Das Buch
Die Werwölfe von Aspen Creek sind in Aufruhr: Der Marrok, ihr Anführer und der mächtigste Werwolf der USA ist spurlos verschwunden und hat die Angelegenheiten des Rudels seinem Sohn Charles und dessen Gefährtin Anna übergeben. Und ausgerechnet jetzt erhalten Charles und Anna die Nachricht, dass Hester, eine außerhalb des Rudels lebende Wölfin, angegriffen wurde. Sofort machen sich die beiden auf den Weg zu Hester, können jedoch nichts mehr für sie tun. Eines ist Charles und Anna jedoch klar: ein mächtiger Feind hat das Rudel des Marrok ins Visier genommen. Ein Feind, der sich uralter, schwarzer Hexenmagie bedient …
Die MERCY THOMPSON-Serie
Erster Roman: Ruf des Mondes
Zweiter Roman: Bann des Blutes
Dritter Roman: Spur der Nacht
Vierter Roman: Zeit der Jäger
Fünfter Roman: Zeichen des Silbers
Sechster Roman: Siegel der Nacht
Siebter Roman: Tanz der Wölfe
Achter Roman: Gefährtin der Dunkelheit
Neunter Roman: Spur des Feuers
Zehnter Roman: Stille der Nacht
Die ALPHA & OMEGA-Serie
Erster Roman: Schatten des Wolfes
Zweiter Roman: Spiel der Wölfe
Dritter Roman: Fluch des Wolfes
Vierter Roman: Im Bann der Wölfe
Fünfter Roman: Die Stunde der Wölfe
Die Autorin
Patricia Briggs, Jahrgang 1965, wuchs in Montana auf und interessiert sich seit ihrer Kindheit für Fantastisches. So studierte sie neben Geschichte auch Deutsch, denn ihre große Liebe gilt Burgen und Märchen. Neben erfolgreichen und preisgekrönten Fantasy-Romanen wie Drachenzauber und Rabenzauber widmet sie sich ihrer Mystery-Saga um Mercy Thompson. Nach mehreren Umzügen lebt die Bestsellerautorin heute gemeinsam mit ihrer Familie in Washington State.
PATRICIA BRIGGS

Ein ALPHA & OMEGA-Roman
WILHELM HEYNE VERLAG
MÜNCHEN
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Titel der amerikanischen Originalausgabe
BURN BRIGHT
Deutsche Übersetzung von Vanessa Lamatsch
Deutsche Erstausgabe 12/2018
Redaktion: Anita Hirtreiter
Copyright © 2018 Hurog, Inc.
Copyright © 2018 der deutschsprachigen Ausgabe
und der Übersetzung by Wilhelm Heyne Verlag, München,
in der Verlagsgruppe Random House GmbH,
Neumarkter Str. 28, 81673 München
Umschlaggestaltung: Dirk Schulz, Splitter
unter der Verwendung eines Motivs von Fotolia
by Adobe Stock / Aarrttuurr
Satz: Buch-Werkstatt GmbH, Bad Aibling
ISBN: 978-3-641-23154-5
V002
www.heyne.de
Für Michael, mein Herz, der mir beigebracht hat,
meinen Träumen zu folgen.
Prolog
Eine Geschichte ohne Ende
Es war einmal eine kleine Quelle, die durch die Berührung eines Erdgeistes ein wenig Magie in ihrem kalten reinen Wasser trug. Zwar war es nicht besonders viel, aber dadurch wurde die Welt besser, denn die winzigen Funken davon brachten klitzekleine Stückchen Güte hervor.
Es gibt eine bestimmte Art des Bösen, das keine Freude ertragen kann, selbst wenn es um so bescheidenes Glück geht wie das, was in dieser Quelle lebte.
Ein solches Böses siedelte sich darin an und suchte sich seine Opfer unter denen, die das bisschen Heilung zu schätzen wussten, das der Born bot. Irgendwann gelang es selbst der Erdmagie nicht mehr, das Böse aus dem Wasser zu filtern, und die leichte Magie der Quelle wurde für dunklere Zwecke eingesetzt.
Und so starb ein wenig Freude in der Welt, und das Böse war für eine gewisse Zeit zufrieden.
Dieses Böse bestimmte die jetzt verunreinigte Quelle auf die eine oder andere Weise für sehr lange Zeit. Die Zeiten änderten sich, und das Böse änderte sich mit ihnen; wurde geschickter darin, Beute anzuziehen. Manchmal nährte es sich von Unschuld, manchmal von Magie, manchmal von Schönheit – doch das Böse fand immer Befriedigung darin, der Welt alles Gute zu stehlen, dessen es habhaft werden konnte.
Irgendwann wurde das Böse einer Person gewahr, die versuchte – wie die Quelle es einst getan hatte –, ein wenig Gutes in einer Welt zu tun, die inzwischen dunkel und trostlos war. Das Böse erhielt Kunde von einem Monster, das gegen andere Monster kämpfte, und erachtete es nicht als besseres Mahl als tausend andere derselben Art. Trotzdem konnte es, aufgrund seiner Natur, nicht zulassen, dass so jemand weiterlebte. Es stellte eine Falle, um denjenigen zu fangen, der ein Held war – schließlich war es eine Wonne, dabei zuzusehen, wie ein Held gestürzt wurde. Ebenso stellte es eine Falle, um ein Monster zu fangen, denn sogar das Böse fürchtete sich ein wenig vor so einem.
Derjenige, der die Falle aufstellte, war wahrhaft ein Monster. Derjenige, der in die Falle tappte, war zudem ein Held.
Doch er war auch ein Künstler – und nicht irgendein Künstler. Ein Künstler wie er fand Schönheit und Freude in der Welt und sorgte dafür, dass alle sie sehen konnten. Ein Künstler, der – wie die Quelle es einst getan hatte – ein wenig Magie verteilte und Glück zurückließ, wo vorher keines existiert hatte.
Ein Künstler wie dieser war ein größerer Happen, als das Böse – selbst ein so altes, hinterhältiges Böse wie dieses – mühelos schlucken konnte.
Viel wurde im Kampf verloren, und er kam beide Seiten teuer zu stehen. Soweit bekannt ist, brennt das Feuer dieser Schlacht immer noch.