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Rolf Breuer

Analytisch orientierte Literaturwissenschaft

Essays und Aufsätze

Narr Francke Attempto Verlag Tübingen

Inhalt

Fußnoten

Vorwort

Hier gedenke ich meines verehrten akademischen Lehrers Günther Patzig (1926-2018), der mich stärker beeinflusst hat als bei einem Philosophie-Studenten im Nebenfach zu erwarten ist.

Hier und im folgenden sind stets beide Geschlechter gemeint.

Lob der Distanz

Aktueller Zusatz. – Tatsachen (Fakten) werden definiert als Sachverhalte, die bestehen, dargestellt in Aussagesätzen. Nun behaupten die linken Pariser Intellektuellen und Poststrukturalisten der 68er-Generation und in ihrem Gefolge die heute die literaturwissenschaftlichen Fächer dominierenden Kulturtheoretiker und -wissenschaftler – Nietzsche folgend –, es gebe keine Tatsachen, sondern – etwa wegen des sprachlichen Anteils – nur Interpretationen. Damit allerdings ebnen sie den Weg für die Populisten auf der rechten Seite des politischen Spektrums und ihre Begriffe „alternative Fakten“ und „fake news“.

1. Vor der Entwicklung des historischen Bewusstseins

Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik (Tübingen: Mohr (Siebeck), 21965), S. 502. Und wenn gewissen Historikern, etwa Thukydides (ca. 460 – ca. 400 v.Chr.), gelegentlich Geschichtsbewusstsein zugestanden wird, dann blieben sie damit doch Ausnahmeerscheinungen, die kein allgemeines historisches Bewusstsein hervorzurufen vermochten.

Siehe den Bildband Die Très Riches Heures des Duc de Berry im Musée Condé Chantilly (München: Prestel, 21974).

So Millard Meiss im Vorwort des Bildbandes, S. 10.

Nicht behandelt werden Theologie (Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher, 1768-1834), Rechtswissenschaft (Friedrich Karl von Savigny, 1779-1861) und Wissenschaftstheorie (Wilhelm Dilthey, 1833-1911). Und außer Acht bleiben muss hier auch das weite Feld der Geschichte im Sinne von story, also die narrative Auffassung menschlicher Wirklichkeit in der Literatur.

Hierfür vgl. ganz allgemein Stephen Toulmin & June Goodfield, Entdeckung der Zeit (München: Goldmann, 1970).

2. Richard Hurd und die Historisierung des ästhetischen Geschmacks

Die Entstehung des Historismus, ed. und eingeleitet von C. Hinrichs. Werke, Bd. III (München: Oldenbourg, 1959), S. 257.

Die historische Methode findet sich in England übrigens nicht bei Richard Hurd allein; auch Thomas Blackwell (1701-58), Samuel Johnson (1709-84) oder William Warburton (1698-1779) müssten in einer Vollständigkeit beanspruchenden Abhandlung diskutiert werden. Für die Einzelheiten vgl. G. M. Miller, The Historical Point of View in English Literary Criticism from 1570-1770 (Heidelberg: Winter, 1913), oder D. M. Foerster, Homer in English Criticism: The Historical Approach in the Eighteenth-Century (New Haven: Yale U. P., 1947).

Sozialgeschichte der Kunst und Literatur (München: Beck, 1975), S. 688.

Ebd., S. 689.

Für nähere Einzelheiten vgl. z.B. Heinz-Joachim Müllenbrock, „Die Entstehung des Scottschen historischen Romans als Problem der Literaturgeschichtsschreibung“, Anglia 99 (1981) 355-378.

3. Jean-Jacques Rousseau und die Entdeckung der Entwicklung des Menschen aus dem Kind

Wie Philippe Aries, Geschichte der Kindheit, übersetzt von C. Neubaur und K. Kersten (München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 31980), darlegt, hat diese in Rousseau kulminierende Entwicklung eine Vorgeschichte im 16. und 17. Jahrhundert.

Fritz Blättner, Geschichte der Pädagogik (Heidelberg: Quelle & Meyer, 121966), S. 96.

„Geschichtlichkeit und Erziehungswissenschaft“, in: Winfried Böhm / Jürgen Schriewer (Edd.), Geschichte der Pädagogik und systematische Erziehungswissenschaft, Festschrift für Albert Reble (Stuttgart: Klett, 1975), S, 65-89, hier S. 69.

4. Das Alter des Kosmos und der Erde (James Usher, Georges Buffon, Immanuel Kant und Charles Lyell)

Das Buch von Toulmin / Goodfield, Entdeckung der Zeit, beschreibt die Vorgeschichte.

Für die gleichwohl interessante Geschichte der Geologie und Kosmologie im 17. und beginnenden 18. Jahrhundert vgl. Paolo Rossi, The Dark Abyss of Time (Chicago & London: The University of Chicago Press, 1984).

Laut dem Oxford Dictionary of Quotations (London: Guild Publishing, 1985), s. v. „Ussher, James“.

Principles of Geology … (11830-33, 121875).

1750 von T. Wright.

5. Die Entdeckung der Geschichtlichkeit der Sprachen (Friedrich Schlegel, Franz Bopp, Jacob Grimm)

Vgl. hierzu Helmut Gipper / Peter Schmitter, Sprachwissenschaft und Sprachphilosophie im Zeitalter der Romantik. Ein Beitrag zur Historiographie der Linguistik (Tübingen: Narr, 1979).

Die aber ohne Nachhall blieben, weil die dort geübte vergleichende Sprachbetrachtung anhand nicht-indogermanischer Sprachen vorgenommen wurde.

