Viktorine Schiller

Neuestes Süddeutsches Kochbuch für alle Stände

Eine Sammlung von mehr als achthundert in vierzigjähriger Erfahrung erprobter Rezepte der feinen und bürgerlichen Kochkunst
Veröffentlicht im Good Press Verlag, 2022
goodpress@okpublishing.info
EAN 4064066112585

Inhaltsverzeichnis


Seite III Vorwort.
Vorkenntnisse.
I. Kenntniß der Kochgeschirre.
II. Von der Reinerhaltung der Küchengeschirre.
III. Von der Kenntniß der Materialien zu den Speisen, der Zeit ihrer Anschaffung und Benützung und von ihrer Güte und Beschaffenheit.
IV. Von Giften, die in der Küche vorkommen.
V. Vom Holz und Wasser.
VI. Von dem Kochen.
VII. Von den Zuthaten und vom Schmälzen.
VIII. Von Gewicht und Maas.
Suppen.
1. Gewöhnliche Fleischbrühe.
2. Bouillon.
3. Consommé.
4. Coulis (sprich Kuli) .
5. Baumwollesuppe.
6. Biersuppe auf gewöhnliche Art.
7. Biersuppe auf feine Art.
8. Brennsuppe.
9. Weiße Brodsuppe für Kranke.
10. Blinde Chokoladesuppe.
11. Braune Jussuppe.
12. Französische Jussuppe.
13. Süße Milchsuppe.
14. Milchsuppe mit Mandeln.
15. Suppe à la patrie .
16. Panadesuppe.
17. Brodpanadesuppe.
18. Reispanadesuppe für Kranke.
19. Reisschleim für Kranke.
20. Tropfsuppe.
21. Verlorene Eiersuppe.
22. Ordinäre Wassersuppe.
23. Weinsuppe.
24. Weinsuppe anderer Art.
25. Weinsuppe mit süßem Rahm.
26. Endiviensuppe.
27. Franzosensuppe.
28. Geriebene Gerstensuppe.
29. Griessuppe.
30. Habergrützsuppe.
31. Kartoffelsuppe.
32. Karviolsuppe.
33. Körbelsuppe.
34. Kräutersuppe.
35 . Reissuppe.
36. Reissuppe anderer Art.
38. Reissuppe mit Schinken.
37. Sauerampfersuppe.
39. Sagosuppe.
40. Milchsagosuppe.
41. Selleriesuppe.
42. Spargelsuppe.
43. Weichselsuppe für Kranke.
44. Suppe mit Rosolo.
45. Brieschensuppe.
46. Fischsuppe.
47. Glacesuppe von Tauben.
48. Glacesuppe von Kalbsfüßen.
49. Hirnsuppe.
50. Kalbfleischsuppe.
51. Königssuppe.
52. Lebersuppe.
53. Lungensuppe für Schwindsüchtige.
54. Schneckensuppe.
55. Citronensuppe für Kranke.
56. Suppe à la Reine (sprich Rähn) .
57. Welsche Suppe.
58. Kraftsuppe für Kranke.
59. Kräutersuppe für Kranke.
60. Suppe für Genesende.
Suppenknöpflein (Klöße, Knödel) .
61. Butterknöpflein.
62. Markknöpflein.
63. Bechemelle.
64. Gebackene Griesknöpflein.
65. Gezupfte Knöpflein.
66. Bratknöpflein.
Ochsenfleisch.
67. Ochsenfleisch gut zu sieden.
68. Ochsenfleisch auf englische Art.
69. Ochsenfleisch auf englische Art.
70. Ochsenfleisch auf italienische Art.
71. Ochsenfleisch auf böhmische Art.
72. Ochsenfleisch auf polnische Art.
73. Ochsenfleisch mit feinen Kräutern.
74. Ochsenfleisch mit Kräutersauce.
75. Ochsenfleisch anderer Art.
76. Ochsenfleisch anderer Art.
77. Ochsenfleisch anderer Art.
78. Gebratenes Ochsenfleisch.
79. Ochsenfleisch mit einer Kruste.
80. Ochsenfleisch mit Trüffeln.
81. Ochsenfleisch mit Sauerampfer.
82. Gefülltes Ochsenfleisch.
Saucen zum Ochsenfleisch.
83. Zwiebelsauce.
84. Zwiebelsauce anderer Art.
85. Kalte Senfsauce.
86. Warme Senfsauce.
87. Kalte Kräutersauce.
88. Meerrettig.
89. Gekochter Meerrettig.
90. Meerrettig mit Mandeln.
Pastetchen.
91. Häringspastetchen.
92. Gerührte Rahmpastetchen.
93. Fülle zu Pastetchen auf französische Art.
Gemüse.
94 . Bohnen.
95. Bohnen auf englische Art.
96. Bohnen auf gewöhnliche Art.
97. Erbsen.
98. Brockelerbsen.
99. Brockelerbsen mit Hühnern (für eine Tafel von 40 Personen) .
100. Linsen mit Fasan.
101. Hopfen mit Kalbshirn.
102. Kartoffelbrei.
103. Gefüllte Kartoffeln.
104. Kartoffeln mit Schinken.
105. Kartoffeln mit Häring.
106. Karviol.
107. Karviol anderer Art.
108. Kohl oder Wirsing.
109. Wirsing anderer Art.
110. Wirsing mit geräuchertem Fleisch und Feldhühnern.
111. Wirsing mit Schweinsfüßen und Ohren.
112. Gefüllter Kohl.
113. Rosenkohl.
114. Winterkohl.
115. Gedämpfte Kohlrabi.
116. Gefüllte Kohlrabi.
117. Gelbe Bodenkohlrabi.
118. Baierisch Kraut.
119. Blaues Kraut.
120. Weißes Kraut mit saurem Rahm.
121. Gedämpftes weißes Kraut.
122. Gefülltes weißes Kraut.
123. Baierische Rüben.
124. Baierische Rüben mit Kastanien.
125. Gelbe Rüben.
126. Gelbe Rüben anderer Art.
127 . Weiße Rüben.
128. Weiße Rüben anderer Art.
129. Weiße Rüben auf polnische Art.
130. Sauerkraut mit saurem Rahm.
131. Sauerkraut mit Hecht.
132. Sauerkraut mit Lerchen.
133. Sauerkraut mit Feldhühnern.
134. Schwarzwurzeln.
135. Schwarzwurzeln anderer Art.
136. Gebackene Schwarzwurzeln.
137. Spargeln.
138. Spinat.
139. Fischpudding.
140. Kartoffelknopf mit Schinken.
141. Krebspudding.
142. Italienischer Makaronipudding mit Schinken.
143. Nudelnpudding mit Morcheln.
144. Speckknopf.
145. Spinatknopf.
146. Arakpudding.
147. Schwarzbrodpudding.
148. Chokoladepudding.
149. Chokoladepudding auf feine Art.
150. Citronenpudding.
151. Citronenpudding in Aprikosensauce.
152. Englischer Pudding.
153. Englischer Pudding anderer Art.
154. Englischer Pudding anderer Art.
155. Pudding von geriebener Gerste.
156. Hamburger Pudding.
157. Kaiserpudding.
158. Kirschenpudding.
159. Mutschelpudding.
160. Neunlothpudding.
161. Pudding von süßen Nudeln.
162. Plumpudding.
163. Reispudding.
164. Gefüllter Reispudding.
165. Russischer Pudding.
166. Aepfelauflauf.
167. Aepfelauflauf anderer Art.
168. Aepfelscharlott.
169. Aepfelkunzen.
170. Aprikosenauflauf.
171. Breiauflauf.
172. Schwarzbrodauflauf.
173. Butterauflauf.
174. Chokoladeauflauf.
175. Gerührter Chokoladeauflauf.
176. Chokoladeauflauf mit Brod.
177. Gerührter Citronenauflauf.
178. Citronenauflauf anderer Art.
179. Crêmeauflauf.
180. Auflauf von geriebener Gerste.
181. Süßer Kartoffelauflauf.
182. Kapuzinerauflauf.
183. Mandelauflauf.
184. Nudelnauflauf.
185. Nudelnauflauf anderer Art.
186. Pomeranzenauflauf.
187. Pomeranzenauflauf anderer Art.
188. Gefüllter Reisauflauf.
189. Reisauflauf anderer Art.
190. Weichselnauflauf.
191. Im Dampf Aufgezogenes.
192. Götterspeise.
193. Citronenbrei.
194. Citronenbrei anderer Art.
195. Eierbrei.
196. Aufgezogener Eierbrei.
197. Aufgezogener Mandelbrei.
