Horst Opaschowski

Wissen, was wird

Eine kleine Geschichte der Zukunft Deutschlands

Patmos Verlag

ÜBER DEN AUTOR

Horst Opaschowski ist Zukunftswissenschaftler, „einer der gefragtesten Vordenker“ (FAZ) in Deutschland und „Beratungsinstanz für die Politik“ (dpa). Für die Regierung Willy Brandt war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter, unter Helmut Kohl Gutachter und unter Angela Merkel Berater und Initiator für Bürgerdialoge und Zukunftskonferenzen.

Opaschowski lehrte bis 2006 als Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg, leitete ab 2007 die Stiftung für Zukunftsfragen und gründete 2014 mit der Bildungsforscherin Irina Pilawa, seiner Tochter, das Opaschowski Institut für Zukunftsforschung (O.I.Z) in Hamburg.


© privat

ÜBER DAS BUCH

Kaum jemand kennt Deutschland und die Deutschen so gut wie Horst Opaschowski. Seit fünf Jahrzehnten beobachtet und analysiert er den sozialen Wandel in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und leitet daraus Prognosen ab.

Hier blickt er zurück nach vorn: Er konfrontiert frühere Voraussagen – z. B. zur Bevölkerungsentwicklung, zu West- und Ostdeutschland, zum technischen Fortschritt, zum Familienleben und Sozialverhalten, zum Arbeitsleben, zum Wertewandel – mit den tatsächlichen Entwicklungen. So kommt er zu präzisen weiteren Prognosen für die maßgebenden gesellschaftlichen Trends.

Im Tiefflug über die deutsche Seele: ein kurzweiliges, einzigartiges Porträt deutscher Befindlichkeiten mit den Ängsten und Hoffnungen der Menschen – und mit allem, was ihnen wichtig ist.

„Die Zukunft ist immer das, was wir aus ihr machen. Und oft nichts anderes als die verlängerte Gegenwart – wenn wir die Entwicklung nicht ändern oder gegensteuern.“

Horst Opaschowski 1983/2019

Auch als Printausgabe erhältlich.

www.patmos.de/ISBN978-3-8436-1184-8

IMPRESSUM

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© 2019 Patmos Verlag,

ein Unternehmen der Verlagsgruppe Patmos

in der Schwabenverlag AG, Ostfildern

Umschlaggestaltung: Finken & Bumiller, Stuttgart

ISBN 978-3-8436-1184-8 (Print)

ISBN 978-3-8436-1185-5 (eBook)

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Inhalt

VORWORT

Im Tiefflug über Deutschland:
Im Tiefgang über die deutsche Seele

I. KAPITEL

Herkunft. Ankunft. Zukunft.
Meine Reise durch ein halbes Jahrhundert

1. Vor zweitausend Jahren:
Nur Gott und der Kaiser kennen die Zukunft

2. Vor hundert Jahren:
„Die Zukunft redet schon in hundert Zeichen“

3. Vor fünfzig Jahren:
Mondlandung und Herztransplantation

4. Der Weltuntergang findet nicht statt:
Der Glaube an eine bessere Zukunft ist stärker

5. Zurück in die Zukunft:
Die Zukunft wird im Vergangenen entdeckt

6. Zukunftsfrage:
Wo bleibt der Mensch?

7. Zukunftsparadox:
Halbwertzeit verursacht Gewissheitsschwund

8. Zukunftsforschung:
Mehr beobachten als prophezeien

9. Zukunftswissen:
Weitsicht mit Tiefgang

II. KAPITEL

Westdeutsch. Ostdeutsch.
Gesamtdeutsch.
Geschichte und Zukunft der deutschen
Vereinigung

1. Wessis traten wie Missionare auf:
Wunsch und Wirklichkeit der deutschen Vereinigung

2. Mehr Kauflust als Kaufkraft bei den Ostdeutschen:
Die Grenzen grenzenlosen Geldausgebens

3. Gefühlte Armut entsteht:
Die Schattenseite der Wohlstandswende

4. Alle wollen „ultra“ sein:
Eine Anspruchshaltung können sich nur wenige leisten

5. 30 Jahre nach dem Mauerfall:
Mehr Wiedervereinigung als „Deutsche Einheit“

III. KAPITEL

Migration. Integration.
Zusammenhalt.

