Pilgern zu Wasser und zu Lande

Inhalt

Fußnoten

Einleitung

Eine erste, vorläufige Auswertung erfolgte durch Hartmut KÜHNE/Jörg ANSORGE, Die Pilgerzeichen aus dem Hafen von Stade. Ein Fenster in die unbekannte Wallfahrtsgeschichte des Landes zwischen Weser und Elbe, in: Stader Jahrbuch 106 (2016), S. 1143.

Hartmut KÜHNE (Bearb.), Pilgerspuren. Wege in den Himmel/Von Lüneburg an das Ende der Welt. Doppelausstellung im Museum Lüneburg und den Museen Stade, 26. Juli 202016. Mai 2021, Petersberg 2020.

Lars ANDERSSON, Pilgrimsmärken och vallfart. Medeltida pilgrimskultur i Skandinavien (Lund studies in medieval archaeology 7), Stockholm 1989.

Christian KRÖTZL, Pilger, Mirakel und Alltag. Formen des Verhaltens im skandinavischen Mittelalter (Studia historica 46), Helsinki 1994.

Seelenheil und Infrastruktur

Urkundenbuch der Stadt Leipzig, Bd. 1: 10211485, hg. von Carl Friedrich VON POSERN-KLETT (Codex Diplomaticus Saxoniae Regiae II, 8), Leipzig 1868, Nr. 181, S. 125: Viarum publicarum ac pontium et passagiorum reformationem …, ne peregrini pauperes et debiles ceterique pro communi bono et utilitate hominum ambulantes et vagantes in ipsis viis deficant corruant et molestentur.

UB Leipzig 1 (wie Anm. 1), S. 125: cumque saepius contingit fieri inundationes aquarum, quae impediunt accessum et recessum ipsius oppidi, et pluries in ipsa aqua tam homines et animalia ac res aliae diversae perierunt.

UB Leipzig 1 (wie Anm. 1), S. 125: Unde dicti proconsules consules et opidani dicti opidi studuerunt de oportuno remedio providere, magnum et sumtuosum aedificium inceperunt ad faciendum passagia pontes et fossata.

Eine präzise Rekonstruktion der Querung der Wasserlandschaft unmittelbar westlich der Leipziger Innenstadt ist selbst der instruktiven, detailreichen Stadtgeschichte von 2015 nicht zu entnehmen. Allerdings wird nach Ansicht der Forschung auf eine (vermutlich hölzerne, nicht explizit benannte) Elsterbrücke bei Lindenau bereits im Stadtbrief von 1156/70 verwiesen, vgl. Enno BÜNZ, Die Stadt und ihre Umgebung um 1300, in: Geschichte der Stadt Leipzig, Bd. 1: Von den Anfängen bis zur Reformation, hg. von Enno BÜNZ, Leipzig 2015, S. 150155, hier u.a. S. 155 zum Stadtbrief, UB Leipzig 1 (wie Anm. 1), Nr. 2, S. 1f., hier S. 2: in medio Halestrae, mit Bezug auf die Weichbildgrenze am Elsterfluss.

Vgl. dazu Susanne SCHÖTZ, Leipzig im Schnittpunkt von via regia und via imperii: Über Bedeutung und Akteure des Messehandels, in: Via Regia. 800 Jahre Bewegung und Begegnung. Katalog zur 3. Sächsischen Landesausstellung, hg. von Roland ENKE/Bettina PROBST, Dresden 2011, S. 8691.

Sofern man die Ablässe vom Anfang des 14. Jahrhunderts, die Gläubige in St. Thomas und St. Nikolai erlangen konnten, außen vor lässt. Erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand eine lokale Wallfahrt nach Eicha bei Naunhof (etwa 15 km östlich von Leipzig), um 1500 dann eine Wallfahrt nach einer Marienerscheinung in Rötha (etwa 20 km südlich), vgl. Enno BÜNZ, Formen der Laienfrömmigkeit, in: Geschichte der Stadt Leipzig 1 (wie Anm. 4), S. 498520, hier S. 500f., 512514. Bereits in den 1460er Jahren ist eine Wallfahrt zur Heilig-Kreuz-Kapelle in der Ortswüstung Ölschwitz unmittelbar vor den Toren Leipzigs bezeugt, vgl. Hartmut KÜHNE, Frömmigkeit vor und nach der Reformation: Die Wallfahrt zur Heilig-Kreuz-Kapelle und der Leipziger Wunderbrunnen, in: Das religiöse Leipzig. Stadt und Glauben vom Mittelalter bis zur Gegenwart, hg. von Enno BÜNZ/Armin KOHNLE (Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Leipzig 6), Leipzig 2013, S. 6385, bes. S. 6573; vgl. auch Sammelablass in der Kreuzkapelle von Ölschwitz bei Leipzig, in: Alltag und Frömmigkeit am Vorabend der Reformation in Mitteldeutschland – Katalog zur Ausstellung „Umsonst ist der Tod“, hg. von Hartmut KÜHNE/Enno BÜNZ/Thomas T. MÜLLER, Petersberg 2013, S. 352f.

UB Leipzig 1 (wie Anm. 1), Nr. 181, S. 125: Ipsum opidum … studio privilegiato sit ornatum pluribus sacrae theologiae professoribus et magistris et doctoribus utriusque iuris nec non in medicinis atque in singulis facultatibus graduatis alma universitate scolarium decoratum, etiam inibi copiosa multitudo mercatorum.

Vgl. Curt WEIKINN, Quellentexte zur Witterungsgeschichte Europas von der Zeitwende bis zum Jahre 1850. Hydrographie, Teil 1: Zeitwende – 1500 (Quellensammlung zur Hydrographie und Meteorologie 1), Berlin 1958, S. 335, 339341.

Vgl. WEIKINN, Quellentexte (wie Anm. 8), S. 341343.

Vgl. WEIKINN, Quellentexte (wie Anm. 8), S. 343; ausführlicher dazu Rudolf BRÁZDIL/Oldrich KOTYZA/Petr DOBROVOLNÝ, July 1432 and August 2002 – two millennial floods in Bohemia?, in: Hydrological Sciences Journal 51/5 (2006), S. 848863, DOI: 10.1623/hysj.51.5.848.