Friedrich Schlegel, Über die Sprache und Weisheit der Inder (1808); Franz Bopp, Über das Conjugationssystem der Sanskritsprache, in Vergleichung mit jenem der griechischen, lateinischen, persischen und germanischen Sprache (1816); Jacob Grimm, Deutsche Grammatik (ab 1819). – Des Dänen Rasmus Kristian Rasks (1787-1832) Schrift Undersøgelse om det gamle Nordiske aller Islandske Sprogs Oprindelse von 1818 lag bereits 1814 im Manuskript vor, so dass ihr die Priorität vor Bopp gebührt. Sie wurde jedoch erst viel später – in Übersetzungen – wirklich bekannt. Bopps Arbeit wirkte vor allem aber wegen des Einbezugs des neu wiederentdeckten Sanskrit stärker. Mein Referat basiert auf den folgenden einführenden Darstellungen: Joseph Schrijnen, Einführung in das Studium der indogermanischen Sprachwissenschaft, übersetzt von W. Fischer, (Heidelberg: Winter, 1921); Hans Krahe, Indogermanische Sprachwissenschaft, 2 Bde. (Berlin: de Gruyter, ³1966/1969); Louis Hjelmslev, Die Sprache: Eine Einführung, übersetzt von O. Werner (Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1968).

Schrijnen, Einführung, S. 45.

6. Die Entdeckung gesellschaftlichen Wandels: Die Historiographie

Toulmin & Goodfield, Entdeckung der Zeit, S. 112.

7. Die Einführung der Zeit in die Physik: Die Thermodynamik

Für das Folgende stütze ich mich auf Ilya Prigogine, Vom Sein zum Werden: Zeit und Komplexität in den Naturwissenschaften (München & Zürich: Piper, ²1980).

Das Fischer Lexikon: Physik, ed. Walter Gerlach (Frankfurt a.M. & Hamburg: Fischer, 1960), s. v. „Thermodynamik“, S. 362.

8. Der Weg zu Darwins Abstammungslehre (Carl von Linné, Johann Wolfgang von Goethe, Erasmus Darwin, Jean-Baptiste de Lamarck, Charles Darwin)

Systema naturae (1735, 12­1766).

Eine der neueren zusammenfassenden Darstellungen ist: Tore Frängsmyr (Ed.), Linnaeus: The Man and His Work (Berkeley etc.: University of California Press, 1983).

Verfolgt seit der Italienreise 1786-88, aber nur in Briefen und autobiographischen Äußerungen niedergelegt; weiterentwickelt in dem Versuch die Metamorphose der Pflanzen zu erklären (1790).

Da das Ganze in Versen abgefasst ist, handelt es sich ästhetisch um einen Geschmacksirrtum, der bald in einer Parodie tödlicher Lächerlichkeit preisgegeben wurde.

Zu Lamarck s. als Einführung: L. J. Janova, Lamarck (Oxford & New York: OUP, 1984).

Hier folge ich im weiteren Wolfgang Lefèvre, Die Entstehung der biologischen Evolutionstheorie (Berlin: Ullstein, 1984).

Eine gute Darstellung der Entwicklung der Theorie Darwins findet sich bei Peter J. Bowler, Evolution: The History of an Idea (Berkeley etc.: University of California Press, 1984), S. 142 ff. Bekanntlich zögerte Darwin mit der Veröffentlichung, bis die in dieselbe Richtung zielenden Publikationen von Alfred Russel Wallace (1823-1913) seine Priorität bedrohten. – Insgesamt war die Zeit nun reif. Viele Fossilfunde wiesen in dieselbe Richtung. So behauptete z.B. der Lehrer Johann Carl Fuhlrott 1857, das ein Jahr zuvor im Neandertal bei Düsseldorf gefundene Skelett sei der Überrest eines Vorfahren des heutigen Menschen.

In der Abhandlung „Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse“ (1917), wieder abgedruckt in den Gesammelten Werken, 18 Bde. (London: Imago Publishing, 1947 u.ö.), Bd. 12, S. 7-11. – Die anderen Kränkungen sind die kosmologische durch Nicolaus Kopernicus (die Erde nicht mehr im Mittelpunkt des Universums) und die psychologische durch Freud selbst (der Mensch ist nicht mehr Herr im eigenen Haus).

I

Vgl. z.B. die Sammlung bei Philip Terry (Ed.), Ovid Metamorphosed (London: Chatto and Windus, 2000), mit Erzählungen u.a. von Cees Nooteboom, Joyce Carol Oates, A. S. Byatt, Marina Warner, Gabriel Josopovici, Margaret Atwood.

Mister Heracles: After Euripides (London: Faber Paperback, 2000).

The Bloody Chamber and Other Stories (London et al.: Penguin, 1981).

Sara George, The Journal of Mrs Pepys: Portrait of a Marriage (London: Review, 1998).

Annegret Maack, Dickens postmodern? Dickens als Prätext in Romanen von Bird, Reed und Acker, Literatur in Wissenschaft und Unterricht 30 (1997) 17-29, hier 17.

(London: Gollancz, 1938).

(London: Cape, 1979).

(USA, 1978).

Z. B. Moisés Kaufman, Gross Indecency: The Three Trials of Oscar Wilde (London: Methuen, 1998).

(London: Methuen, 1998).

Vgl. Henry James, The Complete Tales, Bd. II und Bd. VIII (London: Hart-Davies, 1963 und 1965).

John J. White spricht von Joyces Technik als von „literary prefiguration“; Mythology in the Modern Novel: A Study of Prefiguration Techniques (Princeton, N. J.: Princeton U. P., 1971), S. 11 ff.