50 Jahre Zuwanderung in Deutschland

1. Aus der Zuwanderung wird eine Kettenwanderung:
Diskussion über Aufnahmefähigkeit hält an

2. Zuwanderung trägt langfristig zur Wohlstandssicherung bei:
Migrationseffekte in Herkunfts- und Aufnahmeländern

3. Deutschland altert und schrumpft nach 2030:
Die Folgen des demografischen Wandels

4. Integration kommt nur langsam voran:
Zuwanderung bleibt eine große Herausforderung

IV. KAPITEL

Mensch. Natur. Technik.
Die EXPO 2000 auf der Suche nach der Welt von morgen

1. Mit dem Fahrstuhl in die Zukunft:
Eine Zeitreise als Mega-Event

2. Mensch. Natur. Technik:
Ein Zukunftsthema gegen Mainstream und Zeitgeist

3. Zukunft bleibt ein Abenteuer:
Mehr Fortschrittsfest als Industriemesse

V. KAPITEL

Familie. Freunde.
Wahlverwandtschaften.
Die Wagenburg des 21. Jahrhunderts

1. Familie wird wichtigster Lebensinhalt:
Die beste Lebensversicherung in unsicheren Zeiten

2. Die „Swinging Singles“ werden bald Geschichte sein:
Die Familie als Veränderer des demografischen Wandels

3. Die Doppelverdienerfamilie wird Normalität:
Kinderbetreuung wird Frauen- und Männersache

4. Der Fachkräftemangel wird chronisch:
Betriebs- und Familienpolitik sitzen in einem Boot

5. Freundschaft zwischen den Generationen entwickelt sich:
Die Mehrgenerationenfamilie hat Zukunft

6. Freunde werden zur „Zweiten Familie“:
Aus Wahlverwandtschaften werden soziale Konvois

7. Generationenbeziehungen werden wichtiger als Partnerbeziehungen:
Neue Lebensgemeinschaften entstehen

VI. KAPITEL

Leben. Ziele. Konzepte.
Leben ist die Lust zu schaffen

1. Aus Schnelligkeit wird Schnelllebigkeit:
Die Zeit „läuft“ schneller

2. Neue Technologien werden immer mehr Zeit „stehlen“:
Zeitspareffekte werden zur Illusion

3. Das Leben im Zeitwohlstand wird wertvoller:
Die Menschen nehmen Abschied vom Tempowahn

4. Sicherheit wird die neue Freiheit der Deutschen:
Die Lebensprioritäten verändern sich grundlegend

5. Eigentumsbildung wird so wichtig wie Bildungsförderung:
Abschied vom „Mieterland Deutschland“

6. Der Wunsch nach mehr Zusammenhalt wird weiter wachsen:
Für Egoismus ist weniger Platz

7. Die Schaffensfreude wird zum Lebenselixier:
Leistung und Lebenslust im Gleichgewicht

8. Statt „Ehrenamt“ wird Ehrensache gefragt sein:
Von der Anspruchs- zur Mitmachgesellschaft

VII. KAPITEL

Jugend. Alter.
Demografischer Wandel.

Deutschland wird alterslos

1. Die Babyboomer werden bald in Rente gehen:
Was folgt nach der letzten Karrieregeneration?

2. Die nächste Generation wird zum Lebensoptimierer:
Generation Z fühlt sich „semi-glücklich“

3. Deutschland wird grau:
Die langlebigste Gesellschaft aller Zeiten kommt auf
Deutschland zu

4. 2050 wird es eine ganze Großstadt aus Hundertjährigen
geben:
Eine Revolution auf leisen Sohlen

