Paul Breitner ist über ein paar Ecken mit Joseph Ratzinger, dem emeritierten Papst Benedikt XVI., verwandt.
Oliver Kahn verlor seine ersten beiden Bundesligaspiele. Als 18-Jähriger hatte er als Ersatzkeeper des Karlsruher SC jeweils eine Partie gegen den 1. FC Köln und Werder Bremen absolvieren dürfen.
Iris Heynckes nennt ihren Ehemann Josef. Manchmal nennt auch Bayerns langjähriger Amateur- und Co-Trainer Hermann Gerland Jupp Heynckes Josef. Alle anderen sagen Jupp.
Bundesligarekordtorschütze Gerd Müller vergab zwölf Elfmeter: Alle hielt der jeweilige Torwart des Gegners.
Uli Hoeneß verzichtete 2006 auf die Verpflichtung von Stürmer Sergio Agüero. Der Manager war extra nach Buenos Aires gereist, um sich selbst ein Bild von der damals 18-jährigen Sturmhoffnung von CA Independiente zu machen. »Vorm Spiel lehnte Agüero an einem Zaun, während sich seine Kollegen warm gemacht haben. In der ersten Halbzeit war er nicht einmal am Ball«, erinnerte sich Hoeneß später. Statt der geforderten 16 Millionen Euro Ablöse bot Hoeneß 5 – Independiente sagte freundlich ab. Atlético Madrid schlug schließlich für 23 Millionen Euro zu.
Thomas Müller hat einen Lkw-Führerschein.
Kingsley Coman, Siegtorschütze im Champions-League-Finale 2020, wurde in jedem Profijahr Meister. Mit gerade mal 24 Jahren hat er bereits zweimal die französische (2012/2013 und 2013/2014 mit Paris Saint-Germain), zweimal die italienische (2014/2015 und 2015/2016 mit Juventus Turin) und fünfmal die deutsche Meisterschaft gewonnen (ab 2015/2016 mit Bayern München). Dazu kommen ein italienischer und drei deutsche Pokalsiege sowie der Champions-League-Titel. Frankreichs WM-Titel verpasste er wegen eines Syndesmosebandrisses.
Robert Lewandowskis Spitznamen sind immer schon »Lewy« oder »Bobek«. Das in Deutschland beinahe schon reflexhaft verwendete »Lewa« mag er nicht, das »a« deutet im Polnischen auf eine weibliche Endung hin.
Robert Lewandowski traf in der Bundesligasaison 2019/2020 gegen jeden Gegner außer Borussia Mönchengladbach.
Als Lewandowski 17 Jahre alt war, wurde sein Vertrag beim polnischen Spitzenklub Legia Warschau nicht verlängert. Die Verantwortlichen hielten den Stürmer für zu schmächtig und nicht robust genug für eine Profikarriere. Lewandowski wechselte in die polnische 3. Liga zu Znicz Pruszków und schoss den Klub in die 2. Liga; im folgenden Jahr wurde er dort mit 21 Treffern Torschützenkönig. Über Lech Posen ging Lewandowski 2010 nach Dortmund. Als zu schmächtig würde ihn sicher niemand mehr bezeichnen.
Beim 3:1 gegen Darmstadt 98 am 20. Februar 2016 schossen die Münchner 37-mal aufs Tor – seit Beginn der detaillierten Datenerfassung zur Saison 2004/2005 schoss nie eine Mannschaft in der Bundesliga öfter aufs Tor des Gegners.
Manfred Schwabl ist der einzige Spieler, der sowohl für den FC Bayern, den TSV 1860 München und den 1. FC Nürnberg in der Bundesliga spielte. Heute ist er Präsident des einstigen Bundesligisten SpVgg Unterhaching.
Alphonso Davies ist der schnellste Spieler der Ligageschichte. Am 16.6.2020 wurde Bayerns »Roadrunner« beim 1:0 in Bremen mit 36,51 Stundenkilometern geblitzt. Die Höchstgeschwindigkeiten werden seit der Saison 2013/2014 gemessen.
Davies wurde im November 2000 im ghanaischen Flüchtlingscamp Buduburam, rund 45 Kilometer westlich von Ghanas Hauptstadt Accra, geboren. Seine Eltern waren aufgrund des Bürgerkrieges in Liberia kurz zuvor nach Ghana geflohen. Zu Hochzeiten lebten bis zu 50 000 Flüchtlinge aus Liberia im Lager; 2005 durfte die Familie Davies nach Kanada auswandern.
Mit 15 Jahren feierte Davies sein Debüt für die Vancouver Whitecaps in der nordamerikanischen Fußballprofiliga MLS; er war der zweitjüngste Debütant der Ligageschichte.
