ANDREAS PETERSEN
DIE MOSKAUER
Wie das Stalintrauma die DDR prägte
FISCHER E-Books

Andreas Petersen, geboren 1961, studierte Allgemeine und Osteuropäische Geschichte an der Universität Zürich. Er war Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin und Dozent für Zeitgeschichte an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Er schreibt für die NZZ, den Tagesanzeiger und den Tagesspiegel und leitet die Geschichtsagentur zeit & zeugen. Er lebt in Zürich und Berlin.
Die DDR war geprägt von Paranoia und Denunziation. Der Historiker Andreas Petersen erzählt, wie es dazu kam, und erkundet das Trauma der Gründergeneration um Pieck und Ulbricht. Sie hatten in Moskau die Jahre des Terrors erlebt, in denen Stalin mehr Spitzenkader der KPD ermorden ließ als Hitler. Angst und Verrat wurden für sie schreckliche Normalität.
Ab 1945 übernahmen die Moskauer die Führung in der sowjetisch besetzten Zone. Die ersten Jahre waren Stalin-Jahre, Zweifel und Fragen nicht erwünscht. Die Moskauer hätten sich sonst der eigenen Verstrickung stellen müssen. Ein Mantel des Schweigens legte sich über den neuen Staat.
Fesselnd schildert Andreas Petersen dieses Gründungstrauma und seine Folgen. Bis heute wird geschwiegen, Verwundungen, Ängste und Zorn sind nicht verschwunden. Ein aufrüttelndes Buch, das die noch immer spürbare Zerrissenheit begreifbar macht.
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Erschienen bei FISCHER E-Books
©2019S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main
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ISBN 978-3-10-491045-1
Brief von Ilse Stöbe an Carl Helferich, 20. Dezember 1942, zitiert in: Coppi, Hans/Kebir, Sabine, Ilse Stöbe. Wieder im Amt. Eine Widerstandskämpferin in der Wilhelmstraße, Hamburg 2013, S. 205–207.
Zitiert bei Hay, Julius, Geboren 1900. Aufzeichnungen eines Revolutionärs. Autobiographie, München 1977, S. 203. Heinrich Greif (1907–1946), von 1935 bis 1945 in der Sowjetunion, spielte in zehn filmischen Sowjet-Großproduktionen, u.a. in Gustav von Wangenheims »Kämpfer« über den Reichstagsbrandprozess. Seine Stimme kannte man in Deutschland als Sprecher bei Radio Moskau.
Remmele, Hermann, Die Sowjetunion, Hamburg/Berlin 1932.
Biographische Informationen aus der Personalakte Hedwig Remmele, RGASPI 495/205/6410, Kaderakte Hedwig Remmele, SAPMO 30/IV DY 2/11/v. 3127 und Auskünfte von Ruth Remmele-Santos.
Das Gespräch fand 1962 in der Wohnung Hedwig Remmeles in der Prenzlauer Allee 117 mit dem langjährigen Untermieter und Theaterwissenschaftler Ernst Schumacher statt. Er musste ihr versprechen, nichts vor ihrem Tod zu veröffentlichen. Schumacher, Ernst, »Wir haben gelogen. Wir sind an allem selber schuld.« Niederschrift eines Gesprächs mit Hedwig Remmele, in: UTOPIE kreativ, Heft 107, 1999, S. 62.
Buber-Neumann, Margarete, Von Potsdam nach Moskau – Stationen eines Irrwegs (1981), Frankfurt a.M. 1985, S. 443. 86 Personen, 22 davon Deutsche, wurden im Lux zwischen April 1937 und November 1938 verhaftet, Referenten, Übersetzer, Leute aus dem Nachrichtendienst der Komintern.
Ebenda, S. 63. Hugo Eberlein (1887–1941) wurde in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli 1937 verhaftet. Einen Monat zuvor hatte sein alter Genosse Wilhelm Pieck auf der Feier von Eberleins 50. Geburtstag verkündet, dass er, den man teilweise kaltgestellt hatte, nun rehabilitiert sei. Eberlein wurde schwer gefoltert, in verschiedene Lager verschleppt und im Oktober 1941 in Moskau erschossen. Sein Sohn Werner Eberlein, acht Jahre in der Verbannung in Sibirien, wurde unter Ulbricht Chefdolmetscher in der DDR und war am Ende der DDR im SED-Politbüro.
Personalakte Hedwig Remmele, RGASPI, 495/205/6410, Bl. 32. Gentz überlebte in einem Lager im Donbass, 1946 meldete er sich. Mutter Remmele und Tochter Ilona fuhren nach Moskau, wo man sich traf. Ein glückliches Wiedersehen.
Schumacher, Wir, S. 64/65.
Schumacher, Wir, S. 65.
Personalakte Hedwig Remmele, RGASPI, 495/205/6410, Bl. 32.
Anna Remmele an Wilhelm Pieck vom 12. Juni 1939, Kaderakte Hedwig Remmele, RGASPI, 495/205/6410, Bl. 39.
Personalakte Hedwig Remmele, RGASPI, 495/205/6410, Bl. 35.
Personalakte Hedwig Remmele, RGASPI, 495/205/6410, Bl. 34.
Im Haus in der Dserschinskaja 17 lebte noch Helene Hoernle-Rau, die erste Frau von Edwin Hoernle, der 1933 in die Sowjetunion ging, 1945 in die SBZ zurückkehrte, Präsident der Deutschen Zentralverwaltung für Land- u. Forstwirtschaft wurde. Sie kehrte 1946 in die SBZ zurück und arbeitete in der SED-Bezirksleitung Schwerin. Weiter wohnten hier Martha Koenen (Mutter von Bernard Koenen, der 1937–1939 in NKWD-Haft war), Karl Dröll mit Frau und Hund im 2. Stock und Walter Hedeler mit Frau und Sohn. Auch sie gingen später in die DDR zurück.
Zu den Lebensumständen in Tomsk: Hedeler, Wladislaw, Ungeliebte Exilanten. Die Rückkehr deutscher Politemigranten aus der UdSSR nach Stalins Tod, in: Das verordnete Schweigen. Deutsche Antifaschisten im sowjetischen Exil, Pankower Vorträge, Heft 148, Berlin 2010, S. 39–41. Hedelers Vater Walter kam 1942 als »administrativ Verbannter« nach Tomsk, Wladislaw Hedeler wurde hier geboren.
Interview Ruth Santos-Remmele, 8. September 2018, Berlin.
Zum Heim in Iwanowo: Tomin, Walentin, Aufbruch bei Nacht. Kinderschicksale, (Ost-)Berlin 1980.
Interview Ruth Remmele-Santos mit Meinhard Stark vom 20. November 1994, Vorlass Stark, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
Brief Hedwig Remmel vom 1. Juli 1954, SED-Kaderakte Hedwig Remmele, SAPMO BArch DY 30/IV 2/11/v. 3127.
Ruth Remmele-Santos auf der Tagung »Der 8. Mai 1945 im Exil und danach. Zeitzeugen erinnern sich an ihre Ankunft in der SBZ/DDR«, 8. Mai 2015, Berlin.
Bericht Arbeitskollegin vom 21. Mai 1963, BStU, MfS »Ideologie« – AOP Nr. 12311/65, Bl. 25.
Bericht Arbeitskollegin vom 18. April 1964, BStU, MfS »Ideologie« – AOP Nr. 12311/65, Bl. 259.
Bericht vom 30. September 1963, BStU, MfS »Ideologie« – AOP Nr. 12311/65, Bl. 82.
BStU, MfS »Ideologie« – AOP Nr. 12311/65, Bl. 227.
