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Best of Interior 2021

DIE 50 SCHÖNSTEN WOHNKONZEPTE

GUIDO HEINZ FRINKEN
UTE LAATZ

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INHALT

Best of Interior

VORWORT

Guido Heinz Frinken

EINLEITUNG

Ute Laatz

JURY

Die „Best of Interior“-Jury 2021

UNSERE PARTNER

1. PREIS

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Out of the Box gedacht

ESTER BRUZKUS
ARCHITEKTEN
Berlin

ANERKENNUNGEN

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Ein Haus wie gemalt

MOSER UND HAGER ARCHITEKTEN
Linz

Asketische Opulenz

STUDIO RAZAVI ARCHITECTURE
Lyon

Historisch fundiert

ARCH. DANIEL ELLECOSTA
Brixen

Wie ein Maßanzug

FABIAN FREYTAG STUDIO
Berlin

Berliner Moderne

STUDIO OINK
Berlin

AUSGEZEICHNETE PROJEKTE

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Eine Bühne für die Kunst

CHRISTINE MONES ARCHITEKTUR
München

Klotzen statt Kleckern

RAUMKONTOR
Düsseldorf

Aus zwei mach eins

BRÄUNLIN · KOLB · SCHÄLICKE MIT ATELIER RAUMFRAGEN
Berlin

Hanseatisch expressiv

EMMA B. HOME
Hamburg

Blaue Linie

DMA DECKERTMESTERARCHITEKTEN
Berlin

Neues Maß angelegt

DIA – DESIGN IN ARCHITEKTUR
Darmstadt

Mit Stil, Charme und Glamour

CHRISTINE MONES ARCHITEKTUR
München

Fit für die Zukunft

BÜRO PHILIPP MÖLLER
Rosenheim

In neuem Licht

RAUM + INHALT DIRK WEBER
Fulda

Botschaft des guten Geschmacks

ARNOLD/WERNER ARCHITEKTEN
München

Gestaltung mit Weitblick

DIA – DESIGN IN ARCHITEKTUR
Darmstadt

Respektvolle Zeitreise

BINNBERG ARCHITEKTURENTWICKLUNG
München

Ansprechend anders

ROOOM.BIZ
Düsseldorf

Erholung in Sandtönen

SUSANNE KAISER ARCHITEKTUR & INTERIOR DESIGN
Usedom

Zuhause mit einladendem Hotel-Flair

MINTERIOR INNENARCHITEKTUR, DESIGN UND KONZEPTION
Heilbronn

Gefällig ausgefallen

FOCUS EINRICHTUNGEN
München

Chalet goes Loft

ATELIER USHITAMBORRIELLO
Celerina

Lady-Loft

JUNG & KLEMKE
Frankfurt

Urlaub im Fachwerk

HAACKE INNENARCHITEKTEN & DESIGNER
Herdecke

Wohnliche Weite

REIMANN ARCHITECURE
München

Palazzo Veneziano – junges Leben hinter alten Mauern

SISSII ARCHITEKTUR
Venedig

Hüttenzauber der besonderen Art

BÜRO VOIGT
Erzgebirge

Filmreife Kulisse

ANDRIN SCHWEIZER COMPANY
New York

Zeit für etwas Neues

GABRIELE KEMPF INNENARCHITEKTUR
Frankfurt

Luftige Höhen

MAIOMAIO ARCHITEKTEN
Chiemgau

In aller Stille

STUDIO OINK
Frankfurt

Neue Farbe im Leben

JULIA KORZILIUS FINE INTERIORS
Hamburg

Strahlendes Nordlicht

BLOCHER PARTNERS
Oldenburg

Konzentrierte Schlichtheit

DESTILAT DESIGN STUDIO
Wien

Purismus unter Palmen

HOLZRAUSCH PLANUNG UND WERKSTÄTTEN
Miami

London calling

EHAM
London

Offenes Haus

STUDIOHANSEN
Berlin

Wohnwelt aus einem Guss

BRITTA WEISSER INNENARCHITEKTIN
München

Zeitreise ins Jetzt

BLOCHER PARTNERS
Süddeutschland

Ort der inneren Ruhe

SANDRA BERGER
Regensburg

Amerikanische Großzügigkeitt

IAM INTERIOR.ARCHITECTS.MUNICH
München

Das große Ganze im Blick

CY ARCHITECTURE
