In arte voluptas!

Johannes Höggerl

Gustav Mahler
& Schlaraffia

Mahlers Beziehung zu Schlaraffia während seiner Zeit in Laibach und Kassel

INHALTSVERZEICHNIS

VORWORT:

WAS IST SCHLARAFFIA?

QUELLENLAGE:

GUSTAV MAHLER:

GUSTAV MAHLER IN LAIBACH:

MAHLER ZWISCHEN LAIBACH UND KASSEL:

KASSEL UND DAS KÖNIGLICHE THEATER KASSEL:

MAHLER UND CHASALLA:

MAHLER UND SEINE ZUSAMMENARBEIT MIT CHASALLA-SASSEN:

MAHLERS AUSTRITT AUS CHASALLA:

GUSTAV MAHLERS WEITERER LEBENSWEG:

LEBENSWEG AUSGEWÄHLTER CHASALLEN-SASSEN:

ANHANG

VORWORT:

Dieser kleine Aufsatz soll zunächst versuchen die Beziehung von Gustav Mahler zu Schlaraffia näher zu klären. Gustav Mahler war einer der größten Dirigenten, Intendanten und vor allem Komponisten aller Zeiten und es macht durchaus Sinn diesen Zusammenhang, welcher in der Mahler-Forschung fast völlig unbekannt ist, intensiver zu erforschen.

Neben dieser Intention besitzt diese Arbeit aber auch eine weitere Aufgabe: Sie soll zeigen, zu was Schlaraffia in der Zeit zwischen 1882 und 1885 fähig war. Deswegen wird ganz bewusst auch auf andere Schlaraffen, die mit Mahler in Laibach und Kassel tätig waren, eingegangen und geschildert, was aus ihnen wurde. Ich habe diesen Aufsatz als Ritterarbeit im hohen Reych Juvavia (122) verfasst. Durch ein Gespräch kam ich auf die Idee, mich mit dem Thema näher zu beschäftigen. Nachdem ich erfuhr, dass auch in anderen Reychen ein Interesse an diesem besteht, habe ich mich entschlossen, ihn zu veröffentlichen.

Ganz herzlich möchte ich mich beim viellieben Ritter Tütten vom hohen Stein (312), profan Jürgen Hüther bedanken, der mir liebenswürdigerweise und völlig selbstlos sein Privatarchiv öffnete. Rt Tütten froschte über Gustav Mahler im Archiv des h. Reychs Chasalla (51). Ohne den viellieben Rt Tütten vom hohen Stein wäre diese Arbeit nicht möglich gewesen, uhuherztlichsten Dank dafür.

Weiters möchte ich mich beim viellieben Rt Barocanto der Fabel-librische Adactus profan Dr. Robert Wampfler und seinen Helfern vom Allschlaraffischen Archiv im h. Reych Berna (70) bedanken, die mir die verschiedenen Stammrollen zur Verfügung stellten. Diese drei habe ich ganz bewusst im Anhang abgedruckt, da diese – meines Wissenstandes nach – der interessierten Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich waren und Schlaraffia bis heute kein Geheimbund ist, der irgendetwas zu verheimlich hat.

WAS IST SCHLARAFFIA?

Schlaraffia® ist ein Spiel, das 1859 in Prag erfunden wurde. Es vereint auf einmalige Art und Weise Freundschaft mit Humor und Kunst. In jedem Fall ist Schlaraffia eine Persiflage auf das Leben. Ein deutschsprachiger Männerbund, weder geheim, noch politisch oder berufsfördernd.1

(Der Uhu – Symbol allschlaraffischer Weisheit)

Schlaraffia ist somit ein Spiel mit festen Regeln, durch welche die Mitspieler angehalten werden in einer Sippung sich für Freundschaft, Humor und Kunst zu öffnen. Schlaraffia wurde von deutschsprachigen Künstlern gegründet und sollte die ständische Gesellschaft aufs Korn nehmen. Die Unterscheidung in Knappen, Junker und Ritter stammt aus einem romantischen Geschichtsbewusstsein heraus. Im Laufe der Zeit entstanden die für Schlaraffia typischen, sprachlichen Ausdrücke, Spielregeln, Zeremonien und auch Lieder.

Man muss sich eine Sippung als eine zwei bis vier Stunden dauerende Zusammenkunft vorstellen, in denen die anwesenden Sassen kleine (literarische und musikalische) Fechsungen, die die Themen: Freundschaft, Humor und Kunst darbieten, vortragen. Daneben werden Ambtsgeschäfte, verschiedene Lieder, Ceremonien, rege Ad-hoc-Wortmeldungen und andere Spiele (Zweikämpfe) abgehandelt. Das Niveau der Fechsungen kann dabei, je nach Vortragenden, sehr hoch sein, wobei es hinsichtlich der vorgebrachten Kunstformen keine Einschänkungen gibt. So haben Mundartdichtungen und Volksmusik genauso ihren Platz, wie Jazz, Rap oder klassische Gedichte sowie Musik.

Siehe: https://www.schlaraffia.org, letzter Zugriff 29.08.2018;