Für zusätzliche Beispiele aus der Romania vgl. Jürgen von Stackelberg, Gegendichtungen: Fallstudien zum Phänomen der literarischen Replik (Tübingen: Niemeyer, 2000).

Für die häufigen Rückgriffe post-kolonialer Reiseschriftsteller auf literarische Prätexte s. die Dissertation von Kati Stammwitz, Travel Writing the Empire doesn’t imply: Studien zum postkolonialen Reisebericht (Trier: WVT, 2000), vor allem S. 73 ff.

Schöne zusätzliche Konnotationen ergeben sich dadurch, dass engl. counterfeit u.a. auch „Falschgeld“ heißt; André Gides Roman Les Faux-Monnayeurs (1925) heißt in der englischen Übersetzung The Counterfeiters.

Gegendichtungen, passim.

Wie etwa bei Ulrich Broich & Manfred Pfister (Edd.)‚ Intertextualität: Formen, Funktionen, anglistische Fallstudien (Tübingen: Niemeyer, 1985).

Daher halte ich Gérard Genettes höchst differenzierte „intertextuelle“ Einteilung in Transtexte, Paratexte, Hypotexte und Hypertexte usw. für wenig hilfreich; s. sein Buch Palimpsestes (Paris: Editions du Seuil, 1982).

II

(London: Anchor / Transworld Publishers, 2000); zuerst 1999 bei Doubleday.

Aus den vier Reisen zwischen 1699 und 1715 bei Swift ist bei Fell eine sechzehnjährige Reise geworden. (Die 1718 angetretene erneute Reise in die Südsee bei Fell passt übrigens nicht zu Swifts Darstellung, nach der Gulliver seine früheren Reisen im Jahre 1720 in London bei geistiger Gesundheit niederschreibt.)

(New York: Knopf, 2000).

A Novel (London: Picador, repr. 1998, 11996).

Und insofern erzähltechnisch viel harmloser als Austens Roman mit seiner epochemachenden Verwendung dramatischer Mittel in der Epik (Dialog, erlebte Rede).

(UK: BBC 1995); Regie Simon Langton und Script Andrew Davies.

(London: Picador, 1999); mit Anklängen an Jane Austens Roman Persuasion (1818), aber leider kruder und übertrieben in dem Bemühen, den Erfolg durch Überbieten zu wiederholen.

(USA: Miramax, 2001); Regie Sharon Maguire und Skript Richard Curtis und Andrew Davies.

(UK & USA: Columbia Pictures and Mirage, 1996); Regie Ang Lee und Script Emma Thompson.

Genau genommen seine fellatio interrupta mit einer Prostituierten in Los Angeles; vgl. S. 197 f.

(London: Michael Joseph, 1999). Den Hinweis verdanke ich Heike Haase (Paderborn).

(London & Boston: Faber & Faber, 1989).

(London: Penguin Books, repr. 1988).

Complete Works (London & Glasgow: Collins, repr. 1990), S. 103.

Zusätzlich eine Erinnerung an die Hausangestellte Grace Poole aus Charlotte Brontës Jane Eyre (1847).

Vgl. Annegret Maack, Translating 19th Century Classics: Emma Tennant's Intertextual Novels, Anglistik & Englischunterricht 60 (1997) 71-82, und Susanne Schmid, Emma Tennant's Sister Hyde: Two Strange Cases of the Female Double, ZAA 45 (1997) 20-32.

III

Vor allem in der Romantrilogie Molloy, Malone Dies und The Unnamable (zuerst 1951-53 auf Französisch).

Ob das Wirklich funktioniert, soll hier nicht weiter verfolgt werden; man kann argumentieren, dass auch wirkliche Wirklichkeit in fiktionaler Darstellung ihren Charakter als Wirklichkeit verliert.

Z. B. in Joan Aikens Jane Fairfax (Bath: Chivers Press, 1991).

Vgl. die fast 200 Titel umfassende Bibliographie, die ich zusammengestellt habe unter Jane Austen etc.: The Completions, Continuations and Adaplations of Her Novels (Erfurt Electronic Studies in English: http://webdoc.sub.gwdg.de.edoc/la/eese/breuer/breuer/html).

Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1963); zuerst 1936 veröffentlicht.

(New York: William Morrow, 1999).

„Ideologische Gründe“ erkennt auch von Stackelberg als das wichtigste Motiv der von ihm vorgestellten Autoren; s. Gegendichtungen, S. 79.

(Harmondsworth: Penguin Books, repr. 1968).

I Zwischen Narzissmus und Distanz: Byrons Persönlichkeit und sein literarisches Werk

Die Bemerkung findet sich als Digression in „Shakespeares Mädchen und Frauen“, hier zitiert nach den Gesammelten Werken in 9 Bänden (Berlin: Grote’sche Verlagsbuchhandlung, 1893), Bd. IV, S. 212.

II Robert Nye: The Memoirs of Lord Byron – A Novel

London, Abacus / Sphere Books, 1991 (zuerst 1989 bei Hamish Hamilton).

Ich folge hier Annegret Maack, „Charaktere als Echo: Zur Poetologie fiktiver Biographien“, in: Martin Brunkhorst et al. (Edd.), Klassiker-Renaissance: Modelle der Gegenwartsliteratur (Tübingen: Stauffenburg, 1991), S. 249 f.

Thomas Moore, The Life, Letters and Journals of Lord Byron (London: John Murray, 21860, 11830), S. 654.

