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Inhaltsübersicht

Über Charlotte Karlinder / June Karlinder

Charlotte Karlinder ist gebürtige Schwedin mit Wohnsitz in Hamburg und Berlin. Sie moderiert seit fast zwanzig Jahren diverse Sendungen im TV und spezialisierte sich mit ihrer Ausbildung zur Rettungssanitäterin auf Prävention und Lebensstilmedizin. Die Medizinjournalistin berichtet im TV und online über Gesundheitsthemen und -trends, gründete ihr eigenes Online-Gesundheitsmagazin »Karlinderleicht leben« (auf charlottekarlinder.de) und ist Pressesprecherin der DRK-Schwesternschaft.

June Karlinder ist elf Jahre alt und hat große Freude daran, die Tipps und Tricks ihrer Mutter praktisch auszuprobieren und zu kommentieren.

Impressum

© 2019 der eBook-Ausgabe Knaur eBook

© 2019 Knaur Verlag

Ein Imprint der Verlagsgruppe

Droemer Knaur GmbH & Co. KG, München

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf – auch teilweise – nur mit

Genehmigung des Verlags wiedergegeben werden.

Redaktion: Dr. Ulrike Strerath-Bolz

Covergestaltung: atelier-sanna.com, München

Alle Fotos: Reinhard Hunger (außer Foodfoto »Pizza-Melonen-Stück« von Luciano de la Rosa / Shutterstock.com)

Illustrationen von Shutterstock.com: Podessto (im Kapitel »Wir lernen für die Schule, nicht für das Leben«), Natasha Pankina (im Kapitel »Auf geht‘s«, »Warum rennen Kinder?«), Kate Macate (»Waldmemory«), Bughats und LHF Graphics (»Musikalischer Gute-Nacht-Gruß«), mejnak (»Hörbuch zum Einschlafen«),Alona Savchuk (»Sind Tiere die besseren Verwandten?«, BlackAkaliko (»Wundversorgung (inkl. Pflastertrick)«, NikaYekimenko (»Sonnenbrand«)

Illustrationen von June Karlinder: Kleeblatt im Kapitel »Warum es toll ist, zu Fuß zusammen zur Schule zu gehen«, Turnschuh im Kapitel »Können wir Kinder für Bewegung sensibilisieren« und Bett im Kapitel »Wie werden Kinder müde?«

ISBN 978-3-426-45472-5

Hinweise des Verlags

Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.


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Wir freuen uns auf Sie!

FÜR MIA & ihre Schwester NENA –

und den Rest der Gang aus

der Calle de Monte Perdido.

We are family.

Gesundheit ist nicht alles. Aber

ohne Gesundheit ist alles nichts.

Einleitung

Es begann mit dem Toilettenbesuch eines meiner Kinder, der Privatsphäre wegen nenne ich jetzt mal keine Namen. Ich bekam zufällig mit, dass die »Pipifarbe« meines besagten Nachwuchses einen ganz schön dunklen Gelbton hatte. »Daran siehst du, dass du heute eindeutig zu wenig getrunken hast. An der Farbe können wir nämlich erkennen, ob es genug war – oder ob unser Körper mehr Wasser braucht.« Die Faszination war groß, und der berühmte Groschen fiel. Seitdem ist das regelmäßig Thema: Wie wichtig es ist, dass der Körper genug Wasser bekommt, weil er sonst – wie ein Auto ohne Benzin – nicht fahren kann. Und immer wenn die Farbe hell ausfällt, freuen sich meine Kinder wie verrückt.

Tatsächlich war das nicht nur der Groschen, der bei meinem Kind fiel – sondern auch der Groschen für diesen Ratgeber. Denn ich habe in diesem Moment mal wieder festgestellt: Es ist alles eine Sache der Erklärung – so wie in der Schule. Wir alle haben die Lehrer geliebt, die den Unterricht unterhaltsam gestalteten. Ihre Themen und Fächer haben uns automatisch interessiert. Und so ist es beim Thema Gesundheit auch. Sagen wir Kindern: »Du musst mehr trinken!«, gehen die Worte rechts in den Kinderkopf rein und auf der anderen Seite wieder raus. Erklären wir es altersgerecht in lustigen und spannenden Geschichten, macht es auf einmal auch Kindern Spaß.

