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Das Buch

Wir schreiben das 23. Jahrhundert. Eine lange Ära des Friedens in der Galaxis kommt abrupt zu einem Ende, als unbekannte Raumschiffe einen Geleitzug des Commonwealth – des Planetenbundes der Menschen und anderer humanoider Völker – attackieren. Offiziell gibt es keine Überlebenden, doch die Zhirrzh, die sich die »Eroberer« nennen, haben einen Mann als Geisel genommen: Commander Pheylan Cavanagh, den Sohn eines hochrangigen Politikers. Sie wollen Informationen von ihm, denn das nächste Ziel der Eroberer ist die Erde. Es fällt einer kleinen Elitetruppe, den Copperheads, zu Cavanagh zu befreien, und so die Heimat der Menschen von der unaufhaltsam vorrückenden feindlichen Flotte zu retten …

Der Autor

Timothy Zahn wurde 1951 in Chicago geboren, lebt in Oregon und ist heute einer der beliebtesten Science-Fiction-Autoren der USA. Sein bekanntestes Werk ist die Thrawn-Trilogie, die mehrere Jahre nach dem Ende von Die Rückkehr der Jedi-Ritter spielt und die Geschichte des Star-Wars-Universums in eine neue Zeit vorantreibt (Expanded Universe). Diesen Büchern folgte eine Reihe weiterer Star-Wars-Romane. Für seine Novelle Cascade Point wurde Zahn mit dem renommierten »Hugo Award« ausgezeichnet.

Eine Übersicht der im Heyne-Verlag lieferbaren Romane von Timothy Zahn finden Sie am Ende dieses E-Books.

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diezukunft.de

TIMOTHY ZAHN

EROBERER

Roman

WILHELM HEYNE VERLAG
MÜNCHEN

Titel der amerikanischen Originalausgabe

CONQUERORS’ PRIDE

Deutsche Übersetzung von Martin Gilbert

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Überarbeitete Neuausgabe 05/2017

Redaktion: Werner Bauer

Copyright © 1994 by Timothy Zahn

Copyright © 2017 dieser Ausgabe
by Wilhelm Heyne Verlag, München,
in der Verlagsgruppe Random House GmbH,
Neumarkter Straße 28, 81673 München

Umschlaggestaltung: Nele Schütz Design, München

Satz: Schaber Datentechnik, Austria

ISBN: 978-3-641-21247-6
V001

www.diezukunft.de

1

Sie waren tatsächlich dort – genau an der Stelle, wo die auf Dorcas registrierte Tachyonen-Signatur sie geortet hatte: vier Schiffe, die schwach im Sternenlicht des tiefen Raums glitzerten und im Infrarot-Bereich aufloderten, während sie die Hitze abführten, die die Nullpunktenergie-Reibung auf ihrem Flug erzeugt hatte. Es waren kleine Schiffe, wohl nicht größer als die Procyon-Klasse: Sie hatten eine milchig-weiße Farbe und die Form dicker sechseckiger Platten unterschiedlicher Größe, die wie eine surreale Skulptur zusammengefügt worden waren.

Fremdartig wie die Hölle.

»Scan abgeschlossen, Commodore«, meldete der Mann an der Sensorstation der Jütland zackig. »Andere Schiffe wurden nicht geortet.«

»Verstanden«, sagte Commodore Trev Dyami. Er bog die Schultern unter der frisch gestärkten Uniform nach hinten und gestattete sich ein sparsames Lächeln, während er auf die Hauptanzeige schaute. Schiffe von Außerirdischen. Der erste Kontakt mit einer neuen raumfahrenden Rasse in einem Vierteljahrhundert.

Und dieses Verdienst gebührte ihm. Ihm allein. Trev Dyami und die Jütland waren die Namen, die in den Pressemeldungen des Commonwealth und schließlich in den Geschichtsbüchern verzeichnet wären.

Das Glück des Kriegers – ja, das war es.

Er wandte sich an die taktische Station – im völligen Bewusstsein dessen, dass alles, was er ab diesem Moment sagte, in dieses Kapitel in den Geschichtsbüchern einfließen würde. »Wie ist die Bedrohungsbewertung?«, fragte er.

»Ich schätze null Komma eins bis null Komma vier, Sir«, meldete der Taktik-Offizier. »Ich sehe keine Anzeichen von Jäger-Ausstoßrohren oder Raketenöffnungen.«

»Sie haben allerdings Laser, Commodore«, meldete der Zweite Taktik-Offizier sich. »Es befinden sich Gruppen von optischen Entladungslinsen an den Vorderkanten jedes Schiffs.«

»Groß genug, um als Waffen zu dienen?«, fragte der Erste Offizier neben Dyami.

