Copyright © 2022 Dirk Geest
Bildnachweis Titelfoto: Adobe Stock, Autor: © sdecoret, ID: #139376767
Covergestaltung: Martin Giesow
Beraterin: Neele Geest
Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt
ISBN: 9783756262595
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.

Dirk Geest, Diplom-Kaufmann (FH), Herausgeber und Buchautor, hat zur Verbesserung der Berufs- und Studienorientierung zusammen mit Dr. Antje Wolf 2014 die Buchserie „Karrierewege“ ins Leben gerufen und bereits 14 Bücher herausgegeben:
Weitere Infos unter www.dirkgeest.de
Idee und Nutzen des Buches: Vor allem in den Medien ist häufig nur noch von der „Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, High Tech, Digitalisierung etc.“ die Rede. Zurecht? Dabei ist der Handel (Einzel-, Groß-, Außen- und Online-Handel) nach wie vor eine tragende Säule in unserer Volkswirtschaft und trägt mit seinen vielen Beschäftigten sektoral nicht unwesentlich zum Bruttosozialprodukt bei. Kein Grund also, diese Branche in der gegenwärtigen Diskussion zu vernachlässigen und zu unterschätzen. Im Gegenteil. Der Handel bietet eine Vielzahl an Berufen, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten – und nicht zuletzt großartige Karrierechancen – leidet aber wie viele anderen Branche auch unter dem gegenwärtigen Fachkräftemangel und hat Nachwuchssorgen.
Ziel des Buches in dieser Buchreihe „Karrierewege“ zur Verbesserung der Berufs- und Studienorientierung ist es, jungen Menschen, die im Handel (vielleicht) arbeiten möchten, einen Eindruck vom tatsächlichen Arbeitsalltag, von realen Arbeitsbedingungen und Karrieremöglichkeiten in dieser Branche zu geben. Aus diesem Grund kommen gestandene Experten, Fach- und Führungskräfte persönlich zu Wort und wurden im Rahmen eines standardisierten Interviews befragt, wie ihre tägliche Arbeit aussieht, wie sie selbst in ihren Beruf eingestiegen sind (Qualifikation), was sie antreibt (Motivation), was die großen Herausforderungen im Berufsalltag sind (Anspruch & Zielstellung) und was sie vor allem jungen Menschen bei der Berufswahl empfehlen (Tipps). Wir möchten gerne zum einen Erfolgsstories mit Vorbildern präsentieren, die junge Menschen motivieren und zum Nachahmen animieren, und zum anderen Missverständnissen und Enttäuschungen bei der Berufswahl, in der Ausbildung, im Studium und vor allem später im Berufsleben vorbeugen.
Methodik: Die Interviewpartner stellen in alphabetischer Reihenfolge in ihren Interviews mit eigenen Worten die Vorzüge ihres Berufsweges dar, vergessen gleichzeitig aber auch nicht die kritischen Aspekte. Die Darstellungsform mit einheitlichen Fragen in den Interviews wurde bewusst so gewählt, um die Antworten der Experten vergleichbar zu machen.
Kiel, Mai 2022
Dirk Geest
Hinweise: Die Inhalte dieses Buches wurden nach bestem Wissen und Gewissen sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie auf Vollständigkeit und Richtigkeit gibt es nicht. Die Aussagen der befragten Experten werden eins zu eins inhaltlich wiedergegeben, auch wenn sie nicht immer die Meinung des Herausgebers widerspiegeln. Eine Haftung des Herausgebers ist ausgeschlossen. Aus stilistischen Gründen und zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Buch die männliche Sprachform verwendet; gemeint ist immer auch die weibliche und diverse Form.

(Foto: Sarina Aberl; © Privat)
Name: Sarina Aberl
Beruf: Personalreferentin Schwerpunkt Personalentwicklung
Position/Funktion: s.o.
Arbeitgeber: designfunktion Holding GmbH
Ausbildung/Studium: Sozialwissenschaftliche Konfliktforschung M.A.