Auf die einfachsten Dinge kommen wir häufig nicht von alleine

Und das ist auch das Besondere an diesem Buch. Nicht alle Themen sind neu – manches werden Sie schon mal gehört haben oder wissen –, umso besser! Dann können Sie die Punkte schon mal abhaken. Aber auf viele Dinge, die eigentlich ganz einfach sind und auf der Hand liegen, kommen wir gar nicht, habe ich festgestellt. Das geht häufig auch mir so. Und das betrifft alle möglichen Bereiche. Einige sind klar: Ernährung, Sport, Schlaf – diese Themen ordnen wir der Gesundheit zu. Bei einigen Bereichen werden Sie sich aber vielleicht fragen, was das denn jetzt eigentlich mit Gesundheit zu tun hat. Das Eat-the-Frog-Prinzip gegen die Aufschieberitis zum Beispiel. Oder die so wertvollen Gewohnheiten. Die beste Kraultechnik oder was es uns bringt, ein Instrument zu spielen. Aber all das gehört zu einem ausgewogenen Leben, und es braucht eine gute Balance, wenn unsere Kinder gesund aufwachsen sollen. Die verschiedenen Komponenten dafür habe ich daher so erklärt, dass Sie, die Eltern bzw. Familie, es verstehen – und all die Dinge nach und nach an Ihre Kinder weitergeben können. Für Letzteres sind nicht zuletzt die Geschichten und Anmerkungen meiner Tochter June sehr geeignet. Schließlich hatten wir auch die Idee für das Buch gemeinsam: an einem Oktobertag auf dem Weg zur Schule. Denn sie schreibt nicht nur sehr gerne und (laut Lehrerin!) gute Geschichten – seit zehn Jahren muss sie zusätzlich mit einer Mutter leben, die nicht nur beruflich ein gesundes Leben propagiert, sondern es auch selbst umsetzt und versucht, ihr Wissen an ihre Kinder weiterzugeben. Die Methode hat funktioniert. Das werden Sie in den vielen Anekdoten, die sich auf unserer Gesundheitsreise zugetragen haben, quer durch das Buch lesen. Und dass June die Dinge so gut erklären kann, ist für mich ein weiterer Beweis, dass es immens wichtig ist, früh mit dem Thema Gesundheit anzufangen. Sie wissen ja: Was Hänschen nicht lernt …

Wir lernen für die Schule, nicht für das Leben

Tatsächlich ist das große Problem: Das, was wir wirklich brauchen, um ein langes Leben in Gesundheit zu führen, müssen wir eigentlich schon von klein auf lernen, indem wir davon erfahren – am besten in Form von Geschichten – und indem wir es sehen und erleben. Und zwar sowohl in der Familie als auch in der Schule. Denn Kinder lernen erwiesenermaßen dadurch, dass sie uns Erwachsene beobachten. Leider sieht die Realität so aus: In der Schule lernen sie zwar alles, was sie für die Allgemeinbildung und das Arbeitsleben benötigen – und vielleicht noch ein bisschen mehr. Mathe, Religion, Erdkunde, Englisch … Sport haben sie auch. Eine Schulstunde pro Woche; viel zu wenig. Besser wäre es, sich von Anfang an daran zu gewöhnen, dass alle Elemente, die unseren Körper und Kopf lange gesund halten, täglich auf den Plan gehören. Und: Das Schulcafé meiner Kinder offeriert Brezeln, Muffins, Schokolade und Kuchen – aber keine gesündere Alternative! In der Schule lernen diese kleinen Menschen also in der Regel nicht, dass man sich gesund ernähren kann und dass diese Dinge auch noch gut schmecken können. Experten fordern schon lange, dass Kitas und Schulen Kindern und Jugendlichen viel stärker als bisher beibringen, wie man gesund lebt und sich ausgewogen ernährt – und sind frustriert, weil die Politik nicht bereit ist, die notwendigen Mittel in die Hand zu nehmen, um eine wirkliche Wende einzuleiten. Das Thema liegt seit 15 Jahren auf dem Tisch, ohne dass sich etwas nennenswert ändert. Viele Kinderärzte verlangen darüber hinaus auch die Einführung einer Zuckersteuer, um gesundheitsschädliche Lebensmittel als ungesund zu kennzeichnen. Und: Auch in der Werbung braucht es neue Regeln. Teilweise bewerben die Hersteller Süßigkeiten als Produkt mit gesundheitsfördernder Wirkung. Ich sehe beispielsweise immer noch häufig, dass auf zuckrigen Drinks und Cornflakes Begriffe wie »Fitness« stehen. Das Ergebnis: Studien belegen die stetige Zunahme von Fällen bei Kindern, die Mediziner unter dem Sammelbegriff »neue Morbidität (Sterblichkeit)« zusammenfassen. Dazu gehören Adipositas (Fettleibigkeit), Störungen des Sozialverhaltens, ADHS und emotionale Probleme. Und die Untersuchungen ergeben eindeutig: Die Diagnose hängt mit dem Lebensstil der Eltern zusammen.