Vgl. WEIKINN, Quellentexte (wie Anm. 8), S. 347351.

Vgl. WEIKINN, Quellentexte (wie Anm. 8), S. 353f.; der Wiederaufbau der Muldebrücke in Grimma dauerte mutmaßlich bis 1438, als der Rat der Stadt ein Darlehen zu diesem Zweck aufnahm, vgl. Urkundenbuch der Stadt Grimma und des Klosters Nimbschen, hg. von Ludwig SCHMIDT (Codex Diplomaticus Saxoniae Regiae II, 15), Leipzig 1895, S. 67f., Nr. 99.

I.1. Zwei Karten zur Streuung von Brückenbauwerken im hohen Mittelalter

Die Karte beruht hauptsächlich auf den Angaben bei Erich MASCHKE, Die Brücke im Mittelalter, in: Historische Zeitschrift 224 (1977), S. 265292; Monika ESCHER-APSNER/Frank G. HIRSCHMANN, Die urbanen Zentren des hohen und späteren Mittelalters (Trierer Historische Forschungen 50), Trier 2005, Bd. 1, S. 8489; Frank G. HIRSCHMANN, Brückenbauten des 12. Jahrhunderts – ad comunem utilitatem, in: Campana pulsante convocati. Festschrift anläßlich der Emeritierung von Prof. Dr. Alfred Haverkamp, hg. von Frank G. HIRSCHMANN, Trier 2005, S. 223255; Frank G. HIRSCHMANN, Die Anfänge des Städtewesens in Mitteleuropa (Monographien zur Geschichte des Mittelalters 59), Stuttgart 2012, Bd. 3, S. 12371239.

Continuatio Admontensis, hg. von Wilhelm WATTENBACH, in: MGH SS 9, Hannover 1851, S. 580593, hier S. 580 (ad a. 1144: Codex A, ad a. 1143: Codex B); Urkundenbuch der Stadt Erfurt, Theil 1, hg. von Carl BEYER (Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete 23), Halle 1889, S. 15f., Nr. 38 (Holzbrücke 1156) und S. 112, Nr. 189 (1265: pontis, qui nunc est ligneus, pontem lapideum preparavi); Cronica S. Petri Erfordensis moderna, hg. von Oswald HOLDER-EGGER, in: MGH SS 30/1, Hannover 1896, S. 354472, hier S. 372 (1175: ex parte igne conflagrata est).

Gustav HERTZBERG, Geschichte der Stadt Halle an der Saale im Mittelalter, Halle 1889, S. 85; HIRSCHMANN, Brückenbauten (wie Anm. 13), S. 251, Anm. 239, bringt diesbezüglich das Beispiel Angers. Verwiesen sei auch auf die päpstliche Ablassurkunde von 1391, die zur Vollendung der steinernen Brücke in Hameln beitragen sollte, eines Bauwerks, das die Weser mit einer hölzernen Struktur über 13 Steinpfeilern überwand, vgl. Urkundenbuch des Stiftes und der Stadt Hameln, Bd. 1: Bis zum Jahre 1407, hg. von Erich FINK, Hannover 1887, Nr. 695, S. 488f.; Rudolf FEIGE, Heimatchronik der Stadt Hameln und des Landkreises Hameln-Pyrmont, Köln 1961, S. 19.

So Reinhard SPEHR, Skizzen und Hypothesen zur Frühgeschichte von Dresden, in: Reinhard SPEHR/Herbert BOSWANK, Dresden. Stadtgründung im Dunkel der Geschichte, Dresden 2000, S. 165273, hier S. 146 und 253, 257 (Anm. 422).

Kartierungsgrundlage wie Anm. 13 sowie Friedrich BRUNS/Hugo WECZERKA, Hansische Handelsstraßen, 3 Bde. (Quellen und Darstellungen zur Hansischen Geschichte N.F. 13), Köln 19621968, und zahlreiche Wikipedia-Artikel.

Charlotte JURECKA, Brücken. Historische Entwicklung – Faszination der Technik, Wien 21986, S. 100.

Eugen PROBST, Die alte Rheinbrücke in Basel, in: Die Denkmalpflege 5 (1903), S. 49f.; Gustav SCHÄFER, Die Rheinbrücke zu Basel, in: Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt 1, hg. von Casimir Hermann BAER/Gustav SCHÄFER (Die Kunstdenkmäler der Schweiz 3), Basel 1932, S. 315336.

Paul WIEGAND, Die alte Brücke bei Höxter, in: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens 3 (1828), S. 6675, hier S. 70.

Hans Wolfgang KUHN, Frühe Gierponten. Fliegende Brücken auf dem Rhein im 17. und 18. Jahrhundert, in: Deutsches Schiffahrtsarchiv 6 (1983), S. 2564; schon 1262 wird navigium inter Dusseldorf et Nussiam erwähnt, vgl. BRUNS/WECZERKA, Handelsstraßen (wie Anm. 17), Textbd. S. 426.

Annales Egmundani, hg. von Georg Heinrich PERTZ, in: MGH SS 16, Hannover 1859, S. 442490, hier S. 465, vgl. HIRSCHMANN, Brückenbauten (wie Anm. 13), S. 251.

Urkundenbuch des Hochstifts Hildesheim und seiner Bischöfe, Bd. 1: Bis 1221, hg. von Karl JANICKE (Publikationen aus den k. preußischen Staatsarchiven 65), Leipzig 1896, S. 308311, Nr. 323.

Lukas CLEMENS, Tempore Romanorum constructa. Zur Nutzung und Wahrnehmung antiker Überreste nördlich der Alpen während des Mittelalters (Monographien zur Geschichte des Mittelalters 50), Stuttgart 2003, S. 48f.

Wilhelm MECHLER, Die Rheinbrücken Straßburg-Kehl seit 1388, in: Die Stadt am Fluß. 14. Arbeitstagung in Kehl, 14.–16.11.1975, hg. von Erich MASCHKE/Jürgen SYDOW (Stadt in der Geschichte 4), Sigmaringen 1978, S. 4061.

Cornelius GURLITT, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen 39: Meißen (Stadt, Vorstädte, Afrafreiheit und Wasserburg), Dresden 1917, S. 317; Erich DEIL, Die Baugeschichte der alten Meißner Elbbrücke und die Entwicklung von Hänge- und Sprengwerken bei Brücken, mit besonderer Berücksichtigung der Durchbildung der Meißner Brücke, Berlin 1916.