»Schwer zu sagen, Sir«, sagte der andere. »Die Linsen sind zwar ziemlich klein, aber das will noch nichts heißen.«

»Was ist mit der Leistungsabgabe?«, fragte Dyami.

»Ich weiß nicht, Sir«, sagte der Sensoroffizier langsam. »Ich registriere keine Strahlung.«

»Überhaupt keine?«

»Zumindest keine, die ich auffangen könnte.«

Dyami wechselte einen flüchtigen Blick mit dem Ersten Offizier. »Supraleitende Kabel«, spekulierte der Erste Offizier. »Oder sie sind sehr gut abgeschirmt.«

»So oder so«, pflichtete Dyami ihm bei und schaute wieder auf die lautlosen Gebilde, die in der Mitte der Hauptanzeige drifteten. Nicht nur eine raumfahrende Rasse, sondern eine, die der Menschheit vielleicht sogar technologisch überlegen war! Das Kapitel im Geschichtsbuch wurde mit jeder Minute länger und eindrucksvoller.

Der Erste Offizier räusperte sich. »Sollen wir Kontakt mit ihnen aufnehmen, Sir?«, fragte er.

»Immer noch besser, als hier rumzusitzen und Däumchen zu drehen«, sagte Dyami trocken und warf einen kurzen Blick auf die taktische Anzeige. Der Rest der aus acht Schiffen bestehenden Einsatzgruppe der Jütland befand sich in der standardmäßigen Kampfformation, und die Mannschaften waren auf Gefechtsstation. Die zwei kleinen Aufklärungsschiffe waren ebenfalls in Position – sie hielten sich jedoch im Hintergrund, wo sie außer Gefahr wären, falls die bislang friedliche Begegnung gewaltsam eskalieren sollte. Die Dragonfly-Defensivjäger der Jütland steckten startbereit in den Abschussrohren und konnten jederzeit ins Gefecht katapultiert werden.

Es war ein Szenario wie aus der Zentralen Dienstvorschrift … und es wurde Zeit, Geschichte zu schreiben. »Lieutenant Adigun, fertig bei Erstkontakt-Kommunikationspaket«, befahl Dyami dem Nachrichtenoffizier. »Machen Sie es startklar. Und benachrichtigen Sie alle Schiffe, dass sie sich bereithalten sollen.«

»Signal von der Jütland, Captain«, meldete Ensign Hauver von der Funkstation auf der Brücke der Kinshasa. »Sie sind gerade dabei, das Erstkontakt-Paket an unsere geheimnisvollen Kameraden zu übermitteln.«

Commander Pheylan Cavanagh nickte, ohne den Verbund der Sechseck-Schiffe auf der Anzeige der Brücke aus den Augen zu lassen. »Wie lange wird es dauern?«

»Die erste Tranche können sie innerhalb von fünf bis zwanzig Minuten abschicken«, sagte Hauver. »Die Übertragung des gesamten Pakets kann aber bis zu einer Woche dauern. Allerdings ist da noch nicht die Zeit berücksichtigt, die die andere Seite vielleicht braucht, um herauszufinden, wovon wir überhaupt reden.«

Pheylan nickte. »Wollen wir hoffen, dass sie nicht zu fremdartig sind, um es zu verstehen.«

»Mathematik soll schließlich universal sein«, erläuterte Hauver ihm.

»Es ist das ›soll‹, an dem ich mich störe«, sagte Pheylan. »Meyers, haben Sie noch weitere Informationen zu den Schiffen selbst?«

»Nein, Sir.« Der Sensoroffizier schüttelte den Kopf. »Und ehrlich gesagt, Sir, das gefällt mir überhaupt nicht. Ich habe das Infrarotspektrum vom April auf sechs verschiedene Arten analysiert, und es will sich einfach nicht auflösen. Entweder bestehen diese Hüllen aus einem Material, von dem der Computer und ich noch nie etwas gehört haben, oder sie kaschieren die Emissionen irgendwie.«

»Vielleicht sind sie auch nur schüchtern«, sagte Rico. »Was ist mit diesen optischen Entladungslinsen?«

»Dazu bekomme ich auch keine Daten«, sagte Meyers. »Es könnte sich um Kommunikationslaser mit einem halben Kilowatt Leistung, eine Raketenabwehr mit einem halben Gigawatt oder irgendetwas dazwischen handeln. Ohne eine Messung des Leistungsflusses kann man das unmöglich sagen.«

»Das beunruhigt mich noch mehr als die Hülle«, meinte Rico zu Pheylan und schaute mit einem besorgten Ausdruck in seinem dunklen Gesicht auf die Anzeige. »Dass sie ihre Energieleitungen so stark abschirmen, sagt mir, dass sie etwas zu verbergen haben.«

»Vielleicht sind sie einfach sehr effizient«, spekulierte Meyers.