So jedenfalls behauptete es Byrons Freund John Cam Hobhouse; für eine wenige dramatische Schilderung der Ereignisse vgl. Karl Elze, Lord Byron (Straßburg: Trübner, 1886), S. 238-240 und 511-515.

So liest die Memoirs auch der Rezensent des Byron Journal, Vincent Newey; vgl. The Byron Journal 18 (1990), S. 103 f.

So sprach Byron seinen eigenen Namen [baien] aus, nicht [baieren], wie es normal ist.

Ähnlich denkt Neil Berry in seiner Rezension der Memoirs (The Times Literary Supplement vom 17.11.1989, S. 1271).

Vgl. Hartmut Müller, Lord Byron in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten (Reinbeck: Rowohlt, 1981), S. 21-23.

In der Kurzgeschichte „Pierre Menard, autor del Quijote“ stellt Borges (oder sein Erzähler) einen Romancier vor, der sich so sehr in die Zeit des Miguel de Cervantes hineingelebt hat, dass es ihm gelungen ist, einzelne Kapitel des Don Quijote Wort für Wort nachzuschaffen (nicht etwa abzuschreiben!).

Mit Ausnahme einiger netter stilistischer Anachronismen und sonstiger Verweise aus der Autobiographie heraus in unsere Gegenwart.

I

Die Standard-Biographie ist: Irvin Ehrenpreis, Swift: The Man, His Works and the Age, 3 Bde. (Cambridge, MA: Cambridge University Press, 1962, 1967, 1983). Eine kleine Übersicht auf Deutsch (leider vergriffen) bietet: Justus F. Wittkop, Swift (Reinbeck: Rowohlt, 1976).
Zur Rezeptionsgeschichte s. Donald M. Berwick, The Reputation of Jonathan Swift, 1781-1882 (Philadelphia: Princeton, 1941), und Kathleen Williams (Ed.), Swift: The Critical Heritage (London: Routledge & Kegan Paul, 1970).
Zur Forschungsgeschichte s. K. Schumann & J. Möller, Swift (Erträge der Forschung) (Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1981).

Stella (lat.) = „Esther“ (pers.).

II

4 Bde., ed. J. Mittelstraß (Stuttgart: Metzler, 1980/1995, 1984/1995, 1995, 1996), Bd. III, S. 96f.

In seiner „Monadologie“ (1720 dt., 1721 lat.); dass Swift davon Kenntnis hatte, ist unwahrscheinlich, wenn man die beiden Verweise auf Leibniz in Ehrenpreis’ Swift (II 238 und III 477) als Indiz nimmt.

Siehe Samuel Y. Edgerton, Die Entdeckung der Perspektive, übers. H. Jatho (München: Fink, 2002); die amerikanische Originalausgabe stammt aus dem Jahr 1975.

Das wichtigste Buch zum Thema ist immer noch: W. B. Ewald, The Masks of Jonathan Swift (repr. New York: Russell & Russell, 1967; zuerst 1954 bei Harvard University Press).

Zur Satire allgemein s. H. Kämmerer & U. Lindemann, Satire: Text und Tendenz (Berlin: Cornelsen, 2004); zu Swift im besonderen s. W. Weiß, Swift und die Satire des 18. Jahrhunderts: Epoche – Werke – Wirkung (München: Beck, 1992).

Abgedruckt in der Lese-Ausgabe A Tale of a Tub and Other Works, ed. H. Ross & D. Woolley (World’s Classics) (Oxford & New York: OUP, 1986 u.ö.), S. 104-125.

„(A) malignant deity called criticism“, die in „Nova Zembla“ (!) wohnt (S. 115).

Abgedruckt in der angeführten Lese-Ausgabe, S. 1-103.

Siehe auch das Verbot im vorbildlichen Brobdingnag, zu Gesetzen Kommentare zu schreiben (Gulliver’s Travels, Part II, Chapter 7).

The Masks of Jonathan Swift, S. 13-39.

Der ganze Titel lautet: A Modest Proposal for Preventing the Children of Poor People in Ireland from Being a Burden to their Parents or Country, and for making them Beneficial to the Public. Ich beziehe mich auf den Abdruck in: Satires and Personal Writings, ed. W. A. Eddy (London et al.: OUP, 1932 u.ö.), S. 19-31.

Hierzu wieder Ewald, The Masks of Jonathan Swift, S. 163-175, der auch auf andere vergleichbare Schriften hinweist und auf einige Ökonomen, die Swift mit A Modest Proposal parodierte und angriff.

III

Der Originaltitel 1726 lautete: Travels into several Remote Nations of the World. In Four Parts. By Lemuel Gulliver, first a Surgeon, and then a Captain of several Ships. Ich zitiere im folgenden nach der Ausgabe: Gulliver’s Travels, ed. P. Dixon and J. Chalker (Harmondsworth: Penguin Books, repr. 1987, 11967). Deutsche Lese-Ausgaben gibt es bei Beck, Diogenes, Insel, Reclam oder Winkler. Besonders schön – mit Anmerkungen von Roland Arnold und den bekannten Illustrationen von Grandville – ist die Ausgabe: Gullivers Reisen, übers. Fr. Kottenkamp (Frankfurt a. M.: Insel, 1974).

Man assoziiert gullible, „leichtgläubig“, oder gull in vero, „wahrhafter Tölpel“.

1:12 ist das Verhältnis zwischen inch und foot im alten vor-metrischen englischen System der Längenmessung.

Zwei herausragende Bücher aus der zahlreichen Sekundärliteratur seien genannt: A. E. Case, Four Essays on Gulliver’s Travels (Gloucester/MA: Smith, repr. 1958, 11945), und H. J. Real & H. J. Vienken, Jonathan Swift: „Gulliver’s Travels“ (München: Fink, 1984).

