In der Jagdhütte verführt
Heiße Geschichte.
Nikki Bame
Dieses Buch enthält sexuell anstößige Texte und ist für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet. Alle beteiligten Charaktere sind frei erfunden und volljährig.
Die Jagdhütte
Zuhause
Den Tatsachen ins Auge blicken
Zwei Wochen ist es schon her, dass ich zu der Jagdhütte meiner Eltern gefahren bin. Einsamkeit und Idylle, das war es, was ich haben wollte. Bekommen habe ich dies auch, aber so langsam fehlt mir doch der Kontakt mit anderen. Wenn ich wieder nach Hause fahre, dann werden sich aber schon wieder so viele Leute um mich scheren, dass ich bestimmt bald wieder fliehen möchte. Und jeder will natürlich nur das Beste für mich. Es wird jedoch mal Zeit, dass ich mal an mich selbst denke und nicht immer nur das tue, was andere von mir erwarten. Also nehme ich einen tiefen Atemzug und gehe erst einmal Holz sammeln, um ein Feuer im Kamin zu entfachen. Noch ist es angenehm warm, aber die Nacht in den Bergen kann jetzt im Spätherbst ganz schön kalt werden.
Der Alltag kann mich mal.
Ich lasse mir einfach noch ein bisschen mehr Zeit, mich vom Tod meines Vaters zu erholen. Die brave Tochter brauche ich jedenfalls nicht mehr zu mimen.
Mit den Armen voller Feuerholz komme ich zurück zu der Hütte, als ich sehe, wie ein Auto den Berg herauffährt. Ich lade das Holz ab und wappne mich innerlich, dass meine Idylle nun doch gestört wird.
Wer mag das nur sein?
Vielleicht hat der Makler ja das Haus verkauft und möchte mir das persönlich mitteilen?
Wobei ich den Anwälten ja gesagt habe, dass ich es lieber hätte, wenn man zunächst nur schriftlich oder telefonisch Kontakt mit mir aufnimmt. Der Tod meines Vaters hat mich doch mehr mitgenommen, als es zunächst den Anschein hatte. Auch wenn der Kontakt zwischen uns sehr selten war, nachdem meine Mutter verstorben ist und er sich meistens nur gemeldet hatte, wenn ich etwas getan habe, was in der Öffentlichkeit schlecht ankommen könnte, vermisste ich ihn. Der Abstecher zur Jagdhütte sollte als Ablenkung dienen und mir helfen, meinen weiteren Weg zu finden. Vielleicht befinde ich mich im Moment auf der Zielgeraden.
Das Auto, ein dunkelblauer Mercedes SLK hält an und ein braungebrannter, muskulöser Anzugträger kommt mir entgegen. Er hat dunkelbraune, kurze Haare und strahlend blaue Augen, denen die Lachfältchen besonders gut stehen.
«Frau Sörensen, ich bin Herr Klarem von der Anwaltskanzlei Berolinger, entschuldigen Sie bitte die Störung, aber es sind unerwartete Schwierigkeiten aufgetreten, über die wir sie persönlich informieren wollten.»
Oh du bist so ein Sahnehäubchen, du darfst mich jederzeit stören, denke ich bei mir und merke, wie meine Brustwarzen sich aufrichten. Ob es jetzt an der Zeit ist, mal ein wenig unartig zu sein?
Ich lecke mir über meine Lippen und frage ihn: «Wieso, was ist denn passiert?»
Sein Blick hängt an meiner Zunge, die der Form meiner Lippen nachfährt und ich sehe deutlich, wie sich sein Adamsapfel bewegt, als er schluckt.