Bericht Arbeitskollegin vom 18. April 1964, BStU, MfS »Ideologie« – AOP Nr. 12311/65, Bl. 259.
Bericht vom 21. Mai 1964, BStU, MfS »Ideologie« – AOP Nr. 12311/65, Bl. 21.
Ruth Remmele-Santos an der Tagung »Der 8. Mai 1945 im Exil und danach. Zeitzeugen erinnern sich an ihre Ankunft in der SBZ/DDR«, 8. Mai 2015, Berlin.
Todesanzeige, Neues Deutschland vom 1. Juni 1984.
Tischler, Carola, Flucht in die Verfolgung. Deutsche Emigranten im Sowjetischen Exil – 1933 bis 1945, Münster 1996, S. 26, 97.
Erler, Peter, Deutsche Emigranten und die KPD-Führung während der »Großen Säuberung« 1936 bis 1938 in der Sowjetunion. Ein Überblick, in: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat, Nr. 28/2010, S. 3. Erler stützt sich dabei auf die unveröffentlichten Ergebnisse der Datenbank von Wladislaw Hedeler, in der 8011 Deutsche erfasst sind, die sich zwischen 1936 und 1945 in der Sowjetunion aufhielten.
Weber, Hermann, Einleitung: Bemerkungen zu den kommunistischen Säuberungen, in: ders.; Mählert, Ulrich (Hrsg.), Terror. Stalinistische Parteisäuberungen 1936–1953, Paderborn 1998, S. 23/24. Von den im von Weber und Andreas Herbst herausgegebenen Biographischen Handbuch Deutscher Kommunisten (2008) aufgeführten 1675 kommunistischen Spitzenfunktionären sind 256 im NS-Deutschland und 208 in der Sowjetunion ermordet worden.
Auskunft Wilhelm Mensing vom 3. Januar 2019.
Weber, Hermann; Mählert, Ulrich (Hrsg.), Verbrechen im Namen der Idee, Terror im Kommunismus 1936–1938, Berlin 2007, S. 7.
Interview mit Peter Erler vom 10. Juli 2014, Berlin. Alexander, Peter; Prieß, Lutz, Ein Beitrag zur Aufarbeitung der Schicksale der deutschen Emigranten in der Sowjetunion während des »Großen Terrors« in den 1930er Jahren. Die Arbeitsgruppe »Opfer des Stalinismus am IfGA« 1989–1992, in: dies., u.a., Nach dem Schweigen, Berlin 2012, S. 44–51.
Grundlage waren die 893 Namen der in der Sowjetunion zwischen 3. September 1936 und 15. Januar 1938 aus der KPD Ausgeschlossenen (RGASPI 495/175/100 Bl. 19–34). Im Westen hatte Hermann Weber schon 1964 in seinem Buch: Ulbricht fälscht Geschichte. Ein Kommentar mit Dokumenten zum »Grundriss der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung« auf die Schicksale und das SED-Schweigen hingewiesen. 1989 veröffentlichte er 425 Kurzbiographien in »Weiße Flecken« in der Geschichte. Die KPD-Opfer der Stalinschen Säuberung und ihre Rehabilitierung, ergänzte 2. Auflage 1990.
So zum Beispiel: Richter, Trude Totgesagt. Erinnerungen, Leipzig 1990; Damerius, Helmut, Unter falscher Anschuldigung. 18 Jahre in Taiga und Steppe, (Ost-)Berlin 1990; Stammberger, Gabriele, Gut angekommen – Moskau. Das Exil der Gabriele Stammberger 1932–1954. Erinnerungen und Dokumente, Berlin 1999; Ruge, Eugen, In Zeiten des abnehmenden Lichts, 2011; Ruge, Wolfgang, Gelobtes Land. Meine Jahre in Stalins Sowjetunion, Reinbek bei Hamburg 2012. Lochthofen, Sergej, Schwarzes Eis. Der Lebensroman meines Vaters, Reinbek bei Hamburg 2012; Friedmann-Wolf, Soja, Im Roten Eis. Schicksalswege meiner Familie 1933–1958, Berlin 2013; Hamburger, Rudolf, Zehn Jahre Lager. Als deutscher Kommunist im sowjetischen Gulag. Ein Bericht, Berlin 2013; sodann die ausgezeichnete Zusammenstellung: Hedeler, Wladislaw; Münz-Koenen, Inge (Hrsg.), »Ich kam als Gast in euer Land gereist …« Deutsche Hitlergegner als Opfer des Stalinterrors. Familienschicksale 1933–1956. Katalog zur Ausstellung, Berlin 2013; Schindler, Anja, »…. verhaftet und erschossen«. Eine Familie zwischen Stalins Terror und Hitlers Krieg, Berlin 2016. Strub-Rayß, Lotte, Verdammt und entrechtet. Stuttgart – Basel – Moskau. 16 Jahre Gulag und Verbannung. Autobiographie hrsg. von Konrad Rayß, Berlin 2018.
Hermann Weber, Die Wandlung des deutschen Kommunismus. Die Stalinisierung der KPD in der Weimarer Republik, Frankfurt 1969, Bd. 1, S. 290.
Interview mit Eva Kemlein, Neues Deutschland vom 18./19. Januar 1997.
Müller, Reinhard, Herbert Wehner – eine typische Biographie der stalinisierten Komintern?, in: Mittelweg 36, Heft 2, 2005, S. 77–97.
Weber, Hermann, Einleitung: Bemerkungen zu den kommunistischen Säuberungen; in: ders.; Mählert, Terror, S. 12.
Mit der Einsetzung Thälmanns bootete Stalin dessen Vorgängerin Ruth Fischer, Anführerin des linksradikalen Parteiflügels, aus. Fischer wurde später in Moskau in Abwesenheit als »Trotzkistin« zum Tode verurteil. 1948 analysierte sie im amerikanischen Exil in ihrem Buch »Stalin und der deutsche Kommunismus. Der Übergang zur Konterrevolution« (Verlag der Frankfurter Hefte, Frankfurt a.M. 1948) Stalins Deutschlandpolitik der Weimarer Zeit phasenweise sehr treffend.
Weber, Einleitung, S. 1.
Mallmann, Michael, Kommunisten in der Weimarer Republik. Sozialgeschichte einer revolutionären Bewegung, Darmstadt 1996, S. 77.
Hoppe, Bert, In Stalins Gefolgschaft. Moskau und die KPD 1928–1933, München 2007.
Weber, Wandlung.
Brief Hermann Remmele an Manuilski u.a. vom 17. Juni 1932, RAGASPI, 495/19/526, Bl. 44.
Weber, Hermann, Historische Fakten zur politischen Lage im Moskau der dreißiger Jahre, in: Meyer-Stiens, Ernstheinrich (Hrsg.), Opfer wofür? Deutsche Emigranten in Moskau – ihr Leben und Schicksal. Heinrich Vogeler und seine Gesinnungsgenossen im Moskauer Exil, Worpswede 1996, S. 29–38. Siehe auch: Weber, Einleitung, S. 12.
Sandvoß, Hans-Rainer, Die »andere« Reichshauptstadt. Widerstand aus der Arbeiterbewegung in Berlin von 1933 bis 1945, Berlin 2007. Sven Reichardt bestätigt diese Einschätzung mit der Auswertung von Stichproben, die ein bis zwei Prozent ehemalige Kommunisten in der SA nachweisen. In einem Denkfehler macht er das eine Prozent der Übergelaufenen der SA-Stürme zur absoluten Zahl der KPD-Überläufer, bezogen auf die wesentlich kleinere KPD bedeutet das aber 15 bis 20 Prozent Überläufer. Reichardt, Sven, Faschistische Kampfbünde. Gewalt und Gemeinschaft im italienischen Squadrismus und in der deutschen SA. Köln 2002, S. 525–529.