Wien

Villa mit Wau-Effekt

GESTALTUNG VON RAUM UND GEGENSTAND
München

Bühne für viel Tageslicht

THOMAS BIEBER INNENARCHITEKTEN
Würzburg

Bloß nicht zu gediegen

VON SAVIGNY INTERIOR
Bei Frankfurt

Begrenzt, nicht beengt

SOPHIEGREEN INTERIOR ARCHITECTURE
München

Beste Hanglage

STUDIO LOT
Landshut

Urlaub in der Hauptstadt

JULIA KORZILIUS FINE INTERIORS
Berlin

Kochen im Flur

STRATEGY & SPACE
Berlin

Lösungen des Jahres

Adressen

Impressum

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EIN VORWORT VON

Guido Heinz Frinken

Der französische Philosoph Gaston Bachelard nannte den bewohnten Raum „das Nicht-Ich, das das Ich schützt“. Seine Beobachtung ist wahrer denn je in einer Zeit, in der für die meisten von uns das eigene Zuhause der sicherste Ort ist. Die Innenräume unserer Häuser schützen uns nicht nur, sie manifestieren auch unsere Bedürfnisse und Wünsche. Ein komfortabler, polyvalenter Raum ist essenziell geworden, da Aspekte unseres Lebens, die sich früher woanders abspielten, wie Arbeit, Schule und Sport, nun ihren Platz in unseren Wohnräumen finden müssen.

Zu viel Zeit zu Hause zu verbringen, erstickt jedoch die Fantasie. Als Designer bin ich es gewohnt, meine Inspiration von verschiedenen Menschen und Orten zu bekommen. Aber was soll man in einem Jahr tun, in dem Treffen entmutigt und Reisen verboten sind? Für mich besteht die Antwort darin, meine Vergangenheit und meine Fantasie zu erforschen, um Räume zu entwerfen, die ein Gefühl von zu Hause vermitteln, aber auch Raum zum Träumen bieten.

„Best of Interior 2021“ ist voll von solchen onirischen Orten. Die besten Innenarchitekten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz haben auf diesen Seiten eine wahre Stadt der Träume geschaffen. Die Visionen der einzelnen Teams laden uns dazu ein, uns selbst an einem erstaunlichen Ort vorzustellen. Die besten Entwürfe in diesem Buch sind diejenigen, die sowohl ein Gefühl der Sehnsucht als auch der Zugehörigkeit hervorrufen und uns dazu bringen, dort sein zu wollen. Diese erstaunlichen Dekore animieren uns, unsere eigenen Wohnräume durch die Türen der Fantasie zu verlassen.

In einer Zeit der Einschränkung geht es beim Stil darum, Grenzen zu überwinden. Das zeitgenössische Design mischt Zeitperioden, Kulturen und Farben, um den Eklektizismus und die Helligkeit der Welt nach innen zu tragen. Die besten Designer reagieren auf das, was in der Welt vor sich geht, lassen sich aber nicht von ihr einschränken. Der belgische Modezar Raf Simons sagte: „Ich möchte keine Kleidung zeigen, sondern meine Einstellung, meine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ich benutze Erinnerungen und Zukunftsvisionen und versuche, sie in der heutigen Welt zu platzieren.“ Die Jury von „Best of Interior“ nimmt sich diesen Gedanken zu Herzen, weshalb die in diesem Buch vorgestellten Räume nicht nur ästhetisch sind, sondern auch die Sichtweise ihrer Schöpfer klar offenbaren.