Die Pressekonferenz von Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidžić, in der Rummenigge den Artikel 1 des Grundgesetzes zitierte, die »herabwürdigende, hämische, faktische Berichterstattung« der Medien anprangerte und Hoeneß dem früheren Bayern-Spieler Juan Bernat bescheinigte, in einem Champions-League-Spiel »einen Scheißdreck« zusammengespielt zu haben, dauerte 32 Minuten.
Klaus Augenthaler wechselte am 34. Spieltag der Saison 1995/1996 im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf vier Spieler ein. In der 46. Minute hatte er Alexander Zickler, Andreas Herzog und Marcel Witeczek einwechseln wollen, noch vor Wiederanpfiff war er informiert worden, dass Torwart Oliver Kahn wegen einer Schulterverletzung nicht weiterspielen konnte. Augenthaler brachte auch noch Ersatzkeeper Michael Probst, nahm aber keinen der anderen Wechsel zurück. Schiedsrichter Lutz Wagner merkte nichts, Bayern machte in der zweiten Halbzeit mit den vier Neuen aus einem 0:2 ein 2:2. Düsseldorf verzichtete auf einen Protest, es blieb beim 2:2. Augenthaler war damals eigentlich Co-Trainer von Teamchef und Präsident Franz Beckenbauer, der wenige Wochen zuvor für den entlassenen Otto Rehhagel eingesprungen war. Das Spiel in Düsseldorf verpasste der Kaiser wegen einer Nierenkolik.
Augenthaler war bereits 1995 als Co-Trainer an einem Wechselfehler der Bayern beteiligt gewesen. Der damalige Chef Giovanni Trapattoni hatte in Frankfurt mit Didi Hamann den vierten Amateur eingewechselt – drei waren damals nur erlaubt. Nach der Partie, die der FC Bayern 2:5 gewonnen hatte, legten die Frankfurter Protest ein; im Erfolgsfall wäre das Spiel 2:0 für die Eintracht gewertet worden. Augenthaler kommentierte nach seinem Wechselfehler ein Jahr später: »Wahnsinn, auf was man alles aufpassen muss. Amateure, Ausländer, neue Regeln, da brauchst fast a Sekretärin.«
Oliver Kahns knapp zwei Jahre älterer Bruder Axel Kahn veröffentlichte 2019 ein Buch mit dem Titel Das Kahn-Gen. Axel Kahn absolvierte fünf Spiele in der 2. Liga für Karlsruhe und ist Inhaber einer Werbeagentur. Als Axel Kahn in den 1990er-Jahren in der Landesliga spielte, wurde er manchmal von den gegnerischen Zuschauern »Oli« genannt und wie sein Bruder beim FC Bayern mit Bananen beworfen. Im Sommer 2020 kandidierte Axel Kahn als Präsident des Karlsruher SC.
Oliver Kahn soll Kinder bei einem Benefiz-Elfmeterschießen einmal fast zum Weinen gebracht haben, weil er keinen einzigen Ball durchließ. Für jeden Ball, den die Kinder gegen ihn ins Tor brachten, sollte Geld für einen guten Zweck gespendet werden.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere drehte Oliver Kahn 2009 eine Torwart-Castingshow fürs chinesische Fernsehen, Titel: Kahn – das Treffen am Drachentor. Die Sendung durfte erst nach Zensur einiger Stellen ausgestrahlt werden. »Da gab es eben ein paar unterhaltende Elemente, die in den Augen der Behörden nicht in das Konzept einer Wettkampfshow passten«, sagte Kahn dem Spiegel. In China wehe eben »ein ganz eigener Wind«, allerdings seien die Änderungen »marginal« gewesen. Und überhaupt: »Ich bin Sportler und weit weg davon, derlei gleich zu politisieren.«
Seit 2018 bildet Oliver Kahn mit seiner Firma Goalplay Torhüter in Saudi-Arabien aus.
Kahn verklagte eine Firma aus Baden-Württemberg, die unter dem Markennamen T1tan Torwarthandschuhe auf den Markt brachte. »Titan« Kahn sah Markenrechte verletzt; der Streit endete mit einem Vergleich. Zuvor hatte der Anwalt von T1tan-Gründer Matthias Leibitz jedoch festgestellt, sein Mandant sei Eintracht-Fan und »findet Oliver Kahn gar nicht gut.« Kahn sei im Übrigen seit Jahren »Fußball-Rentner« und habe »Titan« nie als Marke angemeldet.
Kahn hat beim Deutschen Patent- und Markenamt den Namen Oliver Kahn als Marke angemeldet. Er darf theoretisch als Einziger etwa auch Schädlingsbekämpfungsmittel unter diesem Namen vertreiben.
Seine Torwarthandschuhe vertreibt Oliver Kahn unter dem Markennamen Goalplay.
Álvaro Odriozola schaffte es in der Saison 2019/2020, mit nur zehn Pflichtspieleinsätzen fünf Titel zu gewinnen: Der in der Winterpause von Real Madrid zum FC Bayern ausgeliehene Außenverteidiger wurde spanischer Meister und Supercupsieger und zudem deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und Champions-League-Sieger.
