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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die Kumpelfrau

Die Kindfrau

Die Kreditkarten-Vernichterin

Die Emanze

Die Mutti

Die Freiheitsliebende

Die Träumerin

Sexiest Woman alive

Die Betrogene

Die Geliebte

Die Fremdgeherin

Die Alleinerziehende

Die ewige Tochter

Die „Arzt-Frau“

Die „glückliche“ Ehefrau

Die Energetische

Die Sparsame

Die Osteuropäerin

Die „Idealfrau“ – gibt es sie wirklich?

…warum es eben manchmal die „Falschen“ sind

Der Stammhalter

Der Muttersohn

Der Frauenversteher

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Herstellung und Verlag:

BoD-Books on Demand, Norderstedt

ISBN: 978-3-8482-5544-3

© 2012 Julia Bleser

Vorwort

Ich möchte direkt vorausschicken, dass dieser kleine Ratgeber mit einer großen Portion Augenzwinkern verfasst wurde und mich selbst während des Entstehens des Häufigeren zum Lachen gebracht hat. Schließlich bin ich eine Frau und habe mich als solche auch in mehreren Lebenslagen befunden.

Ich wünsche den Männern, dass sie ein bisschen mehr Übersicht in der Frauenwelt erlangen und den weibliche Leserinnen, sich selbst ein wenig unter die Lupe zu nehmen. Denn dazu soll es anregen.

Meine sarkastischen und spitzen Bemerkungen sollen genau das sein, was beim Lesen auftauchen wird: Provokation.

In diesem Sinne viel Lesespaß.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

J. Bleser

Die Kumpelfrau

Ihr kennt Sie alle. Die Frau, mit der man am liebsten immer Pferde stehlen möchte. Sie ist in erster Linie lieb, hilfsbereit und kümmert sich um jede und vor allem um jeden in ihrem Freundeskreis. Mit diesem Typ Frau geht man abends gerne ein Bier trinken.

Und das ist ganz geschlechtsunspezifisch. Die Kumpelfrau hat einen eindeutigen Mechanismus, um sich bei Geschlechtsgenossinnen und Männern gleichermaßen beliebt zu machen: Sie ist unscheinbar und verkörpert immer das, was gerade gebraucht wird.

Also ein Chamäleon, welches sich immer ins rechte Licht rückt.

Kumpelfrauen sind grandios für Gruppenreisen. Sie planen die Routen, haben Wochen zuvor schon den Reiseführer auseinander genommen und wollen eigentlich nur eine „gute Freundin“ sein. Während Sie mit Frauen auf Männerfang gehen – immer uneigennützig versteht sich – begleiten sie Männer auf Frauensuche und geben als „Frau“ Tipps rund um das eigene Geschlecht. Dabei stellen sie ihre eigenen Bedürfnisse immer hinten an. Meinen wir. Ich kenne viele von diesen „Kumpelfrauen“, mit denen ich immer schon Pferde stehlen wollte, aber noch nie eines stehlen konnte. Weil sie dann zwischendurch auch einmal ihr wahres Ich herauslassen. Wer kann schon immer in der zweiten oder sogar hintersten Reihe stehen und alles über sich ergehen lassen? So gutherzig ist kein Mann und schon gar keine Frau.

Frau geht es nur oft viel undurchsichtiger an als Männer. Wir kennen auch die „guten Freunde“, die sich mit Frauen befreunden, um irgendwann dann doch die Hoffnung nicht begraben zu müssen, bei der guten Freundin zu landen.

Und ähnlich ticken da die „Kumpelfrauen“. Sie verbringen oft Tage und Nächte mit Zuhören über die Probleme, die Mann mit Frau hat. Hören sich sämtliche Stories über unerfüllte Bedürfnisse in allen Bereichen an und geben dem Mann dann in der stillen Stunde das Gefühl: „Aber ich bin für dich da. Egal, was passiert.“

Und damit haben sie ihn am Haken. Er denkt sich: Oh Mann. Wie konnte ich nur so blind sein. Meine „beste Freundin“ ist doch eigentlich genau die Frau, die mich am besten versteht.

Ja ja, das hat sie sich über das ewige Zuhören und zwischen den Zeilen lesen auch hart erarbeitet, meine lieben Männer. Sie weiß genau, welchen Knopf sie nun drücken muss. Meist hatte sie monate–, wenn nicht sogar jahrelang Zeit dazu, Euch Männer zu studieren. Da hättet Ihr Euch genauso gut einem Psychotherapeuten offenbaren können. Sie kennt Eure Stärken, aber vor allem Eure Schwächen und weiß, wo sie ansetzen muss. Dann fallen zwei oder drei Sätze und Mann ist auf einmal hin und weg. Ganz nach dem Motto „Tausendmal berührt, Tausendmal ist nix passiert“…

Nun gut, es muss „Kumpelfrau“ einfach geben, damit Männer in stillen, traurigen Stunden eine Zuhörerin haben. Aber Männer wundert Euch nicht, wenn Ihr Euch plötzlich in einer Beziehung mit Eurer einstigen „guten Freundin“ wieder findet.