Petersen, Andreas, Straßenkämpfer am Abgrund. Berliner Bürgerkriegsjugend 1932, in: Berlin in Geschichte und Gegenwart. Jahrbuch des Landesarchivs Berlin 2009, Berlin 2010, S. 279–310; ders., Jugend auf den Kampfplätzen des untergehenden Berlin 1932, in: Yves Müller u.a., Bürgerkriegsarmee. Forschungen zur Nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA), Frankfurt a.M. 2013, S. 63–92.
Weber, Wandlung, S. 29f.
Interview Erwin Jöris vom 23. April 1998, Köln.
Beyrau, Dietrich, Der Erste Weltkrieg als Bewährungsprobe. Bolschewistische Lernprozesse aus dem »imperialistischen Krieg«, in: Journal of Modern European History 1 (2003) S. 96–124.
Gorki, Maxim, Unzeitgemäße Gedanken über Kultur und Revolution, Frankfurt a.M. 1973, S. 236.
Gautschi, Willi, Lenin als Emigrant in der Schweiz, Einsiedeln 1982. Anhänger hatte Lenin in der Schweiz nur in der Jugendorganisation, dessen Führer der junge Willi Münzenberg war. Petersen, Andreas, Radikale Jugend. Die sozialistische Jugendbewegung der Schweiz 1900–1930. Radikalisierungsanalyse und Generationentheorie, Zürich 2001, S. 346–369.
Baberowski, Jörg, Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt, München 2012, S. 56; siehe auch: ders., Der rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus, München 2003.
Grigorij Sinowjew in »Die nördliche Kommune«, 1918, zit. nach Baberowski, Erde, S. 63.
Baberowski, Erde, S. 53.
Hippius, Sinaida, Petersburger Tagebuch, Berlin 1993, S. 31–32.
Martyn Lazis, Krasnyj terror, November 1918, zit. nach Leggett, George, The Cheka. Lenins’s Political Police, Oxford 1981, S. 114.
Figes, Orlando, Russland. Die Tragödie eines Volkes. Die Epoche der russischen Revolution 1891 bis 1924, Berlin 2014, S. 567.
Goldman, Emma, Der Niedergang der russischen Revolution, Berlin 1987, S. 24; »Sowjetrussland! Geheiligter Boden, magisches Volk! Nun bist du zum Symbol der Hoffnung der Menschheit geworden, du allein bist dazu bestimmt, die Menschheit zu erlösen … mein Blut mit deinem mischen, meinen Platz in deinem heroischen Kampf finden und mich das Äußerste für dich geben!« So Emma Goldman in ihrer Autobiographie »Gelebtes Leben!« (1931), Hamburg 2014, S. 662.
Berkman, Alexander, Die russische Tragödie. Ein Rückblick und Ausblick, Berlin 1923, S. 44. Siehe auch ders., Der bolschewistische Mythos – Tagebuch aus der russischen Revolution 1920–1922 (1925) Frankfurt am Main 2003. Pjoter Kropotkin, einflussreichster Theoretiker des Anarchismus, kehrte nach der Februarrevolution alt und krank nach Russland zurück und bezeichnete kurz vor seinem Tod die Geiselnahmen und Erschießungen öffentlich als »mittelalterlich«.
Luxemburg, Rosa, Zur russischen Revolution (1918, veröffentlich 1922), Werk Bd. 4, Berlin 2000, S. 332–362.
Volin, Die unbekannte Revolution, 3. Bde., (dt. 1947), Berlin 2013; Arschinoff, Peter, Geschichte der Machno-Bewegung (1918–1921) (1923) Münster 1998; Nettlau, Max, Geschichte des Anarchismus, Bd. 5 (Anarchismus in Deutschland und Russland bis 1914), Glashütten im Taunus 1984.
Baberowski, Erde, S. 68.
Maxim Gorki, zit. nach Baberowski, Erde, S. 180.
Baberowski, Erde, S. 184, 175.
Applebaum, Anne, Der Gulag, Berlin 2003, S. 81–128.
Derendinger, Ernst, Erzählungen aus dem Leben. Als Graphiker in Moskau von 1910 bis 1938, Zürich 2006.
Baberowski, Erde, S. 190.
Interviews mit Erwin Jöris (1912–2013) vom 28. Juli 1998, 22. April 1999 und 30. Oktober 1999, Köln. Die nachfolgenden Zitate aus diesen Interviews. Die biographischen Daten aus RAGASPI 495/205/4936; Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes, Berlin, Politische Abteilung, R 104551–104565 (Rückkehrerprotokoll); BArch Berlin, R 58/2004 (V), R 58/3654, R 58/3026 (Ref. R 2), RY 1/I/2/3/43b, ZB 7065, ZB 2290 A.2, DO 1 111520, DO 1 13948, DO 1 9014, NJ 12614, Bd. 1ö3, FSB 110/2802 (Hochverratsprozess); Geheimes Preußisches Staatsarchiv, HA Rep. 84a Justizministerium, Nr. 50549 (KZ Sonnenburg); Werksarchiv des Uralmasch (USTM), Jekaterinburg, Personalakte Erwin Jöris. Archiv der Militärstaatsanwaltschaft, RGVA, Moskau, 19159 (Workuta-)Lagerakte Erwin Jöris, (p г BA Poreg: 461/h und Dello: 197538) (mit NKWD-Akte: 5âп 16171–51), BStU, MfS, HAIX/11 SMT, Bd. 21, Teil 1 von 2, S. 187–195, HA IX/11 AK 2729/76, Bd. 4, S. 277, 280, ZA, Allg. Berlin AP 15195/56.
Daten zu Kurt Schneidewind (1912–1983), Deckname »Hans Kahlmüller«: RAGASPI 495/205/5061; SAPMO DY 30 IV 2/11/v. 6200; BStU, ZA, MfS, HA IX/11 SV 14/74 Bd. 21; BStU, ZA, MfS, HA IX/11 AKK 13703/81, BStU, ZA, MfS, HA IX/11 SV 262/87, BStU, ZA, MfS, AP 7642/73, BStU, ZA, MfS AKK 13703/8.
Stark verkürzt aus Petersen, Andreas, Deine Schnauze wird dir in Sibirien zufrieren. Ein Jahrhundertdiktat. Erwin Jöris, Wiesbaden 2012, S. 232–240.
Lebenslauf Kurt Schneidewind, SAPMO DY 30 IV 2/11/v. 6200.
Brief Hermann Remmele an die Kleine Kommission vom 11. April 1928, Kaderakte Hermann Remmele, RAGASPI, 5/19/526, Bl. 44.
Schumacher, Wir, S. 61.
Leonid Schwalbe, geb. 1898 Ukraine, erwähnt bei Vatlin, Alexander, »Was für ein Teufelspack«. Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941, Berlin 2013, S. 92.
Hay, Julius, Geboren 1900. Aufzeichnungen eines Revolutionärs. Autobiographie, München 1977, S. 198.
Georg Kern, geb. 1898 Weissenfels, und Karl Singvogel (Deckname: Karl Hellwig), geb. 1888 Tannenhausen, gest. 1938, Anna Singvogel, geb. 1890, Kurt Singvogel, (1912–1938), bei Vatlin, »Teufelspack«, S. 172.
Sonja Wolf, Manuskript, zit. bei Schindler, Anja, »… verhaftet und erschossen«. Eine Familie zwischen Stalins Terror und Hitlers Krieg, Berlin 2016, S. 117.