Karl-Heinz Rummenigge und Jürgen Klopp sind Nachbarn. Auf Sylt besitzen beide Häuser, die fußläufig erreichbar sind. Während ihrer Urlaube laufen die beiden sich immer wieder über den Weg.
Der kolumbianische Stürmer Adolfo Valencia, seine Spitznamen sind wahlweise »El Tren« oder »der Entlauber«, soll sich einmal in der Badewanne versteckt haben, um dem Deutschunterricht zu entgehen.
Als Alain Sutter 1994 zum FC Bayern wechselte, geriet der langmähnige Schweizer immer wieder mit Manager Uli Hoeneß aneinander. Beim traditionellen Fototermin auf dem Oktoberfest zog Sutter zwar die obligatorische Lederhose an, weigerte sich aber als strikter Antialkoholiker, einen Bierhumpen in die Hand zu nehmen. Später nahm Sutter innerhalb kurzer Zeit 10 Kilo ab. Wurstfabrikant Hoeneß riet dem Gelegenheitsfleischesser Sutter, öfter mal eine Schweinshaxe zu essen. Ein Schweizer Naturheilpraktiker entdeckte bei Sutter später jedoch allerlei Lebensmittelallergien, unter anderem eine Glutenunverträglichkeit. Kaum hatte Sutter die Ernährung umgestellt, kam die Kraft wieder.
Uli Hoeneß schickt nach eigener Auskunft Ex-Trainer Pep Guardiola regelmäßig ein paar Kisten mit seinen Würstchen nach England. Guardiola hatte während seiner Münchner Zeit immer wieder betont, wie gut ihm die Nürnberger Würstchen aus Hoeneß’scher Produktion schmeckten.
Während der WM 2014 waren die deutschen Nationalspieler im legendären »Campo Bahia« in insgesamt fünf Häusern untergebracht. »Chef« von Haus 1 war Miroslav Klose, damals Stürmer, heute Co-Trainer von Hansi Flick beim FC Bayern. Klose hatte sich in Brasilien damals Mitbewohner ausgesucht, die früh ins Bett gehen, das waren: Toni Kroos, der nach der WM von Bayern zu Real Madrid wechselte; Ersatztorwart Roman Weidenfeller, Verteidiger Shkodran Mustafi und die beiden späteren WM-Finalhelden André Schürrle und Mario Götze.
Robert Lewandowskis Vater Krzysztov, ein Judokämpfer und polnischer Zweitligaspieler, soll seinen Sohn extra Robert genannt haben, »damit Ausländer später problemlos meinen Namen aussprechen können.« So zitierte die Bild 2010 den damaligen BVB-Stürmer.
Norbert Eder, 1985, 1986 und 1987 Meister mit dem FC Bayern, wurde nach seiner aktiven Karriere Florist. Bis zu seinem Tod 2019 im Alter von nur 63 Jahren betrieb er zusammen mit seiner Frau einen Blumenladen in Rosenheim.
Jupp Kapellmann, Mitglied der Weltmeistermannschaft 1974 und im selben Jahr Deutscher Meister mit dem FC Bayern, promovierte 1988 an der Universität München zum Thema »Die Bedeutung des Ausscheidungsurogrammes nach Angio-Kardiographie bei 7700 Patienten« und wurde Orthopäde. Von 2010 bis 2018 leitete er in einer Klinik in Saudi-Arabien die Abteilung für Orthopädie und Traumatologie.
Kapellmann lernte Arabisch als fünfte Fremdsprache. Mit seiner ersten Frau Ariane, einer Sängerin und zudem Biologie- und Französischlehrerin, unterhielt sich Kapellmann fast nur auf Französisch.
Bastian Schweinsteiger hat eine Ausbildung zum Bürokaufmann gemacht.
Schweinsteiger war ab November 2002 Banknachbar von Oliver Kahn in der Kabine des FC Bayern. »Und das erste Mal, dass er dann mit mir gesprochen hat – das war dann so 2005«, sagte Schweinsteiger mal. Kahn soll sich während dieser Zeit, als Schweinsteiger zwischen den Amateuren und den Profis pendelte und daher nicht jeden Tag in der Kabine der Profis war, immer Schweinsteigers Handtuch geschnappt haben. Der junge Mittelfeldspieler wunderte sich laut eigener Aussage lange darüber, wieso an seinem Platz nie ein Handtuch lag und Kahn immer zwei hatte.