»Ja«, knurrte Rico. »Vielleicht.«

»Los geht’s«, sagte Hauver. »Die Jütland sendet das Pilot-Suchsignal. Sie haben eine Resonanz – schwach, aber sie ist vorhanden.« Er schaute angestrengt auf seine Konsole. »Und eine seltsame Frequenz. Sie müssen wirklich eine unheimliche Technik haben.«

»Wir werden eine Besichtigung ihrer Funkbude für Sie arrangieren, wenn das hier vorbei ist«, sagte Pheylan.

»Ich hoffe doch. In Ordnung, die erste Tranche des Pakets geht raus.«

»Das Führungs-Alien bewegt sich«, meldete Meyers. »Es giert ein paar Grad nach backbord …«

Ohne Vorwarnung schoss ein doppelter Lichtblitz aus dem außerirdischen Führungsschiff und schnitt in den Bug der Jütland. Dann loderte ein diffuseres sekundäres Licht auf, als das Metall der Hülle unter dem Beschuss verdampfte …

Und in der Kinshasa Gefechtsalarm ausgelöst wurde. »An alle Schiffe!«, ertönte Commodore Dyamis Stimme über den Zerhacker der Funkgeräte. »Wir sind unter Beschuss. Kinshasa, Badger, beziehen Sie Flankenposition. Alle anderen Schiffe bleiben auf ihrer Position. Feuermuster Gamma-Sechs.«

»Bestätigen Sie, Hauver«, befahl Pheylan und starrte ungläubig auf die Anzeige. Das Alien hatte das Feuer eröffnet. Ohne jeden Grund und ohne dass sie bedroht worden wären, hatten sie einfach das Feuer eröffnet. »Chen Ki, bringen Sie uns auf die Flankenposition. Steuerbord-Raketenrohre für den Abschuss fertig machen.«

»Wie sollen wir sie programmieren?«, fragte Rico, während seine Finger über die Tastatur des taktischen Rechners huschten. »Näherung oder Radar?«

»Hitzesucher«, erklärte Pheylan. Die Beschleunigung drückte ihn in den Sitz, als die Kinshasa ihre vorgeschriebene Flankenposition ansteuerte.

»Wir sind zu nah an den anderen Schiffen«, gab Rico zu bedenken. »Wir könnten eines von ihnen statt der Aliens treffen.«

»Keine Sorge, wir können weit genug rausziehen, um das zu vermeiden«, beschied Pheylan ihn und warf einen kurzen Blick auf die taktische Anzeige. »Zumindest wissen wir nun, dass die Aliens Wärmestrahler sind. Bei diesen seltsamen Hüllen würden die anderen Einstellungen wahrscheinlich auch gar nicht funktionieren.«

»Raketenfächer von der Jütland«, meldete Meyers mit einem Blick auf seine Anzeigen. »Sie haben eine Radarprogrammierung von …«

Und plötzlich eröffneten alle vier außerirdischen Schiffe in einem blendenden Kaleidoskop aus vielen Lasern das Feuer. »Alle Aliens feuern«, schrie Meyers, als das Trillern des Schadensalarms die Brücke erfüllte. »Wir erhalten Treffer – Schäden an der Hülle in allen Steuerbord-Abteilungen …«

»Was ist mit den Raketen der Jütland?«, rief Rico.

»Keine Wirkung«, rief Meyers zurück. Das Bild auf der Hauptanzeige flackerte, verlosch und erschien eine Sekunde später wieder, nachdem die Reservesensoren für die verdampfte Hauptgruppe eingesprungen waren. »Die Aliens müssen sie abgefangen haben.«

»Oder sie haben nur nicht gezündet«, sagte Pheylan und unterdrückte die Woge der aufsteigenden Panik in seiner Kehle. Die Kinshasa knisterte bereits wegen der Überbeanspruchung infolge der Hitze, als diese unmöglichen Laser systematisch Schichten vom Rumpf ablösten, der schon Blasen warf … und den kaum kontrollierten Stimmen nach zu urteilen, die aus dem Lautsprecher des Audio-Netzes drangen, schienen die restlichen Schiffe der Friedenstruppe in einem ebensolchen Schlamassel zu stecken. In einem Wimpernschlag war der Einsatzgruppe die Kontrolle der Situation total entglitten, und sie kämpfte nur noch ums Überleben. Und sie verlor diesen Kampf. »Programmieren Sie die Raketen auf Hitzesuche, Rico, und feuern Sie die verdammten Dinger ab.«

»Jawohl, Sir. Erste Salve draußen …«

Im nächsten Moment ertönte ein Geräusch wie ein gedämpfter Donnerschlag, und die Kinshasa schlingerte unter Pheylans Stuhl. »Frühdetonation!«, schrie Meyers; und sogar über dem Knacken überbeanspruchten Metalls vermochte Pheylan noch die Angst in seiner Stimme zu hören. »Die Integrität der Hülle ist verloren: Steuerbord vorn zwei, drei und vier und Steuerbord achtern zwei.«

