Secret Dreams
Gefährliche Leidenschaft
Mel Hope
Autorin von Romanzen und Liebesgeschichten, die eine Schwäche für Bad Boys hat. Kann sich nicht kurzfassen und neigt dazu, vor Ungeduld mit den Füßen zu wippen.
Mit meinem Debüt ›Secret Dreams – Gefährliche Leidenschaft‹, das Mitte 2016 das Licht der Buchwelt erblickt hat, habe ich mir einen meiner größten Träume erfüllt.
Du teilst meine Vorliebe für Bad Boys, raue Sexszenen und Happy Ends?
Du bevorzugst einen direkten Schreibstil mit deutlicher Sprache?
Du hast kein Problem mit Protagonisten, die fluchen und sich auch mal danebenbenehmen?
Dann heiße ich dich in meiner Welt willkommen!
Viel Spaß wünscht dir
Deine Mel
Secret Dreams – Gefährliche Leidenschaft
von Mel Hope
Erstausgabe Juni 2016
Copyright © Mel Hope
Alle Rechte vorbehalten!
Handlung und handelnde Personen sind frei erfunden, jede Ähnlichkeit zu lebenden Personen und Organisationen ist unbeabsichtigt und rein zufällig. Markennamen sowie Warenzeichen, die in diesem Buch verwendet werden, sind Eigentum ihrer rechtmäßigen Eigentümer.
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Autors. Dies schließt die Verwendung oder Vervielfältigung durch elektronische, digitale und fotografische Methoden sowie die digitale Speicherung und Verbreitung ausschließlich mit ein.
Cover © Sabrina Dahlenburg
Lektorat/Korrektorat © S. S.
Satz und eBook © Mel Hope
Impressum:
Melanie Suffner
Hans-Böckler-Str. 41
87600 Kaufbeuren
contact@mel-hope.de
ALBTRÄUME ... die sie Nacht für Nacht quälen ... hemmungslose LEIDENSCHAFT ... und ... LIEBE ...
Die toughe FBI-Agentin Faye Cole musste früh lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Als ihre Eltern vor 15 Jahren auf bestialische Art und Weise ermordet wurden, brach für sie eine Welt zusammen. ER hat einfach alles ausgelöscht!
Ihre Familie, ihr Leben und den Glauben an das Gute im Menschen.
Eine Beziehung kommt für sie nicht in Frage. Doch dann trifft sie im Park auf Damion Tyler. Er ist sexy, geheimnisvoll und unwiderstehlich - und er will SIE. Um jeden Preis!
Und obwohl sie weiß, dass sie mit dem Feuer spielt, gibt sie ihrem Verlangen nach ... Zuerst ist es nur ein Spiel, verlockend und leidenschaftlich. Aber da ist mehr. So viel mehr. Sie ahnt nicht, dass die Dämonen der Vergangenheit sie in die Knie zwingen könnten ...
Liebe Leserin, lieber Leser,
du solltest dieses Buch nur lesen, wenn du dich stabil genug dazu fühlst. Das hier ist kein softer Liebesroman, sondern Dark Romance. Das bedeutet, dass dich explizite Szenen und eine ungeschönte Aussprache erwarten. Es werden unter anderem sensible Themen angesprochen.
Bitte sei dir deiner eigenen Verantwortung bewusst, da diese Themen schlechte Erinnerungen und Erlebnisse triggern können.
Der vorliegende Roman ist rein fiktional und soll dir zur Unterhaltung dienen. Wenn dich dieses Vorwort abschreckt, bitte ich dich, von dieser Geschichte Abstand zu nehmen.
Allen anderen wünsche ich viel Spaß beim Lesen und eine spannende Reise durch die emotionale Geschichte von Faye & Damion!
Deine Mel
Für Andreas und Ramona.
Ohne euch würde es dieses Buch nicht geben.
Inhaltsverzeichnis
Über die Autorin
Kurzbeschreibung
Vorwort
Prolog Traumwelt
Kapitel 1
Kapitel 2 Traumwelt
Kapitel 3
Kapitel 4 Traumwelt
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10 Traumwelt
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14 Traumwelt
Kapitel 15
Kapitel 16 Traumwelt
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 19
Kapitel 20
Kapitel 21
Kapitel 22
Kapitel 23 Traumwelt
Kapitel 24
Kapitel 25
Kapitel 26
Kapitel 27
Kapitel 28 Traumwelt
Kapitel 29
Kapitel 30
Kapitel 31
Kapitel 32 Traumwelt
Kapitel 33
Kapitel 34 Traumwelt
Kapitel 35
Kapitel 36 Traumwelt
Kapitel 37
Kapitel 38 Traumwelt
Kapitel 39 3 Tage später …
Kapitel 40
Kapitel 41
Kapitel 42
Kapitel 43 Damion
Kapitel 44
Epilog 7 Monate später …
Danksagung
Um mich herum ist alles in bedrückende Finsternis getaucht, aber das ist nicht das, was mir so eine Scheißangst einjagt.
Zu wissen, dass ich nicht alleine bin, dass ER hier ist, um mich zu jagen. Die Gewissheit, dass er mich letztendlich finden wird, ganz egal, wo ich mich vor ihm verstecke, versetzt mich in Panik.
Ich kann ihm nicht entkommen. Niemals. Und doch versuche ich es immer wieder, weil ich die Hoffnung noch nicht aufgeben möchte. Weil ich es nicht kann.
Das hier ist mein Zuhause. Der Ort, an dem ich aufgewachsen bin und an dem ich mich sicher fühlen sollte. Aber ich kann es einfach nicht. Ich habe keine Angst vor dem Alleinsein und auch nicht vor der Dunkelheit. Nein ... Ich habe Angst, NICHT alleine zu sein.
Die Stille der Nacht, die sich immer so beruhigend auf mich ausgewirkt hat, ist nun zu meinem Feind geworden. Geräusche erscheinen plötzlich viel lauter und vertraute Gegenstände verzerren sich zu furchteinflößenden Fratzen, die mich zu verspotten scheinen. Diese lähmende Angst, wenn ich die Treppe hinuntersteige und die Stufen, die einfach kein Ende nehmen. Das ist mein Schicksal. Für mich gibt es keine Hoffnung, kein Entrinnen.
Blindlings taste ich mich in mein Schlafzimmer vorwärts und für einen kurzen Moment überkommt mich das naive Gefühl von Sicherheit. Dabei weiß ich, dass ich nie wieder irgendwo sicher sein werde. Und noch bevor sich dieses Gefühl in mir festsetzen kann, ertönen von unten beängstigende Laute, die mein Herz auf der Stelle schneller schlagen lassen. Die Entscheidung, sich erneut in die Dunkelheit hinauszuwagen, ist gefährlich und doch gebe ich dem Drang nach.
Vorsichtig schleiche ich nach unten und versuche, die neu aufkeimende Panik in den Griff zu bekommen. Nur ein einziger Fehler könnte mich mein Leben kosten und ich bin nicht bereit, mich IHM hinzugeben. Jeder Schritt kostet mich große Überwindung, aber ich beiße die Zähne zusammen und gehe weiter. Doch da ist nichts. Gar nichts. Gott, verliere ich nun auch noch meinen verdammten Verstand?