3 Millionen Euro Ablöse war der junge Mönchengladbacher Linksfuß Sinan Kurt dem FC Bayern 2014 wert. Ein Bundesligaspiel hatte der damals 17-Jährige zwar noch nicht bestritten, aber das lag vor allem am Ärger, den seine plötzlichen Verhandlungen mit den Münchnern am Niederrhein ausgelöst hatten. In München absolvierte Kurt dann in seiner ersten Saison ein Bundesligaspiel – ehe er vor seiner zweiten Spielzeit zur zweiten Mannschaft abgeschoben wurde. Zum Verhängnis wurde dem Linksaußen unter anderem ein Helikopterflug während eines Kurzurlaubs an der Côte d’Azur mit drei Freunden. Für die 43 Kilometer (Luftlinie!) von Cannes nach St. Tropez charterten die Teenager für 1900 Euro einen Heli. Das war selbst Bayerns Bossen zu abgehoben.
Vor dem Spiel des Karlsruher SC beim FC Bayern in der Saison 1993/1994 verlangte KSC-Coach Winfried Schäfer, dass der Rasen vor Spielbeginn von Hundekot befreit werden müsse, ansonsten werde seine Mannschaft nicht auflaufen. Im Münchner Olympiastadion hatte einige Tage vorher eine Hundeschau stattgefunden.
Lars Lunde, von 1986 bis 1989 beim FC Bayern unter Vertrag, arbeitet seit 1994 als OP-Assistent. Nach einem schweren Autounfall lag er 1988 zwölf Tage im Koma; er war in seinem Auto seitlich von einem Zug erfasst worden. Uli Hoeneß bestand danach darauf, dass Lunde die erste Zeit während der Rekonvaleszenz bei ihm und seiner Familie verbrachte. Im damaligen Hoeneß-Familienhaus in Ottobrunn teilte sich Lunde drei Wochen lang das Zimmer mit Sabine, der Tochter des Managers.
Im Achtelfinale des DFB-Pokals 1977 schlug der FC Bayern sein Amateurteam mit 5:3.
Giovanni Trapattoni ließ während seiner ersten Amtszeit beim FC Bayern 1994 nach fast jedem Training Alexander Zickler und Carsten Jancker noch zum Linksfußtraining antanzen. Trapattoni warf den beiden Rechtsfüßern die Bälle rund eine Stunde lang auf den schwächeren linken Fuß – und hechtete ihnen hinterher. Nach rund einem halben Jahr waren beide Stürmer so gut wie beidfüßig und wurden beide Nationalspieler.
Manager Uli Hoeneß beobachtete Anfang 1983 interessiert einen Schweizer Spielmacher namens Lucien Favre, verzichtete aber auf eine Verpflichtung. Der Spieler sei »viel zu schmächtig für die Bundesliga«, so sein Urteil. Favre wechselte daraufhin zum FC Toulouse, kehrte aber nach nur einer Saison zurück zu Servette Genf. Von 1987 bis 1989 war dort Karl-Heinz Rummenigge auf der Zielgeraden seiner Karriere sein Teamkollege.
Sepp Maier büxte einmal in der Nacht vor einem Auswärtsspiel in Bremen aus, um in einer Disco zu feiern. Dort schlief er auf der Toilette ein und wurde am nächsten Morgen erst von einer Putzfrau befreit.
Maier verpasste in 13 Jahren kein einziges Profispiel des FC Bayern. Seine 442 Ligaspiele in Serie sind Rekord.
Als 1977 der ambitionierte Jung-Keeper Walter Junghans aus Hamburg zum FC Bayern kam und seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, irgendwann einmal vielleicht dem damals 33-jährigen Maier nachfolgen zu können, sagte der Weltmeister von 1974: »Mit mir als Torhüter wird der Junghans zum Althans.«
Walter Junghans feierte am 1. Spieltag der Saison 1979/1980 mit 20 Jahren sein Bundesligadebüt für den FC Bayern. Sepp Maier hatte sich in der Vorbereitung bei einem selbst verschuldeten Autounfall schwer verletzt und musste seine Karriere schließlich beenden.
Maier war bei Aquaplaning von der Fahrbahn abgekommen, auf die Gegenseite geraten und dort in ein entgegenkommendes Auto gekracht. Im Kreiskrankenhaus wurden zunächst nur Rippenbrüche diagnostiziert. Uli Hoeneß, gerade erst Manager beim FCB geworden, ordnete eine Untersuchung durch den Vereinsarzt der Bayern an. Der ließ Maier ins größere Krankenhaus Großhadern verlegen, wo Röntgenaufnahmen einen Lungen- und Zwerchfellriss zeigten, zudem hatte sich Blut in der Bauchhöhle angesammelt. Eine Not-OP rettete dem Keeper das Leben.
Während seines Abschiedsspiels zwischen dem FC Bayern und der Nationalmannschaft am 4. Juni 1980 im ausverkauften Münchner Olympiastadion geriet Maier mit Bayerns Trainer Pál Csernai in Streit. Der Trainer verließ, nachdem Maier ihn beschimpft hatte, vorzeitig die Bank.