»Die Risse dichten sich nicht ab«, rief Rico. »Zu heiß für die Dichtmasse. Steuerbord zwei und vier kapseln sich ab. Steuerbord drei … Abkapselung ist gescheitert.«

Pheylan biss die Zähne zusammen. Es gab zehn Stationen in dieser Abteilung. Zehn Menschen, die nun tot waren. »Chen Ki, setzen Sie uns in Bewegung – egal, in welche Richtung«, befahl er dem Steuermann. Wenn sie die ausgestoßenen Kapseln nicht aus der Schusslinie der außerirdischen Laser brachten, würden diese zehn Toten bald viel Gesellschaft bekommen. »Alle Steuerbord-Deckoffiziere sollen ihre Mannschaften in den Zentralbereich zurückziehen.«

»Jawohl, Sir.«

»Das Schiff kann nicht mehr viel wegstecken, Captain«, sagte Rico neben ihm grimmig.

Pheylan nickte stumm; sein Blick schweifte zwischen den taktischen Anzeigen und den Statusanzeigen des Schiffs hin und her. Wenn überhaupt, übertrieb Rico gewaltig. Da bereits die Hälfte der Systeme der Kinshasa ausgefallen oder verdampft waren und das Schiff nur noch von den inneren Kollisionsschotts zusammengehalten wurde, hatte es nur noch wenige Minuten zu leben. Aber bevor es starb, hätte es vielleicht noch genug Zeit, dem Feind, der es in Fetzen riss, einen letzten Schuss zu verpassen. »Rico, geben Sie mir eine zweite Raketensalve«, befahl er. »Feuern Sie in unseren Schatten und schicken Sie die Raketen über und unter ihnen hinweg mitten rein in die Alien-Formation. Keine Fusion – nur eine Detonation per Zeitzünder.«

»Ich will’s versuchen«, sagte Rico mit schweißglänzender Stirn und bearbeitete seinen Computer. »Bei dem Zustand, in dem das Schiff ist, kann ich aber für nichts garantieren.«

»Ich nehme das, was ich kriege«, sagte Pheylan. »Feuer, wenn Sie bereit sind.«

»Jawohl, Sir.« Rico beendete die Programmierung und drückte auf die Feuertasten. Und durch das Knacken und Rucken der waidwunden Kinshasa spürte Pheylan den Rückstoß beim Abschuss der Raketen. »Salve draußen«, sagte Rico. »Sir, ich empfehle, dass wir das Schiff aufgeben, solange die Kapseln noch funktionieren.«

Pheylan schaute wieder auf die Statusanzeige; der Magen verkrampfte sich beim Todeskampf seines Schiffs. Die Kinshasa war praktisch tot; und mit ihrer Zerstörung hatte er nur noch eine Pflicht zu erfüllen. »Einverstanden«, sagte er schwer. »Hauver, Signal an alle Besatzungsmitglieder: Wir steigen aus. Alle Abteilungen sollen sich einkapseln und ausstoßen, wenn sie bereit sind.«

Der Schadensalarm änderte Tonhöhe und Rhythmus und wurde zum Signal »Alle Mann von Bord«. In der Brücke flackerten die Lichter der Konsolen und verloschen, als die Brückenbesatzung hastig ihre Stationen vom Schiff abkoppelte und jeder Einzelne sein Lebenserhaltungssystem überprüfte.

Pheylan selbst hatte aber noch etwas zu erledigen: Er musste sicherstellen, dass diese außerirdischen Schlächter da draußen aus den Trümmern seines Schiffs keine Rückschlüsse auf das Commonwealth zogen. Er griff an die Unterseite seines Befehlsterminals, brach es auf und legte die Reihe von Schaltern um, die sich dort befanden. Navigationscomputer zerstören, Back-up-Navigationscomputer zerstören, Aufzeichnungscomputer zerstören, Archivcomputer zerstören …

»Die Brückenbesatzung meldet Bereitschaft, Captain«, sagte Rico mit einem Anflug von Dringlichkeit in der Stimme. »Sollen wir uns einkapseln?«

Pheylan betätigte den letzten Schalter. »Ja«, sagte er, zog die Hände in den Sitzlehnen zurück und bereitete sich mental auf den Ausstieg vor.

Und mit einem abrupten Wellenschlag, bei dem Pheylan in den Gurten nach vorn gerissen wurde, schnellten die Abteilungen aus Speichermetall aus dem Deck und der Decke, schlangen sich um seinen Sitz und verpackten ihn in einem luftdichten Kokon. Einen Herzschlag später wurde er in sein Sitzkissen gepresst, als die Brücke sich um ihn herum auflöste und jede einzelne Wabenkapsel von dem sterbenden Koloss fortgeschleudert wurde, der einmal die Kinshasa gewesen war.