5. Die Menschen werden ein Vierteljahrhundert
im Ruhestand leben:
Eine existentielle Herausforderung

VIII. KAPITEL

Arbeit. Wohlstand. Wohlergehen.
Created in Germany

1. Arbeiten ohne Ende:
Die „Schöne Neue Arbeitswelt“ findet noch nicht statt

2. Kein Jobsterben in Deutschland:
Roboter rauben keine Arbeitsplätze

3. Die Arbeitswelt wird weiblicher:
Die Frauen kommen mit Macht

4. Die Wirtschaft braucht wieder ältere Arbeitnehmer:
Das Ende des Jugendwahns in den Betrieben

5. Beruf und Familie werden gleichwertig:
Die „sanfte Karriere“ wird zum Leitbild

6. Selbstständigkeit wird die wichtigste Arbeitstugend:
Arbeitnehmer werden zu Unternehmern am Arbeitsplatz

7. An die Mär vom Immer-Mehr glaubt niemand mehr:
Ein Umdenken vom Warenwohlstand zum wahren Wohlstand findet statt

8. „Wohlergehen für alle“ heißt die Wohlstandsformel:
Alle sollen besser leben

IX. KAPITEL

Digitalisierung. Roboter. KI.
Total digital wird völlig normal

1. Real. Normal. Illegal:
Die Datensicherheit ist eine Illusion

2. Vernetzt. Verkabelt. Gescannt:
Unsere Identität wird profitabel vermarktet

3. Kontaktreich, aber beziehungsarm:
Netzkontakte verdrängen Freundschaftsbeziehungen

4. Konfettiartig. Bruchstückhaft. Oberflächlich:
Die Folgen der Informationsflut

5. Nervöser. Aggressiver. Gewalttätiger:
Die Sinnesüberreizung verändert das soziale Verhalten

6. Mediatisierte Kindheit:
Eltern verlieren ihre Kinder an das Netz

7. Der Erwartungsdruck wird zum Erreichbarkeitswahn:
Die Hetzjagd nach der verlorenen Zeit

8. Digitale Medien werden zum neuen Machtinstrument:
Demokratie als Virtukratie

9. Fortschrittsoptimismus wird zum Zukunftszweifel:
Sorgen um die Ethik der Technik

10. Digitale Diät wird zum Zukunftstrend:
Der digitale Tsunami lässt noch auf sich warten

X. KAPITEL

Krisen. Ängste. Sorgen.
Was den sozialen Frieden in Zukunft gefährdet

1. Zum Pflegefall werden (84 Prozent):
Die große Angst vor dem Verlust der Selbstbestimmung

2. Wetterextreme als Vorboten des Klimawandels (83 Prozent):
Umweltprobleme werden zur globalen und nationalen
Herausforderung

3. Mehr High Tech als Human Touch (83 Prozent):
Roboter und selbstfahrende Autos machen das Leben
nicht besser

4. Gehetzt, nervös und überreizt (79 Prozent):
Der Atem für geduldiges Zuhören geht verloren

5. Einsamkeit und Langeweile (79 Prozent):
Ein neues Volksleiden breitet sich aus

6. Wachsende Fremdenfeindlichkeit (78 Prozent):
Hinter Fremdheitsgefühlen verbergen sich Zukunftsängste

7. Nichts ist mehr sicher (75 Prozent):
Die Privatsphäre kann nicht mehr geschützt werden

8. Mediatisierte Kindheit (74 Prozent):
Das Elternhaus verliert sein Erziehungsmonopol

9. Gefühlte Wohnungsnot (53 Prozent):
Urbaner Wohnraum wird immer unbezahlbarer

10. Bindungsfähigkeit ist kein wichtiger Wert (31 Prozent):
Eine Gesellschaft schwacher Bindungen entsteht

XI. KAPITEL

Werte. Wandel. Visionen.
Wie die Deutschen leben wollen

1. Mehr nach Gutem als nach Gütern streben:
Die Wertehierarchie wird auf den Kopf gestellt

2. Was uns in Zukunft eint:
Auf dem Weg zur Mitmachgesellschaft

3. Digitale Agenda:
Goldene Regeln für die nächste Generation

4. 365 Prognosen in 365 Tagen:
Ergebnisse eines Twitter-Experiments

5. Wissen, was wird:
Fortschritt durch Zukunftsforschung

XII. ANHANG

1. Publikationsliste des Autors

2. Zukunftskompass für kommende Generationen

3. Grundlagenliteratur


Über den Autor

Über das Buch

Impressum

Hinweise des Verlags

Für Elke, mit der meine Zukunft begann

VORWORT

Im Tiefflug über Deutschland:
Im Tiefgang über die deutsche Seele

Was hat Deutschland, was andere Länder nicht haben? Vor dieser Frage stand ich erstmals 1988, als ich im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers das Drehbuch-Konzept für die Weltausstellung in Brisbane/Australien schrieb. Der Film „One, two, three – Germany!“ war als amtlicher Beitrag der Bundesrepublik Deutschland für den deutschen Pavillon in Brisbane geplant.