Friedrich Joseph GRULICH, Denkwürdigkeiten der altsächsischen Residenz Torgau aus der Zeit und zur Geschichte der Reformation, Torgau 1855, S. 119f., 122. Zustand 1544: Lucas Cranach d.J., Hirschjagd des Kurfürsten Johann Friedrich, Wien, Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie Nr. GG_856.

Z.B. zwischen Aken und Steutz, 1362; zwischen Wittenberg und Pratau, 1380. – Die erste Elbbrücke in Wittenberg entstand 1428, zwischen Roßlau und Dessau 1583. In Magdeburg ist über die stadtseitige Stromelbe 1295 eine Holzbrücke bezeugt; sie führte auf die Holzmarsch genannte Insel; eine Verlängerung über die Große Elbe auf den Cracauer Werder erwähnt die Magdeburger Schöppenchronik zum Jahre 1363, vgl. Johannes MÄNSS, Zur Geschichte der Elbe bei Magdeburg, in: Geschichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg 32 (1897), S. 297325, hier S. 301. Die Lange Brücke etwas stromabwärts entstand 1422, vgl. Christoph RINNE, Die „Lange Brücke“ – Eine Brücke in der Magdeburger Geschichte, in: Archäologie der Brücken. Vorgeschichte, Antike, Mittelalter, Neuzeit, hg. von Marcus PRELL, Regensburg 2011, S. 303306.

Martin WEHRMANN, Geschichte der Stadt Stettin, Stettin 1911, S. 46. Zustand 1587: Georg BRAUN/Frans HOGENBERG, Civitates Orbis Terrarum, Köln 1587, Bd. 4. – Zum Vorhergehenden: Oppeln: BRUNS/WECZERKA, Handelsstraßen (wie Anm. 17), S. 683; Brieg: Urkunden der Stadt Brieg, hg. von Colmar GRÜNHAGEN (Codex diplomaticus Silesiae 9), Breslau 1870, S. 9, Nr. 58; Breslau: Marta MŁYNARSKA-KALETYNOWA, Wrocław w 12.–13. wieku, Wrocław 1986, S. 38; Steinau: Heinrich SCHUBERT, Urkundliche Geschichte der Stadt Steinau an der Oder, Breslau 1885, S. 13, 28; Frankfurt/Oder und (Eisenhüttenstadt-)Fürstenberg: NITSCHKE, Zur Geschichte der Oderbrücke in Frankfurt a. O., in: Mitteilungen des Historischen Vereins für Heimatkunde zu Frankfurt a.O 1820 (1895), S. 2439, hier S. 2426.

Severin HOHENSINNER/Friedrich HAUER, Über den Strom. Vom Queren einer dynamischen Landschaft, in: Wasser Stadt Wien. Eine Umweltgeschichte, Wien 2019, S. 354365.

I.2. Die Kosten

Willi NAGEL, Die alte Dresdener Augustusbrücke, Dresden 1924, bes. S. 1722, 99127; Alexandra-Kathrin STANISLAW-KEMENAH, Das Dresdner Brückenamt im Mittelalter, in: Dresdner Elbbrücken in acht Jahrhunderten (Dresdner Hefte 94), Dresden 2008, S. 1524, hier S. 19 (ab 1370).

Franz SEBERICH, Die alte Mainbrücke zu Würzburg (Mainfränkische Hefte 31), Würzburg 1958, S. 4168, 152f., 168172, hier auch wenige Belege für den Bau der Brückenbogen im 16. Jahrhundert.

NAGEL, Augustusbrücke (wie Anm. 31), S. 33 und Abb. 19.

Erich MASCHKE, Die Brücke im Mittelalter, in: MASCHKE/SYDOW, Stadt am Fluß (wie Anm. 25), S. 939, hier S. 23, nach SCHÄFER, Rheinbrücke (wie Anm. 19), S. 317.

MASCHKE, Brücke (wie Anm. 34), S. 23, nach SCHÄFER, Rheinbrücke (wie Anm. 19), S. 318.

Ernst RÜEDI, Die Rheinbrücke zu Schaffhausen, in: Schaffhauser Beiträge zur Vaterländischen Geschichte 15 (1938), S. 739, hier S. 15, nach Hinweis bei MASCHKE, Brücke (Anm. 34), S. 23.

Tillman KOHNERT, Alte Brücke Ochsenfurt, in: PRELL, Archäologie der Brücken (wie Anm. 28), S. 271278; Roland BENKE, Bauforschung an der Steinernen Brücke im Zuge der Sanierung 2010 bis 2018, in: Die Steinerne Brücke – 2010 bis 2018. Denkmalgerechte Sanierung des Regensburger Wahrzeichens, Regenstauf 2018, S. 99117.

I.3. Die großen Steinbogenbrücken des 12. Jahrhunderts im Reich und in Böhmen

Johann Friedrich SCHANNAT, Vindemiae Literariae …, Bd. 2, Fulda/Leipzig 1724, S. 112; Übersetzung in: Helmut SCHULZE, Der Dom zu Würzburg. Sein Werden bis zum späten Mittelalter (Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg 39), Würzburg 1991, Bd. 1, S. 90f.

So auch Günther BINDING, „architectus, magister operis, werkmeistere“. Baumeister oder Bauverwalter im Mittelalter, in: Mittellateinisches Jahrbuch 34 (1999), S. 728, hier S. 8; Günter BINDING, Bauwissen im Früh- und Hochmittelalter, in: Wissensgeschichte der Architektur, Bd. 3: Vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit, hg. von Jürgen RENN/Wilhelm OSTHUES/Hermann SCHLIMME, Berlin 2014, S. 994, hier S. 23.

Reinhard SPEHR/Herbert BOSWANK, Dresden. Stadtgründung im Dunkel der Geschichte, Dresden 2000, S. 146; Artur DIRMEIER, Die Steinerne Brücke in Regensburg, in: Das mittelalterliche Regensburg im Zentrum Europas, hg. von Edith FEISTNER, Regensburg 2006, S. 2542, hier S. 31, zitiert bei HIRSCHMANN, Anfänge (wie Anm. 13), Bd. 2, S. 650 und S. 1239.

