Bilbliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der
Deutschen Nationalbibliografie ; detaillierte bibliografische Daten sind
im Internet über: www.dnb.de abrufbar.
© Francesco Del Romano, 2018
Titelbild: Michaela Pflaum
Gestaltung : Mag.Otto Pölzl
Kontakt: email: francescodr@gmx.at
Herstellung und Verlag:
BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt
ISBN-No: 978-3-7481-6112-7
Der Mensch und seine Hoffnung
Linz, 20.05.2017
Beim ersten Atemzug schon hofft der Mensch,
und er tut dies auch bis zum letzten.
Eitel ist das Streben des Menschen.
Beständig hofft er auf einen anderen Menschen, den er lieben könnte.
Nutzlos dieses Gefühl,
und doch treibt es den Menschen an, tagein, tagaus.
Irgendwann aber vielleicht wird er müde
und bleibt lieber allein.
Denn die fortwährende unerfüllte Liebe zermürbt ihn letztlich vollends.
So viele Gesichter, so viele Stimmen, so viele Lippen,
alles ist ihm untergekommen.
Eines Tages ist damit ein Ende,
und um ihn wird es still.
Eine schöne Hülle
Linz, 25.07.2017
Das Schöne ist nicht gleichzusetzen mit dem Guten.
Dies sieht man deutlich an außerordentlich schönen Frauen,
welche im Herzen des Mannes ein unbändiges uriges Verlangen hervorrufen können.
Der Mann nun aber, geblendet durch die schöne Hülle der begehrten Frau,
unternimmt alles ihm Mögliche diese zu erobern.
Oftmals aber beißt er sich die Zähne aus an der uneinnehmbaren Festung.
Ich selber habe zu sehr dem Profanen gefrönt.
Dies sollte ich bitter bereuen.
Eine schöne Hülle mag anziehend wirken,
das Gute hauset nicht immer in ihr.
Jasminblüten-Psychose
Linz, 29.8.2018
Du warst mir immer fern.
Selbst in der Zeit, als wir einander frequentierten.
Du saßest immer auf meines Herzens Thron. Bittere Enttäuschung war furchtbarer Liebesqualen Lohn.
All die Liebe, die ich dir niemals geben konnte,
lege ich nun in dieses Gedicht.
Hüte dich vor dem Duft der Jasminblüten!
Denn er führt dich letztendlich nur in eine schreckliche Psychose.
Sodass du nicht mehr kannst entrinnen dieser mentalen Hypnose.
Bis zum Ende dieser Welt
Linz, 13.06.2017
Stets sitzt dem Menschen eine Angst im Nacken, dem Weibe noch mehr als dem Manne. Die Angst alt zu werden.
Aufreizend glänzen junge Frauenblüten,
doch ach, es vergehen die Jahre!
Was einst gleißte wie schwarzes Rappenfell, so edel das Haar,
es ergraut mit Fortschreiten der Zeit.
Falten kerben sich auf des einst so jungen und vitalen Menschen Gesicht.
Die Wasser, sie verrinnen, die Jahre, sie verfließen. Alte Menschen sterben,
neue Menschen sprießen. So der endlose Kreislauf, bis zum Ende dieser Welt.
Widersprüche
Linz, 20.07.2017
Die Frau, sie soll immerdar erotisch erscheinen.
Gibt sie sich jedoch in Schnelligkeit hin ihrer glühenden Liebesbegierde,
so wird sie Hure geheißen.
Der Mensch, er ist ein Widerspruch, ein einziger großer Widerspruch.
Und das Frauenvolk, es flieht meiner,
kaum hat es mich erblicket.
Ich weiß nicht, woran’s mir kranket,
kenne des Übels Wurzel nicht.
Lucrezia und Tullio, meine schlechten Berater,
sie mögen mitwirken an meiner Misere.
Auch ich bin ein Widerspruch fürwahr.
Wünschte oftmals abzuleben und fürchte jedes noch so kleine Erdbeben.
Fürchte, dass mich Bär oder Raubkatze zu Tode bringet,
mit grimmiger Tatze.
Begehrte ich auch so sehr die Frauen,
Kinder zu bekommen
war mir stets ein Grauen.
So habe ich hier meine
Lebensgeschichte versifiziert,
gleichsam von der phoinikischen Muse inspiriert
und auch vom Dämon infiziert.
Der Rebe güldnes Blut,
es tat mir gut.
Doch trank ich zu viel,
nahm’s ein böses Ende dieses maliziöse Spiel.
Was bleibt, ist der Widerspruch in mir und im Menschen.
Er rief schon hervor so manch menschliche Not.
Doch wäre der Mensch des
Widerspruchs ledig,
er wäre wohl gleichsam tot.
Durch die Asche von Weltreichen
In den Schatten eines schönen
und erblühenden Gartens
auf dem Haupte Nikäas
habe ich mich geflüchtet.
Und das Auge meines Geistes beobachtet,
wie Imperien und Zivilisationen kommen
und wieder verschwinden.
Carthago kam, erblühte und verschwand.