LITERATUR UND ADRESSEN, DIE WEITERHELFEN

Quellen

Petzold, M., Vaterschaft heute, www.familienhandbuch.de

Fthenakis, W. E. (2006), Facetten der Vaterschaft

www.fatherhoodinstitute.org/2013/fatherhood-institute-research-summary-fathers-and-their-childrens-education/; Fthenakis, W. E. (1999), Engagierte Vaterschaft; Kucklick, Ch.: Was Vatersein so besonders macht; GEO 01/2001; Le Camus, J. (2005), Väter

Hucklenbroich, Ch., Die schlaflosen Jahre; FAZ, 23. 11. 2011

Fthenakis, W. E. u. a. (2002), Paare werden Eltern

Fthenakis, W. E.; Minsel B. (2002), Die Rolle des Vaters in der Familie; väter ggmbh (2012), Trendstudie Moderne Väter IFD; Allensbach (2015), Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf; Kassner, K. (2019), Aktive Vaterschaft in der frühen Bildung, in: Correll, L.; Lepperhoff, J. (Hg.), Teilhabe durch frühe Bildung; Beltz.

Literatur

MÄNNER & VÄTER

Ich bin dabei – Vater werden und Mann wird Vater; www.bzga.de

»So sag ich's meinen Vorgesetzten« – Hinweise zur Ankündigung von Elternzeit bei Arbeitgebern; kostenlos unter www.bmfsfj.de

Löffler, C. u. a., Männer weinen nicht; Goldmann

Süfke, B., Männer. Erfindet. Euch. Neu. Was es heute heißt, ein Mann zu sein; Mosaik und Männerseelen. Ein psychologischer Reiseführer; Goldmann

Thomä, D., Väter. Eine moderne Heldengeschichte; dtv

SCHWANGERSCHAFT UND GEBURT

Bloemeke, V. J., Alles rund ums Wochenbett und »Es war eine schwere Geburt«; Kösel

Stadelmann, I., Die Hebammensprechstunde; Stadelmann

BABY & KIND

Largo, R. H., Babyjahre. Die frühkindliche Entwicklung aus biologischer Sicht; Piper

Hüther, Prof. Dr. G./Nitsch, C., Wie aus Kindern glückliche Erwachsene werdenund Kinder gezielt fördern; GU

Juul, J., Vier Werte, die Kinder ein Leben lang tragen; GU

Gaca, A., Babyernährung; GU

Rogge, J.-U./Bartram, A., Wie Sie reden, damit lhr Kind zuhört & wie Sie zuhören, damit Ihr Kind redet; GU

PARTNERSCHAFT

Clement, U., Guter Sex trotz Liebe; Ullstein und Think Love: Das indiskrete Fragebuch; Rogner & Bernhard

Gottman, J., Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe; Ullstein

Schäfer E.; Schulte M., Stark und verantwortlich – ein Ratgeber für Väter nach Trennungen; Die Väterratgeber

Schott, O., Lob der offenen Beziehung; Bertz & Fischer

Adressen

SCHWANGERSCHAFT, GEBURT, FAMILIE

Hebammensuche
www.gkv-spitzenverband.de (Schlagwort Hebammenliste); www.hebammenverband.de; www.bfhd.de

Schwangerschaft, Geburt
www.geburtskanal.de; www.profamilia.de

Beratungsadressen
www.familienplanung.de
www.profamilia.de

Informationen zu allen Familienthemen
www.familienhandbuch.de

Geburtshäuser
www.hebammenverband.de/familie/geburtshaeuser/

Frühförderprogramm
www.pekip.de

Kindergesundheit
www.kindergesundheit-info.de

Infos zu Wochenbettdepressionen
www.schatten-und-licht.de

Geburtsbegleitung durch Doulas
www.doulas-in-deutschland.de

KIND & KARRIERE

Familienbezogene Leistungen im Überblick
www.familienportal.de

Infos zum Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz
www.bmfsfj.de

Infoportal des Bundesfamilienministeriums
www.familien-wegweiser.de

MÄNNER & VÄTER

Für Väter in Berlin. Spiel, Abenteuer, Information, Beratung, Freizeit
www.vaeterzentrum-berlin.de

Väterthemen und -politik
www.vaeterblog.de

SORGERECHT & CO.