Quellen und Schlüsse bei Richard STROBEL, Romanische Architektur in Regensburg. Kapitell, Säule, Raum (Erlanger Beiträge zur Sprach- und Kunstwissenschaft 20), Nürnberg 1965, S. 99f.

Alois SCHMID, Über die Bauherren der Steinernen Brücke zu Regensburg, in: Zwischen Münchshöfen und Windberg. Gedenkschrift für Karl Böhm, hg. von Ludwig HUSTY/Michael M. RIND/Karl SCHMOTZ (Internationale Archäologie. Studia honoraria 29) Rahden (Westf.) 2009, S. 443448.

Jiří MAŠÍN, K problematice románského sochařství v českých zemích. Poznámky k reliéfu z věže Juditina mostu [Zum Problem der romanischen Skulptur in den böhmischen Ländern. Anmerkungen zum Relief vom Turm der Judithbrücke], in: Sbornik k sedmdesátinám Jana Květa, hg. von Jaroslav PEŠINA, Prag 1965, S. 7681, hier S. 79; Klara BENEŠOVSKÁ, Architecture of the romanesque, Prag 2001, S. 74.

Das Folgende nach: Pavel VLČEK u.a. (Hg.), Umělecké památky Prahy 1: Stare Město, Josefov [Die Kunstdenkmäler Prags 1: Altstadt und Josefsstadt], Prag 1996, S. 122129 (Karlův most [Karlsbrücke], Ivo KOŘÁN) und S. 205208 (Konvent křižofníků s červenou hvězdou [Konvent der Kreuzherren mit dem roten Stern] Pavel VLČEK/Rotislav ŠVÁCHA); Pavel VLČEK u.a. (Hrsg.), Umělecké památky Prahy 3: Malá Strana [Die Kunstdenkmäler Prags 3: Kleinseite], Prag 1999, S. 120f. (Malostranské mostecké věže [Kleinseitner Brückenturm], Růžena BAŤKOVÁ/Klará BENEŠOVSKÁ/Jarmila ČIHÁKOVÁ); Zdeněk DRAGOUN, Juditin most [Judithbrücke], in: Karlův most [Karlsbrücke], hg. von Ondřej ŠEFCŮ, Prag 2010, S. 2639, bes. S. 2933.

Zdeněk DRAGOUN, K otázce pilířů Juditina mostu [Zum Problem der Pfeiler der Judithbrücke], in: Archaeologica Pragensia 10 (1989), S. 113131; 1996 wurde Ultraschall eingesetzt, um die Pfeiler der Judithbrücke im Moldaubett zu lokalisieren, was bei neun der zwölf von 1784 gelang, vgl. Zdeněk DRAGOUN/K. ZABLOUDIL, Geofyzikální pruzkum pilíru Juditina mostu [Geophysikalische Untersuchung der Pfeiler der Judithbrücke in Prag], in: Průzkumy památek 4 (1997) H. 1, S. 127130.

Vinzenz von Prag, Annales, hg. von Wilhelm WATTENBACH, in: MGH SS 17, Hannover 1861, S. 658686, hier S. 659: Pragensis pontis opus imperiale. Quod etenim nullus principum, nullus ducum, nullus regum usque ad tempora uestra inchoare uel excogitare potuit, per uos gloriosam dominam nostram infra trium annorum spatium perficitur. Die Sätze gehören zur Vorrede; zur Schilderung der gesta Judiths kam Vinzenz nicht mehr, seine Chronik bricht mit dem Jahr 1167 ab. Er hat sein Werk nicht übergeben, vgl. Marie BLÁHOVÁ, Das Werk des Prager Domherrn Vincentius als Quelle für die Italienzüge Friedrich Barbarossas, in: Civis 47/48 (1992), S. 149175, hier S. 156. Ondřej ŠEFCŮ, Die Brücke der Königin Judith, in: Kaiser Karl IV. 13162016. Erste Bayerisch-Tschechische Landesausstellung. Ausstellungskatalog, hg. von Jiří FAJT/Markus HÖRSCH, Prag 2016, S. 4143, hier S. 43, vereinfacht die Sache, wenn er schreibt, Vinzenz habe Judith, nach der die Brücke später auch benannt wurde, das Verdienst zugeschrieben, den Bau der Brücke angeregt zu haben.

Přibík z Radenína, řečený Pulkava, Kronika česká [Böhmische Chronik], in: Kroniky doby Karla IV [Chroniken der Zeit Karls IV.], hg. von Marie BLÁHOVÁ, Prag 1987, S. 269444, hier S. 343.

Bischof Daniel verstarb am 9. August 1167 bei Ancona. Vinzenz von Prag, Annales (wie Anm. 46), S. 675: Preter alia munera eum mille donat [Friedrich an Vladislav] marcis, quas a Mediolanensibus acceperat; Mediolanenses enim eum decem millibus marcarum placauerant …; has autem ciuitates, earum iuramenta et obsides et plurimam domno nostro episcopo ab eis pro expensis et pro honorario recipientes pecuniam peragrauimus: Brixiam, Mantuam, Ueronam, Cremonam, Papiam, Parmam, Placentiam, Regium, Mutinam, Boloniam.

In diesem Sinne auch DRAGOUN, Juditin most (wie Anm. 44), S. 28.

Anežka MERHAUTOVÁ-LIVOROVÁ, Reliéf na věži bývalého Juditina mostu [Das Relief auf dem Turm der ehemaligen Judithbrücke], in: Umění 19 (1971), S. 7075, hier S. 71; DRAGOUN, Juditin most (wie Anm. 44), S. 28; ŠEFCŮ, Brücke (wie Anm. 46), S. 43.

Vinzenz von Prag, Annales (wie Anm. 46), S. 675, schildert Vladislavs Empfang in Prag als adventus regis.

MERHAUTOVÁ-LIVOROVÁ, Reliéf (wie Anm. 50); Martin WIHODA, Das „Krönungsrelief“ am Turm der ehemaligen Judithbrücke in Prag, in: Barbarossabilder. Entstehungskontexte, Erwartungshorizonte, Verwendungszusammenhänge, hg. von Knut GÖRICH/Romedio SCHMITZ-ESSER, Regensburg 2014, S. 261267.