198. Milchbrei.
199. Schneckenbrei.
200. Vanillebrei.
201. Eierkuchen.
202. Eierkuchen mit Aepfeln.
203. Gerührte Eier mit Sardellen.
204. Gefüllte Flädlein mit saurem Rahm und Rosinen.
205. Gefüllte Flädlein in Vanillecrême.
206. Hosenbändel.
207. Abgetrocknete Knöpflein (Klöße, Knödel) .
208. Frankfurter Brodknöpflein.
209. Leberknöpflein.
210. Tyrolerknöpflein.
211. Krapfen von Lebkuchen.
212. Krautwürste.
213. Lumsen oder Ulmerspeise.
214. Gebackene Milch.
215. Milchcrême mit einem Schneeberg.
216. Kachelmuß.
217. Kachelmuß anderer Art.
218. Karlsruher Muß.
219. Muß von Eierweiß.
220. Kräftiges Muß für Schwache.
221. Maienmuß.
222. Rahmmuß.
223. Gefüllte Omelette.
224. Pfannenkuchen mit Gänseleber.
225. Aufgezogene Nudeln mit Krebsragout.
226. Baierische Dampfnudeln .
227. Krebsdampfnudeln.
228. Dukatennudeln.
229. Baierische Käsnudeln.
230. Saure Rahmnudeln.
231. Schneckennudeln mit Mandeln.
232. Tyrolernudeln.
233. Rahmstrauben.
234. Saure Rahmstrudeln.
235. Gewöhnliche Spätzlein.
236. Leberspätzlein.
237. Milchspätzlein.
238. Aufgezogene Milchspätzlein.
239. Spinatkuchen.
240. Spinatkuchen anderer Art.
241. Gebackene Vanillecrême.
242. Bienennester.
243. Gefüllte Eier mit Hirn.
244. Gefüllte Eier mit Spinat.
245. Gefüllte Eier anderer Art.
246. Farcirte Eier.
247. Gerührte Eier auf Pariser Art.
248. Verdeckte Eier.
249. Sardellen mit verlornen Eiern (nach der Suppe zu serviren) .
250. Verlorene Eier mit Jus.
251. Kaiserkuchen.
252. Regenwürmer.
253. Regenwürmer mit Brandteig.
254. Gefülltes Reis.
255. Brodschnitten.
256. Gebackene Griesschnitten.
257. Schalotteis mit Schlagrahm.
258. Frankfurter Speise.
259. Schweizer Speise.
260. Stuttgarter Speise.
261. Wiener Speise.
262. Timbal von Makaroni.
263. Schlacht bei Austerlitz.
264. Königin von Brasilien.
265. Prinzessin Louis.
266. Ein altes Weib.
Pasteten.
267 . Butterteig zu machen.
268. Butterteig zu Pasteten.
269. Aufgezogene Pastete.
270. Gerührte Brieschenpastete.
271. Casserollepastete auf deutsche Art.
272. Casserollepastete auf genuesische Art.
273. Pastete mit weißer Farce.
274. Feldhühnerpastete.
275. Hachispastete.
276. Kalbshirnpastete.
277. Gerührte Krebspastete.
278. Gerührte Krebspastete anderer Art.
279. Pastete auf englische Art.
280. Pastete auf italienische Art.
281. Pastete von Makaroni.
282. Schnepfenpastete auf Wiener Art.
283. Schnepfenpastete auf französische Art.
284. Schüsselpastete.
285. Sommerpastete.
286 . Stockfischpastete.
287. Stockfischpastete anderer Art.
288. Stockfischpastete auf böhmische Art.
289. Salmigondis zu Fastenpasteten.
290. Augsburger Gansleberpastete.
291. Stuttgarter Gansleberpastete.
292. Straßburger Gansleberpastete.
293. Frankfurter Wildbretpastete.
Fische.
294. Gebratener Aal.
295. Aal auf französische Art.
296. Gedämpfte Felchen.
297. Felchen auf dem Rost gebraten.
298. Fischotter.
299. Forellen, blau gesotten.
300. Seeforellen.
301. Geschmälzter Hecht.
302. Hecht à la tourne .
303. Farcirter Hecht.
304. Hecht am Spieß gebraten.
305. Hecht auf dem Rost gebraten.
306. Meerspinne oder Hummer auf italienische Art.
307. Aechte Meerspinne.
308. Karpfen in eigener Sauce.
309. Karpfen in brauner Sauce.
310. Geschmälzter Karpfen.
311. Aechter Rheinlangen.
312. Marinirte Fische.
Ragouts.
313. Boeuf à la Mode.
314. Uebrig gebliebener Braten mit Bechemelle.
315. Brieschen in Trüffelsauce.
316. Kalbsbrieschen mit Spargeln.
317. Ragout von hartgesottenen Eiern.
318. Verlorene Eier in einer Sauce.
319. Eier in brauner Sauce.
320. Feldhühner in Salmisauce.
321. Filets von jungen Hühnern mit süßem Rahm.
322. Geschlungene Filets von Kalbfleisch.
323. Fricandeau von Kalbfleisch.
324. Froschschenkel in Citronensauce.
325. Gansleber mit Citronensauce.
326. Gansleber mit Sardellen.
327. Hirn.
328. Hirn in Kapernsauce.
329. Glacirte Kalbsbrust.
330. Gewickeltes Kalbfleisch in Sauce.
331. Kalbsgekröse in Meerrettigsauce.
332. Kalbskopf mit der Haut oder Kalbskopf in Madeirasauce.
333. Kalbskopf mit der Haut, à la Damenbrett.
334. Gespickte Kalbsleber.
335. Gefülltes Kalbsnetz.
336. Kalbsvögel.
337. Kapaunenspargeln.
338. Königsragout.
339. Leberpfauzel.
340. Gedämpfte Nieren.
341. Gefüllte Ochsenzunge.
342. Plisson von einem Hasen.
343. Plisson von Hirn.
344. Ragout von einem Fisch.
345. Melirtes Ragout von Hecht.
346. Ragout von einer Schildkröte.
347. Reispfauzen mit Ragout.
348. Schnecken in Sardellensauce.
349. Tauben in Salmisauce.
350. Wachteln in Sauce.
Saucen.
351. Citronensauce zum Wildbret.
352. Gurkensauce.
353. Kalte Häringsauce.
354. Kräutersauce.
355. Petersiliensauce.
356. Remoladesauce.
357. Selleriesauce.
Beilagen zu Gemüsen.
358. Schweinsbratwürste.
359. Mailänder Bratwürste.
360. Stuttgarter Blutwürste.
361. Blutwürste auf deutsche Art.
362. Cervelas- (sprich Serwela-) Würste.
363. Croquette.
364. Fischwürste.
365. Gansleberwürste.
366. Würste von weißem Geflügel mit Rahm.
367. Gefüllter Hammelsmagen.
368 . Würste von Hasen.
369. Krebswürste.
370. Leberwürste.
371. Würste von Schaffleisch.
372. Schwartenmagen.
373. Schwarze Würste.
374. Schweinsohren zu Erbsengemüse.
375. Speckwürste.
376. Würste von einem wilden Schwein.
377. Würste auf bürgerliche Art.
378. Würste auf italienische Art.
379. Große italienische Würste.
380. Beefsteak (spr. Bifstek) .
381. Beefsteak auf englische Art.
382. Gebackene Kalbsfüße.
383. Gewickeltes Kalbsgekrös.
384. Gebackenes Kalbshirn.
385. Grillirter Kalbskopf.
386. Kalbszunge auf dem Rost gebraten.
387. Leberspickel.
388. Gebratene Ochsenzunge.
389. Rissolen.
390. Brieschen.
391. Gebratene Brieschen.
392. Kalbscarbonade auf Brabanter Art.
393. Gebackene Bratwürste.
394. Italienische Cotelettes.
395. Cotelettes papillotées.
396 . Fisch-Cotelettes.
397. Hammels-Cotelettes.
398. Schweins-Cotelettes.
399. Gewöhnlicher Eierhaber.
400. Gebrühter Eierhaber.
401 . Hasenöhrchen.
402. Hirnschnitten.
403. Kalbshirn.
404. Gebackene Kartoffeln.