Lilliput = little put = „kleiner Tropf“.

Die bisher vorgetragenen Ideen eines gemeinsamen Nenners der vier Teile von Gulliver’s Travels sind nicht sehr präzise (Kontraste und Echos als Konstruktionsprinzip z.B.) und desavouieren sich z. T. gegenseitig (das Buch als Bildungsroman, das Buch als invertierter Bildungsroman, Gullivers Entwicklung hin zu psychischer und moralischer Reife bzw. hin zu Desintegration). – Ein ausgezeichneter Artikel über Wahrnehmung, Beobachtung und Perspektiven in Gulliver’s Travels ist: David Oakleaf, „Trompe l’Oeil: Gulliver and the Distortions of the Observing Eye“, University of Toronto Quarterly 53 (1983) 166-180; allerdings sieht Oakleaf diese nicht als einheitsstiftendes Element. Bei aller Kürze sehr nahe meiner Argumentation kommt J. Paul Hunter, „Gulliver’s Travels and the Later Writings“, in: Christopher Fox (Ed.), The Cambridge Companion to Jonathan Swift (Cambridge: Cambridge University Press, 2003), S. 216-240, speziell S. 229-232.

Warum die Teile I und II so oft zu Kinderbüchern verändert wurden, ist klar: Es geht um die Größenverhältnisse zwischen Kindern und Puppen einerseits sowie zwischen Kindern und Erwachsenen andererseits. Deutsche Kinderbuch-Ausgaben von Gullivers Reisen gibt es z.B. bei Arena, Gerstenberg, Patmos oder Ueberreuter. Eine bekannte englischsprachige Ausgabe für Kinder ist: Gulliver’s Travels. Illustrated Junior Library. Ed. Aldren Watson („Revised & slightly abridged for readers of our time.“) (New York: Grosset & Dunlap, 1947).
Für eine Übersichtsdarstellung von Gulliver’s Travels als Kinderbuch s. z.B. M. Sarah Smedman, „Like Me, Like Me Not: Gulliver’s Travels as Children’s Book“, in: Frederik N. Smith (Ed.) The Genres of Gulliver’s Travels (Newark: University of Delaware Press, 1990), S. 75-100.

la puta (span.), „die Hure“.

double lin = Dublin; offenbar wusste Swift nicht, daß der Name Dublins von gäl. dubh linn, „black pool“, herrührt.

Hierzu Thomas Metscher, „The Radicalism of Swift: Gulliver’s Travels and the Irish Point of View“, Zeitschrift für Anglistik und Amerikanistik 30:4 (1982) 293-310.

Z. B. Satiren auf das Gravitationsgesetz und auf jede nicht-anwendungsorientierte Mathematik wie in Newtons Philosophiae Naturalis Principia Mathematica von 1687, für deren Veröffentlichung in ihrer Schriftenreihe der Royal Society ewiger Ruhm gebührt. Zur Geschichte der Royal Society: H. Lyons, The Royal Society 1660-1940 (New York: Greenwood Press, 1968).

Abgeleitet von whinny, „(leises freudiges) Wiehern“.

IV

Siehe U. Stadler, Der technisierte Blick: Optische Instrumente und der Status von Literatur (Würzburg: Königshausen & Neumann, 2003), S. 91 ff.

Paradox in Oscar Wilde

See the review of research in Norbert Kohl’s monumental Oscar Wilde: Das literarische Werk zwischen Provokation and Anpassung (Heidelberg: Winter, 1980), pp. 15ff. There is an English version: Oscar Wilde: The Works of a Conformist Rebel (Cambridge et al.: CUP, 1989), translated by D. H. Wilson.

I

See Karl Beckson (editor), Oscar Wilde: The Critical Heritage (London: Routledge and Kegan Paul, 1970), where the term paradox or its contents is touched upon on almost every page, and where there is even a whole article on the question, dating from 1895.

All subsequent references are to the following edition: Oscar Wilde, The Complete Works (London and Glasgow: Collins, repr. 1990).

Cf. Alvin Redman The Epigrarns of Oscar Wilde: An Anthology (London and Sidney: Redman, 1952), and Derek Stanford (editor), The Witticisms of Oscar Wilde (London: Garnstone Press, 1971) – Wilde himself helped his wife with such a collection of Oscariana (finished 1895, first published 1910); see Richard Ellmann, Oscar Wilde (Harmondsworth: Penguin Books, 1988), p. 401.

I have consulted the following comprehensive studies of the topic: Erwin Ihrig, Das Paradoxon bei Oscar Wilde (Marburg: Diss. phil., 1934), the first attempt to analyse the different types of paradoxes in Wilde; George Woodcock, The Paradox of Oscar Wilde (London and New York: Boardman, 1949), an attempt to relate the contradictions in Wilde’s life to the paradoxes in his works; Earl Delbert Bader, The Self-Reflexive Language: Uses of Paradox in Wilde, Shaw, and Chesterton (Indiana University: Diss. phil., 1969), an interesting discussion of Wilde’s works with the thesis that his rhetorical paradoxes are an attempt to demonstrate that it is not superficial to concentrate on the surface of things; Klaus-Dieter Herlemann, Oscar Wildes ironischer Witz als Ausdrucksform seines Dandysmus (Freiburg: Diss. phil., 1972), chiefly a stylistic-rhetorical analysis of Wilde's epigrammatic – and paradoxical – wit; Rainer Gocke, Dramenfiguren zwischen Paradoxie and Pathos: Ein Versuch über Oscar Wildes Gesellschaftskomödien (Münster: Diss. phil., 1973), another rhetorically orientated interpretation of Wilde’s first three comedies and their vacillation between dandyism and Victorianism; Helene Catsiapis, “Ironie et paradoxes dans les comédies d’Oscar Wilde: Une interpretation”, Thalia: Studies in Literary Humour 1:2 (1978), 35-53, an analysis of Wilde’s “bons mots” as an expression of his social criticism and – ultimately – tragic world-view; even Kohl, Oscar Wilde, sees Wilde’s paradoxes almost exclusively from a rhetorical point of view, as a covert attack on the values of society, as a mask that would enable Wilde to decline responsibility should society take offence.