Meine erste Antwort auf die Frage lautete damals: Was sich Australier erst nachträglich als Walt-Disney-Kulisse schaffen müssen, gibt es bei uns im Original: Fluchtburgen und Dome, Traumschlösser und Industriedenkmäler. Ein Deutscher, der jeden Tag ein anderes Theater oder Opernhaus besuchen möchte, wäre mehr als 400 Tage beschäftigt, für den Besuch der vorhandenen Museen mehr als vier Jahre. Aus der Sicht der Neuen Welt muss „Old Germany“ wie ein belebtes Freilichtmuseum erscheinen: die Passionsspiele in Oberammergau, das Schloss Neuschwanstein (von einem Theatermaler entworfen) und die Stadt Rothenburg ob der Tauber mit ihren echten Folterkammern.

Ist Deutschland nur ein Land der Kuckucksuhren und der Schwarzwaldklinik, in dem „Frühstücksei, Rouladen mit Rotkohl und dichte Fenster“ (Angela Merkel 2017) gefragt sind? Gibt es etwas Spezifisches, was uns von anderen unterscheidet? Oder ist allein eine solche Frage schon „typisch deutsch“? Nicht zufällig ging vor mehr als hundertdreißig Jahren der Philosoph Friedrich Nietzsche der Frage nach, was eigentlich die „deutsche Seele“ ausmacht. Sein Resümee in der Schrift „Jenseits von Gut und Böse“ (1886) lautete: „Es kennzeichnet die Deutschen, dass bei ihnen die Frage ‚Was ist deutsch?‘ niemals ausstirbt.“

Erinnert sei an Anfang Juli 2017: Die Deutschen holten im Fußball innerhalb von zwei Tagen die U21-Europameisterschaft und den Confed Cup – und das ohne ihre besten Spieler. Europa und die Welt wunderten sich. Die spanische Zeitung AS resümierte dazu am 4. Juli 2017: „Es gibt nun einmal die Zuverlässigkeit bei allem, was deutsch ist – egal, ob Auto oder Waschmaschine.“ Werden wir hier schon wieder nur auf „Sekundärtugenden“ und sogenannte „Helmut-Schmidt-Werte“ (Der Spiegel vom 6. Mai 2017) wie Pflichtbewusstsein und Zuverlässigkeit reduziert?

Im Rahmen meiner Forschungsarbeiten habe ich in den letzten Jahrzehnten die Erfahrung gemacht: Das Klischee ist oft die Wirklichkeit. 1989 musste ich nach Repräsentativumfragen zu den Alltagsgewohnheiten der Deutschen feststellen: Die Frauen handarbeiten, die Männer heimwerken. Die Frauen lesen gern ein Buch, die Männer sehen sich gern Sportveranstaltungen an. Die Frauen gehen gern zum Friseur usw. usw. Die Liste der vermeintlichen Klischees, die mit der Wirklichkeit übereinstimmen, schien endlos zu sein.

Zwanzig Jahre später habe ich im Rahmen meiner Arbeit in der BAT Stiftung für Zukunftsfragen 10.000 Europäer in acht Ländern repräsentativ nach ihren Einstellungen und Werten befragt (Opaschowski/Reinhardt 2008). Das Ergebnis: In der Werteorientierung der Deutschen stehen im Unterschied zu anderen Europäern zwei Besonderheiten ganz obenan: Verlässlichkeit (78 Prozent – Europa: 59 Prozent) und Pflichtbewusstsein (62 Prozent – Europa: 46 Prozent). Es muss wohl Eigenheiten in Deutschland geben, die sich nicht nur in der Gewohnheit widerspiegeln: „Wir geben uns zur Begrüßung die Hand.“

Kein Land hat mehr Nachbarn als Deutschland. Der problemlose Übergang von einem Land in das andere macht Deutschland zu einem Land (fast) ohne Grenzen. Diese geografische Mittellage in Europa und die Nähe zu den europäischen Nachbarn haben ihre Spuren in den Einstellungen und Verhaltensweisen der Deutschen hinterlassen. Hinzu kommen Besonderheiten der politischen Landschaft, die man heute noch spürt: Historisch gesehen gab es Franken und Sachsen, Bayern und Schwaben, ehe es Deutsche gab.

