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Wolfgang Swat

Tödliche

Spreewald-Liebe

und 13 weitere authentische

Kriminalfälle

Bild und Heimat

Von Wolfgang Swat liegt bei Bild und Heimat außerdem vor:

Die Schneeleiche von Lübbenau und zwölf weitere Verbrechen (Blutiger Osten, 2018)

eISBN 978-3-95958-765-5

1. Auflage

© 2018 by BEBUG mbH / Bild und Heimat, Berlin

Umschlaggestaltung: fuxbux, Berlin

Umschlagabbildung: Altstadt von Lübbenau © Sorbisches Institut Bautzen / Joppich, Gerhard

Ein Verlagsverzeichnis schicken wir Ihnen gern:

BEBUG mbH / Verlag Bild und Heimat

Alexanderstr. 1

10178 Berlin

Tel. 030 / 206 109 – 0

www.bild-und-heimat.de

Vorwort

Die in diesem Buch behandelten Kriminalfälle haben sich so oder ähnlich ereignet, und zwar überwiegend in der DDR. In der Öffentlichkeit spielten sie kaum eine Rolle, weil es aus gesellschaftspolitischer Sicht der SED und des sozialistischen Staates Gewaltkriminalität nicht zu geben hatte. Sie wurden zwar in der DDR nicht gänzlich verschwiegen, weil zur Aufklärung der Verbrechen die Mithilfe der Bevölkerung für die Staatsanwälte und Kriminalisten der Morduntersuchungskommissionen (MUK) von großer Bedeutung war. Ohnehin unterschied sich die kriminalistische Arbeit in der DDR kaum von der in der BRD. Allerdings erfuhr die Öffentlichkeit wenig über Details, Hintergründe und Motive der Taten.

Dass in den meisten der in diesem Buch beschriebenen Fälle Alkoholmissbrauch und sexuelle Beweggründe eine dominierende Rolle spielten, ist nicht der selektiven Auswahl des Autors geschuldet, sondern spiegelt die Realität wider.

War über Mord und Totschlag in der DDR wenigstens noch in geringem Maße etwas zu erfahren, so waren politisch motivierte Taten ein absolutes Tabu für die Bevölkerung. Ein solcher Kriminalfall ist am Ende des Buches unter dem Titel »Der Spion« nachvollzogen. Dass er hier erscheint, ist das Verdienst der Angehörigen, vor allem von Raik Klausch, der nach der Wende allen Widerständen zum Trotz für die Rehabilitierung seines zum Tode verurteilten Vaters gekämpft hat. Dafür bedanke ich mich ausdrücklich bei Raik Klausch.

In Gesprächen mit Leserinnen und Lesern und auch in sozialen Medien geht es nicht selten darum, ob man noch von authentischen Kriminalfällen sprechen kann, wenn Namen von Opfern und Tätern sowie von Örtlichkeiten frei erfunden oder abgewandelt werden. Die Frage ist, ob es für die Darstellung der authentischen Tatabläufe und ihrer Vorgeschichten von überragender Bedeutung ist, dass die wirklichen Namen der Opfer und auch der Täter, wenn schon nicht vollständig, dann doch wenigstens abgekürzt, etwa Steffi S. (frei erfunden), genannt werden. Oder dass kleinere Orte mit vergleichsweise wenigen Einwohnern nur im Zusammenhang mit einer größeren Stadt oder Region umschrieben werden. Ist das Geschehene dadurch weniger authentisch?

In diesem Buch werden Personen direkt und indirekt zitiert. Die Ehrlichkeit gebietet es, darauf hinzuweisen, dass solche Passagen aus Aktenniederschriften zum besseren Verständnis zum Teil nachbearbeitet sind, die Aussagen jedoch nicht im Kern verändert wurden.

Zum Abschluss noch ein Dank an alle, die mir beim Schreiben des Buches geholfen haben.