II

Quoted from the “Arden Shakespeare”: Macbeth, ed. K. Muir (London: Methuen, repr. 1979), p. 4.

III

Wilde: Epigone, Ästhet und Wit (Heidelberg: Winter, 1978), p. 53.

For the date of composition, see Horst Schroeder, Oscar Wilde, The Portrait of Mr W. H.Its Composition, Publication and Reception (Braunschweig: Technische Universität, 1984), pp. 8-11.

For “The Portrait” and paradox, see also Omasreiter, Oscar Wilde, pp. 25ff. For the paradoxes of presence as absence in “The Portrait”, see Linda Dowling, “Imposture and Absence in Wilde’s 'Portrait of Mr. W.H.'”, Victorian Newsletter 58 (1980), 26-29. For a discussion of the subversive paradoxies of “The Portrait” and their connection with the theme of homosexuality, see Lawrence Danson, “Oscar Wilde, W. H., and the Unspoken Name of Love”, ELH 58 (1991), 979-1000.

Cf. his Concept of Irony with constant reference to Socrates, translated L. M. Capel (Bloomington: Indiana UP, 1965), p. 93. – Wilde’s unfinished play La Sainte Courtisane (1894) is built around the same motif.

In his Poems in Prose (1894), however, Wilde once more takes up paradoxes of content.

Wilde himself recognised this later when he wrote that the novel was “far too paradoxical in style” (quoted from Ellmann, Oscar Wilde, p. 302).

For a more detailed and slightly differently accentuated discussion, see Manfred Pfister, Oscar Wilde: „The Picture of Dorian Gray“ (Munich: Fink, 1986), pp. 87-105, who interprets Dorian as a mixture of traditional and modern conceptions of identity.

Kohl sums it all up in the subtitle of his Oscar Wilde: “a Conformist Rebel” (English version).

Arthur Ganz speaks of the “dichotomy between plot and dialogue which mars the society comedies” (in “The Divided Self in the Society Comedies of Oscar Wilde”, Modern Drama 3 (1960), 16-23, here 16). Cf. also Kohl, Oscar Wilde, pp. 368-78. Even more detailed is Gocke’s analysis of these aspects in his dissertation Dramenfiguren zwischen Paradoxie and Pathos, pp. 16-98.

Cf. the discussion in Gocke, Dramenfiguren zwischen Paradoxie and Pathos, pp. 99-142 and 143-87.

For a relevant interpretation, cf. Horst Breuer, “Oscar Wildes ‘The Importance of Being Earnest’ als modernes Drama“, GRM NF 38 (1988), 444-54, especially 450.

Cf. Bader, The Self-Reflexive Language: “His favourite phrase about his female characters is that they are ‘sphinxes without secrets.’ Wilde’s Sphinx has no secret, no ‘profundity’, and that is his secret” (p. 29). It might be interesting to note that Bismarck in 1855 is said to have used this formula as a characterisation of Napoleon III who had previously been called “the sphinx of Europe”; see Hans–Joachim Schoeps (ed.), Bismarck über Zeitgenossen – Zeitgenossen über Bismarck (Frankfurt a.M. & Berlin: Ullstein, 1981), p. 65.

Quoted from Werke, ed. K. Schlechta (Frankfurt on the Main: Ullstein, 1976-77), Vol. II, second part, p. 15.

This point is well argued in Franz Zaic’s interpretation of the play: „Oscar Wilde: The Importance of Being Earnest“, in H. Oppel (editor), Das moderne englische Drama (Berlin: Schmidt, 1966), pp. 42-59.

There are several passages in the play where the problematical nature of truth is discussed.

Not counting the marriage of Miss Prism and Dr. Chasuble.

Cf. Pfister, Oscar Wilde, p. 38.

See Ellmann’s description of the crucial hours in his Oscar Wilde, pp. 428f.

IV

For the year 1886 as a turning point in Wilde's life and art, see, for instance, Christopher S. Nassaar, Into the Demon Universe: A Literary Exploration of Oscar Wilde (New Haven and London: Yale U. P., 1974), p. 1, or Ellmann, Oscar Wilde, p. 270.

Josef W. Pesch’s dissertation, Wilde, About Joyce: Zur Umsetzung ästhetizistischer Kunsttheorie in der literarischen Moderne (Frankfurt a. M.: Peter Lang, 1992), is an investigation of the influence of Wilde’s life and work on Joyce, not however on Joyce as an Irishman but as a modernist.