Diese Gedanken bewegten mich vor mehr als dreißig Jahren, als ich mich in das Filmszenario für die Weltausstellung in Australien einstimmte. Entstanden ist auf diese Weise ein Drehbuch: Im Tiefflug über Deutschland von der Zugspitze bis zum Wattenmeer. Wie eine Möwe flog die Kamera über Bundesländer und Landschaften hinweg – unterbrochen vom regelmäßigen Hinabtauchen in die Arbeits-, Technologie- und Lebenswelten der Deutschen. Ein Film mit vielen Ansichten und optischen Gags und mit der Musik von Klaus Doldinger. Inhaltlich stand auch damals schon das Zeitalter der Technologie im Mittelpunkt – im Jahr 6 vor Amazon, im Jahr 8 vor Google und im Jahr 16 vor Facebook. Das Projekt ist inzwischen ein Zeugnis moderner Technologiegeschichte.

Wie im Flug über Deutschlands Geschichte, Gegenwart und Zukunft zugleich – und das aus der Sicht eines Forschers, der die gesellschaftliche Entwicklung Deutschlands seit einem halben Jahrhundert persönlich erlebt und beruflich im Blick hat: so ist „meine“ Geschichte Deutschlands von den sechziger Jahren bis heute und darüber hinaus entstanden. Die Flugperspektive eines Gesellschaftsforschers eröffnet Antworten auf die Fragen: Was war? Was ist? Und was wird sein? Historisch. Analytisch. Futuristisch. Eine Multivision mit Orts- und Szenenwechseln, auch ohne Hologramme und Lasershow.

Dafür aber ein aufregendes Angebot, zurück in die Zukunft zu reisen – in einem Endlos-Film, der immer wieder von vorne beginnen kann. Kein langatmiges Lavieren und Theoretisieren, eher eine Erzählung in bewegten Bildern mit gelegentlichen Schütteleffekten zum Wachrütteln. Und das heißt: Aufrichten. Den Staub abschütteln. Losleben. Und dies im schwarz-rot-goldenen Deutschlandjahr 2019: 100. Jahrestag der Nationalversammlung in Weimar, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall. Zukunft ist Herkunft. Deutschlands Zukunft hat längst begonnen.

Horst Opaschowski

XII. ANHANG

1. Publikationsliste des Autors

(1) Du hast fünf Leben! Ein Wegweiser durch die Fünf-Generationen-Gesellschaft (mit P. Zellmann), Wien 2018

(2) Das Abraham-Prinzip. Wie wir gut und lange leben (mit I. Pilawa), Gütersloh 2016

(3) So wollen wir leben! Die 10 Zukunftshoffnungen der Deutschen (mit I. Pilawa), Gütersloh 2014

(4) Deutschland 2030. Wie wir in Zukunft leben, Gütersloh 2013

(5) Der DeutschlandPlan. Was in Politik und Gesellschaft getan werden muss, Gütersloh 2011

(6) WIR! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben, Hamburg 2010

(7) Wohlstand neu denken. Wie die nächste Generation leben wird, Gütersloh 2009

(8) Vision Europa. Von der Wirtschafts- zur Wertegemeinschaft (mit U. Reinhardt), Hamburg 2008

(9) Altersträume. Illusion und Wirklichkeit (mit U. Reinhardt), Darmstadt 2007

(10) Minimex. Das Zukunftsmodell einer sozialen Gesellschaft, Gütersloh 2007

(11) Das Moses Prinzip. Die 10 Gebote des 21. Jahrhunderts, Gütersloh 2006

(12) Freizeitwirtschaft. Die Leitökonomie der Zukunft (mit M. Pries/U. Reinhardt), Hamburg 2006

(13) Besser leben, schöner wohnen? Leben in der Stadt der Zukunft, Darmstadt 2005

(14) Der Generationenpakt. Das soziale Netz der Zukunft, Darmstadt 2004

(15) Deutschland 2020. Wie wir morgen leben – Prognosen der Wissenschaft, Wiesbaden 2004

(16) Was uns zusammenhält. Krise und Zukunft der westlichen Wertewelt, München 2002

(17) Wir werden es erleben. Zehn Zukunftstrends für unser Leben von morgen, Darmstadt 2002