Für eine realistische Wiedergabe der Krönung halten die Darstellung: Zdeněk PETRÁŇ/Michal MAŠEK, Tzv. nápisový denár Vladislava II. v historických souvislostech [Der sogenannte Krönungsdenar Vladislavs II. im historischen Kontext], in: Vladislav II. druhý král z Přemyslova rodu. K 850. výročí jeho korunovace [Vladislav II., zweiter König aus dem Haus der Přemysliden. Zum 850. Mal kehrt seine Krönung wieder], hg. von Michal MAŠEK/Petr SOMMER/Josef ŽEMLIČKA, Prag 2009, S. 125133, hier S. 127.

Letopisy Hradištsko-Opatovické, hg. von Josef EMLER, in: Fontes rerum Bohemicarum, Bd. 2, Prag 1874, S. 383400, hier S. 400: imperator … condignam familiaritati sue remunerationem recompensavit, quia mox regale decus id est diadema, ad id ipsum episcopo Daniele speciali ministerio suffragante, innumerabilium principum choris astantibus capiti eius superposuit. – Auch nach Vinzenz von Prag, Annales (wie Anm. 46), S. 426f., war der Kaiser aktiv: Imperator … predictum ducem … regio ornat diademate et de duce regem faciens tanto exornat decorem. In der Chronik des Mönchs von Sázava, hg. von Josef EMLER, in: Fontes rerum Bohemicarum, Bd. 2, Prag 1874, S. 265, spricht Friedrich: accipe ex dei gratia et nostra benevolentia tibi quam tradimus, regni coronam et regiae potestatis et honoris dignitatem in regno tuo. Et haec dicens iussit preferri coronam auream gemmis, pretiosis lapidibus mire adornatam, qua videlicet ipse imperator in summis festivitatibus uti ferebatur.

Übersetzung: Georg GRANDAUR, Die Jahrbücher von Vinzenz und Gerlach (Geschichtsschreiber der deutschen Vorzeit 67), Leipzig 1895, S. 50, vgl. Vinzenz von Prag, Annales (wie Anm. 46), S. 442: Domnus autem imperator imperiali diademate exornatus in medio tentorio suo tribunali residens … domnum Wl(adizlaum), regem Boemie … coram tam Alamanniae, quam Italiae principibus, regio donat et exornat diademate.

So schon MAŠÍN, K problematice (wie Anm. 43).

Urkundenbuch der Städte Dresden und Pirna, hg. von Carl Friedrich VON POSERN-KLETT (Codex Diplomaticus Saxoniae Regiae II, 5), Leipzig 1875, Nr. 3, S. 2: deperire in vastatione pontis Dresdae, qui annis quidem singulis inundatione laeditur et hoc anno ultra solitum enormiter est vastatus, Hinweis bei Reinhard SPEHR, Archäologische Befunde und ihre historische Interpretation zur Entstehungsgeschichte von Dresden, in: Die Frühgeschichte Freibergs im überregionalen Vergleich. Städtische Frühgeschichte – Bergbau – früher Hausbau, hg. von Yves HOFFMANN/Uwe RICHTER, Halle an der Saale 2013, S. 7798, hier S. 96.

UB Dresden und Pirna (wie Anm. 57), Nr. 6, S. 4: … ante pontem lapideum trans Albeam …

SPEHR/BOSWANK, Dresden (wie Anm. 40), S. 46 (Stadtmauerturm), S. 48 (Keller); SPEHR, Skizzen (wie Anm. 16), S. 212 (Stadtmauer), S. 245 (Keramikfragmente in der Pfeilerfundierung); SPEHR, Befunde (wie Anm. 57), S. 84 (dendrodatiertes Holz).

Norbert OELSNER, Die Dresdner Elbbrücke im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: Dresdner Elbbrücken in acht Jahrhunderten (Dresdner Hefte 94), Dresden 2008, S. 514, hier S. 12.

Hoftag von Erminsdorf, hierzu SPEHR, Skizzen (wie Anm. 16), S. 205207; SPEHR, Befunde (wie Anm. 57), S. 93.

SPEHR, Befunde (wie Anm. 57), S. 84.

Nach SPEHR, Skizzen (wie Anm. 16), S. 252f. (Anm. 395), aufgebracht durch Matthäus DRESSER, Von den fürnembsten Städten deß Deutschlandes, Leipzig 1607, S. 165; Anton WECK, Der Chur-Fürstlichen Sächsischen weitberuffenen Residentz und Haupt-Vestung Dresden Beschreib- und Vorstellung, Nürnberg 1680, S. 86.

Vgl. UB Dresden und Pirna (wie Anm. 57), Nr. 35, S. 27f.

Johann Christian CRELL, Das fast auf dem höchsten Gipfel seiner Vollkommenheit und Glückseligkeit prangende Königliche Dreßden in Meissen, Leipzig 1726, S. 30.

SPEHR, Skizzen (wie Anm. 16), S. 250.

I.4. Ingenieure und Architekten

Franz von Prag, Chronicon, ed. Josef EMLER, in: Fontes rerum Bohemicarum, Bd. 4, Prag 1884, S. 347456, hier S. 385.

Michal CIHLA/Michal PANÁČEK, Středověký most v Roudnici nad Labem [Die mittelalterliche Brücke in Raudnitz an der Elbe], in: Průzkumy památek 13 (2006), h. 2, S. 334, hier S. 14f., 17, 32, v.a. S. 27f. und Abb. 15f., 18f., 22 sowie 58; Michal CIHLA/Michal PANÁČEK, Technological, Structural and Historical Aspects of the Gothic Bridge at Roudnice nad Labem, in: PRELL, Archäologie der Brücken (wie Anm. 28), S. 240246, hier S. 243. – Entsprechende Funde von 1906 bei Břetislav TOLMAN/Václav CHALOUPECKÝ, Starý kamenný most přes Labe v Roudnici [Die alte Steinbrücke über die Elbe in Raudnitz], in: Technický obzor 17 (1909) H. 25, S. 189f.