Flann O’Brien and Samuel Beckett

On the subject of bicycles, see: Hugh Kenner, “The Cartesian Centaur”, Perspective 11 (1959), 132-41; Janet Menzies, “Beckett’s Bicycles”, Journal of Beckett Studies, No. 6 (Autumn 1980), 97–105; M. Keith Booker, “The Bicycles and Descartes: Epistemology in the Fiction of Beckett and O’Brien”, Eire / Ireland 26 (1991), 76-84; Daniel Gunn, “La bicyclette irlandaise: Flann O’Brien et Samuel Beckett”, L’Errance. Tropismes 5. Paris: Université de Paris X (1991), 143–71.
For the importance of the first-person narrator, see: Lene Yding Pedersen, “A Subject After All – Rethinking the ‘Personalized Narrator’ of the Self-Reflexive First-person Novels of O’Brien, Beckett and Banville”, Orbis Litterarum 58 (2003), 219-38.

For reasons of uniformity, all of Beckett’s works are here referred to in their English versions, the translation from French being by the author himself, with the exception of Molloy. For details of Beckett’s life, see James Knowlson, Damned to Fame: The Life of Samuel Beckett (New York: Simon & Schuster, 1996). Particularly good accounts of Beckett and Ireland are Anthony Cronin, Samuel Beckett: The Last Modernist (London: Flamingo / HarperCollins, 1996), and Eoin O’Brien, The Beckett Country: Samuel Beckett’s Ireland. With Photographs by David H. Davison (Monk’s Town: The Black Cat Press; London: Faber and Faber, 1986).

For the details of O’Nolan’s life, see Anthony Cronin, No Laughing Matter: The Life and Times of Flann O’Brien (1989; London: Grafton, reprinted 1990) and Myles: Portraits of Brian O’Nolan, edited by Timothy O’Keeffe (London: Martin Brian & O’Keeffe, 1973).

Cronin, born in Co. Wexford in 1928, a noted poet, critic, and novelist, belonged to the literary scene that included Flann O’Brien, his friends, and Patrick Kavanagh. His novel The Life of Riley (1964) is a roman à clef about Dublin’s literary life. His best-known volume of literary criticism is A Question of Modernity (1966). He knew Beckett personally, if only superficially.

No Laughing Matter, p. 55.

See Niall Sheridan, Myles: Portraits of Brian O’Nolan, p. 48. Niall Sheridan was an old friend of O’Brien.

See Sheridan, quoted in Cronin, No Laughing Matter, pp. 93f.

See Anne Clissmann, Flann O’Brien: A Critical Introduction to His Writings (New York: Barnes & Noble; Dublin: Gill and Macmillan, 1975), p. 310.

For more information about Leventhal, see Knowlson’s and Cronin’s biographies, cited above. There was a correspondence between Beckett and Leventhal which may perhaps yield further results. The same may be true of the material held in the Beckett Archive at Reading University.

See Cronin, Samuel Beckett, p. 265.

As shown in Booker, “The Bicycle and Descartes”.

One of the localities is “Swim-Two-Birds”, which O’Brien used in the title of his novel.

All references are to the following edition: At Swim-Two-Birds (1967; Harmondsworth: Penguin Books, reprinted 1978), p. 11. For the details, see Clissmann, Flann O’Brien, p. 95. Other influences are Laurence Sterne, James Stephens, James Joyce, and James Branch Cabell.

For more comprehensive general introductions to At Swim-Two-Birds, see Clissmann, Flann O’Brien, pp. 76–150, and Cronin, No Laughing Matter, pp. 82-99.

All quotations from Beckett’s Trilogy refer to the following edition: Molloy – Malone Dies – The Unnamable (1959; London: Calder and Boyars, reprinted 1966).

See Biographia Literaria, edited by G. Watson (1956; London: Dent; New York: Dutton, reprinted 1971), p. 169. Coleridge also has interesting things to say about the regressus ad infinitum (in Chapter XII).

Samuel Beckett (London: Routledge, 1976), p. 41. The present writer, in a book of the same year, spoke of the ʻinvolved structureʼ (Schachtelung). See Die Kunst der Paradoxie: Sinnsuche and Scheitern bei Samuel Beckett (München: Fink, 1976), pp. 72f.

Watt (London: Calder, 1963), p. 70.

Warten auf Godot – En attendant Godot – Waiting for Godot (Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1975).

See The Third Policeman (1967; London: MacGibbon & Kee, reprinted 1967), p. 65.

See Booker, “The Bicycle and Descartes”, who is particularly perceptive about this; pp. 84f.

Whether Jesus is God and man or not was the subject of a long and bitter controversy among early Christians in doctrines such as Arianism or Monarchianism.

See Collected Shorter Prose, 1945–1980 (London: Calder, 1984), p. 74.

The subsequent paragraphs follow an article of the present writer; see Rolf Breuer, “Paradox in Beckett”, The Modern Language Review 88 (1993), 559-580, here pp. 568f.

Mercier and Camier (London: Calder & Boyars, 1974), p. 7.

Samuel Beckett’s Krapp’s Last Tape, Peter Ustinov’s Photo Finish and Peter Handke’s Bis daß der Tag euch scheidet

Written, premiered and published in 1958; the French translation by Beckett (La dernière bande) dates from l959. All subsequent quotations refer to the following edition: Krapp’s Last Tape and Embers, London 1966 (reprint of the first edition 1965).

Written, premiered and published in 1962. The edition used here is the first edition: Photo Finish – An Adventure in Biography in Three Acts, London 1962.

Written in French in 2007, German version in 2008. Premiered and published in 2009. All subsequent references are to the first edition: Bis daß der Tag euch scheidet oder Eine Frage des Lichts – Ein Monolog, Frankfurt/M. 2009.

I

The authoritative biography is: James Knowlson: Damned to Fame: The Life of Samuel Beckett, New York 1996.

The following discussions of Krapp’s Last Tape and Photo Finish were first published – in a slightly different context – in an essay of mine in: Anja Müller-Wood (ed.): Texting Culture – Culturing Texts, Trier 2008, with more critical literature.