(18) Start-up ins Leben. Wie selbstständig sind die Deutschen? Hamburg 2002

(19) Deutschland 2010. Voraussagen der Wissenschaft, 2. Aufl., Hamburg 2001

(20) Das gekaufte Paradies. Tourismus im 21. Jahrhundert, Hamburg 2001

(21) Der gläserne Konsument. Die Zukunft von Datenschutz und Privatsphäre in einer vernetzten Welt, Hamburg 2001

(22) Tourismus. Eine systematische Einführung – Analysen und Prognosen, 3. Aufl., Opladen 2001

(23) Xtrem: Der kalkulierte Wahnsinn. Extremsport als Zeitphänomen, Hamburg 2000

(24) Kathedralen des 21. Jahrhunderts. Erlebniswelten im Zeitalter der Eventkultur, Hamburg 2000

(25) Umwelt. Freizeit. Mobilität. Konflikte und Konzepte, 2. Aufl., Opladen 1999

(26) Generation @. Die Medienrevolution entlässt ihre Kinder: Leben im Informationszeitalter, Hamburg 1999

(27) Leben zwischen Muss und Muße. Die ältere Generation: Gestern. Heute. Morgen, Hamburg – Ostfildern 1998

(28) Feierabend? Von der Zukunft ohne Arbeit zur Arbeit mit Zukunft, Opladen 1998

(29) Einführung in die Freizeitwissenschaft, 3. Aufl., Opladen 1997

(30) Deutschland 2010. Wie wir morgen leben, Hamburg 1997

(31) Pädagogik der freien Lebenszeit, 3. Aufl., Opladen 1996

(32) Zehn Jahre nach Orwell. Aufbruch in eine neue Zukunft, Herne 1994

(33) Freizeitökonomie. Marketing von Erlebniswelten, Opladen 1993

(34) Freizeit, Konsum und Lebensstil, Köln 1990

(35) Pädagogik und Didaktik der Freizeit, 2. Aufl., Opladen 1990

(36) Arbeit, Freizeit. Lebenssinn? Orientierungen für eine Zukunft, die längst begonnen hat, Opladen 1983

(37) Methoden der Animation. Praxisbeispiele, Bad Heilbrunn 1981

(38) Einführung in die freizeitkulturelle Breitenarbeit, Bad Heilbrunn 1979

(39) Qualifizierung der Animateure, Düsseldorf 1979

(40) Freizeitpädagogik in der Schule. Animative Didaktik, Bad Heilbrunn 1977

(41) Der Freizeitsportleiter, Hamburg 1977

(42) Freizeit als gesellschaftliche Aufgabe. Konzepte und Modelle, Düsseldorf 1976

(43) Freizeitpädagogik in der Leistungsgesellschaft, 3. Aufl., Bad Heilbrunn 1977

(44) Soziale Arbeit mit arbeitslosen Jugendlichen. Streetwork und Aktionsforschung im Wohnbereich, Opladen 1976

(45) Pädagogik der Freizeit. Grundlegung für Wissenschaft und Praxis, Bad Heilbrunn 1976

(46) Im Brennpunkt: Der Freizeitberater, Düsseldorf 1973

(47) Freizeitpädagogik in der Leistungsgesellschaft, Bad Heilbrunn 1973

(48) Der Jugendkult in der Bundesrepublik, Düsseldorf 1971

(49) Freizeitpädagogik, Bad Heilbrunn 1970

(50) Jugendauslandsreisen. Geschichtliche, soziale und pädagogische Aspekte, Neuwied – Berlin 1969/1970.

2. Zukunftskompass für kommende Generationen

Wenn Zukunftsforschung nachhaltig wird und wirkt

Exemplarische Auswahl von Forschungstexten des Autors in Schulbüchern, Lehrplänen und Prüfungsaufgaben

• Deutsch Abitur Prüfungsaufgaben MIT mit LOE/2006
(„Zehn Gebote für das 21. Jahrhundert“/2001)

• Deutsch Punkt 3 Gymnasium/2006
(„Der soziale Druck des Konsums“/1997)

• Abschlussprüfung Deutsch Sekundarschule/2006
(„Wachsende soziale Unlust“/2001)

• Deutschideen Ausgabe S/2003
(„Generation @. Die Medienrevolution entlässt ihre Kinder“/1999)

• Realschule Deutsch Abschluss Prüfungsaufgaben
(„Xtrem. Der kalkulierte Wahnsinn“/2000)