Wütend und total durcheinander stapfe ich zurück ins Schlafzimmer, aber noch bevor ich dort ankomme, fällt mir auf, dass die angrenzende Tür einen Spalt weit offen steht. Schlagartig wird mein gesamter Körper von einer Gänsehaut überzogen. Schweißperlen treten mir auf die Stirn und mein Puls hämmert in meiner Brust.
Ich kenne den Grund. Ich weiß, dass ER dort auf mich wartet. Und ich weiß, dass er spielen will. Mit mir ganz allein.
Zögernd mache ich ein paar Schritte auf die Tür zu, bevor ich entschlossen nach dem Türgriff greife und den in Finsternis gehüllten Raum betrete.
Meine Zeit ist gekommen. Das hier ist mein Schicksal.
»Scheiße!«
Keuchend sprang ich von meiner Couch. Mr Flausch, mein kleiner Kater, maunzte mich beleidigt an. Er hatte es sich bei mir gemütlich gemacht und war von mir unsanft aus seinem Schlummer gerissen worden.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es bereits zwei Uhr nachts war. Ich war nach diesem nervenaufreibenden Tag wohl einfach auf dem Sofa eingeschlafen.
Bei solchen Träumen hatte man ja auch nicht wirklich Lust, ins Bett zu gehen, oder?
Mein Kater sah mich vorwurfsvoll an, woraufhin ich ihm einen entschuldigenden Blick zuwarf und ihn kurzerhand auf den Arm nahm.
»Tut mir leid, mein Kleiner, aber daran wirst du dich wohl gewöhnen müssen. Das ist schon ewig so bei mir. Und ich glaube, es wird nie mehr anders. Jede Nacht diese verfluchten Albträume! Ich kann nichts dafür, weißt du?«
War ich gerade ernsthaft dabei, mich meiner Katze zu erklären?
Aber er sah mich an, als würde er jedes einzelne Wort ganz genau verstehen. Da konnte ich ihm auch gleich die komplette Geschichte erzählen.
»Ich wache immer im Haus meiner Eltern auf. Zwar ist mir alles vertraut, aber ich fühle mich dort trotzdem völlig fremd.« Er begann beruhigend in meinen Armen zu schnurren, was mir ein wenig von meiner Anspannung nahm.
»Ich träume, dass ich dort mitten in der Nacht aufwache, verrückt was?
Mal wache ich als Kind auf, dann wieder als Jugendliche oder einfach als Erwachsene. Nur eins bleibt immer gleich:
ER ist da. Und es ist jedes Mal die Nacht, in der meine Eltern ermordet werden.« Tröstend stupste Mr Flausch seinen Kopf gegen mein Kinn. Diese süße Geste entlockte mir ein kleines Lächeln.
»Du verstehst mich, stimmts? Da hast du wohl ein ganz schön kaputtes Frauchen erwischt.«
Das war schließlich auch kein Wunder. Meine Träume entsprangen keiner kranken Fantasie, zumindest nicht meiner eigenen. Sie waren eine Dauerschleife aus der Vergangenheit.
Meiner Vergangenheit.
Ich musste mit ansehen, wie meine Eltern auf bestialische Art ermordet wurden und diese entsetzlichen Bilder würden mich ein Leben lang verfolgen.
Erschöpft machte ich mich gemeinsam mit meinem Kater auf den Weg ins Bad. Grummelnd stellte ich mich vor das Waschbecken und schnappte mir die Zahnbürste. Ein Blick in den Spiegel gab mir dann endgültig den Rest. Ich sah beschissen aus und genauso fühlte ich mich auch! Der Gedanke an mein warmes Bett ließ mich sehnsüchtig aufseufzen.
Während ich mir die Zähne wie eine Besessene putzte, begann sich das Karussell in meinem Kopf erneut zu drehen. Alles vermischte sich. Und wenn ich alles sagte, dann meinte ich all den Scheiß, den ich in den letzten 15 Jahren erlebt hatte. Den ganzen Mist, den ich selber verbockt hatte und all das, was ich dadurch verloren hatte.
Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wovon ich rede, stimmts? Am besten, ich fange ganz von vorne an.
Mein Name ist Faye Cole, ich bin 28 und FBI-Agentin beim CASMIRC, dem Child Abduction and Serial Murder investigative Ressources Center. Das hättet ihr jetzt eher nicht vermutet, was?
Für mich war dieser Job die einzige Wahl, die ich hatte. Ich musste mich an irgendwas in dieser Welt festhalten, das wenigstens ansatzweise für Gerechtigkeit sorgte. Sonst wäre ich an der Sache mit meinen Eltern kaputt gegangen.
Ich hatte einfach alles da reingesteckt.
Meine Trauer, meinen Ehrgeiz, meine Energie und all meine Zeit. Dieser Job war mein Leben. Und das war genau richtig für mich.
Mein Team, unsere Fälle und das gute Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Die Arbeit beim FBI machte mich glücklich. Alles war gut. Alles war richtig.
Bis zu dem Scheiß mit Cam.
Er war mein bester Freund. Mehr noch! Er war so was wie mein Bruder. Und ich allein bin schuld daran, dass er jetzt unter der Erde liegt. Weil ich meine verdammte Klappe nicht halten konnte, hatte ihn ein Wahnsinniger entführt, gefoltert und ermordet. Gott, es fühlte sich für mich noch immer an, als hätte ich ihn regelrecht ans Messer geliefert!
Seitdem war ich nicht mehr ich selbst. Ich war völlig am Ende. Heulkrämpfe, Panikattacken, Wutausbrüche, Selbsthass. Das ganze Programm eben. Eine jämmerliche Versagerin!
Der Chief verordnete mir eine Auszeit auf unbestimmte Zeit. Ich sollte erst mal wieder zu mir selbst finden.
Tja, was soll ich euch sagen?
Ich steckte nun schon seit über einem Jahr in dieser beschissenen Auszeit fest.
Zur absoluten Krönung musste ich auch noch zu einem Seelenklempner, bei dem ich mir den ganzen Scheiß von der Seele reden sollte.
Das Ergebnis?
Ich fühlte mich genauso mies, wie zu Beginn.
Zweimal in der Woche saßen wir zusammen. Er hoffte, dass ich etwas Heilsames preisgeben würde, und ich wartete darauf, dass die Stunde vorbeiging.
Für mich gab es da nichts zu reden. Ich war für Cams Tod verantwortlich. Punkt. Tag für Tag lebte ich mit dieser Schuld.
Seitdem war mein Leben ein einziger Scherbenhaufen.
Keine Familie, kein Mann und ich steckte nach wie vor in dieser verfluchten Auszeit fest.
Wie tief konnte man noch sinken?
Wütend, dass mich dieses Gefühl der Ohnmacht bereits wieder zu packen versuchte, spuckte ich die restlichen Zahnpastareste aus und wusch mir grob das Gesicht.
Wenigstens waren da noch meine beste Freundin Jill und die Jungs vom Polizeirevier, mit denen ich mich ab und zu traf. Ich wüsste nicht, was ich ohne sie machen würde …
Mr Flausch strich ungeduldig um meine Beine, als würde er genau spüren, dass ich gerade wieder finstere Gedanken in mir wälzte.
Mit ihm teilte ich mir meine 2-Zimmer-Wohnung in einem abgelegenen Viertel in der Bronx. Der kleine Racker hatte wohl Hunger und forderte dies nun lautstark bei mir ein.