Ansprechpartner für Väter in Trennung
www.vaeterratgeber.de
www.vafk.de

Österreich

Männerspezifische Anliegen; Broschürenservice
www.sozialministerium.at (Schlagwort Männerpolitik)

Männer- und Väterberatung
www.maenner.at

Elternkarenz in Österreich
www.oesterreich.gv.at (Schlagwort Elternkarenz)

Leitfaden und App für werdende Väter
www.junge-vaeter.at

Hebammenhilfe
www.hebammen.at

Schweiz

Hebammenhilfe
www.hebammen.ch

Beruf und Familie
www.und-online.ch

Elternzeitschrift
www.fritzundfraenzi.ch

Männer und Väter
www.maenner.ch

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DR. ROBERT RICHTER, Jahrgang 1969, ist Diplom- Pädagoge, systemischer Berater und Sexualtherapeut und Autor. Der Vater zweier Kinder hat über Väter in Elternzeit promoviert. Er arbeitet freiberuflich mit Vätern und Paaren und berät Menschen und Organisationen zu den Themen biografische Übergänge, Work-Life-Balance, Familie und Partnerschaft und ist an der Hochschule Fulda als psychosozialer Berater für Studierende tätig.

www.robert-richter.net

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EBERHARD SCHÄFER, Jahrgang 1962, Diplom-Politologe sowie systemischer Berater und Therapeut, ist verheiratet und Vater eines erwachsenen Sohnes. Er ist Väter- und Paarberater im Väterzentrum Berlin und hat viele Jahre Praxiserfahrung in der Durchführung von Kursen und anderen Angeboten. Als Fachberater, Referent, Fortbildner und Autor arbeitet er auf vielen Ebenen zum Thema Väter.

www.vaeterzentrum-berlin.de

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Impressum

 

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2020

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2020

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

 

Projektleitung: Petra Bradatsch, Nadine Widl

Lektorat: Margarethe Brunner

Covergestaltung: independent Medien-Design, Horst Moser, München

eBook-Herstellung: Yuliia Antoniuk

 

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ISBN 978-3-8338-7450-5

1. Auflage 2020

 

Bildnachweis

Coverabbildung: Getty Images

Illustrationen: Stefan Bachmann

Fotos: Autorenfotos: Nicole Dietzel www.dinias.de (Robert Richter), privat (Eberhard Schäfer); Getty Images, Plainpicture, Stocksy, iStock

Syndication: www.seasons.agency

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Wichtiger Hinweis

Die Gedanken, Methoden und Anregungen in diesem Buch stellen die Meinung bzw. Erfahrung der Verfasser dar. Sie wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt geprüft. Sie bieten jedoch keinen Ersatz für persönlichen kompetenten medizinischen Rat. Jede Leserin, jeder Leser ist für das eigene Tun und Lassen auch weiterhin selbst verantwortlich. Weder Autoren noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

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EIN NEUES LEBEN MIT NEUEN HERAUSFORDERUNGEN

Sie werden Vater, wie wunderbar! Sie sind voller Vorfreude, gehen nun aber auch mit zahlreichen Fragen und Gedanken schwanger? Viele werdende Väter wollen ihre Vaterschaft von Anfang an bewusst gestalten und ihr Kind und ihre schwangere Partnerin verantwortlich und gleichberechtigt begleiten. Das erleben wir als Väter, als Familienforscher und als langjährig erfahrene Praktiker in der Beratungs- und Bildungsarbeit mit Vätern, Familien und Kindern immer wieder.

Wie Sie Ihren eigenen, ganz persönlichen Weg als aktiver Vater finden, erfahren Sie in diesem Buch, in dem wir Ihnen viele Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit Ihrem Kind beantworten.

