

Kuckuck, ich bin’s, deine Maluna Mondschein.

Hurra, hurra, endlich ist der Abend da! Ist ein Bett nicht eine wundervolle Erfindung? Alles darin ist weich, kuschelig und riecht gut. Genau wie dein liebster Vorlesemensch auch, stimmt’s? Außerdem ist Geschichtenhören fast so gut wie Träumen.
Ja, ja, ich weiß, wenn da nur nicht diese mühselige Einschlaferei wäre … Nieselplatsch aber auch, wie kann etwas so Normales so anstrengend sein?
Stell dir vor, manchmal kann ich auch nicht gut einschlafen, aber dafür habe ich mir einen Trick überlegt. Wubbeldischnubbel lege ich mich in einem solchen Fall einfach falsch rum in mein Feenbettchen, das hilft. Also meistens.
Was aber ganz sicher hilft, ist, auf eine Traumreise zu gehen, indem du dir die Geschichte, die du jetzt gleich hörst, in Gedanken einfach noch mal vorstellst. Ganz sanft gleitest du dabei in den Schlaf, rapüh, guck, ich schlummer fast schon.
»Stopp, nein, Maluna, aufwachen!«, sagst du?
Stimmt, schließlich wollen wir noch auf eine Spezialreise gehen. In den Zauberwald nämlich. Du weißt ja, wo du mich dort findest, im großen Nussbaum auf dem Feenhügel, von wo man einen sensationellen Ausblick hat. Guck, Nike, die kleine Seejungfrau, schwimmt mit Pommes und Fritz im See um die Wette …
Bis gleich, Menschenkind!


Hmmm, wie das hier überall duftet!
Vielleicht war es doch keine gute Idee, sich ausgerechnet die Mittagszeit für einen Besuch im Zauberwald auszusuchen. Überall wird gekocht, da kriege ich ja gleich mächtigen Hunger! Oh, schnupper, schnupper, ich schätze mal, beim kleinen Bären gibt es Pfannkuchen mit Zimtzucker. Ui, und der kleine Drache kann sich auf Bratkartoffeln freuen …
Es gibt also bei allen etwas Leckeres zu essen, und das ist schließlich das Allerwichtigste, wenn man nach einem anstrengenden Vormittag in der Zauberwaldschule nach Hause kommt.
Inzwischen müsste Maluna auch schon eine Weile wach sein, und ganz möglicherweise ist ihr ja langweilig, und sie freut sich über einen kleinen Plausch.

»Huhu, klingel, klingel, wir sind’s, kleine Fee, deine lieben Freunde aus der Menschenwelt!«
Ach, riech mal, Maluna scheint nicht nur auf zu sein, sondern auch schon zu kochen! Das ist ja ein Ding. Aber sie macht nicht auf. Ob sie uns nicht gehört hat?
»Klopf, klopf, hallöchen!«
Da öffnet sich die Tür, doch von Maluna ist immer noch nichts zu sehen. Dafür zu hören. »Komm rein, Maus!«, ruft sie nämlich freundlich.
Maus? Freundlich? Komm rein? Äh, na, das ist ja mal eine tolle Begrüßung, ich bin ganz baff. Also, da lassen wir uns ja nicht lange bitten.
Ach, guck mal, wie süüüß! Da steht Maluna am Herd und rührt in einem Topf. Sie trägt eine Schürze und eine Kochmütze!!! Och, wie knuffig, wie niedlich, wie …

»Boah, nee, du bist das ja«, mault Maluna durch den Dampf, als sie erkennt, wer da hereingekommen ist.
»Öhm, Malunaleinchen, gerade wollte ich dir sagen, wie überaus wunderknüffelknirschig und goldwuggelig du aussiehst! Hm, du hast wohl jemand anderen erwartet?«
»In der Tat«, sagt Maluna, angelt eine Spaghetti aus dem Topf und saugt sie geräuschvoll in den Mund. Dann kaut sie. »Alles Ente«, sagt sie fachmännisch.
»Alles Ente?«, hake ich nach.
»So sagt man, wenn die Spaghetti genau zwischen schludderweich und knusprig sind«, erklärt Maluna und tippt auf ein Kochbuch. »Und dazu gibt’s Soße Pulli. Die ist aus Tomaten, und ein ganz klein wenig ist sogar noch im Topf geblieben.« Maluna seufzt. »Ist nämlich vorhin explodiert, die ganze Pulli-Soße, guck, meine Küche hat jetzt Punkte.«

»Ach du Schreck, Maluna!«