»Auf Wiedersehen«, murmelte Pheylan den Überresten seines Schiffs zu und tastete nach der Bedienung für die Blende des Sichtfensters. Der emotionale Hammer würde ihn wohl erst später treffen, sagte er sich abwesend. Fürs Erste hatte das Überleben höchste Priorität. Sein eigenes Überleben und das seiner Mannschaft.

Die Sichtblenden wurden zurückgezogen, und er drückte die Nase gegen das Sichtfenster, das zur Kinshasa hinausging. Die anderen Rettungskapseln waren dunkle, flackernde Lichtflecken; sie entfernten sich vom zerfetzten und geschwärzten Rumpf, der noch immer von den Lasern der Außerirdischen malträtiert wurde. Er hatte keine Ahnung, wie viele der Wabenkapseln noch intakt waren – aber diejenigen, die noch funktionierten, müssten ihre Insassen am Leben erhalten, bis sie schließlich geborgen wurden. Er bewegte sich vorsichtig in der Enge der Kapsel und ging zum Sichtfenster, das zum Hauptgefechtsfeld hinausging, und schaute hinaus.

Der Kampf war zu Ende. Die Einsatzgruppe der Friedenstruppen hatte verloren.

Er trieb am Fenster. Sein Atem hauchte Dunstflecke auf die Scheibe. Er war wie betäubt und vermochte sich nicht zu bewegen. Die Piazzi loderte hell. Sauerstoff entwich aus einem Leck in den Tanks und nährte das Feuer sogar im Vakuum des Weltraums. Die Ghana und Leekpai waren geschwärzt und stumm, genauso wie die Bombay und Seagull. Und von der Badger sah er überhaupt keine Spur.

Und die Jütland – der mächtige Defensiv-Träger der Rigel-Klasse Jütland – drehte sich langsam im Raum. Tot.

Und die vier außerirdischen Sternenschiffe waren auch noch da. Sie schienen völlig unversehrt.

»Nein«, hörte Pheylan sich murmeln. Das war unmöglich. Völlig unmöglich. Dass eine Einsatzgruppe der Rigel-Klasse in sechs Minuten – sechs Minuten – vernichtet worden sein sollte, war unerhört.

Bei einem der Außerirdischen flackerte Laserfeuer auf, dann bei einem anderen und noch einem anderen. Pheylan runzelte die Stirn und fragte sich, worauf sie jetzt noch schossen. Vielleicht auf die Dragonfly-Jäger der Jütland, von denen noch ein paar herumflogen? Die Außerirdischen schossen wieder, und wieder …

Plötzlich überkam Pheylan die Erkenntnis, und Entsetzen packte ihn. Die Außerirdischen schossen auf die Wabenkapseln! Systematisch und gründlich vernichteten sie die Überlebenden des Kampfs!

Er stieß einen leisen unflätigen Fluch aus. Die Kapseln stellten doch keine Bedrohung für die Außerirdischen dar – sie waren nicht bewaffnet, gepanzert und nicht einmal mit Triebwerken ausgestattet. Sie einfach so zu zerstören, verwandelte einen militärischen Sieg in ein kaltblütiges Gemetzel.

Und es gab nichts, was er dagegen tun konnte, außer hier zu sitzen und zuzusehen, wie es geschah. Die Kapsel war im Grunde nur ein kleiner Kegel mit einer Stromversorgung, einem Kohlendioxid/Sauerstoff-Konverter, Sauerstoff-Reservetank, Notfunkfeuer, einem Kommunikationslaser für kurze Strecken, Rationen für zwei Wochen, einem Abfallentsorgungssystem …

Er hatte fast schon mit den Fingern die Zugangsklappe der Ausrüstung aufgehebelt, als der Gedanke sich in seinem Bewusstsein herauskristallisierte. Die Außerirdischen da draußen vernichteten jedes Wrackteil in ihrem Sichtfeld; sie machten gezielt Jagd auf die Kapseln und vernichteten sie. Und plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen.

Das Notfunkfeuer war ein bewusst einfach konzipiertes Gerät, unverwüstlich und narrensicher wie kaum ein anderer Ausrüstungsgegenstand im Inventar der Friedenstruppen. Aber narrensicher bedeutete nicht unbedingt »sabotagesicher«. Er rammte die Klinge seines Multifunktionswerkzeugs in die interne Notstromversorgung, durchtrennte jeden Draht und Schaltkreis und hatte das Gerät nach einer Minute zum Schweigen gebracht.