Brief von Franz Schwarzmüller (»Franz Huber«, 1910–1942/43) an Stalin, Molotow, Beria, Wyschinskij, Dimitroff, Manuilskij und Pieck vom 23. April 1939, RGASPI, 495/74/39, Bl 1–15, zit. in Müller, Reinhard, Verfolgt unter Hitler und Stalin. Lebensweg der Münchner Kommunisten Anna Etterer und Franz Schwarzmüller, in: Mittelweg 36, Heft 1, 2010, S. 3–18.
Pinkus, Benjamin; Fleischhauer, Ingeborg, Die Deutschen in der Sowjetunion, Baden-Baden 1987, S. 197.
Mensing, Wilhelm, Die Vernehmungsprotokolle der »Russlandrückkehrer«. Eine unausgeschöpfte Fundgrube im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes, in: Jahrbuch für die Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft 3, 2003, S. 154–170.
Hartmann, Anne, Traum und Trauma Sowjetunion. Deutsche Autoren über ihr Leben im sowjetischen Exil, in: Eimermacher, Karl; Volpert, Astrid (Hrsg.), Stürmische Aufbrüche und enttäuschte Hoffnungen. Russen und Deutsche in der Zwischenkriegszeit, München 2006, S. 369–423.
Zit. bei: Hay, 1900. S. 203. Heinrich Greif (1907–1946) war Schauspieler. 1945 kehrte er nach Ostberlin an das Deutsche Theater zurück, wo er mit erst neununddreißig Jahren durch einen Operationsfehler starb. Greif spielte in vielen Stücken Friedrich Wolfs.
Schlögel, Karl, Terror und Traum. Moskau 1937, München 2008, 60–81, 267–279, 328–337, 361–367, 386–405, 522–530.
Reimann, Günter, Berlin-Moskau 1932. Das Jahr der Entscheidung, Hamburg 1993, S. 61.
Müller, Reinhard, Der Fall Max Hoelz. Rebell in Reih und Glied, in: Mittelweg 36, Heft 1, 1999, S. 78–94.
Otto Sander (Deckname: Alfred Achter), geb. 1911, bei Vatlin, »Teufelspack«, S. 93.
Prozessbericht über die Strafsache des antisowjetischen »Blocks der Rechten und Trotzkisten« vom 2.–13. März 1938, Moskau 1938, S. 731.
Martin Hart (d.i. Willi Eichler), Verleumder-Politik, in: Sozialistische Warte, 1937, S. 409–417. Für ihre Antisowjetunion-Propaganda mussten sich die Nazis nicht allein auf Lügen verlassen. Bücher von Rückkehrern, die in riesigen Auflagen gedruckt werden, beschrieben die Verhältnisse ziemlich genau. So Karl Albrecht, Der verratene Sozialismus. Zehn Jahre als Hoher Staatsbeamter in der Sowjetunion, Leipzig/Berlin 1939. Der 500-Seiten-Wälzer, herausgegeben in einem NS-Verlag, erlebte jeden Monat eine Neuauflage mit 10000 Exemplaren – bis zum Hitler-Stalin-Pakt.
Muscheler, Ursula, Das rote Bauhaus. Eine Geschichte von Hoffnung und Scheitern, Berlin 2016, S. 76.
In der Brigade waren u.a. Mart Stam, Heinrich Eggerstedt, Gustav Hassenpflug, Fred Forbat, Walter Kratz, Walter Schwagenscheidt und der Graphiker Hans Leistikow.
Philipp Tolziner, Béla Scheffler, René Mensch, Klaus Meumann, Konrad Püschel, Anton Urban und Tibor Weiner.
Interview mit Hannes Meyer, Prawda vom 12. Oktober 1930 (Übersetzung Astrid Volpert).
Film: Stein auf Stein, Autor Heinz Tschech, 1994, zit. nach Volpert, Astrid, Suche nach einem Ort für das Gemeinschaftshaus. Der Dessauer Bauhausarchitekt Philipp Tolziner in der Sowjetunion 1931–1996, in: Eimermacher, Karl; dies., (Hrsg.), Tauwetter, Eiszeit und gelenkte Dialoge. Russen und Deutsche nach 1945, Paderborn 2006, S. 948, Fn. 30.
Brief Bruno Taut vom 31. Januar 1933, in: Kreis, Barbara (Hrsg.), Bruno Taut. Moskauer Briefe 1932–1933, Schönheit, Sachlichkeit und Sozialismus, Berlin 2006, S. 342.
Brief Johannes Mengel (1926–2003) vom 6. April 1998, in: Mussijenko; Vatlin, Schule, S. 472–475. Johannes Mengel kam erst 1994 als Spätaussiedler nach Deutschland.
Volpert, Astrid, Vortrag »Bauhaus im Ural« – Geschichtsfelder im Spiegel des Erhalts von Gemeinschaftsbauten der Moderne im postsowjetischen Raum, in: Denkmale der Avantgarde in Russland, S. 60–65. Astrid Volpert verdanke ich viele Einsichten zum Thema, besonders zur Bauhausarchitektur im ehemaligen Swerdlowsk.
Muschler, Bauhaus, S. 44.
Vatlin, »Teufelspack«, S. 119.
Vatlin, »Teufelspack«, S. 155 und 229.
Sophie Liebknecht war seit 1919 eng befreundet mit Susanne Leonhard, der Mutter von Wolfgang Leonhard, die ihr half, den Nachlass Karl Liebknechts in die Sowjetunion zu retten. Leonhard wurde 1936 für zwölf Jahre in den Gulag verschleppt. Leonhard, Susanne, Gestohlenes Leben. Als Sozialistin in Stalins Gulag (1956), Frankfurt a.M. 1988.
Laschitza, Annelies, Die Liebknechts. Karl und Sophie. Politik und Familie, Berlin 2007, S. 244.
Bettina Nir-Vired, Reinhard Müller, Irina Scherbakowa, Olga Reznikova (Hg.), Carola Neher – gefeiert auf der Bühne – gestorben im Gulag, Berlin 2016; Meyer-Stiens, Ernstheinrich (Hrsg.), Opfer wofür? Deutsche Emigranten in Moskau – ihr Leben und Schicksal. Heinrich Vogeler und seine Gesinnungsgenossen im Moskauer Exil, Worpswede 1996; Brüning, Elfriede, Lästige Zeugen? Tonbandgespräche mit Opfern der Stalinzeit, Leipzig o.J. [1990], S. 108–134.
Liebknecht, Kurt, Mein bewegtes Leben. Aufgeschrieben von Steffi Knop, Berlin 1986, S. 78.
Rüthers, Monika, Öffentlicher Raum und gesellschaftliche Utopie. Stadtplanung, Kommunikation und Inszenierung der Macht in der Sowjetunion am Beispiel Moskaus zwischen 1917 und 1964, in: Rittersporn, Gabor u.a. (Hrsg.), Sphären von Öffentlichkeit in der Gesellschaft sowjetischen Typs. Zwischen parteistaatlicher Inszenierung und kirchlichen Gegenwelten, Frankfurt a.M. 2003, S. 65–96.
Durth, Werner, Düwel, Jörn, Gutschow, Niels, Architektur und Städtebau der DDR. Die frühen Jahre, Berlin 2007, S. 318, 33/9.