Gutes Interieur-Design beschäftigt sich nicht nur mit Innenräumen. Da die Auswirkungen unseres Lebensstils auf den Planeten immer offensichtlicher werden, ist es unverantwortlich, über Wohnräume nachzudenken, ohne deren Einfluss auf die natürliche Umgebung zu berücksichtigen. Das „Klick und schon ist es da“-Einkaufserlebnis, an das wir uns gewöhnt haben, lässt uns leicht vergessen, dass jede einzelne Sache, die wir in unser Zuhause bringen, einen Preis hat, unabhängig davon, wie viel Geld sie tatsächlich kostet. Die Ressourcen, die Arbeit und der Transport, die in den Produkten stecken, mit denen wir dekorieren, sind vielleicht nicht offensichtlich, aber sie kosten den Planeten oft mehr als das, was wir für die Dinge bezahlen. Als Designer müssen wir diese Fast-Fashion-Wirtschaft herausfordern, indem wir recyceln, lokal einkaufen und uns um die Herkunft der Materialien kümmern, die wir verwenden. Ich habe das Glück, in Berlin zu leben, das sich manchmal wie der größte und fantastischste Trödelmarkt der Welt anfühlt. Die anachronistische Präsenz der Objekte, denen ich begegne, lehrt mich etwas über die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt. Ich baue oft alte Dinge in die von mir entworfenen Innenräume ein, um ein Gefühl für den Ort zu schaffen, aber auch um die Auswirkungen auf den Planeten zu reduzieren. Indem ich alte Objekte an ihre neue Verwendung anpasse, enthülle und erneuere ich ihren Wert und entkomme den Fallen von Nostalgie und Pastiche.

Gleichzeitig wäre es unaufrichtig, die Folgen der Globalisierung und ihren großen Einfluss auf das Design zu ignorieren. Vor 50 Jahren waren Objekte aus anderen Kulturen viel schwieriger zu bekommen, und deshalb waren diejenigen, die in der Nähe der Heimat hergestellt wurden, häufig teurer als heutzutage. Heute liegt uns die Welt zu Füßen, sowohl im übertragenen als auch – leider – im wörtlichen Sinne. Designer, die neue Räume schaffen, müssen Verantwortung für die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf die Welt übernehmen, sowohl die positiven als auch die negativen.

Kulturelle Durchmischung – ob im Design oder im restlichen Leben – erweitert unseren Horizont. Der inspirierende Blick in andere Länder ist eines der großen Privilegien unserer Zeit und hat echte Innovationen in unserer Lebensweise ermöglicht. Leider führt der ausschweifende Impuls oft dazu, dass wir unser Erbe ablehnen und, was noch wichtiger ist, die lokalen Ressourcen ignorieren. Designer haben eine Verantwortung, die Künstler und Unternehmen in ihrer Umgebung zu unterstützen, auch wenn es einfacher und billiger ist, im Ausland produzierte Ware zu beziehen. Wenn das beste Design im Dialog mit seiner Umgebung steht, dann dürfen die besten Designer nicht vergessen, die Kreativität im eigenen Land zu fördern.

Wenn es eine Sache gibt, die mich an der generellen Präsentation der Projekte überrascht, dann ist es das Fehlen von Anzeichen von menschlichen Bewohnern. Jeder Raum ist atemberaubend perfekt. Aber wie würden sie aussehen, fünf Minuten nachdem jemand sie betreten hat? Wenn eine lässig auf die Couch geworfene Jacke oder ein unordentlicher Schreibtisch das Gleichgewicht des Raumes stört, ist der Raum dann dafür gedacht, bewohnt zu werden?

„Muckelig“ ist eine der Qualitäten, die ich in meinen eigenen Designs zu kultivieren versuche, aber nicht mit dem Ziel, niedlich zu sein. Ich möchte, dass sich die Menschen in den Räumen, die ich gestalte, zu Hause fühlen, und für mich ist Zuhause ein warmes, flauschiges Gefühl. Nach einem Jahr, das wir in Innenräumen verbracht haben, täten Designer gut daran, diesem Gefühl mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Auch wenn wir alle von unberührten Räumen träumen, die uns die Realität vergessen lassen, sollten diejenigen, die uns zum Träumen verleiten wollen, uns zumindest die Möglichkeit geben, uns auszumalen, wie wir dort leben. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Designer im kommenden Jahr weniger Angst vor der Gemütlichkeit haben werden. Ihre persönlichen Erfahrungen bringen sie unweigerlich dazu, das Konzept von Zuhause als Ausdruck und Schutz unseres inneren Selbst in all seiner unordentlichen menschlichen Pracht neu zu überdenken.

Viel Freude mit dem Buch!