Ich ging in die Hocke und strich ihm über das samtig weiche Fell. »Ist ja schon gut, ich mach dir gleich was zu essen«, flüsterte ich beschwichtigend.
Als ich mich aufrichtete, wurde mir schlagartig schwindelig und hätte ich mich nicht in letzter Sekunde am Waschbecken festgehalten, wäre ich wohl mit dem Kopf voraus auf die Fliesen geknallt.
»Gottverdammt!«
Ich spritzte mir etwas kaltes Wasser ins Gesicht und warf rasch einen Blick in den Spiegel, um mein bleiches Gesicht zu betrachten. Aber was ich dort sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren.
Kristallklare blaue Augen blickten mir herausfordernd entgegen und beobachteten mich mit diesem wissenden Blick.
Reflexartig griff ich nach dem Erstbesten, das ich erwischen konnte. Mit der Bürste in der Hand wirbelte ich herum und war bereit, mich zu verteidigen.
Aber da war nichts. Gar nichts. Kein Mann mit stechend blauen Augen und erst recht kein Angreifer.
Hatte ich mir das alles nur eingebildet?
Ja, auch das ist seit damals ein Teil von mir. Ich habe Halluzinationen. Als ob Stücke meiner Scheißträume in die Realität schlüpfen könnten, und zwar immer genau hinter mich.
Obwohl mir, rein rational, klar war, dass ich alleine in meiner Wohnung war, musste ich auf Nummer sicher gehen.
Der erste Weg führte mich ins Schlafzimmer, dort lag meine Waffe neben dem Bett. Erst als ich meine Knarre in der Hand hielt, fühlte ich mich besser.
Vorsichtig schlich ich mich an der kleinen Garderobe und der Wohnungstür vorbei. Die Sicherungskette war davor gelegt und der Schlüssel steckte wie immer. Küche und Wohnzimmer waren ebenfalls leer. Bevor ich mich erschöpft aufs Bett fallen ließ, gab ich meinem Baby noch sein Essen.
So konnte es einfach nicht weitergehen. Diese blauen Augen mussten endlich aus meinem Leben verschwinden. Ich musste mich in den Griff kriegen. Zum ersten Mal seit der Sache mit Cam gelang es meinem Überlebenswillen, die Schuldgefühle niederzuringen.
Morgen früh würde ich wieder laufen gehen!
Entschlossen richtete ich mir die Laufsachen so her, dass mein Blick nach dem Aufwachen direkt auf sie fallen würde. Dann endlich legte ich mich ins Bett.
Mr Flausch kuschelte sich ans Bettende, und während ich langsam wegdämmerte, verfolgten mich diese blauen Augen bis in meine Träume ...
Überall ist Blut.
Cams entstellte Leiche liegt zu meinen Füßen. Seine toten, ausdruckslosen Augen starren mich in stummer Anklage an. Sein Gesicht zu einer fürchterlichen Fratze verzerrt und der Körper mit unzähligen Schnittverletzungen und Wunden übersät.
Ich habe versagt.
Schon wieder.
Cam wollte mir helfen und nun ist er tot. Aufgeschlitzt und ausgeblutet liegt er vor mir und ich habe nichts dagegen unternommen. Anstatt ihn zu retten, habe ich mich auf ein Spiel mit dem Killer, der sich selbst ›Schlitzer‹ nennt, eingelassen und damit sein Leben verspielt.
Wie konnte es nur so weit kommen? Wie konnte ich nur so dumm sein?
Der Anblick meines besten Freundes ... meines Bruders ... lässt Übelkeit in mir hochkriechen, dabei habe ich kein Recht dazu.
Wie kann ich mich vor ihm ekeln, wo doch ich allein an seinem Tod schuld bin? Wie kann ich es wagen, ihn auch nur eine Sekunde lang mit anderen Augen zu sehen?
All die Jahre stand er an meiner Seite und nun das.
Wieso konnte ich nicht einfach meine verdammte Klappe halten? Wenigstens ein einziges Mal!
Wenn ich mir auch nur vorstelle, was ihm dieser kranke Bastard angetan hat, wird mir schlecht.
Cam muss schreckliche Qualen gelitten haben, das sagen mir sein Körper und der Blick, mit dem er mich noch immer zu verurteilen scheint. Und er hat jedes verfluchte Recht dazu!
Seine Beine stehen in einem ungesunden Winkel von seinem Körper ab, jeder einzelne Finger wurde ihm gebrochen und da, wo einmal sein Brustkorb gewesen ist, klafft nun ein riesiges Loch, aus dem die Gedärme zu allen Seiten hängen. Der Killer hat ihm die Kehle aufgeschlitzt und sein Herz in das Loch hineingestopft.
Gott, ich kann nicht mehr.
Sein Anblick zerfetzt mein Herz erneut in alle Einzelteile, doch diesmal wird es nie wieder heilen, da bin ich mir sicher.
Ich riskiere einen weiteren Blick und mein Herz bleibt bei dem, was meine Augen sehen und was sekündlich in meinen Verstand sickert, zum wiederholten Mal beinahe stehen.
Dieser Irre hat seine perversen Fantasien an ihm ausgelebt und kein Stück unversehrt gelassen. Überall klebt getrocknetes Blut. Der beißende, kupferartige Geruch löst schon wieder eine Welle der Übelkeit in mir aus, dabei sollte ich es von meinem Job gewohnt sein.
Von dem Cam, den ich kannte, ist nichts mehr übriggeblieben. Das hier ist lediglich seine tote Hülle. Scheiße, ich konnte mich noch nicht einmal von ihm verabschieden!
Du bist eine Versagerin und hast dir das hier selbst zuzuschreiben!, schallt mich mein Verstand.
Er hat ja so recht …
Wenn ich nicht gewesen wäre, würde Cam noch leben. Es ist ganz allein meine Schuld.
»Es tut mir ja so leid, Cam ... so unfassbar leid ...«, flüstere ich und sinke gebrochen und mit verschwommener Sicht zu Boden.
So sieht mein Leben aus.
Jeder Mensch, den ich liebe, wird mir früher oder später entrissen. Ich habe die Liebe dieser Menschen nicht verdient. Ohne mich sind sie besser dran. Denn dort, wo ich auftauche, herrschen Chaos und Tod.
Ganz tief in mir zerbricht etwas, was nie wieder heilen wird.
Als ich aufwachte, verspürte ich ein Gefühl, von dem ich mich innerlich eigentlich schon verabschiedet hatte.
Lust.
Ich hatte Lust auf Sex.
Mein Körper sendete eindeutige Signale und mein Körper schien sie tatsächlich zu empfangen. An diesem Morgen war das Verlangen, das ich spürte, wichtiger als all der Schmerz. Es war übermächtig.
Was war nur los mit mir? Wie krank war ich eigentlich? Wie konnte ich nach dieser schrecklichen Erinnerung, die ich gerade noch mal durchlebt hatte, nur an Sex denken?
Sex war für mich noch nie etwas Besonderes gewesen, eher ein Mittel zum Zweck. Man machte es eben, weil es dazu gehörte.
Guten Sex wusste ich durchaus zu schätzen. War für mich das gleiche wie gutes Essen. Das genoss ich, aber satt wurde man notfalls auch von trockenem Brot.