Maier kaufte sich mit dem Geld aus der Berufsunfähigkeitsversicherung seinen Tennispark in Anzing; 2013 verkaufte er sein »Tennisparadies Sepp Maier« an einen Berliner Investor. Der frühere Tennisprofi Alexander Stepanek übernahm die Leitung.
Bayerns ehemaliger Torjäger Roland Wohlfahrt arbeitet heute als Bauleiter.
Giovane Élber und Claudio Pizarro waren absolute Oktoberfest-Liebhaber, die beiden Südamerikaner gingen schon konsequent in Lederhosen zur Wiesn, als der gemeine Münchner die Tracht noch als provinziell versnobt abtat. Élber handelte einmal sogar einen Oktoberfest-Deal mit Trainer Ottmar Hitzfeld aus. Eigentlich war der Stürmer für einen ungenehmigten Besuch auf der Festwiese zu 50 000 Euro Geldstrafe verdonnert worden; Claudio Pizarro, dessen Geburtstag die Spieler im Festzelt gefeiert hatten, und der ebenfalls anwesende Roque Santa Cruz sollten 10 000 Euro zahlen. Es waren die Zeiten des FC Hollywood, als der Trainer sich oft nur mit hohen Geldstrafen zu helfen wusste. Élber, diesmal aber nur halb einsichtig, schlug vor: »Trainer, wenn wir am Wochenende schlecht spielen, zahlen wir. Wenn wir gut spielen, dann zahlen wir gar nichts.« Hitzfeld war einverstanden. Am Wochenende gewann Bayern 4:1, Élber und Pizarro erzielten die Tore.
Javi Martínez besitzt in seinem Heimatort Ayegui im Baskenland ein Restaurant namens »Durban«, benannt nach der südafrikanischen Stadt, in der er während der WM 2010 für Spanien spielte. Seit Martínez beim FC Bayern ist, veranstaltet er in seinem Restaurant jeden Herbst »unser eigenes kleines Oktoberfest«, wie er einmal der Welt am Sonntag verriet.
Kaká ist dem FC Bayern einst durch die Lappen gegangen. »Ich war bei seinem Debüt für Corinthians [São Paulo]«, erinnerte sich Chefscout Wolfgang Dremmler, »ich hab’ Uli angerufen und gesagt: ›Du musst kommen, es ist unglaublich, was hier passiert.‹« Hoeneß schaute sich das Talent an, einen Transfer forcierte er jedoch nicht, denn im Kader des deutschen Rekordmeisters waren alle Plätze besetzt. »Und dann war es zu spät«, sagte Dremmler weiter.
Til Schweiger produzierte die Filmbiografie über Bastian Schweinsteiger – und spielte als selbsternannter Experte auch selbst mit. Die Zahlen im schmissigen Filmtitel Schw31ns7eiger beziehen sich auf die Trikotnummern Schweinsteigers in seinen Vereinen und der Nationalmannschaft.
Schweinsteiger spielte stets mit nassen Füßen: Vor jedem Spiel feuchtete der Mittelfeldspieler seine Schuhe und Socken etwas an. Er versprach sich dadurch ein besseres Ballgefühl.
Serge Gnabrys Vater Jean-Hermann Gnabry verbot seinem damals zehnjährigen Sohn einen Wechsel in die Jugendmannschaft des FC Bayern. Die Gnabrys wollten zunächst in Württemberg bleiben, wo Serge Gnabry 1995 geboren wurde. Jean-Hermann Gnabry trainierte seinen Sohn, bis er 15 war. Bedingung für einen Wechsel des talentierten Sohnes zu einer Mannschaft war, dass Jean-Hermann auch Trainer der Mannschaft werden konnte. Der VfB Stuttgart war ab 2006 bereits der sechste Klub des damals elfjährigen Serge Gnabry. Jahrelang hielt sich das Gerücht, Jean-Hermann Gnabry habe für die ivorische Nationalmannschaft gespielt. »Ich weiß nicht, woher diese Gerücht kamen. Er war nie Profifußballer«, erklärte Gnabry junior nach seinem Wechsel zu Bayern. Tatsächlich kam Jean-Hermann einst nach Deutschland, um für sein Lehramtsstudium Deutsch zu lernen. In Stuttgart verliebte er sich in Serge Gnabrys spätere Mutter Birgit – und blieb.
Udo Lattek feierte seine letzte Meisterschaft mit dem FC Bayern in Unterhosen vor der Südkurve des Münchner Olympiastadions. Den Großteil seiner Kleidung hatte der scheidende Coach in die Fankurve geworfen. Udo Jürgens sang live »Merci, Chérie«.
Giovanni Trapattoni war 1997 der erste Trainer, der bei einer Meisterfeier mit Weißbier geduscht wurde, davor war die Unsitte unbekannt gewesen. Als Erfinder der Weißbierdusche muss Giovane Élber angesehen werden, der höchstwahrscheinlich als Erster sein Weißbierglas über den Trainer leerte.