Anzahl Berufsjahre: 7
„Die Handelsbranche ist eine
Dienstleistungsbranche, hier ist man also richtig, wenn man
gerne mit Menschen in Kontakt kommt und
ihnen bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse und
Wünsche helfen möchte.“ – Sarina Aberl
Warum haben Sie sich beruflich für die Handelsbranche entschieden?
Die Handelsbranche ist vorrangig eine Branche, bei der man viel mit Menschen in Kontakt kommt. Bei der Wahl der Unterbranche hat man schier endlose Möglichkeiten, sich für ein Unternehmen zu entscheiden, das mit Waren handelt, die einem selbst persönlich zusagen und gefallen, hinter denen man sozusagen stehen kann. Die Handelsbranche ist eine Dienstleistungsbranche, hier ist man also richtig, wenn man gerne mit Menschen in Kontakt kommt und ihnen bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse und Wünsche helfen möchte.
Welche Ausbildung bzw. welches Studium haben Sie für den Einstieg in den Handel absolviert?
Für den Einstieg in den Handel gibt es die unterschiedlichsten Ausbildungen. Viele Wege führen sozusagen nach Rom. Sei es eine kaufmännische Ausbildung im Büro oder direkt am Kunden als Verkäufer, auch ein betriebswirtschaftliches Studium kann direkt in den Handel führen. Allerdings sind vor allem im Vertrieb auch Quereinsteiger gerne gesehen, die Ahnung von der Sache haben und Spaß daran haben, mit Menschen in Kontakt zu kommen.
Würden Sie es noch einmal genauso machen?
Der Handel ist eine spannende und sehr dynamische Branche, es wird niemals langweilig. Also ja.
War es leicht, im Handel Fuß zu fassen? Was sind die größten Knackpunkte?
Der größte Knackpunkt ist tatsächlich auch der größte Vorteil. Die Branche ist sehr lebendig und dynamisch. Damit auch sehr offen. Damit muss man auch umgehen können, es braucht also auch lebendige Menschen, die Lust auf Bewegung und Veränderung haben.
Beschreiben Sie bitte Ihre berufliche Tätigkeit, Ihr Aufgabengebiet und Ihren Verantwortungsbereich.
Ich beschäftige mich damit, dass die Menschen, die bei uns arbeiten, gute Rahmenbedingungen vorfinden und in ihrer Weiterentwicklung gut unterstützt werden. Vor allem, dass sie Schulungen und Trainings erhalten, die sie zu ihrer Arbeit befähigen und sie in ihren Tätigkeiten unterstützen, von der Software-Schulung hin zu Trainee-Programmen im Vertrieb. Meine Arbeit hat also viel damit zu tun, Menschen zu inspirieren und ihnen Freiräume zu geben, sich persönlich zu entwickeln. Dieses Wachstum begleite ich auch in einer betreuenden Funktion.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Es gibt keinen typischen Arbeitsalltag. Die Arbeit mit Menschen ist nicht wirklich vorhersehbar und planbar. Man muss fähig sein, schnell und adhoc zu reagieren und viele Projekte, Anfragen und Tätigkeiten gleichzeitig zu jonglieren.
Können Sie etwas zu Ihrem Arbeitspensum (in Wochenstunden) und zum Gehaltsgefüge innerhalb der Handelsbranche sagen?
Nachdem die Arbeit nicht immer vorhersehbar ist, ist die Tätigkeit im Handel auch keine klassische 9-17 Uhr-Tätigkeit. Wenn Projekte rechtzeitig vor der Deadline zu Ende gebracht werden sollen, kann man nicht auf die Uhr gucken. Gleichzeitig ist die Tätigkeit auch oft mit einem variablen Gehaltsbestandteil verknüpft, im Sinne einer Provision, die vom erfolgreichen Abschluss der Projekte und dem erzielten Ertrag abhängig ist.
Was sind die Voraussetzungen für Ihre Tätigkeit? Welche fachlichen, sozialen und emotionalen Kompetenzen werden hierfür benötigt?