Ihr merkt sicher schon, der leidenschaftliche Typ bin ich eher nicht. Meine ganze Leidenschaft hatte ich immer in meinen Job gesteckt.
Mit 25 Jahren leitete ich bereits mein eigenes Team beim CASMIRC. Außer für eine schnelle Nummer war einfach kein Platz für viel Sex oder eine Beziehung gewesen. Ich hatte es auch nie vermisst. Wie gesagt, mein Leben war dieser Job. Bis meine Welt erneut zusammenbrach und ich mich wieder hilflos und ausgeliefert fühlte, wie damals als Kind. Nur, dass ich kein Kind mehr war, sondern eine erwachsene Frau, die verdammt noch mal zugelassen hatte, dass ihr bester Freund von dieser Bestie gequält und schließlich ermordet wurde!
Ich hatte versagt. Diesen Fehler werde ich mir niemals verzeihen können.
Das Bild seiner geschundenen und entstellten Leiche sah ich vor mir, sobald ich nur zu denken anfing. Ehrlich, einen besseren Lustkiller gab es wohl nicht.
Mühsam krabbelte ich aus meinem warmen Bett, um mir frischen Kaffee aufzusetzen. Ohne Koffein war ich nur ein halber Mensch.
Was sollte ich sagen?
Jeder hatte so seine Laster. Kaffee war eindeutig meins.
Die erste Tasse schüttete ich immer gierig in mich hinein, um wach zu werden, damit ich die zweite richtig genießen konnte. Ich setzte mich an meinen kleinen Küchentisch und ließ die Geschehnisse des gestrigen Abends Revue passieren.
Je mehr ich darüber nachdachte, desto lächerlicher erschien mir meine übertriebene Reaktion. Dieses Augenpaar, das mir im Spiegel entgegenblickte, entsprang bestimmt nur der Vorstellung meines erschöpften Verstandes.
Während ich noch in Gedanken versunken war, schlüpfte Mr Flausch lautlos um die Ecke, nur um es sich, wie jeden Morgen, auf meinem Schoß bequem zu machen.
Die Tatsache, dass ich bereits seit über einem halben Jahr stolze Katzenmama war, hatte ich nur meiner besten Freundin Jill zu verdanken.
Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, mir ein Haustier zuzulegen. Nicht, weil ich Tiere nicht mochte – ich liebte sie! – jedoch lebte ich seit vielen Jahren vollkommen allein und war es deshalb nicht gewohnt, mich um jemand anderen zu kümmern. Doch dieses kleine Fellknäuel hatte mich buchstäblich um seine Pfote gewickelt.
Ich kraulte ihn an seiner Lieblingsstelle direkt hinter dem Ohr und trank währenddessen entspannt den Kaffee aus. »So, mein Süßer, jetzt bekommst du dein Frühstück und dann sehen wir mal, was ich noch an Kondition übrig habe.«
Während Mr Flausch genüsslich seinen Napf leerte, zog ich mir die Laufsachen an.
Nur nicht darüber nachdenken, Faye. Wir wissen, wozu das unweigerlich führt.
Ich brachte es lieber gleich hinter mich.
Fertig angezogen machte ich mich auf den Weg in den Pelham Bay Park. Dort war ich vor der Sache mit Cam auch immer joggen gewesen, wenn ich etwas Ruhe und frische Luft benötigte.
Ich war eigentlich ein richtiger Morgenmuffel, doch die Arbeit beim FBI begann oft mitten in der Nacht und so gewöhnte ich mich notgedrungen an das frühe Aufstehen. Außerdem war ich froh, wenn ich meinen Träumen für eine Weile entfliehen konnte.
Ich war auch heute sehr früh dran, was gut war, denn es war Juli und der Tag versprach richtig heiß zu werden.
Die kühle Morgenluft wehte mir entgegen und ließ mich erleichtert aufatmen. Gierig sog ich die frische Luft in meine Lungen und fühlte mich auf der Stelle besser. Schnell fand ich in mein Tempo und genauso schnell versank ich in Erinnerungen.
Ich hatte eine schöne Kindheit gehabt. Mom war Floristin und liebte Pflanzen über alles. Besonders Orchideen hatten es ihr angetan. Überall im Haus verströmten sie ihren süßlichen Duft.
Nach meiner Geburt gab sie ihren Beruf auf, damit sie sich um mich kümmern konnte. Ein Kindermädchen kam für sie nie infrage, schließlich war ich ihr kleines Mädchen.
Dad hingegen war kaum zu Hause, da er als Anwalt für eine internationale Firma unglaublich viel auf Reisen war. Das hieß aber nicht, dass er mich nicht liebte. Ganz im Gegenteil!
Er vergötterte mich und erfüllte mir jeden noch so klitzekleinen Wunsch. Ich war seine kleine Prinzessin, nur Zeit konnte er nie viel mit mir verbringen.
Von außen gesehen wirkten wir sicher wie die perfekte und harmonische Familie. Doch wie in jeder anderen Familie gab es auch bei uns eine Menge Streit. Mom war einfach zu oft allein. Das Geld, das mein Vater verdiente, sicherte uns zwar in finanzieller Hinsicht ein sorgenfreies Leben, aber zu welchem Preis?
Wir bekamen ihn kaum noch zu Gesicht. Und wenn er mal zu Hause war, dann war er meistens zu erschöpft, um etwas mit uns zu unternehmen. Ihre Liebe zueinander litt darunter. Aus der räumlichen Distanz wurde immer mehr auch eine emotionale.
Ich hatte Angst.
Angst, dass Mama und Papa sich trennen könnten und mich allein ließen. Ich weiß, dieser Gedanke war ziemlich egoistisch von mir, aber hey, ich war schließlich noch ein Kind!
Ein plötzlicher Aufprall riss mich aus meinen Erinnerungen und brachte mich ins Hier und Jetzt zurück. Ehe ich mich versah, fand ich mich in den Armen eines Mannes wieder, der mich fest gegen seinen Körper presste. Einen sehr wohlgeformten Körper, wie ich soeben feststellen musste.
Fuck!
»Pass doch …«, aber das letzte Wort blieb mir im Hals stecken, als ich den Blick hob und in strahlend grüne Augen sah. Dieser Anblick ließ mich alles andere vergessen.
»Was zum …«, brachte ich gerade noch heraus, bevor mein Hirn endgültig aussetzte.
Als ich mich endlich von seinen hypnotisierenden Augen lösen konnte, glitt mein Blick langsam über das Gesicht des Fremden.
Einige Strähnen des zerzausten braunen Haares fielen ihm wie zufällig in die Stirn und verliehen ihm einen verwegenen Look. Ich traute mich kaum, ihm erneut ins Gesicht zu sehen, denn sein Anblick machte mich aus unerfindlichen Gründen verdammt nervös. Stattdessen konzentrierte ich mich auf die gerade und nicht zu große Nase, die perfekt in sein Gesicht passte. Die kantigen Gesichtszüge, das markante Kinn, der dunkle Dreitagebart und diese unfassbar sinnlichen Lippen vollendeten das Gesamtbild. Gott, wie konnte ein Mann nur so schön sein? So was sollte verboten werden!