Als der FC Bayern zur Saison 1965/1966 in die Bundesliga aufstieg, gab es am Vereinsgelände an der Säbener Straße noch kein Klubheim. Die Mannschaftssitzungen fanden immer donnerstags am Nockherberg statt – dort, wo während der Fastenzeit das Starkbierfest stattfindet. »An der Säbener gab es eine Umkleidebude und einen Raum, in dem der Schuster mit seinen Schuhen war – das war’s. Ich bin ja 1961 vom Dorfverein Sandhausen gekommen, da war die Infrastruktur nicht schlechter als beim FC Bayern«, erinnerte sich der damalige Stürmer Rainer Ohlhauser bei SPOX.
Kathleen Krüger, die Teammanagerin des FC Bayern, spielte früher für die Frauenmannschaft des Klubs in der Bundesliga.
Johannes Mösmang, der als Integrationsbeauftragter des FC Bayern vor allem die spanisch- und portugiesischsprachigen Spieler bei den Aufgaben des täglichen Lebens unterstützt, ist der Patensohn von Claudio Pizarro.
Frank Jeremies, einer von insgesamt vier Zeugwarten des FC Bayern, ist der Bruder des ehemaligen Spielers Jens Jeremies.
Sebastian Pflügler, ebenfalls einer von insgesamt vier Zeugwarten des FC Bayern, ist der Sohn des ehemaligen Spielers Hansi Pflügler. Der betreut auch die Traditionsmannschaft des Rekordmeisters.
1969/1970 reisten die Bayern zwischen zwei Bundesligaspielen zu Freundschaftsspielen nach Marokko. »Ich glaube, das hing mit Franz (Beckenbauer) zusammen. Der hatte Kontakt zu König Hassan II. und war bei irgendeiner Hochzeit von ihm oder einer seiner Töchter eingeladen. Dann haben wir dort eben gespielt«, erinnerte sich Ohlhauser im SPOX-Interview.
In der Bundesligasaison 1971/1972 gab es drei Mannschaften, die insgesamt weniger Tore schossen als Gerd Müller allein: Dessen 40 Saisontore sind seither Rekord.
Jürgen Ey (1970/1971 bei Bayern München) und Demba Ba (2007 bis 2011 bei der TSG Hoffenheim) sind die Spieler mit den kürzesten Nachnamen der Bundesligageschichte.
Erich Ribbeck hatte seine Trainerkarriere eigentlich schon beendet und arbeitete als Repräsentant von Opel, als er 1992 als Nachfolger von Sören Lerby Coach beim FC Bayern wurde.
Der Flughafencode »FCB« steht für den Flughafen Ficksburg Sentra Oes in Südafrika.
Am 23. April 1945 – etwas mehr als zwei Wochen vor der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai – gewann der FC Bayern ein Stadtderby gegen den TSV 1860 München mit 3:2. Insgesamt fanden während des Zweiten Weltkriegs 14 Spiele zwischen Bayern und 1860 statt, Bayern gewann sechs und verlor fünf dieser Derbys; dazu kamen drei Unentschieden.
Arturo Vidal wurde einst von Christian Ziege zu seiner berühmten Irokesenfrisur inspiriert. »Seit ich 19 Jahre alt bin, rasiere ich mir den Kamm. Ich war mit Chile in Südamerika, und vor einem Spiel habe ich das deutsche Team kicken gesehen. Ich habe in sein [Christian Ziege, die Red.] Gesicht gesehen, den Iro und diese Aggressivität, die Gegner hatten mehr Angst vor ihm als normalerweise. Da kam mir diese Idee, und ich habe es meinem Spiel hinzugefügt«, erinnerte sich Bayerns früherer Mittelfeldabräumer in El Periodico.
Ziege hatte 2002 vor und während der WM in Japan und Südkorea kurzzeitig einen Iro getragen. Den Gegnern Angst machen wollte er mit seiner Frisur eigentlich nicht. »Ich habe mir ehrlich gesagt gar nichts dabei gedacht«, erzählte er 2017 bei SPOX. »Ich saß zu Hause, meine Frau hat mir aus Spaß die Haare geschnitten und in der Mitte etwas stehen gelassen. Dann haben wir gesagt: Jetzt machen wir’s noch schwarz-rot-gold.«
Als 17-Jähriger in Berlin meldete sich Christian Ziege am Telefon stets entweder mit Ben Johnson oder mit Carl Lewis. Als Bayerns Manager Uli Hoeneß bei Ziege durchklingelte, um das Talent zu einem Wechsel nach München zu überreden, stellte sich Ziege als Carl Lewis vor.