Für eine Tätigkeit im Handel sollte man offen und belastbar, sowie und Spaß daran haben, mit Menschen zusammenzuarbeiten und auf Menschen zu- zugehen. Ein eher extrovertierter Charakter im Vertrieb ist nicht verkehrt, im Innendienst kann man dann auch eher ruhiger sein und Dinge abarbeiten. Grundsätzlich sollte man keine Angst vor Zahlen haben und ein gewisses kaufmännisches Grundverständnis mitbringen.
Sind Sie beruflich viel auf Reisen?
Das kommt darauf an. Ein Job im Innendienst erfordert in der Regel kaum Reisetätigkeit. Eine Tätigkeit im Außendienst/Vertrieb sollte in der Hautsache beim Kunden vor Ort stattfinden und weniger im Büro am Schreibtisch. Je nachdem wie das Unternehmen organisiert ist, ist das Gebiet dann von sehr regional bis national definiert.
Können Sie jungen Menschen einen beruflichen Einstieg in den Handel empfehlen?
Wenn man Spaß daran hat, in einem dynamischen Umfeld mit Menschen zu arbeiten und dabei ein Produkt oder eine Palette zu betreuen/zu vertreiben, hinter der man selbst stehen kann, dann definitiv ja.
„Wir sind eher auf der Suche
nach den passenden Menschen als
nach passenden Lebensläufen.“
– Sarina Aberl
Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet Ihr Arbeitsgeber, bei dem Sie beschäftigt sind (z.B. Praktika, Hospitation, Werkstudent, Trainee, Führungsnachwuchsprogramm, Direkteinstieg)?
Wir bieten die gesamte Palette. Von Schülerpraktika über Ausbildungen im kaufmännischen Bereich, Handelsfachwirt-Ausbildungen, Trainee-Programme, sowie Direkt- und Quereinstiege. Wir sind eher auf der Suche nach den passenden Menschen als nach passenden Lebensläufen.
Wie erfahren ist der Handel mit den neuen Bachelor- und Master-Studienabschlüssen?
Wir freuen uns über jeden Menschen, der eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studium mitbringt, insbesondere im kaufmännischen Bereich, das muss aber nicht unbedingt ein Bachelor- oder Master-Abschluss sein.
Was schätzen Sie an Ihren jungen Bewerbern, was vermissen Sie bzw. wo sehen Sie grundlegend noch Verbesserungsbedarf im Ausbildungs- und Studiensystem?
Junge Menschen bringen frischen Wind mit und viele neue Ideen, davon lebt der Handel. In der Schule oder in der schulischen Ausbildung/Studium sollten die jungen Menschen noch besser auf die Praxis vorbereitet werden. Dazu braucht es aber auch Unternehmen, die bereit sind, junge Menschen während der Ausbildung einen Einblick in ihre Branche zu ermöglichen und sie auch auszubilden.
Zuletzt – was würden Sie jungen Menschen, die vor ihrer Berufswahl stehen, mit auf den Weg geben?
Probiert viel aus, fragt nach und überlegt, welche Punkte Euer späteres tägliches Arbeitsumfeld erfüllen muss, damit ihr Spaß in und mit der Arbeit habt.
HERZLICHEN DANK!!

(Foto: Arne Bröker; © Privat)
Name: Arne Bröker
Beruf: Augenoptikermeister
Position/Funktion: Multistoremanager
Arbeitgeber: Mister Spex SE
Ausbildung/Studium: Augenoptiker/Augenoptikermeister
Anzahl Berufsjahre: 22
„Der Umgang mit Menschen hat mir schon
immer sehr viel Freude bereitet und war
für mich ein wichtiges Kriterium bei der
Berufswahl. Hinzu kommt, dass im Handel
auch ein gewisses Zahlenverständnis gefordert
ist. Auch dies war mir sehr wichtig im Hinblick
auf meine Berufswahl.“ – Arne Bröker
Warum haben Sie sich beruflich für die Handelsbranche entschieden?
Die Handelsbranche bietet in meinen Augen viel Abwechselung. Kein Tag ist wie der andere und es erschließen sich immer neue Aufgabenbereiche sowie Themengebiete. Ich war nie daran interessiert, einen trockenen Büro-Job auszuüben. Der Umgang mit Menschen hat mir schon immer sehr viel Freude bereitet und war für mich ein wichtiges Kriterium bei der Berufswahl. Hinzu kommt, dass im Handel auch ein gewisses Zahlenverständnis gefordert ist. Auch dies war mir sehr wichtig im Hinblick auf meine Berufswahl.