Wir wünschen Ihnen von Herzen alles Gute und viel Freude auf Ihrem Weg als Vater.

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BEWUSST VATER WERDEN, AKTIV VATER SEIN

Väter von heute wollen ihrem Kind ein liebevoller Begleiter und präsenter Ansprechpartner sein. Sie wollen von Anfang an eine intensive Beziehung zu ihm aufbauen und diese aktiv gestalten. Das ist großartig, aber nicht immer leicht. Vor allem dann, wenn man sich zwischen den Herausforderungen in der Familie einerseits und denen im Beruf andererseits hin- und hergerissen fühlt. Trotzdem: Das Leben mit einem Baby macht (fast immer) richtig Spaß.

ENGAGIERTER VATER – GLÜCKLICHES KIND

Dabei sein von Anfang an – das ist für Väter heute eine Selbstverständlichkeit. Über neunzig Prozent aller Väter sind bei der Geburt ihrer Kinder dabei. Werdende Väter informieren sich eingehend über alle Fragen rund um die Geburt und die erste Zeit mit ihrem Kind – und das ist auch gut so!

Es lebe der Wandel!

Der grundlegende Wandel in den Rollen von Vätern hat sich zum Großteil innerhalb der letzten 50 Jahre vollzogen: Früher warteten die Väter vor dem Kreißsaal nervös darauf, ihr Kind »begrüßen« zu können. Das eigene Baby zum ersten Mal im Arm zu halten war eine Zitterpartie und Bewährungsprobe. Und spätestens am Tag nach der Geburt ging es meist gleich wieder zurück zur Arbeit.

Heute ist das zum Glück ganz anders! Väter interessieren, informieren, kümmern und engagieren sich. Sie wollen einen frühen, intensiven Kontakt zu ihrem Kind. Viele werdende und frischgebackene Väter denken über eine Elternzeit nach. Auch hier schreibt die Generation der neuen Väter eine Erfolgsstory: 24 Prozent der elterngeldberechtigten Väter in Deutschland nahmen im Jahr 2018 Elternzeit mit einer durchschnittlichen Dauer von 3,8 Monaten.

Der Trend zur aktiven oder »fürsorglichen« Vaterschaft wird ganz überwiegend positiv bewertet. Er kommt dem Wunsch vieler Väter und Mütter nach einer ausgewogenen Verteilung von Familien- und Berufsarbeit entgegen. Noch wichtiger: Das Baby – Ihr Baby – gewinnt durch Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Engagement. Ihre intensive Zuwendung als Vater ist ungemein wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes!

Was brauchen Männer, um aktiv Vater sein zu können? Sie brauchen das Selbstvertrauen, den Mut und die Chance, einen eigenen Weg im Umgang mit Kindern gehen zu können. Mit diesem Buch möchten wir Sie ermutigen, diese Haltung innerhalb und außerhalb der Familie auch bei möglichem Gegenwind zu vertreten. Denn eins ist sicher: Väter bringen eigene Qualitäten, Fähigkeiten und Herangehensweisen in die Erziehung ein. Väter fördern ihre Kinder anders als Mütter. Kinder gewinnen durch diese Unterschiedlichkeit.

VÄTERFORSCHUNG: FAKTEN, FAKTEN …

Väter wurden lange Zeit in Familienforschung und Entwicklungspsychologie kaum beachtet. Der Vater war der Ernährer der Familie, und das war’s. Die Vater-Kind-Beziehung schien weder der Rede noch der Forschung wert zu sein. Wie wichtig Väter über die materielle Versorgung hinaus für die gesamte Familie sind, damit befasst sich die Forschung seit etwa 40 Jahren und die Ergebnisse sind bemerkenswert (siehe >).