Als ich das leichte fragende Lächeln auf ebendiesen Lippen bemerkte, wurde mir schlagartig bewusst, dass ich ihn immer noch anstarrte.
Gott, wie peinlich!
Ich stieß mich sanft, aber bestimmt von seiner Brust ab, um ein wenig Abstand zwischen uns zu bringen, denn ich brauchte dringend etwas Luft zum Atmen, damit ich wieder klar denken konnte.
Klar denken, ja klar!
Der Unbekannte ließ mich nicht kalt und diese Tatsache verwirrte mich.
Und dann war da noch sein Duft!
Die Kombination aus teurem Aftershave und herben Männerduft, gepaart mit seinem Schweiß benebelten meine Sinne. Ich sollte mich wirklich zusammenreißen, denn ich benahm mich wie ein pubertierendes Mädchen!
Tief durchatmen, Faye. Das hier ist die Realität und keines deiner Bücher!
Einige Sekunden verstrichen, bis ich mich wieder einigermaßen im Griff hatte. Jetzt, da ich etwas klarer denken konnte, betrachtete ich auch den Rest seines Körpers.
Und Gott, dieser Mann war Sex auf zwei Beinen, anders konnte ich es nicht nennen!
Er war mindestens einen Kopf größer als ich, hatte breite Schultern und war gut trainiert. Sein Sixpack konnte ich durch das eng anliegende Shirt mühelos erkennen. Die wohlgeformte Brust, die ich gerade eben noch berühren durfte, ging in schmale Hüften über und endete in langen, muskulösen Beinen, die in kurzen Shorts steckten. Ich konnte seine Muskeln noch direkt unter meinen Fingerspitzen fühlen und der Gedanke daran löste ein angenehmes Kribbeln in mir aus.
Nur widerwillig konzentrierte ich mich wieder auf sein Gesicht, und als sich unsere Blicke erneut trafen, flackerte für einen kurzen Moment etwas in seinen Augen auf. Bevor ich allerdings realisieren konnte, was ich dort sah, war es schon weg.
»Ähm ... hi ...«, zwängte ich mit schüchterner Stimme hervor und sah betreten zu Boden.
Hi? Echt jetzt, Faye?
Ich wünschte, das hier wäre eines meiner Bücher! Noch peinlicher ging es in der Realität ja wohl gar nicht. Der Typ musste denken, dass ich völlig bescheuert war. Zuerst glotzte ich ihn ungeniert an und dann brachte ich nichts weiter als ein armseliges ›Hi‹ zustande.
»Hi«, erwiderte der Unbekannte schmunzelnd.
O Gott, diese Stimme! Gab es eigentlich irgendetwas an diesem Typen, das nicht heiß war?
So tief und rau … Der Klang seiner sexy Stimme schoss geradewegs in meine Pussy.
Du hörst jetzt auf der Stelle damit auf, ihn anzuschmachten!
»Tut mir leid, dass ich einfach so in dich hineingelaufen bin. Ich war in Gedanken versunken ...«, murmelte ich verlegen.
»Mach dir nichts draus. Es hatte durchaus seine Vorteile«, raunte er und zwinkerte mir dabei zu.
»Vorteile?«, fragte ich sichtlich verwirrt und hob eine Augenbraue.
»Mir rennt nicht jeden Tag eine so heiße Frau mitten in die Arme. Es hätte mich weitaus schlimmer treffen können, findest du nicht?«, erwiderte er lachend.
Seine Antwort trieb mir im ersten Moment die Röte ins Gesicht, aber dann konnte auch ich mir mein Lachen nicht mehr verkneifen, und prustete los.
Wann hatte ich zuletzt so losgelöst gelacht?
Ich konnte mich nicht daran erinnern.
Dieser Kerl brachte eine Seite in mir zum Vorschein, von der ich geglaubt hatte, sie nie wieder zu sehen.
»Sorry, ich bin normalerweise nicht so.«
»Du brauchst dich für nichts zu schämen. Wenn es nach mir ginge, würdest du jetzt noch in meinen Armen liegen«, wisperte er und sah mir tief in die Augen.
Seine Worte trieben mir erneut die Röte ins Gesicht
Verflucht! Das hier ist genau wie in einem meiner Bücher.
Ich war doch sonst nie um einen kessen Kommentar verlegen. Wo war nur die selbstbewusste Faye hin?
Die hat sich in den Armen dieses Leckerbissens in Luft aufgelöst, meldete sich mein Bewusstsein unnötigerweise zu Wort.
Na danke auch!
»Okay, du hast gewonnen«, gab ich mich geschlagen.
»Bist du immer so leicht zu überzeugen?«, hauchte er mir verführerisch ins Ohr, nachdem er sich zu mir hinuntergebeugt hatte. Seine Worte bescherten mir eine angenehme Gänsehaut.
»Äh ... nein, da ich jedoch ziemlich unsanft in dich hineingerannt bin, bin ich dir wohl etwas schuldig«, erwiderte ich mit belegter Stimme.
O Gott, flirtete ich da gerade wirklich mit einem fremden Mann?
Diesmal war er es, der mich eingehend taxierte.
Bei seiner intensiven Musterung wurde mir ganz heiß. Ich konnte seine Hände förmlich auf meiner erhitzten Haut spüren und wollte, dass er mich noch einmal berührte.
Als sich unsere Blicke erneut trafen, fuhr die Lust wie ein Blitz durch mich hindurch. Genau wie zuvor war dieser verhangen, nur, dass ich das Verlangen darin dieses Mal deutlich erkennen konnte.
Himmel!
»Geh mit mir aus!«, forderte er in einem Tonfall, der keinen Widerspruch duldete.
Ich brauchte eine Weile, bis seine Worte in mein Gehirn vordrangen.
Hatte ich ihn da gerade richtig verstanden? Er wollte tatsächlich mit MIR ausgehen?
Bei dem Gedanken an ein Date mit Mr Sexy machte mein Herz einen kleinen Satz.
Aber nein … das konnte ich nicht.
Ich konnte nicht seelenruhig mit diesem Mann ausgehen, während mein bester Freund dank mir in der Erde verrottete.
»Tut mir leid, aber ich kann nicht …«, murmelte ich niedergeschlagen und hasste mich für diese Antwort.
»Du kannst nicht? Darf ich auch fragen, wieso?«
»Ich habe einen Freund«, platzte es aus mir heraus. Die Lüge kam mir erstaunlich einfach über die Lippen.
»Einen Freund?«, fragte er misstrauisch.
»Ähm, ja … einen Freund, der ziemlich eifersüchtig wäre, wenn ich mit dir ausgehen würde.«
Scheiße, was rede ich da für einen Unsinn?
Ich hasste es, zu schwindeln, jedoch wusste ich mir in diesem Moment einfach nicht anders zu helfen. Was hätte ich schon sagen sollen?
›Sorry, aber ich kann nicht, weil ich meinen besten Freund auf dem Gewissen habe und mit meinen Schuldgefühlen nicht klarkomme.‹
Das war doch lächerlich!
»Ein Freund ist kein Hindernis, meine Hübsche, aber das wirst du mit der Zeit schon noch erkennen. Verrätst du mir wenigstens deinen Namen?«
Wie bitte? Kein Hindernis?
Verdammt, wieso wurde mir plötzlich so heiß?
