1940: Kandinsky flieht infolge der deutschen Invasion in Frankreich in die Pyrenäen.

13. Dezember 1944: Kandinsky erkrankt und stirbt im Alter von 78 Jahren in Neuilly-sur-Seine.

Konzentration

 

Vor Kurzem schien es, dass das 20. Jahrhundert nicht nur mit Wassily Kandinsky begann, sondern auch mit ihm endete. Doch wie oft die Anhänger von neuen und modischen Interpretationen seinen Namen auch zitieren mögen – der Künstler ist Geschichte und gehört vielleicht mehr zur Vergangenheit oder der Zukunft als zum Heute. Über Kandinsky ist so viel gesagt und geschrieben worden und seine Arbeiten – auch die theoretischen – sind derart bekannt, dass das Übermaß an Wissen und vorgefertigten Urteilen zuweilen verhindert, den Künstler in seiner Individualität und realen Bedeutung jenseits aller Mythologisierung zu sehen: Mit neuem Blick, von der Schwelle eines neuen Jahrtausends.

Bergsee


1899

Öl auf Leinwand, 50 x 70 cm

Sammlung Manukhina, Moskau

 

 

 

 

 

 

Der erfahrene und interessierte Leser von heute sucht, ermüdet von den gewagten postmodernistischen Spielen, in Kandinsky das, was man früher nicht an ihm bemerkte und gar nicht erst bemüht war, in ihm zu sehen, nämlich eine Stütze in der instabilen Welt der künstlerischen Phantome und modischen Scheingeschöpfe. Was vor kaum mehr als hundert Jahren als wagemutige Entdeckung begann, gehört heute bereits zu den ewigen Werten.

Der Hafen von Odessa


um 1900

Öl auf Leinwand, 65 x 45 cm

Tretjakow-Galerie, Moskau

Unter den Titanen der neuesten Kunst ist Kandinsky ein Patriarch. Matisse wurde 1869 geboren, Proust 1871, Malewitsch 1879, ebenso Klee, Picasso 1881, Kafka 1883, Chagall 1887. Kandinsky dagegen 1866, als Romain Rolland zur Welt kam, als Dostojewski Schuld und Sühne veröffentlichte, als Anna Karenina noch nicht geschrieben war, als noch niemand den Begriff „Impressionismus“ benutzte.

Straße im Sonnenlicht


um 1900

Öl auf Leinwand, 23 x 32 cm

Kunstmuseum Odessa, Odessa