2018 trainierte Ziege für sechs Wochen den thailändischen Erstligisten Ratchaburi Mitr Phol. Nach 45 Tagen kündigte er und begründete dies in einem Interview mit der Münchner Abendzeitung so: »Mein Klub war für den Sohn der Präsidentin sein Baby, er hat alle Ein- und Verkäufe getätigt, so, wie er es für richtig hielt, ohne Absprachen, er wollte entscheiden, wer ein- und/oder ausgewechselt wird und entscheiden, was und wann trainiert werden soll. Da hat es dann einfach gereicht und wir haben uns getrennt.«
Joshua Kimmich hat eine eigene Figur im Wachsfigurenkabinett bei Madame Tussauds. Kimmichs Name war bei einer Fanumfrage am häufigsten gewählt worden.
Als Jugendspieler beim VfB Stuttgart gewöhnte sich Kimmich seinen Dialekt ab, weil er von den Mitspielern gehänselt wurde. Selbst für Stuttgarter Ohren war Kimmichs Schwarzwälder Schwäbisch offensichtlich unverständlich.
Kimmichs Vorname wird »Josua« ausgesprochen. Die meisten seiner Mitspieler nennen ihn »Jo«, Trainer Hansi Flick sagt »Josh«, Thomas Müller hin und wieder »Joschi«. Für Kimmich alles okay. »Nur Joschua ist verboten«, sagte er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Eine der ersten Amtshandlungen des Sportdirektors Hasan »Brazzo« Salihamidžić war, Carlo Ancelotti und seinen Co-Trainern und Mitarbeitern das Rauchen im Kabinentrakt zu verbieten.
Die Idee, Salihamidžić zum Manager zu machen, war dem Vernehmen nach Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge auf einer gemeinsamen Autofahrt gekommen.
»Brazzo« war zuvor zum Markenbotschafter des FC Bayern ernannt worden und hatte deshalb zum Tross des Rekordmeisters auf einer sommerlichen USA-Reise gehört.
Als 15-Jähriger flüchtete Salihamidžić wegen des Bosnienkriegs nach Hamburg; er ist der Schwager von Francisco Copado. Die beiden Cousins Nick Salihamidžić und Lucas Copado spielen in der Jugend des FC Bayern.
Niko Kovač ist seit gemeinsamen Spielerzeiten beim FC Bayern mit Hasan Salihamidžić befreundet; auch mit Uli Hoeneß’ Chauffeur Bruno Kovacevic ist Kovač befreundet. Zur Feier des 60. Geburtstags Kovacevics im April 2018 in einem Restaurant in Geretsried saßen Niko Kovač und sein Bruder Robert an einem Tisch mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Zwei Wochen später war Niko Kovač Bayern-Trainer. Bayern München zahlte angeblich 2,2 Millionen Euro Ablöse an Eintracht Frankfurt, um Niko Kovač aus seinem Vertrag herauszukaufen.
Als David Alaba im März 2020 vom österreichischen Bundesheer gemustert wurde, musste er seine Tauglichkeit durch mehrere Fitnesstests nachweisen.
Am 34. Spieltag der Saison 1970/1971 wechselt Trainer Udo Lattek in Duisburg mit Günther Rybarczyk den dritten Spieler ein, erlaubt waren damals nur zwei Einwechslungen pro Mannschaft und Spiel. Den Duisburgern fiel es auf, und nach wilden Protesten der Heimmannschaft holte Lattek Rybarczyk wieder vom Feld. Auch im offiziellen Spielbericht tauchte der Spieler nicht auf. Da die Bayern ohnehin 0:2 verloren, blieb der Wechselfehler folgenlos.
Vor seinem Fünf-Spiele-Comeback für den FC Bayern im Jahr 2009 wurde Jupp Heynckes in jenem Jahr viermal operiert. Nach seinem Ende bei Borussia Mönchengladbach 2007 hatte er mit dem Trainerdasein eigentlich schon abgeschlossen. Der Freundschaftsdienst für den FC Bayern und Uli Hoeneß nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann brachte Heynckes aber noch einmal auf den Geschmack: Er übernahm zur Saison 2009/2010 für zwei Jahre Bayer Leverkusen, ehe er zum dritten Mal zu Bayern München ging.
Stefan Effenberg, Kapitän der Champions-League-Triumphatoren von 2001, stand ein Jahr später kurz vor einem Wechsel nach Österreich zu Austria Wien. »Effe wird neuer Cheffe bei der Austria!«, hatte die Kronen Zeitung schon jubiliert. Trainer Walter Schachner legte aber sein Veto ein, der damals 34-Jährige wechselte zum VfL Wolfsburg. Schachner wurde bei der Austria bald durch Christoph Daum ersetzt und trainierte später auch mal Bayerns Lokalrivalen 1860 München.
Thomas Müller züchtet die Pferde, die seine Frau Lisa reitet. Sie ist Profidressurreiterin und träumt von der Teilnahme an den Olympischen Spielen.
In Rio de Janeiro bietet ein Restaurant das Hühnergericht »Frango Oliver Kahn« an. Frango, Hühnchen, ist das brasilianische Äquivalent zu Fliegenfänger. Kahns zwei Patzer im WM-Finale 2002 scheinen in Rio unvergessen.