405. Gebackene Kartoffeln anderer Art.
406. Krebsküchlein.
407. Gebackenes Lammfleisch.
408. Gansleber in Hammelsnetz auf dem Rost gebraten.
409. Gebackene Kalbsleber.
410. Geröstete Kalbsleber.
411. Milchküchlein.
412. Ochsenmarkküchlein.
413. Rahmwürste.
414. Geräucherter Aal.
415. Geräucherte Gans.
416. Geräucherter Hecht.
417. Gebackene Froschschenkel.
418. Schnecken mit Eiern.
419 . Gefüllte Schnecken.
420. Grüne Würste.
421 . Weiße Würste.
422. Würste von Kalbshirn.
423. Würste auf italienische Art.
Braten und gedämpftes Fleisch.
424. Gebratener Auerhahn.
425. Englischer Braten.
426. Wilde Enten.
427. Gebratener Fasan .
428. Gedämpfter Fasan.
429. Fasan in Butter.
430. Fasan mit Trüffeln.
431. Feldhühner.
432. Feldhühner auf englische Art.
433. Farcirte Feldhühner.
434. Gefüllte Gans.
435. Gebratener welscher Hahn .
436. Gefüllter welscher Hahn auf italienische Art.
437. Gebratenes Haselhuhn.
438. Junge Hühner.
439. Hammelsschlägel mit einer Sauce von Weintrauben.
440. Hammelsschlägel in Gurkensauce.
441. Gefüllter Hammelsbug in Form einer Gans.
442. Hasenbraten.
443. Hochwildbret mit englischer Sauce.
444. Hirschwildbret mit Sauerkraut.
445. Hirschziemer.
446. Rothwildbret.
447. Gefüllte Kalbsbrust auf Schweizer Art.
448. Kalbfleisch mit Trüffeln.
449. Gefüllte Kalbsmilz.
450. Kalbsroulade.
451 . Kalbsschlägel mit saurem Rahm.
452. Kalbsschlägel mit Bechemelle.
453. Gefüllter Kalbsschlägel.
454. Kalbsschlägel auf englische Art.
455. Gebratener Kapaun.
456. Farcirter (gefüllter) Kapaun auf russische Art.
457. Kapaun im Reis.
458. Lammbraten.
459. Lammviertel am Spieß gebraten.
460. Lendenbraten.
461. Lendenbraten à la Robert.
462. Nierenbraten.
463. Nierenbraten auf englische Art.
464. Rehschlägel in Rahmsauce.
465. Rostbraten.
466. Geräucherter Schinken am Spieß gebraten mit Champagnerwein.
467. Schneegans.
468. Gebratene Schnepfe.
469. Spanferkel.
470. Spanferkel auf italienische Art.
471. Braten von Schwarzwildbret.
472. Schwarzwildbret.
473. Gefüllter Wildschweinskopf.
Sulzen.
474. Gesulzte Feldhühner.
475. Forellen mit saurer Sulz.
476. Lachsforelle in Majonessauce.
477. Gesulzte Lachsforelle mit Schuppen.
478. Gesulzter welscher Hahn.
479. Gesulztes Kalbsnetz.
480. Gesulzter Karpfen.
481. Gesulzte Pomeranzen.
482. Sulz mit Brustkräutern.
483. Sulz von Habergrütze.
484. Sulz von geraspeltem Hirschhorn.
485. Sulz von Krebsen und Schnecken für Kranke.
486. Sulz von isländischem Moos.
487. Sulz für Kranke.
Gelées, Compotes und Crêmes.
488 . Aepfel-Compote.
489. Farcirte Aepfel.
490. Birnencompote.
491. Quittencompote.
492. Melirtes Compote.
493. Aepfelcrême.
494. Aepfelcrême anderer Art.
495. Aepfelschaum.
496. Backmeistercrême.
497. Gestürzte Caffeecrême.
498. Gestürzte Chokoladecrême.
499. Gebackene Chokoladecrême.
500. Citronencrême.
501. Crême à la coquin.
502. Crême mit Eis.
503. Gestürzte Erdbeerencrême.
504. Hagenbuttencrême.
505. Himbeer- oder Hohlbeerschaum.
506. Jungferncrême.
507. Königscrême.
508. Crême für Kranke.
509. Mandelcrême.
510. Gestürzte Marasquinocrême.
511. Pomeranzencrême.
512. Gestürzte Pomeranzencrême.
513. Crême von saurem Rahm.
514. Crême von süßem Rahm.
515. Crême von Reis.
516. Reisflomeriewein.
517. Crême von Roiaille.
518. Russische Crême.
519. Russische Crême anderer Art.
520. Crême von Schaum.
521. Schnee anderer Art.
522. Crême à la Sultan.
523. Gestürzte Crême von Thee.
524. Crême von Vanille.
525. Gebackene Weincrême.
526. Blanc Manger (wie man es an Höfen macht) .
527. Blanc Manger auf grüne Art.
528. Himbeergelée .
529. Gesulzte Himbeeren.
530. Johannisbeergelée.
531. Gesulzte Kirschen.
532. Gelée für Kranke.
533. Pomeranzengelée.
Salat.
534. Häringsalat.
535. Vermischter Salat.
536. Endiviensalat mit rothen Rüben gefärbt.
537. Salat à la patrie .
538. Eingesezter Salat.
539. Italienischer Salat.
Torten.
540. Biscuittorte.
541. Schwarzbrodtorte.
542. Citronentorte.
543. Aufgelaufene Citronentorte.
544. Chokoladetorte.
545. Geläuterte Chokoladetorte.
546. Heilbronner Chokoladetorte.
547. Chokolademandeltorte.
548. Crêmetorte.
549. Eiercrêmetorte.
550. Torte auf englische Art.
551. Erolzheimer Torte.
552. Guirlandentorte.
553. Karmelitertorte.
554. Kartoffeltorte.
555. Krachtorte.
556. Linzer Torte.
557. Gewöhnliche Mandeltorte .
558. Mandeltorte anderer Art.
559. Geschnittene weiße Mandeltorte.
560. Meringuentorte.
561. Nudelntorte.
562. Pistazientorte.
563. Punschtorte.
564. Blinde Punschtorte.
565. Sandtorte.
566 . Sauerkrauttorte.
567. Schweizer Torte.
568. Spanische Torte.
Kuchen.
569. Aepfelkuchen.
570. Aepfelkuchen anderer Art.
571. Aepfelkuchen mit einem Gitter.
572. Aepfelkuchen mit einer Kruste.
573. Blitzkuchen.
574. Brodkuchen auf englische Art.
575. Butterkuchen auf besondere Art.
576. Citronenkuchen auf besondere Art.
577. Citronenkuchen auf englische Art.
578. Eierkuchen mit Ochsenmark.
579. Hochzeitkuchen.
580. Käskuchen.
581. Kirschenkuchen.
582. Kirschenkuchen anderer Art.
583. Kirschenkuchen mit Hellenenmasse.
584. Kirschenkuchen mit Schwarzbrod.
585. Magdalenenkuchen.
586. Mailänder Kuchen.
587. Mandelkuchen.
588. Punschkuchen.
589. Rahmkuchen.
590. Speckkuchen.
591. Blinder Speckkuchen.
592. Stachelbeerkuchen.
593. Theekuchen.
594. Traubenkuchen.
595. Weichselkuchen.
596. Weinbeerkuchen.
597. Wiener Kuchen.
598. Züricher Kuchen.
599. Zwetschgenkuchen.
600. Zwetschgenkuchen mit Hefenteig.
Hefenbackwerk.
601. Bauernhefenküchlein.
602. Caffeebrod.
603. Citronenbrod mit Hefe.
604. Augsburger Kugelhopf.
605. Biscuitkugelhopf.
606. Frankfurter Kugelhopf.
607. Münchner Kugelhopf.
608. Pariser Kugelhopf.
609. Stuttgarter Kugelhopf.
610. Käsküchlein.
611. Nürnberger Traubenkuchen.
612. Trisenetschnitten.
613. Waffeln mit Bierhefe.
614. Zimmtschnitten.
615. Karlsruher Zwieback.
616. Holländer Zwieback.
Schmalzbackwerk.
617. Aepfelkrapfen.
618. Aepfelküchlein.
619. Aepfelküchlein anderer Art.
620. Gebackene Aepfelschnitten.
621. Bauernmocken.