 

Wie also der Lebensstil von klein auf aussehen sollte, damit wir uns die richtigen Dinge gleich angewöhnen, statt später mühselig etwas zu verändern, lernen unsere Kinder in der Schule nicht bzw. kaum, wie gesagt. Warum ist Gemüse das Benzin des Körpers? Wie viel Zucker ist zu viel »des Guten« für uns? Wie viel Bewegung brauchen wir? Was machen wir in unserer Freizeit? Warum können wir nicht ständig vor Tablet & TV hocken? Wie gehen wir mit Freunden um? Woher wissen wir, welcher Prinz der richtige zum Heiraten ist? Warum müssen wir uns eincremen, bevor wir in die Sonne gehen? Fakt ist nämlich: Wir müssen Dinge verstehen, um sie dauerhaft umzusetzen – am besten schon als Kind. Und um etwas zu verstehen, müssen uns Dinge wiederum Spaß machen. Sonst schalten wir ab.

Wir haben die Gesundheit unserer Kinder in der Hand

Das heißt konkret: Die Verantwortung liegt komplett bei uns Eltern. Alles, was Sie für Ihre Gesundheit tun, werden Ihre Kinder später mit hoher Wahrscheinlichkeit auch machen. Weil sie eben erstens abschauen – und weil zweitens alle Menschen das gerne mögen, was ihnen vertraut ist. Weil sie es bereits kennen. In dieser Hinsicht ist die berühmte Komfortzone ausnahmsweise einmal ein guter Aufenthaltsort. Lassen Sie uns unsere Kinder auf ein gesundes Leben hin prägen, indem wir es ihnen vorleben und davon berichten. Und zwar im positiven Sinne: Wir zeigen ihnen Möglichkeiten auf, anstatt zu verbieten.

Und wenn wir doch mal was verbieten müssen? Nur im Notfall. Gebote statt Verbote – so lautet mein generelles Motto. Ich sage zum Beispiel nie: »Du darfst heute nur zwei Kugeln Eis essen.« Sondern: »Was denkst du, wie viele Kugeln wären gut für deinen Körper? Bei wie viel Eis würde er sich freuen – und bei wie viel geht’s ihm schlecht?« Erstaunlicherweise wählen die Kinder beim Eis dann immer zwei statt drei Sorten. Meine Erfahrung ist auch: Wenn wir gute Dinge immer wieder thematisieren, wie: »Schau mal, wie lecker diese roten Tomaten aussehen.« Oder wenn wir den Kindern erzählen, wie gut wir uns nach dem Sport fühlen … dann übernehmen sie das. Mittlerweile kommentieren meine Kinder von sich aus, dass sie etwas gemacht haben, was gut für ihren Körper war – und dass sie sich freuen, dadurch länger gesund zu bleiben.