Als Bundestrainer Helmut Schön 1970 Uwe Seeler zum Nationalmannschaftscomeback überredete, drohte Gerd Müller mit seinem Rücktritt aus der DFB-Elf. In der Mannschaft sei nicht genug Platz für Müller und Seeler. Der Bundestrainer fing den gekränkten Bomber schnell wieder ein: Bei der WM in Mexiko spielten »Uns Uwe« und Gerd Müller gemeinsam – und teilten sich sogar ein Zimmer.
Lothar Matthäus heißt mit Zweitnamen Herbert.
Oliver Kahns Lieblingsfächer an der Uni waren Personal Development und Communication. Kahn studierte neben der aktiven Karriere eine Zeit lang BWL an der Fernuni Hagen (ohne Abschluss). Von 2009 bis 2011 studierte er an der österreichischen Privatuniversität Schloss Seeberg General Management; er schloss das Studium mit dem Master of Business Administration ab.
1991 war der FC Bayern schon Rekordmeister und reichster Klub der Liga, ein Brasilianer hatte aber noch nie im rot-weißen Trikot gespielt. Im Frühjahr reiste also eine illustre Reisegruppe von München an den Zuckerhut. Manager Uli Hoeneß und Trainer Jupp Heynckes beobachteten den 25 Jahre alten Stürmer Mazinho, der mit CA Bragantino gerade Vizemeister geworden war und sieben Tore in 21 Spielen geschossen hatte. Die Bayern befanden Mazinho für Bundesliga- und Bayern-tauglich. Problem nur: Mazinhos Berater bestand darauf, dass es Mazinho nur im Doppelpack geben sollte. Zusammen mit Mazinho sollten die Münchner bitte schön noch den gleichaltrigen Mittelfeldspieler Bernardo vom FC São Paulo verpflichten. Heynckes wollte zwar nur den Stürmer, doch Hoeneß ließ sich überreden: 2 Millionen Dollar Ablöse kostete am Ende von zähen Verhandlungen Mazinho, immerhin schon brasilianischer Nationalspieler, weniger als die Hälfte Bernardo; alles in allem also umgerechnet 5,3 Millionen Mark (2,65 Millionen Euro) Ablöse.
Während Mazinho in seiner ersten Saison immerhin 28 Spiele bestritt (acht Tore) und bis zur Winterpause der Saison 1993/1994 durchhielt, gab Bernardo schon im September auf. Nach zwei Bundesligaeinsätzen bat er um Heimaturlaub – und blieb in Brasilien. Zu schaffen gemacht hatte Bernardo bereits sein erster Tag in München: Mittags gelandet und vom Flughafen abgeholt, sollte der Mittelfeldspieler seine neuen Mannschaftskameraden auf einer Floßfahrt kennenlernen, und zwar richtig: Hoeneß hatte Kapitän Klaus Augenthaler eingeschärft, den Neuzugang bitte nicht ins Wasser zu werfen, er wisse nicht, ob der schwimmen könne. Doch davon wollten sich die Spieler lieber selbst ein Bild machen. »Jeder hatte schon ein paar Bier, und dann dauerte es nicht lange, bis er im Wasser lag«, erinnerte sich Augenthaler. »Dann habe ich ›Crocodiles‹ gerufen. Ich habe noch nie jemanden so schnell schwimmen sehen, obwohl das Wasser eh nur bis zur Hüfte ging.«
Mazinhos Vorname ist Waldemar, mit bürgerlichem Namen heißt er Waldemar Aureliano de Oliveira Filho. Er ist weder verwandt noch verschwägert mit Thiago Alcántaras Vater, der ebenfalls Mazinho (bürgerlicher Name: Iomar do Nascimento) genannt wird. Beide nahmen 1991 aber gemeinsam für Brasilien an der Copa America 1991 teil; Weltmeister wurde 1994 aber nur Thiagos Vater.
Uli Hoeneß wurde vom Landgericht München im März 2014 wegen Steuerhinterziehung in sieben Fällen über insgesamt 28,5 Millionen Euro zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Hoeneß saß seine Haft zunächst in der JVA Landsberg am Lech ab und arbeitete dort in der Kleiderkammer. Nach der Hälfte der Haftzeit kam Hoeneß frei, die restliche Strafe wurde für drei Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Insgesamt zahlte Hoeneß dem Fiskus 43 Millionen Euro (samt Zinsen von sechs Prozent bei acht Jahren Hinterziehungszeitraum) nach.
Hoeneß erhielt 5500 Briefe nach Landsberg ins Gefängnis. »Keine fünf waren beleidigend«, sagte Hoeneß nach seiner Entlassung der Welt.
Karl-Heinz Rummenigge bezeichnete sich selbst einmal im vereinseigenen Podcast als »westfälischen Büffel«.