622. Gebackene Flädlein mit Mandelfülle.
623. Gebackene Küchlein von Kalbsbrieschen.
624. Kapuzinerküchlein.
625. Kartoffelküchlein.
626. Königsnudeln.
627. Berliner Pfannenkuchen.
628. Oesterreichischer Pfannenkuchen.
629. Gebackene Rosen.
630. Schneeballen.
631. Strauben.
632. Weinstrauben.
633. Zuckerstrauben.
634. Tabaksrollen.
635. Kleine Tabaksrollen.
636. Gebrühter Teig.
Zuckerbackwerk und Confekt.
637. Anisküchlein.
638. Anislaibchen auf Oblaten.
639. Aepfel in Butter gebacken.
640. Aepfelschaum.
641. Kleine Butterbiscuits.
642. Kleine Butterbiscuits anderer Art.
643. Citronenbiscuit.
644. Schmales Anisbrod.
645. Belgrader Brod.
646. Citronenbrod.
647. Citronenbrod anderer Art.
648. Brod von hartgesottenen Eiern.
649. Freimaurerbrod.
650. Freimaurerbrod anderer Art.
651. Schlotzerbrod.
652. Schwedisches Brod.
653. Spanisches Brod.
654. Wiesbadner Brod.
655. Butterblumen.
656. Butterbretzeln.
657. Butterlaibchen .
658. Schweizer Butterlaibchen.
659. Butterstritzel.
660. Caffeeküchlein.
661. Chokoladeküchlein.
662. Citroneneis.
663. Gelbes Eis.
664. Rothes Eis.
665. Weißes Eis.
666. Zimmteis.
667. Gebackene Finger von Mandelnteig.
668. Flugpasteten.
669. Galanterieküchlein.
670. Geduldzeltchen.
671. Aufgelaufene Geduldzeltchen.
672. Haselnußküchlein.
673. Hippen mit Mandeln.
674. Hippen ohne Mandeln.
675. Wiener Hippen.
676. Gewöhnliches Hutzelnbrod (Schnitzbrod) .
677. Bozener Hutzelnbrod.
678. Kindbetterinbrod.
679. Kofern.
680. Böhmische Kolatschen.
681. Luftnudeln.
682. Makronen.
683. Gebackene Mandeln.
684. Gebackene Mandeln anderer Art.
685. Gebackene Mandeln anderer Art.
686. Geröstete oder gebackene Mandeln.
687. Mandelbögen.
688. Aufgelaufenes Mandelnbrod.
689. Falsches Mandelnbrod.
690. Mandelhäufchen.
691. Mandelhäufchen anderer Art.
692. Mandelkränzchen.
693. Mandelküchlein.
694. Mandelschnecken.
695. Muskazine.
696. Nonnenkrapfen.
697. Ofenküchlein.
698. Pfaffenbrod.
699. Pfaffenkappen.
700. Pfeffernüßchen.
701. Pomeranzenküchlein.
702. Basler Lebkuchen.
703. Nürnberger Lebkuchen.
704. Weiße Mandellebkuchen.
705. Geringe Art von Lebkuchen.
706. Salzküchlein.
707. Scharmützeln.
708. Schneehäufchen.
709. Chokoladeschnitten.
710. Jägerschnitten.
711. Weiße Mandelschnitten.
712. Weinbeerschnitten.
713. Spiegelküchlein.
714. Münchner Springerlein.
715. Stuttgarter Springerlein.
716. Tyrolerkrapfen.
717. Amsterdamer Waffeln.
718. Münchner Waffeln.
719. Waffeln von saurem Rahm.
720. Schweizer Waffeln.
721. Stuttgarter Waffeln.
722. Straßburger Waffeln.
723. Waffeln mit spanischem Wein.
724. Zimmtwaffeln.
725. Gefüllte Waffeln.
726. Gerührte Waffeln.
727. Zimmtküchlein.
728. Zimmtstern.
729. Aechtes Zuckerbrod.
730. Zuckerbretzeln.
Eingemachtes.
731. Aprikosen.
732. Birnen.
733. Bohnen.
734. Bohnen auf andere Art.
735. Bohnen in Essig.
736. Brockelerbsen .
737. Brockelerbsen auf französische Art.
738. Champignons.
739. Gurken in Essig.
740. Salzgurken.
741. Geschnittene Gurken.
742. Johannisbeeren in Zucker.
743. Kirschen in Zucker.
744. Kirschen in Essig.
745. Ausgesteinte Kirschen.
746. Kirschen in Dunst eingekocht.
747. Melonen in Essig.
748. Baumnüsse.
749. Quitten.
750. Reinesclaudes (spr. Ränklod) .
751. Sauerkraut.
752. Senf auf französische Art.
753. Senf mit süßem Most.
754. Senf mit Essig.
755. Trauben oder Kirschen auf französische Art.
756. Trüffeln.
757. Welschkorn.
758. Zwetschgen in Essig.
759. Geschälte Zwetschgen in Zucker.
760. Birnenlatwerge.
761. Hagenbuttenlatwerge.
762. Kirschenlatwerge.
763. Quittenlatwerge.
764. Weichsellatwerge.
765. Weichsellatwerge anderer Art.
766. Zwetschgenlatwerge.
Gefrorenes und Eis.
767 . Gefrorenes zu machen.
768. Caffeegefrorenes.
769. Chokoladegefrorenes.
770. Gefrorenes von Citronen.
771. Erdbeerengefrorenes.
772. Gefrorenes von bittern Mandeln.
773. Pomeranzengefrorenes.
774. Punschgefrorenes.
775. Punschgefrorenes anderer Art.
776. Rahmgefrorenes.
777. Gefrorenes von Schlagrahm.
778. Vanillegefrorenes.
Getränke aller Art.
779. Bischof.
780. Chaudeau.
781. Chokolade.
782. Eierpunsch.
783. Gerstenwasser für Brustkranke.
784. Getränk von Borsdorferäpfeln.
785. Krampfstillendes Getränk.
786. Glühwein.
787. Glühwein auf Münchner Art.
788. Grog.
789. Himbeeressig.
790. Johannisbeersaft.
791. Kirschenwasser für Kinder.
792. Blutreinigende Kräutermilch für Kinder.
793. Limonade.
794. Mandelmilch.
795 . Punsch.
796 . Punsch auf andere Art.
797 . Punsch auf Stuttgarter Art.
798. Liqueur oder Rossoli.
799. Rossoli von Mandeln.
800. Reformirter Thee.
801. Wips.
Verschiedenes.
802. Kuttelfuß.
803. Preßkopf.
804. Ochsenzungen gut zu räuchern.
805. Pökelfleisch zu machen.
806. Schinken einzusalzen.
807. Gesottener Schinken.
808. Aufbewahrung des Schwarzwildbrets.
809. Bohnen zu trocknen.
810. Prünellen zu dörren.
811. Citronen aufzubewahren.
812. Grüne Erbsen zu dörren.
813. Estragonessig auf französische Art.
814. Wohlfeile und brauchbare Hefe.
815. Gute, brauchbare Bierhefe.
816. Welsche Nüsse aufzubewahren.
817 . Zucker zu läutern.
818. Zucker wird zur Blase.
819. Zucker zu Faden gesponnen.
820. Fischen den moosigen Geruch zu nehmen.
821. Fischblasen zu benützen.
822. Sodaseife zu machen.
823. Gute schwarze Tinte.
824. Englische Schuhwichse.
Anhang. Beilagen zur Suppe.
825. Nachgeahmte Makaroni.
826. Leberschnitten.
827. Kartoffelbrod.
828. Schnitten zu Krebssuppe.
829. Schnitten zu Krebssuppe auf andere Art.
830. Spinatschnitten.
Kurze Anweisung zum Tranchiren.
Fasan.
Gebratene Gans oder Ente.
Gebratener Hahn oder Feldhuhn.
Welscher Hahn, Auerhahn, Trappe.
Kapaun.
Gebratene Tauben.
Gebratener Hase.
Kalbsbrust.
Kalbskopf.
Kalbsnierenbraten.
Brustkern.
Lendenbraten.
Gekochtes Ochsenfleisch.
Rehziemer und Rehschlägel.
Schinken.
Wildschweinskopf.
Fische.
Speisezettel.
1) Für 24 Personen.
2) Für 18 Personen.
3) Für 12 Personen.
4) Für 8 Personen.
5) Für 16 Personen. Am Fasttage.
6) Für 30 Personen (für ein hohes Haus) .
Register.
Fußnote