  • Wenn beide Eltern sich um das Kind kümmern, kann und muss es sich von Anfang an mit zwei verschiedenen Menschen auseinandersetzen – mit zwei verschiedenen Arten, versorgt und gefördert zu werden sowie Grenzen gesetzt zu bekommen. In der Forschung setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass der Einfluss des Vaters auf das Kind größer ist, wenn sich sein Verhalten in Erziehung und Versorgung von dem der Mutter unterscheidet. Versuchen Sie deshalb erst gar nicht, die »bessere Mutter« zu sein. Entwickeln Sie Ihren eigenen Stil. Trauen Sie sich! So wurde zum Beispiel in Untersuchungen nachgewiesen, dass Väter von ihrem neugeborenen Baby emotional ebenso bewegt sind wie Mütter: Herzfrequenz, Blutdruck und Hautreaktionen, etwa die Schweißproduktion, verändern sich bei Vätern beim Anblick ihres weinenden oder lächelnden Babys genauso wie bei Müttern (>).

  • Wenn Väter ihr Baby füttern, sind sie sehr aufmerksam. Sie reagieren »richtig« auf sein Bedürfnis, eine kurze Pause beim Trinken zu machen, und erfassen ebenso gut, wann das Baby genug getrunken hat. Auch wenn Babys spucken müssen, reagieren Väter fast immer rechtzeitig.

  • Wenn ihr Baby weint, nehmen Väter es intuitiv auf den Arm, tragen es und sprechen mit ihm. Väter tun das übrigens häufiger, wenn die Mutter des Kindes nicht dabei ist.

  • Väter, denen Forscher im Rahmen von Studien die Augen verbunden hatten, erkannten ihr eigenes Baby unter vielen anderen innerhalb einer Minute, indem sie seine Hände ertasteten und erspürten. Dass andererseits doppelt so viele Mütter wie Väter ihr Baby erkannten, indem sie sein Gesicht berührten, lag daran, dass die Mütter doppelt so viel Zeit mit ihrem Baby verbracht hatten.

Kurz zusammengefasst: Kinder brauchen Väter, um sich optimal entwickeln zu können. Sie brauchen Väter, die eine enge emotionale Bindung zu ihnen aufbauen, und das möglichst früh. Das heißt: Je mehr Sie sich mit Ihrem Kind beschäftigen, je mehr Zeit Sie mit ihm verbringen, desto besser kennen Sie es und desto intensiver wird Ihre Beziehung sein!

Scheinbar naturgegebene Unterschiede zwischen Vätern und Müttern müssen relativiert werden. Wenn ein Vater sich längere Zeit mit seinem Baby beschäftigt, sinkt sein Testosteronspiegel. Der Spiegel des Bindungshormons Oxytocin dagegen steigt. Das heißt, der Hormonhaushalt von Vätern verändert sich ähnlich wie der von Müttern – sie werden fürsorglicher, suchen von sich aus eine engere Bindung zum Kind, sind altruistischer. Und dies wirkt auf das Baby zurück: Es wendet sich dem Vater mehr zu. So entsteht eine engere Bindung zwischen Kind und Vater.

GUTE VORAUSSETZUNGEN SCHAFFEN

Natürlich helfen Ihnen gute Rahmenbedingungen dabei, eine intensive Beziehung zu Ihrem Kind aufzubauen:

  • Väter, die sich gut auf die Geburt ihrer Kinder vorbereitet haben, kümmern sich später auch mehr um sie. Die Geburt des eigenen Kindes mitzuerleben und mit vorzubereiten ist ein prägendes Erlebnis. Es schafft eine sehr innige, starke Verbindung sowohl zwischen Vater und Kind als auch zwischen Vater und Mutter.

  • Väter und Mütter brauchen gegenseitige Unterstützung, um sich um ihr Kind kümmern und Zeit mit ihm verbringen zu können. Wenn sich beide Eltern viel gemeinsam um das Kind kümmern, beschäftigt sich der Vater auch öfter allein mit ihm.

  • Sind beide Elternteile berufstätig, fördert das die Vater-Kind-Beziehung: Väter in diesen Familien haben eine engere Beziehung zu ihren Kindern als Väter, die allein für den Lebensunterhalt der Familie sorgen.