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Aus dem Vollen geschöpft

WOHNEN IST AUCH 2021 DAS ERFOLGSMODELL IN EINER UNSICHEREN GEMENGELAGE. DENN DIE EIGENEN VIER WÄNDE BIETEN NICHT NUR SICHERHEIT, SONDERN AUCH JEDE MENGE RAUM FÜR PERSÖNLICHE ENTFALTUNG. DIE PROJEKTE IN DIESEM BUCH LIEFERN DAZU KREATIVE IDEEN, WIE AUF MAL KLEINERER, MAL GRÖSSERER FLÄCHE DEM WAHREN LEBEN DER BODEN BEREITET WIRD

Ute Laatz

Natürlich bin ich als Autorin befangen, nicht objektiv und ganz sicher auch parteiisch: Aber Innenarchitektur scheint für mich eine der attraktivsten Professionen überhaupt zu sein. In die Wohnungen und Häuser fremder Menschen geladen zu werden, sich persönlich kennenzulernen, die Substanz des Vorhandenen zu analysieren und gleichzeitig schon die Fantasie spielen zu lassen, was alles werden könnte, stelle ich mir wie ein einziges wunderbares Spiel mit den Möglichkeiten vor. Und tatsächlich klang in den vielen geführten Telefonaten mit den kreativen Planern immer auch zuallererst bei der Erinnerung an das jeweilige Projekt die pure Begeisterung durch. Dabei erschienen die Herausforderungen und zu lösenden Probleme zum Teil immens. Wie dem quasi noch jungfräulichen und eher gesichtslosen Neubau einen ausgebildeten Charakter verleihen, ohne dabei fälschlich zu historisieren? Oder dem nach einstigen Vorstellungen erstellten Altbau-Grundriss zeitgemäße Modernität und Funktionalität abtrotzen, ohne die Vergangenheit zu verleugnen? Aber genau wie bei einer perfekt einstudierten Choreografie auf großer Theaterbühne ist am Ende von der Komplexität und Schwere der Aufgabe nichts mehr zu spüren. Alles fügt sich zu einem großen Ganzen, erscheint selbstverständlich und harmonisch. Und jeder Bruch wirkt wie gewollt – selbst wenn er wie die Einbeziehung von statisch notwendigen Trägern beispielsweise eher aus der Not und dem Erfahrungsschatz des Experten geboren war. Farben, ob leise Ton in Ton oder lautstark kontrastierend, Materialien, ob weiche, warme Texturen oder kühle, harte Oberflächen, sie alle entfalten erst im Zusammenspiel ihre grandiose Wirkung. Die Entscheidung, was „rein in die gute Stube“ darf, wird dabei oftmals vor der Tür getroffen. Denn das Draußen dient als Inspirationsquelle, die regionale Verortung liefert die Blaupause für eine authentische Atmosphäre von deutscher Nordseeküste über Südtirol bis New York City und vielen anderen Orten mehr. International waren die Inneneinrichter zum siebten Mal aufgerufen, ihre Projekte einzureichen, um sie einer Fachjury aus Architektur, Interior Design sowie auch der renommierten Wohnpresse zur Beurteilung vorzulegen. Das Ergebnis sind 50 so individuelle wie buchstäblich vorbildliche Einrichtungslösungen, die zum Schlüssellochgucken und Nachmachen, im Großen wie im Kleineren, einladen. Welcher Weg beschritten wurde und welche Überlegungen schließlich zum sichtbaren Erfolg geführt haben, erzählt dieses Buch.

Zum Staunen, Träumen sowie auch als konkreter Ideengeber und – wer weiß – vielleicht dient es ja auch als Kontaktbörse zu einem Interieur-Profi, der demnächst Ihr Zuhause mit frischem Blick betrachtet.

Die „Best of Interior“–Jury

SIE SCHAUEN AUS UNTERSCHIEDLICHEN PERSPEKTIVEN AUF DAS THEMA WOHNEN UND EINRICHTEN UND SIND SICH DOCH IN EINEM SOFORT EINIG GEWESEN: EIN GELUNGENES INTERIEUR IST MEHR ALS DIE SUMME AUS MÖBEL, BODENBELAG UND WANDFARBE. SIEBEN JURYMITGLIEDER HABEN MITEINANDER DISKUTIERT, ARGUMENTIERT UND AUS DER FÜLLE EINGEREICHTER PROJEKTE SCHLIESSLICH GEMEINSAM 50 KONZEPTE AUSGEWÄHLT, DIE SIE VOLL ÜBERZEUGT HABEN.

