Das Atelier Furoshiki wurde 2009 von Aurélie Le Marec im Département Loire-Atlantique gegründet und bietet in ganz Frankreich für Museen, Vereine, Unternehmen, Kulturzentren, Schulen etc. Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene (an Kinder ab 5 Jahren und Erwachsene). Im Shop gibt es außerdem eine große Auswahl an japanischen Furoshiki und recycelten Tüchern.
L’Atelier du Furoshiki
Pont-Saint-Martin (France) 06 83 71 59 41
www.latelierdufuroshiki.fr
contact@latelierdufuroshiki.fr
Die Autorin dankt insbesondere Justine und Pierre vom Atelier Parades (Rezé) für die schräg getragene Umhängetasche siehe hier sowie Makiko, Etsujo, Christelle, Rémy, Olivier und Herrn Kawai für Ihre Hilfe und Unterstützung.
Der Verlag bedankt sich bei allen Modellen für ihre Kooperation und ihren Beitrag zur Realisation dieses Buches.

Die Größen
Das traditionelle Furoshiki ist etwas länglich, doch heute sind die Tücher überwiegend quadratisch und damit besser für die industrielle Produktion geeignet. Im Folgenden wird immer von einem quadratischen Format ausgegangen.
Verwendet werden Tücher in folgenden Größen:
45 cm Seitenlänge: um Geldgeschenke für Feste oder Trauerfeierlichkeiten einzupacken.
50/52 cm Seitenlänge: um eine Bento-Box zu tragen oder kleine Geschenke zu verpacken.
68/70/75 cm Seitenlänge: vielseitig und bestens geeignet, um Geschenke zu verpacken.
90 cm Seitenlänge: ideal für Getränke- oder Büchertaschen oder für eine kleine Einkaufstasche.
105/118 cm Seitenlänge: am vielseitigsten, um verschiedene Taschen für die ganze Familie herzustellen (Einkaufstaschen, Rucksäcke, Handtaschen usw.). 128/140 cm Seitenlänge: um Kleidung zu verpacken und zu verstauen; auch geeignet für eine große Einkaufstasche oder einen Picknick-Korb, der in eine Picknick- Decke verwandelt werden kann.
150 cm Seitenlänge: um große und sperrige Objekte zu verpacken und zu transportieren.
175/195/230 cm Seitenlänge: um Futons oder Decken zu transportieren und zu verstauen.
Die oben genannten Größen sind nur Richtwerte. Sie dienen lediglich als Orientierung für den Verwendungszweck. Wenn Sie selbst ein Furoshiki anfertigen wollen oder wenn Sie ein fertiges quadratisches Tuch verwenden, können Sie die Größen als Anhaltspunkt nehmen. Zum Beispiel lässt sich ein Tuch mit 85 cm Seitenlänge problemlos für Taschen oder Hüllen verwenden, bei denen ein Tuch mit 90 cm Seitenlänge vorgesehen ist.
Für den Anfang reichen zwei Tücher in unterschiedlichen Größen aus: 105 cm für Transportzwecke und 70 cm als Verpackung. Diese beiden Größen sind am gängigsten und man kann damit die furoshiki-Technik gut üben.
Material der Tücher
Früher verwendete man einen dichten Baumwollstoff für Furoshiki, die für den Transport vorgesehen waren, und feine, erlesene Seide, um Geschenke zu verpacken. Seide ist nach wie vor beliebt, aber inzwischen wird auch synthetisches Material akzeptiert, das weniger kostspielig ist. Chirimen, ein japanischer Crêpestoff aus Seide, Rayonne oder Polyester ist einfarbig oder gemustert erhältlich und verleiht als Verpackungsmaterial Geschenken eine raffinierte und elegante Note. Japanische Stoffe sind meist von sehr guter Qualität und in vielen Mustern erhältlich. Das Furoshiki lässt sich aber leicht an andere Moden, Vorlieben und Funktionen anpassen. Denn heutzutage ergeben sich durch die Vielfalt an Materialien unzählige Variationsmöglichkeiten. So kann man afrikanische Doubleface-Stoffe aus Baumwolle verwenden, Leinen oder synthetisches Material (z. B. Polyestersatin für eine leichte Tasche) oder sogar Jeansstoff. Um Geschenke zu verpacken, eignen sich auch Voile, Satin oder Leinen.
Doch man kann auch ökologisch bewusst handeln und recycelte oder Fair-Trade-Materialien verwenden oder vorhandene Textilien zweckentfremden (quadratische Kopftücher und Schals, Bandanas, Pareos, Servietten, Laken usw.).
Wer mag, kann sein Furoshiki mit Stickereien, Perlen, Glitzersteinen, Pompons usw. individuell gestalten. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Farben und Motive