  • Last, but not least: Es ist erwiesen, dass Väter, die in ihrer Paarbeziehung glücklich sind, eine bessere Beziehung zu ihren Kindern haben. Was Sie für eine glückliche Paarbeziehung und Ihre Balance zwischen Familie und Beruf tun können, lesen Sie ab >.

WARUM IHR KIND SIE BRAUCHT

Ihre emotionale Beteiligung, Ihre Zuwendung, Ihre ganz persönliche Art des Umgangs prägt Ihr Kind nachhaltig. Ihr väterliches Engagement wirkt sich auch eine Generation später positiv aus, wenn Ihr Kind eigene Kinder hat. Sogar für weitere Generationen ist Ihr Einsatz bereichernd, wenn intensive Vater-Kind-Beziehungen zu einer »guten Tradition« in der Familiengeschichte werden. Doch zunächst einmal bieten Sie Ihrem eigenen Kind einen guten Start, von dem es lebenslang profitiert, wie auch Studien belegen (siehe >).

  • Väter spielen – tendenziell – wilder und mit mehr Körpereinsatz mit ihren Kindern. Sie überraschen Kinder mit unvorhergesehenen (Spiel-)Situationen und konfrontieren sie mit Neuem. So lernen Kinder, mit ungewohnten Situationen schnell zurechtzukommen.

  • Kinder von engagierten Vätern sind im Alter von neun Monaten anderen Kindern in der Entwicklung deutlich voraus.

  • Fünfjährige Kinder mit einer sehr vertrauensvollen Beziehung zu ihrem Vater sind selbstständiger, kompetenter und weniger ängstlich als Kinder, denen diese Beziehung zum Vater fehlt.

  • Kinder von Vätern, die sich um deren schulische Belange kümmern, haben bessere Noten und eine positivere Einstellung zur Schule.

  • Söhne, die mit ihren Vätern viel körperlich spielen und deren Väter einen partnerschaftlichen Erziehungsstil pflegen, werden später sehr beliebte Jungen. Sie finden leichter Freunde und sind sozial anerkannter als Söhne von autoritären Vätern – diese sind weniger beliebt.

  • Töchter von aktiven Vätern werden selbstbewusster, eigenständiger und entwickeln mehr Freude an Sport.

  • Kinder, deren Vater von Anfang an als Bezugsperson aktiv ist, sind selbstständiger. Wenn der Vater häufig für das Baby präsent ist, baut es eine eigenständige Beziehung zu ihm auf. Wenn nicht, suchen Babys bei der Mutter, meist per Blickkontakt, das Einverständnis, ob es okay ist, dass Papa es jetzt auf den Arm nimmt oder mit ihm in Babysprache spricht.

  • Kinder mit enger und vertrauensvoller Beziehung zum Vater tendieren als Jugendliche weniger zu Drogenkonsum.

  • Kinder, die eine intensive Vater-Kind-Beziehung erleben, sind in ihren späteren Paarbeziehungen deutlich zufriedener als Kinder, die eine solche Beziehung nicht hatten.

INFO

Aktive Väter leben gesünder

Im Vergleich zu anderen Männern leben aktive Väter vergleichsweise gesund, denn sie toben mit ihren Kindern herum und sind viel an der frischen Luft. Da Kinder genau spüren, wann sie Entspannung brauchen, entdecken auch Väter wieder die Lust daran, im Gras zu liegen und gar nichts zu tun. Sie wollen ihren Kindern ein gutes Vorbild sein – auch in Sachen gesunder Ernährung oder beim Verzicht aufs Rauchen. Väter, die sich viel mit ihren kleinen Kindern beschäftigen, haben seltener den Anspruch an sich selbst, das Bild des »harten Mannes« zu erfüllen. Als aktiver Vater haben Sie also nicht nur viel mehr Spaß, auch Ihre Gesundheit profitiert vom Zusammensein mit Ihrem Kind!