Am Ende pflegt Gog Grete Bach, deren älteste Tochter Margrit Knipschild war, einst Mitschülerin von Markus Wolf an der Karl-Liebknecht-Schule. Die Familie war nach Ausbruch des Krieges verhaftet und nach Kasachstan verschleppt worden. In Moskau wusste man um das Schicksal von Gabriele Haenisch. Else Wolf, die Frau Friedrich Wolfs, schrieb am 18. April 1943 an sie: »Mich beunruhigt die ganze Zeit Euer Schicksal und das anderer, und das Schwerste ist, dass man nicht helfen kann.« Stammberger, Gut angekommen, S. 123
Stammberger, Gut angekommen, S. 289. In der DDR heiratete Gabriele Haenisch 1957 zum dritten Mal. Ihr Mann, der Geologe Friedrich Stammberger (1908–1978), hatte zehn Jahre in einem Arbeitslager in Norilsk verbracht. Jahrzehnte hatte Gabriele Stammberger geschwiegen, während der Arbeit an ihrer Lebensbeschichte erlitt sie einen Schlaganfall und kämpfte danach um jedes Wort, um jede Formulierung. Nur dank der Geduld und des Einfühlungsvermögens ihres Co-Autors Michael Peschke gelang die Fertigstellung.
Rund 400000 Häftlinge waren in den Terrorjahren in den Lagern der Permer Region gefangen (Volpert, Suche, S. 955, FN 45).
Volpert, Astrid, Suche nach einem Ort für das Gemeinschaftshaus. Der Dessauer Bauhausarchitekt Philipp Tolziner in der Sowjetunion 1931–1996, in: Eimermacher, Karl; dies. (Hrsg.), Tauwetter, Eiszeit und gelenkte Dialoge. Russen und Deutsche nach 1945, Paderborn 2006, S. 934.
Film: Ein Bauhausarchitekt im GULAG – Philipp Tolziner – Ein Leben zwischen Bauhaus und sibirischen Straflagern, Regie: Hans-Dieter Rutsch, 1997 45 Min.
Püschel, Konrad, Wege eines Bauhäuslers. Erinnerungen und Ansichten, Dessau 1997, S. 40.
Prof. Werner Schneidratus an Nikita Sergejewitsch Chruschtschow zu dessen 70. Geburtstag am 17. April 1964, Kaderakte Werner Schneidratus, SAPMO, DY 30 IV 2/11/5150, Bl. 33, zit. nach: Coppi, Hans, Familie Schneidratus, in: Hedeler; Münz-Koenen, Gast, S. 159.
Bis zum Ende wurde weder in der DDR noch in der UdSSR über die Schicksale der Bauhäusler geschrieben. Auch in der russischen Architekturgeschichte wird das Thema bis heute verschwiegen.
Liebknecht, Kurt, Mein bewegtes Leben, 1986, S. 71.
Die Tageszeitung, 6. Januar 1997, S. 15.
Markus Wolf (geb. 1923) ging 1934 in die 4. Klasse. Im Sommer 1937 gingen die Wolf-Brüder dann in die 110. Fridtjof-Nansen-Schule. Wolfgang Leonhard (geb. 1921) wechselte nach der 7. Klasse auf die 93. Moskauer Schule. Im Kinderheim blieb er bis 1939.
Spiegel vom 8. Juli 1996, S. 42.
Mussijanko, Natalja; Vatlin, Alexander, Schule der Träume. Die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau (1924–1938), Bad Heilbrunn 2005, S. 96. Soweit nicht anders vermerkt, sind die folgenden Angaben dieser Publikation sowie der Ausstellung »Die Schule unserer Träume« des Goethe-Instituts Moskau im Moskauer Schussew-Museum 1997 entnommen.
Schafranek, Hans; Mussijenko, Natalja, Kinderheim No. 6, Österreichische und deutsche Kinder im sowjetischen Exil, Wien 1998, Schuladresse: Kalaschni-Pereulok 12.
Mussijenko; Vatlin, Schule, S. 107.
Deutsche Zentral-Zeitung vom 9. April 1937, zit. in: Mussijenko; Vatlin, Schule, S. 156. Im Elternbeirat war 1935 auch die Mutter von Georg Kurella, Margret Kurella.
Leonhard, Wolfgang, Spurensuche. 40 Jahre nach »Die Revolution entlässt ihre Kinder«, Köln, 1992, S. 51.
Annemarie Radünz, (geb. Schneider), ihr Vater Josef Schneider wurden am 5. November 1937 verhaftet. Aufzeichnungen von 1991, zit. in: Mussijenko; Vatlin, Schule, S. 467.
Leonhard, Revolution, S. 34.
Leonhard, Revolution, S. 56.
Leonhard, Revolution, S. 585.
Stoljarowa, Ruth; Hedeler, Wladislaw, »Deine Liebe zu unserer Sache hat dir wenig Freude und viel Leid gebracht«. Die junge Kommunistin Charlotte Schreckenreuter als Mitarbeiterin und Frau Hugo Eberleins in den 1930er-Jahren, aufgezeichnet nach den Akten in Moskauer Archiven, in: Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft 1, 2008, S. 5–35.
Eberlein, Werner, Geboren am 9. November. Erinnerungen (2000), Berlin 2001, S. 68 und 81.
Stoljarowa; Hedeler, Liebe, S. 7.
Leonhard, Revolution, S. 50.
Leonhard, Revolution, S. 38.
Leonhard, Revolution, S. 39.
Mussijenko; Vatlin, Schule, S. 153. Charlotte Zerath (1899-?) Schicksal ist unbekannt.
Frido Seydewitz, Begegnung mit Hans Lüschen, Dresden, 10. August 1999, Erinnerungen, in Mussijenko; Vatlin, Schule, S. 481f.
Seydewitz, Max, Es hat sich gelohnt zu leben. Lebenserinnerungen eines alten Arbeiterfunktionärs, Berlin 1980, Bd. 1, S. 315/316. Auch in dem vom Ehepaar Seydewitz herausgegebenen Lebensbericht kommen die Söhne nicht vor (Seydewitz, Max; Seydewitz, Ruth, Unvergessene Jahre. Begegnungen, Berlin 1984).
Plener, Ulla, Helmut Schinkel: zwischen Vogelers Barkenhoff und Stalins Lager. Biographie eines Reformpädagogen (1902–1946), Berlin 1998.
Uhlig, Christa, Rückkehr aus der Sowjetunion. Politische Erfahrung und pädagogische Wirkungen. Emigranten und ehemalige Kriegsgefangene in der SBZ und DDR, Weinheim 1998, S. 41.
Seine Frau Frida Beyes (1903–1980) wurde 1941 mit den Kindern nach Sibirien verbannt, musste dort im Bergwerk arbeiten, konnte im Mai 1947 nach Deutschland zurückkehren. 1950/51 Sekretärin bei der VVN, anschließend Sachbearbeiterin beim Außenhandel der DDR.
Elsa Rutgers-Fausch, 1941 im Lager in Kasachstan, nach jahrelangen Gesuchen 1957 Ausreise in die Schweiz. Elisabeth Bartos, Physik- und Klassenlehrerin, 1938 ausgewiesen, Schweden.
Paula Kochkeppler, Unterstufenlehrerin. Franz Leschnitzer, Deutschlehrer. Mischket Liebermann, Schultheater. Georg Schneider, Biologie, Irma Schrötter, Deutsch- und Klassenlehrerin.
Mussijenko; Vatlin, Schule, S. 257.
Leonhard, Revolution, S. 63.
Anatolij Andrejew (1914–1937), Slavoljub Arnautović (1921–1942), Leopold Hubaćek (1919–1944), Peter Bergmann (1921–1942) Michael Hamburger (1909–1937, Mischa (1922–1937) und Ludwig Bauer (1918–1943), Heinrich Göbel (1915–1938), Werner Gropp (1918–1944), Albert Klein (1922–1942), Ernst Knorre (1910–1938), Max Maddalena (1917–1943), Gerhard Margies (1917–1942), Erich (1919–1941) und Leonie Höchster (1918–1938), Karl Sawanow (1919–1937), Günter Schramm (1919–1942), Kurt Walter (1916–1938), Erich Weinert (1922–1943), Bernhard Zint (1922–1942)
Ernst Torgler stellte sich 1933 den Nazis, wurde von der Partei fallengelassen, bemühte sich nach dem Krieg vergeblich um Wiederaufnahme und trat 1949 in die SPD ein.