Pheylan atmete tief durch und spürte kalten Schweiß auf der Stirn, als er sich wieder zum Sichtfenster umdrehte. Die Blitze des Laserfeuers zuckten noch immer durch das Trümmerfeld, während die Außerirdischen ihrer grausigen Verrichtung nachgingen. Eins der Schiffe bahnte sich einen Weg in seine Richtung, und er fragte sich angespannt, ob irgendjemand von seiner Mannschaft auch auf den Trichter gekommen war und sein Funkfeuer deaktiviert hatte.

Aber er hatte jetzt keine Zeit, daran zu denken. Das außerirdische Schiff kam fast direkt auf ihn zu, und wenn sie wirklich entschlossen waren, ganze Arbeit zu leisten, gab es noch andere Möglichkeiten außer der Funkboje, um ihn inmitten der Wrackteile zu identifizieren. Irgendwie musste er die Kapsel in Bewegung setzen. Vorzugsweise in Richtung der Aufklärungsschiffe, die noch irgendwo da draußen warten mussten.

Er beobachtete den zielstrebigen Anflug des Schiffs und führte in Gedanken eine Inventur der verfügbaren Ausrüstung durch. Aber es gab im Grunde nur eine Möglichkeit, und er wusste es. Er brauchte Antrieb; also musste er etwas über Bord werfen.

Er brauchte länger als gedacht, um zum Ablassventil des Sauerstofftanks auf der anderen Seite der schmalen Ausrüstungsbucht zu gelangen; und das außerirdische Schiff zeichnete sich bereits groß im Sichtfenster ab, als er endlich fertig war. Er kreuzte im Geiste die Finger und drehte das Ablassventil auf.

Es zischte laut im engen Raum der Kapsel – genauso laut, sagte er sich mit einem makabren Schauder, wie das Zischen von Gas in einer der Todeszellen, wegen derer das Commonwealth immer wieder massiven Protest bei den Bhurtisten-Regierungen einlegte. Und es war durchaus ein passender Vergleich: Wo die Sauerstoff-Reserve der Kapsel nun im Raum verpuffte, hing sein Leben allein von der zuverlässigen Funktion des Dioxid/Sauerstoff-Konverters ab. Falls er versagte – was er mit deprimierender Regelmäßigkeit tat –, hätte er nur den Luftvorrat in der Kapsel, um das Ding wieder zum Laufen zu bringen.

Bis jetzt funktionierte der Plan aber. Er driftete nun langsam, aber stetig durch die Wrackteile und bewegte sich annähernd quer zum Anflugvektor des außerirdischen Schiffs auf das Gebiet zu, wo die Aufklärungsschiffe stehen mussten. Falls sie nicht auch schon vernichtet worden waren. Wenn es ihm nur gelang, aus dem Kegel des Sensorstrahls zu entkommen, den die Außerirdischen einsetzten …

Er hatte sich so auf das erste Schiff konzentriert, dass er die Annäherung des zweiten Schiffs überhaupt nicht bemerkte. Erst als das blaue Licht plötzlich um ihn herum aufloderte.

»Keller? Sind Sie noch da?«

Lieutenant Dana Keller zwang sich, den Blick vom entfernten Flackern des Laserlichts abzuwenden und programmierte ihren Kommunikationslaser. »Ich bin hier, Beddini«, sagte sie. »Was meinen Sie? Haben wir genug gesehen?«

»Ich hatte schon vor fünf Minuten genug gesehen«, sagte Beddini bitter. »Diese lausigen, abgef…«

»Wir sollten uns lieber in Bewegung setzen«, fiel Keller ihm ins Wort. Die Beobachtung, dass Commodore Dyamis’ Einsatzgruppe durch den Wolf gedreht wurde, hatte ihr ebenfalls zugesetzt. Wenn Beddini nun aber mit seinem umfangreichen Repertoire von Flüchen loslegte, würde das auch nichts mehr ändern. »Es sei denn, Sie möchten abwarten, ob sie uns auch verfolgen wollen.«

Sie hörte das Zischen, als Beddini in sein Mikrofon ausatmete. »Eigentlich nicht.«

»Schön«, sagte sie und bearbeitete ihre Navigationskarte. Es war eher unwahrscheinlich, dass die Außerirdischen auch nur wussten, dass sie hier waren – Aufklärungsschiffe waren nach allen Regeln der Kunst vor Sensoren getarnt. Aber sie hätte dennoch keinen Tagessold darauf gewettet, ganz zu schweigen von ihrem Leben. »Das Buch sagt, dass wir uns aufteilen sollen. Ich nehme Dorcas; wollen Sie Massiv oder Kalevala?«

»Kalevala. Meine statische Bombe oder Ihre?«

»Wir nehmen meine«, sagte Keller und gab die Sequenz ein, mit der der tachyonische Hochintensitäts-Sprengsatz aktiviert und abgeschickt wurde. »Sie werden Ihre auf dem Weg nach Kalevala vielleicht noch brauchen. Starten Sie Ihre Triebwerke erst, wenn ich es Ihnen sage.«

»In Ordnung.«

Hinter sich spürte Keller einen Luftzug, als die Kopilotin von ihrem Abstecher zur Toilette zurückkehrte. »Alles klar bei Ihnen, Gorzynski?«, fragte sie die andere.