Welche Ausbildung bzw. welches Studium haben Sie für den Einstieg in den Handel absolviert?
Ich habe eine Ausbildung zum Augenoptiker absolviert, das war von 1996-1999. 2003 habe ich dann die Weiterbildung zum Augenoptikermeister erfolgreich abgeschlossen.
Würden Sie es noch einmal genauso machen?
Ja, definitiv! Rückblickend kann ich sagen, dass es in der Gesamtbewertung richtig war. Natürlich denke ich auch mal darüber nach, was passiert wäre, wenn ich damals einen anderen Weg eingeschlagen hätte. Aber meine innere Zufriedenheit und die Freude am Beruf nach über 20 Jahren zeigen mir, dass es das Richtige war.
War es leicht, im Handel Fuß zu fassen? Was sind die größten Knackpunkte?
Leicht war es nicht – und das ist und sollte es meiner Meinung nach auch in keinem Beruf sein. Die größten Knackpunkte sind aus meiner Sicht, Privatleben und Arbeitszeiten unter einen Hut zu bekommen, denn in der Handelsbranche arbeitet man auch an den Wochenenden. Zudem muss man sich darauf einstellen, dass es durchaus auch einmal stressig zugehen kann. Ein Job zum Langweilen ist definitiv etwas Anderes. Wenn man es aber schafft, seine Arbeit mit Freude zu gestalten, kommt der Erfolg von allein.
Beschreiben Sie bitte Ihre berufliche Tätigkeit, Ihr Aufgabengebiet und Ihren Verantwortungsbereich.
Ich bin als Multistoremanager bei Mister Spex, dem führenden Omnichannel-Optiker in Europa, tätig. Mister Spex wurde 2007 gegründet und hat als wesentlicher Treiber der digitalen Transformation die Optik-Branche grundlegend verändert. In wenigen Jahren entwickelte sich Mister Spex von einem reinen Online-Player zum erfolgreichen Omnichannel-Optiker mit über fünf Millionen Kunden, zehn europäischen Online-Shops und zahlreichen eigenen lokalen Stores in Deutschland, Österreich und Schweden. Mein Verantwortungsbereich umfasst die Steuerung und Leitung von mehreren stationären Geschäften. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Storemanager. Dazu gehört das Verfolgen unserer wirtschaftlichen Ziele, aber auch die Umsetzung der Firmen-Philosophie. Des Weiteren verantworte ich einen einheitlichen Markenauftritt sowie das Einhalten unserer Mister Spex-Standards. Natürlich ist nach wie vor die Kundenberatung ebenfalls ein großer Teil meines Aufgabengebietes. Zudem leite, entwickle und führe ich eine Großzahl an Mitarbeitenden.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
Meist bin ich morgens schon am Arbeitsplatz, bevor wir unsere Ladentür für die Kundschaft öffnen. Zu dieser Zeit habe ich genug Ruhe für die Abwicklung der täglichen E-Mails und anderer administrativer Aufgaben. Danach führe ich das tägliche Morgen-Briefing mit meinem Team durch, damit jeder genau weiß, was an dem jeweiligen Tag gerade ansteht. Das können beispielsweise Aktionen und Rabatte sein oder welchen Tagesumsatz wir planen. Später verschaffe ich mir einen Überblick über die Verkaufsfläche und schaue, ob alles unserem definierten Standard entspricht. Ab hier kann der weitere Verlauf des Tages variieren: Gespräche mit Mitarbeitenden zu verschiedenen Themen oder Interviews mit potenziellen Bewerbern bestimmen die Abwechslung in meinem Arbeitstag.