Schafranek, Hans, Kontingentierte »Volksfeinde« und »Agenturarbeit«. Verfolgungsmechanismus der stalinistischen Geheimpolizei NKWD am Beispiel der fiktiven Hitler-Jugend in Moskau (1938) und der »antisowjetischen Gruppe von Kindern repressierter Eltern« (1940), in: Internationale Wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Heft 1, März 2001, S. 1–77.
Dehl, Holger; Mussijenko, Natalja, Hitler-Jugend, in: Neues Leben, Moskau, Nr. 30, 3. August 1994.
Lehrer: Kurt Ahrendt, Kurt Bertram, Rudolf Senglaub, Schüler: Heinrich Göbel, Kurt Walter.
Henry-Ralph Lewenstein, Die Karl-Liebknecht-Schule in Moskau 1932–1937. Die Erinnerungen eines Schülers, Lüneburg 1991.
Mussijenko; Vatlin, Schule, S. 12.
Serebrjakowa, Sorja, Die Heldentat von Martemjan Nikititsch Rjutin, UTOPIE kreativ, Heft 81/82, 1997, S. 103–109.
Montefiore, Simon Sebag, Stalin. An Hof des roten Zaren, Frankfurt a.M. 2005, S. 171.
Leone, Matthew E., The Kirov Murder and Soviet History, New Haven 2010.
Wilhelm Pieck, Die Wendung zur revolutionären Massenpolitik, in: Kommunistische Internationale, Heft 4, 1935, S. 316, zit. nach Müller, Reinhard, Menschenfalle Moskau. Exil und stalinistische Verfolgung, Hamburg 2001, S. 129.
Fritz Heckert (1884–1936) starb an einem Schlaganfall in Moskau. Heinrich Wiatrek (1896–1945) wurde 1936/1937 verdächtigt, »Trotzkist« zu sein, 1940 zur illegalen Arbeit nach Hamburg geschickt und 1941 von der Gestapo verhaftet. Unter Folter sagte er aus, wurde zum Tode verurteilt und starb 1945 an TBC. Kurt Schwotzer (1897–1980) wurde im Spanischen Bürgerkrieg verhaftet, an die Gestapo ausgeliefert und ins KZ Sachsenhausen verbracht. Später war er im ZK für die Emigration zuständig.
Leonhard, Revolution, S. 328.
Müller, Politemigranten, in: Weber; Mählert, Terror, S. 131.
»Die Frau, die mich angesprochen hatte«, berichtet Jewgenia Ginsburg von einer Begegnung im Gefängnis, »war Julija Annekowa aus Moskau, ehemalige Redakteurin der deutschsprachigen Moskauer Zeitung. (…) Sie fasste mich am Ellenbogen, führte mich zur Seite und flüsterte mir zu: ›Sie hatten absolut recht, den Fragen dieser Menschen auszuweichen. Man kann ja nicht wissen, wer ein wirklicher Volksfeind ist und wer nur einem Versehen zum Opfer gefallen ist, wie wir beide.‹« (Ginsburg, Jewgenia, Marschroute eines Lebens, München 1986, S. 139–140.)
Abramowitz’ ungarischer Mann Lajos Milgdorf, zuständig für die Pressearbeit der KPD, wurde 1937 erschossen. Sie selbst überlebte fünfzehn Jahre Lagerhaft in Karaganda und erhielt erst 1955 die Erlaubnis zur Rückkehr in die DDR. Erinnerungsakte Alice Abramowitz (1901–1971), SAPMO DY 30 EA 0003.
Wehner, Herbert, Zeugnis, Köln 1982, S. 150.
Dazu die Ausführungen von Alfred Kurella in: Müller, Reinhard (Hrsg.), Die Säuberung. Moskau 1936. Stenogramm einer geschlossenen Parteiversammlung, Reinbek 1991, S. 496–501.
Zit. in Rogowin, Wadim S., Vor dem großen Terror. Stalins Neo-Nöp, Essen 2000, S. 101.
Schaad, Martin, Die fabelhaften Bekenntnisse des Genossen Alfred Kurella. Eine biografische Spurensuche, Hamburg 2014, S. 38–43.
Plener, Ulla (Hrsg.), Leben mit Hoffnung. Frauenschicksale unter Stalin, Berlin 1997, S. 243f. Globig, Martha, 1936/1937. Eine schwere Zeit in Moskau, in: Beiträge zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Heft 4, 1990, S. 521–526.
Unter den Gästen jenes Abends waren auch Otto Bork, der später getötet, und Stach Huber, der aus der Partei ausgeschlossen wurde. Alfred Kurella, der als »Hauptorganisator« gebrandmarkt wurde, verlor alle Kominternämter, konnte sich aber in der Folge wieder in Szene setzen. In den fünfziger Jahren vermerkte er dann – über alles hinweggehend –, die härteste Strafe von allen bekommen zu haben (»Kurze Selbstbiographie«, in: Nachlass Alfred Kurella, AdK, Bd. 1296, zit. in: Schaad, Kurella, S. 53, Fn. 52). Nach Müller, Menschenfalle, S. 130, Fn. 17, war auch die Hamburgerin Martha Moritz an diesem Abend dabei. Sie wurde 1938 erschossen.
Globig, Fritz, … aber verbunden sind wir mächtig. Aus der Geschichte der Arbeiterjugendbewegung, Berlin (Ost) 1958; Globig, Martha, Erinnerungen in: Wissenschaftliche Studien des Pädagogischen Instituts Leipzig, Leipzig 1966, S. 99–100; Globig, Fritz, Über die Verbindungen der revolutionären Jugendbewegung zur Spartakusgruppe in Berlin, in: Wissenschaftliche Studien des Pädagogischen Instituts Leipzig, Leipzig 1966, S. 87–90.
Weber, Herrmann, Zwischen Stalinismus und Objektivität. Die achtbändige »Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung«, in: SBZ-Archiv, Heft 17, 1966, S. 249–253.
Wehner, Zeugnis, S. 190.
Müller, Politemigranten, in: Weber; Mählert, Terror, S. 134.
Müller, Politemigranten, in: Weber; Mählert, Terror, S. 134.
Monika Tantzscher, Die Vorläufer des Staatssicherheitsdienstes in der Polizei der Sowjetischen Besatzungszone. Ursprung und Entwicklung der K5, in: Jahrbuch für historische Kommunismusforschung, 1998, S. 125–156.
Zu Hans Schiff: Müller, Menschenfalle, S. 199–216.
Karl Gröhl nannte sich ab 1953 Karl Retzlaw.
Brief Karl Gröhl an Ossip Pjatnitzki vom November 1933, abgedruckt in: Unser Wort, 1933, Nr. 15, zit. in: Müller Menschenfalle, S. 75f.
Müller, Menschenfalle, S. 59–103.
Müller, Politemigranten, in: Weber; Mählert, Terror, S. 136f.
»Über die deutsche Emigration in der Sowjetunion« vom 31. Januar 1937, zit. in Müller, Politemigranten, in: Weber; Mählert, Terror, S. 144.
Deutsche Zentral-Zeitung vom 20. August 1936.
Wilhelm Pieck an die Auslandsleitung der KPD vom 10. August 1936, SAPMO, RY1 I 2/3/286, Bl. 145.