Seite III Vorwort.

Inhaltsverzeichnis

Von vielen Seiten bin ich aufgefordert worden, meine Erfahrungen in der feinern Kochkunst, die ich mir in mehr als vierzigjähriger Praxis, sowohl bei Herrschaften als in großen Gasthöfen, in der Schweiz, in München, Augsburg, Ulm, Stuttgart, Frankfurt a. M., Heidelberg, Heilbronn etc. gesammelt habe, durch den Druck bekannt zu machen; ich beschäftigte mich daher schon seit mehreren Jahren damit, und habe jezt die Freude, dem verehrlichen Publikum eine Sammlung Rezepte der schmackhaftesten Speisen etc. übergeben zu können.

Alles, was ich hier beschrieben habe, ist hundert Mal durch mich selbst erprobt worden; stets habe ich darauf Rücksicht genommen, daß meine Speisen nichts der Gesundheit Nachtheiliges enthalten.

Seite IV Ich habe mir zwar hauptsächlich die feinere Kochkunst zur Aufgabe gewählt, doch ist die bürgerliche Küche keineswegs ausgeschlossen, so daß das Buch in jeder Haushaltung mit Nutzen gebraucht werden kann.

Nicht durch unzweckmäßige Anhäufung von Rezepten, sondern durch gute Auswahl derselben soll sich dieses Süddeutsche Kochbuch vor anderen auszeichnen.

Viktorine Schiller.

Vorkenntnisse.

Inhaltsverzeichnis

I. Kenntniß der Kochgeschirre.

Inhaltsverzeichnis

Da man die Kochgeschirre nicht immer so, wie man wünscht, haben kann, so wird es nicht überflüssig erscheinen, wenn wir eine kurze Beschreibung derselben vorangehen lassen.

1) Verzinnte Kupfergeschirre.

Verzinnte Kupfergeschirre sind oft verfälscht und der Gesundheit nachtheilig. Diese erkennt man an der Farbe der Verzinnung, die stark ins Bläuliche spielt und matten Glanz hat. Man probirt sie durch Reiben mit einem Finger; wird dieser schwärzlich davon gefärbt, so ist der Verdacht auf falsche Verzinnung schon sehr gegründet. Am sichersten aber geht man zu Werke, wenn man Weinessig und Wasser zu gleichen Theilen in das Gefäß gießt und zum Sieden bringt. Sodann gebe man Acht, ob sich der Geruch ändert; ist dieß der Fall, so ist das erste Zeichen falscher Verzinnung vorhanden. Darauf wirft man ein wenig Salz hinein, wovon die Flüssigkeit trübe wird, wenn die Verzinnung unächt ist; gute Verzinnung behält ihren silberartigen Glanz bei und die Flüssigkeit bleibt hell. Siedet man endlich obige Mischung in dem Geschirre, so muß die Farbe eines eisernen Nagels, den man in dieselbe hält, unverändert bleiben, und die Flüssigkeit darf keinen Kupfergeschmack angenommen haben, wenn die Verzinnung ächt seyn soll. Gießt man dann die Flüssigkeit aus, so sieht eine gute Verzinnung wie neu aus.

Bei dem Gebrauche der verzinnten Geschirre aber hat man stets darauf Bedacht zu nehmen, daß sich kein Grünspan ansezt, was von zurückgebliebener Feuchtigkeit beim Reinigen derselben, auch nur von hinzugekommener feuchter Luft leicht geschehen kann; daher ist es nothwendig, daß die Geschirre vor dem Gebrauche jedesmal sauber gereinigt werden.

2) Eiserne Kochgeschirre.

Eine andere Gattung von metallenen Kochgeschirren sind die eisernen, die aber den verzinnten kupfernen weit nachstehen. Sie setzen leicht Rost an, wenn nur die geringste Feuchtigkeit, ja nur feuchte Luft dazu kommt; in diesem Falle sind sie der Gesundheit nachtheilig und müssen mit dem größten Fleiße und großer Mühe wieder gereinigt werden.

Ein anderer Nachtheil der Eisengeschirre ist der, daß manche Speisen darin die Farbe verlieren, daß z.B. sonst weiß aussehende Speisen eine schwärzliche Färbung annehmen. Dieses geschieht besonders bei sauern Speisen oder bei solchen, die aus dem Pflanzenreiche genommen sind.

Zu bemerken ist ferner, daß die eisernen Geschirre kein so starkes Feuer wie die kupfernen aushalten, ohne zu springen.

3) Irdene Geschirre.

Die irdenen Geschirre (Töpfergeschirre) sind bei uns am meisten im Gebrauche, und man hält sie für die unschädlichsten.