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Dr. Fabian Peters

verantwortet als Chefredakteur des Fachmagazins BAUMEISTER die Themen Architektur, Planen, Baukonstruktion, nachhaltiges Bauen, Städtebau und Design.

BAUMEISTER.DE

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Pia A. Döll

arbeitet als freischaffende Innenarchitektin und Architektin und ist seit 2019 Präsidentin des bdia.

BDIA.DE

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Guido Heinz Frinken

sucht in seiner TV-Show „Haus des Jahres“ nach einem beeindruckenden Zuhause. Als Co-Autor nutzt er seine Expertise auch bei der Auswahl von „Best of Interior 2021“.

GUIDOFRINKEN.DE

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Ute Laatz

ist freie Redakteurin im Bereich Wohnen, Mode und Lifestyle. Sie präsentiert als Expertin die ausgewählten Wohnkonzepte anschaulich und in persönlichen Geschichten.

UTELAATZ.DE

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May-Britt-Frank-Grosse

vernetzt als Chefredakteurin der Plattform baunetz interior|design gestaltende wie herstellende AkteurInnen aus Innenarchitektur und Design.

BAUNETZ-ID.DE

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Christina Gath

zeigt als Chefredakteurin des Lifestyle-Magazins SCHÖNER WOHNEN Monat für Monat das Beste aus der Welt des Einrichtens.

SCHOENER-WOHNEN.DE

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Stephan Vary

ist als Architekt und Gewinner von „Best of Interior 2020“ in diesem Jahr ebenfalls Teil der Jury.

LABVERT.COM

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Unsere Partner

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Der bdia bund deutscher innenarchitekten e. V. ist der größte und wichtigste Innenarchitektur-Verband in Deutschland. Seit über 60 Jahren fördert und festigt er den Berufsstand und die Berufsausübung der deutschen Innenarchitektinnen und Innenarchitekten.

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Das Architekturmagazin BAUMEISTER blickt mit breiter Perspektive in die Welt der Architektur und beschäftigt sich nicht nur mit der Ästhetik, sondern auch mit den kulturellen, politischen, sozialen und ökonomischen Aspekten der gebauten Umwelt.

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SCHÖNER WOHNEN ist die führende deutsche Wohnzeitschrift mit Themen rund ums Wohnen, Einrichten, Bauen mit einer verkauften Auflage von rund 200.000 Exemplaren. Die Erstausgabe erschien im Januar 1960 im Verlag Gruner + Jahr.

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BOLD heißt kühn, mutig und tapfer, wild, frech und gewagt. An diese Vision hält sich BOLD bei der Verwirklichung eines Designhotels, das die Hotelszene im günstigen Preissegment ein wenig aufmischen soll.

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NEUHOFF NATURSTEINWERK gehört zu den ersten Adressen in Deutschland, wenn es um hochwertigen Innenausbau und stilvolle Außenanlagen mit Naturstein im In- und Ausland geht. Ob in den Werkstätten im unterfränkischen Schwanfeld oder im Showroom STEINSALON in München, Neuhoff zeichnet große Kompetenz, Fachwissen und Liebe zum Handwerk aus.

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baunetz interior|design – das Magazin für Interior und Design ist Schnittstelle zwischen den Disziplinen, vereint journalistischen Content aus Innenarchitektur und Design und vermittelt zwischen den Protagonisten: Gestaltende wie herstellende AkteurInnen finden auf baunetz-id.de eine Plattform, die relevante Professionals vorstellt, listet und vernetzt. Die Redaktion widmet sich den spannendsten Interiorprojekten und Designfunden in zahlreichen Dossiers und Storys und stellt Menschen und ihre Inspiration in den Mittelpunkt.