Vinzenz von Prag, Annales (wie Anm. 46), S. 675. – Zu Daniel I. von Prag (amt. 11481167): Christian UEBACH, Die Ratgeber Friedrich Barbarossas (11521167), Marburg 2008, S. 178184; Peter HILSCH, Die Bischöfe von Prag in der frühen Stauferzeit (Veröffentlichungen des Collegium Carolinum 22), München 1969, S. 2457.

Holger BERWINKEL, Verwüsten und Belagern. Friedrich Barbarossas Krieg gegen Mailand (11581162) (Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom 114), Tübingen 2007, S. 88. Vgl. GRANDAUR, Jahrbücher (wie Anm. 55), S. 34

BERWINKEL, Verwüsten (wie Anm. 70), S. 71f., 249251; Gerhard DOHRN-VAN ROSSUM, Migration – Innovation – Städtenetze. Ingenieure und technische Experten, in: Technicien dans la cité en Europe occidentale, 12501650, hg. von Mathieu ARNOUX/Pierre MONNET (Collection de l’École française de Rome 325), Rom 2004, S. 291307, hier S. 299f.

Vinzenz von Prag, Annales (wie Anm. 46), S. 677f. Hierzu BERWINKEL, Verwüsten (wie Anm. 70), S. 137f.; DOHRN-VAN ROSSUM, Migration (wie Anm. 71), S. 299.

Ottonis et Rahewini Gesta Friderici I., c. 7, hg. von Georg WAITZ (MGH SS rer. Germ. in usum scholarum 46), Hannover/Leipzig 1912, S. 171: Inter quae [preciosa donaria] papilionem unum, quantitate maximum, qualitate bonissimum, perspeximus. Cuius si quantitatem requiris, nonnisi machinis et instrumentorum genere et amminiculo levari poterat; Hinweis Percy Ernst SCHRAMM, Herrschaftszeichen: gestiftet, verschenkt, verkauft, verpfändet. Belege aus dem Mittelalter (Nachrichten der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Philologisch-Historische Klasse), Göttingen 1957, S. 197; Vinzenz von Prag, Annales (wie Anm. 46), S. 675, erwähnt das Zelt des Kaisers ebenfalls: tentorio suo … quod ei rex Anglie miserat maximum et de opere mirabili.

The Historical Works of Gervase of Canterbury, hg. von William STUBBS, Bd. 1: The Chronicle of the Reigns of Stephen, Henry II and Richard I, London 1879, S. 6f.: in ligno et lapide artifex subtilissimus, ad naves onerandas et exonerandas, ad cementum et ad lapides trahendos tornamenta fecit valde ingeniose.

Ernst PITZ, Das Aufkommen der Berufe des Architekten und Bauingenieurs, in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 66 (1986), S. 4074, hier S. 53, nach The History of the King’s Works, Bd. 1: The Middle Ages, hg. von Howard Montagu COLVIN, London 1963, S. 217.

Nachgewiesen u.a. für die Reparatur von Pfeiler 22 der Dresdner Brücke 1503, NAGEL, Augustusbrücke (wie Anm. 31), S. 33, und für die Reparatur von Pfeiler 2 der Trierer Römerbrücke 1790, Heinz CÜPPERS, Die Trierer Römerbrücken, Mainz 1969, S. 25f., 66. Vgl. Jean MESQUI, Le pont en France avant le temps des ingénieurs, Paris 1986, S. 246251.

Vitruv, Zehn Bücher über Architektur/Vitruvii De architectura libri decem, l. 5, c. 12, Nr. 5, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Curt FENSTERBUSCH, Darmstadt 1964, S. 251253; Vitruve, De l’architecture, Livre V, texte établi, traduit et commenté par Catherine SALIOU, Paris 2009, S. 382 (Kommentar); Wilhelm OSTHUES, Bauwissen im antiken Rom, in: Wissensgeschichte der Architektur, Bd. 2: Vom Alten Ägypten bis zum Antiken Rom, hg. von Jürgen RENN/Wilhelm OSTHUES/Hermann SCHLIMME (Max Planck research library for the history and development of knowledge. Studies 4), Berlin 2014, S. 265422, hier S. 367; Emil JÜNGST/Paul THIELSCHER, Vitruv über Baugrube, Baugrund und Grundbau, in: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Römische Abteilung 51 (1936), S. 145180, bes. S. 156158 (Text) und 171175 (Kastendamm), sowie Emil JÜNGST/Paul THIELSCHER, Nachträgliches zu Vitruv V 12, in: Philologische Wochenschrift 59 (1936), Sp. 174176; vgl. auch Horst BAROW, Römerbrücken, Berlin 2008, S. 183f.

Das Leerschöpfen erfolgte entweder von Hand mit Eimern oder mittels einer archimedischen Schraube oder eines Schöpfrads, vgl. JÜNGST/THIELSCHER, Vitruv (wie Anm. 77), S. 175177; MESQUI, Le pont (wie Anm. 76), S. 251254; SEBERICH, Mainbrücke (wie Anm. 32), S. 7074. – Im Prager Karlsbrückenmuseum (Muzeum Karlova mostu) sind alle Einzelschritte detailreich in Michal Cihlas Modell dargestellt, vgl. Michal CIHLA u.a., Zpráva o stavbě Karlova mostu [Nachricht vom Bau der Karlsbrücke], Prag 2016.

Jan MASOPUST, Jiný pohled: Skříňové zakládání gotického mostu v Roudnici nad Labem a Karlova mostu v Praze [Ein neuer Blick: Senkkastengründung der gotischen Brücke in Raudnitz an der Elbe und der Karlsbrücke in Prag], in: Zakládání (2013) H. 2, S. 9.

Vitruv, Architektur (wie Anm. 77) l. 5, c. 12, Nr. 5, S. 251; Vitruve, De l’architecture (wie Anm. 77), S. 378f. (Kommentar).

SEBERICH, Mainbrücke (wie Anm. 32), S. 70, 78.

Helmut-Eberhard PAULUS, Baualtersplan zur Stadtsanierung. Regensburg VIII: Oberer und unterer Wöhrd, St. Katharinenspital, Steinerne Brücke (Baualterspläne zur Stadtsanierung in Bayern 10), München 1987, S. 38.

Georg SCHNEIDER, Die Balduinbrücke über die Mosel in Koblenz, in: Jahrbuch für Geschichte und Kunst des Mittelrheins 1 (1949), S. 114, bes. S. 110.