Wilhelm Pieck an Wilhelm Florin, 23. August 1938, SAPMO RY1 I 2/3/286, Bl. 144. Abgedruckt in: Institut für die Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.), In den Fängen des NKWD. Deutsche Opfer des stalinistischen Terrors, Berlin 1991, S. 277.
Resolution des ZK der KPD vom 25. August 1936, veröffentlicht in der Rundschau über Politik, Wirtschaft und Arbeiterbewegung, Basel, Nr. 42, S. 1782ff., zit. in: Institut für die Geschichte der Arbeiterbewegung (Hrsg.), In den Fängen des NKWD. Deutsche Opfer des stalinistischen Terrors, Berlin 1991, S. 291ff.
Rede Stalins auf dem ZK-Plenum der KPdSU am 3. März 1937, zit. in: Müller, Politemigranten, in: Weber; Mählert, Terror, S. 130f.
Zit. in: Stascheit, Ulrich, Die »Rote Hilfe« in den Stalinistischen Säuberungen, in: Kritische Justiz, Heft 4, 1979, S. 381.
Wyschinski, A.J., Gerichtsreden (1924–1938), Berlin (Ost) 1951.
Zit. nach Montefiore, Stalin, S. 249.
Dimitroff, Georgi, Tagebücher 1933–1943, Berlin 2000, S. 149.
Vatlin, »Teufelspack«, S. 261.
Die fünf Verhafteten waren Moise Lurje (Alexander Emel), Nathan Lurje, Ilja Kruglianski (Fritz David), Konon Berman-Jurin (Hans Stauer) und Valentin Olberg. Keiner war in Deutschland geboren, alle kamen aber spätestens in den zwanziger Jahren nach Deutschland (Tischler, Flucht, S. 99).
Wilhelm Pieck an die Auslandsleitung der KPD, 10. August 1936, SAPMO BArch DY I 2/3/286, S. 145. Viele KPD-Führer, die meistens sofort aus Deutschland geflohen waren, waren davon überzeugt, dass die einfachen Mitglieder nicht wegen der Verfolgung, sondern aus eigennützigen Motiven nach Moskau gekommen waren (Vatlin, »Teufelspack«, S. 117).
Necha Lurje, Isabella Kogen, Sarah David, Sonja Fichmann.
Vatlin, »Teufelspack«, S. 119.
Wehner, Zeugnis, S. 77.
Herbert Wehner, dem technischen Sekretär des Politbüros, zuständig für das illegale Organisations- und Verbindungswesen der KPD, war beteiligt an der »Kleinen Kommission« der KPD und somit am Parteiausschluss. Er selber überstand die Inquisition der Kaderabteilung und zwei Verhöre in der Lubjanka. Anfang 1937 schrieb er zwei Berichte, gefüllt mit Funktionärswissen, die sofort in einen Direktbrief »Über die terroristischen Diversions- und Spionagetätigkeiten der deutschen Trotzkisten im Auftrag der Gestapo auf dem Territorium der UdSSR« einflossen und eine weitere Verhaftungswelle auslösten. Im Dezember 1937 war Wehner noch einmal nachts in der NKWD-Zentrale. Wieder versuchte er, sich zu retten, indem er Genossen verriet, und sich anbot Kreszentia Mühsam, die Frau Erich Mühsams, zu bespitzeln (Müller, Reinhard, Herbert Wehner. Moskau 1937, Berlin 2004, S. 84, Anm. 30).
Müller, Politemigranten, in: Weber; Mählert, Terror, S. 144.
Müller, Menschenfalle, S. 351–376.
Bericht der Kaderabteilung für Dimitroff, RGASPI 495/10/39, Bl. 49.
Sammlung Antikomintern-Block, Hamburger Institut für Sozialforschung, Müller, Politemigranten, in: Weber; Mählert, Terror, S. 139.
Zit. nach Müller, Politemigranten, in: Weber; Mählert, Terror, S. 125.
Müller, Reinhard, Herbert Wehner – eine typische Biographie der stalinisierten Komintern?, in: Mittelweg 2, 2005, S. 93; siehe auch: Schafranek, Hans, Kontingentierte »Volksfeinde« und »Agenturarbeit«. Verfolgungsmechanismus der stalinistischen Geheimpolizei NKWD am Beispiel der fiktiven Hitler-Jugend in Moskau (1938) und der »antisowjetischen Gruppe von Kindern repressierter Eltern« (1940), in: Internationale Wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Heft 1, 2001, S. 1–5.
Applebaum, Anne, Der Gulag, Berlin 2003, S. 157.
Hay, 1900, S. 198.
Münz-Koenen, Inge, Die verschiedenen Arten des Schweigens, in: Das verordnete Schweigen. Deutsche Antifaschisten im sowjetischen Exil, Pankower Vorträge, Heft 148, 2010, S. 11.
Vatlin, »Teufelspack«, S. 114.
Kotek, Joël; Rigoulot, Pierre, Das Jahrhundert der Lager. Gefangenschaft, Zwangsarbeit, Vernichtung (2000), Berlin/München 2001, S. 144.
Dimitroff, Tagebücher 1933–1943, S. 162.
Schlögel, Karl, Terror und Traum. Moskau 1937, München 2008, passim.
Der Vater ihres Sohnes, mit dem sie in Moskau zusammenlebte, Resat Fuat Baraner (1900–1968), ein türkischer Kommunist, überlebte.
Müller, Reinhard, Der Fall des »Antikomintern-Blocks«. Ein vierter Moskauer Schauprozeß?, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung, 1996, S. 187–214. Ders., Der Antikomintern-Block – Prozeßstruktur und Opferperspektive, UTOPIE kreativ, Sonderheft 1997, S. 38–51.
Siehe auch: Roginsky, Arsenij u.a. (Hrsg.), »Erschossen in Moskau«. Die deutschen Opfer des Stalinismus auf dem Moskauer Friedhof Donskoje 1950–1953, Berlin 2005.
Weber, Einleitung, in: Weber; Mählert, Terror, S. 16.
Die Entlarvung des Stalin-Terrors. Wortlaut der Rede Chruschtschows vom 25. Februar 1956 auf dem XX. Parteitag der KPdSU, Bonn 1960, S. 21. Auf dem Parteitag waren insgesamt 1995 Parteimitglieder (darunter 1225 Delegierte), von denen 1108 verhaftet wurden.
Bericht von Paul Jäkel vom 29. April 1938 an das ZK der KPD, RAGSPI, 495/292/101, Bl. 13–18, zit. nach: Dehl, Ideale, S. 143–149, hier 143/144. Von den 842 Verhafteten, die Jäkel nennt, wurden nur acht freigelassen.
Von 500 Funktionären im Führungskorps der zwanziger Jahre kamen 102 unter Hitler um, 41 unter Stalin (Weber, Einleitung, in: Weber; Mählert, Terror, S. 24).
Im selben Brief an Stalin: »Wir werden eine recht ansehnliche Zahl erschießen lassen müssen. Ich persönlich denke, dass das notwendig ist, um ein für alle Mal mit diesem Pack Schluss zu machen«, zit. bei Chlewnjuk, Oleg W., Das Politbüro. Mechanismen der politischen Macht in der Sowjetunion der dreißiger Jahre, Hamburg 1998, S. 291/2.
Stalin zu Bucharin und Trotzki im Oktober 1938: »Well, were they all spies? Of course not. Whatever happened to them? They were cadres who could not stomach the sharp turn toward collective farms …« Zit. in: Kuromiya, Hiroaki, Stalin in the Light of the Politburo Transcripts, in: Gregory, Paul R.; Naimark, Norman (Hrsg.) The Lost Politbüro Transcripts. From Collective Rule to Stalin’s Dictatorship, New Haven 2008, S. 41–56, hier S. 53.