1. Preis &

Anerkennungen

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BEST OF INTERIOR AWARD 2021

• 1. PREIS •

Ester Bruzkus Architekten

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EINE LAUDATIO VON

Christina Gath

Dürfen die einfachsten Ideen die besten sein? Beim Projekt The Green Box ohne Zweifel! Wer das 2020 fertiggestellte Penthouse mitten in Berlin betritt, sieht sich einer Wohnvision gegenüber, einem minimalistischen Werk voller Kontraste, mit mutigen Farb- und Materialkombinationen und einer ungewöhnlichen Raumdenke. So konsequent modern gestaltet, wie sich Interieurbegeisterte dies nur wünschen können. Der Grundgedanke des 120 Quadratmeter großen Apartments entspricht dem Farnsworth House Mies van der Rohes, einem Spiel aus Kern und Hülle, der Box in der Box und sich daraus fast natürlich ergebender Zonen. Auch bei The Green Box entstehen die Räume ganz ohne Trennwände. Wohnen, Kochen, Schlafen, Duschen – alles schmiegt sich wie selbstverständlich rund ums grüne Herz, in der Nuance mehr Frosch als Wald, so satt wie beruhigend und gleichzeitig vibrierend. Die zentrale Einheit aus lackiertem Holz beherbergt, was man zum Leben braucht. Bücher im Wohnzimmer, Lebensmittel im Küchenbereich, den Einbauschrank neben dem Bett. Elemente aus Marmor und violettem Quarzit sorgen optisch für Spannung. Was jedoch fast noch mehr erstaunt, ist die einladende Atmosphäre. Trotz kühler Betonwände und der Reduktion aufs Wesentliche wird kompromisslos luxuriöses Wohlfühlwohnen zelebriert. Ein großes Anliegen der Architekten war es, mit starken Kontrasten zu spielen. So flirten etwa im Bad Dinge miteinander, von denen man optische Zuneigung nicht gerade erwarten würde: roséfarbene Waschbecken mit schwarzem Stahl und fantastischem grünem Marmor. Ebenso im Wohnbereich mit üppiger Feuerstelle – hier geben rosa Travertin, Sierra-Ebru-Naturstein, Messing und feine Edelstahldetails dem Lackgrün der Box charmant Kontra. Langeweile kommt tatsächlich an keiner Ecke auf. Absolut unerwartet in seiner Verspieltheit ist das florale Headboard-Highlight hinter dem Bett, bezogen mit einem ikonischen Stoffdesign des Wiener Architekten Josef Frank, produziert von Svenskt Tenn Textilien. Dem Architektenteam gelingt diese Inszenierung aus cool und cozy nahezu perfekt. Bewundernswert auch der Aspekt, dass bei der Transformation konsequent auf den Einbau tierischer Produkte verzichtet wurde, da das Berliner Besitzerpaar vegan lebt. Der runde, handgeknüpfte Teppich vor dem Kamin ist etwa aus botanischer Seide. Bei so viel vorwärts gerichteter Kreativität bleibt nur noch Applaus. Dieses Penthouse pustet einem den Alltagsstaub von der Seele. Was wünscht man sich mehr als „Best of Interior 2021“? Herzlichen Glückwunsch an Ester Bruzkus und Peter Greenberg von Ester Bruzkus Architekten.

Out of the Box gedacht

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ESTER BRUZKUS ARCHITEKTEN // BERLIN