SEBERICH, Mainbrücke (wie Anm. 32), S. 55, 76.

Heinrich Johann BOESNER, Die steinerne Donau-Brücke zu Regensburg, Regensburg 1830, S. 19f.; Adolf SCHMETZER, Die Steinerne Donaubrücke zu Regensburg, in: Die Ostbairischen Grenzmarken 14 (1925), S. 312317, hier S. 313; PAULUS, Baualtersplan (wie Anm. 82), S. 45f.; DIRMEIER, Steinerne Brücke (wie Anm. 40), S. 33f.

Erwin RUMMLER, Neckarbrücke Esslingen (Pliensaubrücke), in: Steinbrücken in Deutschland, hg. vom Bundesminister für Verkehr, Düsseldorf 1988, S. 2124, hier S. 24; Walter BERNHARDT, Die Befestigung der Pliensauvorstadt, die Änderung des Neckarlaufs und der Bau der beiden Esslinger Steinbrücken, ein Werk Rudolfs von Habsburg, in: Esslinger Studien 25 (1986), S. 119.

CIHLA/PANÁČEK, Středověký most (wie Anm. 68), S. 1823; Michal CIHLA/Michal PANÁČEK, Konstrukční a technologické aspekty středověkého mostu v Roudnici nad Labem v porovnání s Juditiným a Karlovým mostem a Praze a kamenným mostem v Písku [Konstruktive und technologische Aspekte der mittelalterlichen Brücke in Raudnitz an der Elbe im Vergleich mit der Judith- und der Karlsbrücke in Prag und der steinernen Brücke in Písek], in: Dějiny staveb (2006), S. 213237, hier S. 223.

SPEHR/BOSWANK, Dresden (wie Anm. 40), S. 156158, und SPEHR, Skizzen (wie Anm. 16), S. 248f. (Anm. 378).

SCHÄFER, Rheinbrücke (wie Anm. 19), S. 326.

Ferdinand J. LEHNER, Dějiny uměni národa Českého 1: Doba románská, 3: Architektura. Sochařství. Malířství. Umělecký průmysl [Geschichte der Kunst des tschechischen Volkes 1: Romanische Epoche, 3: Architektur. Skulptur. Malerei. Kunstgewerbe], Prag 1907, S. 124; CIHLA/PANÁČEK, Konstrukční (wie Anm. 87), S. 222f., mit Verweis auf eine mündliche Auskunft von Zdeněk Dragoun.

PITZ, Aufkommen (wie Anm. 75), S. 52.

Le carnet de Villard de Honnecourt, Paris, Bibliothèque Nationale de France, MS Fr 19093, fol. 45r, vgl. www.classes.bnf.fr/villard/feuillet/feuille1/4445.htm; Roland BECHMANN, Villard de Honnecourt. La pensée technique au XIIIe siècle et sa communication, Paris 1991, S. 231235, 243f., 246251, 278286; Jean WIRTH, Villard de Honnecourt. Architecte du XIIIe siècle (Titre courant 58), Genf 2015, S. 142149, 151f., 161163; vgl. MESQUI, Le pont (wie Anm. 76), S. 240 und Fig. 257, CIHLA u.a., Zpráva (wie Anm. 78), S. 86. Zur Holzbrücke auch DEIL, Baugeschichte (wie Anm. 26), S. 80f.

II. Finanzierung von Brückenbau durch Ablässe: Wallfahrtsförderung oder Reaktion auf hydrologische Extremereignisse?

So bereits die Beobachtung von MASCHKE, Brücke (wie Anm. 13), S. 277: Informationen über die Kosten von Teilreparaturen liegen eher vor, aber die Gesamtkosten eines Brückenbauwerks bleiben weitestgehend im Dunkeln.

Beispielhaft bei MASCHKE, Brücke (wie Anm. 13), S. 268f., 278f.

Testamentarische Verfügungen zugunsten des Brückenbaus etwa für den Fall der Frankfurter Mainbrücke in Jakob BECKER, Die religiöse Bedeutung des Brückenbaues im Mittelalter, mit besonderer Beziehung auf die Frankfurter Mainbrücke, in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst 4 (1869), S. 120, hier S. 4f.

Wallfahrt und Ablasswesen sind vielfältig verwoben, vgl. etwa den Überblick bei Diana WEBB, Pardons and Pilgrims, in: Promissory notes on the treasury of merits. Indulgences in late Medieval Europe, hg. von Robert Norman SWANSON (Brill’s companions to the Christian tradition 5), Leiden u.a. 2006, S. 241276; Robert W. SHAFFERN, The Medieval Theology of Indulgences, in: ebd., S. 1136; auf den Zusammenhang von Religion und Brückenbau im breitesten Sinn verweist auch die ältere Forschung: BECKER, Bedeutung (wie Anm. 95); Franz FALK, Die Kirche und der Brückenbau im Mittelalter, in: Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland 87 (1881), S. 89110.

II. Finanzierung von Brückenbau durch Ablässe: Wallfahrtsförderung oder Reaktion auf hydrologische Extremereignisse?

Die ältere Forschung beschränkte sich gelegentlich auf den Abdruck einzelner Urkunden, wie z.B. Franz FALK, Der Esslinger Neckarbrückenablass 1286, in: Korrespondenzblatt des Gesamtvereins der Deutschen Geschichts- und Alterthums-Vereine 27 (1879), S. 55; wichtig sind natürlich MASCHKE, Brücke (wie Anm. 13), und zu religiösen Motiven für Brückenbau – wenn auch stark religions- und mentalitätsgeschichtlich konturiert – Peter DINZELBACHER/Harald KLEINSCHMIDT, Seelenbrücke und Brückenbau im mittelalterlichen England, in: Numen 31/2 (1984), S. 242287, wenn auch nicht direkt zu Ablässen v.a. S. 257260. Grundlegend bleibt jedoch die Übersicht bei Nikolaus PAULUS, Geschichte des Ablasses im Mittelalter, 3 Bde., Paderborn 19221923 (ND Darmstadt 2000, bearb. von Thomas LENTES), hier Bd. 3: Geschichte des Ablasses am Ausgang des Mittelalters, Paderborn 1923, S. 439443.

PAULUS, Geschichte des Ablasses 2 (wie Anm. 97).