Das Irdengeschirr ist jedoch sehr verschieden, und fast überall hört man klagen, theils über die Schädlichkeit, theils über die Zerbrechlichkeit desselben.

Eine geringe leichtauflösliche Glasur macht, daß das Irdengeschirr der Gesundheit sehr nachtheilig wird, und über kurz oder lang auch die derbste Natur, die beste Gesundheit zu untergraben und zu vernichten im Stande ist.

Die Glasur des Töpfergeschirres soll eine so konsistente Masse seyn, daß sie nicht nur in sich, sondern auch mit dem Geschirre, welches sie überzieht, einen Körper bildet und unauflöslich ist. In holzarmen Gegenden aber, welche hauptsächlich von dem Vorwurfe, schlechtes Töpfergeschirr zu produziren, betroffen werden, wird die Waare nicht gehörig gebrannt, sondern gleichsam nur gebacken. Zugleich werden häufig nur solche Glasuren angewendet, welche selbst bei geringerem Hitzegrade in Fluß gerathen, nachher aber einen, von jeder Säure auflöslichen, nur dem äußern Scheine nach glasartigen Körper bilden, der manchmal sogar in Blättchen abspringt und auf diese Weise sogar auf mechanischem Wege verletzend wirken kann. Diesem Uebelstande vorzubeugen oder abzuhelfen, ist auch kein anderes Mittel vorhanden, als daß die Polizeibehörden ein wachsames Auge darauf richten und den Verkauf und Gebrauch eines Geschirres, das erwiesenermaßen nachtheilig auf die Gesundheit einwirken kann, durchaus hemmen.

Uebrigens kann man sich leicht von der Schädlichkeit der Töpferwaaren überzeugen, wenn man guten und scharfen Weinessig in einem derartigen Gefäße über Nacht stehen läßt, und der Essig beim Abgießen, statt seine natürliche Weinfarbe behalten zu haben, trüb und grau erscheint. Dieß wird bei schlecht glasirtem Geschirr noch mehr der Fall seyn, wenn man eine Hand voll Salz dazu thut, wie dieses Mittel auch schon oben bei Prüfung der Verzinnung der Kupfergeschirre empfohlen worden ist. Am sichersten aber führt folgendes Mittel zur Gewißheit von dem Vorhandenseyn eines schädlichen Metalls in der Glasur: man nehme aus der Apotheke etwas Bleiprobe, gieße einige Tropfen davon in den über Nacht in dem glasirten Gefäße gestandenen Weinessig, worauf, wenn die Glasur wirklich schlecht ist, die Farbe des Essigs schwarz oder dunkelbraun wird. Bei gutgebrannten und gut glasirten Geschirren werden diese Proben nicht anschlagen und der Essig wird weder Farbe, noch Geruch, noch Geschmack ändern.

Was die Zerbrechlichkeit des Irdengeschirres betrifft, so ist wohl das Beste, recht behutsam damit umzugehen. Auch das Einflechten desselben mit Draht hat wesentliche Vortheile, und die kleine Ausgabe, die es verursacht, wird reichlich durch die größere Dauerhaftigkeit des Geschirres ersezt. Wenn man aber keinen Drahtflechter (Drahtbinder, Hafenbinder) zur Hand hat, so nehme man seine Zuflucht zu andern Mitteln, seinem Irdengeschirre größere Dauerhaftigkeit zu geben, z.B. man überstreiche mit einem Pinsel das Geschirr einige Male mit dünnem Lehm, und wenn der Lehm trocken ist, mit Leinöl oder mit Eiweiß. Dieser Ueberzug erhält am Feuer eine ungemeine Härte.

Ehe man aber ein neues irdenes Kochgeschirr gebraucht, mit Draht einflechten läßt, oder ihm den Lehmüberzug gibt, ist nothwendig, ihm zuvor den erdigen Geschmack zu nehmen, weil sonst die ersten Speisen, die darin gekocht werden, ungenießbar wären. Man lege es nämlich einen Tag lang in frisches Wasser und koche es dann bei gelindem Feuer aus.

Diejenigen irdenen Gefäße, welche am meisten zum Dämpfen und Braten gebraucht werden, lassen sich am leichtesten reinigen, wenn man sie, noch warm, mit eichenen oder buchenen Sägespähnen (Sägmehl), oder, in Ermangelung derselben, mit Waizenkleie ausreibt.

Es ist oben gesagt, daß holzarme Gegenden das schlechteste Irdengeschirr liefern, weil das gehörige Brennen desselben zu viel Holz erfordere und das Geschirr zu sehr vertheuere. Die Töpfer in solchen Gegenden nehmen daher leichtflüssige Glasur und brennen ihre Waare schlecht, damit sie dieselbe doch zu dem verlangten wohlfeilen Preise abgeben können. Wer aber gutes Töpfergeschirr haben will, darf nicht vom wohlfeilsten nehmen. Die Mehrausgabe wird durch die Dauerhaftigkeit und Unschädlichkeit des Geschirres wieder gut eingebracht.

Eine andere Gattung irdenen Geschirres ist das sogenannte

Steingut,

welches sich seiner Dauerhaftigkeit und Reinlichkeit wegen besonders empfiehlt. Da es von Säuren nicht im mindesten angegriffen wird, auch bei gehöriger Reinlichkeit nichts von scharfen Substanzen sich ansetzen kann, so taugt das Steingut vor allen anderen Gefäßen gut zum Ansetzen und Aufbewahren des Essigs, so wie zum Aufbewahren von Milch und Butter. Bevor man aber ein Steingutgefäß zum Kochen verwendet, ist nothwendig, daß man Milch darin siedet, was auch sehr zur Vermehrung der Dauerhaftigkeit desselben beiträgt; außerdem würde es nur zum kalten Gebrauche taugen.

II. Von der Reinerhaltung der Küchengeschirre.

Inhaltsverzeichnis

Wenn metallene Geschirre nicht äußerst rein gehalten werden, so sind sie der Gesundheit schädlich; es ist deßwegen bei der Behandlung und Reinigung derselben die äußerste Vorsicht nothwendig. Es wird daher nicht als überflüssig erscheinen, wenn hier einige allgemeine Regeln in dieser Beziehung aufgestellt werden.

Vor und nach dem Gebrauche müssen jedes Mal die Gefäße gereinigt werden. Z.B. wenn in einem metallenen Mörser Etwas gestoßen wird, so wische man ihn vor und nach dem Gebrauche sauber aus.

In metallenen Gefäßen darf man nie Speisen von einer Mahlzeit zur andern, am wenigsten aber über Nacht stehen lassen, und nie in zinnernen Schüsseln Speisen aufwärmen.

In wohlverzinnten Kupfergeschirren kann man jedoch ohne Bedenken besonders solche Speisen zubereiten, welche stark kochen müssen und viel Flüssigkeit zum Auskochen brauchen. Sollte sich aber bei aller Behutsamkeit doch etwas am Boden ansetzen, so darf man es ja nicht loskratzen, um es zu essen oder mit dem übrigen Gerüchte auf den Tisch zu bringen; wenn dieß bei einigen Speisen nicht gerade schädlich ist, so gibt es doch manche andere, welche das Metall angreifen, und dem, der den Ansatz auf dem Boden des Gefäßes genießt, gefährlich werden. Bei solchen verzinnten Gefäßen muß überhaupt fleißig nachgesehen werden, ob nicht durch den öftern Gebrauch oder durch das Reinigen hin und wieder etwas Zinn losgerissen sey, ob die Verzinnung nicht Ritze bekommen habe, so daß das Kupfer durchscheint. Solche verdorbene Verzinnung wäre sofort alsbald ausbessern zu lassen.