A “crap-artist” is a ‘liar’ or a ‘boaster’ (OED), but of course the meaning excrement is obvious, too.

II

Apart from Ustinov’s autobiography Dear Me (first published London 1977, repr. 1998), I would like to mention: John Miller: Peter Ustinov: The Gift of Laughter, London 2003.

In Berlin, Martin Held played the leading role, just as he would do, incidentally, in the case of Krapp’s Last Tape in 1969. For Held in Das letzte Band (Schiller-Theater, Berlin, directed by Beckett himself), see Knowlson: Damned to Fame, p. 503; for Held in Endspurt, see Miller: Peter Ustinov, p. 129.

“Peter Ustinov”, in: Horst W. Drescher (ed.): Englische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen, Stuttgart 1970, pp. 513-26.

“Peter Ustinov”, p. 513.

Peter Ustinov: The Banbury Nose – A Play in Four Acts, London 1945. In a later play, Beethoven’s Tenth (1985), Ustinov returned once again to the motif of bringing a dead person back to life on stage. This time, it’s a historical character, the composer Beethoven, who confronts a family of musicologists and composers who quote him in support of their diverging interests.

This famous dictum is no. IV A 164 in the “Tagebuch aus der zweiten Berlinreise” (1842/44). The German translation by Hayo Gerdes runs as follows: “Es ist völlig wahr, was die Philosophie sagt, daß das Leben rücklings verstanden werden müsse. Aber darüber vergißt man den anderen Satz, daß es vorlings gelebt werden muß” (quoted from Søren Kierkegaard: Die Tagebücher, vol. I, Düsseldorf & Köln 1962, p. 318).

And – in one line – to Krapp as a child: “[Krapp-at-27:] Sneers at what he calls his youth and thanks to God that’s over” (p. 13).

In addition, he is shown as an infant in his mother’s arms in one short scene (p. 88).

In an almost uncanny coincidence. Krapp’s opus magnum sold 17 copies, “of which eleven at trade price to circulating libraries” (18), while Sam-at-20’s poems sold 18 copies, “eleven of them to libraries, the rest to relatives” (29).

See Nadia Benois Ustinov: Klop and the Ustinov Family, London 1973; Nadia Benois Ustinov was Peter Ustinov’s mother, and Klop was the pet-name of his father.

See Ustinov: Dear Me, p. 307. Isolde Denham’s father, Ustinov’s father-in-law, as it happens, was called “Reginald”!

There is no indication that Ustinov was thinking of Sam Beckett.

Subsequent references are to the following edition: A. C. Cawley (ed.): Everyman, Manchester 1961.

Ustinov: Dear Me, p. 307.

III

An easily available biography is: Hans Holler: Peter Handke, Reinbek nr. Hamburg 2007.

The title is of course a variation of the German wedding formula “bis daß der Tod euch scheidet” (‘till death do you part’); see also p. 23 of the monologue. I will confine my brief discussion to the German version although the French version seems richer to me. Unfortunately, there are quite a few errors, or misprints, in the first edition: “geschloßen” (p. 7) should be “geschlossen”, “tat’s” (p. 11) should be “tatst” (short for “tatest”), “ai” (p. 31) should be “ait”, “arrières-pensées” (p. 35) should be “arrière-pensées”, “Baltische See” (p. 25) is not the German equivalent of “la Baltique” (p. 47), the roaring of the Mississippi (p. 48) cannot be translated as “Röhren” (p. 27) because water never “röhrt” but “braust” or “tost”.

However, she (or Handke?) misremembers the scene: according to Krapp it took place in the “sun blazing down” (p. 16), but she speaks of a starry night (p. 10).

Hamm’s “Me to play” from Endgame is echoed on p. 9. Pozzo’s “They give birth astride of a grave” from Waiting for Godot is alluded to on p. 19; Breath is indirectly referred to on p. 19; the motif of the foetal position so prominent in Beckett is mentioned on p. 21; Der Verwaiser / Le dépeupleur is mentioned on p. 22, resp. 45; the three questions with which L’innommable begins are echoed at the end of the French version (“Et maintenant?” repeated three times) on p. 49.

I

Written in 1948, published in late 1952.

Very influential was Martin Esslin’s The Theatre of the Absurd (New York: Doubleday, 1961); German edition 1964, then 1965 as a Rowohlt best-seller. For more details see: P. J. Murphy, Werner Huber, Rolf Breuer and Konrad Schoell, Critique of Beckett Criticism: A Guide to Research in English, French, and German (Columbia/SC: Camden House, 1994).

As an anglicist I quote from Beckett’s own translations into English. Warten auf Godot / En attendant Godot / Waiting for Godot (Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1975), p. 26 and p. 232.

Molloy, Malone meurt, L'innommable (written 1947-51 / published 1951-53).

Endgame (London: Faber and Faber, repr. 1976, 11958), p. 12.

Watt (London: Calder: 1963), p. 247.

Proust / Three Dialogues (London: Calder, 1965), p. 103; a similar statement can be found on p. 120.

For the source, see: H. Diels and W. Kranz (eds.), Die Fragmente der Vorsokratiker, vol. II (Dublin & Zurich, 1966), p. 174.

For more details, see: Rolf Breuer, Die Kunst der Paradoxie: Sinnsuche und Scheitern bei Samuel Beckett (Munich: Fink, 1976), pp. 76f.

Molloy, Malone Dies, The Unnamable (London: Calder and Boyars, repr. 1966, 11959), p. 193.