Leonhard, Revolution, S. 53.
Brief Martha Ruben-Wolf an M.M. Litwinow, stell. Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, vom 9. Mai 1938, RGASPI 495/205/774, Bl. 136f., zit. nach Müller, Reinhard, Juden – Kommunisten – Stalinopfer: Martha Ruben-Wolf und Lothar Wolf im Moskauer Exil, in: Exil. Forschungen, Erkenntnisse, Ergebnisse, Heft 1, 2006, S. 5f.
Zur Lebensgeschichte: Friedmann-Wolf, Soja, Im Roten Eis. Schicksalswege meiner Familie 1933–1958, Berlin 2013.
Vatlin, »Teufelspack«, S. 178.
Stern, Carola, Ulbricht. Eine politische Biographie, Köln 1964, S. 95.
Arendt, Hannah, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, München 1986, S. 523.
Werth, Nikolaus, Der Stellenwert des »Großen Terrors« innerhalb der stalinistischen Repressionen. Versuch einer Bilanz, Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2006, Berlin 2006, S. 245–257.
Fischer, Ernst, Erinnerungen und Reflexionen. Erinnerungen bis 1945, Reinbek 1969, S. 396.
Vielen Altbolschewiki stand als Vorbild eine Figur aus Tschernyschewskis »Was tun? Aus Erzählungen von Neuen Menschen« von 1863 vor Augen. Es war der Zentralroman der Narodniki, heftig diskutiert und auch in Sowjetzeiten viel gelesen. Darin leben junge Petersburger in Wohngemeinschaft, üben sich in Freier Liebe und im Organisieren von Arbeit in Nähwerkstätten. Der eigentliche Held ist Rachmetow, ein rastloser, von allen bürgerlichen Wurzeln befreiter, eisern disziplinierter Berufsrevolutionär. Siehe auch: Möbius, Thomas, Facetten der Politik des »Neuen Menschen« in Sowjetrußland, in: UTOPIE kreativ, Heft 158, Dezember 2003, S. 1147–1151.
Studer, Brigitte; Unfried, Berthold, Der stalinistische Parteikader. Identitätsstiftende Praktiken und Diskurse in der Sowjetunion der dreißiger Jahre, Köln 2001, S. 153–185.
Unfried, Berthold, »Ich bekenne«. Katholische Beichte und sowjetische Selbstkritik, Frankfurt a.M. 2006, S. 179–213.
Weber, Zeugnis, S. 189/190.
Leonhard, Revolution S. 270–282.
Krawtschenko, Wiktor A., Ich wählte die Freiheit. Das private und politische Leben eines Sowjetbeamten, Zürich 1947, S. 166–167.
Regler, Gustav, Das Ohr des Malchus, Köln 1960, S. 347.
Müller, Reinhard (Hrsg.), Die Säuberung. Moskau 1936. Stenogramm einer geschlossenen Parteiversammlung, Reinbek 1991, S. 180.
Müller, Menschenfalle, S. 524f.
NKWD-Akte von Franz Koritschoner zit. in: Schafrank, Hans, Franz Koritschoner (1892–1941), Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung, 1995, S. 239–261.
Wehner, Zeugnis, S. 227.
Zum ganzen Komplex: Voegelin, Eric, Die politischen Religionen (1938), München 1993; Maier Hans (Hrsg.), Totalitarismus und Politische Religion. Konzepte des Diktaturvergleichs, Paderborn 2003.
Politisches Gangstertum, in: Sozialistische Warte, 1937, S. 447, zit. nach Müller, Menschenfalle, S. 303.
Müller, Säuberung, S. 187.
N. Mandelstam, Das Jahrhundert der Wölfe, Frankfurt a.M. 1970, S. 380.
Vatlin, »Teufelspack«, 230.
Leonhard, Leben, S. 28.
Hay, 1900, S. 216.
Wehner, Zeugnis, S. 189/190.
Mandelstam, Nadeschda, Erinnerungen an Anna Achmatowa, Berlin 2011, S. 131. »Sie rauchte wie irrsinnig«, erzählt Mandelstam über ihre Freundin Anna Achmatowa, »eine nach der anderen, denn im nächtlichen Grauen, wenn man nicht weiß, was mit dem Sohn ist, und Angst hat, einzuschlafen, helfen nur die Papirossy, den wilden tierischen Schrei zu unterdrücken« (134).
Stark, Meinhard, Deutsche Frauen des GULag – eine lebens- und zeitgeschichtliche Befragung, Diss., Berlin 1994, S. 101.
Leonhard, Revolution, S. 36.
Mandelstam, Erinnerungen, S. 7.
Schindler, Anja, »… verhaftet und erschossen«. Eine Familie zwischen Stalins Terror und Hitlers Krieg, Berlin 2016, S. 144.
Müller, Säuberung, S. 388.
Brief Martha Ruben-Wolf an M.M. Litwinow, stellv. Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten, vom 9. Mai 1938, RGASPI, 495/205/774, Bl. 136f., zit. nach Müller, Reinhard, Juden – Kommunisten – Stalinopfer: Martha Ruben-Wolf und Lothar Wolf im Moskauer Exil, in: Exil. Forschungen, Erkenntnisse, Ergebnisse, 2006, Heft 1, S. 5f.
Mandelstam, Jahrhundert, S. 80.
Zit. nach Vatlin, »Teufelspack«, S. 227.
Wehner, Zeugnis, S. 199.
Prawda vom 7. August 1936, zitiert nach: Studer; Berthold, Parteikader, S. 189
Andrei Schdanow auf dem Parteitag der KPdSU vom März 1939, zit. nach Müller, Menschenfalle, S. 143.
Ernst Fabisch (1910–1943) am 13. Januar 1938 aus Warschau, zit. Bergmann, Theodor, Gegen den Strom. Geschichte der KPD (Opposition), Berlin 2001, S. 436.
Brief von Schwarzmüller an Stalin, Molotow, Berija, Dimitroff, Pieck vom 23. April 1939, RGASPI 495/74/39, Bl. 1–15, zit. nach Müller, Menschenfalle, S. 32.
Müller, Säuberungen, S. 197.
Kantorowicz, Alfred, Deutsches Tagebuch. Erster Teil, München 1959, S. 1, 12–13.
Private Mitteilung an Natalika Mussijenko, in: dies., Karl-Liebknecht-Schule, S. 180.
Mandelstam, Jahrhundert, S. 68.
Müller, Herta, Mein Vaterland war ein Apfelkern, München 2014, S. 62.
Arendt, Elemente, S. 523.
Zit. nach Dehl, Ideale, S. 87.
Kumrey, Marianne (Hrsg.), Ohne Scham. Lebensbericht der Nelly Held, Berlin 1990, S. 101.
Vatlin, »Teufelspack«, S. 229.
Wehner, Zeugnis, S. 226.
Mandelstam, Jahrhundert, S. 58.
Mandelstam, Jahrhundert, S. 382.
Rede von André Marty an der Moskauer Lenin-Schule vom 23. November 1933, zit. in Studer, Kader, S. 289.
Protokoll der geschlossenen Sitzung des Partkom des EKKI vom 1. Januar 1935, zit. in Studer, Kader, S. 291.
Alexijewitsch, Swetlana, Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus, Berlin 2013, S. 297; siehe auch Müller, Menschenfalle, S. 20.
Mandelstam, Erinnerungen, S. 17 und 22.
Leonhard, Revolution, S. 686.