• Hauptschule Deutsch Abschluss B/2002
(„Born to shop“/2001)

• Abenteuer Ethik 1 – Berlin Neu/2016
(„Was Jüngere von Älteren lernen können“/2004

• Anstöße Politik & Wirtschaft 2 G Gym SB/2013
(„Die Arbeitsformel für die Zukunft“/2009)

• Fundamente Geographie SB/2008
(„Leben in der Stadt der Zukunft“/2005)

• Demokratie heute 2 – Politik und Wirtschaft Hessen/2012
(„Die Menschen rücken zusammen“/2009)

• Mensch und Politik S II/GK Rechtserz. Wirtschaft Sachsen/2014
(„Wohlstandsfaktor Kinderlosigkeit“/2005)

• Praxis Sprache & Literatur 10 Gymnasium/2009
(„Lebst du schon oder drehst du noch am Rad?“/2009

• Politik und Wirtschaft Sek II Qualifikationsphase/2015
(„Die westliche Wertekultur auf dem Prüfstand“/2001)

• Kolleg Politik und Wirtschaft Hessen – Einführungsphase/2016
(„Vom Wertecocktail zur Sinnsuche“/2009)

• Anstöße Politik NW SB/2014
(„Nachhaltigkeit braucht Regeln“/2009)

Der mutige Satz der pakistanischen Schülerin Matala Yonsafz vor der UNO setzt Zeichen für eine nachhaltige Zukunft:

„Ein Kind, ein Leben und ein Buch können die Welt verändern.“

3. Grundlagenliteratur

Adam, B. (Hrsg. u. a.): Die Nonstop-Gesellschaft und ihr Preis, Stuttgart – Leipzig 1998

Adelt, P. (u. a.): Umweltbewusstsein und Konsumverhalten. In: R. Szallies/G. Wiswede (Hrsg.): Wertewandel und Konsum, Landsberg/Lech 1990, S. 155–184

Allman, J.: Parenting and survival in anthropoid primates: Caretakers live longer. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 95 Nr. 12 (1998), S. 6866–
6869

Allmendinger, J.: Wir können uns Karriere ohne Pause nicht leisten (Interview). In: Die Welt vom 14. Juli 2007

Bell, D.: Die nachindustrielle Gesellschaft (1973), Frankfurt/M. 1996

Bloch, E.: Subjekt – Objekt: Erläuterungen zu Hegel, Berlin 1951

BMFSFJ/Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Monitor Familiendemographie, Berlin, April 2005

Bolz, N.: Das neue Soziale in den Netzwerken. In: Wirtschaftsrat (Hrsg.): Deutschland im Jahr 2035, Darmstadt 2013, S. 55–66

BUND/Misereor (Hrsg.): Zukunftsfähiges Deutschland, Basel – Boston – Berlin 1996

Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Vierzig Jahre politische Bildung in der Demokratie, Bonn 1990

Camus, A.: Der Mythos von Sisyphus (Rowohlts deutsche Enzyklopädie Nr. 90), Reinbek b. Hamburg 1959

Club of Rome: Die Grenzen des Wachstums, Stuttgart 1972

Club of Rome (Hrsg.): Die globale Revolution („The First Global Revolution“, 1991). In: Der Spiegel Spezial 2, Hamburg 1991

Coupland, D.: Microsklaven, Hamburg 1996

Dahrendorf, R.: Wenn uns die Arbeit ausgeht. In: Die Zeit Nr. 39, Hamburg 1978, S. 58

Dreher, A. (u. a.): The effects of foreign aid on refugee flows. In: European Economic Review (2019)

Eco, U.: Visionen der Zukunft. In: Conturen Nr. 2 (2000), S. 10–14

Eliade, M.: Kosmos und Geschichte. Der Mythos der ewigen Wiederkehr, Frankfurt/M. 1984

Emcke, C.: Gegen den Hass, Frankfurt/M. 2016

Enzensberger, H. M.: Ach Europa!, Frankfurt/M. 1989

Fischer, L.: Warum ich links bin ... In: Kursbuch 181, Hamburg 2015, S. 65–75

Flechtheim, O. K.: Futurologie. Der Kampf um die Zukunft, Frankfurt/M. 1972

Fromm, E.: Der moderne Mensch und seine Zukunft, Frankfurt/M. 1960

Fthenakis, W. E.: Auf den Anfang kommt es an. Bildung und Erziehung in den Tageseinrichtungen mit Kindern unter sechs Jahren, München 2003