»Sicher«, sagte Gorzynski. Sie klang verlegen und ein wenig unpässlich. »Tut mir leid, Lieutenant.«

»Vergessen Sie es«, sagte Keller und sah den gequälten Gesichtsausdruck der jüngeren Frau, die in der Schwerelosigkeit vorsichtig zum Platz des Kopiloten manövrierte. Jüngere Frau – von wegen. Gorzynski war noch ein halbes Kind. Frisch von der Grundausbildung auf ihrem ersten richtigen Einsatz … und so hatte er geendet. »Wir kehren um. Geben Sie die Triebwerkssequenz für den Start ein.«

»In Ordnung.« Gorzynski machte sich unsicher an die Arbeit. »Habe ich etwas verpasst?«

»Nur eine Fortsetzung des Dramas«, meinte Keller. »Sie sind immer noch damit zugange, die Überlebenden kaltzumachen.«

Gorzynski stieß ein kehliges Geräusch aus. »Das verstehe ich nicht«, sagte sie. »Weshalb tun sie das?«

»Ich weiß auch nicht«, erwiderte Keller grimmig. »Aber wir werden es ihnen mit Zinsen zurückzahlen. Darauf können Sie wetten.«

Die Konsole piepte: Die statische Bombe war bereit. Keller berührte den Zünder und die Auslösetaste, und der dicke Zylinder löste sich mit einem leichten Ruck vom Aufklärungsschiff. »Beddini? Statische Bombe draußen. Neunzig Sekunden bis zur Detonation.«

»Verstanden«, sagte Beddini. »Wir verschwinden von hier. Viel Glück.«

»Ihnen auch«, sagte Keller und schaltete den Kommunikationslaser ab. »Hauen wir ab, Gorzynski.«

Sie hatten das Aufklärungsschiff gerade gewendet und nahmen Kurs auf den tiefen Raum, als die statische Bombe hinter ihnen explodierte. Sie sandte einen Breitband-Sättigungsimpuls von Tachyonen aus, der jeden Detektor blenden würde, den der Feind da draußen hatte. Jedenfalls in der Theorie. Wenn es nicht funktionierte, sollten die Friedenstruppen-Garnisonen auf Dorcas und Kalevala sich schon einmal auf Besuch einrichten. »Los geht’s«, sagte sie zu Gorzynski und drückte die Tasten.

Der Himmel schimmerte, die Sterne wirbelten und schufen kurz die Illusion eines Tunnels, als der Raum sich um sie krümmte. Und dann geriet die Krümmung zu einer Sphäre, die Sterne erloschen, und sie waren unterwegs.

Keller schaute zu Gorzynski hinüber. Das Mädchen machte noch immer einen kränklichen Eindruck, doch sie strahlte auch etwas anderes aus. Die Art ruhiger, finsterer Entschlossenheit, die Keller schon so oft bei hartgesottenen Kriegsveteranen gesehen hatte.

Sie schüttelte den Kopf. Dass das Mädchen unter solchen Umständen aufwachsen musste.

Die Tür glitt auf, und Lieutenant Colonel Castor Holloway stand auf der Schwelle des Sensorzentrums der Friedenstruppen-Garnison in der Kolonie Dorcas. Major Fujita Takara wartete direkt hinter der Tür; sein Gesicht wirkte düster im trüben roten Licht. »Was haben wir, Fuji?«, fragte Holloway.

»Riecht nach Ärger«, erwiderte Takara. »Crane hat gerade die Druckwelle einer statischen Bombe aufgefangen.«

Holloway schaute durch den Raum auf die Tachyonen-Detektoranzeige und den jungen Sergeanten, der steif davor saß. »Die Jütland-Einsatzgruppe?«

»Ich wüsste nicht, wer es sonst sein sollte«, sagte Takara. »Man kann eine statische Bombe eigentlich nur aus nächster Nähe lokalisieren, aber es ist auf jeden Fall die richtige Richtung.«

»Welche Sprengkraft?«

»Wenn es dieselbe Stelle ist, wo wir die Aliens lokalisiert haben, hatte sie in etwa die Größe einer Fänger-Bombe eines Aufklärungsschiffs.« Takaras Lippen zuckten. »Ich weiß nicht, ob Sie das auch schon wussten, Cass, aber es ist erst vierzig Minuten her, seit die Einsatzgruppe da draußen eingetroffen ist.«