Für Gesundheit sensibilisieren, statt Ungesundes zu verbieten

Auf diese Weise sensibilisiere ich Kinder dafür, auf ihren Körper zu hören – anstatt ihnen Dinge zu verbieten. Auch dazu finden sich quer durch das Buch viele Tipps und Ratschläge, wie zum Beispiel der des »Nudgings« – eine meiner Lieblingsstrategien, um Kindern eine gesunde Lebensweise beizubringen. »Früher« haben Kinder viele Dinge automatisch gelernt bzw. verstanden, weil es eben nicht alles im Überfluss und weniger Fortbewegungsmittel gab; heute müssen wir ihnen zeigen, warum sie Rolltreppen und Dönerbuden besser meiden – außer in Ausnahmen, die aufgrund der Seltenheit wie immer nichts ausmachen.

Das ist doch eine großartige Nachricht! Wir haben es also in der Hand, wie unsere Kinder später ihr Leben gestalten! Und damit Sie dafür bestens gerüstet sind, gebe ich Ihnen »Gesundheit? Ein Kinderspiel!« an die Hand. Damit Sie lesen, lernen und darüber diskutieren können. Mit Ihrem Partner, mit Freunden – oder mit mir (charlotte@karlinder.com). Jedes Feedback ist willkommen.

Aber Vorsicht: Es gibt nämlich kaum eine Gruppe in der Bevölkerung, die Themen und Ansichten heißer diskutiert als Eltern. Und kein Thema, das die Gemüter mehr erhitzt, als die Gesundheit unserer Kinder. Manchmal treibt das seltsame Blüten. Obwohl: Hundehalter auf der Hundewiese – die sind noch schlimmer. Da wird diskutiert, wer welche Gerichte frisch für den Hund kocht und dass ein Umzug unmöglich ist, da sich Bello so sehr an das Haus gewöhnt hat, dass es an Körperverletzung grenze, ihn aus seiner gewohnten Umgebung zu holen. Aha.

 

Es gibt also für Eltern wie gesagt kein Thema, das wichtiger ist als der Nachwuchs. Ich sage immer: Wenn die eigenen Freunde Kinder bekommen und Eltern werden, lernen wir diese Freunde noch mal ganz neu kennen. Sie tun auf einmal Dinge, die wir niemals erwartet hätten. Riechen am Po ihres Neugeborenen, um herauszufinden, ob – Achtung – »Aa« in der Windel ist. Sie fahren panisch in die Notaufnahme, weil das Kleinkind vom Sofa fällt. Und statt mit Wein und Sekt ist der Kühlschrank mit Babygläschen gefüllt. Anstelle des abendlichen Lovers kommt die Schnullerfee, und statt der eigenen Haare wird jeden Abend der Flaum des Nachwuches gewaschen. Auch dazu gibt’s ein paar lustige Geschichten in diesem Buch. In diese Kategorie fallen übrigens auch die sogenannten Helikoptereltern – zu denen wir nicht gehören sollten. Auf der anderen Seite steht das andere Extrem: Eltern, die sich vor lauter Arbeit kaum um die Kinder kümmern können, schon gar nicht um so vermeintlich unwichtige Dinge wie den richtigen Lebensstil. Dabei belegen auch Studien wie eingangs erklärt: Die Gesundheit der Kinder hängt in hohem Maße mit dem Elternhaus zusammen. Erschreckend eigentlich, wie viel man offensichtlich falsch machen kann. Forscher der Universität Bielefeld untersuchten kürzlich die Daten von rund 600 000 Kindern und Jugendlichen und kamen zu einem Ergebnis, das mich nicht verwundert: Der Wissensstand der Eltern spielt bei der Gesundheit der Kinder eine größere Rolle als das Einkommen. Oder anders: Nicht nur das Geld zählt, sondern vor allem die Haltung zu Vorsorge, Ernährung und Bewegung. Kurz: Der Lebensstil der Eltern.

Alles richtig gemacht, Healthfamily!