„Um ein guter Designer zu sein, muss man auch ein guter Zuhörer sein“, stellt Peter Greenberg klar. Damit meint der Partner von Ester Bruzkus Architekten nicht allein die Aufgabe, die Wünsche und Vorstellungen des Auftraggebers im Gespräch zu erkunden, sondern auch, in das Gebäude „hineinzuhorchen“. Und dieses Apartment in einem noch nicht gänzlich fertiggestellten Neubau in Berlin verlangte laut und deutlich nach einer offenen, transparenten Lösung. Die beiden Architekten entschieden sich, die Fläche nicht obligatorisch mit Wänden zu gliedern, sondern dem Raum durch eine zentral platzierte Box Struktur zu geben. „Es ist eigentlich eine simple Idee und eine wirkungsvolle noch dazu“, stellt die Architektin Ester Bruzkus zufrieden über den starken Effekt, den der maßgefertigte Einbau innerhalb der Wände aus Glas und Beton hat, fest. Zu einer Seite nimmt er die Küche auf und öffnet sich den öffentlichen Bereichen der Wohnung und dem fantastischen Ausblick über die Stadt. Auf der anderen Seite liegt die Privatzone. An das integrierte Bad schließt sich das Schlafzimmer der Bewohner an. Das Paar pflegt einen veganen Lebensstil, den es bei der Ausgestaltung zu beachten galt. „So wurde der handgetuftete Teppich vor dem Kamin aus pflanzlicher Seide gefertigt“, erklärt Peter Greenberg die sensible Auswahl der Materialien, die zusammen mit subtiler Farbigkeit die Spannung zwischen kühl und warm erzeugen. Dass die Box ausgerechnet einen grünen Anstrich bekam, basiert auf reiner Intuition. „Wenn alle das eine erwarten, sollte man unbedingt das andere tun“, findet Ester Bruzkus. „Ich dachte mir, eine grüne Küche sei hier eine gute Idee“, sagt sie. Im Kontrast zu den vorhandenen rohen Betonwänden sorgt der satte Grünton für Wärme und ist zudem ein perfekter Sparringpartner für Violett, natürliche Brauntöne sowie Messing. Wie überaus modern das goldglänzende Metall wirken kann, stellt es in Kombination mit rosa Marmor und Travertin an der Kaminwand unter Beweis. Basis für die originelle Inszenierung bildet ein helles Eichenparkett, das – sozusagen als Vermittler zwischen den Bereichen, Materialien und Farben – den nötigen Konsens bietet. Wäre dieses Interieur eine Gesprächsrunde, hieße es wohl: Man spricht dieselbe Sprache. Gut zugehört, Team Bruzkus!

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Details

THE GREEN BOX

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Anzahl der Bewohner: 2 Personen

Wohnfläche: 120 qm

Gesamtfläche: 120 qm

Fertigstellung: 2020

„Gutes Design kombiniert rationale, logische Planungen mit verspielten Kontrasten von Materialien und Formen.“

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ESTER BRUZKUS UND PETER GREENBERG
ESTER BRUZKUS ARCHITEKTEN

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Der Wohnbereich dekliniert die Farbwelt des Ambientes. Dabei greift das Sofa den Messington des Kamins auf, das Rosa des Travertins spiegelt sich im Teppich.

Kamin Entwurf Ester Bruzkus Architekten, Realisation Kaminfabrik Hausmann Teppich „Rocktail“ Ferreira De Sá

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Eine der Boxenwände beherbergt die Küche. Der grüne Naturstein greift für ein maximales Maß an Understatement das Grün der Lackierung auf.

Küche Entwurf Ester Bruzkus Architekten

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Ein Detail, an dem man sich nicht sattsehen kann. Die feine Rillenstruktur der Schrankfronten bereichert das subtile Spiel mit Oberflächen.

Einbauschrank Entwurf Ester Bruzkus Architekten

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Die äußere Hülle der Green Box dient zugleich als Hausbibliothek. Der kleine Abstand zur Decke macht das Konzept deutlich, den Raum als Ganzes wahrnehmen zu können.

Essstühle „Afteroom Dining“ Menu Leuchten PSLab Stuttgart

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Am dem Eingang und Wohnraum gegenüberliegenden Ende hat man von der Terrasse einen einzigartigen Blick über Berlin. Semitransparente lange Vorhänge filtern das Licht.

Wandfarbe „Icons“ Caparol

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Das Kopfteil des Bettes ist ein wahres Kunstwerk. Sein Bezugsstoff wurde nach einem Entwurf aus den 1940er-Jahren des Architekten Josef Frank gefertigt.

Stoff „Teheran“ Svensk Tenn

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Ein Blick ins Badezimmer auf der rückwärtigen Seite der Box. Als grafisches Element dient hier der Kreis, der sich in Spiegel und den Türgriffen wiederholt.

Armaturen Vola Einbauschränke Entwurf Ester Bruzkus Architekten

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Der Eingangsbereich hat sich mit Wänden und Decke aus Sichtbeton seine coole Anmutung bewahrt. Verspiegelte Flächen reflektieren das raumbestimmende Grün, der helle Eichenboden schafft Wohnlichkeit.

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