Holloway bemerkte, dass es plötzlich sehr ruhig war im Raum. »Ich glaube, wir sollten lieber das Kommando der Friedenstruppen informieren«, sagte er. »Haben wir denn ein einsatzbereites Schnellboot?«

Takara legte die Stirn leicht in Falten, und Holloway vermochte fast seine Gedanken zu lesen. Es gab nur zwei stabile StarDrive-Geschwindigkeiten: drei Lichtjahre pro Stunde und noch einmal die doppelte Geschwindigkeit, wobei nur kleine Schiffe wie Raumjäger und -boote überhaupt die höhere Geschwindigkeit erreichten. Das Problem war jedoch, dass ein Flug mit der höheren Geschwindigkeit fast fünfmal so teuer pro Lichtjahr kam – was angesichts des Budgets der Garnison von Dorcas eine nicht unbeachtliche Überlegung war. »Nummer Zwei ist in einer halben Stunde bereit«, sagte der Major. »Ich hatte aber angenommen, dass wir warten würden, bis wir einen konkreteren Anlass für eine Meldung hätten.«

Holloway schüttelte den Kopf. »Ein weiteres Abwarten können wir uns nicht leisten. Was auch immer dort geschehen ist – der Umstand, dass ein Aufklärungsschiff seine statische Bombe abgeworfen hat, bedeutet, dass es ernste Probleme gegeben hat. Wir haben den Auftrag, jede Minute Reaktionszeit für das Commonwealth herauszuholen. Mit den Einzelheiten des Problems können wir uns auch später noch befassen.«

»Ich glaube auch«, sagte Takara schwer. »Ich werde der Besatzung des Raumboots mal Beine machen.«

Er ging, und die Tür glitt hinter ihm zu. Holloway betrat die Tachyonen-Station. »Können Sie irgendetwas in diesem ganzen Chaos erkennen?«, fragte er.

»Nein, Sir«, sagte der junge Mann. »Die statische Tachyonen-Bombe blendet im betreffenden Gebiet alles noch für mindestens eine Stunde aus. Vielleicht auch für zwei.«

Was bedeutete, dass sie bei Dorcas auf der Schwelle stehen würden, bevor irgendjemand wusste, wer von der Einsatzgruppe zurückkam. Oder, was vielleicht noch wichtiger war, ob ihnen irgendwelche ungebetenen Gäste folgten. »Behalten Sie das im Auge«, sagte er dem anderen. »Ich möchte informiert werden, sobald der Schleier der statischen Bombe sich lüftet.«

»Jawohl, Sir.« Crane zögerte. »Sir, was glauben Sie, was geschehen ist?«

Holloway zuckte die Achseln. »Wir werden es in ein paar Stunden wissen. Bis dahin schlage ich vor, dass Sie Ihre Fantasie zügeln, damit sie nicht noch mit Ihnen durchgeht.«

»Jawohl, Sir«, sagte Crane etwas zu hastig. »Ich meinte nur … in Ordnung …«

»Ich verstehe Sie durchaus«, versicherte ihm Holloway. »Es ist nicht sehr angenehm, blind dazusitzen und sich zu fragen, was wohl auf einen zukommen mag. Bedenken Sie aber, dass das Commonwealth eine lange Tradition hat, siegreich aus diesen kleinen Begegnungen hervorzugehen. Was auch immer da draußen ist, wir werden schon damit klarkommen.«

»Jawohl, Sir«, sagte Crane. »Und es gibt schließlich noch CIRCE

Holloway verzog das Gesicht. Ja, diese Option bestand natürlich. Die Option – und die unausgesprochene Drohung dahinter. Es gab viele Leute – und nicht alle waren nichtmenschlich –, die sich nur schwer damit abfinden konnten, unter dem Schatten von CIRCE und den Führern der Nördlichen Koordinaten-Union zu leben, die im alleinigen Besitz der Geheimnisse der Waffe waren. Viele Leute hatten den Eindruck, dass NorCoords Dominanz der Friedenstruppen und der politischen Struktur des gesamten Commonwealth auf CIRCE und nur auf CIRCE beruhte. Aber die simple Tatsache war nun einmal, dass in den siebenunddreißig Jahren seit dieser schrecklichen Demonstration vor Celadon das Militär von NorCoord die Waffe niemals wieder hatte abfeuern müssen. Sie hatte den Frieden bewahrt, ohne jemals eingesetzt werden zu müssen.

Er schaute auf die Tachyon-Anzeige und spürte einen Kloß im Hals. Vielleicht wäre es dieses Mal aber anders. »Ja«, pflichtete er ihm leise bei. »Es gibt immer noch CIRCE