III. Von der Kenntniß der Materialien zu den Speisen, der Zeit ihrer Anschaffung und Benützung und von ihrer Güte und Beschaffenheit.

Inhaltsverzeichnis

Wir würden bei der besten Zubereitung unserer Speisen den Zweck verfehlen, wenn wir nicht Sorgfalt trügen, alle Speisebedürfnisse in größtmöglicher Güte zu erhalten, oder sie zu rechter Zeit herbeizuschaffen und zu benützen, weil wenige das ganze Jahr hindurch in gleichem Preise und in gleicher Menge zu haben sind; wollen wir aber unsere Pflicht ganz erfüllen, so müssen wir auch noch auf ihren Einfluß auf die menschliche Gesundheit Rücksicht nehmen, und unsere Küchenzettel darnach ordnen. Endlich müssen wir auch unsere Aufmerksamkeit darauf wenden, daß wir alle der Gesundheit nachtheilige Ingredienzen vermeiden und die giftigen Mittel von den guten Lebensmitteln auf den ersten Blick unterscheiden lernen.

Das Meiste, was wir in unsern Küchen gebrauchen, ist Fleisch zahmer Thiere, worunter das Ochsenfleisch das erste ist, weil es am häufigsten auf den Tisch gebracht wird oder werden kann. Es ist das ganze Jahr hindurch von gleicher Güte, und sein Werth hängt blos von dem Alter des Thiers und von dem Futter ab. Junges Rindfleisch hat einen sehr großen Vorzug vor dem alten; denn, obgleich die Brühe vom leztern am schmackhaftesten ist, so bleibt doch das Fleisch zäh, unschmackhaft und unverdaulich. Das Fleisch von einem jungen Ochsen hat frische Röthe, das Fett ist weiß und die Fasern sind zart; bei einem alten Ochsen ist das Fleisch von einer matten Farbe, so daß es beinahe ins Bläuliche fällt, und das Fett ist gelb. Das Rindfleisch ist an sich gesund und nahrhaft, besonders wegen der kräftigen Brühe, welche es gibt; wenn man es aber zu häufig genießt, beschwert es den Magen. Hartes und altes Fleisch ist unverdaulich.

Es ist bekannt, daß das Kalbfleisch eine nahrhafte und gesunde Speise ist, deren Genuß selbst den meisten Kranken erlaubt wird, und sollte es auch Fälle geben, in welchen ihnen der Arzt eine zu schnell nährende Kost untersagen müßte, so verbietet er ihnen doch schwerlich die Brühe davon, welche von Kranken und Gesunden gerne genossen wird. Das Kalbfleisch muß schön weiß und die Nieren müssen recht mit Fett bewachsen seyn, sonst ist es ein Zeichen, daß das Kalb zu bald von der Mutter weggenommen wurde; das Fleisch ist dann roth, unappetitlich und unschmackhaft.

Beim Hammelfleisch macht nicht nur das Alter und das Geschlecht, sondern auch die Jahreszeit, in der es geschlachtet wird, einen großen Unterschied. Nicht das ganze Jahr hindurch ist dieses Fleisch genießbar und schmackhaft, sondern die beste Schlachtzeit währt nur von Johannis bis in den Spätherbst; zu anderer Zeit ist das Fleisch gewöhnlich mager und zäh, so wie es auch immer von alten Thieren zu seyn pflegt. Gutes Hammelfleisch muß fett und von frischer Fleischfarbe seyn, und muß sich, wenn man es zwischen den Fingern drückt, weich anfühlen. Wenn das Fleisch von einem jungen Thiere gekocht ist, so kann es wohl, ohne Nachtheil für die Gesundheit, genossen werden; ist es aber alt und zäh, so ist es höchst unverdaulich, und man muß es, ehe man es kocht, wie ein großes Stück Rindfleisch, recht durchklopfen.

Von Wildbret kann nicht viel gesagt werden, indem man es an manchen Orten selten bekommen kann. Viele ziehen das Rehfleisch dem andern Wildbret vor, weil es allzeit mürber und milder ist; auch kann man es beinahe das ganze Jahr hindurch haben. Je jünger das Wildbret ist, desto delikater ist sein Fleisch, sowie man auch bei allen Arten das weibliche dem männlichen vorzieht, weil es durchaus von zärterer Beschaffenheit ist; nur in der Brunstzeit, welche im September anfängt und bis Ende Oktober (jedoch nicht bei allem Wild) dauert, ist das Wildbret mager und unschmackhaft, und sollte ohne Noth nicht genossen werden. Sonst zählt man das Wildbret zu den gesundesten Speisen; denn es wird, ohne Speck bei seiner Zubereitung anzuwenden, auch Kranken zu essen erlaubt.

IV. Von Giften, die in der Küche vorkommen.

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Unter der allgemeinen Benennung „Gift“ wird Alles verstanden, was der Gesundheit nachtheilig ist und bei öfterem Genusse oft unheilbare Krankheiten nach sich zieht. Darum ist oben, bei Beschreibung der Kochgeschirre, schon angemerkt worden, daß sich in den kupfernen Gefäßen bei feuchter Luft gerne an den Fugen oder am Boden Grünspan ansezt, und wenn in einem solchen Geschirre gekocht würde, die schlimmsten Folgen daraus entstehen könnten. Auch die zinnernen Geschirre können uns sehr schädlich werden, weil das Zinn mehr oder weniger Arsenik enthält; lassen wir saure Speisen: Salat, Eier, fette Brühe u.dgl. in zinnernen Gefäßen stehen, so werden wir finden, daß das Zinn von sauren Sachen blaue Flecken bekommt, von Eiern und Salz hingegen schwarze Flecken entstehen; ein Beweis, daß etwas von seinen Theilen aufgelöst und in die Speisen übergegangen ist. Alle Feuchtigkeiten, Säuren und Honig lösen mit der Zeit das Zinn auf, und wäre in diesem auch kein Arsenik, so ist doch das Blei, mit dem das Zinn häufig vermischt ist, schon nachtheilig genug. Dieses Metall bewirkt Verstopfungen des Leibes, Lähmung und Auszehrung. In geringer Menge in den Körper gebracht, verursacht es wenigstens Magendrücken und Unverdaulichkeit.

Insofern nur Blei und andere Metalle zur Glasur der irdenen Kochgeschirre angewendet werden, sind auch diese der Gesundheit schädlich, wenn man nämlich Milch und saure Sachen so lange darin aufbewahrt, daß sich die Glasur auflösen kann.

Muß man also beim Gebrauche der Küchengeschirre, um Gift zu vermeiden, äußerst vorsichtig seyn, so ist dieses bei den Materialien zu den Speisen selbst um so dringender zu empfehlen.

Das Fleisch und die Milch von krankem Vieh, ranziger Speck, ranzige Mandeln und ranzige Oele, verdorbene Eier und Barbenrogen wirken als heftige Gifte. Gleiche Vorsicht ist auch bei allen Arten von Schwämmen anzuwenden, weil sich leicht giftige darunter befinden können, deren Unterscheidung von den guten nicht so leicht ist. Ein Schwamm ist immer verdächtig, wenn er eine bläuliche Farbe hat, oder überhaupt bunt und hochgestielt ist. Zur Vorsicht muß man während des Kochens der Schwämme eine weiße Zwiebel beilegen; wird diese schwarz, so ist es Zeit, das Geschirr sammt dem Inhalte wegzuwerfen, weil dann gewiß giftige Schwämme untermengt sind. Ebenso können schädliche Samen unter den Linsen und andern Kernen und Früchten seyn, weßwegen sie sorgsam ausgeklaubt (ausgelesen) werden müssen.