»Faye«, presste ich mühsam hervor.
»Faye.« Er ließ sich meinen Namen auf der Zunge zergehen. Beim Klang seiner samtenen Stimme wurde mir schon wieder ganz anders. Aus seinem Mund klang mein Name beinahe exotisch.
»Ein schöner Name, er gefällt mir!«
Ihm gefällt mein Name, schwärmte ich.
Ja, ja, schon gut, krieg dich wieder ein!
»Darf ich auch deinen Namen erfahren, oder ist das dein kleines Geheimnis?«
Ich versuchte, meiner Stimme einen neutralen Ton zu verpassen, aber innerlich brannte ich geradezu auf seine Antwort. Meine neugierige Ader machte mir wie immer einen Strich durch die Rechnung.
»Damion Tyler.«
Damion … welch passender Name für einen solchen Gott.
»Es war nett, dich kennenzulernen, Damion. Ich muss jetzt leider weiter.«
»Etwa zurück zu deinem ›Freund‹?«
Aus seinem Mund klang das Wort beinahe feindselig. Sah ich da etwa Eifersucht in seinen Augen?
Völlig ausgeschlossen, er kannte mich doch überhaupt nicht!
»Das auch, aber zuerst muss ich meinen Lauf beenden. Ich liege nämlich ziemlich schlecht in der Zeit.«
Meine Worte entlockten ihm dann doch noch ein kleines Lächeln. »Dann möchte ich dich mal nicht weiter aufhalten. Es war mir ein Vergnügen, deine Bekanntschaft zu machen. Wir sehen uns, Faye.« Mit diesen Worten joggte er einfach davon.
Ich sah ihm völlig verdutzt hinterher.
Wir sehen uns, Faye?
Wie war das denn bitte zu verstehen?
Selbst lange, nachdem ich wieder zu Hause war, ging mir seine rätselhafte Ankündigung nicht mehr aus dem Kopf. Er hatte so selbstsicher und zuversichtlich geklungen. Aber er kannte nur meinen Vornamen und doch hatten seine Worte so etwas Endgültiges. Fast so, als wäre es unvermeidlich.
Wie auch immer, ich sollte mir darüber nicht zu viele Gedanken machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihn wiedersah, war sehr gering. Und selbst wenn, er würde mich sicherlich nicht wiedererkennen.
Eilig schlüpfte ich unter die Dusche. In einer knappen Stunde musste ich in der Buchhandlung sein. Ich arbeitete dort ein paar Stunden in der Woche gegen eine kleine Bezahlung, damit ich nicht völlig den Verstand verlor, weil mir hier die Decke auf den Kopf fiel. Die Arbeit machte mir großen Spaß. Bücher waren mein Leben. Meine Zuflucht.
Schon als Kind hatte ich jedes Märchen verschlungen. Die paar Stunden Ablenkung taten mir gut, so konnte ich zumindest für kurze Zeit meinem schlechten Gewissen entfliehen.
Während ich mich ausgiebig einseifte, kehrten meine Gedanken zu dem ungewöhnlichen Aufeinandertreffen mit Damion zurück. Allein sein Name ließ mich sehnsüchtig aufseufzen. Was hatte dieser Typ nur an sich, dass er sich ständig in meinen Kopf stahl? Sein kräftiger Körper, überall Muskeln und dann diese wunderschönen grünen Augen ... Ein heiseres Stöhnen entschlüpfte meinen Lippen.
Vielleicht sollte ich?
Nein, an so was hatte ich seit langem kein Interesse mehr.
Oder doch?
Ich könnte es zumindest versuchen.
Was war schon dabei? Ich war schließlich eine erwachsene Frau!
Während eine Hand langsam zwischen meine Beine glitt, dachte ich erneut an ihn. Gott, war ich feucht! Meine Gedanken waren bei Damion, seinem intensiven Blick und der Lust, die ich in seinen Augen hatte erkennen können. Meine Bewegungen wurden immer energischer. Mit einem Finger tauchte ich in das glitschige Nass ein und verteilte es. Fuck, das fühlte sich so verdammt gut an!
Wie es wohl wäre, wenn mich seine kräftigen Hände berührten ... seine Finger über meinen Kitzler strichen ... sein harter Schwanz tief in mich hineinstieß ... mich komplett ausfüllte und schließlich bis zur Besinnungslosigkeit fickte? Immer schneller rieb ich über meine nasse Pussy, bis ich plötzlich mit einem lauten Stöhnen kam.
Oh. Mein. Gott.
War das gerade wirklich passiert? Hatte ich es schon so nötig, dass mich eine einfache Begegnung mit einem attraktiven Mann so auf Touren brachte? So schnell und intensiv war ich bislang nie gekommen.
Ja, ich weiß. Das lest ihr wahrscheinlich in jedem Liebesroman, aber es stimmt nun mal!
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich bereits viel zu spät dran war.
Ich föhnte mir nur halbherzig die Haare und band sie anschließend zu einem unordentlichen Pferdeschwanz zusammen. Um mein Aussehen hatte ich mir noch nie großartig Gedanken gemacht, mir war egal, was andere Leute von mir hielten.
Meine kurze Lieblingsjeans und ein rotes Tanktop lagen auf dem Bett bereit. Schnell schlüpfte ich in ein weißes Set Spitzenunterwäsche – ich hatte eine Schwäche für schöne Unterwäsche – und zog mir daraufhin die Jeans und das Tanktop an. Farblich dazu passende Sandaletten komplettierten mein Outfit.
Bevor ich mich auf den Weg in die Buchhandlung machte, gab ich Mr Flausch noch eine Portion Trockenfutter in den Napf. Er war etwas beleidigt, weil ich so lange im Bad geblieben war.
»Keine Sorge, du bist der einzige Mann in meinem Leben!«, versprach ich ihm. »Auch wenn du nicht so sexy bist, wie der Typ im Park. Was zählt, sind ja schließlich die inneren Werte, stimmts?«
Die paar Meter bis zum Buchladen lief ich zu Fuß, denn ich war gerne an der frischen Luft und genoss das schöne Wetter.
Die Buchhandlung gehörte Alfred, einem älteren Mann um die sechzig. Seine grau melierten Haare besaßen eine Fülle, von der manche Frau nur träumen konnte. Die schokoladenfarbenen Augen strahlten Wärme aus und der Schnauzer verlieh ihm einen großväterlichen Look.
Kleine Lachfältchen waren in seinem Gesicht zu erkennen, was ihn umso sympathischer machte. Ich mochte ihn und seinen gemütlichen Laden und kam seit vielen Jahren her, um mir Lesestoff zu besorgen. Im Laufe der Zeit hatten wir uns miteinander angefreundet.
Als ich vor etwa einem Jahr so brutal abstürzte, hatte er mir diesen kleinen Job angeboten. Die recht simplen Tätigkeiten, die Alfred mir gab, taten mir gut. Er war ein herzensguter Mensch und er hatte wohl gespürt, dass ich genau das brauchen würde.
Am meisten schätzte ich an ihm, dass er mich nicht bedrängte. Er war einfach für mich da, ohne mich einzuengen und mit seiner liebevollen und verständnisvollen Art hatte er sich immer weiter in mein Herz geschlichen. Er war mit der Zeit zu einer Art Vaterersatz für mich geworden.