Gaschke, S.: Die gefährlichen Nebenwirkungen der totalen Vernetzung. In: Die Welt (Oktober 2016/Online – http:hd.welt.de/article158806317/)

Gates, B.: Business @. The speed of thought, New York 1999

Gehmacher, E.: Report 1998. So leben wir in 30 Jahren, Stuttgart 1968

Gerkan, M. von: Wachsende Städte in China. In: U. Altrock/D. Schubert (Hrsg.): Wachsende Stadt, Wiesbaden 2004, S. 185–195

Gleick, J.: Schneller! Eine Zeitreise durch die Turbo-Gesellschaft, München 2000

Grass, G.: Im Krebsgang, Frankfurt/M. 2002

Grimm, J. und W.: Deutsches Wörterbuch, Bd. 32, Leipzig 1954

Guggenberger, B.: Das digitale Nirwana, Hamburg 1997

Handy, Ch.: Die anständige Gesellschaft („The Hungry Spirit. Beyond Capitalism – The Quest for Purpose in the Modern World“, 1997), München 1998

Handy, Ch.: Ich und andere Nebensächlichkeiten, Düsseldorf 2007

Harari, Y. N.: Homo Deus. Eine Geschichte von morgen, München 2017

Hegelich, S.: Invasion der Meinungs-Roboter. In: Analysen & Argumente, Nr. 221. Hrsg. von der Konrad Adenauer Stiftung (September 2016, S. 2-9)

Hein, Chr.: Das Glück im Schuhkarton. In: Faz Nr. 33 vom 8. Febr. 2019, S. 11

Hölscher, L.: Die Entdeckung der Zukunft, Frankfurt/M. 1999

Huntington, S. P.: Der Kampf der Kulturen („The clash of civilizations“, 1996), München – Wien 1996

Hurrelmann, K. / Albrecht, E.: Die heimlichen Revolutionäre. Wie die Generation Y unsere Welt verändert, Weinheim – Basel 2014

Huxley, A.: Schöne neue Welt. Ein Roman der Zukunft (1931), Frankfurt/M. 1981

Huxley, A.: Wiedersehen mit der Schönen neuen Welt (1959), München 1987

Ipsos/Opaschowski: Repräsentativumfrage „Lebensmodelle“, Hamburg 2013

Ipsos/Opaschowski: Repräsentativumfrage „Die Werte der Deutschen 2015“, Hamburg 2015

Ipsos/Opaschowski: Repräsentativumfrage „Die Werte der Deutschen 2016“, Hamburg 2016

Ipsos/Opaschowski: Repräsentativumfrage „Wie wird 2019?“, Hamburg 2018

Ipsos/Opaschowski: Nationaler WohlstandsIndex für Deutschland, Hamburg 2019

Joy, B.: Interview. In: Der Spiegel Nr. 18 vom 1. März 2000, S. 102

Jules-Verne, J.: Jules Verne, Paris 1973

Jungk, R.: Zukunftsforscher und Zukunftsverhinderer. In: Merkur Jg. 23 (1969)

Jungk, R.: Die Zukunft hat schon begonnen (1951), München 1990

Junkerjürgen, R.: Jules Verne, Darmstadt 2018

Kahn, A. / Wiener, A. J.: Ihr werdet es erleben („The Year 2000“, 1967), Reinbek 1971

Kaiser, T.: Ende einer finnischen Utopie. In: Die Welt vom 9. Februar 2019, S. 10

Kaku, M.: Zukunftsvisionen. Wie Wissenschaft und Technik des 21. Jahrhunderts unser Leben revolutionieren („Visions. How Science
Will Revolutionize the 21st Century“, 1997), München 1997/2000

Kauder, V.: Meine Geduld ist zu Ende (Interview). In: Der Spiegel Nr. 42 vom 15. Oktober 2016, S. 36–38

Key, E.: Das Jahrhundert des Kindes, Berlin 1902

Kirchhof, P.: Das Gesetz der Hydra. Gebt den Bürgern ihren Staat zurück, München 2006

Klein, St.: Der Sinn des Gebens, Frankfurt/M. 2010

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