Im Pflanzenreiche finden wir noch eine Menge giftiger Stoffe, worunter sich der Schierling vorzüglich auszeichnet. Der große, wohlgefleckte, gemeine Garten-Schierling (Conium maculatum), den man auch Hundspetersilie nennt, blüht im Juli und August; seine Wurzel ist von mittlerer Dicke, runzlich, und von Geruch der Pastinakwurzel ähnlich; daher hat man traurige Beispiele, daß dieser Schierling zu Speisen genommen worden ist. Man unterscheidet den Schierling von der Petersilie durch den Geruch; auch sind der lezteren Blätter viel feiner und spitziger eingeschnitten, dunkler grün als die Blätter des Schierlings, und die Samengipfel sind zahlreicher und größer. Durch gleiche Merkmale unterscheidet er sich auch vom Körbel. Um seine Wurzel nicht für Pastinak anzusehen und zu nehmen, müssen wir bemerken, daß der Pastinak einen weißen Saft, eine reichere und dickere Wurzel hat, die auch weniger in Aeste getheilt ist. Der kleine Schierling oder die Gartengleisse (Aethusa Cynapium) ist noch schwerer von der Petersilie zu unterscheiden; das Auge des Unerfahrenen wird, besonders wenn die Pflanze noch jung und am gefährlichsten ist, sehr leicht getäuscht, und man muß die Nase zu Hülfe nehmen, um Gleisse und Petersilie zu unterscheiden. Bei genauer Beobachtung merkt man jedoch unter den Stielen der Blumen 3 lange spitzige Blättchen, welche wie ein Bart hinabhängen, was bei der Petersilie nicht der Fall ist. Dieses sind neben dem Geruche die sichersten Kennzeichen, die Pflanzen von der Petersilie und andern Gewürzkräutern zu unterscheiden. Beide Schierlingsarten sind höchst schädlich, ja tödtlich, und gehören unter diejenigen Gifte, die scharf und betäubend zugleich sind.

Noch ist zu bemerken, daß man ja bei Gemüsen, ehe man sie zum Feuer bringt, im Klauben (Lesen) und Waschen äußerst vorsichtig seyn muß, besonders des Mehlthaues wegen, der öfters auf den Blättern liegt und der Gesundheit sehr nachtheilig werden kann. Ebenso kann ein Stückchen Kalk, welcher von der Wand herab in das Kochgeschirr unversehens kömmt, oft heftige Krankheiten verursachen.

V. Vom Holz und Wasser.

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Man könnte glauben, es wäre ganz gleichgültig, was für Holz und Wasser beim Kochen gebraucht wird; aber die Reinlichkeit u.a.m. belehrt eines Andern. Wenn wir zu einem Spießbraten Feuer von weichem Holze machten, so würde der Braten sammt der Sauce von den abgesprungenen Kohlen nicht nur unappetitlich aussehen, sondern auch nicht so leicht ausgebraten werden, weil hartes Holz immer ein langsameres, aber stärkeres Feuer gibt. Zum Heizen der Bratöfen kommt aber nicht so viel darauf an; doch ist immer zu bemerken, daß weiches Holz ein geschwindes und helles, hartes ein gelinderes, aber doch mehr Hitze machendes Feuer gibt.

So müssen wir auch den Unterschied im Wasser bemerken, weil es auch in weiches und hartes eingetheilt wird. Zu trockenen Hülsenfrüchten, wie auch zu trockenen Fischen, darf durchaus kein hartes Wasser genommen werden; sie würden beide, auch bei anhaltendem Kochen, nicht weich werden. Zum Waschen des Fleisches und der Gemüse ist es aber gleichgültig, ob das Wasser hart oder weich ist. So kocht sich auch das Fleisch in Wasser, das zu viel Salpetertheilchen enthält, roth, und dieses Wasser ist es vorzüglich, welches auch am wenigsten zum Kochen der Hülsenfrüchte taugt.

Eine ganz einfache Probe des Wassers besteht darin, daß man in eine jede Art desselben ein Läppchen von Leinwand taucht; dasjenige, welches das weiche Wasser in sich gezogen hat, wird geschwinder trocken als dasjenige, welches mit dem harten Wasser befeuchtet wurde. Gutes Wasser muß klar, ohne Geruch und Geschmack, auch leicht am Gewicht seyn und, wenn man es schüttelt, stark Perlen werfen, aber keinen Schaum halten; mit Seife, welche sich leicht darin auflöst, muß es stark schäumen; sollte man aber an seinem Wohnorte modriges oder unreines Wasser haben, so kann man ihm in etwas zu Hülfe kommen, wenn man zu verschiedenen Malen glühendes Eisen darin ablöscht. Noch geschwinder erreicht man aber seinen Zweck, wenn man Vitriolspiritus in das Wasser tröpfelt, oder, wenn man diesen nicht bei der Hand hat, ein Glas voll Branntwein in das Wasser gießt, welcher dann das Unreine unverzüglich zu Boden schlägt.

VI. Von dem Kochen.

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Eigentlich kann man das Kochen in zwei Grade eintheilen: der erste heißt Sieden, der andere Kochen. Bei dem ersten dürfen die Speisen nur langsam aufwallen; bei dem Kochen aber müssen sie anhaltend im Sieden erhalten werden, je nachdem die Speisen beschaffen sind. Sieden dürfen aber nur diejenigen Speisen, welche Flüchtiges und Geistiges enthalten, es mögen nun Flüssigkeiten, als Wein, Bier u.dgl., oder Speisen aus dem Pflanzenreiche seyn, die sich durch einen gewürzhaften Geschmack auszeichnen. Sieden müssen auch jene, welche sich leicht durch Wärme auflösen; kochen muß hingegen Alles, was aus mehr festen Bestandtheilen zusammengesezt ist, die entweder so trocken sind, daß sie Zeit brauchen, Feuchtigkeit genug in sich zu saugen, oder die so zäh sind, daß sie durch eine anhaltende Hitze allein mürbe gemacht werden können. Man muß immer sorgfältig auf den Unterschied des Wassers Rücksicht nehmen, da die Speisen bei hartem Wasser auch längere Zeit brauchen, um mürbe zu werden; während dagegen die grünen Gemüse ihre Farben in Brühen von hartem Wasser viel vollkommener beibehalten. Es ist aber auch nicht einerlei, ob wir die Speisen mit kaltem oder mit warmem Wasser zum Feuer bringen. Haben wir altes zähes Fleisch, so muß es früh mit kaltem Wasser zugesezt, bei gelindem Feuer langsam zum Kochen gebracht und die Hitze erst nach und nach erhöht werden. Bei diesem Verfahren wird die Brühe kräftiger und schmackhafter als das Fleisch selbst befunden werden. Will man hingegen die besten Säfte in dem Fleische behalten und dennoch eine gute Brühe haben, so ist dem langsamen Kochen vorzuziehen, wenn man das nicht gar zu alte Fleisch mit heißem Wasser zusezt und ihm dann bald einen starken Grad von Hitze gibt. Junge Thiere, die an sich schon zartes Fleisch haben, läßt man, nachdem sie blanchirt oder mit heißem Wasser eine halbe Viertelstunde lang gekocht haben, auf ganz gelindem Feuer langsam kochen. Grüne Gartenwächse darf man durchaus nicht mit kaltem Wasser zum Feuer setzen und sie nach und nach zum Sieden bringen, wenn sie nicht ohne Kraft und gutes Ansehen auf den Tisch kommen sollen; vielmehr muß man sie mit siedendem Wasser anbrühen und unverzüglich zum Kochen bringen, auch immer in vollkommenem Sude erhalten; daher man auch beim Einkochen kein kaltes, sondern immer warmes Wasser nachgießen muß.