»Faye, wie schön dich zu sehen. Wie geht es dir?«
»Danke Alfred, mir geht’s gut. Was macht die Familie?«
»Ach, du weißt doch, dass Lisa im Moment ein wenig spinnt. Sie und Lucian haben sich mal wieder gestritten und reden kein Wort miteinander. Die beiden rauben mir noch meinen letzten Nerv!«
Lucian war Alfreds Enkel. Nach dem tragischen Tod seines Sohnes Ryan und dessen Frau Melody zog er ihn gemeinsam mit seiner Frau Camile auf. Lucian war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal zwei Jahre alt gewesen, deshalb fiel ihm die Umgewöhnung nicht allzu schwer. Beide verstanden sich blendend und Alfred war zu einem würdigen Vaterersatz für ihn geworden.
»Die beiden kriegen sich schon wieder ein. In einer Ehe kommt es des Öfteren mal zu Reibereien, das ist völlig normal.«
»Ich weiß, aber dieses Mal scheint es einfach anders zu sein. Lisa ist sogar auf unbestimmte Zeit zu ihrer Mutter gezogen. Ich habe Angst, dass sie sich trennen könnten, dabei passen sie doch so gut zueinander!«
Der alte Mann tat mir leid, wie er so mit hängenden Schultern dastand. Ich konnte die Verzweiflung deutlich in seinem Blick erkennen. Mit wenigen Schritten überwand ich die kurze Entfernung und nahm ihn in den Arm.
Ich kannte ihn seit nunmehr sechs Jahren. Mit ihm konnte ich über all meine Probleme reden. Er hatte stets ein offenes Ohr und eine Tasse Kaffee für mich übrig. Beruhigend strich ich ihm über den leicht krummen Rücken und flüsterte ihm beschwichtigende Worte zu.
»Danke, Faye. Du bist ein echter Schatz. Was würde ich nur ohne dich machen?« Tränen standen dem sonst so fröhlichen Mann in den Augen.
»Du weißt doch, dass du immer auf mich zählen kannst. So schnell wirst du mich nicht los!«
Ein winziges Lächeln stahl sich auf seine Lippen. »Du hast recht, ich benehme mich wie ein kleines Mädchen.« Eilig wischte er sich die Tränen aus den Augen.
Seine Worte entlockten mir ein glockenhelles Lachen.
»Lass uns mit der Arbeit beginnen. Vorhin kam eine neue Lieferung Bücher an. Wärst du so lieb und würdest diese ins Lager räumen?«
»Natürlich, ich mache mich sofort an die Arbeit!«
Während ich die Bücher vorsichtig ins Regal räumte, dachte ich über mein Leben nach.
Seit dem Mord an meinen Eltern hatte ich kein anderes Ziel gehabt, als genau solche Verbrecher zur Strecke zu bringen. Ich hatte mir geschworen, dass ich IHN kriegen würde!
Niemand sollte mit ansehen müssen, was ich gesehen hatte. Schon gar kein Kind. Diese Menschen hatten es nicht verdient zu leben, sie waren es schlichtweg nicht wert. Was sie verdienten, war der Tod und das auf grausamste Art und Weise.
Ich weiß, dass ich nicht so denken sollte. Diese Gedanken waren falsch, aber ich konnte nichts dagegen unternehmen. Dieser eine Mann hatte mein komplettes Leben in nur einer einzigen Nacht zerstört.
Ich musste hilflos mit ansehen, wie er sie gequält hatte ... wie er Stück für Stück ihren Willen gebrochen hatte ... wie das Leben langsam aus ihren Augen wich ... und wie er sie schlussendlich ausgeweidet und mich gezwungen hatte, alles ganz genau zu beobachten.
Ich wollte die Augen verschließen, dieses widerliche Szenario einfach ausblenden und mir einreden, dass alles nur ein böser Traum gewesen war, doch ich konnte nicht wegsehen. Der Blick ihrer toten Augen verfolgte mich noch immer bis in meine Träume.
Am schlimmsten war allerdings sein Lachen.
Während er sie und auch mich quälte, hatte er ununterbrochen gelacht, als wäre das nur irgendein Scheißspiel für ihn. Als er sich dann mir zuwandte, war ein Teil von mir bereits mit ihnen gestorben. Ich hatte solche Angst vor den Schmerzen und wollte einfach nur, dass es bei mir schneller ging.
Ich saß gefesselt auf meinem Stuhl und konnte ihn durch meinen dichten Tränenschleier hindurch kaum erkennen. Doch das Eisblau seiner kalten Augen werde ich niemals vergessen. Er lächelte mich an und mit seiner ruhigen und fast trägen Stimme hörte ich ihn sagen:
»Ich weiß, dass du mich hasst ...
Das ist gut, sehr gut sogar. Denn dieser Hass wird dich vorantreiben und dich zu mir führen. Eines Tages werden wir uns wiedersehen. Ich freue mich schon darauf.«
Ich hatte zuvor noch nie jemanden gehasst. Aber in diesem Moment rauschte das Gefühl in mich hinein. Es pochte durch jede meiner Adern.
Er hatte recht. Ich würde ihn hassen, bis zu meinem letzten Atemzug. Und dieser Hass trieb mich in meinem Job voran. Er war mein verdammter Motor!
»Faye?«, riss Alfred mich aus meinen finsteren Gedanken. »Ist da hinten alles klar bei dir? Wir haben Kundschaft.«
»Ja, natürlich, ich komme gleich!« Rasch räumte ich noch die restlichen Bücher ein, ehe ich mich zurück nach vorne begab, um mich um die Kundschaft zu kümmern.
***
Der Tag in der Buchhandlung verging schnell.
»Das genügt für heute. Du kannst jetzt Feierabend machen. Danke für deine Hilfe. Ohne dich müsste ich den Laden schließen, dabei liegt er mir doch so am Herzen.«
»Mach dir keine Sorgen, Alfred. Ich helfe dir immer wieder gerne aus, auch ohne Bezahlung.«
»Das ist lieb von dir, danke. Aber bezahlen werde ich dich trotzdem für deine Arbeit, das könnte ich sonst nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.«
»Na schön, du sturer alter Mann, ich kann dich ja doch nicht davon abhalten«, erwiderte ich lachend.
»Aber nur, damit du’s weißt«, fügte ich noch hinzu, »ich bin immer für dich da, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Hab also keine Scheu bei mir anzurufen, falls du Hilfe benötigst.«
Der alte Mann war mir mit den Jahren wahnsinnig ans Herz gewachsen. Die Welt erschien mir gleich viel heller, wenn ich Zeit mit ihm verbrachte. Er strahlte eine solche Wärme und Freundlichkeit aus – man musste ihn einfach gern haben!
»Danke, Liebes, das weiß ich zu schätzen. Aber nun ab nach Hause mit dir, sonst frisst dir dein Kater noch die Tapete von den Wänden.«
Nur mit größter Mühe verkniff ich mir ein Lachen. »Wenn er das macht, bin ich nicht länger seine Katzenmama«, versuchte ich so ernst, wie möglich zu erwidern, doch Alfred kannte mich einfach besser.