„Das Gehaltsgefüge in der Handelsbranche
ist leider – gemessen an den Arbeitszeiten –
eher niedriger einzuordnen. Das Arbeitspensum
lässt sich in Anlehnung an andere Gewerke
sicher als „groß“ einstufen und liegt eigentlich
so gut wie nie unter 40 Stunden im Bereich der
Vollzeitbeschäftigung.“ – Arne Bröker
Können Sie etwas zu Ihrem Arbeitspensum (in Wochenstunden) und zum Gehaltsgefüge innerhalb der Handelsbranche sagen?
Das Gehaltsgefüge in der Handelsbranche ist leider – gemessen an den Arbeitszeiten – eher niedriger einzuordnen. Das Arbeitspensum lässt sich in Anlehnung an andere Gewerke sicher als „groß“ einstufen und liegt eigentlich so gut wie nie unter 40 Stunden im Bereich der Vollzeitbeschäftigung. Allerdings bietet der Handel gute Aufstiegschancen und damit auch eine Aussicht auf ein höheres Einkommen. Bei Mister Spex haben wir eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten. Zum Beispiel gibt es ein Trainee-Programm für Store-Mitarbeitende. Dort lernen unsere angehenden Führungskräfte den Umgang mit Personal und durchlaufen Schulungen zu Themen wie Gesprächsführung, Präsentationstechnik, Best Practices und vieles mehr.
Was sind die Voraussetzungen für Ihre Tätigkeit? Welche fachlichen, sozialen und emotionalen Kompetenzen werden hierfür benötigt?
Im Prinzip reicht für eine Ausbildung im Handel in aller Regel die Mittlere Reife aus. Viel wichtiger sind soziale und emotionale Kompetenzen. Weil wir nur als Team erfolgreich sein können, sind bei Mister Spex soziale Fähigkeiten ein wichtiges Kriterium. Spaß an der Arbeit und dauerhafter Erfolg stellen sich nur ein, wenn das gemeinsame Miteinander gut, sachlich und basierend auf einer fundierten Feedback-Kultur funktioniert.
Sind Sie beruflich viel auf Reisen?
Es kommt regelmäßig zu Geschäftsreisen. Allerdings sind diese meist eher kurz und im Inland. Corona hat natürlich viel verändert, daher versuchen wir, Geschäftstermine soweit es geht virtuell zu halten – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.
„Der Handel wandelt sich derzeit und
das Bild der Innenstädte verändert sich.
Ich finde es faszinierend, ein Teil davon
zu sein und diese Dinge mitzugestalten.“
– Arne Bröker
Können Sie jungen Menschen einen beruflichen Einstieg in den Handel empfehlen?
Ja, das kann ich. Wenn man soziale Voraussetzungen und Freude am Umgang mit Menschen und Interaktion im Allgemeinen hat, ist der Handel nach wie vor ein toller Arbeitsplatz. Der Handel wandelt sich derzeit und das Bild der Innenstädte verändert sich. Ich finde es faszinierend, ein Teil davon zu sein und diese Dinge mitzugestalten.
Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet Ihr Arbeitsgeber, bei dem Sie beschäftigt sind (z.B. Praktika, Hospitation, Werkstudent, Trainee, Führungsnachwuchsprogramm, Direkteinstieg)?
Bei uns ist jeder willkommen! Sowohl Werkstudenten als auch Quereinsteiger finden ihren Fähigkeiten entsprechend Einsatzgebiete. Unsere Führungskräfte werden durch Trainee-Programme und “Training on the Job” umfassend auf ihre spätere Tätigkeit vorbereitet. Bei Mister Spex gibt es keine eingefahrenen Strukturen, die in Stein gemeißelt sind, sondern wir versuchen, agil und offen Lösungen für jeden zu finden.
Wie erfahren ist der Handel mit den neuen Bachelor- und Master-Studienabschlüssen?
Eher weniger, denn der Handel ist traditionell aufgebaut. Die Basis ist immer noch die Ausbildung in Verbindung mit Weiterbildungen. Trotzdem findet man immer häufiger akademische Abschlüsse bei den Führungskräften vor.
Was schätzen Sie an Ihren jungen Bewerbern, was vermissen Sie bzw. wo sehen Sie grundlegend noch Verbesserungsbedarf im Ausbildungs- und Studiensystem?