Robert Norman SWANSON, Indulgences in Late Medieval England. Passports to Paradise?, Cambridge u.a. 2007, mit sporadischen Verweisen auf Brückenbauablässe laut Index.

Vgl. Christiane LAUDAGE, Das Geschäft mit der Sünde. Ablass und Ablasswesen im Mittelalter, Freiburg/Basel/Wien 2016, zu Brücken- und Deichbauablässen v.a. S. 6568.

Dazu jüngst: Eshter DEHOUX/Caroline GALLAND/Catherine VINCENT, Les indulgences: actualités et perspectives historiographiques, in: Revue Mabillon 29 (2018), S. 249258; Economia della salvezza e indulgenza nel Medioevo, hg. von Étienne DOUBLIER/Jochen JOHRENDT, Milano 2017; Referenzwerke bleiben SWANSON, Indulgences (wie Anm. 99); SWANSON, Promissory notes (wie Anm. 95); Hartmut KÜHNE, Heiltumsweisungen: Reliquien – Ablaß – Herrschaft. Neufunde und Problemstellungen, in: Jahrbuch für Volkskunde 27 (2004), S. 4262; zum Sonderfall der Sammelindulgenzen vgl. Alexander SEIBOLD, Sammelindulgenzen. Ablaßurkunden des Spätmittelalters und der Frühneuzeit (Archiv für Diplomatik, Schriftgeschichte, Siegel- und Wappenkunde. Beiheft 8), Köln u.a. 2001.

Robert Norman SWANSON, Piety and infrastructure. Bridge maintenance in early sixteenth-century Staffordshire, in: Staffordshire Studies 13 (2001), S. 145156; auf die relativ reichhaltige Überlieferung von Brückenbauablässen im englischen Kontext verweist bereits PAULUS, Geschichte des Ablasses 3 (wie Anm. 97), S. 443.

Nikolaus PAULUS, Der Ablaß im Mittelalter als Kulturfaktor, Köln 1920, S. 42.

Auf einen früheren Brückenbauablass für Altopascio und die der Kommunität zugeordnete Arnobrücke verweist Giuliana ALBINI, L’economia della carità e del perdono. Questue e indulgenze nella Lombardia bassomedievale, in: Reti Medievali 17/1 (2016), S. 155188, https://doi.org/10.6092/1593-2214/491, hier S. 162.

Vgl. DINZELBACHER/KLEINSCHMIDT, Seelenbrücke (wie Anm. 97).

Corpus Iuris Canonici, II. Decretalium Collectiones, hg. von Ernst FRIEDBERG, Leipzig 1881, Sp. 885: X 5.38.4: Quod autem consuluisti, utrum remissiones, quae fiunt in dedicationibus ecclesiarum aut conferentibus ad aedificationem pontium; vgl. dazu Nicolas VINCENT, Some pardoners‘ tales: The earliest English indulgences, in: Transactions of the Royal Historical Society 12 (2002), S. 2358, hier S. 34.

Etwa für die Arnobrücke in Fucecchio, und dieser Ablass wurde bis 1197 von vier nachfolgenden Päpsten bestätigt, vgl. Italia Pontifica sive Repertorium privilegiorum et literarum a Romanis pontificis ante annum MCLXXXXVIII Italiae ecclesiis, monasteriis, civitatibus singulisque personis concessorum, Vol. III: Etruria, hg. von Paul Fridolin KEHR, Berlin 1908, S. 481.

Vgl. Ludwig SCHMUGGE, Die Anfänge des organisierten Pilgerverkehrs im Mittelalter, in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 64 (1984), S. 183, hier S. 47f.; Francesco COGNASSO, Ospedali di ponte, in: Studi di storia ospedaliera piemontese in onore di G. Donna d’Oldenico, Torino 1958, S. 109114.

Vgl. zu Wilhelms Ablassverständnis PAULUS, Geschichte des Ablasses 2 (wie Anm. 97), S. 230236.

Item si indulgencia pro pontibus edificandis, pro viis sternendis, vel planiendis, vel alias meliorandis, sciendum quod licet unicuique dispensatorum conducere operarios ad agenda opera domini sui, sic licet prelatis ecclesiarum in huiusmodi opere laborantibus dare indulgencias, quas viderint expedire considerato fructu illius ecclesie, quia huiusmodi opera serviunt peregracionibus et alias propter pias causas iter agentibus (BSB München, Clm 22233, fol. 44rb), zitiert nach SHAFFERN, Theology (wie Anm. 96), S. 18, Anm. 20.

Vgl. SEIBOLD, Sammelindulgenzen (wie Anm. 101), S. 217f.

Auf die Inkunabel (BSB München 2° Inc. s.a. 464, fol. 85v–87r) verweist SEIBOLD, Sammelindulgenzen (wie Anm. 101), S. 288290.

Vgl. SWANSON, Indulgences (wie Anm. 99), S. 60, 382f.

Vgl. SEIBOLD, Sammelindulgenzen (wie Anm. 101), S. 35. Allerdings irrt Seibold sowohl in der Datierung – die Urkunde spricht von Juli 1275, nicht vom Januar – als auch in den Details: Dass es eine Eichenholzbrücke gewesen sein soll, geht nicht aus der Quelle hervor (siehe unten). Auch von Frostschäden ist dort nicht die Rede, sondern von Belastungen der Brücke durch Hochwasser und Treibeis sowie Eisstöße.

Cum igitur pons ligneus super fluuium Mosam Traiecti, Leodiensis dyocesis, consistit diuervsis prouintiarum et regnorum hominibus large lateque circumiacentium transitum dinoscitur administrare oportunum, nec ullo hominum ingenio ulloue artis studio ex materia lignea quantumcumque ingenti et robusta, seu quacumque subtilitatis cautela ordinata et composita valeat edificari, firmari uel muniri, ita ut tantam aquarum inundationem et glacierum impetum possit aliquamdiu firmus et integer sustentare, M.M. WILLEMSEN, Inventaire chronologique des chartes et documents de l’église de St. Servais, à Maestricht, in: Publications de la Société d’Archéologie dans le Duché de Limbourg 2 (1865), S. 160202, hier S. 183f.

WILLEMSEN, Inventaire (wie Anm. 115), S. 184: .