Es verwundert aber somit nicht, dass so viel diskutiert wird und dass es so viele Wahrheiten gibt. Die häufigsten Fragen momentan sind: Wie viel Screentime bzw. Tablet ist denn nun für welches Alter zu empfehlen und ab wann geht es in die Suchtklinik für Tabletabhängige? Da werden dann Medienbeauftragte zu Infoabenden an Schulen eingeladen, um uns Eltern zu beraten. Aber auch die Frage, ab wann Limonade und – o Gott – die böse, böse Cola auf den Tisch dürfen, raubt Eltern den Schlaf. Sollen abgelehnte Gerichte trotzdem probiert werden, und muss ein Produkt bio sein – oder wann reicht der Discounter (der übrigens häufig auch schon Bioprodukte anbietet)? Darf das Haustier mit ins Bett oder sind die Würmer dann vorprogrammiert? Wichtig ist mir deshalb in diesem Ratgeber, Ihnen nicht nur die Antworten zu geben, sondern Ihnen den Zusammenhang klarzumachen, sprich die Physiologie und die Psychologie, die dahinterstecken. Damit Sie wiederum überlegen können, wie Ihre persönliche Wahrheit aussieht. Denn ob Sie es glauben oder nicht: Sowohl eine Fanta als auch eine halbe Stunde zu viel Medienzeit können Kinder überleben. Zumal, wenn der Rest des Tages gesund aussieht.

 

Und daher gehört tatsächlich alles, wovon in diesem Buch erzählt wird, zum Thema Gesundheit dazu. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so wirkt. Gesundheit ist viel mehr als nur Bewegung und Ernährung. Ein Haustier kann sehr viel zur Gesundheit beitragen, wie auch das Sich-Verlieren in Musik. Oder der Zusammenhalt der Familie. Weil es glücklich macht – und somit gesund.

Zum Beweis erzähle ich Ihnen eine Geschichte über meinen neunjährigen Sohn, der kürzlich aus der Schule nach Hause kam und berichtete: »Mama, heute sollten wir in der Schule vier Dinge aufschreiben, die uns unglücklich machen, und vier Dinge, die uns glücklich machen.« »Was hast du aufgeschrieben?«, fragte ich und war tatsächlich sehr gespannt. »Bei unglücklich habe ich vier Mal ›Nichts‹ geschrieben«, sagte er in seiner gewohnt scherzhaften Art. »Und bei glücklich: 1. Meine Mutter 2. Mein Vater. 3. Unser gemütliches Zuhause und 4. Mein Bett.« Er strahlte.

 

Also: Alles richtig gemacht, Frau Karlinder. Und Sie auch! Inklusive Screentime, Eis, Fanta und Haustier im Bett!

Viel Spaß beim Lesen – und Leben!
Charlotte und June Karlinder

Gemüse? Mag ich nicht!

Ich glaube, das ist der meistgehörte Satz aller Eltern. Meine Theorie ist ja, dass Gemüse Kindern vorkommen muss wie uns, wenn jemand versuchen würde, uns zu vergiften. Da steht man stundenlang in der Küche, vom Überlegen, was gekocht wird, und dem Einkaufen und Ins-Haus-Schleppen ganz zu schweigen. Schließlich ist Gemüse nun mal gesund, und Kinder sollten es wenigstens ein paar Mal pro Woche essen. Die Frage ist: Was tun? Denn wie immer gibt es viele Wege – die aber alle nicht nach Rom bzw. in den Magen unserer Kinder führen. Es gibt aber generell fünf beliebte Methoden:

A. Das wird gegessen – es gibt nichts anderes.

 

B. Du musst alles probieren – und darfst es ausspucken, wenn es dir nicht schmeckt.

 

C. Wenn du das nicht isst, gibt’s keinen Nachtisch.

 

D. Nichts zu essen ist ungesund. Was möchtest Du stattdessen essen? Ich könnte Dir Pfannkuchen machen.

 

E. Entertainment-Trick: Eine Schnecke aus der Tomate schnitzen, Gemüse-Origami basteln, ein Theaterstück aus dem Essen machen.

Ja, bei e) mussten Sie vielleicht lachen – aber ich kenne tatsächlich Menschen, die sich solche verrückten Dinge ausgedacht haben, nur aus der Sorge heraus, dass das Kind sonst zu wenig Gemüse isst.