Genau das war ihr Ziel. Und ein kleiner Beisatz an die Frauen gerichtet: „Kumpelfrauen“ sind auch für Frauen nicht ungefährlich. Das meinen wir nur. Plötzlich sind sie da und das im richtigen Moment. Dann, wenn wir keine Lust haben zuzuhören docken sie an. Selbstlos und doch nicht selbstlos…

Die Kindfrau

Eine ganz spezifische Art von Männern liebt die „Kindfrau“. Ich definiere: Frau, egal welchen Alters, die permanent mit ihrer süßen Stimme und kindlichen Art versucht, den Mann für gewisse –nicht selten materielle Dinge – einzunehmen.

Wenn es unbequem wird, lächelt diese Frau immer noch ganz süß und verständnisvoll. Sie schmiegt sich wie eine Katze an den starken, großen Mann und suggeriert in erster Linie Hilfebedürftigkeit. Das gefällt Mann und er mimt den Beschützer. Denn das ist immer noch evolutionsbedingt: Männer möchten versorgen und sich kümmern. Das weiß „Kindfrau“ und bietet dies in schauspielerischer Perfektion diesem Typus Mann an. Kann Mann da widerstehen? Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Da kommt der Augenaufschlag immer zur rechten Zeit, das leise Stimmchen säuselt ins Telefon und ab und an, wenn es hart auf hart kommt, wird auch ein Tränchen verdrückt.

Die typische „Kindfrau“ ist nicht zwangsläufig schmal und zart –obwohl dies überwiegend dem Klischee entspricht. Sie hat sich vielmehr eine Art erworben, die Männern eine Rolle zukommen lässt, die sie nicht ungern übernehmen.

Er, der Überlegene. Er, der sich kümmert…und sie vor allem Bösen dieser Welt beschützen muss. Das zarte Stimmchen kann eben keinen Druck und schon gar keine Gegenwehr vertragen. Sei es im Job oder im Privaten. „Kindfrauen“ wissen ganz genau, wie sie ihren Willen durchsetzen. Und dies vollziehen sie subtil. Eben wie Kinder. Bei Kindern ist uns dieses Muster vertraut. Da lassen wir uns nicht so schnell drauf ein. Aber einer hilflosen Frau muss Mann helfen.

Wie soll sie auch alleine damit fertig werden im Jahr 2012 ?! Da kommen immer noch die Jäger um die Ecke, die „Frauchen“ unter die Arme greifen.

„Ich mach das schon für Dich“, sind Standardsätze von Männern, die mit diesem Frauentypen zusammen sind. Etwas zerbrechlich, etwas unbeholfen, gerne auch naiv kommt diese Frauendomäne daher und Mann merkt nicht, dass es genau die Taktik ist, die ihn zum Erliegen bringt. Oft hören wir dann: „Da konnte ich mich nicht gegen wehren. Sie hat mich so süß darum gebeten.“ Ja, „sweet“ muss Frau sein, um bei Männern das zu erreichen, was über viele Zeiten bereits geplant wahr. „Kindfrauen“ suchen nicht selten den „Versorger“ im Manne, weil sie einfach zu faul, zu dumm oder gar wirklich zu intelligent sind, um sich selbst auf die Beine zu stellen.

Da ist der große Balu der Bär, der gerne auch einmal 30 Jahre älter sein darf, herzlich willkommen. Aber warum sollten sie es sich auch schwer machen, wenn Mann so einfach gestrickt ist?! Das Prozedere hat ja bereits als Tochter funktioniert. Und einmal gelernt, ist gelernt. Wenn Papi schon immer so positiv auf die Augenklimperei reagiert hat, warum dann nicht auch Karl–Otto, der ja auch „nur“ ein Mann ist.

Wer sich auf „Kindfrauen“ einlässt, sei gewarnt. Die Tarnung lässt nach, sobald sich Mann bekennt und näher darauf einlässt. Zwar bleibt die Taktik und das Verhalten gleich, aber so manches Bankkonto hat sich hierdurch bedingt schon geleert.

Und dann legt „Frau“ das Geld mal ganz als Frau an. Diese Art Frauen machen als „Kindfrau“ Karriere und kommen nicht selten „groß“ raus. Und danach müssen sie alles andere als beschützt und versorgt werden. Das haben sie sich dann auf ihre Art und Weise selbst besorgt. Schade nur, dass Männer dies erst immer zu spät erkennen.

Die Kreditkarten-Vernichterin

Wir kennen es alle. Entweder aus den Medien, der Promiwelt oder aus den eigenen Reihen. Frau trifft auf Mann. Sie gibt alles. Er findet sie einfach nur toll – klar bei dem Hormonschub, den er gerade erfahren hat, und sie weiß, was sie will: Nicht ihn. Nein eigentlich „nur” seine Kreditkarte. Ihn nimmt sie nur, weil er an der American Express irgendwie dranhängt. Und die gibt er gerne. Seinem „Schatz”, seinem „Schnucki” oder seiner „Süßen”. Was soll sie den ganzen Tag auch alleine Zuhause??