»Wer’s glaubt! Ich bin zwar alt, Kindchen, aber noch lange nicht senil. Ich kenne keinen, der seine Katze so vergöttert, wie du.«
Damit lag er gar nicht mal so falsch. Ich liebte diese kleine Kratzbürste über alles. Als ich ihn von Jill geschenkt bekam, war er noch fast ein Baby. Wer hätte da schon widerstehen können?
»Ist ja schon gut«, gab ich mich geschlagen, »du hast ja recht. Gute Nacht, Alfred. Bis morgen.«
»Pass gut auf dich auf, Faye, du weißt ja selbst, dass das Viertel hier nicht gerade das Sicherste ist. Ich wünsche dir eine erholsame Nacht, du hast es dir redlich verdient.«
Weil das Wetter so schön war und ich noch etwas Bewegung brauchte, beschloss ich, durch den Park zu gehen.
Na gut, das versuchte ich mir zumindest einzureden, aber ehrlich? Ich hoffte tatsächlich, diesen Typen noch mal dort zu treffen. Damion ging mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Total bescheuert, oder?
Was hatte dieser Mann nur an sich, dass er mich so faszinierte? Egal, ich musste ihn mir aus dem Kopf schlagen. Ich war nicht für Beziehungen gemacht.
Hatte ich echt ›Beziehungen‹ gesagt?
O Mann, was war nur los mit mir?
Ich kannte gerade einmal seinen Namen und hatte schon die Beziehungskiste aufgemacht. Ich war wohl völlig übergeschnappt!
Vielleicht sollte ich mir einfach wieder etwas Spaß gönnen. Unverbindlichen natürlich.
Ob Jill wohl Lust hätte, mit mir um die Häuser zu ziehen? Damit würde ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ich sah meine beste Freundin endlich wieder und konnte mir gleichzeitig diesen Damion aus dem Kopf vögeln. Klang für mich nach einem perfekten Plan!
In einem spontanen Einfall entschloss ich, mich ins Gras zu legen, so hatte ich eine bessere Sicht auf den wunderschönen Sternenhimmel. Jeder einzelne Stern funkelte wie ein wertvoller Edelstein.
Die Dunkelheit der Nacht hatte sich schon immer beruhigend auf mich ausgewirkt, auch wenn sie mich in meinen Träumen das Fürchten lehrte.
Ich genoss die Stille in dieser sonst so lebhaften Gegend. Augenblicke wie diese zeigten mir, dass selbst ich zur Ruhe kommen konnte, auch wenn ich das eigentlich nicht verdient hatte.
Das leise Zirpen der Grillen ließ meinen Verstand endgültig verstummen und der sanfte Wind, der meine nackte Haut streichelte, löste eine angenehme Gänsehaut auf meinem Körper aus. Ich fühlte mich beinahe schwerelos, wie ich dort auf dem weichen Gras lag. Ein Gefühl der vollkommenen Ruhe überkam mich.
Ich wusste nicht genau, wie lange ich hier gelegen hatte, aber ich musste wahrscheinlich eingenickt sein, denn das ferne Bellen eines herannahenden Hundes weckte mich. Wie spät es wohl war? Ich sah auf mein Smartphone.
Oh, verdammt!
Es war bereits nach 22 Uhr. Mr Flausch ging bestimmt die Wände hoch.
Was solls, das wars mir wert.
Ein fast schon fröhliches Grinsen stahl sich auf meine Lippen, während ich die paar Meter bis zu meinem Zuhause zurücklegte.
Dort angekommen entledigte ich mich rasch meiner Kleidung, nur um anschließend nackt in die Küche zu spazieren. Das war einer der Vorteile, wenn man allein lebte.
Obwohl? Zu zweit mit Damion wäre das sicher auch ... Ich musste mich zusammenreißen!
Mr Flausch strich ungeduldig um meine Beine. Ich hob ihn kurzerhand hoch und drückte meine Nase in sein weiches Fell. »Hey, mein Kleiner. Hast du mich vermisst?« Die Antwort bestand aus einem Fauchen.
»Ich weiß, ich bin spät dran, entschuldige.« Als Entschädigung wollte ich ihn noch etwas kraulen, aber er war wohl einfach zu hungrig.
Ich schmunzelte. »Na gut, erst essen, dann schmusen.«
Nachdem Mr Flausch versorgt war und zufrieden vor sich hin schmatzte, entschied ich mich spontan dazu, ein Bad zu nehmen. Normalerweise duschte ich immer, das fand ich einfach praktischer, aber heute wollte ich mir etwas Gutes tun.
Ich gab einen herrlich duftenden Badezusatz, den mir Jill mal geschenkt hatte, ins Wasser. Sofort roch es im Bad nach zarter Vanille.
Ich spürte, wie sich meine Muskeln allmählich entspannten, und genoss die Ruhe für einige Minuten. Schließlich griff ich zum Duschgel und rieb mich damit sanft ein. Als ich bei meinen Brüsten ankam, massierte ich diese ausgiebiger, als den Rest meines Körpers.
Schwer und sehr empfindlich lagen sie in meinen Handflächen. Ich knetete sie und zwickte mir leicht in die Brustwarzen. Die Lust, die mich dabei durchfuhr, sammelte sich geradewegs in meiner Körpermitte. Meine Bewegungen wurden energischer und eine Hand fuhr wie zufällig zwischen meine Beine. Ich war schon wieder so verdammt feucht! Bei dem Gedanken an einen großen, harten Schwanz zog sich meine Pussy sehnsüchtig zusammen.
Mit einem Finger drang ich in das glitschige, feuchte Loch ein, schnell kam noch ein weiterer hinzu.
Einem Mann würde dieser Anblick bestimmt gefallen, wie ich dort mit weit gespreizten Beinen in der Badewanne lag und es mir selbst besorgte.
Der Gedanke, dass mich jemand wie Damion beim Masturbieren beobachten könnte, steigerte meine Erregung in ungeahnte Höhen.
Während ich mich streichelte, knetete ich weiterhin meine Brüste und kniff mir dabei immer wieder in die Nippel. Ob er wohl einen großen ...
Fuck! Ich will Sex.
Nein, ich brauche Sex! Und dringend einen Schwanz zwischen den Beinen.
Gott, ich erkannte mich selbst nicht wieder.
Meine Libido war zeitgleich mit der Begegnung dieser testosterongeladenen Sexbombe zum Leben erwacht. Die letzten Jahre befand sie sich nämlich in einer Art Dornröschenschlaf.
Meine versauten Gedanken kehrten erneut zu Damion zurück. Ich dachte daran, was er alles mit mir anstellen würde. Wie er mich im Bett unterwarf und mich für seine Lust benutzte.
Ich wusste nicht, wieso, aber der Gedanke, von ihm dominiert zu werden, erregte mich mehr, als ich es mir selbst eingestehen wollte.
Immer bestimmter drang ich mit den Fingern in meine enge Pussy ein. Ich wollte es hart. Nein, ich brauchte es hart.
Die andere Hand, die zuvor noch ausgiebig meine Brüste gestreichelt hatte, rieb nun kräftig über meinen mittlerweile geschwollenen Kitzler. Meine Beine zitterten vor Anspannung, ich konnte den herannahenden Höhepunkt bereits spüren.
Während ich mit meinen Fingern den G-Punkt fand und dagegen drückte, rieb ich ein letztes Mal über meinen Kitzler und kam schließlich mit einem lauten Aufschrei.